WERNER1953 am 18 Dez 2016 14:49:56 Hallo, wir beabsichtigen, zur Zeit der Mitternachtssonne, etwa im Juli 2017, zum Nordkap zu fahren. Berufsbedingt haben wir aber nur 3 Wochen Zeit. Folgende Fragen: 1) wie weit ist es aus dem Grossraum Dortmund bis dorthin? Bei google maps konnte ich das nicht finden. 2) welche Strecke bietet sich an? Fähren möchten wir möglichst vermeiden und z.B. über die großen Brücken von Dänemark und Schweden fahren. 3) Wo kann man gefahrlos übernachten? Gibt es Stellplatz? Frei in der Natur stehen möchten wir aus Sicherheitsgründen nicht? Soll man eine Campingkarte kaufen, um günstiger zu übernachten, ggfs.welche? 4) Wie dürfte das Wetter sein? Welche Kleidung braucht man? 5) Reichen 2 volle Gasflaschen? Wo bekommt man passende Gasflaschen und wie welchem Preis? 6) Funktioniert Handy- bzw. mobile internet Verbindung? Welche Karte sollte man ggfs. zur Kostenersparnis kaufen?
WERNER1953 am 18 Dez 2016 14:53:16 ERgänzung:
Die Frage 1 hat sich erledigt. Nach google maps sind es 3041 km
phoenix am 18 Dez 2016 15:23:39 [quote="WERNER1953"]Hallo, 2) welche Strecke bietet sich an? Fähren möchten wir möglichst vermeiden und z.B. über die großen Brücken von Dänemark und Schweden fahren. 3) Wo kann man gefahrlos übernachten? Gibt es Stellplatz? Frei in der Natur stehen möchten wir aus Sicherheitsgründen nicht? Soll man eine Campingkarte kaufen, um günstiger zu übernachten, ggfs.welche? 4) Wie dürfte das Wetter sein? Welche Kleidung braucht man? Hallo Werner, zu 2) wieso eigentlich keine Fähren, sie sind zum Teil günstiger als die Brücken, für uns ist es eine willkommene Unterbrechung der langen Autofahrt. zu 3) Norwegen und Schweden sind eigendlich ideale Länder zum Freistehen besonders in der warmen Jahreszeit, wer die Augen offenhält findet immer ein schönes ruhiges Plätzchen. Sicherheitsbedenken hätte ich nur entlang der Fernstraßen z. B. an Autohöfen, und das auch nur im Süden. Ansonsten sind Norwegen und Schweden absolut sicher. zu 4) beim Wetter mußt Du auf alles gefasst sein, einfach für alle Eventualitäten die richtige Kleidung mitnehmen, ist im Wohnmobil doch kein Problem. Im Juli kannst Du über 30 Grad und Sonnenschein, unter 10 Grad und Dauerregen oder im Gebirge unter 5 Grad mit Restschnee am Straßenrand haben. Nicht entmutigen lassen für uns ist Norwegen das geilste Urlaubsland in ganz Europa, und das bei jedem Wetter. Viel Spaß wünscht Franz-Bernd
pedaulm am 18 Dez 2016 15:28:10 Wir sind Mitte Juni letzten Jahres von Ulm aus zum Nordkap gefahren, und haben dabei die folgende Route genommen: (1) Von Soltau via A7 und Storebelt-Brücke nach Kopenhagen, Übernachtung: Absalon Copenhagen Camp (GPS: 55°40'17", 12°26'6") (2) Von Kopenhagen via Öresund-Brücke nach Gränna, Übernachtung: Grännastrandens Camping (3) Von Gränna nach Stockholm, Übernachtung: Stellplatz Linnegatan/Frederikshovsgatan (GPS: 59°20'4", 18°5'42") (4) Von Stockholm nach Sundsvall, Übernachtung: Fläsians Camping & Stugor (GPS: 62°21'30", 17°22'11") (5) Von Stockholm nach Gammelstad (bei Lulea), Übernachtung: Stellplatz Kirchdorf (GPS: 65°38'53 , 22°1'42) (6) Von Gammelstadt nach Sodankylä, Übernachtung: Camping Nilimella Sodankylä (GPS: 67°25'2", 26°36'25") (7) Von Sodankylä zum Nordkap, Übernachtung: SP Nordkap Plateau (GPS: 71°10'4" , 25°46'53") Meiner Erinnerung nach gab es nur in Sodankylä Rabatt mit der Camping Key Europe (CKE).
