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Hund vom Züchter - Tierschutz - Kleinanzeigen? 1, 2


brainless am 23 Jul 2016 10:57:56

harpya hat geschrieben:Rasse ist schlicht eine Gruppierung.

Das ist Deine schlichte Meinung - mehr nicht.


Musst du eigentlich überall polemisieren wo du auftauchst ?

Schon mal darüber nachgedacht, daß jemand nicht unbedingt polemisiert................nur weil er eine von Deiner abweichende Meinung vertritt?!

Mach es einfach wie ich: Die meisten Deiner Beiträge lese ich garnicht,


Volker 8)

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HeikeD am 25 Jul 2016 10:55:42

Ich spreche nur für mich, ich mag alle Hunde, aber ich hole mir einen Hund vom Züchter wenn es wieder einmal so weit ist.

Mein erster Hund 1984 war ein schwarzer Zwergschnauzer von einem Vermehrer (das wusste ich aber damals nicht). Er war 4 Jahre alt, als er an Epilepsie erkrankte und verstarb mit 13 an den Folgen der jahrelangen Medikamentengabe. Nie wieder würde ich mir einen Hund von einem Vermehrer holen, weil man ja doch nicht weiß was drin steckt und auch keine Untersuchungsberichte erhält (vermutlich nie auf Krankheiten untersucht wurde).

Meinen Hund (Dalmatiner) habe ich beim Stöbern im Internet gefunden, bis dahin kannte ich mich mit der Rasse nicht aus.
Der 10 Monate alte Hund wurde dort beschrieben, er stammt aus einem Backcross Projekt, welches vor 40 Jahren in Amerika gestartet wurde. Das heißt, er ist ein wichtiger Bestandteil um die Rasse gesund zu erhalten, bzw. auf den "gesunden" Weg zurück zu bringen. Denn, durch Zucht wird nicht immer nur das Gute weiter vererbt, manchmal - wenn man z.B. den Genpool zu gering hält, treten Erbrkankheiten auf. Einige Züchter haben sich nun auf die Fahne geschrieben, dieses Projekt zu fördern und der Rasse einen Dienst zu erweisen (nicht immer ganz einfach, aber es wird).

Nun, mein Dalmatiner ist ein LUA-Gen-Träger (kann man googeln, würde hier zu weit führen). Kurz erklärt: dieses Gen sorgt dafür (wenn es vererbt wird), dass der Hund vermutlich nicht an Harnsteinen erkrankt (bzw. die Wahrscheinlichkeit so hoch ist wie bei allen anderen Hunderassen). Den "normalen" Dalmatinern fehlt dieses Gen und durch das Backcross Projekt wurde es wieder zurück gegeben.

Ich bin zur Züchterin gefahren, habe ihn mir angesehen, seine Mutter und seine Schwester und konnte mir ein Bild von ihm und seinem Umfeld machen. Das hat mich überzeugt und heute bin ich froh, dass ich ihn zu mir genommen habe - wenn ich sehe wie die Züchterin mit den Hunden umgeht, wie die Welpen gefördert werden, was für Untersuchungen gemacht werden... Kurzum.. perfekt!

Außerdem ist er ein Laufhund, was zu meinem Leben passt (bin Läufer, Walker und jetzt auch Dogtrekker).
Das war der Ausschlag für diesen Rassehund (es hätte auch ein Labbi oder so werden können, ich war nicht auf eine Rasse beschränkt).

Was die Rassen angeht... hier wurden vor ewigen Jahren Rassen gebildet, die unterschiedliche Anforderungen erfüllen.

Jagdhunde
Hütehunde
Herdenschutzhunde
um nur ein paar zu nennen.

Das ist toll, so weiß man ja vorher, mit welchen Eigenschaften man rechnen muss.

Was soll ich z.B. mit einem Kangal, wenn ich keine Schafherde und ewig viel Land habe?
Was nutzt mir ein Weimaraner oder ein Münsterländer, wenn ich kein Jäger bin?
Was nutzt mir ein Australien Shepherd, ein Border Collie wenn....

die Liste könnte man ja endlos erweitern.

Ja, ich weiß - viele Arbeitshunde werden als reine Familienhunde gehalten, soll jeder machen wie er will. Ich verurteile das nicht, ist aber nicht mein Ding. Nur manchmal entstehen Probleme wo keine sein müssten bei der Haltung, der Hunde ist nicht folgsam, macht Dinge kaputt, ist agressiv usw. und so fort. Manchmal liegt es einfach daran, dass der Hund nicht artgerecht ausgelastet und gehalten wird. Nicht immer - aber manchmal. Schaut euch die Tierheime an und die Kangals z.B. die darin sind.
Vielen Hunden kann man Alternativen bieten (Australien Shepher usw. mit Agility oder anderem Hundesport), aber einen Herdenschutzhund kannst du nicht viel anbieten. Der ist eigenständiges Handeln gewohnt, darauf gezüchtet.... was soll so einer in einer 70qm Wohnung?

leoline am 25 Jul 2016 17:22:15

Ich hatte früher in meiner Jugend Mischlinge, alle hatte Macken, waren nicht gesund. Dann kamen reinrassige Schäferhunde, Fährtenarbeit, wunderschöne gemeinsame Zeiten im Schäferhundverein. Als dann wieder ein neuer Hund einziehen sollte (wir hatten immer mehrere Hunde gleichzeitig) und ich mir so die Elterntiere ansah, vom Gebäude her - das konnten keine gesunden Hunde werden. Also Schäferhunde waren damit nicht mehr von mir gewünscht. Durch Zufall entdeckten wir dann 1989 auf der Messe Heim-Tier-Pflanze die ersten Leonberger. Sofort sprang der Funke über. Undn einmal Leonberger, immer Leonberger. Man weiß wenigstens so ungefähr, was einen erwartet. Ein ruhiger, souveräner Familien- und Begleithund, dessen Bewegungsdrang sich (außer in der Jugendzeit natürlich) in Grenzen hält, der also mit 2 x 1 Stunde täglich und 3 kleineren Pipirunden zufrieden ist, sich bei Hitze ebensowenig bewegen möchte wie wir und der Menschen und Hunden ggenüber aufgeschlossen ist.
Das war bei allen unsern Leos so und obwohl ich liebend gern auch einem Tierheimhund wieder ein Huhause ggeben hätte - ich bin mir einfach nicht sicher, was da für ein Überraschungspaket auf mich zukommt und ob ich dem heute in meinem Alter noch gerecht werden kann. Unsere Nele hat ihre allererste Fahrt mit uns im Wohnmobil gemacht und sie liebt das Womo.

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HeikeD am 25 Jul 2016 17:29:02

Die alten DDR-Linien haben einen geraden Rücken, das was teilweise in Europa gezüchtet wurde, geht gar nicht.
Leonberger sind aber mächtig groß! :-)

leoline am 25 Jul 2016 17:40:17

Ja, das sind sanfte Riesen, wenn sie denn einmal erzogen sind (kann aber schon mal was länger dauern :mrgreen: ).

