Julia10 am 09 Apr 2016 11:05:44

Darüber hier zu diskutieren, wie sich die Politik verhalten sollte (mehr Kontrollen usw) hilft hier nicht weiter.

Darüber zu diskutieren, wie man sich vor Langfingern schützt, schon eher :)

Ich denke, das Diebe, wenn sich ihr Geschäft gelernt haben :idea: darauf achten, möglichst schnell und einzusteigen, mitzunehmen was gerade zu finden ist und wieder zu verschwinden.

Da hat "vielleicht" der Hinweis auf einen vierbeinigen Begleiter den Vorteil, das Fahrzeug aus dem Beutechema zu streichen. Wohlgemerkt vielleicht.

Möglichst wenig Wertgegenstände im Fahrzeug zu haben, nichts für Diebe interessantes offen liegen zu lassen, sich von einigen Autobahnraststätten fernzuhalten usw., halt sie grundsätzlichen Regeln einzuhalten, macht das sicher Sinn.

Wer einbrechen will, findet auch einen Weg.

Julia

kurt2 am 09 Apr 2016 11:14:36

mafrige hat geschrieben:Trickdiebe, Beschaffungskriminelle wollen auf der Schnelle ihre Opfer bestehlen.
Sie suchen sich die schwächsten und einfachsten Opfer.
Also wenn sie auf einen Rastplatz nach Opfern suchen, dann nehmen sie das leichteste erreichbare Ziel und verschwinden.


Das ist richtig, gilt aber nur für genau diese Tätergruppe.

mafrige hat geschrieben:In der Regel sind es keine Profis, denn der Gewinn ist zu gering, im Verhältnis zum Risiko (Polizeifallen mit Wohnmobil, diese werden regelmäßig durchgeführt).


Das ist eindeutig falsch und klar widerlegt.
Auf den großen Autobahnraststätten, Parkplätzen von Supermärkten und Einkaufszentren oder auf Rast-/Stellplätzen (zum Nächtigen) treiben in der Regel organisierte Banden ihr Unwesen. Gerne auch speziell für die Reisesaison aus dem Ausland angereist.
Es handelt sich hierbei um bis in Detail generalstabsmäßig geplante Zugriffe incl. des dafür benötigten Personals.

Der Fall des TE zeigt es überdeutlich!

Beteiligt waren mindestens 4 Personen:
- Der Chef der Truppe als Organisator, der die Opfer akribisch aussucht, seine Leute steuert und anschließend das Opfer beruhigt („Ich rufe die Polizei) um Zeit zu gewinnen.
- Der Ablenker, der das/die Opfer aus dem WoMo lockt, ins Gespräch etc verwickelt und auch wenn nötig festhält.
- Der Greifer die auf Anweisung ins WoMo eindringt und die Sachen stiehlt
- Der Fahrer hat mehrere Aufgaben. Z.B.:
a) im Bedarfsfall ( z.B. bei zufällig eintreffender Polizeistreife) den Weg mit seinem Fz zu versperren (vor der Streife in die Strasse einfahren und Motor abwürgen, der natürlich nicht mehr anspringt). Dadurch Zeitgewinn zum Abbruch der Aktion.
b) nach geglücktem Coup die Truppe vom TO wegbringen.

Evtl. noch eine 5. Person z.b.V.

Dass der Gewinn zu gering ist, ist eine weitverbreitete Mär.
I.d.R. werden Örtlichkeiten in Fahrtrichtung URLAUB ausgesucht, so dass die Börsen noch gefüllt sind. Man schätzt je Bande mit einem täglichen Einkommen von 15 – 25000 Euro/Tag an Wochenenden und ca 5 - 7000€/Tag unter der Woche.

Es lohnt also, die Augen offen - und das WoMo geschlossen zu halten.

kurt2 am 09 Apr 2016 11:16:14

RichyG hat geschrieben:Richtig ist aber auch, dass die Kriminalitätsrate im besagten Zeitraum nicht spürbar sank.


Woher nimmst Du diese Erkenntnis?

ganderker am 09 Apr 2016 11:53:57

kurt2 hat geschrieben:Dass der Gewinn zu gering ist, ist eine weitverbreitete Mär.
I.d.R. werden Örtlichkeiten in Fahrtrichtung URLAUB ausgesucht, so dass die Börsen noch gefüllt sind. Man schätzt je Bande mit einem täglichen Einkommen von 15 – 25000 Euro/Tag an Wochenenden und ca 5 - 7000€/Tag unter der Woche.


nun hast du mich neugierig gemacht: wo kann MAN das nachlesen?

danke für Info

kurt2 am 09 Apr 2016 11:54:50

hast KN

Mover am 09 Apr 2016 12:04:15

"Beifang", da sind die Unterhaltsdrücker und die Zahlungsunfähigen die sich weigern, die Finger zu heben.

Für diese Leute lagen Haftbefehle vor.

