Hallo,
so seit vergangenen Freitag haben wir die KLOFT Retarder PK im
Wohnmobil eingebaut.
Der Einbauort ist in etwa auf halber Strecke zwischen Getriebe und Hinterachsdifferential eingebaut.
Einbauzeit ca. 5 Stunden. TÜV-Abnahme noch am selben Tag vor Ort.
Hat also alles prima geklappt.
Ggf. störend könnte sich der Einbauort erweisen, da der Retarder recht groß und etwa ähnlich tief hängt wie das Hinterachsdifferential. Ich denke, dass ein Rampe oder ähnliches zu einem Problem werden könnte und hoffe, dies mit der Luftfederung an der Hinterachse ausgleichen zu können.
Fahrbericht:
Auf der Fahrt zurück von Limburg / Lahn nach Solingen waren 4 größere Gefällstrecken inkl. einer starken Gefällstrecke zurückzulegen. Hier hat sich die Retarderbremse bereits sehr positiv bemerkbar gemacht.
Die starke Gefällstrecke musste vor Einbau so befahren werden, dass der zweite Gang eingelegt war und auf einer Strecke von 2 km ständig die Fußbremse betätigt werden musste um nicht schneller als die vorgeschriebenen 30 (ich gebe zu 40 gefahren) km zu werden. Mit der Retarderbremse musste ich nicht ein einziges Mal auf die Bremse drücken.
Genial ist die Funktion, dass bei betätigter Retarder die Bremslichter leuchten. Weiter ist die Gasannahme verhindert sodass nicht versehentlich gebremst (Retarder) und
Gas gegeben werden kann.
Das Steuergerät des Retarders reagiert ebenfalls auf das ABS sodass bei gleichzeitig gedrückter Bremse und aktivierendem ABS auch der Retarder ausschaltet.
Leider war der Einbau nicht ganz billig...
Auch wenn ich den Umstand berücksichtige, dass mit dem Retarder auch ganz normale Bremsvorgänge wie heranfahren an eine Ampel u.ä. getätigt werden können und sich damit der Verschleiß von Bremsbelägen deutlich reduziert, werden wir wohl einige 100.000 Kilometer fahren müssen, damit sich die Investition lohnt.
Bei Bergabfahrten im Gebirge ist aber in jedem Fall ein weit besseres Gefühl und Sicherheitsgewinn festzustellen. Insbesondere meine Frau ist nun sehr erleichtert.
Das serienmäßige Bremssystem ist bei solchen Fahrten mehr als überfordert.
Unsere erste Passfahrt nach Meran (war glaub ich der Reschenpass) hat uns in Meran noch am selben Tag zum Iveco-Händler zur Bremsbelagskontrolle und anschließendem Wechsel geführt.
So - wie versprochen - ein kleiner Bericht.
Wer weiter gehendes Interesse hat - ich beantworte gerne alle Fragen.
Viele Achim