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Hund vom Züchter - Tierschutz - Kleinanzeigen? 1, 2


sini2000 am 21 Jul 2016 19:09:51

In diesem Thread kam irgendwann der Seitenstep zum Thema Rassehund oder Tierschutzhund:
--> Link

Um nicht zu shreddern deshalb hier mal ein eigener Thread zum Thema Rassehund oder Tierschutzhund oder Auslandstierschutz oder Hobbyzucht oder oder oder. Ich möchte Euch bitten, dabei zu beherzigen dass es kein Richtig oder Falsch gibt. Jeder sollte sich seinen Hund dort holen, wo er das für sich richtig empfindet. Aber dennoch kann man Erfahrungen austauschen, wie es mit dem Rassehund war oder aber auch mit dem Tierschutzhund. Und was mich außerdem interessieren würde, wie es denn in Bezug auf das Wohnmobil ist. Ist es einfacher einen Welpen ans Fahren zu gewöhnen als einen Tierschutzhund? Wie war das bei Euren Hunden? Seid Ihr direkt mit ihnen los? Wie habt Ihr sie ans Womo gewöhnt?

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Gast am 21 Jul 2016 19:47:39

Dazu kann ich zumindest mal meine eigen Meinung und EInstellung posten.

Zu 95 % habe ich die Einstellung das mir nichts "rasserein gezüchtetes" ins Haus kommt, schon garnicht wenn der Kommerz der Hintergrund ist.

Daher sind alle unser Hunde in der Vergangenheit "reinrassige Stragramies" = StrassenGrabenMischungen.
1.)
Katinka war ein Ausrutscher einer Setterhündin einer alten Frau, die plötzlich die Welpchen am Halse hatte. Der Vater war ein Howaward und dem waren seine Nachkommen egal. Die Kinder der Nachbarschaft halfen der alten Frau bei der Pflege und so war Katinka von kleinauf kindgeprägt und SEHR verträglich.
Katinka war Campingkompatibel, bellte wenig und liebte Autofahren ab Beginn.


2.)
Kasimir (kohlrabenschwarzer Labradormix) war ein psychopath aus dem Tierheim Koblenz. 11 Monate, nur Haut und Knochen, handscheu, verprügelt, sensiebel, aber stur wie ein Panzer. 3 Familien hatten den vorher und gaben den zurück. Uns war Kasimir 9 Jahre lang der treueste Hundekumpel den man sich nur denken kann. Kasimir hätte sich für uns und Kinder in Scheiben schneiden lassen. Jede Scheibe hätte gebissen und uns verteidigt. Kasi war mit Kindern verträglich, aber biss und verteidigte gegen Erwachsene.
Unser Auto gehörte Kasimir, wer da als Fremder nur zu nahe kam, riskierte die Finger. Er fuhr ab Beginn mit. Campinkompatibel, ruhig, solange man sein Auto und uns in Ruhe ließ.

3.)
Abeja, eine Mischung Collie / Howaward aus einer spanischen Tötungsstation, dann mit 9 Monaten aus Tierheim Velbert geholt.
Größe Zwergponny, total lieb, Kindervernarrt, aber als welpe nicht auf Erwachsene Menschen geprägt. Abeja konnte gut ohne Menschen leben, war aber absolut ruhig und verträglich. Ruhig, 2 Monate wussten wir am Anfang nicht, dass der Hund auch bellen kann. Im Auto unaufällig Null Probleme.

4.)
Lizzy, unsere jetzige Plüschnase. Keine Ahnung was da drinn sein könnte. Genaues weiß da nur der Liebe Gott. Lizzy haben wir von Canifair, einer Organisation die Hunde aus ungarischen Tötungsstationen holt. Lizzy saß in der Pflegefamilie bei einem meiner Feuerwehrkinder als Abeja starb.
Liyy verträgt AUto- Wohnmobilfahren nicht gut. Sie zittert udn hat Angst. Obwohl sie inzw. fast 20.000km runter hat, Autofahren ist nicht die Lieblingsbeschäftigung, aber dabei sein muss man trotzdem. Sie bekommt vor jeder Tour Beruhigungstropfen. Auf der Hinfahrt die ersten 1000km noch nötig, dann geht es auch ohne.

Ich denke, hiermit habe ich Einstellung und behandlung bischen erläutert.
Es gibt Rassehunde die mir gefallen, Collie, Howaward, eine Rauchdogge und einige mehr. Aber ich habe wie gesagt ein Problem mit Leuten die damit Ihr Geld verdienen. Es gibt Tierelend genug.
Ich schließe jedoch nicht aus, dass mir ein mit Absicht gezüchteter Hund, der IN der Familie, IM Haus auf die Welt kam und aufgezogen wurde, ins Haus kommen könnte. Das sind die oben fehlenden 5%.
Auch ich kenne Familien die einen Bilderbuchhund haben und wollen das der in Welpen innerhalb der Familie weiterlebt. Da könnte ja mal einer übrig bleiben :-)

An Sonsten, NUR aus Tierheimen oder Tötungsstationen.

wolfherm am 21 Jul 2016 19:57:14

Ich habe mich für in der Familie gezüchtete Rassehunde entschieden, nachdem ich mich über die Zucht- und Gesundheitsprogramme von VDH-Zuchtvereinen informiert habe.

Später haben wir mit unserer Hündin selbst gezüchtet. Und insgesamt 14 wesensstarke Welpen aus drei Würfen auf die Welt losgelassen. Alle sind in tollen Familien gelandet und haben sich - auch dank unserer weiteren Betreuung der Familien - prächtig entwickelt.

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Tipsel am 21 Jul 2016 20:10:53

Ich war 2 Jahre Pflegestelle für Inselspanier, und Bruno war einer von ihnen, der allerdings als blinder Passagier hier ankam und erst dann schlüpfte.
In dieser Zeit hab ich so viele tolle Mischlinge kennengelernt und ein Rassehund käme für mich nie in Frage, solange soviele arme Kreaturen auf ein Zuhause warten.

Nach Bruno wollten wir allerdings keinen Hund mehr, weil das Loslassen so verdammt weh getan hat. Aber wie bei den meisten Hundeleuten war unser Leben ohne Hund nicht komplett. Aber wir blieben stark und richteten unser Leben neu ein.
Bis eine Bekannte aus Ingrids Hundeforum das Bild eines Ups-Wurfes gerade in dem Moment postete, als wir wieder mal feststellten, dass uns was fehlt.
Das war ein Zeichen und wir brachen unsre Tour ab, fuhren hin und suchten uns Carl aus. Der einzige schokobraune mit weißem Schwänzchen, damit ich ihn von den anderen unterscheiden konnte.





So ein kleiner 4kg-Hund passt prima, größer sollte er garnicht sein. Wir waren glücklich und es wurden die längsten 8 Wochen unsres Lebens.

Und das ist aus ihm geworden, ein Prachtkerl von gut 10 kg.



Und er hat ganz viele Rassehunde in sich. Chihuahua-Zwergspitz väterlicherseits, und Dackel-Pinscher mütterlicherseits.
Wo die Größe herkommt, weiß niemand, denn alle seine Geschwister haben Chihuahua-Größe.

Standgaaaaas am 21 Jul 2016 20:16:45

Also, ich habe mich bewusst FÜR einen Rassehund entschieden. Dabei habe ich mich sehr intensiv über verschiedene Rassen informiert. Im Internet, mit Hundebesitzer sowie auch mit Hundeprofis. Dabei war es für mich nicht nur wichtig wie der Hund aussieht und welche charakteristischen Eigenschaften er hat, sondern auch, wie Züchter damit umgehen.
Nachdem ich einige Rassen ausgesucht hatte die für mich in Frage kamen, hatte ich Glück. Im näheren Umkreis war eine Züchterin, die den ersten Wurf plante. Nach einem Gespräch habe ich als erster zugesagt, einen Rüden des ersten Wurfs zu mir zu nehmen. Dann hat es noch fast ein Jahr gedauert, bis ich meinen kleinen Racker nach Hause holen konnte. Die Zeit bis dahin war trotzdem sehr spannend. Mit der Züchterin war ich im ständigen Kontakt und konnte so alles miterleben.
Vier Wochen nach der Geburt der 9 Welpen durfte ich sie zum ersten Mal besuchen. Eigentlich wollte ich ja "meinen" Welpen aussuchen, aber irgendwie war es anders herum. Der Welpe hat sich mich ausgesucht. Er war immer als erster zur Stelle, der größte mit dem grünen Halsband. Nach vielen Besuchen war es dann auch kein Problem mehr, ihn mit 8 1/2 Wochen mit zu nehmen. Ich hatte dann gut 4 Wochen Urlaub, die ich intensiv mit ihm verbracht habe: Unter Leute gehen, in den Zoo gehen, Fahrstuhl fahren, ihn eine Zeit alleine lassen etc. Das war ein sehr schöner Urlaub! Nach dem Urlaub ging es natürlich weiter. Beim größten Teil meiner Freizeit ist er dabei.