WERNER1953 am 18 Dez 2016 17:02:50 Hallo Franz Bernd,
kann man mit Sommerreifen fahren oder braucht man Winterreifen im Juli ?
LG Werner
Beefeater57 am 18 Dez 2016 17:28:54 Geht problemlos mit Sommerreifen,ich war selbst 3 mal da oben und hatte niemals zu dieser Jahreszeit Schnee.
Bernd
rolfblock am 18 Dez 2016 17:31:01 Die Camping Key wurde in Schweden auf dem Campingplatz nicht akzeptiert. Aber einen Campingplatz braucht man nur als Eintrittspreis für den Meerzugang. In Norwegen hab ich noch nie auf einem Camping- oder Womoplatz gestanden. Du brauchst eine Kreditkarte mit Geheimzahl. Drei Wochen für das Nordkap sind eine Tortur. Selbst die Lofoten sind zu weit für 3 Wochen. Lohnt das Nordkap überhaupt, oder sind die Lofoten nicht erholsamer?
Beefeater57 am 18 Dez 2016 17:49:48 Das ist natürlich die Gretchenfrage.Ich war selbst auf verschiedenen Strecken 3 mal da oben,würde mich jemand fragen warum ich mir das in jeweils auch nur drei Wochen angetan habe wüßte ich keine wirklich gute Antwort.Wenn Du oben bist stehst Du auf dem Felsen und siehst aufs Meer,wenn wie so oft Nebel ist siehst Du fast nichts und wenn ein Kreuzfahrer im Hafen von Honningsvaag liegt und die Busflotte aufs Plateau fährt siehst Du auch nicht mehr viel.Das ist die eine Seite,die andere ist das das Nordkap etwas mystisches hat und wenn man die Sonne genau über der Weltkugel sieht ist das ein unvergesslicher Anblick. Allerdings sollte man bedenken das NK ist nicht der nördlichste Punkt sondern das Nordkyn,einige Kilometer entfernt. Ich habe auf der Fahrt dort hin immer die Fähre Kiel-Göteborg genommen und ich habe mir die Fahrt mit der Fähre durch den Sognefjord nach Geiranger nicht entgehen lassen,sie ist so ziemlich die schönste Fahrt die man mit einer Fähre machen kann. Die Entscheidung muß jeder selbst treffen,NK und zurück in 3 Wochen ist keine Erholung.
Bernd
phoenix am 19 Dez 2016 14:45:06 WERNER1953 hat geschrieben:Hallo Franz Bernd,
kann man mit Sommerreifen fahren oder braucht man Winterreifen im Juli ?
LG Werner
Hallo Werner, wie Bernd schon schrieb, brauchst Du im Juli keine Winterreifen, der Schnee, der im Juli noch zu sehen ist, liegt nur am Straßenrand und ist der Rest des Räumgutes vom Winter. Die Sommereifen sollten aber in gutem Zustand sein, daß Risiko in Norwegen einen Plattfuß zu bekommen ist nicht zu unterschätzen, wir hatten bei ca. 10 Norwegentouren zweimal das Glück. Drei Wochen fürs Nordkap ist zwar knapp bemessen, für jemandem mit normalen Urlaubsanspruch, der gerne eimal dort gewesen sein will, aber durchaus zu schaffen. Ich würde auf dem schnellsten Weg durch Schweden, versuchen in vier bis fünf Tagen dort oben zu sein, dann hast Du ja noch über zwei Wochen für die gemütliche Rückfahrt entlang der norwegischen Küste. Viel Spaß und zeig uns Bilder Franz-Bernd
Tinduck am 19 Dez 2016 16:08:32 Wir wohnen auch in Dortmund und haben die Tour 2004 ebenfalls in 3 Wochen runtergerissen. Ist kein Hexenwerk, man muss sich nur darüber klar sein, was man sehen will.
Wir sind hoch durch Norwegen gefahren (Anreise über die Brücke, dann durch Schweden nach Oslo, rüber nach Bergen und dann die Küste entlang über die Lofoten bis zum Nordkap, Autobahn nur, wenn es nicht anders ging, waren insgesamt vielleicht 100 km) und zurück durch Finnland und Schweden. Hinfahrt 2 Wochen und 2 Tage, zurück in 5 Tagen. In F und S gibts im Vergleich mit Norwegen eh nicht soo viel zu sehen :D
Sommerreifen reichen, 2 Gasflaschen auch. Wir waren damals ausschliesslich auf CPs (waren wir vom Wowa noch so gewohnt) und es war nie ein Problem, einen zu finden.
