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Erfahrungen mit Trenntoilette 1 ... 37, 38, 39, 40, 41, 42


schaschel am 13 Jan 2022 20:15:23

Hin und her überlegt, den obligatorischen großen Zettel gemacht mit Pro auf der einen und Contra auf der anderen Seite, hier und an anderen Stellen Informationen eingeholt und Meinungen gehört. Hier haben wir Aufmunterung erfahren, aber auch ein wenig Ernüchterung, wenn ich an meine Bedenken sowie die Antworten von Tinduck und Mikesch denke. Unsere Voraussetzungen sind da halt auch ein wenig abweichend von den allgemein üblichen. Wir hätten zwar seltener die "Feststoffentsorgung" am Bein, aber Wasser, Abwasser und insbesondere der Pipibottich sind trotzdem regelmäßig dran. Und ob nun die V & E oder die großen Mülleimer häufiger entlang unserer Wege anzutreffen sind, kann ich nicht zuverlässig abschätzen. Nach Abwägung aller für uns entscheidenden Dinge haben wir nun entschieden, den serienmäßigen Topf erstmal weiterhin zu benutzen.

Wichtig ist uns, vom Einsatz der blauen Grütze wegzukommen, wollen weniger Schadstoffe verwenden. Bei der TT kaufen wir uns für einen strammen Geldbetrag nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile ein, müßten zudem beim Wiederverkauf des Mobils mit Einbußen rechnen, ggf. wieder zurückbauen und in der Zwischenzeit den Serienbottich irgendwo einlagern. Und die Ziele weit weg und fernab von V& E werden für uns noch für ein Weilchen eher die Ausnahme als die Regel sein. Also begnügen uns bis auf Weiteres mit zwei Cassetten, nachgerüstetem SOG und biologischem Sanitärzusatz mit Mikroorganismen ohne Formaldehyd & Co.

Allen, die sich hier an unseren Überlegungen mit Rat und Erfahrung beteiligt haben, dafür vielen Dank.

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Tinduck am 14 Jan 2022 14:25:54

Ist auch meine Quintessenz. Solange wir in Europa (und damit eigentlich niemals ausserhalb der normalen Reichweite von V/E) bewegen, tuts die Cassette - oder deren mehrere. Ich hab damit bezüglich Ekel/Entsorgung kein Problem, das scheint ja bei vielen eine Rolle zu spielen, die sich Alternativen einbauen.

bis denn,

Uwe

Navigatore am 14 Jan 2022 14:31:26

Das sehen wir auch so und haben deshalb von der doch mühseligen Trennerei Abstand genommen.

Dazu kommen für uns die Umweltaspekte. Dass sich jemand seinen Urinbehälter auf den Rücken schnallt und sich mit dem Fahrrad auf die Suche nach einer öffentlichen Toilette macht oder seinen Urlaub nach den Standorten von Kläranlagen plant, dürfte wohl eher zu den absoluten Ausnahmen zählen. Ich tue mich schwer damit, den Behälter in die Büsche zu kippen oder einen Beutel mit unseren angetrockneten "Geschäften" irgendjemandem in die Tonne zu werfen.

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veop2 am 14 Jan 2022 17:01:31

Mehr oder weniger vorurteilsbehaftete Meinungen gibt es ja viele zum Thema; Berichte über erfolgreiche Umbauten auch. Viele berichten, dass sie den Umbau so vorgenommen haben, dass sie mit wenig Aufwand zurückbauen können (so wie wir auch). Bislang habe ich noch von niemandem gelesen, der tatsächlich zurückgebaut hat, oder habe ich was überlesen?

conga am 14 Jan 2022 17:22:02

Ich verstehe nicht, warum es schwieriger sein soll, einen Urinbehälter (<10 Liter) zu entsorgen als eine stinkende 20 Liter Kassette. Die möchte ich mir wirklich nicht auf den Rücken schnallen.

Gast am 14 Jan 2022 17:40:26

conga hat geschrieben:Ich verstehe nicht, warum es schwieriger sein soll, einen Urinbehälter (<10 Liter) zu entsorgen als eine stinkende 20 Liter Kassette. Die möchte ich mir wirklich nicht auf den Rücken schnallen.


