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Hallo, ich bin neu hier und habe mal ein paar Fragen zum Thema Stromversorgung im Wohnmobil. Da es Batterien, Generatoren und Solar betrifft weiß ich nicht, ob das hier der richtige Bereich ist (falls nicht bitte ich einen Moderator mich in den entsprechenden Bereich zu verschieben).
Kurz zu meinem Hintergrund: Ich bin was Elektrotechnik betrifft nicht ganz unerfahren und plane ein Expeditionsmobil zu bauen.
Kommen wir nun zu meinem Problem: Ich will meinen Aufbau über mehrere Stromquellen gleichzeitig versorgen. Und zwar mit einer PV-Anlage (4 x 250 Wp), einem Windgenerator (500 Wp), einer Lichtmaschine (~1500 Wp) und Landstrom. Vorgestellt habe ich mir das ganze wie folgt: - Während der Fahrt soll die Batteriebank (3,5 kWh nutzbar) im Aufbau durch die Lichtmaschine und die PV-Anlage gespeist werden. - Im Stand soll der Aufbau über ein Batterietrennrelais vom Fahrzeug getrennt werden. Die Energie für die Batteriebank soll dann über die PV-Anlage und den ausklappbaren Windgenerator geliefert werden. - Hat man Zugang zum 230 V Stromnetz soll mit diesem die Batteriebank geladen und die 230 V Verbraucher gepeist werden. - Steht kein externes Stromnetz zur Verfügung, werden die 230 V Verbraucher über einen Wechselrichter aus der Batteriebank versorgt.
Als Problem sehe ich, die verschiedenen Energiequellen in einer Art Laderegler zu "bündeln". Ich hatte mir bisher überlegt, die Energiequellen mittels MPPT, B2B Ladern und Netzteil auf eine einheitliche Spannung (12 V) zu wandeln und zu bündeln. Die einzelnen Energiequellen würde ich durch Dioden voneinander zu entkoppeln und dann in eine Art Laderegler (im Prinzip wie die einfach aufgebauten Solarladeregler mit Anschlüssen für Quelle, Batterie und Last) einspeisen, welcher dann die Batteriebank (vermutlich LiFePO4) und die Lasten versorgt.
Hat jemand von Ihnen so etwas in dieser Art schon einmal realisiert und könnte mir ein paar Tipps geben?
Die größte Problematik sehe ich bei dem Laderegler, weil ich hierzu nach langer Recherche noch nichts brauchbares gefunden habe. Perfekt wäre ein Laderegler, der über einen Monitor die aktuellen Betriebszustände und Batteriekapazität visualisiert. Vermutlich gibt es so etwas schon und ich habe es nur nicht gefunden...
Ich habe schon Lösungen gesehen, in denen die gebündelten 12 V der verschiedenen Quellen zusammen mit der Last einfach an die Batteriebank angeschlossen wurden - also ohne Laderegler. Bei diesem Aufbau habe ich aber Störgefühle und habe Angst, dass die Batteriebank durch die ungeregelte Ladung (auf Dauer) Schaden nimmt.
Der Rest (Inverter, Umschaltung von Inverterstrom auf Netzstrom, etc.) sehe ich als relativ unkompliziert an.
Das 230 V Stromnetz wird je nachdem wie die örtlichen Gegebenheiten sind auch durch ein 5 kVA Dieselaggregat (kein Inverteraggregat) ersetzt. Hier bin ich mir aber noch unsicher, wie gut die Elektronik eventuelle Spannungs- und Frequenzschwankungen verkraftet. Vielleicht hat auch hier jemand Erfahrung, weil in der Literatur scheiden sich was das betrifft offensichtlich die Geister.
In den Anhang habe ich zum besseren Verständnis noch eine grobe Skizze beigefügt.