Damals, als ein neuer Hund einziehen sollte, hatten wir noch keine Möglichkeit, an DDR-Hunde zu kommen.

sini2000 am 25 Jul 2016 20:48:54

Ja, ich weiß - viele Arbeitshunde werden als reine Familienhunde gehalten, soll jeder machen wie er will. Ich verurteile das nicht, ist aber nicht mein Ding. Nur manchmal entstehen Probleme wo keine sein müssten bei der Haltung,?


Es gibt aber bei allen Arbeitslinien auch Showlinien. So hatten wir einen Australian Shepard aus der Show Linie, das war ein total toller Hund, aber er war ein absoluter Langsam Lerner. Da war nix von der berühmten "müssen gefordert werden", er war der erste Aussie den ich live kennen lernte und ich wunderte ich dann immer, wenn ich las, die brauchen so viel :D

Und ja man kann die Arbeitslinie auch ganz normal halten. Wobei viele den Fehler machen, ich anfangs auch... , dass sie denken "Arbeitslinie - muss Power haben". Nein muss kein Power haben, denn genau das pusht ihn immer höher und höher und höher. Unserer geht normal Gassi, macht 1 x die Woche Man Trailing auf Hobbybasis und ist da mittlerweile richtig gut und wenn wir kein Womo hätten, würde er vielleicht in der Rettungshundestaffel arbeiten können, aber Sonntags Training oder Womo fahren :mrgreen: man muss halt Prioritäten setzen.




Ich lasse ihn im Haushalt Dinge vom Boden aufheben (sehr praktisch :D ) und ich spiele kontrolliert mit ihm.

Mantrailing kann ich übrigens jedem als Auslastung empfehlen. Unser Nikan ist aus Spanien. Podenco-Garafiano Mix. Aussehen von Garafiano aber Wesen vom Podenco. Er geht aus dem Haus und scannt die Welt nach Kaninchen ab, er kann dann Sitz, aber selbst da schaltet er komplett auf Autopilot. Aber beim Mantrailing ist er jetzt soweit, dass er durch Kaninchengebiet trailen kann und seinen Job macht und die Kaninchen links liegen lässt.



So jetzt wieder den Bogen zum Thema:

Man kann also auch Rassehunde aus der Arbeitslinie nehmen, aber man muss gut aufpassen, dass man sie beschäftigt ohne sie zu überdrehen, was oft ne kleine Gratwanderung ist.

Rudieins am 25 Jul 2016 21:00:42

Hallo,

wir hatten bis jetzt 4 Hunde verschiedener Rassen. Wir haben immer sehr viel Glück gehabt, alle waren wunderbar. Alle wurden sehr sorgsam ausgesucht und bei einem guten Züchter gekauft. Die 3 Hunde hatten alle ein normales Lebensalter erreicht und waren selten krank. Tierarzt nur zum Impfen und Einschläfern, wenn die Zeit gekommen ist, so leid es auch uns tut.

Unser jetziger Hund ist ein Papillon und 10 Jahre jung.

Auch hier haben wir uns sorgfältig vorher informiert, denn mit einem Hund geht man eine lebenslange innige Freundschaft ein. Das ist eben kein Pferd, was man wieder verkauft, wenn es nicht hoch genug springt.

Wir wollten einen schlauen Hund, bei Stanley Coren, ind dem Buch „Die Intelligenz der Hunde“ Seite 247, steht der Papillon zwischen den Arbeitshunden an 8. Stelle.

Wir wollten keinen Hund mit Unterwolle, weil wir von den Hundehaaren keine Socken stricken.
Wir wollten auch einen Hund mit langen Haaren, weil kurze Haare aus einem textilen Autopolster schlecht zu entfernen sind.
Wir wollten auch keinen zugewachsenen Hund, ich muss sehen können, ob er vorwärts oder rückwärts läuft.
Und wir wollten einen Kleinhund von gut 4 kg, damit er in den Fahrradkorb passt und im Flieger einfach mitzunehmen ist. Die Eltern wogen über 4 kg und waren bei Agility erfolgreich. Es gibt auch ganz kleine Züchtungen von 1,5 kg.

So haben wir das bekommen, was wir gesucht haben, sind dafür weit gefahren und sind immer noch begeistert.

Gruß Rudi


Inka als Baby:


Inka bei unseren Ausflügen:

sini2000 am 25 Jul 2016 21:06:45

Hallo Rudi,

das nenne ich mal punktgenau ausgesucht. Und dann den für Euch passenden Hund gefunden. Toll. Hübsches Mädel die Inka.

HeikeD am 26 Jul 2016 09:57:36

Hübsche Hunde habt ihr!!

Stimmt, man muss den Arbeitshund nicht arbeiten lassen - das ist klar.
Ich frage mich aber dann immer, warum hab ich den? Wenn ich nicht wenigstens etwas, so wie du, mit ihm mal mache?
Wir laufen, dogtrekken, wandern, suchen, apportieren.... nicht täglich - aber das sind halt Arbeitshunde, die müssen nicht jeden Tag 100% bringen, die begnügen sich mit 30% um dann nach ein paar Tagen 150% Leistung zu bringen.
Meiner trägt auch gern Dinge umher und ich lasse ihn hin und wieder meine Brille, mein Handy usw. tragen. Das macht er mit so viel Stolz, ich könnt mich kaputt lachen! Aber er liebt es! Auch sucht er gern, ich zeige ihm etwas (einmal) und lasse ihn absitzen, dann verstecke ich es irgendwo im Haus und er findet es ....

Ich sehe so viele (wirklich) ältere Herren mit großen Schäferhunden gehen. Die führen diese Hunde einmal am Tag ums Feld und dann darf er wieder untern Tisch. Das weiß ich weil ich weiß wo sie wohnen und die Umstände kenne wie sie leben.
Wozu halten die dann solche Hunde? Um das eigene Ego zu pflegen?
Da tun mir die Tiere einfach nur leid.
Dick und rund gefüttert ohne genügend Auslauf.

Letztens kam mir eine Joggerin entgegen mit ihrem Mops. Ganz ehrlich - der hörte sich an wie kurz vorm Ende. Bekommt ja eh schon kaum Luft und dann noch joggen.
Löblich, dass sie mit ihrem Hund was unternimmt, aber es sollte ja auch dem Hund entsprechen.

Viele kaufen Hunde nach dem Aussehen und nicht nach den Eigenschaften. Da liegt oft das Problem... und bei Hunden aus dem Tierschuzt oder Mischlingen generell weiß ich ja auch gar nicht was ich mir da so ins Haus hole. Kann gut gehen, manchmal aber nicht (und bei den nach dem Aussehen ausgesuchten eben auch nicht).

