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Hallo zusammen, ich habe meine Solartechnik an meinem WMo aufgerüstet. Verbaut wurden zwei 80 Wp CIS Module, MPPT 260er Regler von Votronik mit Fernanzeige sowie ein MT 4000 Batteriecomputer von Büttner. Mein Problem ist nun, dass die Fernanzeige des Solarreglers einen Ladestrom von derzeit 7,2 A anzeigt, der Batteriecomputer aber nur 3,4. Müssten die nicht beide den selben Wert anzeigen, oder mache ich einen Denkfehler ? Nein. Der Solarregler misst das was vom Solar kommt und der BC das was in die Batterie reingeht. Nun könnte es sein das du noch Stromverbraucher dran hast die dann eben direkt von solar gespiesen werden. - die Fernanzeige der Solaranlage zeigt was momenta von den Panels geliefert wird (7,2 A) - der BattComp zeigt was momentan in die Batterie geladen wird (3,4 A) die Differenz von 3,8 A wird irgendwo im Womo sofort direkt verbraucht (Radio, Kühli-Steuerung.....) grüße klaus Oder Du hast deinen Batteriecomputer falsch angeschlossen, als Du eine 2. Batterie nachgerüstet hast, so dass er nur den Ladestrom der einen Batterie misst... Ich erlebe das gleiche wie der Themenstarter und mutmaße, daß wenn die Batterie "voll" ist, sie nur noch wenig Strom rein läßt- daher der Unterschied. Meine Module geben auch deutlich mehr bereit als der BC "erkennt" und mein Verbrauch tendiert dabei oft gegen 0. Gruß Manfred Deine Mutmaßung ist falsch, Die Summe aller Ströme ist in einem geschlossenen System = 0 Das heißt, die Solaranlage kann nur so viel Strom abgeben, wie er im Bordnetz verbraucht wird, sei es durch Laden der Batterie oder durch andere Verbraucher. Wenn alle Verbraucher aus sind, und keine anderen Ladequellen existieren, dann ist der Solarstrom = dem Ladestrom, egal wie die Sonne scheint. (eine winzige Differenz entsteht durch den Spannungsabfall / Erwärmung der Kabel / Übergangswiederstände bei großen Strömen, kann aber hier vernachlässigt werden) Es kann nicht mehr Strom reinfließen, wie rausfließt. Ist zu Hause ja auch so. Es fließt je kein Strom aus der Steckdose heraus, wenn nichts dransteckt ;-)
Ah, sehr spannend. Ich hatte mich immer gewundert, dass bei schönstem Sonnenschein die Fernanzeige der Solaranlage manchmal nur sehr geringen Strom anzeigte. Das liegt dann sehr wahrscheinlich an fast vollen Batterien, richtig? Richtig. Wenn Du wissen willst, was die Anlage im Moment leisten könnte, einfach einen starken Verbraucher einschalten (z.B. Fön über Wechselrichter), dann kommt der maximale Strom von den Panelen und alles andere von der Batterie. Die Spannung im System sinkt dann auch auf 12.6V oder so und nicht mehr bei 14.x, die maximal mögliche Leistung wird dann dem Gesamtsystem abgefordert. Der Verbraucher sollte jedenfalls mehr Watt haben als die Solarpanele zusammen. Danke! ...kann nur so viel abgeben... Ja, hier verstehen wir uns offensichtlich falsch. Ich sprach nicht davon wie viel die Panele abgeben, sondern bereit stellen. Bei guter Sonne stellen diese beispielsweise 8 A zur Verfügung (oder Ah?), jedoch fließt diese Größe nicht. Gruß Manfred Wurde der Batteriecomputer mal auf 0 Kalibriert?