Vielen Dank für eure Unterstützung
Mit freundichen Grüßen
U1300l
PS: Zerreißt mich bitte nicht für die Skizze, ich weiß, dass die keiner Norm entspricht ;-)
Moin, da haste Dir ja richtig was vorgenommen. Und am Ende dann ein Nicht-Inverter, also max ein Konverter, der Deine aufwändige Elektronik zerschiesst. Du redest selbst von "MPPT-Solarreglern" und "Wp". Warum sollten Windrad und PV-Anlage denn eigentlich nicht direkt an die "Batteriebank" angeschlossen werden über den MPPT-Regler? Warum willst Du das Ganze denn noch einmal zusätzlich abregeln und noch ein B2B-Lader dazwischenkklemmen? Nach Deiner Skizze regelst Du ja Alles noch einmal.
Machs mal genauer, bitte. Fragen kostet nichts. :)
Bis dahin ein "Herzliches Willkommen" hier im Forum. :)
gespeert am 20 Jan 2017 04:50:27
Deine Schaltung ist zu kompliziert und aufwaendig sowie fehleranfaellig. Schliesse einfach alle Ladequellen parallel auf die Aufbaubatterie. Natuerlich laeuft alles ueber den Batteriemonitor, Bmv 712, um alles im Blick zu haben.
Solar, Wind, Netzlader haengen parallel. Der Wechselrichter haengt direkt an der Batterie und ueber Vorrangschaltung am Netz.
Der Aufbau ist mit der Basis ueber die Aufbauschnittstelle sauber verbunden.
Anzeige vom Forum
silver34 am 20 Jan 2017 07:45:04
So ganz unrecht hat er mit der Regelung nicht.
Aber nicht aus dem Grund die er angibt!
Bei 400Ah heißt es das er maximal 40 - 80 A an laden kann (je nach Batterieart, wenn nicht Li-Batterien -> die könnten bis 400 A).
Die Schaltung der Zeichnung ist natürlich zu kompliziert. Alle Ladequellen über MPP-Regler direkt an die Batterie (Lichtmaschine über B2B, 230V-Lader direkt) und gut.
Es müsste eine Schaltung sein die ja nach Kombination einzelne Ladequellen abschaltet oder begrenzt.
mv4 am 20 Jan 2017 07:51:13
ich kann dir nur dazu raten keinen Konverter Generator zu kaufen (es sei denn du hast schon einen) Ich hatte selber einige Jahre einen Konverter Generator.. die Liste von Geräten die man damit nicht betreiben konnte wurde mit fortschreitender Technik -Entwicklung immer länger. Kaputt gehen die an einen Konverter angeschlossen nicht-Konverter-tauglichen-Geräte nicht (ist mir jedenfalls nie passiert) aber sie gehen halt einfach nicht und gehen auf Störung.
mit 70 % Entladung bei Blei ? gehst du schon sehr hoch ran... aber ich gehe mal davon aus das das nicht dein tatsächlicher benötigter Verbrauch ist.
silver34 am 20 Jan 2017 09:16:06
Ich würde evtl. so ähnlich wie in der Zeichnung machen.
Ob du die Step-Up's vorm MPPT benötigst würde ich würde ich entscheiden nach der Ladeleistung bei 50-80% geladenen Aufbaubatterien, ein dickgenuges Kabel könnte vielleicht auch reichen!
Durch den MPPT wird die gesamt Ladeleistung begrenzt und man kann gleichzeitig die Starterbatterie mitladen.
Tirena27 am 20 Jan 2017 09:31:31
Schau dich doch mal im Yachtbereich um. Die Fahrtenyachten sind vollkommen autark und nutzen auch alle von dir gewünschten Energiequellen. Da gibt es schon fertige Lösungen für dein Problem. Ein Anbieter ist z.B. Victron Energy.