Gast am 26 Jul 2016 11:18:41

Ja Heike, da gebe ich dir vollkommen recht!!
Ob Rassehund, Mischling oder aus dem Tierschutz ist eigentlich Nebensache wenn die Menschen nur den für sich richtigen Hund auswählen würden.
Würde sich jeder so viele Gedanken zum Wunschhund machen wie Rudi, gäbe es nicht so einen Markt für selbsternannte "Hundetrainer".

Wir sind ja Pflegestelle und müssen immer wieder Interessenten ablehnen weil es einfach nicht passt, auch wenn wir dadurch den Hund noch eine Weile bei uns halten müssen.
Aber sag mal jemandem, der sich bereits in den Hund verguckt hat, nein den bekommst du nicht weil ...
Das ist nicht immer einfach, und wir sind auch nicht immer ganz ehrlich bei der Begründung.
Dann denken wir aber an den Hund den wir nach 1 Monat zurückgenommen hatten weil das ältere Ehepaar nicht mit dem Jagdtrieb fertig wurde. Der Mann hätte ihn behalten und nahm auch schon erste Einzelstunden bei einem Hundetrainer. Aber seine Frau kam absolut nicht mit dem Hund zurecht.
Da stand dann ein stattlicher Mann ende 60 mit den Tränen kämpfend vor uns und übergab uns den Hund. Auch der Hund verstand die Welt nicht mehr, er hatte sich bei seinem neuen Herrchen doch so wohl gefühlt.
Solch eine sch... Situation möchte ich nicht noch einmal erleben!

Leider sehen nicht alle Züchter/Tierheime/Tierschutzvereine genau hin wohin sie einen Hund geben.

Gruß
Andreas

Globetrotter111 am 26 Jul 2016 21:55:29

Ein Rassehund,
aus einer leistungsorientierter Zucht ist in der Regel ein Hund, dessen Eltern und Ahnen auf Leistung und Charakter gezüchtet wurden.Durch "harte Zuchtkriterien des Rassezuchtvereins" überprüft und dann genehmigt,oder auch mal als Zuchthund abgelehnt!!

Sie sollen immer "klar im Kopf" sein, ohne unerwünschte Aggressionen gegen Artgenossen,Menschen und Umweltgegebenheiten.Als ideale Familienhunde, auch im Reisemobil.

All diese vielseitigen Eigenschaften werden in Prüfungen überprüft und bewertet. Selbst eine" gut bestandene Begleithundeprüfung", oft zu Unrecht gering geschätzt , ist ein echte und wichtige Aussage über das Wesen, die Belastbarkeit, die seelische Ausgeglichenheit eines Hundes.

Trotz allen Mitgefühls für die Ängste und Bedürfnisse eines Mischlingshundes, gar aus 2.oder 3. Hand aus dem Tierheim,zunächst einmal geht es darum, "wir wollen ein künftiges Familienmitglied erwerben und aufnehmen".Das neue "Familienmitglied", ohne jede Zucht-Gesundheits-Eigenschaftsprüfung, soll von jetzt auf gleich, unser Kind, gar Kleinkind als Respektsperson akzeptieren? Sind Stubenreinheit, Sozialverhalten bei Tierheimhunden, oder "ungewollten Verpaarungen" zu erwarten?
Ich meine nein. Ein gewisser Egoismus ist bei der Anschaffung eines Hundes, auch wenn er "nichts oder fast nichts kostet" erlaubt.
Nichts für ungut

Globetrotter111

Gast am 26 Jul 2016 22:33:47

Globetrotter,
bezweifelst du, dass man bei einem Tierschutzhund, Mischling, etc. feststellen kann ob "klar im Kopf" ist?
Willst du etwa behaupten, dass ein sogenannter Rassehund in jedem Fall immer "klar im Kopf" ist?

Zumindest kommt dein Beitrag so bei mir rüber.

- Andreas

sini2000 am 26 Jul 2016 22:54:40

ie sollen immer "klar im Kopf" sein, ohne unerwünschte Aggressionen gegen Artgenossen,Menschen und Umweltgegebenheiten.Als ideale Familienhunde, auch im Reisemobil.


Jein. Es gibt viele Rassehunde, die nicht klar im Kopf sind. Die Schäfis gehören dazu. Es gibt Rassehunde, die aus der Art schlagen. Die sich komplett Rasseuntypisch verhalten.

All diese vielseitigen Eigenschaften werden in Prüfungen überprüft und bewertet. Selbst eine" gut bestandene Begleithundeprüfung", oft zu Unrecht gering geschätzt , ist ein echte und wichtige Aussage über das Wesen, die Belastbarkeit, die seelische Ausgeglichenheit eines Hundes.


Hat unserer. Mit Bravour. Stadtkurs, alles perfekt. Mantrailing perfekt. Und trotzdem kein einfacher Hund, auch er hat seine Macken und das sind keine Erziehungsfehler. Diese Macke findet sich bei der gesamten Familie wieder.

Beim Rassehund kannst Du anhand der Rassen einschätzen, wie der Hund sein wird. Aber wenn Du ihn falsch behandelst, ist er nicht so. Und bei den Mischlingshunden weisst Du nicht, was sie erlebt haben, da wo sie her kommen. Und da hilft Dir dann auch die Rasse wenig. Aber auch ein Rassehund kann zum Tierschutzhund werden, weil der Erstbesitzer alles falsch macht und dann ist er genau so wie der Mischlingshund.

Ich weiss was Du sagen möchtest, und gebe Dir auch teilweise Recht, ein richtig guter Züchter sollte Hunde haben, wo es wirklich stimmt. Aber man sollte den Hund als Welpen holen und alles richtig machen.

Ich kenne beides. Wir haben den 2. Rassehund von Welpenbeinen an im Haushalt, aber auch den 3. Tierschutzhund aus Spanien. Auf lange Sicht tut sich da nix im Unterschied.

Gast am 26 Jul 2016 23:20:59

Auf lange Sicht tut sich da nix im Unterschied.

genau!!
Aber leider hat die Rassehundlobby da ganze Arbeit geleistet. Ist so ähnlich wie mit Autos made in germany - nur die sind gut. (Ich lach mich seit dem VW Skandal schlapp)
Das hat sich einmal festgesetzt und kriegste auch nicht mehr aus den Köpfen raus.
Ich bin nicht grundsätzlich gegen Rassehunde. Ich bestreite ja nicht die Vorteile wenn man bewusst vor hat Hunde zu "vermehren" (im positiven Sinne).
Aber wenn der Hund nun mal da ist kann man an ihm sehr gut feststellen ob er gesund und klar im Kopf ist. Da besteht kein Unterschied zum Rassehund.
Die Wahrscheinlichkeit, dass der Hund dann nach ein paar Jahren krank wird ist bei beiden gleich! Wer das bestreitet ist wirklich realitätsfremd.