So sehe ich das auch, Urin ist Harnstoff, manche bezahlen viel Geld dafür, wenn es Dünger heißt. Urin kann man auch in jeder Toilette entsorgen, die Chemiegülle dagegen nicht. Manche mit großen Fäkaltanks lassen die Brühe auch einfach in den Gulli laufen (live schon 2x gesehen) das Klärwerk wird´s schon richten. Die Feststoffe kann man verschieden entsorgen, zu Haus z.B in den Kompost oder in einer selbst zersetzenden Tüte in den Biomüll oder die Gartentanne freut sich auch über etwas Humus.

Ich kenne keinen der auf TTT umgerüstet hat, der es je bereut hätte, von daher glaube ich eher, das die ewigen Nörgler, sich einfach nicht wirklich mit der Materie befasst haben. Ich habe mich 1 Jahr damit auseinandergesetzt und meine Eigenbau TTT steht einbaufertig im Keller.

Gruß

andwein am 14 Jan 2022 18:25:01

bigben24 hat geschrieben:Urin kann man auch in jeder Toilette entsorgen, die Chemiegülle dagegen nicht. Gruß

Meine Antwort für alle TTT, Kassetten- und Festtanktoilettenbenutzer:
Ich finde, man sollte auch mit der Zeit gehen und nicht die alten und teilweise falschen Vorurteile immer wieder hochkauen.
Fakt ist: Die Chemie hat schon seit Jahren den blauen Engel und schädigt weder Toilette noch Klärwerk
Fakt ist: Die Chemiegülle kann in jeder Toilette entsorgt werden.
Fakt ist auch: je nach Verweildauer in der Kassette stinkt das Zeug
Seit doch einfach objektiv! Ja, die TTT hat für viele Vorteile, sie hat aber auch Nachteile. Auch eine Festtanktoilette und eine Kassettentoilette haben Vorteile, aber auch Nachteile. Das ist doch nicht schlimm, jede Medaillie hat halt zwei Seiten, oder?
Gruß Andreas

Gast am 14 Jan 2022 23:57:49

andwein hat geschrieben:[
Meine Antwort für alle .....
.... jede Medaillie hat halt zwei Seiten, oder?
Gruß Andreas


Ja Andreas, Du hast natürlich Recht. Es liegt aber eben auch immer an der Sicht des Betrachters. WIR (subjektiv) sehen es halt im Moment so, das (bei uns) die Chemie nach 2-3 Tagen schlicht und einfach erbärmlich stinkt! und uns zwingt eine Entsorgung anzufahren, die wir eigentlich nicht wollen. In sofern ist die TTT mit einer Entsorgungsnotwendigkeit von 2 - 3 Wochen anstatt 2 - 3 Tagen mit Faktor 8 - 10 und der Option einer anderen Entsorgung, um eben nicht auf einen CP fahren zu müssen, ein großer Gewinn an Flexibilität, vor allem bei längeren Reisen.

Wer das nicht will / braucht auch OK, halt jeder wie er mag.


Gruß

Fledermaus am 15 Jan 2022 00:32:31

andwein hat geschrieben:
Fakt ist: Die Chemiegülle kann in jeder Toilette entsorgt werden.

Gruß Andreas


Servus
Fakt ist auch das der Schwarzwassertank an der Grauwasserentsorgung entsorgt werden kann.

Ich finde es schön das es verschieden Systeme von Toiletten gibt, für den einen ist das gut für den anderen das. Sollte doch kein Problem sein.

JoergZ am 21 Jan 2022 20:07:27

bigben24 hat geschrieben:...
WIR (subjektiv) sehen es halt im Moment so, das (bei uns) die Chemie nach 2-3 Tagen schlicht und einfach erbärmlich stinkt!
...

Das würde ich nicht als subjektiv bezeichnen:
Wir haben uns bereits nach 1 Tag am Gestank gestört. Sowohl der Chemie wie auch den Inhalten.
Jetzt riecht es weder während dem Geschäft noch bei der Entsorgung und so finden wir das total entspannt.
Übrigens auch kein Risiko mehr mit schlecht abgedichten Cassetten-Schächten, wo Grütze in die Spalten laufen könnte...
Aber wir wollen niemanden bekehren. Jeder macht es so, wie er es mag.
LG Jörg

bert am 21 Jan 2022 22:33:13

Bei meinem Selbstbaukasten war es eher der Platz der mich zur TTT geführt hat.
Weiters natürlich das nicht wirklich Wasser für die TTT benötigt wird.