HenrikW am 20 Jan 2017 09:47:14
Hallo,
schau Dir doch mal bei VICTRON den EasySolar an. Dies ist ein Gerät, welches einige Komponenten vereinigt und Dir den ganzen Kram hinsichtlich Schaltern, Rückflussdioden usw. zur Steuerung der einzelnen Quellen abnimmt. Meine Erfahrungen mit den VICTRON Produkten sind durchweg positiv.
viele Grüße - Henrik
andwein am 20 Jan 2017 12:08:39
u1300l hat geschrieben:..Ich bin was Elektrotechnik betrifft nicht ganz unerfahren und plane ein Expeditionsmobil zu bauen.
Ich finde, dass der elektronische Aufwand und das Wort "Expeditionsmobil" nicht zusammenpasst. Bei einem solchen Fahrzeug sollte die Elektrik einfach gehalten sein und defekte Teile auch entlegenen Länder verfügbar sein. Ich bin da eher puristisch. Grundsätzlich kann man alle Stromerzeuger mit einer Spannung zwischen 13 und 14,3V gemeinsam auf die Batterie aufschalten. Manche der aufgeführten Kombinationen kommen in der Praxis eh nicht vor (Lima/230V, Lima/Windrad, etc.) Mit Step up/down Reglern alle Stromquellen auf ein Niveau zu bringen ist zwar schön, aber eigentlich nutzlos, weil die Batterien bei der Vorstellung (350 Ah) sich sowieso nehmen was sie brauchen. Die wichtigsten Fragen vor der Schaltbildzeichnung sind meiner Meinung nach gar nicht gestellt: 1. Welche Art von Batterien bei 350Ah (LiFeYPO4, Bleikristall oder überall zu kaufende, preisgünstige Nassbatterien) 2. Generator, natürlich Inverter, aber fest eingebaut oder extern zu stellen 3. Windradbefestigung am Fahrzeug, 500W sind ja eine Ansage, allerdings, pro Stunde oder 24h Tag?? Aber es ist ein interessantes Projekt, ich habe mal was ähnliches konzipiert. Schau mal auf meiner Homepage. Gruß Andreas
uwet am 20 Jan 2017 12:11:57
Hallo U1300l, bis auf den Windgenerator habe ich das genau so gelöst. Als Dioden muss man allerdings Idealdioden nehmen sonst verbrennt man unnötig Energie in Wärme. Mir war wichtig das der zentrale Laderregler gleichzeitig als BMS für die LiFeYPO4-Zellen arbeitet und auch sonst das gesamte Energiemanagement und den Batterieschutz übernimmt, er arbeitet auch als BC. Ob das in einem Expeditionsmobil allerdings das Richtige ist ? Es fehlt bei dieser Lösung die Redundanz. Fällt der zentrale Regler aus hat man keine Möglichkeit mehr die Aufbaubatterie zu laden. Ist man in Europa gibt es sicher schnell Ersatz per Post...
Gruß Uwe
kintzi am 20 Jan 2017 12:24:25
Halte den Vorschlag v. Henryk (Easy Solar) bzgl. Praktikabilität (Schaltungsaufwand, Platzbedarf, Übersichtlichkeit u. nicht zuletzt Power Assist) f. am besten, wenn Du mit den Leistungen auskommst. Für Deine Batts (schätze BS ca. 800-1000 Ah) ist ein 45A B2B etwas schwach, alternativ Sterling 100A, aber ob das die Lima mit 100-120A dauernd liefert ? M.E. lohnt sich Windrad nicht , zuwenig Ertrag f, d, nicht unkomplizierte Technik. Ein Moppel stattdessen, sicher so lange der Sprit reicht. Ankopplung ins 230V-Netz durch spezielles Relais (ca. 30€). Vorrangschaltung WR in internes 230V Netz nicht vergessen! Ich habe: 1) Landstr. 2) Gen. 3) WR nat. ohne Kollisionsgefahr. Gr. Richi
ChiliFFM am 20 Jan 2017 12:50:47
Ich bin auch der Meinung, dass du viel zu kompliziert denkst. Das geschilderte Szenario kommt im Prinzip - nur etwas abgespeckter - in den meisten WoMos vor.