Gruß
standgaaaaas

Gast am 21 Jul 2016 20:25:32

Vorweg - wir sind Mitglieder in einem Verein der den Tierschutz in Spanien unterstützt und auch spanische Hunde nach Deutschland holt.
Wir sind ausserdem Pflegestelle für solche Hunde und vermitteln diese Hunde auch.
Gleichzeitig haben wir uns auf eine Rasse (und deren Mischlinge) spezialisiert.
Also Tierschutz und Rassehund in einem.
Man darf das Thema Rasse vs. Tierschutzhund nicht wie schwarz und weiß sehen.
Ich habe Verständniss für (fasst) jeden der eine Rasse toll findet und sich deshalb einen Hund von einem entsprechenden guten Züchter holt oder gar selber züchtet.
Ich habe allerdings kein Verständniss für Hunde von Hundevermehrern und Hunde aus Qualzuchten wie Kurznasen (Möpse) oder besonders Kleingezüchtet wie die neuen Toy-Sorten oder gar der krank gezüchtete deutsche Schäferhund. Jeder der einen solchen Hund von einem entsprechenden Züchter kauft sorgt mit seiner Nachfrage für noch mehr solcher Qualzuchten. Solch einen Hund aus dem Tierschutz zu Adoptieren ist dagegen eine andere Sache weil man dadurch Nachfrage/Angebot nicht erhöht.
Das Argument, dass ein Rassehund gesünder und ein Tierschutzhund kranker ist kann beliebig oft widerlegt werden. Bei dem was ich in meiner Umgebung mitbekomme ist das Verhältniss eher umgekehrt. Ich habe bisher auch nur sehr wenig Tierschutzhunde kennengelernt die "einen an der Klatsche" haben, obwohl sie oft schlimmes erlebt haben.
Die meisten Tierschutzhunde sind sogar viel anhänglicher und dankbarer wenn sie die Straße erlebt haben und nun in einem geordneten Haushalt mit geregelten Mahlzeiten leben dürfen.
Zum Thema Kleinanzeigen:
Das ist auch unter Tierschützern ein leidiges Thema: Für mich ist das eine Plattform um Hunde zu vermitteln. Soll ich diese Plattform nicht mehr nutzen nur weil sich auf der gleichen Plattform auch Hundevermehrer und Qualzüchter tummeln?

Alles Tierschutzhunde (Ratonero Bodeguero Andaluz)


- Andreas

Gast am 21 Jul 2016 20:46:27

Zum Thema Womofahren:
Unsere Hunde sind mit ins Womo gesprungen als wir es das erste mal einräumten. Da sich das über eine Woche hinzog kamen sie irgendwann wie selbstverständlich mit und legten sich auf "ihre" Plätze. Als wir dann zum ersten mal losfuhren war es für die beiden irgendwie nichts besonderes und nach einer halben Stund Fahrt schlummerten sie schon.
Unser derzeitiger Pflegehund ist erst auf einer Tour dabei gewesen. Auch er hatte sich nach wenigen Minuten daran gewöhnt und auch Nachts ganz ruhig auf seinem einige Meter von uns entfernten Platz geschlafen.
Unsere Hunde bellen auch nur kurz wenn sich jemand in unmittelbarer Nähe des Womos befindet. Alle anderen Geräusche scheinen sie "auszufiltern".
Gibt es überhaupt Hunde die mit Womo fahren/wohnen Probleme haben?

- Andreas

Tipsel am 21 Jul 2016 21:12:18

Wir holten Carl ab und machten erst mal ne woche Urlaub. Er liebt das Womo und die ständig wechselnden Orte.

Allerdings kläfft er nicht nur einmal, und er muss noch lernen die Klappe nach dem 3. Laut zu halten, was bei seiner Abstammung noch ein wenig Arbeit ist. :mrgreen: :wink:

sini2000 am 21 Jul 2016 21:34:52

Liyy verträgt AUto- Wohnmobilfahren nicht gut. Sie zittert udn hat Angst. Obwohl sie inzw. fast 20.000km runter hat, Autofahren ist nicht die Lieblingsbeschäftigung, aber dabei sein muss man trotzdem. Sie bekommt vor jeder Tour Beruhigungstropfen.


Mal kurz vorab - Das hatte Nikan auch. Ich gab ihm dann mal Bachblüten Rescue statt Beruhigungstropfen, aber mit der selben Wirkung. Nach 1 Jahr brauchte er nix mehr, aber letztes Jahr in Norwegen war es doch was holprig, also bekam er sie wieder.

Zurück zum Thema:

Das sind ja schon tolle Antworten hier.

Andreas, toll beschrieben, Du sprichst mir aus der Seele. Ich bin auch nicht begeistert, wenn Frau X meint, dass die Kleine mal Mama werden sollte, aber nicht jeder macht sich schlau und wie man bei Tipsel sieht, kann so ein Uups auch ein prima Womohund werden.

Meine Erfahrungen:

Aufgewachsen bin ich mit Dacklen. Hexi - Trixie - Mona-Lisa (es waren 2). Ich weiss nicht woher mein Vater sie holte, denn Hexi hatte Dackellähmung, Trixie auch und Mona und Lisa einen Lebershunt.

Meine erste eigene Hündin war Mona, aus dem Tierschutz und ein Mix. Ich wollte zu dieser Zeit unbedingt einen älteren Hund, weil ich einem Welpen zu diesem Zeitpunkt nicht gerecht werden konnte. Mona blieb 4 Jahre und Womo war zu diesem Zeitpunkt kein Thema. Mona starb an Lebertumoren mit 11.

Dann kam Sina. DSH Mix aus Spanien. 1 Jahr alt. Fehlgeprägt auf Menschen. Hatte Mittelmeerkrankheiten im Gepäck, die zu einem großen Herz führten, hatte schwerste HD, mit 5 Milzdrehung, dadurch Nierenschaden. Sie wurde 13 und starb nicht an diesen Dingen.
Als sie 4 war, lernte ich meinen Lebensgefährten kennen und damit begann die Womozeit. Sina ist von Anfang an problemlos mit im Womo gefahren.

Mein Lebensgefährte brachte Robbie mit. Robbie war von Anfang an bei ihm und da sah ich erstmals den Unterschied, wenn ein Hund vom Züchter kommt. Die Bindung ist einfach anders. Nicht besser, nicht schlechter. Anders. Es ist mehr Urvertrauen da, Robbie war ein absolut unkomplizierter Hund, hatte vor nichts Angst und mochte alle Menschen. Auch er fuhr problemlos mit im Womo.

Dann holten wir Nikan dazu. Nikan ist aus Spanien. Ich sah ihn in einem Hundeforum und es machte Klick. Er wurde dort von einer Deutschen groß gezogen, seine Mutter lebte wild. Wir fragten extra wie es mit dem Autofahren ist, ja das übe man mit ihm. Dann kam er an, vollgedröhnt mit Beruhigungstabletten. Im PKW kübelte er regelmässig, im Womo war er unter Dauerstress. Er bekam dann die spanischen Tropfen, weil ich nix anderes hatte, aber ab der nächsten Fahrt Bachblüten. Und damit bekamen wir es in den Griff. Er findet Womofahren heute noch doof, aber er liegt im Fußraum und schläft. Ansonsten findet er das Leben im Womo klasse, es darf nur nicht fahren. ;-). Krankheiten bis jetzt: Schilddrüse, empfindlichen Magen und Kniebandanriß.

Robbie verliess uns und irgendwann kam der Wunsch nach einem neuen Hund. Da es der Hund meines Lebensgefährten war, suchte er auch aus, wo der herkommen soll und er möchte nur Hunde vom Züchter. Und somit erlebte ich das erste Mal einen Welpen im Erwachsenen Alter, bei den Dackeln war ich ja noch jünger.

Es ist anders. Die Bindung ist anders. Ich habe es aber noch nicht hin bekommen, das zu beschreiben. Die ersten Womofahrten waren mit ihm anstrengend. Er lag im All Safe Geschirr auf der Dinette. Das Allsafe lässt ja zu, dass der Gurt sich bewegt. Und so hing der Kleine dann irgendwann jankernd zwischen Tisch und Dinette... Aber das hätte auch anders sein können und andersrum hätte auch ein erwachsener Hund anfangs so reagieren können. Was Krankheiten angeht. ED Operation mit 6 Monaten... keine stabilen Zähne, da sind einige hinüber, teils weil er viel den Ball hatte, aber in der Linie war noch ein Hund mit einem Zahnproblem.

Fazit: Im Moment haben wir 2 Hunde, aber irgendwann möchte ich wieder eine Hündin. Woher die kommt, weiss ich nicht. Es wird irgendwann passen. Und ich bin da in alle Richtungen offen.

Standgaaaaas am 21 Jul 2016 21:51:39

Um vielleicht eine Diskussion anzuregen meine Meinung in Stichpunkten.