Die Dusche sollte voll nutzbar sein ohne das WC und das Waschbecken dauern abwischen zu müssen.
Beide können beim duschen auf Schwerlastauszügen im Stauraum versenkt werden.
Wassergeschützt ist das ganze durch eine Nirotür.

Die große Langzeiterfahrung fehlt noch.
Bin selbst schon gespannt. Sicherheitshalber habe ich ein Kabel für einen Ventilator in den Stauraum vorgesehen.
Den kann ich dann rasch nachrüsten und über den Boden entlüften.
Habe hier schon einige gute Ansätze bzgl. Aktivkohlefilter gesehen.

Der orange Kübel ist Platzhalter und wird noch gegen einen dichtgeschweissten Nirokübel getauscht.

bert


OscRa am 22 Jan 2022 09:41:08

Habe an die 2 Jahre mit mir gehadert bevor ich auf TTT umgebaut habe. Konnte nicht glauben das es laut Berichten vieler TTT-Benutzer nicht riecht/stinkt.
Habe sogar vorher einen Stinke-Test gemacht, mit gutem Ergebnis.
Habe nun doch umgebaut, komplett neuer Aufbau in Bastelarbeit. Benutze es nun über 3 Jahre und kein einziges mal bereut das ich es machte.

Es hat ein halbes Jahr gedauert bis der Chemie-Geruch verschwand, was für mich sehr störend war. Nun riecht es ganz leicht nach Sägemehl aus dem Behälter daneben mit dem ich das "Geschäft" abdecke. Der Abzug über einen Kohlefilter läßt auch keinerlei Gerüche im Raum entstehen.
In den mehr als 3 Jahren kein einziges mal Probleme mit der Entsorgung gehabt, einen Container findet man immer.
Im großen ganzen eine richtige Entscheidung für mich. Nie wieder Chemie.
LG

bert am 22 Jan 2022 11:02:26

Entlüftest du über einen Aktivkohlefilter in den Wohnraum?
Das würde mich interessieren.
Vielleicht hast du da Fotos und eine kurze Erklärung dazu.

Das ist noch der offene Punkt bei mir.
Habe mir die Möglichkeit eines Lüfters vorbereitet.
Der Bus ist fast fertig, die richtig längeren Touren folgen erst im Frühjahr.

bert

Gast am 22 Jan 2022 20:21:53

bert hat geschrieben:Entlüftest du über einen Aktivkohlefilter in den Wohnraum?
Das würde mich interessieren.
..

bert

Ich baue ja gerade, deshalb erlaube ich mir mal zu antworten. In den Innenraum zu entlüften ist glaube ich kontraproduktiv. Da könnte im "worst case" etwas Zoogeruch im Raum zu riechen sein, das will glaube ich keiner. Ich ziehe angewärmte Luft aus dem Wohnraum (unter Sitzbank) - durch das WC - durch einen Aktivkohlefilter - durch den Boden nach außen (unten)

Gruß

bert am 22 Jan 2022 21:29:36

Danke für deine Antwort.

So ähnlich habe ich mir das auch vorgestellt.
Einige entlüften über relativ große Aktivkohlefilter in den Innenraum.
Andere wieder nicht und die nächsten behaupten es stinkt gar nicht.

Wenn ich mich da an meine Kassette erinnere hat die schon gemüffelt.
Leider fehlt mir die praktische Erfahrung und ich will mir alle Möglichkeiten offen halten.

Darum interessieren mich die verschiedenen Ansätze.
Ich hätte ja gerne über das Dach entlüftet, aber das war mir aus platztechnischen Gründen zu Mühsam.

bert

JoergZ am 22 Jan 2022 21:38:54

Entlüften der Trenntoilette immer nach außen. Bevorzugt durch den Boden oder durch das Dach.
Dabei muss das Rohrende 90°zum Fahrzeug aufweisen. Ansonsten arbeitet der Fahrtwind oder stärkerer Wind alles in die andere Richtung. Aktivkohle ist wurscht. Kommt unter Umständen zu wenig raus, was zum Problem werden könnte. Eher etwas gegen Ungeziefer vorsehen. Z.B. habe ich mir den Filter vom Sog ausgeschnitten, der wirkungsvoll gegen Plagegeister wirkt, jedoch genug Luftdurchsatz gewährt. (Kieselgur falls doch...)
Auch gut, wenn der Lüfter sich regeln lässt. So kann er geräuscharm arbeiten und bei Konkurrenz wie z. B. Dachlüftereinsatz in der Dusche etc. noch etwas an Leistung zulegen.
Viel Freude an der chemielosen TT
Jörg

bert am 22 Jan 2022 22:19:46

Danke für die Info. Ich hoffe ich zerpflücke den Thread nicht.
Aber ich denke die Infos sind für alle wichtig.