Insgesamt sind wir 8000 km gefahren, ich schätze mal, hoch war es ein bisschen mehr als runter. Wenn man jeden Tag um die 300 km fährt, ist es leicht zu schaffen, wegen der vielen Fähren über die Fjorde und Tempo 80 sollte man aber 5 bis 6 Stunden Fahrzeit am Tag einplanen. Am ersten Tag durch Dänemark durch natürlich mehr Kilometer, wir sind bis nach Schweden rein am ersten Tag und dann kürzere Etappen.
Als Karte hatten wir einen Reiseführer mit Landkarten, von APA Guides, glaub ich. Ist aber heute wohl gestrig.
Mobilfunknetz weiss ich nicht, war damals noch kein Thema und ist heute bestimmt schon anders.
Noch ein Tipp: Nördlich von Bergen immer rechtzeitig tanken, spätestens bei halbleerem Tank. Da gibts ausserhalb der Orte nicht mehr viele Tankstellen, und die liegen auch gern abseits der Strasse in irgendwelchen Dörfern, und die Landstrasse zieht sich... wir sind einmal mit Dieseldämpfen an die Zapfsäule gerollt und haben 83 Liter in den 80-Liter-Tank gefüllt :lach:
bis denn,
Uwe
teamq am 19 Dez 2016 22:47:52 Wir sind auch Kiel-Göteborg gefahren, spart einige km und man kommt morgens ausgeruht an und kann auf die Straße. Wir hatten reichlich 4 Wochen, haben aber den Abstecher Kirkenes-russische Grenze und die Nordkynhalbinsel mitgenommen. Da wir unbedingt auch am nördlichsten Festlandspinkt vorbei wollten und die Wanderung dorthin bei dem Wetter uns alles abverlangt hätte, sind wir von Kjollefjord nach Mehamn eine Station Hurtigrute gefahren. Wenn wir auf direktem Weg hochgefahren wären, wären wir von Göteborg in 4-5 Tagen oben gewesen. Göteborg - Enånger Borka Brygga etwas südlich Hudiksvall Stellplatz am Gästehafen, von dort nach Haparandahamn, auch wieder Stellplatz am Gästehafen. Von dort nach Ukonjärventie am Inarisee Campingplatz Ukonjärven. Dann folgten bei uns 3 Übernachtungen rechterhand der Norkaproute. Wenn man dann direkt weiter nordwärts fährt, sind es vom Inarisee noch etwa 400 km. Zurück sind wir dann an der norwegischen Küste und hatten eigentlich nur bis Trondheim geplant und den Rest in einem weiteren Urlaub. Hatten dann aber Wir haben uns auf der ganzen Tour sicher gefühlt und in Norge auch viel freigestanden. Campingplätze findet man ohne Probleme. Campingkarte hatten wir zwar, aber nur 1-2 x im Einsatz. Gasflasche 2x11kg sollte für 3 Wochen reichen. Wir haben 1x nachfüllen lassen (Alugas) auf den Vesterålen. Unter LPGNorge.no hat man die Stationen. Bezahlt haben wir wenn ich mich recht erinnere 250 NOK. Wetter, am Nordkap 2°, Regen quer, 80 kmh Wind, Nebel mit kurzen Auflockerungen. In Schweden am Heimweg 28° und Sommer. Zum Telefon - wir sind T-Mobile Nutzer und haben unsere Flats auch im Europäischen Ausland. Da Norwegen da auch dabei ist, mussten wir uns gar keine Gedanken machen. Alternativ könnte man diese Option für knapp 20 Knöppe für 1 Monat buchen. Muss es bei anderen Anbietern wohl auch geben. Verbindung war nicht immer 100%ig, vor allen Dingen abseits der typischen Wege, aber nicht so, dass es uns störend wurde.
Viel Spaß, wir waren total begeistert und werden uns irgendwann wieder bis ganz oben aufmachen. Haben ja jetzt freien Eintritt da Mitglied im Royal North Cape Club. Braucht man nicht, aber der Spaß war es uns wert.
Beefeater57 am 20 Dez 2016 19:46:29 Wart Ihr auch in Hammerfest? Ich bin seit dem Mitglied in der " Royal and Ancient Polar Bear Society",muß man auch nicht haben,macht aber auch spaß.
Bernd
skysegel am 20 Dez 2016 20:08:34 Tinduck hat geschrieben:Mobilfunknetz weiss ich nicht, war damals noch kein Thema und ist heute bestimmt schon anders.