... auch wenn er "nichts oder fast nichts kostet"

Nur hat man dann beim Rassehund zwei mal für die Gesundheit bezahlt.
Das musste jetzt als Antwort sein obwohl es mir eigentlich aufstößt über Kosten bei einem Familienmitglied zu diskutieren. Die wenigsten adoptieren Tierschutzhunde aus Kostengründen. Nein, eher im Gegenteil. Da gibt es Menschen die einen Hund adoptieren obwohl sie wissen, dass eine OP für mindestens 2500€ mit unsicherer Prognose ansteht. Wer es nicht glauben will dem kann ich gerne die Geschichte zukommen lassen.

Ich glaube ich tu mich jetzt besser hier raus - ich reg mich nur auf.

- Andreas

harpya am 27 Jul 2016 00:21:58

brainless hat geschrieben:Das ist Deine schlichte Meinung - mehr nicht.

Volker 8)


Lüger, Lüger.
"Rasse ist eine biologische, oder auch biologistische Kategorie, die Individuen anhand ihrer Verwandtschaft zu Gruppen zusammenfasst. In früheren Jahrhunderten zunächst sehr vage definiert und auf alle möglichen Ebenen angewendet, zum Beispiel anstelle von Art (Spezies), wird der Begriff ab Beginn des 20. Jahrhunderts nur noch für subspezifische Gruppen, d.h. unterhalb der Ebene der Art, verwendet. Rasse wird taxonomisch heute nur noch für Haustiere und Kulturpflanzen verwendet (vgl. Artikel Haustierrasse). Die Verwendung in der übrigen Biologie[1] ist seit den 1950er Jahren immer seltener und erfolgt dann nicht mehr im taxonomischen Sinn. Heute bezeichnet man die natürlich entstandene Vielfalt innerhalb einer Art als genetische Variation. Der Begriff Rasse ist wissenschaftlich zunehmend obsolet, er kommt mehr und mehr außer Gebrauch." wiki

Könnt ja jetzt sagen deine Meinung ist die Meinung von Schlichten.
Würd ich nie.
Oder die Namensphobie, soll das ein Nachname sein der nick, zum Vornamen, Volker brainless ? :-)

Merkwürdig, ich werde nicht gelesen aber zitiert ?
Wie geht das , Volker supernatural ?

Rudieins am 27 Jul 2016 00:24:01

Hallo,

manchmal denke ich mir, nachdem ich mitbekommen habe, wie unsere Freunde sich den Hund und das Pferd angeschafft haben, dass manche so eine Art von Selbstkasteiung damit anstreben. Aber helfen kann man nicht, das lassen sie nicht zu. Wenn man dann zuguckt und die tägliche Überforderung damit miterlebt, ist das schon schlimm.

Wir selbst wollten nie die Welt verändern, wir wollten nicht alle verwaisten Tiere retten, obwohl ich immer Taubenfutter im Wohnmobil habe, um gestrandete Brieftauben Futter und Wasser anbieten zu können.

Es ist natürlich oft traurig, welche Schicksale manche Hunde ertragen müssen. Das tut mir schon weh, aber ich bin nicht bereit, mit diesem Leid meine Familie zu überziehen. Deswegen sind wir immer den einfachsten Weg gegangen: Mit einem gut gezogenen Hund von einem verantwortungsvollen Züchter. Das ist allerdings auch nicht so leicht und erfordert viel Einsatz, der sich letztendlich lohnt.

Gruß Rudi
Inka beim Angeln in Norwegen, Boot fahren tut sie sehr gerne.

harpya am 27 Jul 2016 00:41:09

HeikeD hat geschrieben:Ja, ich weiß - viele Arbeitshunde werden als reine Familienhunde gehalten, soll jeder machen wie er will. Ich verurteile das nicht, ist aber nicht mein Ding.


Ich glaube das da eine Tatsache verkannt wird.
Etliche Rassen, wie unser Jacki werden nicht nur als Arbeitslinie gezüchtet,
sondern auch als Showlinie, familiengeeignet gezüchtet, als Arbeitshund untauglich,
aber wesentlich leichter zu handeln und weit weniger anspruchsvoll
Auch da passt sich der Markt an.

HeikeD am 27 Jul 2016 13:24:59

Mag sein, ein Jacki ist erstmal ein Jacki... irgendwo tief drin schlummert der Jagdhund, wenn auch bei Showlinien vermutlich schöne Hunde ohne ausgeprägten Jagdtrieb verpaart werden.

ABER und das ist der Punkt, sind Jack Russell viele, viele Jahre lang auf ihren Jagdtrieb gezüchtet worden, der geht ja nicht so einfach flöten in ein paar Generationen.
Hier vermute ich auch mal ein Verkaufsargument, so ganz raus wird dieser Trieb meiner Meinung nach nie gehen. Einzelne Welpen vielleicht, aber der Großteil wird mindestens interessiert sein.

Auch ein Jagdhund ist ein Familienhund, wenn er nicht gefordert wird, liegt er mit Frauchen auf der Couch. Hunde sind sehr anpassungsfähig und beschweren sich vermutlich auch nicht wenns denn nicht zum jagen geht. Mein Kollege hatte immer einen Klappspaten im Auto, weil sein Jacki sich schon mal in einen Kanninchenbau verirrte und - je nachdem - auch nicht immer wieder heraus fand :D

Unsere sind auch genügsam wenn es erforderlich ist. Wenn ich aber meine Laufklamotten anziehe oder die Zuggeschirre vorkrame, dann drehen sie fast durch. Sind halt Laufhunde, die rennen bis der Arzt kommt.
Sie geben sich aber auch damit zufrieden: 14 Tage Urlaub mit dem Wohnmobil und nur einmal laufen oder trekken gewesen. Dann dösen sie vor dem Wohnmobil in der Sonne und gehen mit uns an den Strand oder in die Stadt.

Aber da bin ich sicher, würde ich das nur so machen, irgendwann entwickeln sie kleine Macken bei Unterforderung.

Anfangs, als wir sie noch nicht so belasten konnten, zerlegten sie gerne die Hundekissen (Schneetreiben in der Wohnung von Kisseninnenleben), oder der jüngere nagte Möbel an, öffnete Türen, las Bücher und Zeitungen und alles was er fand usw. usw.
Das Verhalten verschwand mit einem Mal als wir laufen gingen und sie mehr fordern konnten.

jochen-muc am 27 Jul 2016 15:00:49

Standgaaaaas hat geschrieben:[i]
Es kann und darf doch nicht sein, das unsere Tierheime die Probleme des ausländischen Tierschutzes (wenn man speziell bei einigen Ländern überhaupt von Tierschutz reden kann) übernehmen und durch unsere Steuern finanziert werden.
Gruß
standgaaaaas


Also die meisten Tierheime die ich kenne sind Vereine oder Privat, da wird eher nix von den Steren finanziert :wink:

Bei uns war es eher so, dass der Hund uns ausgesucht hat und nicht wir den Hund :D wobei uns ja nur Mucki so "zugelaufen" ist.