Wie schon ausgeführt einfach alle Ladequellen mit ihren jeweiligen Reglern auf die Batteriebank schalten und gut. Es gibt zwar auch Kombiregler (Solar + Windrad) etc., aber ich finde das lohnt nicht.
230 Volt seitig einen Wechselrichter mit Netzvorrangschaltung (integriert oder separat; eine VS-230 habe ich gerade bei eBay drin... :mrgreen: ). Und fertig ist die Elektrik.
dylan08 am 20 Jan 2017 13:00:45
Für ein autarkes Expeditionsmobil fand ich die Idee, die vor einigen Monaten hier vorgestellt wurde recht interessant:
- Batteriebank aus 2 Volt Einzelzellen. - Hochleistungsspannungswandler aus Schweizer Fertigung mit sehr geringen Verlusten. - Im Fahrzeug keine 12V Geräte. Alles mit 230V betrieben (Kühlschrank, Induktionskochfeld, ...) und damit auch nicht vom Campingzubehör abhängig. Alles Standard Haushaltsgeräte.
Dazu dann wie hier schon angemerkt einfache und simple Technik um die Akkus mit Landstrom, LiMa, Solar und bei Bedarf auch mit Windkraft zu laden.
Finde auf die schnelle den Thread/Webseite nicht, wo der Inhaber die Technik vorgestellt hat.
gespeert am 20 Jan 2017 22:50:01
Vorsicht beim Basteln der Verbindung Aufbau-Starterbatterie. Sauber ueber die Aufbauschnittstelle Verbindung herstellen.
u1300l am 21 Jan 2017 11:05:12
Hallo, vielen Dank für die zahlreichen Rückmeldungen. Ich hoffe ich vergesse hier jetzt niemanden ;-).
Als Batteriebank hatte ich an sowas (--> Link) gedacht.
Also so wie ich das sehe schlagt ihr vor die Batteriebank (ungeregelt) an die gesammelten 12 V zu hängen. Da bekomme ich aber Bauchschmerzen, wegen des ungeregelten Ladens und Entladens der Batteriebank. Außerdem bin ich mir (wenn ich mich richtig an die Leistungselektronik Vorlesung erinnere) ziemlich sicher, dass sich die verschiedenen MPPTs gegenseitig beeinflussen werden, was zum „überladen“ der Batteriebank führen könnte. Oder sorgen die auf den Zellen verbauen Balancer dafür, dass die Batteriebank optimal ge- und entladen wird?
Den Tipp mit dem Victron Easysolar finde ich sehr interessant. Habe das mal hier Schematisch dargestellt. Wenn es funktionieren würde PV, Wind und Lima an die 3 MPPT-Eingänge anzuschließen, wäre das wahrscheinlich die einfachste Lösung. Das würde aber voraussetzen, dass das Gerät 3 seperate MPPTs verbaut hat und diese dann auf einen gemeinsamen Gleichstromzwischenkreis einspeisen (was aus der Produktbeschreibung nicht hervorgeht).
Das Stromaggregat ist vorhanden und ein 5 kVA Diesel (kein Inverteraggregat). Dass es das einfachste wäre, ein Inverteraggregat zu kaufen ist mir schon klar. Aber die gibt es in der Regel nur als Benziner, was mich dazu zwingen würde zusätzlich noch Benzin mitzuführen. Diesel wäre da schon besser, da der ja sowieso in ausreichender Menge an Bord ist. Außerdem könnte so auch ein fremdes Aggregat genutzt werden, falls das eigene unterwegs den Geist aufgibt. Deshalb wäre ein Bauteil, was die externe Spannung und Frequenz stabilisiert hier perfekt.
an Silver34 Ich kann mir nicht vorstellen, dass der MPPT vor der Batterie mit den DC/DC Wandlern als Quelle funktioniert. Lasse mich da aber gerne eines Besseren belehren, wenn das so schon einmal jemand realisiert hat.
an uwet Du hast das so gelöst wie auf meiner Skizze? Welchen Laderegler hast du dafür verwendet die Aufbaubatterie zu laden/entladen? Was heißt „BMS“ und „BC“? Das mit dem Flaschenhals durch den zentralen Regler sehe ich ein. Aber ich hätte die Batteriebank gerne geregelt, um die Lebensdauer nicht unnötig zu belasten. Ich könnte mir vorstellen als Backup noch einen kleinen und hoffentlich nicht ganz so teuren Solar/Wind Laderegler mit zu nehmen.