FÜR Rassehund von gutem Züchter weil:
- genetisch in Ordnung, Abstammung nachvollziehbar
- beide Eltern sind bekannt und beurteilt
- minimales Risiko für vererbte Krankheiten
- minimales Risiko für vererbte Charakterprobleme
- Prägephase richtig begonnen
- Unterstützung vom Züchter auch nach "dem Kauf"

GEGEN Rassehund von ??? Züchter weil:
- vielleicht falsche Motivation damit reich zu werden
- Fehlzüchtungen zu Gunsten komischer Zuchtziele (z.B.: Schäferhund, Mops, Bulldogge, Rhodesian Ridgeback...)

GEGEN Rassehund aus Tierhandlung oder Kofferaum:
- sowas geht natürlich gar nicht PUNKT

GEGEN Strassen-Mix:
- genetische Vielfalt ist nicht gewährleistet
- Ergebnis schwer vorhersagbar (na ja, kann auch spannend sein)

FÜR Tierheimhund aus Deutschland
- Rettung des einzelnen Hundes ist es wert

GEGEN Import aus dem Ausland
- ich weiß nicht was das bringen soll, dadurch bleiben unsere Tierheime eher voll

So sehe ich das, kurz und knapp dargestellt. Nun können mich einige Leute hier zerreißen oder ihre Argumente bzw. Meinungen vortragen!

Gruß
standgaaaaas

cbra am 21 Jul 2016 21:59:42

mein erster hund in den 70ern war ein mischlingswelpe aus dem tierheim den mir mein bruder schenkte. angeblich ungar. hirtenhund mit ?? war ein traumhafter hund, waren bis zu einem ende 15 tolle jahre - absolut problemlos

dann kam lange hundepause die wir mit einem leihhund überbrückten, charly eine dobermann/labradordame - ebenfalls ein traumhund, von ihrem chef so perfekt erogen dass auch ich praktisch alles ohne leihen gehen konnte. nachdem charly vor 1 1/2 jahren gestorben ist haben wir weihnachten deutlichen hundeentzug gehabt, unser plan war auf die pension zu warten mit einem eigenen hund. dann gabs die diskussion zu weihnachten ein huskywochenende oder so, und beim google nach "mischling weibchen" waren wir verblüfft ob der schieren menge ... dann kam eine lange zeit der diskussionen - haben wir die zeit wirklich, einschränkungen,... naja - schaumamal. am 31.12. haben wir dann bei einer pflegefamilie vorbeigeschaut um lana zu besuchen. sie sei sehr schüchtern und habe besonders mit m,ännern probleme. nach 5 m ging sie mit meiner frau an der leine, und nach 10min wollte sie von mir nicht mehr weg. danach kamen wieder einige tage intensiven nachdenkens und abchecken unseres umfeldes - wer hat im krankheitsfall zeit, wie siehts in den büros aus etc. da lana knapp 3 war konnten wir das halbwegs abschätzen und seit ca 10. jan. ist sie bei uns. in den ersten wochen legten sich fast alle ängste, sie wird immer stolzer und selbstsicherer, und egal wo man mit ihr hinkommt stehen die leute zum streicheln schlange ;)
die 2-3h täglich tun uns sehr gut - ihre muskeln wachsen, meine wampe schwindet - leider nicht genug.

In diesem zusammenhang habe ich etwas in die szene der tierschützer und der privaten vereine hineingeschnuppert, und ich muss sagen dass die leute die lana (belgrader strassenhybrid.. ;) ) hierhergeholt haben eine ausserordentlich tolle arbeit leisten, der ich grössten respekt zolle. ich hätte nicht die einsatzbereitschaft und auch nicht das wissen um ähnliches zu tun ( finde auch den thread mucki hier sehr toll). das ist ein aspekt warum wir sehr stark zu tieren aus dem tierschutz tendieren, es gibt so viele tolle hund, arme hunde, und vuiele tolle menschen die sich für die einsetzen, das erscheint uns wesentlivch unterstützenswerter als der gang zum züchter.

darüberhinaus können wir auch sehr wenig mit dem rassegedanken anfangen.

allerdings habe ich den eindruck dass die rassediskussion den hunden ziemlich egal ist - lana tobt liebend gerne mit der gleichaltrigen greta durchs büro - eine reinrassige BGS dame im gleichen alter, und unser nachbar - ein reinrassiger golden retriever spielt auch sehr gerne mit ihr.

auch hier habe ich oft den eindruck dass das grössere problem am anderen ende der leine ist.

autofahren von anfang an perfekt, auch Womo geht perfekt, wir haben ein bisserl was umgebaut damit es für sie angmessen ist, wir haben den eindruck dass es ihr rundum gefällt

und jetzt gehts raus zum abendspaziergang

Saftschubse am 21 Jul 2016 22:08:37

Wir haben einen reinrassigen Pudel. Reinrassig deshalb, weil der Pilot und der Copilot Alleriker sind und es deshalb leider mit Mischlingen nicht funktioniert. Ebensoweinig wie mit anderen reinrassigen Hunden mit Fell. :(

"Meine" Züchterin kenne ich jetzt schon 12 Jahre und die Chemie stimmte von Anfang an. Bevor sie mir damals eine Zusage gab für einen Welpen, wollte sie uns kennenlernen. Als wir dort ankamen, begrüssten mich und meine (damals noch kleine) Tochter ca. 10 Pudel total stürmisch, aber freundlich.
Nach einem wunderschönen Nachmittag fuhren wir ab und Abends bekamen wir die Zusage.:mrgreen:
Bei ihr wohnen die Hunde komplett mit im Haus und werden auch fast überall hin mitgenommen. Eigentlich wohnt sie bei den Hunden mit im Haus :lol:
Ihre Hunde sind alle klar im Kopf und vernünftig sozialiesiert. Sie hat zwar keine eigenen Kinder, aber aus der Nachbarschaft dürfen die Kinder immer zu den Hunden.
Ebenso hält sie den Kontakt zu den Welpenkäufern. Zu Pfingsten gab es ein riesiges Treffen und ca. 80 Pudel spielten ohne Streit und Zank einen ganzen Tag zusammen.
Auch bei Problemen kann man sie Tag und Nacht anrufen. Inzwischen hat sie sogar eine eigene Whatsapp Gruppe für ihre Pudelkäufer und so habe ich auch wieder Kontakt zu 2 Geschwistern von unserem Mäxchen (unser 1. und weltbester Hund, Victor ist Nr. 2 und kann fast mithalten).

Sie beobachtet die Welpen nach der Geburt und sagt dann, welcher wohl am besten passt. Wir haben jetzt den 2. Pudel von ihr, nachdem wir unseren Max leider Anfang März gehen lassen mussten.
Auch meine Mutter hat einen von ihr und auch der passt genau.

Ich hätte mit Sicherheit einen Hund aus dem Tierheim geholt, wenn es gegangen wäre, aber ich wollte nicht nach 2 - 3 Wochen wiederkommen müssen, um ihn zurückzubringen, weil meine Männer allergisch reagieren. Das wäre verantwortungslos, wenn man es vorher weiss.

Natürlich verdient sie auch Geld damit, genauso wie mit ihrem Hundesalon, aber sie ist trotzdem verantwortungsvoll.
Unser Victor sollte eigentlich ein Zuchtrüde werden, die DNA-Untersuchung war toll, aber bei dem HD-Röntgen wurde festgestellt, dass er eine C1 Hüfte hat. Ist zwar noch zugelassen zum Züchten, aber sie nimmt ihn dann trotzdem nicht. Obwohl Victor schon Ausstellungen gewonnen hatte, und es bereits Anfragen zum Decken gab.
Auch wir hätten gerne später mal ein Kind von ihm als Hund gehabt, aber es geht eben nicht, wobei andere Züchter Hunde mit C1-Hüfte nehmen würden.

harpya am 21 Jul 2016 23:38:10

Standgaaaaas hat geschrieben:Also, ich habe mich bewusst FÜR einen Rassehund entschieden. Dabei habe ich mich sehr intensiv über verschiedene Rassen informiert.
Nachdem ich einige Rassen ausgesucht hatte die für mich in Frage kamen, hatte ich Glück.
Gruß
standgaaaaas


Das ist die Sichtweise ob der Hund so auch temperamentsmässig,Pflegeaufwand usw. zu einem passt.
Hier wird ja auch mehr der Kuscheleffekt besprochen.
Ob der Hund einen dann auch mag und selbst ein Beziehung aufbauen will oder wie gut die ist hat mit gezielter Auswahl
auch wenig zu tun.
Hunde sind Opportunisten, ob das nette Opportunisten sind stellt sich später raus.

Rassehunde hatten ja auch eine ander Schiene, als Hunde noch einen Job hatten.
Bernhardiner zogen Milchwagen, bestimmte Rassen waren recht zuverlässig für Wachdienste geeignet
und für Fährtensuchen würde man bestimmt keine Basset anschaffen.