Während meiner Kindheit hatten wir immer Dackel, die hat mein Vater von Züchtern gekauft (woher er damals die Adressen hatte weis ich nicht)
mein erster Hund war auch von einem Züchter aber (und genau deswegen sehe ich auch Zuchtbetriebe etwas zwiespältig) eigentlich ein "Abfallprodukt" (absichtlich übertrieben formuliert) der Kunde der bei dem Züchter den Hund reserviert hatte weigerte sich damals den Hund zu übernehmen, weil Kessy einen Überbiss hatte, einfach einen Zuchtfehler.

Kessy war übrigens ein Golden Retriver

Es kommt doch auch in der Natur immer wieder vor, dass Verbindungen nicht das gewünschte Ergebnis hervorrufen, was bitte machen den Züchter mit solchen Hunden ? Von den Verbänden werden diese Hunde doch nicht mehr zur weiteren Zucht zugelassen, aber ist der Hund deswegen den weniger Wert ? Verändert sich der Charakter weil die Augen schif stehen und gerade stehen müssten oder weil der Rücken nicht schief genug ist ?

Für mich ist das nicht nachvollziehbar und ich bin auch als Mensch sicher nicht so perfekt, dass ich nu einen perfekten Hund möchte.

Gizmo haben unsere Töchter beim Auszug dem Papa geschenkt, weil sie wussten wie sehr er sich wieder einen Hund gewünscht hat. Man muss dazusagen dass meine jetzige GG ohne Tiere aufgewachsen ist und auch sehr allergisch auf Hundehaare reagiert hat.

Meine Kiddis hatten aber eine Annonce eines Tierschutzvereines gelesen, die von einem Anti Allergiker Hund sprachen . Mutter kam aus Tötungsstation und bekam hier Welpen es wurde gesagt das es Labradoodels wären.
Das in unserem Gizmo sicher noch was anderes drin ist (weil von wegen Vater Bolonka Pudel :D ) er viel zu klein ist und auch noch teilweise Haare hat wie ein Terrier, kann nichts daran ändern, dass er für mich der tollste Hund ist den ich je kennen gelernt habe, sowohl wie er gegenüber Menschen Kindern anderen Hunden wie auch Katzen agiert einfach super (aber das sieht wohl jeder in seinem Hund)

Und auch hier stellt sich jetzt wieder die Frage was ist eine Zucht ?

Diese neuen Rassen die man züchtet (Labdradoodel, Goldendoodel etc) werden ja gezielt gezüchtet sind aber keine Zuchthunde. Meiner Kenntnis nach hat man versucht das Problem der Allergie bei Hunden die im Blindenbereich arbeiten oder als Hilfshunde so zu verringern. Sicher eine nachvollziehbare Idee, aber ist das nicht ,genauso wie es ja bei anderen Zuchten auch immer wieder passiert, auch ein sehr kommerzieller Hintergrund den ein Züchter da hat ?

Sucht man sich nicht gezielt als Züchter gewisse Deckrüden um die Schnauze beim Mops noch kürzer zu machen das Bild noch mehr zu "Verbessern" um so auch gut zu verkaufen ?
Und das nur mit dem Ziel um einen möglichen "Markt" zu bedienen ?

All das ist bei einem Straßenhund oder Tierschutzhund sicher nicht der Fall gewesen, oder ?

Bei der Frage des Treads würde es daher von mir folgende Antwort aus dem Bauch heraus geben

Züchter ja
Tierheim ja
Kleinzeigen NEIN (da sehe ich zu sehr die Gefahr dass hier NUR aus Profitgier gehandelt wird)

Dooley am 27 Jul 2016 15:20:48

Betr. Showlinie ./. Arbeitslinie:

Unsere beiden Huskys (sib.Husky, Husky/Malamute Mix) sind auch Showdogs.
Sehen eben so aus, wie sich der uninformierte Laie einen Husky vorstellt. So wie man die Rasse auf Plakaten, Büchern, Werbung meist sieht.
Wir hören auch oft "fachkundige" Kommentare von Spaziergängern, die genau wissen, dass unsere Hunde ja immer schwitzen und immer laufen wollen.....

Als sie jünger waren haben wir sie natürlich im Winter den Schlitten und im Sommer das Rad ziehen lassen ...
Aber eigentlich hätten sie nie so wirklich den Drang danach. Spaßeshalber haben wir, als sie mal nervten, mal die Zuggeschirre rausgeholt und so getan als wenn wir anspannen wollen. Da waren sie auf einmal soooo müde :D

Die wirklichen Race Dogs, die man auf Rennen sieht, würde ein Laie viell. gar nicht als Husky ausmachen.

Dooley

JoFoe am 27 Jul 2016 15:37:07

Hallo,

ich finde bestimmt Sachen ( Schnauze Mops , Rücken Schäferhund , usw. ) auch nicht gut. Das könnte man den Tieren ersparen. Aber die Züchtung der Doodle hat ja einen anderen Hintergrund . Diese Hund sind Allergiker geeignet und Menschen die vorher keinen Hund haben konnten sind nun in der Lage es zu können. Kinder die aufgrund von Allergien keinen Begleiter haben durften. Ich habe selber zwei Fälle in meiner Fam. die absolut darauf reagiert haben. Und als unser alter Hund vor kurzem von uns gegangen ist haben wir uns in das Thema eingelesen und uns selber einen Aussie-Doodle Welpen zugelegt. Und meine Enkeltochter kann den Hund nun knuddeln und nix passiert.
Diese Hund haben sich einen Namen gemacht im Bereich Allergien / Therapie Hunde.
Trotzdem bewundere ich jeden der einem Tier aus dem Tierheim oder Ausland eine Chance gibt. Und Teilweise auch noch unter erschwerten Bedingungen. Da kann ich nur den Hut ziehen :ja:


Und so sieht es aus wenn Enkeltochter und Hund sorgenfrei knuddeln können.