Bereitstellen ist hier auch ein ungünstiger Begriff, da die 8A nur ein möglicher Wert sind, die man im bestehenden System nicht messen kann. Bereitstellen tut die Solarzelle eigentlich nur eine Spannung, die mit steigendem Strom geringer wird. Der Strom stellt sich durch die Verbraucher ein. Der Regler könnte jetzt kurzzeitig das Panel kurzschliessen, dann hätte man den maximal möglichen Panel Strom bei dieser Beleuchtung (der nicht dem Punkt maximaler Leistung entspricht). Es sind übrigens A. Die Ah ergeben sich, wenn der Strom eine Stunde fließt z.B. als Ladungswert. RK
OK, ich verstehe, was Du meinst, aber die Panele stellen kein Strom (A) "bereit" und auch keine Kapazität (Ah). Sie sind zwar Stromquellen, aber der Strom wird von 2 Faktoren bestimmt, von der Quelle und vom Verbraucher, und beide Ströme sind gleich. Es kann nur der Strom fließen, der abgenommen wird. Am Panel kannst Du nur den Strom messen, der fließt und nicht ein fiktiver Strom, der Deiner Meinung nach "bereitgestellt" wird. Der Maximale Strom ist der am Panel angegebene Isc (Kurzschlußstrom) Eine Solarzelle wandelt die Energie von Licht (Photonen) um in freie Ladungsträger (Elektronen, Positiv geladenes Silizium) um. Das ist erst mal nur eine Spannung (Uoc oder auch Voc) an den Plattenpolen, die Leerlaufspannung. Das ist auch das, was "bereitgestellt" wird. Schließt man den Stromkreis, findet ein Ladungsausgleich statt und ein Strom fließt, dabei bricht die Spannung entsprechend ein. Wieviel Strom fließt, hängt davon ab, wie viele Ladungsträger immer wieder neu erzeugt werden und über den Stromkreis abfließen können. Ist der Stromkreis offen, sind die Pole irgendwann geladen / gesättigt und es werden keine neuen Ladungsträger erzeugt. Die Elektronen auf dem entsprechenden Energieniveau sind ja irgendwann alle losgelöst und auf der anderen Seite versammelt. Das "Bereitstellen" bei idealen Bedingungen (Senkrecht zur Sonne, volle Einstrahlung) ist die Leistungsangabe (Wp), was der maximalen Modulleistung entspricht. Wenn Du die Leistung zu einem gegebenen Zeitpunkt messen willst, musst Du für einen maximalen Stromfluss sorgen, bis die Spannung auf die Bordspannung einbricht. Das geht nur durch einen passenden Verbraucher, der eine höhere Leistung hat, als die Module abgeben können. Dann misst Du den Solarstrom und die Spannung und multiplizierst beide Größen. Schon kast Du die max. Solarleistung zu einem gegebenen Zeitpunkt. Wenn Du den Strom nicht abnimmst, hast Du auch keine Solarleistung. Bei den Solaranlagen zu Hause wird ja immer die maximale Energie eingespeist, dort ist die "bereitgestellte" Leistung immer gleich der eingespeisten und angezeigten, weil alles abgenommen wird, was kommt. Ist im WoMo selten der Fall. Du kanst Dir das ja mit dem Landstromanschluss erklären: Du hast 4A / 220V an der Dose, bevor die Sicherung fliegt (880W), wenn Du 100W abnimmst, misst Du in etwa 0.5A, die 4 A kannst Du nicht messen, wenn Du nur 100W dranhängst. Hallo, so verkehrt ist es nicht davon zu sprechen was die Module "bereitstellen". Mein Steca PR 3030 zeigt den Modulstrom und den Batterieladestrom an. Wenn genug Verbraucher angeschaltet sind oder die Batterie nicht voll ist sind beide identisch. Wenn die Batterie langsam voll wird, sinkt der Batterieladestrom doch die Anzeige Modulstrom bleibt hoch. (Am Abgang "Verbraucher" ist nichts angeschlossen) Kann man auch im Manual vom PR 3030 nachlesen (Seite 8 ). Gruß Gerald
Ja, da es ein Shuntregler ist, der in diesem Arbeitspunkt nicht regeln muß, weil schon die Belastung durch die Batterie hoch genug ist.