Wenn man ohne Aktivkohle entlüftet müffelt es dann nicht in der Nachbarschaft ums Auto?

bert

Gast am 22 Jan 2022 22:59:08

bert hat geschrieben:...

Wenn man ohne Aktivkohle entlüftet müffelt es dann nicht in der Nachbarschaft ums Auto?

bert

Aus guten nachbarschaftlichen Gründen würde ich auf Kohlefilter nicht verzichten. Man muß nur aufpassen, das die Aktivkohle den Luftdurchsatz des Lüfters nicht zu sehr reduziert , mit der mögliche Folge das der "Dung" zu feucht bleibt. Die richtige Dosis haben ein guter Kollege aus AT und ich noch nicht gefunden. Kohleflies ist noch eine Option, aber da ich noch nicht eingebaut habe, fehlt mir der "Realduft", als Grundlage :mrgreen:

Gruß

Fledermaus am 22 Jan 2022 23:24:37

Servus
Über das Dach entlüften, dann brauchts keinen Filter.
Auch bei der Sog für die Bongobox, ist kein Filter über Dach vorgesehen, jedoch ist er erforderlich bei Wand und Boden Entlüftung.

Funktioniert über Dach ohne Filter bei mir mit der Bongobox ohne das es muffelt beim Womo.

OscRa am 23 Jan 2022 01:58:56

bert hat geschrieben:Entlüftest du über einen Aktivkohlefilter in den Wohnraum?

Ich habe den kompletter Raum, da wo vorher die Kassette war und jetzt der Urin-Kanister, und der Feststoff-Behälter, komplett abgedichtet und in die Klappe einen Lüfter mit Filter eingebaut. Die Luft wird durch die "Brille" eingesaugt und nach außen geleitet. Mußt nur drauf achten das der Lüfter sehr leise ist.
LG

bert am 23 Jan 2022 08:52:06

Danke OscRa!

Wenn so viele Leute wieder daran werken wird das schon werden.
Über Dach wäre meine erste Wahl gewesen, das schaffe ich im Bus nicht.
Aber ich habe eine Selbstbauversion mit Abflussmaterial für Hausinstallationen gesehen.
Zum öffnen gebaut um die Aktivkohle zu wechseln.
Bei mir kommt noch die Problematik dazu das meine Truhe auf Schwerlastschienen sitzt.
Da habe ich aber schon eine flexible Schlauchleitung.
In die Seitenwand will ich nichts bohren somit wird es durch das Bodenblech verlegt werden.

bert

OscRa am 23 Jan 2022 14:49:51

bert hat geschrieben:In die Seitenwand will ich nichts bohren somit wird es durch das Bodenblech verlegt werden.

Ich denke Du weißt was unter dem Boden zu machen ist wegen dem Fahrtwind? Ich meine ein gewinkeltes Rohr nach hinten. Sonnst hast Du alles wieder im Raum.
Grüße, Osc

bert am 23 Jan 2022 14:54:43

Ja, werde ein 75° oder 90° Stück nach hinten schauen lassen.
Als Schutz gegen Insekten und Mäuse werde ich ein feinmaschiges Drahtgitter anbringen.

bert

Acki am 24 Jan 2022 15:14:06

Da ich einen Camper-Freund mit "Fäkaler Berührungs-Angst" habe, wollte ich diesen etwas in seiner Findungsphase betreffend einer Alternative zur Kassetten-Toilette unterstützen.
Beim Studium einer dieser Alternativen (Trenn-Toilette) stösst man unweigerlich auf gewisse Versprechungen von Herstellern und Beschreibungen von Anwendern :wink:

Daher ein paar eigene Gedanken dazu ...

Inzwischen gibt es Anbieter, die verleihen für Anlässe, sanitäre Überbrückungen und Katastropheneinsätze nicht nur die klassischen Toitoi mit Tank und Abpumpservice, sondern eben auch Trenntoiletten (siehe auch Erbeben Haiti etc.).