archie01 am 27 Jul 2016 16:10:12

Hallo zusammen
Ich will hier mal jetzt als erster eine Lanze für den viel gescholtenen Hobbyzüchter brechen.
Seit dem ich lebe waren in unserer Familie immer Hunde , stets von sogenannten Hobbyzüchtern (kommerziell oder auch nicht) und wir haben damit eigentlich nie schlechte Erfahrungen gemacht. Immer waren es Welpen , die zu uns ins Haus kamen , mal größere Rassen ( Irish setter , Irisch Setter Mischling) und seit einiger Zeit eher kleinere.
Dort war die Ausgangsposition ein Jack Russel Weibchen , das aus einer kommerziellen Zucht kam. Mit ihr hab ich zweimal selber Junge aufgezogen , die ich unter anderem auch per Kleinanzeige abgegeben habe. Aber es waren auch einige Welpen dabei, die in unserem Dorf blieben , einen pro Wurf haben wir zudem immer selbst behalten.
Väter der Welpen waren andere Terrier Rassen z.b Cairn Terrier ,dabei entstanden äußerst lebensfähige Tiere, die den Tierarzt nur sehr selten nötig hatten. Die letzte dieser Generation ist mir in diesem Jahr verstorben - mit 17 , ich hatte aber auch einen Rüden dazwischen , der das biblische Alter von 19 Jahren erreicht hat. Und ihr sprecht hier nur von "Krankheitszuchten" , vielleicht solltet ihr das einmal überdenken. Zum angeblichen Jagdtrieb beim JR kann ich nur sagen , bei allen unseren Hunden absolut Null.
Seit einigen Monaten ist unsere Susi (Zwergpinscher-Dame) nun alleine und ich plante erstmalig einen Welpen aus dem Tierheim dazuzuholen. Was ich aber in den umliegenden Tierheimen an Hunden gesehen habe , brachte mich aber dazu , es wieder einmal mit selbst aufgezogenen Welpen zu versuchen.
So sind wir wieder in froher Erwartung :D
Und es redet mir hier sicher keiner ein schlechtes Gewissen dabei ein, ich werde auch dieses Mal wieder die Welpen gut unterbringen , da bin ich mir ganz sicher.

Gruß
Archie

jochen-muc am 27 Jul 2016 16:16:19

Es wird immer solche und solcher Züchter geben Archie.

Ich denke nur das die Gefahr bei "Kleinanzeigen" Züchtern deutlich größer ist auf Menschen zu treffen die eher unverantwortlich mit dem Thema umgehen, einfach weil da absolut keine Kontrolle da ist.

Aber man kann wie geschrieben hier über keinen Partei einfach eine Pauschalaussage treffen


Mich würde interessieren was Du mit dem Hinweis auf die Tierheime gemeint hast ? Warum waren da keine Hunde dabei die gepasst haben ?

archie01 am 27 Jul 2016 16:31:12

jochen-muc hat geschrieben:Mich würde interessieren was Du mit dem Hinweis auf die Tierheime gemeint hast ? Warum waren da keine Hunde dabei die gepasst haben ?



Hallo
Es waren keine Hunde dabei die gepasst haben , aber auch das Umfeld hielt mich in drei Fällen davon ab , dort einen Hund mitzunehmen.

Gruß
Archie

wolfherm am 27 Jul 2016 16:58:05

Hallo,

ich habe ja auch mal gezüchtet nach den Richtlinien des VDH und SSV. Anzeigen musste ich nie schalten. Schon nach der Deckmeldung an den Verein kamen die ersten Anfragen. Bis zum Wurf waren die zukünftigen Besitzer schon längst ausgewählt. Ich hätte immer die doppelte oder dreifache Anzahl unterbringen können.

globulli am 27 Jul 2016 19:24:13

Hallo,

wir haben beides eine reinrassige Hündin und einen tollen Mix-Rüden. Es ist immer das individuelle Tier, was Du einfach gerne hast - Abstammung, Aussehen usw. sind da egal. Ist wie bei den Menschen auch - es muss halt passen.
Du kannst einen Welpen behutsam ans Fahrzeug gewöhnen - wirklich sehr behutsam, dann hast Du später keinen "Kotzer" im Auto. Ab auch die meisten Tierheimhunde, die schon erwachsen sind, kannn man bedenkenlos mitnehmen. Wir hatten schon ca. 8 - 10 "Tierheimer" und die sind alle sehr gern im Fahrzeug dabei gewesen. Die beiden aktuellen sind auch solche armen Würmer gewesen - Autotüre auf, Hund hüpft sofort rein und legt sich hin.

Einfach Mut beweisen, aber sich keinen Hund anschaffen, der die eigenen Fähigkeiten oder die Zeitresourcen überfordert - dann ist das Leben mit dem Hund einfach nicht mehr weg zu denken.

sini2000 am 27 Jul 2016 22:14:22

nd es redet mir hier sicher keiner ein schlechtes Gewissen dabei ein, ich werde auch dieses Mal wieder die Welpen gut unterbringen , da bin ich mir ganz sicher.


Doch ich versuche das jetzt mal :D

So wie ich das lese, denke ich schon, dass Du das vernünftig machst. Trotzdem sind Hobbyzuchten nicht ganz so toll. In Deinem Fall hat das super geklappt und die Hunde sind gesund und haben ein hohes Alter erreicht.

Aber Du weisst nichts über die Großeltern und die Linie und kannst mit einer Hobbyzucht dann auch u.U. Krankheiten weiter vererben. Und das ist für mich das Ausschluss Kriterium einer Hobbyzucht.

Wobei auch VDH Hunde nicht zwingend gesund sind. Der Schäfi hatte ED, die operiert ist. Wir haben das nicht eintragen lassen und somit gibt es in der Linie irgendwo ED und seine Geschwister haben auch teilweise Welpen. Der Züchter wusste schon Bescheid über die ED, aber die kommt ja von falscher Fütterung, so war da der allgemeine Tenor..... -

Nun shreddere ich mal selbst: Ich habe mich damals schlau gemacht zum Thema und ja man kann mit falscher Fütterung eine ED auslösen, aber nur, wenn sie die Veranlagung schon da ist. Ein Hund, der keine ED Veranlagung hat, den kann ich falsch füttern, da passiert nix.

Somit habe ich gerade meine Argumentation zum Thema Hobbyzucht selbst gekillt :lol: :D

Spass beiseite: Das Risiko ist schon höher, als da wo Eltern und Großeltern bekannt und untersucht sind, aber ich verstehe auch, wie Du denkst.

Tipsel am 27 Jul 2016 22:27:12

Welches Risiko ist höher?
Das einer herausgezüchteten Rasse oder einer Straßenmischung?
Auch ärztliche Betreuung und Prüfungen ändern nichts am Erbgut, tät ich mal sagen. Auch heute haben Hunde noch HD oder ED oder bestimmte rassetypische Krankheiten. Die kriegen sie einfach nicht rausgezüchtet.

Ich lese ja seit ich Internet habe in mehreren Hundeforen, und die Probleme bei Rassehunden sind nicht weniger als bei Mischlingen oder Hobbyzuchten und Ups-Würfen. Ich tät sagen, sie sind sogar schwerwiegender, so wie ichs mitkriege. Vielleicht schreiben andere auch nicht, aber das glaub ich eher nicht.

Ok, mein Mischling Bruno hatte Epilepsie, die aber dank Barf nicht mehr medikamentenpflichtig war, und die Nierensache hatte er einer Lepto zu verdanken. Bruno wurde quietschvergnügt 15, was ich auch bei Mischlingen im Bekanntenkreis und bei meinem Pflegehunden, die ich über die Homepage meines Tierschutzvereins beobachten konnte, denn auch dort wurden Ups-Würfe und Straßenhunde auch so alt.