Ich hoffe ich habe jetzt nichts von Eurem Input vergessen. Falls doch, war das keine Absicht ;-)
Mit freundlichen Grüßen U1300l
kintzi am 21 Jan 2017 23:40:47
Das mit LiFePo hättest Du aber sagen müssen, da Du CCCV bzw. ein IU-Ladeverfahren brauchst mit stringenter Spannungsbegrenzung auf 14,3 V (max. 14,4V), keine Erhaltungsladung . Es gibt solche Lader f. 230 V u. 12V Eingangsspannung (Booster).Ansonsten frei programmierbare Spannungsquellen (Victron) . Für Solar ? Gr. Richi
andwein am 22 Jan 2017 11:06:29
Übrigens: wenn du mit Konverter Generator arbeitest solltest du einen Netzfilter mit Überspannungsbegrenzung vorsehen. Grund: Durch lastbedingte Motordrehzahländerungen entstehen Frequenzänderungen und Über- bzw. Unterspannungen (150 bis 300 Vss), die dann Ausfälle und/oder Störungen in Ladegeräten, Netzteilen, Notebooks oder Fernsehgeräten verursachen können. Gruß Andreas
u1300l am 23 Jan 2017 08:55:06
Hallo, meine Variante mit dem Easysolar wird so nicht funtionieren nehme ich an?
an kintzi: Ich hatte das in meinem Eröffnungpost nebenbei erwähnt. Bei Victron habe ich bisher nur LiFePO Lader mit 230 V Eingangsspannung gefunden. Könntest du mir ein solches Gerät mit 12 V DC und 230 V AC Eingang empfehlen?
an andwein: Danke für den Tipp! Genau so etwas habe ich gesucht :top: Diese Geräte gibt es jedoch in einer Presispanne von 10 bis weit über 1000 €. Wie viel Geld sollte man da investieren? Bzw welche Eigenschaften sollte so ein Gerät aufweisen?
Grüße
U1300l
HenrikW am 23 Jan 2017 10:31:53
Hallo,
nach meiner Interpretation deiner Eingangsfrage gibt nachfolgendes Bild die gewünschte Konfiguration wieder. Oder fehlt da noch was? Prinzipiell kann man die VICTRON-Produkte so mit Generatoren, PV's, Windgeneratoren, .... verschalten, dabei ist's quasi auch egal, ob man den MULTIPLUS (mit zusätzlichen Komponenten) oder den EASYSOLAR verwendet. Vorteil bei der Konstellation ist meiner Meinung nach, dass die Steuerung zentral ist, Schwankungen gut kompensiert werden und die Komponenten gut aufeinander abgestimmt sind.
Grüße - Henrik
andwein am 23 Jan 2017 12:31:04
u1300l hat geschrieben:an andwein: Danke für den Tipp! Genau so etwas habe ich gesucht Diese Geräte gibt es jedoch in einer Presispanne von 10 bis weit über 1000 €. Wie viel Geld sollte man da investieren? Bzw welche Eigenschaften sollte so ein Gerät aufweisen? Grüße U1300l
Jetzt wird es schwierig. Ich habe eines in Steckversion installiert für ca. 20€ bei Conrad. Du willst ein "Expeditionsmobil" musst du in Russland, Afrikaländer etc mit Landstromspannungen zwischen 160 und 280Vss und Netzdropouts von 10 millisekunden bis 1-2 Sekunden rechnen. Wenn du empfindliche Geräte wie Satreceiver, Notebooks etc betreiben möchtest brauchst du einen Schutz, der zumindest diese Spannungsspitzen (millisek) und Überspannungen (Sek-Min) abdeckt. Die Einbrüche und Unterspannungen sind nur eine Betriebsunterbrechung deiner Geräte, aber wenn die Spannung wieder hochgeregelt wird gibt es Überschwinger. Gruß Andreas
kintzi am 23 Jan 2017 12:52:42
--> Link f. 12/24V . Mit gleichzeitigem 230V Eingang ? Notfalls starkes Netzgerät davor.