So wird aber auch selten noch gezüchtet für Haushaltshunde, die Anforderungen haben sich geändert.
Da ist es ziemlich egal wo ein Hund herkommt.
Da ist es mehr " der ist ja so süß", "dem muss geholfen werden"," der macht Eindruck" usw.
Ich hab da auch mal lernen müssen bei einer Bekanntschaft wie breit sich ein Dobermann im Bett machen kann.
Auch einen Husky oder Mastiff in einer Wohnung zu halten ist reinste Tierquälerei, die müssen
ja eine Macke kriegen.

Warum man jedes Jahr so um die 400 00 Hund importieren muss wenns hier noch genug zu tun gibt
weiss ich auch nicht so genau.
Wohl das Helfersyndrom, muss ich mich auch dauernd gegen wehren, sonst hätte ich 50 Hunde.

Mit Autofahren gabs sehr wenig Probleme, 2-3 Hunde, aber da war es wie Seekrankheit,
denen wurde ganz einfach sofort schlecht, da gibts auch nichts zu erziehen.
Bei jungen Hunden gibt sich das in der Regel sonst bleibts.

Der jetzige aus dem Tierheim(schon 3x da angeblich menschenunkompatibel, sollte getötet werden), war eigentlich kein schwerer Fall, wurde nur falsch vermittelt.
Jack Russel, nicht aus eine couch potato, nach die Arbeitsline "wo ich bin ist vorne",dem war die neue Hausdame
"der ist ja so süß" absolut nicht gewachsen, incl. 16 j. Sohn.
Da keiner führte hat er das selbst gemacht. Die Frau kam nicht mehr auf ihr Sofa, nicht mehr in ihr Bettt und wurde
angeknurrt wenn er Futter oder raus wollte.

Knurrt jetzt auch noch , das ist seine Sprache, kann nunmal nicht pfeifen, man muss es nur interpretieren.
Jedenfalls war er nach wenigen Wochen wieder im Tierheim.
Eigentlich suchte ich keinen Hund , wollte nur was abgeben, aber das stand mein Name drauf.
Nachdem seine Dominazmacke korrigiert war, ganz einfach erstmal eine ganz Weile ignorieren, rausgehen , füttern, nicht beachten bis er selbst ankam, war die Welt weitgehend wieder in Ordnung.
Ein Vorbesitzer hatte da auch merkwürdige Methoden, wenn er mal angemeckert wurde
lief er 3x um mich rum und setzte sich dann neben das Bein.
So ein Blödsinn.
Einer muss ihm mal Treckerjagen erlaubt haben, das musste auch noch raus.

Aber in so Foren landen ja auch meist die 0.5% Problemfälle.

harpya am 21 Jul 2016 23:42:36

Tipsel hat geschrieben:Wir holten Carl ab und machten erst mal ne woche Urlaub. Er liebt das Womo und die ständig wechselnden Orte.

Allerdings kläfft er nicht nur einmal, und er muss noch lernen die Klappe nach dem 3. Laut zu halten, was bei seiner Abstammung noch ein wenig Arbeit ist. :mrgreen: :wink:


Da muss man wohl erstmal das zählen beibringen.
Die hohe Kunst besteht dann darin die Pausen zwischen den Kläffs auf 5 sek. einzustellen. :-)

harpya am 22 Jul 2016 03:07:40

bigpit hat geschrieben:
An Sonsten, NUR aus Tierheimen oder Tötungsstationen.


So Problemhundspezialisten hätten mir einen von meinen mal abnehmen können.
Die Hündien hatte geworfen, 6 STck., Tierarzt war da, alle getötet, da waren schon riechlich Tiere aller Art.
Tierarzt weg, 2 Nachzügler, dummerweise war ich dann da.
Der mit Abstand liebenswerteste, leider auch absolut lebensuntauglichste Hund der Welt.
Wo man sich verletzen konnte , er war dabei. Springt in einen Kanal um eine Stock zu holen
trifft genau die Scherben der einzigen Flasche weit und breit und schneidet sich alle Pfoten auf.
Steckt den Kopf durch einen Zaun und reisst sich beim zurückziehen die Ohrenbasis an.
Geht über die Strasse und bricht sich das Bein im Gully.
Geht beim spazieren in frischen Beton und verätzt sich alle Pfoten.
Geht jagen frisst eine Kröte und vergiftet sich.
Kleine Auswahl.
Die Krönung, spielt ja auch mit den Kindern, konnte nicht mehr koten, bis er eines Tages aus dem Hals gesch... hat.
Da hat dieses Unglückskind 3 Fremdkörper im Darm verteilt, 2 Squashbälle ein Schaumgummiteil.
Ok , töten geht nicht , Operation , den ganzen Darm komplett aufgeschnitten.
Mit allem Drum und Dran 3 Wochen Intensivstation, permanente Krankenschwester ca. 7000 Flocken.
Insgesamt über alles die Zeit ca 15 000 €.

Alle haben mich für verrückt erklärt, aber was willst du machen wenn dich 3 Paar Kinderaugen groß ansehen.
Immerhin , nie eine Zecke.
Übrigens ein Rassehund, Jagdhund.

Tipsel am 22 Jul 2016 07:28:12

Naja, wenn ich Carl einfach laufen lassen tät, würde ihm einiges davon oder noch mehr vielleicht auch passieren.
Ob das lebensuntauglich ist?
Meine Kinder mussten auch beaufsichtigt werden und Anleitung bekommen, bis sie lebenstauglich waren.

Kröte hatten wir auch. Er hat geschäumt wie das überkochene Töpfchen im Märchen. Unser Tierarzt hatte gottseidank grad Sprechstunde.
Putzschwamm ebenfalls, der roch nach Bratensoße, also meine Schuld, aber den haben wir beim Tierarzt gleich auskotzen lassen.
Scherben passieren halt. Beton auch.
Krallen bricht er sich dauernd ab, obwohl sie gekürzt sind. Aber er wetzt halt so gern.
Und Staustufe tät er auch runterspringen, wenn ich nicht vorher aufpasse.
Weidezaun kapiert er nicht, also muss ich aufpassen.
usw.

Ich denke, das sind alles normale Dinge. Und weder wir noch der Hund kommt perfekt zur Welt.


Die 5 Sekunden zwischen dem Bellen kriegen wir beim Revierverhalten nicht hin, wenn Nachbars Katze fett grinsend auf der anderen Seite des Zaunes sitzt, die Briefträgerin an unserm Briefkasten rumwurschtelt, oder die Polizeischüler am hinteren Zaun Übungen mit Schild und Knüppel machen. Da dreht er voll durch und ist/war bis vor kurzem nicht ansprechbar.
Inzwischen kommt er aber nach der ersten Aufregung auf Zuruf zu mir und lässt sich ins Haus schicken. Das seh ich als großen Fortschritt.

appi68 am 22 Jul 2016 08:22:16

Ich habe da gemischte Empfindungen, was unsere Meinung dazu betrifft.
Wir haben uns vor 5 Jahren bewusst für einen Labrador aus einem Kennel entschieden, dar schon mehrere Champions gezüchtet hat und der auch sonst einen guten Ruf im Labrador-Bereich geniesst.
Unser Conner mit seinen jetzt 5einhalb Jahren nimmt so ziemlich alles mit, was es an Krankheiten oder Allergien, etc. gibt, mit.
Das, was wir in den Jahren mit ihm bereits an TA-Kosten berappt haben, davon kaufen sich andere einen Kleinwagen.
Genau das wollten wir eigentlich ausschliessen.
Also passieren kann einem scheinbar immer was, egal ob Rassehund aus einer offiziellen Züchtung oder ob ein Tier aus einer Tötungsstation, Tierheim oder sonstwo her.

Ansonsten, sobald das WoMo im Hof steht, ist Conner drin und bleibt da auch.
Sind wir unterwegs, nutzt er seine Höhle, das Womo, als Rückzugsort, wenns ihm zu doof wird. 8)
Unterwegs liegt er mitten im Gang, mit der Schnauze zwischen den Fahrersitzen.
Im ersten Mobil, nem alten Fendt auf DUC230 wusste er nicht, wohin mit sich, das Ding hat einfach nur gerappelt und war laut. dann beim zweiten mit Renault Master gings schon besser. Und jetzt, beim neuen Rapido liegt er völlig entspannt!

brainless am 22 Jul 2016 09:14:18

Ich halte eine Diskussion über "Rassehund vs. Strassenköter" für absolut überflüssig, so lange wir uns über eine glaubhafte Begriffsbestimmung für "reinrassig" nicht klar geworden sind.
Deshalb habe ich meine Frage aus dem anderen Thread hierhin kopiert:

"""
HeikeD hat geschrieben:
Ich halte aus Überzeugung Rassehunde.

Aha,

wenn man als gesichert betrachten kann, daß alle unsere Hunde Nachkommen von Wölfen sind, interessiert es mich, wie Du "reinrassig" definieren willst.



Was ich nicht leiden kann (dies ist MEINE Meinung) sind Leute die ihre Susi mal mit Nachbars Strolchi verpaaren wollen, weil "die sich ja so gut verstehen" und mixen da wohlmöglich zwei Rassen oder Mixe (noch schlimmer), deren Eigenschaften vielleicht gar nicht zusammen passen.