Wir wissen ja, dass in unseren Fäkalien auch Ausscheidungsprodukte drin sind, die man nicht weiter verbreitet haben möchte: Schwermetalle, Medikamente und deren Rückstände, insbesondere auch Antibiotika, Mikroorganismen, zum Teil auch krankheitserregende.
Aufgrund dessen wurde ja bei uns auch das Ausbringen von Klärschlamm als Düngemittel vor ungefähr 15 Jahren verboten und eingestellt!

Nun beschreibt der Betreiber der Trenntoiletten-Anbieter sein Vorgehen mit dem abgeholten Material als Entgiftung (nicht näher spezifiziert) und Kompostierung der gesammelten Feststoffe. Dabei wird eine Kompostierungszeit von 4 Monaten angegeben. Danach spricht man von Humus, welcher bedenkenlos als Gartenerde verwendet werden kann.
So war damals auch in etwa das Vorgehen und die Zeitdauer im Garten meiner Eltern beim Kompostieren (ohne Fäkalien) ... scheint also realistisch zu sein.
Nach dieser Zeit sind dann zum Beispiel auch keine E.coli Bakterien und ähnliche problematischen Mikroorganismen mehr in dem Humus!

Alles was da vorher in diesem Feststofftank einer Trenntoilette geschieht und resultiert kann nach 3-4 Wochen nicht als unproblematischer Stoff - und schon gar nicht als Humus - bezeichnet werden ... und hat demzufolge wohl nichts im Garten oder in der Natur zu suchen!

Auf welche Art man dann diesen "Sondermüll" entsorgt, dürfte wahrscheinlich eine Grauzone und wohl wieder das Thema einer eigenen Diskussion sein ...

P.S. ... inzwischen tendiert mein Freund zu einer "Cinderella" :wink:

babenhausen am 24 Jan 2022 15:58:38

hier beschreibt ein Beitrag die Entsorgung und die hygienisch unbedenkliche Verarbeitung Trockentoiletteninhalt im größeren Stiel .

--> Link

Kernzitate daraus:
"Diese Inhalte werden dann auf den Recycling-Hof gebracht, dort so behandelt und erhitzt, dass die Schadstoffe entfernt werden, also Krankheitserreger, aber auch Arzneimittelrückstände oder Fehlwürfe,.....


Auf den Recycling-Höfen werden die gesammelten Inhalte der Trockentoiletten auf etwa 70 bis 80 Grad erhitzt, damit es keine Seuchengefahr gibt. Die Flüssigkeit läuft durch einen Filter, in dem aktivierte Kohle enthalten ist. An der Oberfläche der Kohle werden die Schadstoffe festgehalten.

Es kommt also auf die richtige Nachbehandlung an,dann ist auch eine TT absolut unbedenklich,einfach in die grüne Tonne ist ein grober Fehler...

Wenn man sich überlegt wie vor etwas mehr als 100 Jahren sich in D die Cholera verbreitet hat und die erst durch Kanalisation in Griff zu bekommen war...

JoergZ am 24 Jan 2022 21:56:22

babenhausen hat geschrieben:...
Wenn man sich überlegt wie vor etwas mehr als 100 Jahren sich in D die Cholera verbreitet hat und die erst durch Kanalisation in Griff zu bekommen war...

das ist aber nur die halbe Wahrheit:
es handelte sich um verseuchte offene Brunnen, aus denen sich die Allgemeinheit mit Trinkwasser versorgte.

Unser Trinkwasser wird sicher nicht verunreinigt durch TTT-Nutzer, selbst wenn der Anteil auf 100% springen würde.
Eher das Gegenteil ist der Fall, da (belastete) Fäkalien hier nicht in die Kanalisation gelangen, dessen Wasser nach Aufbereitung und Zumischung von Grundwasser wieder in den Frischwasserkreislauf gegeben wird.

Fledermaus am 24 Jan 2022 22:04:34

Servus
An ein solches Trinkwasser will ich gar nicht denken.....
Wir haben in Österreich so tolles Gebirgsquelwasser...
Und nicht so aufbereitet wie die Nordmitteleuropäer....
Obwohl von diesen oft über die schlechte Wasserqualität der südlichen Länder geschrieben wird. kopfschüttelnd

:thema:
Ordentlich entsorgt unserer Hinterlassenschaften sollte es für die Umwelt die geringsten Probleme geben. Hirn einschalten

Das mit der Sinderella ist schon gut, aber der CO2 Ausstoß......