Ich hab auch bei Carl keinerlei Bedenken, dass er eher Veranlagung zu Krankheiten hätte, als ein Rassehund. Immerhin stecken 4 Rassehunde drin :D

schnatterente am 27 Jul 2016 22:54:06

Wir haben hier zugeschlagen:



Und wurden nicht entäuscht:


rolfwam am 28 Jul 2016 08:42:25

Da wir seit einiger Zeit festgestellt haben das es ohne Hund doch nicht so geht haben wir in den letzten Wochen 3Tierheime besucht. Es waren 3 potentielle Kandidaten in 2 Heimen dabei wo es eventuell gepaßt hätte. Aber: einer hatte meiner Meinung nach Milben. An sich kein großes Ding, allerdings meinte die Mitarbeiterin dass wäre nur Dreck!! Noch dazu hatte ich das Gefühl das uns beim Alter ziemlicher Mist erzählt wurde. Auch die Vorgeschichte schwankten von einem Besuch zum anderen. Fazit für uns: geht garnich.
2.Tierheim: alles gut bis wir gefragt wurden wg Zeit und arbeiten gehen usw.
Ich arbeite 3 Schichten, meine Frau 2 Schichten, in der Einteilung ziemlich flexibel. Nebenan auf unserem Grundstück wohnt ne Freundin, auch mit Hund. Wir sind also ein großes Rudel :D Es ist also immer jemand da.
Sie waren aber der Meinung das wir völlig ungeeignet für einen Hund wären und wir sollten eigentlich eine Katze nehmen!!! Komisch das es jahrelang wunderbar funktioniert hat.
Es gab keine Chance sie vom Gegenteil zu überzeugen. Ich finde es völlig in Ordnung das sie schauen wo der Hund hinkommt, können auch gerne herkommen usw. Aber so kriegen sie niemals einen Hund vermittelt.
Und so wirds ein Labrador von einem Züchter. Seit 3 Wochen schauen wir ihm alle paar Tage beim wachsen zu und haben ein gutes Gefühl. Und nächste Woche holen wir ihn zu uns. :)

eva b. am 28 Jul 2016 15:26:48

Wir hatten schon Hunde aus allen genannten Quellen und ich könnte jetzt nicht sagen, dass ich eine bestimmte Herkunft favorisiere.
Möchte ich einen Welpen aufziehen, dann würde ich eher zu einem Rassehund aus guter Zucht tendieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Hund ein bestimmtes rassetypisches (von mir gewünschtes) Wesen hat, ist hier sehr groß. Ein Mischlingswelpe hingegen ist ein echtes Überraschungspaket. Da kann es passieren, dass ich einen ruhigen, ausgeglichenen Hund suche und letztendlich ein unverträgliches Powerpaket bekomme.
Ja, ich weiß, viele wollen einen Welpen, weil er noch formbar ist, aber die meisten Charaktereigenschaften sind doch genetisch festgelegt (ok, über das Thema könnten wir einen eigenen Thread aufmachen :wink: ). Ein Herdenschutzhund wird nie mit Begeisterung apportieren und ein Labrador wird keinen ausgeprägten Schutztrieb entwickeln.
Also – ein Welpe nur aus einer guten Zucht.
Möchte ich einen erwachsenen Hund aufnehmen, dann kommt in erster Linie der Tierschutz in Betracht, und hier nach Möglichkeit ein Hund aus einer Pflegestelle, weil diese vermutlich eine gute Wesenseinschätzung machen kann.
Also – ein ausgewachsener Hund gerne aus dem Tierschutz.
Hundevermittlung per Kleinanzeige bereitet mir schon etwas mehr Bauchweh. Hier tummeln sich übelste Vermehrer, überforderte Hundehalter, unseriöse „Tierschützer“, aber auch verzweifelte Hundebesitzer, die ihren Liebling aus welchen Umständen auch immer abgeben müssen und auch Hobby-Züchter, deren Welpen liebevoll aufgezogen werden.
Per Kleinanzeige einen Hund zu erwerben erfordert einen kritischen Hunde-/Menschenverstand und leider auch eine große Portion Glück.

Bender am 08 Aug 2016 20:02:08

Hallo,

ein interessanter Thread, und das meiste ist schon gesagt - danke an Bodimobil bzw. Andreas für die tollen und differenzierten Beiträge. Über das Foto von den Bodegueros habe ich nicht schlecht gestaunt, ich habe einen Dansk Svensk Gardshund und die Ähnlichkeit einiger Hunde auf dem Bild ist verblüffend. Für uns kamen nur die Optionen Tierschutzhund (dann gerne erwachsen und aus Pflegestelle) oder Rassehund mit VDH-Papieren in Frage. Im Tierheim sind wir nicht recht fündig geworden, aus den Gründen, die Andreas schon genannt hat. Bezüglich Auslandstierschutz hatte ich ziemlichen Respekt vor Mittelmeerkrankheiten, aber auch z. B. vor dem nicht geringen Anteil Herdenschutzhund bei vielen osteuropäischen oder griechischen Hunden. Bei sehr vielen Tierschutzhunden, die uns gefallen hätten stand in der Beschreibung, dass sie eher nicht zu kleineren Kindern sollen, das war eher die Regel als die Ausnahme. Ich habe mich dann schließlich für einen Dansk Svensk Gardshund vom Züchter entschieden, da die Beschreibung für uns perfekt war: Angenehme Größe, kein spezialisierter Arbeitshund, sondern eierlegende Wollmilchsau oder Mädchen für alles. Draußen Rakete, drinnen Couchpotatoe, kurzhaarig, wenig Bellen, wenig Jagdtrieb. Die Rasse ist insgesamt sehr gesund und langlebig, der Danski ist auch (noch) kein Modehund. Pelle kommt von einer dänischen Züchterin, und die Rassebeschreibung passt auf ihn charakterlich genau. Wohnmobilfahren war wie alles andere von Anfang an prima, da er einfach gut geprägt, fröhlich und aufgeschlossen war. All das hätte auch ein Mischling erfüllen können, früher in meinem Elternhaus hatten wir auch Tierschutzmischlinge. Die hatten schon kleine Macken, die aber immer gut händelbar waren. Aber in der Situation vor zwei Jahren haben wir eben den "einfachen" Weg gewählt. Wir hatten Kinder, dadurch natürlich auch diverse Besucherkinder mit überängstlichen Müttern, die einen schon entsetzt angucken, wenn man vorhat einen Hund aus dem Tierheim zu nehmen. Ich war dann einfach zu feige.
Ich finde deshalb, es kommt auch auf die Lebenssituation an, in der man sich grad befindet. Mein nächster Hund, wenn die Kinder aus dem Haus sind und wir etwas mehr Hundeerfahrung haben, wird eher aus dem Tierschutz kommen. Das nicht alle Hunde mit VDH/FCI Papieren gesund sind ist völlig klar, da es sich nun mal um Lebewesen handelt. Auch Pelle hat leider eine Pollenallergie, die sich im Sommer über die Haut äußert. Das ist aber einfach Pech, ich bin in einer deutschen und einer schwedischen Facebook-Gruppe zur der Rasse und nur mein Hund hat dieses Krankheitsbild. Auch alle Geschwister sind kerngesund. Bei einigen Rassen ist diese Art der Allergie hingegen sehr verbreitet, z. B. Bulldoggen. Dass Mischlinge grundsätzlich gesünder sind ist so auch nicht richtig. Überspitzt gesagt, warum sollte eine Mischung aus hüftkrankem Labrador und Allergiegeplagter Bulldogge gesünder sein? Es gibt in vielen Rassen typische Krankheiten. Die Verbandszüchter müssen daher bei Ihren Zuchttieren entsprechende Tests (Röntgen bei Labbis, Gentests bei Aussies...) vornehmen, auch die Würfe werden idealerweise ausgewertet. Klar kann trotzdem mal ein Labbi-Welpe mit E-Hüften fallen, das Risiko ist aber geringer als beim "Vermehrer". Das mit der ganzen Doodelei sehe ich auch ein bisschen kritisch. Das mit den Allergikern ist schön und gut, komisch nur dass diese Hunde häufig zu Mondpreisen verkauft werden und oft die Rasse besonders häufig gedoodelt wird, die gerade schwer in Mode ist. Aber, solange man nicht aus osteuropäischen Hundefabriken kauft, sollte man doch sagen, jeder wie er mag... Ach so, und die Hamburger Tierheime vermitteln auch Auslandshunde. Da werden überhaupt keine Steuergelder verbrannt, im Gegenteil. Diese Hunde sind häufig sehr schnell vermittelt und tragen eher dazu bei, die Kosten für die Langzeitinsassen, z. B. in den Städten beschlagnahmte Listenhunde "einzubringen", blöde Formulierung aber eine bessere fällt mir grade nicht ein. Gruß Dunja