Genau so sind viele unserer heutigen "Rassen" entstanden.
Glaub doch nicht, daß der VDH der Nabel kynologischer Definitionen sei."""


Volker

Standgaaaaas am 22 Jul 2016 09:29:16

Zum Pkt. 1,
Definition Rassehund: --> Link

Zum Pkt. 2, --> Link
Natürlich ist der VDH auch nicht der Weisheit letzer Schluss und muss sich manche berechtigte Kritik gefallen lassen. Beim VDH hat sich aber trotzdem eine Menge getan und viele Fehler der Vergangenheit wurden erkannt und verbessert.

Gast am 22 Jul 2016 09:47:40

Standgaaaaas hat geschrieben:Um vielleicht eine Diskussion anzuregen meine Meinung in Stichpunkten.


Eigentlich wollte ich gar nicht in diese Diskussion einsteigen, aber es macht ja sonst keiner und ich kann das nicht einfach so stehen lassen:

FÜR Rassehund von gutem Züchter weil:
- genetisch in Ordnung, Abstammung nachvollziehbar
- beide Eltern sind bekannt und beurteilt
- minimales Risiko für vererbte Krankheiten
- minimales Risiko für vererbte Charakterprobleme

Ja, wenn man die Eltern kennt kann man "vorhersagen" wie der Nachwuchs ungefähr wird.
Wenn ich aber zwei Hunde miteinander vergleiche, z.B beide 1 Jahr alt, von dem einen kennt man die Vorfahren und von dem anderen nicht.
Dann entscheide ich nach derzeitigem Charakter, Aussehen, Gesundheit, Eignung usw. Da nützt mir die Herkunft nicht viel, es sei denn ich brauch Papiere um zu züchten.

- Prägephase richtig begonnen
das ist das Thema Welpe oder ausgewachsener Hund. Es gibt auch Welpen aus dem Tierschutz, unsere jüngere ist so eine.
Aber Welpen sind immer eine Wundertüte, egal ob Rassehund oder aus dem Tierschutz

- Unterstützung vom Züchter auch nach "dem Kauf"
Gute Tierschutzvereine (Auslandstierschutz) kümmern sich auch nach der Vermittlung um die Hunde. Deshalb steht in den Vermittlungsverträgen meist drin, dass der Hund nicht ohne Zustimmung des Tierschutzvereins an dritte weitergegeben werden darf. Wir haben selber schon einen von uns vermittelten Hund nach einem Monat wieder zurückgenommen weil das ältere Ehepaar mit dem starken Jagdtrieb nicht zurechtkam. Versuch mal nach einem Monat einem Züchter den Hund zurückzugeben.

GEGEN Rassehund von ??? Züchter weil:
- vielleicht falsche Motivation damit reich zu werden

Da muss ich mal die Züchter in Schutz nehmen. Wer in Deutschland Hunde unter Einhaltung aller Vorschriften und Regeln des Veterinäramts und des Zuchtverbandes professionell züchtet, kann damit nicht reich werden. Das ist auch der Grund warum es immer mehr "Hobbyzüchter" statt professioneller Züchter gibt.

- Fehlzüchtungen zu Gunsten komischer Zuchtziele (z.B.: Schäferhund, Mops, Bulldogge, Rhodesian Ridgeback...)
Ich hoffe, dass diese Thema endlich bei den "normalen" Menschen ankommt. Längst nicht jeder Mopsbesitzer ist sich darüber im Klaren.

GEGEN Rassehund aus Tierhandlung oder Kofferaum:
- sowas geht natürlich gar nicht PUNKT

Zustimmung

GEGEN Strassen-Mix:
- genetische Vielfalt ist nicht gewährleistet

Man könnte auch sagen, dass gerade da eine viel größere genetische Vielfalt vorliegt.
Die Chance, dass auch Nachkommen von z.B. Geschwistern dabei sind ist relativ gering.
Wenn doch dann kann man die dadurch entstanden genetische Krankheiten oft erkennen.

- Ergebnis schwer vorhersagbar (na ja, kann auch spannend sein)
Das ist es bei Hunden immer - egal wo sie her kommen.

FÜR Tierheimhund aus Deutschland
- Rettung des einzelnen Hundes ist es wert

GEGEN Import aus dem Ausland
- ich weiß nicht was das bringen soll, dadurch bleiben unsere Tierheime eher voll


Das ist das Thema was mich am meisten aufregt. Den wenigsten scheint bewusst zu sein wie deutsche Tierheime funktionieren.
Man kann zwar nicht alle Tierheime über einen Kamm scheren. Da gibt es qualitativ große Unterschiede.
Fakt ist: Die Nachfrage nach familientauglichen, gesunden und verhaltensunauffälligen Hunden ist weit größer als das was in den Tierheimen sitzt.
Ich kenne Tierheime die weit über 50% Langzeitinsassen (1 Jahr und mehr,) haben. Das sind in erster Linie sogenannte Listenhunde die irgendwelchen Haltern abgenommen wurden.
Desweiteren Kranke, alte, aggressive und anders Verhaltensauffällige. Kommt mal ein brauchbarer Hund rein ist der innerhalb weniger Tage vermittelt.
Alle, wirklich alle Tierheime die ich kenne nehmen Hunde aus dem Ausland oder von anderen Tierheimen um die Auslastung und Durchsatz des Tierheims zu steigern. Denn daran hängt die Finanzierung des Tierheims.
So holt das Tierheim Aachen regelmäßig Hunde aus belgischen Tötungsstationen. Diese Hunde sind dann auch meist relativ schnell vermittelt.
Ich kenne ein kommunales Tierheim aus Rheinland Pfalz die regelmäßig Hunde aus Spanien holen. Mit denen arbeiten wir als "Bodeguero in Not e.V." immer dann zusammen
wenn sie Bodegueros dabei haben.
Ich halte die Tierheime in Deutschland für tolle Einrichtungen die meist eine tolle Arbeit machen. Es ist schlimm, dass es solche kommunale Tierheime in anderen Ländern nur als Tötungsstationen gibt. Aber das Argument "wir haben genug Hunde in unseren Tierheimen" ist schlicht falsch wenn es darum geht die Nachfrage nach "normalen" Hunden zu befriedigen.

So sehe ich das, kurz und knapp dargestellt. Nun können mich einige Leute hier zerreißen oder ihre Argumente bzw. Meinungen vortragen!
Warum zerreissen? Das ist die Meinung die sehr viele Menschen haben die sich wenig mit (Auslands)tierschutz beschäftigt haben.
Dagegen meine Meinung als jemand der auch sieht was hinter den Kulissen passiert.

Gruß
Andreas

brainless am 22 Jul 2016 11:23:26

Standgaaaaas hat geschrieben:Zum Pkt. 1,
Definition Rassehund:

Zum Pkt. 2,
Natürlich ist der VDH auch nicht der Weisheit letzer Schluss und muss sich manche berechtigte Kritik gefallen lassen. Beim VDH hat sich aber trotzdem eine Menge getan und viele Fehler der Vergangenheit wurden erkannt und verbessert.



Tja,

damit bringst Du die Diskussion überhaupt nicht weiter:
In beiden Links wird der VDH als oberste Instanz genannt............................Blödsinn!!

Übrigens: Fehler kann man nicht "verbessern",



Volker :roll:

trevor2 am 22 Jul 2016 11:50:57

Jetzt lese ich erst den Thread hier, denn wir sind ja unterwegs...

Also, zu diesem Thema kann ich auf jeden Fall etwas sagen, da wir alles schon hatten...
Ich habe Ende der 80er Jahre meine erste Labbihündin 'Ronja' bekommen. Sie stammte von einem Züchter, jedenfalls hatte sie Papiere. Sie war ein Traumhund und wurde fast 16 Jahre alt (1 Wo vor ihrem 16. Geburtstag musste ich sie aus Altersschwäche einschläfern lassen). Mit ihr haben wir einen Wurf gemacht, um eine Tochter 'Paula' von ihr zu haben. Auch sie war ein fantastischer Hund, wurde allerdings nur 11 Jahre und starb ganz schnell an Krebs (8 Wo von Diagnose bis Tod, Neuroplastisches Syndrom). Bis dahin war sie topfit und kerngesund. Autotechnisch und auf Reisen kein Problem, sie sprang ins Auto, sobald eine Tür (auch bei fremden Autos! :wink: ) offenstand. Von ihr haben wir einen Sohn 'Ole' behalten (es gab nur 3 Rüden im Wurf, keine Hündin). Ole war eine Frühgeburt und er hatte als einziger vom Vater leider HD geerbt (hatten uns die Rüdenbesitzer verschwiegen, dass ihr Rüde HD hatte - trotz expliziter Nachfrage!), deshalb behielten wir ihn selbst. Beides war bis zum Alter von 10 J. kein Problem und dank seiner ausgeprägten Schwimmleidenschaft und unseres eigenen Teiches auf dem Grundstück konnte er mit seiner eigentlich schweren HD beschwerdefrei 10 J. alt werden. Im Alter von 10 J. erkrankte er an Lungenkrebs und wir mussten ihn nach kurzer Leidenszeit einschläfern lassen. Ole hasste Autofahren (ihm wurde bis zum Schluss schlecht!), ein Womo hatten wir zu der Zeit noch nicht.
Nun war für uns klar, unsere 'Linie' gibt es nicht mehr, Labbies vom Züchter kamen für uns seitdem sie 'Mode' geworden waren auf garkeinen Fall mehr infrage, wir kannten etliche tolle Tierschutzhunde, also war klar, es wird ein Tierschutzhund von 'Retriever in Not'.