Acki am 26 Jan 2022 10:01:25

Fledermaus hat geschrieben:...
Das mit der Sinderella ist schon gut, aber der CO2 Ausstoß......

Und meinst Du, dass bei der Kompostierung kein CO2 entsteht?! :gruebel:

babenhausen hat geschrieben:..
Kernzitate daraus:
"Diese Inhalte werden dann auf den Recycling-Hof gebracht, dort so behandelt und erhitzt, dass die Schadstoffe entfernt werden, also Krankheitserreger, aber auch Arzneimittelrückstände oder Fehlwürfe,.....


Auf den Recycling-Höfen werden die gesammelten Inhalte der Trockentoiletten auf etwa 70 bis 80 Grad erhitzt, damit es keine Seuchengefahr gibt. Die Flüssigkeit läuft durch einen Filter, in dem aktivierte Kohle enthalten ist. An der Oberfläche der Kohle werden die Schadstoffe festgehalten.
..

Das tönt natürlich aus Sicht von Hygiene und Umweltbelastung sehr schlüssig ... aber im Vergleich zum Camping-TTT-Verhalten scheinen da zwei völlig unterschiedliche Welten vorzuliegen ...

JTLorsch am 26 Jan 2022 11:57:51

Langsam wird der Thread amüsant.

Der Sch...muss irgendwo hin und jeder überlegt wie umweltfreundlich man das am besten macht.
Korken rein. Feddisch ;-)

Fledermaus am 26 Jan 2022 22:20:25

Servus Acki

Beim Satz von der Sinderella hab ich das :lach: vergesse . ...

Ein jedes WC ist gut und hat Nachteile, richtig Entsorgung vorausgesetzt.

jochen-muc am 27 Jan 2022 09:03:43

Navigatore hat geschrieben:Das sehen wir auch so und haben deshalb von der doch mühseligen Trennerei Abstand genommen.

Dazu kommen für uns die Umweltaspekte. Dass sich jemand seinen Urinbehälter auf den Rücken schnallt und sich mit dem Fahrrad auf die Suche nach einer öffentlichen Toilette macht oder seinen Urlaub nach den Standorten von Kläranlagen plant, dürfte wohl eher zu den absoluten Ausnahmen zählen.



Navigatore hat geschrieben: Ich tue mich schwer damit, den Behälter in die Büsche zu kippen oder einen Beutel mit unseren angetrockneten "Geschäften" irgendjemandem in die Tonne zu werfen.


Sorry Jörg aber jetzt hab ich mal ein paar Fragen

1) was ist den "mühselig" an der "Trennerei" ? Das Du deinen "Liebespfahl" nicht nach hinten schwenkst wenn Du aufs Klo gehst ? Oder das Du den Schieber zumachst ? Oder was ?

1) Hast Du Kinder und wohin habt Ihr damals die Windeln geworfen ? Oder waren das Baumwollwindeln und ihr habt die gewaschen ? Und das da (im Gegenteil zur TTT auch viel Plastik etc.
dabei ist , hast Du schon auf dem Plan ? Und falls Du Hunderl hast, die Kackbeutel die in den Müll geworfen werden, was meinst was damit passiert ? Und erklär mir doch bitte wo ein TTT
Benutzer sich mehr Gedanken um die Umwelt machen muss als ein Chemibenutzer ?

2) Der Urinbehälter kann doch in jeder Toilette problemlos und ordentlich entsorgt werden, mach das mal mit der üblichen Cassette ! Ich finde es ja erstaunlich, dass Du meinst, dich wegen der Entsorgung einer TTT im Urlaub einschränken zu müssen, aber wie machst Du das den mit dem Chemibongozeugs ? Sammelst Du das in 10 Behältern bis du zu einer Entsorgungssation kommst wo Du diese Hinterlassenschaften ordentlich wegbekommst ?


Und sorry Leute aber wollt ihr wirklich als Dieselwohnmobilfaherer über den CO2 Ausstoß diskutieren welche eine Verbrennungstoilette verursacht ?????

Wobei ich das Argument der Kompostierung bei der TTT eigentlich auch als affig empfinde, dazu reicht die Zeit nie und nimmer. Das mag evtl möglich sein, wenn man die Toilette im Wochenendhäuschen nutz oder im Schrebergarten aber im WOMI gehts meiner Erfahrung nach nicht..............aber was macht das ?