D.h. die Differenz wird vernichtet. Das kommt dem bereitgestellten Strom schon sehr nahe, auch wenn dieser Strom für genau die anliegende Spannung gilt. Bei einer niedrigeren Spannung (mehr Belastung) könnte er evt. noch ein wenig höher sein. Bei PWM oder MPPT Reglern gibt es diesen direkten Zusammenhang nicht. RK Erst einmal vielen Dank für die ganzen Tipps ! Ich bin aber leider immer noch nicht schlauer, was die Differenz angeht. Auch kann feststellen, dass die Ladeleistung bei vollen Akkus gegen 0 geht obwohl die Sonne scheint und direkt hoch geht, wenn ich z. B. über den Wechselrichter viel Leistung abrufe. Somit macht der Solarregler ja seinen Job, wie er soll. Trotzdem kann ich mir die Differenz von ca. 4 A nicht erklären. Ich habe parallel keine Verbraucher laufen, die eine solche Leistung fordern. Kühlschrank läuft auf Gas und sonst ist alles aus. AES Ausgang des Reglers ist auch nicht belegt. Ob der Batteriecomputer korrekt genullt wurde, kann ich auch nicht sagen, da ich die Arbeiten in der Werkstatt meines Vertrauens hab machen lassen. Hier wird aber i.mer nur von geringen Abwechungen gesprochen. Der Computer wurde korrekt eingestellt was Kapazität, Spannung und AGM angeht. Wat nu ? Ich würde da mal ganz pragmatisch ran gehen. Gleichzeitig im Betrieb vor und nach dem Regler Spannung und Strom mit unabhängigen Messgeräten Prüfen und Vergleichen. Bei Deinen Leistungen geht das ja mit einfachen Mitteln. Dann sieht man weiter. An das Kurzschließen der Module durch den Regler um Leistung zu vernichten glaube ich nicht, dabei würde die Spannung der Module einbrechen. Lastwiederstände würden Wärme erzeugen die in der Größenordnung erst mal mit sehr großen Kühlkörpern abgeführt werden müssten.
Für den genannten PR3030 gibt Steca an "Shunt-Topologie mit MOSFETs" "PWM-Regelung". Also wird das Modul periodisch für kurze Zeit kurzgeschlossen, damit die Spannung an der Batterie nicht zu hoch wird. Durch die Pulsweitenregelung bestimmt man, wieviel Energie noch an die Batterie weitergeleitet wird. Wenn da Dioden dazwischen sind, betrifft das nur das Modul. Dabei tritt keine hohe Leistung im Regler auf, da die Modulspannung beim Kurzschluß ja sehr niedrig, bzw. theoretisch Null ist. Die Solarzelle ist ja weitgehend eine Stromquelle. Die Energie wird wenn, dann in der Solarzelle vernichtet (bzw. in Wärme umgewandelt). Anscheinend geht das auch ohne trennende Diode bei entsprechend kurzen Impulsen und einem zusätzlichen Widerstand in der Kurzschlußleitung. RK
Das würde mir als Laien auch erklären, dass Bilder im Netz unter Semiflexplatten extreme Verbrennungsspuren zeigen. Also ist die Hinterlüftung der Platten auf dem Dach zur Wärmeableitung wichtig?