Die Mobilfunkabdeckung in Norwegen ist selbst in entlegenen Tälern praktisch lückenlos. Wenn man das erlebt hat, weiß man, wie miserabel die Netzabdeckung bei uns ist. Ulli
sternleinzähler am 20 Dez 2016 20:36:36 Nicht nur Telefon geht super, auch Digitales Radio (DAB+) hat kaum Ausfälle. (In D selbst entlang der Autobahn!)
Efraim am 20 Dez 2016 21:07:39 rolfblock hat geschrieben: Du brauchst eine Kreditkarte mit Geheimzahl.
Hallo, ich war in den letzten Jahren häufiger in Norwegen (allein drei Mal in diesem Jahr, und kommende Woche geht´s noch mal rauf) und habe kein einziges Mal die Geheimzahl gebraucht. Unterschrift hat immer gereicht. Sogar für´s Softeis mit Erdbeeren im Januar in Brennoysund ;D . Gruß Martin
skysegel am 20 Dez 2016 21:45:00 Efraim hat geschrieben:ich war in den letzten Jahren häufiger in Norwegen (allein drei Mal in diesem Jahr, und kommende Woche geht´s noch mal rauf) und habe kein einziges Mal die Geheimzahl gebraucht. Unterschrift hat immer gereicht. Sogar für´s Softeis mit Erdbeeren im Januar in Brennoysund ;D . Gruß Martin
Ich hab beim Tanken an Selbstbedienungstankstellen IMMER die Geheimzahl gebraucht. In Geschäften aber in der Tat nie. Ich hab in vier Wochen Norwegen (und Schweden) nur einmal Bargeld gebraucht. Im Lofoten Museum in Kabelvag. Ansonsten alles mit Kreditkarte, sogar für Briefmarken. Ohne Kreditkarte ist man da aufgeschmissen. Rechnet nicht damit, dass ihr Bargeld am Automaten bekommt. Außerdem gibt es da kaum noch welche. In Kirkenes, direkt nach meiner Einreise sozusagen, hab ich versucht, Bargeld am einzigen Automaten der Stadt zu ziehen. Der wollte nicht. War aber wie gesagt kein Problem. Die paar Kronen in Kabelvag hatte ich noch als Kleingeld von der vorhergehenden Reise 2012. Ulli
hast29 am 21 Dez 2016 07:26:36 Hallo, wir hatten auch "nur" 3 1/2 Wochen. Sind allerdings über den Inlandsvägen ( Schweden) hoch. Wir hatten uns vorgenommen eine Woche hoch, eine Woche oben und eine Woche runter. Es war eine tolle Tour, würden wir jederzeit wieder machen. Beim Wetter hatten wir fast alles bis auf Schnee. Zurück sind wir über Finnland und ich habe mich mal mit dem Weihnachtsmann bekannt gemacht. Insgesamt hatten wir 7800 km auf der Uhr. hier findest du unseren Reisebericht --> Link
WoMo81 am 21 Dez 2016 09:35:03 Hey!
Wow, toller Plan.
Wäre auch mal etwas für uns. Aber ich befürchte mit unserem kleinen, alten Sören brauchen wir das gar nicht erst versuchen... :lach:
Also vielleicht später mal. :ja:
Als Nordland Fan würde es mich aber definitiv mal reizen!
Gruß, René
Beefeater57 am 21 Dez 2016 13:17:44 Was für ein Wohnmobil habt Ihr denn?
Bernd
WoMo81 am 21 Dez 2016 13:52:51 Beefeater57 hat geschrieben:Was für ein Wohnmobil habt Ihr denn?
Bernd
Hallo Bernd! Falls du mich meinst, dann ist unser Sören ein 93er Dethleffs mit kurzem Radstand (Talento), ergo mit dem kleinen 1,9er Saugdiesel. Und ich denke um Strecke zu machen und binnen 3 Wochen hoch und wieder runter zu kommen, wird das nix werden oder wenn, dann zumindest nicht entspannt... Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Im August 2017 wollen wir erstmal Schweden erkunden. Man muss sich ja auch mal Ziele für später setzen! :ja: Gruß, René
teamq am 21 Dez 2016 23:12:53 Beefeater57 hat geschrieben:Wart Ihr auch in Hammerfest? Ich bin seit dem Mitglied in der " Royal and Ancient Polar Bear Society",muß man auch nicht haben,macht aber auch spaß.
Bernd Ja, Hammerfest waren wir auch, aber den Eisbärenclub haben wir irgendwie nicht realisiert. Hätten wir aber wahrscheinlich auch noch gemacht .
|
|