Wie gesagt der Urin kommt einfach in jede Toilette die auf dem Weg liegt, egal ob das an der Tanke auf dem CP oder sonst wo ist
Und wenn dann nach einer Weile (und das ist eine viel größere Weile als beim Bongo) der Kackbereich entsorgt werden muss, dann kommt das Zeug in die Mülltonne und wird genauso wie jeder anderen Restmüll einfach verbrannt. Entweder in einem Plastikbeutel ( uuups ich pöser Umweltterrorist) oder wer dann sein Gewissen zu sehr belastet kann es ja auch in eine festen Papiertüte füllen :roll: Weil dieses Zeug stinkt einfach nicht.

Navigatore am 27 Jan 2022 09:28:21

Ach Jochen,

immer die selben müden und bagatellisierenden Rechtfertigungen für die Umweltsünden: Windeln, Tiere, andere machen doch auch ...

immer dieselben plakativen Stigmatierungen der Cassettennutzer: ChemieBongo ...

immer dieselben Behauptungen zu angeblich vorteilhaften Entsorgungszyklen

Wir haben zwei Cassetten, kommen damit zu zweit locker 6 bis 7 Tage aus, benutzen schon lange keine Chemie mehr und fahren genauso wie die allermeisten Womo-Nutzer spätestens nach 6 bis 7 Tagen einen SP oder CP an, weil der Wassertank leer ist.

Ich muss nix mit meinem Liebespfahl anstellen, kein Toilettenpapierorigami betreiben, nach zwei Tagen eine Urinkanne irgendwo hinschütten, irgendjemanden Exkremente in die Tonne werfen oder kriege gar Kopfschmerzen, wenn ich mal Durchfall habe, weil dann das ganze System zusammenbricht, sondern ... einfach Schieber auf und Schieber wieder zu und alles kommt danach dort hin, wo es hingehört

egau7 am 27 Jan 2022 10:03:55

Hallo Jörg, du sprichst mir sowas von aus der Seele.

Wer glaubt denn wirklich an die ordentliche Entsorgung der Urinkanne beim Großteil der Benutzer :lol: ?
Toller Name übrigens.
Wer wirft denn heute noch Chemie in sein Bongo wenn es doch SOG gibt
und alle paar Tage sowieso gelehrt wird?
Ich habe auf jeden Fall viel erfahren und bin mit meiner Toilette einfach zufrieden
weil ich jetzt sehr gut informiert wurde und mir zur Urinkanne einfach MEINEN Teil denke.

LG vom Georg

andreasnagel am 27 Jan 2022 10:18:25

Sehr gut!

Dann können die beiden TTT-Ablehner Jörg (Navigatore) und Georg (egau7) ja endlich aufhören, diesen Thread vollzusch...

Viele Grüße,
Andreas

giraffengero am 27 Jan 2022 10:36:29

andreasnagel hat geschrieben:Sehr gut!

Dann können die beiden TTT-Ablehner Jörg (Navigatore) und Georg (egau7) ja endlich aufhören, diesen Thread vollzusch...

Viele Grüße,
Andreas

das wäre auch für mich wünschenswert und sehr hilfreich, da ich objektive Erfahrungen hier lesen möchte.

Gast am 27 Jan 2022 10:47:30

andreasnagel hat geschrieben:Sehr gut!

Dann können die beiden TTT-Ablehner Jörg (Navigatore) und Georg (egau7) ja endlich aufhören, diesen Thread vollzusch...

Viele Grüße,
Andreas

Danke, dafür ein PLUS - die beiden haben es ja auch schon geschafft den anderen Faden zu kapern und mit dazu beigetragen, das er geschlossen wird.
Sie könnten ja einen eigenen Faden aufmachen, sowas wie "Mein Bongo und ich" oder sowas in der Richtung.

Gruß

bert am 27 Jan 2022 13:03:48

Dann wieder zurück zum Thema.
Was verwendet ihr eigentlich als Streumittel?
Habe eine Selbstbaut TTT mit dem Trobolo Trenneinsatz.
Man liest ja vom Kleintierstreu über Sägespähne und sogar Kackpulver :D .

JoergZ am 27 Jan 2022 16:57:01

(staubarme) Kokosfasern: Link zum eBay Artikel

bert am 27 Jan 2022 17:34:54

Zerbröseln die oder wie kann ich mir das vorstellen.
Das andere Streugut ist ja locker.