Dabei muß man aber beachten, daß diese ganzen Überlegungen nur für einen Shunt Regler gelten (der hier mit seinen Anzeigewerten erwähnt wurde). Wenn man hier so mitliest, dürften PWM und MPPT Regler aber die Mehrheit bilden. Dabei wird der Strom einfach unterbrochen und nicht kurzgeschlossen. D.h. die Erwärmung erfolgt dann nur durch den tatsächlich fliessenden Strom, der proportional zum Ladestrom ist (plus evt. Verbraucher). RK
Votronic hat kein 260W mppt regler und die mppt regler von votronic erlauben maximal 50 V. Cis module haben eine höhere spannung als 50 V. Was du misst aus dem mppt regler wird entweder verbraucht oder in der batterie hineingesteckt. Komm doch mal nach Leverkusen dann können wir unsere schaltungen vergleichen, bei mir funzt es.......obwohl meine vollen Batterien max. 13,7Volt haben..... Hallo Dirk, wir wissen natürlich alle nicht wie Deine Verdrahtung im Womo aussieht. Daher ist eine Analyse nicht so einfach. Theoretisch sind Fehlanzeigen möglich (z.B. falsche Shuntanpassung) aber es wäre auch denkbar dass ein Strom in die Starterbatterie fließt. Bei Deinen Stromstärken kannst Du jedoch auch ein Meßgerät das bis 10A misst in den Ausgang des Ladereglers und dann auch in Reihe zu dem Messshunt schalten. Wenn das nicht so einfach ist, trenne doch mal alle Verbindungen ( + Pol von der Batterie lösen) der Batterie zum Womo und stelle eine direkte Verbindung vom Laderegler zur Batterie her. Dann müssen die Anzeigen übereinstimmen. Gruß Gerald Hallo Dirk, bei allen Arbeiten am Solarregler erst die Solarpanelanschlüsse lösen. Beim wieder anschließen müssen zunächst die Verbindungen zur Batterie und dann die Leitungen der Solarpanel angeschlossen werden. Gruß Gerald Das ist doch alles kein Hexenwerk. Einfach ein Amperemeter in die Ladeleitung schalten und die Werte vom Solarregler und Amperemeter vergleichen. Da beide Strommesser in Reihe geschaltet sind MÜSSEN sie den gleichen Wert für den Strom anzeigen, es fließt ja der selbe Srom hindurch. Also, wenn die Werte gleich sind, dann ist deine Solaranlage mit Anzeige OK und Du hast einen Stromverbrauch woanders. Nun kannst Du mit den kleinen Sicherungs-Amperemeter Deine Stromkreise einzeln durchmessen, bis Du den Übeltäter gefunden hast (Kühlschrank-Steuerung, Magentventil, Wasserpumpe, Lüfter, Fernseher im Stand-By, Sat-Schüssel, USB Ladegerät, an dem ein Händy hängt, Autoradio, Licht-Fernbedienung, Wechselrichter im Standby, Angezogene Relais für irgend welche Gimmicks, Frostschutzventil, dein Batteriecomputer braucht auch Strom ...). Ich kenne Dein Auto nicht, aber es wird irgend ein Verbraucher sein, an den Du noch nicht gedacht hast, oder die Summe von vielen "kleinen" Verbrauchern. Hallo, meist gibt es im Womo einen Schalter, der (fast) alle Verbraucher ausschaltet. Hast Du die Versorgung des Womo´s mal ausgeschaltet und dann verglichen? (Hatte ich eigentlich unterstellt) Gruß Gerald ... Der Schalter im Panel schaltet nicht alles aus (Frostschutzventil und einige wenige Verbraucher bleiben an), am EBL gibt es noch einen Hauptschalter, der macht alles platt, außer man hat diverse Dinge nachgerüstet, die nicht über das EBL verteilt werden. Danke für eure Tipps ! Ich stehe dwerzeit im tiefsten Lappland und bin deshalb diagnosetechnisch ein wenig eingeschränkt :razz: sergiozh hat recht, der Solarregler ist auch von Büttner. Geralds Hinweis auf die Starterbatterie scheint mir derzeit eine nachvollziehbare Erklärung zu sein. Der Solarregler ist ja nicht direkt an der Batteriez angeschlossen sondern am entsprechenden Eingang meines EBL 29 und ich habe noch so im Hinterkopf, dass der EBBatteriecomputerL bei ausreichender Ladung der Bordbatterien die Starterbatterie ebenfalls mitlädt. Zur sonstigen Hardware: Hymer ML-T 580 aus 2015, Bordbatterien 2 x 95 Ah AGM2 von Varta, 18 A Zusatzlader von Schaudt, EBL 29, 1500/3000 W Wechselrichter mit NVS, 2 x 80 Wp CIS Solarmodule von Büttner 260 er MPP Solarregler ebenfalls von Büttner. Ich hoffe, ich habe nichts vergessen. Ansonstens habe ich keine besonderen Lade- oder Verbrauchseinrichtungen, die über die normalen Ausstattungen hinausgehen. Die gleichzeitige Ladung der Starterbatterie übers EBL wäre für mich aus der Ferne die logistische Erklärung. |
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