So kam 'Emma' zu uns. Acht Jahre alt, aus Vermehrerstation in Belgien, lange in Pflegestelle gesessen (weil relativ klein, schwarz und nicht mehr die Jüngste). Für mich war es Liebe auf ersten Blick, als ich sie im I-Net sah und dann aus der Pflegestelle in Berlin abholte. Klar war sie anfangs sehr vorsichtig, lebte sich aber dank Ole schnell ein und führt heute das Leben einer betagten, für ihr Alter noch sehr fitten Hundedame mit ihren 16 Jahren. Womofahren liebt sie, sie ist ein völlig unkomplizierter Reisehund!

Dann kam 'Louis' in unser Leben, ebenfalls von 'RiN' vermittelt als kleiner Labbi-Mix (nix von Labbi zu merken, eher kleiner Podenco-Mix, seeehr viel Jagdtrieb, geht ausschliesslich an der Leine) mit 1,3 J. Er war seeehr ängstlich anfangs, knurrte und bellte alle an - auch uns zuerst noch. Wir suchten uns sofort Hilfe bei einer erfahrenen Hundetrainerin. Mit ihrer Hilfe ist er nun - nach gut 2 J. bei uns - soweit, dass er mit uns auf Reisen gehen kann. Es ist aber ähnlich, wie hier schon geschrieben wurde... steht das Womo, ist es seine geliebte Hundehütte, fahren wir und womöglich fällt im Aufbau irgendetwas runter während der Fahrt oder der Kühlschrank geht ungesichert auf (hatten wir vor paar Tagen ;)) oder es gibt einfach nur ein ungewohntes Geräusch, dann bekommt er richtig Panik und die hält eine Weile vor (was ihm den Spitznamen 'Zitteraal' eingebracht hat :wink: ). Er ist einfach immer noch seeehr schnell wieder zu verunsichern und das wird sicher lebenslang bei ihm so bleiben. Deswegen ist für ihn ein stabiles Umfeld extrem wichtig. Ob wir dabei auf Reisen oder zuhause sind, ist für ihn relativ zweitrangig.

Last but not least ist seit letztem November noch 'Tuuli' in unser Rudel hereingeschneit... ebenfalls von 'RiN' vermittelt. Sie war zu der Zeit 8 Monate alt, also noch recht jung. 'Tuuli' ist ein echter Labbi-Mix (Wesen und Charakter 100% Labbi, leichte Abzüge in der B-Note (Aussehen)). Sie ist mein Nachwuchshund und völlig unbedarfter junger Hund - wie ein 'normaler' Junghund. Bei ihr ist von Traumatisierung nix zu merken. Sie ist einfach unkompliziert! Auto- und Womofahren ist garkein Problem mit ihr. Reinlegen, gleich pennen. Sie hat ihre Box, die sie heiss und innig liebt...

Also, Rasse- oder Tierschutzhund? Ich würde immer je nach dem angebotenen Hund und Nutzung/zukünftigem Umfeld entscheiden. Ob womotauglich oder nicht ist ebenfalls vom einzelnen Hund abhängig. Inzwischen nehmen wir selbst aus Überzeugung nur noch Tierschutzhunde.

Ich wünsche Euch allen eine hundefreundliche Reise und viel Spaß mit Euren Vierbeinern!

Anne (... derzeitig unterwegs im Baltikum mit Mann und unseren drei Hunden)

Standgaaaaas am 22 Jul 2016 12:28:29

Danke Andreas, nun können wir in eine Diskussion einsteigen!
Ich kommentiere mal nur ein Teil, sonst wird es zu lang für einen Beitrag.

FÜR Rassehund von gutem Züchter weil:
Ein Rassehund hat Papiere (siehe Def. Rassehund) und ich kenne zweifelsfrei die Ahnen, die Elterntiere sowieso.

- Prägephase richtig begonnen
Bei einem guten Züchter ist das gerade keine "Wundertüte". Da weiß ich genau was in den ersten Wochen passiert ist. Bei einem Hund aus dem Tierschutz weiß ich das nicht.

GEGEN Strassen-Mix:
Die sog. "UPS-Züchtungen" passieren häufig/überwiegend im lokalen Bereich. Dabei wird es viel häufiger vorkommen, das z.B. der Urgroßvater mehrmals im Spiel war.

Alle, wirklich alle Tierheime die ich kenne nehmen Hunde aus dem Ausland oder von anderen Tierheimen um die Auslastung und Durchsatz des Tierheims zu steigern. Denn daran hängt die Finanzierung des Tierheims.
Die Not der Tierheime kann ich verstehen, auch will ich NICHT die gut gemeinte Arbeit der Tierheime und Tierschützer in Frage stellen. Aber da ist doch was am System faul. Es kann und darf doch nicht sein, das unsere Tierheime die Probleme des ausländischen Tierschutzes (wenn man speziell bei einigen Ländern überhaupt von Tierschutz reden kann) übernehmen und durch unsere Steuern finanziert werden. Für mich ist ein Tierheim primär nicht dafür da, um Tiere zu vermitteln. Wenn ein Tier vermittelt werden kann, dann ist das zwar besonders gut, aber nicht der eigentliche Zweck. Der eigentliche Zweck ist doch viel eher, dem Tier noch ein lebenswertes Leben zu bieten, wenn es sonst nicht mehr möglich ist.

ät Volker:
Ok, da habe ich mich vielleicht nicht ganz klar ausgedrückt. Fehler der Vergangenheit kann man aber zukünftig vermeiden. Wenn du die Definition "Rassehund" für Blödsinn hälst, dann bringe doch bitte eine bessere Definition!

ät diverse:
Ich finde es sehr lobenswert, wenn sich jemand eines "Problemhundes" annimmt. Das sich dann daraus eine besondere Bindung/Beziehung entwickelt ist normal und auch gut. Jeder hat doch zu seinem Hund eine besondere Beziehung: Zehn Hunde auf dem Hundeplatz = Zehn die Besten Hunde der Welt. So muß es sein, egal woher der Hund kommt oder ob er "Macken" hat.

Gruß
standgaaaaas

Dooley am 22 Jul 2016 15:47:18

Unsere Hunde fanden/finden es immer toll, früher mit Wohnwagen, dann WoMo unterwegs zu sein. Ich glaube, das 24 Std. Eng Zusammensein gefällt. Obwohl ich immer zuhause war, sie also fast nie allein waren. Dazu kommt ein großes Grundstück, aber sie mögen es eng beim Camping.

Zuerst Perry, eine Labbi-Mix Hündin, die einfach überall dabei war, es gab uns damals nur im Dreierpack oder gar nicht. Sie ging mit 14.
Dann kam Mona, eine Husky-Collie (?) Dame. "Zucht" einer etwas merkwürdigen Familie, der Mann verschwand als die Frau zur Xten Geburt ging. Nachbarn hörten die Hunde, der Tierachutz holte die Hunde aus der Wohnung.
Ein Traumhund. Bauchspeicheldrüsenkrebs mit 4 Jahren..... Eine schlimme Zeit, ein schlimmer Tod.

Danach haben wir Lisa bekommen. Eine Frau die Tierschutz in MeckPom macht, hatte sie auf ihrer Web Seite.
Lisa wurde gefunden vom Ordnungsamt. Beim Kontrolle fahren sah man eine Sack an einem Graben fast im Wasser liegend. Der Sack bewegte sich und drin war Lisa, ein Welpe mit gebrochenem Hinterbein. Sie wurde zum Tierarzt gebracht um sie zu töten, denn das Ordnungsamt wollte natürlich keine Kosten haben. Der doc weigerte sich, Lisa wurde in Norderstedt operiert.
Sie ist ein Husky-Malamute Mix. Hat von beiden etwas. Das wird vermutet, da sich in der Nähe ihres Fundortes ein "Züchter" beider Rassen befindet.
Lisa sollte nicht allein bleiben und so kam Dooley zu uns aus MeckPom, ein Sib. Husky. Gefunden im verschlossenen Stall einer verlassenen Schweinemästerei. Verwahrlost, vermutlich. Kettenhund, Angst vor Männern. Beinen, Gartengerät und und und.
Es dauerte lange, aber er ist ein toller Familienhund geworden. Und Lisas ein und alles.
Inzwischen fast 15, überstandene Kehlkopf-OP, beide Beine TTA operiert, empfindlicher Magen .... Locker ein Kleinwagen im Laufe der Zeit ...
Er genießt sein Leben.
Dann wollte ich einen Schoßhund, bekam ihn auch. Er kam mit Mama und 9 Geschwistern aus Bukarest an die gleiche Stelle wie Lisa und Dooley. Er wuchs und wuchs. Inzwischen könnte seine Mama unter ihm durchlaufen. Alle Geschwister verschieden groß, anders im Fell.
Lieb, anhänglich, er will immer alles richtig machen. Leider lässt er sich von Fremden nicht berühren, nur von uns. Aber das klappt gut.
Er ist auch ein Pechvogel, glaubt, er kann Wespen fressen, rast gegen Zaunpfähle beim toben usw.