Gast am 08 Aug 2016 23:17:45

Hallo Dunja,
danke für die Blumen :oops:
Danskis sind natürlich auch etwas ganz besonderes :gut:

Dass der Dansk Svensk Gardshund dem Ratonero Bodeguero Andaluz zum verwechseln ähnlich sieht ist unter den Kennern bekannt. Sie ähneln sich nicht nur im Aussehen sondern auch im Charakter. Aufgrund der oft extrem langen Wartezeit um einen Danski zu bekommen (ein Jahr minimum) oder für diejenigen denen ein "echter Danski" einfach zu teuer ist, verweisen selbst Züchter von Danskis auf den Bodeguero (Bodi) als Alternative. Siehe hier: --> Link

Leider sind die dort abgebildeten Hunde nicht soo typisch obwohl die Bandbreite bei den Bodis relativ groß ist.

Ein typischeres Beispiel ist unser derzeitiger Pflegehung Llano:



Da Bodegueros nur in Andalusien gezüchtet werden sind alle Bodis in Deutschland ausnahmslos aus dem Tierschutz.
Übrigens, Llano ist längst vermittelt aber bleibt bei uns noch 2 Wochen bis die neuen Besitzer Urlaub haben.

Gruß
Andreas

Bender am 09 Aug 2016 16:24:08

Hallo Andreas,

ein bildschöner Rüde! Habe mir jetzt mal die Rassebeschreibung durchgelesen, und sie liest sich tatsächlich sehr sehr ähnlich. Beim Danski ist die verkürzte Rute allerdings tatsächlich angeboren. Mein Hund war der einzige Rüde im Wurf mit langer Rute und auch als erster reserviert. Als die Welpen ausziehen sollten, konnte er aber bedingt durch Krankheit nicht sofort übernommen werden und schließlich wurde die Reservierung auf Wunsch von Pelles Züchterin rückgängig gemacht, der Käufer hätte sich wohl nicht richtig um einen Welpen kümmern können. So wurde aus dem Welpen, den erst alle wollten, ein Wurfsitzenbleiber. Viele wollen halt nur ganz kleine Welpen. Dann wollte ihn ein Engländer nur auf Grund von Fotos und Papieren kaufen, wohl zur Zucht, aber der Käufer wollte ihn noch nicht mal selber aus Dänemark abholen. Deshalb haben wir ihn mit 14 Wochen bekommen. Glück gehabt, wir mussten nicht warten und ich fand es prima, dass er schon was kannte und kein ganz kleiner jammernder Winzling mehr war. (Sonst ist es tatsächlich nicht ganz einfach, einen Danski zu bekommen, zumal die Ausfuhrbedingungen geändert wurden und man theoretisch keinen Welpen unter 15 Wochen aus Dänemark nach Deutschland bringen kann, wegen des Impfschutzes).
Nochmal zur Ursprungsfrage des Threads: Ich finde wegen der Geschichte von Pelle auch, dass seriöse Züchter und seriöse Tierschutzorgas bei allen Differenzen auch durchaus Ähnlichkeiten haben. Beide nehmen die Hunde im Fall der Fälle zurück oder helfen bei der Neuvermittlung (ich dürfte Pelle vertraglich gar nicht ins Tierheim geben oder ohne Rücksprache weitervermitteln), sie beraten vernünftig und geben keinen Hund ab, wenn sie ein schlechtes Gefühl bei den Interessenten haben. In diesem Sinne wünsche ich euch weiter viel Freude an eurer Tierschutzarbeit und ein gutes Händchen bei der Vermittlung!
Gruß Dunja

hampshire am 09 Aug 2016 17:28:21

Hallo Andreas und Dunja,

ich finde die kleinen Dänen fabelhaft! Das könnte auch das Richtige für uns sein.
Wir sind allerdings gerade glücklich mit unserem 2. Hund, der ebenso wie der erste (ein Schäfer-Labrador Mischlingsrüde, der als Welpe zu uns kam und 14 Jahre ununterbrichen unkomplizierte Freude machte) aus einem Tierheim stammt. Sein Alter war nicht bekannt, doch kann er kaum über 4 Monate alt gewesen sein. Die Herkunft war etwas nebulös und das Tier war Neuem gegenüber sehr ängstlich und nahm nur langsam eine Bindung auf. Inzwischen ist Eddy 8 Jahre alt und erfreut uns mit seinem Temperament, seinem Schmusebedürfnis und herausragenden Kommunikationsfähigkeiten. Den Jagdtrieb haben wir nie richtig in den Griff bekommen und arbeiten dennoch mit Trainerunterstützung daran. Gut, das wir keine Anfänger waren.
Man kann sagen: 2x eine positive Erfahrung mit der Vermittlung aus dem Tierheim.

Das ist Eddy, hier in Andorra. Er ist ein gutes Stück über 60cm hoch (Schulter) und beschützt unseren Kawa erfolgreich und heftig vor Eindringlingen - wie wir bei unserem ersten Campingurlaub erleben konnten. Allerdings waren diese Eindringlinge nur neugierige Campingnachbarn und keine Bösewichter.


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