uwet am 23 Jan 2017 14:48:48
u1300l hat geschrieben:H an uwet Du hast das so gelöst wie auf meiner Skizze? Welchen Laderegler hast du dafür verwendet die Aufbaubatterie zu laden/entladen? Was heißt „BMS“ und „BC“? U1300l
Hallo U1300l, als erstes sollte ich erwähnen das ich mit LiFeYPO4-Zellen arbeite. Die Batterie besteht aus 4 einzelnen Zellen von denen jede separat, aber auch das Gesamtsystem überwacht werden muss. Das macht das BMS, es sorgt auch dafür das alle Zellen beim Laden balanciert, d.h. auf den exakt gleichen Ladezustand gebracht werden. Gleichzeitig braucht man einen BC = Batteriecomputer um den Ladezustand der Akkus zu überwachen. Als ich vor 4 Jahren das System aufbaut, gab es nur den greencontroller der alle diese Funktionen in einem Gerät vereint. Hier --> Link hatte ich mal einen Teil der Anlage beschrieben. Mittlerweile ist einiges verändert, das Prinzip aber gleich und es gibt jetzt den greencontroller mit 40A Ladestrom.
Gruß Uwe
u1300l am 23 Jan 2017 23:43:28
Hallo, danke für euren Input.
an HenrikW: Die Schemadarstellung sieht sehr vielversprechend aus. Könntest du mir bitte die Quelle davon zukommen lassen, weil auf der victron Webseite habe ich das nicht gefunden? So wie ich das sehe speisen PV und Wind auf den 230V AC Ausgang des Multiplus (vermute ich zumindest) ein. So würde die LiFePO Batterie nur durch den Generator- bzw. Netzstrom geladen oder? Das mit dem Vorteil sehe ich genauso wie du. Nur ist mir die Verbindung der einzelnen Komponenten noch nicht so ganz klar.
an andwein: Ja, es sollte nach Möglichkeit auch in solchen Ecken der Welt funktionieren. Ich hatte schon überlegt, die 230V AC am Eingang: a) mit einem Brückengleichrichter gleichrichten und mit einer entsprechend dimensionierten Kondensatorbank glätten und Über-/Unterspannungen abfangen. Die dadurch erhaltenen 325 V DC könnte man je nach verwendetem "zentralem Laderegler" direkt in den Regler einspeisen (natürlich nur, wenn er dafür geeignet ist, und Gleichspannung bis circa 400 V DC verkraften kann) (Frequenzschwankungen haben bedingt durch die Gleichrichtung hier keinen Einfluss mehr) b) mit einem Transformator auf 17V AC runtertransformieren, Gleichrichten und mit einer Kondensatorbank glätten. Danach hat man 24V DC und könnte damit einen 24V Wechselrichter, welcher ja dann den perfekten Sinus erzeugt, speisen. Bedingt durch das Wicklungsverhältnis des Transformators würden Spannungsschwankungen bei dieser Variante noch weniger Auswirkungen haben. (Frequenzschwankungen haben bedingt durch die Gleichrichtung hier keinen Einfluss mehr) c) die 230V AC mit einem Frequenzumrichter zum idealen Sinus formen.