Trashy am 09 Apr 2016 20:13:54

Einen guten Schutz gegen Eindringlinge habe ich gerade beim Händler gesehen.
Etwas oversized..aber witzig...
--> Link

...
--> Link

Gruß

Trashy

zulu am 09 Apr 2016 22:10:06

ich sehe das wie kurt2:
Diese Banden sind ziemlich gut organisiert, jeder hat seinen "Job".
Die Polizei sagte uns, wir seien "Nr.20" an dem Tag.
Wenn ich nun rechne ... 20 mal xxx ... mal 5/6/7 Tage ... da kommt schon ein hübsches Sümmchen zusammen.
Vermutlich deutlich mehr, als man z.B. als Erntehelfer in einer Woche verdient.
Und man macht sich nicht die Knochen kaputt.
Nur das Karma.
*lach*

Es war wirklich eine unschöne Erfahrung und ich wünsche sie keinem.
Aber ich glaube einfach auch, so lange es diese ungleichmäßige Verteilung des materiellen Wohlstandes in der Welt gibt, so lange wird es auch immer einige geben, die den leichten Weg zum schnellen Geld suchen und gehen. Man muss sich einfach selbst gut schützen!
Dazu sind Informationen wichtig und deswegen ist dieser thread richtig.

camper01 am 15 Apr 2016 23:01:15

Ich werde Morgen noch einmal 3 Wochen nach Spanien fahren!
Und habe das Glück das ich unseren Hund dabei habe bei dem kommt keine an sein Womo!
Und ich halte mich auch an die gut gemeinten Ratschläge hier im Forum.
Des weiteren halte ich meine Ohren und Augen auf und passe auf andere Womos oder Wohnwagen auf.
Das sollten alle Wohnmobil und Wohnwagenbesatzungen machen dann wird die Gefahr das was passiert kleiner.
Eine Schrottfreie und glückliche Fahrt wünsche ich hier allen.
Gruss Ha-Jü

eposoft am 16 Apr 2016 07:16:15

Täusch Dich nicht, evtl. geht genau von einem Wohnwagen oder Womo eine Gefahr aus. Einfach genug gesundes Misstrauen an den Tag legen. Hilfsbereitschaft ist gut aber kann durch die böse Seite der Macht ausgenutzt werden. Leider, muss man dazu sagen.

Gute und sichere Reise
Gruss Ernst

SOUTHCAMPER am 26 Apr 2016 20:58:47

Hallo,

bin selber sehr häufig mit dem Wohnmobil in Spanien unterwegs.
An der Küste von Figueres nach Almeria ist gerade in den Sommermonaten durchaus Vorsicht geboten.
Übernachten nur auf Stellplätzen und Campings. Wertsachen nie offen im Auto liegen lassen. Das schließt Navi mit ein.
Von der Autobahn abfahren, um zu tanken und zu rasten halte ich eventuell für etwas übertrieben, hängt aber vielleicht von der Tageszeit ab.

Ich denke, wer dies befolgt, hat eventuelle Risiken deutlich gemindert.

Jesús

Mover am 26 Apr 2016 22:10:08

Ich fahre seit Jahrzehnten von jeder Autobahn ab und tanke im nächsten Dorf.

Will ich übernachten, dann wieder in ein Dorf, am liebsten in eine Wohnstraße, egal um welche Uhrzeit.

Damit habe ich immer (und billiger) gut getankt und gut geschlafen.

zulu am 04 Mai 2016 10:09:23

Noch am Abend des Überfalls habe ich eine Nachricht via fb bekommen:
"Habe Ihre Handtasche gefunden ..."

Inzwischen ist sie wieder bei mir eingetroffen,
es war fast alles noch darin (ausser dem Bargeld),
sogar die ec-Karte, ohne Nutzungsversuch lt. Bank.

Genau wie die Polizei in Figueres sagte:
Sie nehmen nur das Bargeld.

Vielleicht tu ich dem "Finder" unrecht, wer weiß,
aber ich habe das Gefühl, er gehört dazu
und sein Job ist die Rekrutierung eines "Finderlohns" vom dankbaren Opfer.
Schliesslich hätte die Wiederbeschaffung von Schlüsseln, Papieren usw
auch einiges gekostet.

Nachtrag an jochen-muc: Woher hast Du das Foto von meinem Freund? *smile*
Er hätte die Band vermutlich vom Wagen ferngehalten,
aber er mußte ja gerade mal ein anderes Geschäft erledigen.
Leider.

Es war wirklich kein schönes Erlebnis und hat mir noch etliche Nächte den Schlaf geraubt.
Also Leute, seht Euch vor und seid wachsam.
Aber man will ja auch nicht gegen alle und jeden misstrauisch sein ...
Kriminelle gibt es wohl überall, nicht nur in Nordspanien.

rolf51 am 04 Mai 2016 10:18:17

Hallo,
trotzdem eine gute Nachricht, wünsche keine weitere Probleme.

scubafat am 04 Mai 2016 11:18:23

Velledalen hat geschrieben:Moin,
nen grossen Fressnapf kaufen und vor die Tuer stellen. Da brauchts nichtmal einen Hund fuer. :razz:

Das ist ja eine gute Idee :D

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