Reinholderich am 27 Jan 2022 17:40:38

JoergZ hat geschrieben:(staubarme) Kokosfasern: Link zum eBay Artikel


Staubarm aber nur weil du den Ziegel(!) mit Wasser aufgeweicht hast. Wir benutzen Catsan.

conga am 27 Jan 2022 17:47:52

Auch Kokosfaserbrickets, aufgelöst. Bin geruchsmäßig sehr zufrieden, riecht nach Torf, nicht nach Bongo.

babenhausen am 27 Jan 2022 17:54:06

Nachdem hier gerade einige auch katzenstreu verwenden hier auch einige Sätze zur Entsorgung:


Katzenstreu über den eigenen Komposthaufen entsorgen
Will man Katzenstreu kompostieren, gilt Ähnliches wie bei der Entsorgung über die Biotonne. Ausschließlich kompostierbare Reststreu ohne Verschmutzung sollte in den Kompost gelangen. In den Haushaltskompost gehören nur pflanzliche Stoffe. Exkremente von Fleischfressern, wie es die Katzen sind, enthalten mitunter schädliche Bakterien, Würmer und andere Bakterien, die den Komposthaufen verseuchen könnten. Die Parasiten werden im Kompost nicht beseitigt, weil er die dafür notwendigen Temperaturen nicht erreicht. Wenn Sie mit diesem Humus später im Garten düngen, breiten sich die Eier der Schädlinge weiter aus. Es gilt also: Kompostierung nur auf eigene Gefahr – wir raten davon ab.

Zusammenfassung
Katzenstreu niemals durch die Toilette entsorgen. Bei Rohrschäden durch unsachgemäße Entsorgung von Katzenstreu werden Sie zur Kasse gebeten.
Die beste Methode, um Katzenstreu zu entsorgen, ist über den Hausmüll.
Die Entsorgung über die Biomülltonne ist kritisch, da nur sauber getrennte Reststreu im Biomüll landen darf. Die Bestimmungen dazu sind von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich.
Die Entsorgung über den Kompost ist ebenfalls problematisch, da auch hier, wie beim Biomüll, nur kompostierbare, sauber getrennte Reststreu entsorgt werden darf. Wir raten davon ab.


U

Zitat aus:

--> Link

Fakt Katzenkot (oder auch Kot von anderen Fleischfressern..so auch der Mensch)hat nach Ansicht des Herstellers von Katzenstru nichts auf dem Gartenkompost zu suchen

Leider gehen die Verfechter und auch die Hersteller dieser Toiletten nur sehr beschränkt oder gar nicht auf die Entsorgungsproblematik ein Im Gegenteil manche faforisieren sogar die Entsorgung auf dem Kompost

walch am 27 Jan 2022 19:18:24

Servus,
der letzte Beitrag bzgl. Katzenstreu und mögliche Gefahrenlage: Da mach ich mir jetzt schon Sorgen, da in unserem Garten etliche Nachbarskatzen immer wieder ihre festen bzw. flüssigen Geschäfte verrichten. Ist dann mein Garten ernsthaft verseucht und unser Enkelkind sollte nicht mehr auf dem Rasen Spielen?
Jetzt bin ich aber verunsichert :eek: :roll:
Grüße Hans

wolfherm am 27 Jan 2022 19:32:21

walch hat geschrieben:Servus,
der letzte Beitrag bzgl. Katzenstreu und mögliche Gefahrenlage: Da mach ich mir jetzt schon Sorgen, da in unserem Garten etliche Nachbarskatzen immer wieder ihre festen bzw. flüssigen Geschäfte verrichten. Ist dann mein Garten ernsthaft verseucht und unser Enkelkind sollte nicht mehr auf dem Rasen Spielen?

Grüße Hans



Ja, da solltest du dir mal Gedanken zu machen. Das ist nicht lächerlich.

Reinholderich am 27 Jan 2022 19:33:51

walch hat geschrieben:Da mach ich mir jetzt schon Sorgen, da in unserem Garten etliche Nachbarskatzen immer wieder ihre festen bzw. flüssigen Geschäfte verrichten. Ist dann mein Garten ernsthaft verseucht und unser Enkelkind sollte nicht mehr auf dem Rasen Spielen?


Dein Beispiel hat doch so garnichts mit dem von "babenhausen" beschriebenen zu tun. Oder bringen die Nachbarskatzen die Streu mit?

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