Ich weiß, dass Aufwand, Kosten, Gewicht und vorallem Wirkungsgrad in keinem Verhältnis zueinander stehen. Ist nur so ein Gedankenspiel... :lach:
Aber in Gegenden mit ungewisser Stromqualität könnte ich ja dann den Dieselgenerator benuzten. Kann man hierzu grob sagen, welchen Netzfilter+Überspannungsbegrenzung man bräuchte, um sagen wir mal gefahrlos den billigsten Baumarktstromerzeuger anschließen zu können?
an kintzi: An die Lösung mit einem starken Schaltnetzeil habe ich auch schon gedacht. Aber unabhängig davon besteht die oben genannte Problematik mit der Netzspannung.
an uwet: Dein Schaltplan sieht sehr vielversprechend aus. Das Konzept mit der zentralen Überwachung klingt auch gut. Aufgrund des Ladestroms von 40A sind wahrscheinlich 48V als Batteriespannung sinnvoll, um eine ordentliche Leistungsübertragung zu bekommen. Könnte man einen Windgenerator (über B6U gleichgerichtet) parallel zu den PV-Modulen anschließen, ohne, dass es zu Problemen kommt?
Viele Grüße U1300l
HenrikW am 24 Jan 2017 09:44:49
Hallo U1300l,
die PDF's mit beispielhaften Einsatz der div. VICTRON-Komponenten findest Du im Bereich Produkt: von der Homepage --> Link aus den Navigationspunkt "Produkt" auswählen und dort dann auf in Frage kommende Produkte gehen. Du kommst dann auf ausführliche Beschreibungen der Produkte mit weiterführenden Informationen (im unteren Bereich der jeweiligen Seite). Dort sind dann in der Regel unter den Punkten "manuels", "quick installation guides" oder "system schematics" detaillierte Beispiele aufgelistet. Viel Spass beim stöbern .....
Grüße - Henrik
uwet am 24 Jan 2017 12:26:02
u1300l hat geschrieben:an uwet: Aufgrund des Ladestroms von 40A sind wahrscheinlich 48V als Batteriespannung sinnvoll, um eine ordentliche Leistungsübertragung zu bekommen. Könnte man einen Windgenerator (über B6U gleichgerichtet) parallel zu den PV-Modulen anschließen, ohne, dass es zu Problemen kommt? Viele Grüße U1300l
Hi U1300l, der greencontroller kann auch mit Windgeneratoren umgehen, dazu muss man in einem der Menues den Modus umschalten und einem anderen die zu erwartende Spannung vom Windgenerator einstellen. In den ersten Firmwareversionen war dazu ein Neustart nötig, wie das jetzt ist sollte man den Entwickler fragen. Für mich war damals wichtig, alle Parameter die den teuren Akku betreffen, werden an nur einem Gerät eingestellt. Ich wollte nicht 3 verschiedene Ladequellen mit unterschiedlichen Kennlinien(i.allg. nicht mal für LiFeYPO4) auf den Akku los lassen.
Gruß Uwe
u1300l am 30 Jan 2017 18:35:56
Hallo,
danke für eure Antworten.
Ich denke ich werde mich mal an die entsprechenden Hersteller wenden.
Viele Grüße
U1300l
Shaktidriver am 29 Mai 2018 10:34:41
Hallo u1300l, hallo an alle anderen Foristen,
nachdem unsere Gabelstapler-Batterien nun platt sind, will ich unseren alten Wohnbus neu elektrifizieren.
Nun habe ich die Idee, das ganze Equipment auch nutzen zu können, wenn wir nicht reisen. Und zwar indem der über PV oder Windrad erzeugte Strom zum Eigenverbrauch ins "Festnetz" geleitet wird. Das ist ja mittlerweile legal.
u1300l, Deine Idee könnte ich mir auch für mich vorstellen, deshalb habe ich mich hier angemeldet ;) und bin ich an Deinen Fortschritten interessiert. Ein Windrad würde ich auch gerne integrieren. Kann das am Easy Solar angeschlossen werden ?
Danke schon mal im voraus für Deinen Bericht und beste Grüße Shaktidriver