Seit 1 Jahr hat er Morbus Addison, was wir aber inzwischen gut im Griff haben. Mit den richtigen Medis kann er alt werden, mein -immer noch kleiner-großer.

Ja, das sind und waren unsere Tierschutz Vierbeiner.

LG Dooley

Gast am 22 Jul 2016 15:54:07

Wir haben einen Mischling. Er hat seine Macken, aber nur weil wir es fuer Macken halten. Ob nun einer einen Reinrassigen oder einen Mischling hat, ist mir Wurst, so lange die Haltung ordendlich erfolgt.
Was wir auf unseren Touren an Hundehaltern treffen die ,, absolut keinen Plan`` von ihrem Hund haben, ist erschreckend. Aber da sollte man vielleicht mal ein Extra Thema aufmachen ueber das Verhalten der Hunde und speziell der Herrchen :) Das ist wichtiger als Zuechter oder Tierschutz.

Gruss

brainless am 22 Jul 2016 17:47:16

Standgaaaaas hat geschrieben:ät Volker:
Ok, da habe ich mich vielleicht nicht ganz klar ausgedrückt. Fehler der Vergangenheit kann man aber zukünftig vermeiden. Wenn du die Definition "Rassehund" für Blödsinn hälst, dann bringe doch bitte eine bessere Definition!



Hallo,

Natürlich halte ich die Definition "Rassehund" für Blödsinn - weil sie nicht biologisch, sondern rein bürokratisch basiert ist.
Eine Definition für "Rassehund" brauche ich nicht, weshalb sollte ich eine "bringen"?

Ich halte beide Deiner Links für unsubstantiiert, weil sie Meinung und Struktur des VDH vertreten und ich allein die Existenz des VDH für obsolet halte - genauso wie die Existenz von gewerblichen Züchtern, Dogshows, Pokalsammlern und anderem Blödsinn.

Der eine muß sich über sein Wohnmobil, der nächste über seinen Sportwagen, der dritte über Schmuck und der vierte über seinen "international erfolgreichen Rassehund" definieren: Mein Haus, meine Yacht, mein Rassehund. :mrgreen:



Volker


PS:
Ich frage mich, warum man bei so unwichtigen Lebewesen wie z.B. Hunden, Karnickeln, Wellensittichen und Hühnern strenge Zuchtregeln hat - jedoch bei uns Menschen jegliche Kopulationsregel außer Acht läßt.
Daß das letztere so ist, begrüße ich ausdrücklich.

wolfherm am 22 Jul 2016 17:55:14

Volker,

Du scheinst dich ja sehr gut mit dem VDH und seinem Wirken auszukennen. Woher kommt dein profundes Wissen?

Gast am 22 Jul 2016 19:08:25

Er ist Zuchtwart :D :D :D

Dooley am 22 Jul 2016 19:30:45

brainless hat geschrieben:

PS:
Ich frage mich, warum man bei so unwichtigen Lebewesen wie z.B. Hunden, Karnickeln, Wellensittichen und Hühnern strenge Zuchtregeln hat - jedoch bei uns Menschen jegliche Kopulationsregel außer Acht läßt.
Daß das letztere so ist, begrüße ich ausdrücklich.


Die Bezeichnung "unwichtiges Lebewesen" lasse ich jetzt mal besser unkommentiert, da ich keine Lust habe, mich auf solch eine Diskussion einzulassen.

Renate

brainless am 22 Jul 2016 19:33:39

wolfherm hat geschrieben:Volker,

Du scheinst dich ja sehr gut mit dem VDH und seinem Wirken auszukennen.





Danke für Deine Zustimmung,


Volker

wolfherm am 22 Jul 2016 19:43:32

Volker,

Du hast die Antwort auf meine Frage vergessen. Vielleicht könntest du das noch nachholen. Oder hast du nur mal wieder eine steile Behauptung in die Diskussion geschmissen?

harpya am 22 Jul 2016 20:15:02

Tipsel hat geschrieben:Naja, wenn ich Carl einfach laufen lassen tät, würde ihm einiges davon oder noch mehr vielleicht auch passieren.


Ich seh mich absolut nicht in der Lage jedesmal mit dem Hund ins Wasser zu springen
oder nur annährend seinem Lauftempo zu folgen.
Auch nicht ihm pausenlos auf den Hacken zu sein wenn er in einem 3-stöckigen Wohnhaus rumläuft.
Verrat mir den Tricks.

Was ist denn einfach laufen lassen, gehts auch schwierig ? :-)
Hund nur mit Leinenleben ?
Nie, der muss ja eine Macke bekommen.
Bischen artgerecht sollte man die Tiere schon halten.

harpya am 22 Jul 2016 20:25:58

brainless hat geschrieben:wenn man als gesichert betrachten kann, daß alle unsere Hunde Nachkommen von Wölfen sind, interessiert es mich, wie Du "reinrassig" definieren willst.

Volker


Nach deiner Definition sind eben alle Hunde Wölfe, nur verschiedene Ausprägungen.
Die biologische Rassedefinition hat aber wenig damit zu tun.
"Eine aktuelle Definition von Rasse (in genetischem Zusammenhang) ist: „Eine phänotypische und/oder geographische abgegrenzte subspezifische Gruppe, zusammengesetzt aus Individuen, die eine geographisch oder ökologisch definierte Region bewohnen, und die charakteristische Phänotyp- oder Gen-Sequenzen besitzen, die sie von ähnlichen Gruppen unterscheiden. Die Anzahl der Rassengruppen, die man innerhalb einer Art unterscheiden möchte, ist gewöhnlich willkürlich gewählt, sollte aber dem Untersuchungszweck angemessen sein.“[2] Diese Definition geht wesentlich auf den Genetiker Theodosius Dobzhansky zurück.[3]

Die zunehmende Meidung des Begriffs beruht vor allem auf der Verwendung für Menschenrassen. Dieses Konzept wurde und wird bis heute als Begründung für Rassismus herangezogen. Nach Forschungen zur Genetik menschlicher Populationen ist das Konzept der Menschenrasse wissenschaftlich überholt, Anthropologen und Humangenetiker vor allem in den USA verwenden ihn aber zum Teil weiter "wiki

Rasse ist schlicht eine Gruppierung.
Musst du eigentlich überall polemisieren wo du auftauchst ?

Tipsel am 22 Jul 2016 20:48:54

harpya hat geschrieben:Was ist denn einfach laufen lassen, gehts auch schwierig ? :-)
Hund nur mit Leinenleben ?
Nie, der muss ja eine Macke bekommen.
Bischen artgerecht sollte man die Tiere schon halten.


Ich denke du verstehst, was ich meine. Carl ist natürlich nicht ständig an der Leine, aber ich entscheide, wo er rennen darf, und wann er angeleint wird. Und genau das wird jeder verantwortungsbewusste Hundehalter tun.

Carl könnte auch im Haus in 3 Stockwerken rumrennen, aber alleine tut er das eigentlich nie. Oben sind Sport- Büro- und Schlafräume, was will er da, wenn da niemand ist?
Er darf auch in den Garten, die Tür ist immer offen, und er ist keinesfalls ein Hund mit ständigem Leinenzwang, sondern da, wo wir denken, es könnte für ihn gefährlich werden weils Gelände unübersichtlich und fremd ist, wird er angeleint. In Ortschaften sowieso.

Davon stirbt er nicht und bekommt auch keine Macke. Er hat trotzdem noch genügend Freilauf, denn wir suchen unsre Urlaubs- und Wochenendziele danach aus, dass Carl auch auf seine Kosten kommt.

Und ob Hundehaltung überhaupt artgerecht ist..... :nixweiss:

Gast am 22 Jul 2016 22:33:49

Ein Hund mit einem Ausgepraegtem Jagttrieb wird haeufig beim Freilaufen ausbuechsen wollen. Hier sollte man als Hundhalter wachsam sein. Ganz wichtig, die Jagt geht immer nach vorne raus. Ein Hund der noch nicht 100 % hoert, hat hinter Herrchen zu laufen. Das Herrchen fuehrt an. Wenn der Hund hinter Herrchen laeuft, sieht man ziemlich schnell wie er sich entspannt und der Schwanz nach unten geht.
Laeuft der Hund vorn, dann ist er wachsamer und angespannt. Erkennt man gut an der Haltung des Schwanzes. Ein Hund den man noch nicht aus einer Jagtsituation abrufen kann, sollte man nicht mehr als 2 Meter vor sich laufen lassen und genau im Auge behalten. Gehen die Ohren nach vorn und bekommt z.b. wie meine eine leichte Runzelstirn, dann ist sofort zu Handeln. Denn dann ist etwas anvisiert und nur 1 sek spaeter ist es zu spaet. Hinterher rufen bringt dann nix mehr.
Gewisse Ventile braucht der Hund aber auch. Z.b. das buddeln nach Maeusen oder auch im spiel Vollgas dem Stoeckchen nachjagen.

Wenn man sich mit dem Verhalten und der Denkweise von Hunden auseinander setzt und immer am Ball bleibt, dann ist man auf dem besten Weg einen ausgeglichenen zufriedenen Hund zu haben. Man darf nie vergessen das die eigene Anspannung und Laune sich auf den Hund uebertraegt. Mich wundert nicht das viele Hunde gestresst reagieren wenn das Herrchen genauso aufgeregt an der leine zerrt und den Hund zu textet.

Wer etwas unsicher ist, der sollte sich einmal Privatstunden ohne andere Teilnehmer bei einem Hundetrainer nehmen. Danach seht ihr euren Hund aus einem anderen Blickwinkel.


Gruss

Gast am 22 Jul 2016 22:51:07

ät Velledalen
Danke für die "Gebrauchsanleitung" zur Erziehung von Hunden mit Jagdtrieb.
Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass es Menschen gibt die meinen für alles und jedes eine pauschale Erklärung zu haben.
Ausserdem Thema verfehlt - setzen! :D

Gruß
Andreas

cbra am 22 Jul 2016 22:51:58

sooo schlimm isses nicht. die leine hängt die meiste zeit durch, ausser gegen ende der morgenrunde, da will sie heim fressen und ich bin ihr zu langsam ;)

freilaufen geht bis zu einem radius 100 - 200 m problemlos.

enten sind mittlerweile aus ihrem beuteschema draussen, auch die nachbarskatzen werden nicht mehr sofort auf den baum geschickt, ausser sie latschen auf die falsche seite der werkstatttüre ;) da habe ich aber den eindruck dass beute seiten checken was geht, und mittlerweile sieht das mehr nach spiel / ritual aus.

klar ist kurzzeitig zu erkennen wenn sie los will - vorausgesetzt es ist hell genug ;)

und ja - auch hier werden die letzten paar prozent die schwierigsten sein - von ca 300 ausgängen 3x ausgebüxt, sind zwar 3x zu viel relativ gesehen für den anfang aber nicht so schlecht.

vielleicht bin ich aber auch nur zu besorgt - bei meinem ersten hund sagte uns der jäger beim vorbeigehen am gartenzaun "ich hab schon eine kugel für euren hund..." der hat aber nie gewildert. meine antwort ist nicht publizierbar, aber auch in dieser gruppe (jäger) gibt es einen gewissen anteil sonderbarer gestalten. meinem kumpel wurde beim endurofahren nachgeschossen - einschlag am moped. zwar in den 70ern, aber das vergisst man nicht.

und der hund muss das dann ausbaden...

jedenfalls bin ich immer noch nicht schlauer ob mir/uns GPS / Fernsteuerung eher vorteile oder nachteile bringt.

cbra am 22 Jul 2016 22:54:22

Bodimobil hat geschrieben:...
Ausserdem Thema verfehlt - setzen! :D

Gruß
Andreas


ich dann wohl auch - dachte beim lesen von velles antwort wir sind im anderen thread... etronik

harpya am 22 Jul 2016 22:57:24

Tipsel hat geschrieben:Ich denke du verstehst, was ich meine.
Carl könnte auch im Haus in 3 Stockwerken rumrennen, aber alleine tut er das eigentlich nie. Oben sind Sport- Büro- und Schlafräume, was will er da, wenn da niemand ist?


Kommt auf den Hund an, unser erster Schäferhund war selbständig sehr pflichtbewusst, ungefähr alle Stunde machte er einen Kontrollgang durch ganze Haus.
War immer zur Stelle wen er gebraucht wurde, hat zb die Kleinen an der Kleidung zuückgezogen wenn sie seiner Meinung nach zu dicht am Bach hinter dem Haus spielten oder der Strasse zu nahe kamen.
Hat auch nicht gespielt, war ständig wachsam was sein Rudel treibt.
Sehr diszipliniert , Futter ständig verfügbar, frass nur eine bestimmte Menge und gut.
War aber auch der Einzige mit so einem Verhalten von vielen.
Und sehr konsequent, stellte mal einen Einbrecher Freitag Nacht, dummerweise war er alleine (konnte immer in den Garten).
Sonntag abend kamen wir dann zurück, da stand der Hund immer noch über dem Mann, nur gestellt.
Hat etwas gestunken das Ganze nach 2 Tagen.

Tipsel am 22 Jul 2016 22:59:43

cbra hat geschrieben:
ich dann wohl auch - dachte beim lesen von velles antwort wir sind im anderen thread... etronik


Hab mich vorhin auch vertan, allerdings im anderen Thead :oops: ;D

Erziehung hat so vielfältige Seiten, wie es Hunde gibt. Genau wie bei der Erziehung unsrer Brut. Man muss sich drauf einstellen, denn pauschal gibts kein Rezept.
Uns hat ein Trainer den Hund mit 5 Monaten versaut. Auch das gibts. Wir arbeiten heute noch an seiner Unsicherheit. Also an der Unsicherheit von Carl, der Trainer ist nun keiner mehr ;D

Tipsel am 22 Jul 2016 23:05:34

Harpya, du kannst aber sowas nicht von einem anderen oder jedem Hund erwarten, denn ich kenn keinen, außer Lassie, der so reagiert. Und auch Lassie wurde darauf geschult.

Hunde handeln instinktiv. Meiner verbellt jeden am Zaun (Revierverhalten, von mir verbockt), aber als nachts bei uns einer rein wollte, lag Carl entspannt bei uns im Bett, denn hier war unser Revier und er war nicht zuständig :kuller: Klasse, gell. Er hat seine Lektion gelernt. Hier ist unser Revier ;D

Gast am 22 Jul 2016 23:19:15

Bodimobil hat geschrieben:ät Velledalen
Danke für die "Gebrauchsanleitung"

Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass es Menschen gibt die meinen für alles und jedes eine pauschale Erklärung zu haben.
Ausserdem Thema verfehlt - setzen! :D

Gruß
Andreas


Gebrauchsanweisung? Das sollte es nicht sein. Pauschale Erklaerung? Ich weiss wovon ich rede bzw schreibe. Haettest du Ahnung von Hunden, dann haettest nicht so eine Antwort geschrieben.
Thema verfehlt? Laut Threadueberschrift ja. Aber laut Threadverlauf nicht.
Ich werde es aber jetzt hier zum Thema Hund genauso halten wie draussen auf der Strasse wenn wir andere Hunde treffen. Klappe halten, Seite wechseln weiter laufen.

Tipsel am 22 Jul 2016 23:28:33

Tja, bei Kindererziehung, Schulmedizin/Alternativen und Hundeerziehung gibts kein Patentrezept und auch keine Einigung in Diskussionen, sondern lediglich Anregungen zum Nachdenken.
Wer heilt hat Recht :D

Und jeder wird mit seinem Hund glücklich sein, egal, welche Macke er hat. Auch wir haben Macken und funktionieren nicht nach Schema F, sondern haben eine eigene Persönlichkeit. Fragt nicht, was Peter an mir alles gerne aberziehen würde, und ich an ihm :kuller:
Aber solange wir niemanden damit schädigen passt das. Beim Hund auch. Er muss mit uns kompatibel sein, dann ist alles gut.

harpya am 22 Jul 2016 23:35:29

Bodimobil hat geschrieben:ät Velledalen

Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass es Menschen gibt die meinen für alles und jedes eine pauschale Erklärung zu haben.
Gruß
Andreas

Das hab ich mir bei den Pädagogen in der Schule und Politikern auch immer gedacht :-)

harpya am 22 Jul 2016 23:38:55

Tipsel hat geschrieben:Harpya, du kannst aber sowas nicht von einem anderen oder jedem Hund erwarten, denn ich kenn keinen, außer Lassie, der so reagiert. Und auch Lassie wurde darauf geschult.


Hab ich ja auch geschrieben, 1 von 1000.
Tiererarzt , ausser den übliche Impfungen, Fremdwort.
Hat sich auch seinen Schlafplatz vor dem Schlafzimmer von Frauchen selbst gewählt
und ist nach seiner letzen Runde da friedlich eingeschlafen.
Züchtung "vom Holzheimer Eichwald", 1964.

Lassie war doof, Collie.
Es gab rund 25 Lassies von denen jeder einen Trick konnte.

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