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Großer Kinderwagen - welche Modelle?


canmz am 29 Jun 2017 14:53:38

Hallo,

ich will euch hier um Rat bitten, da die von uns gewünschte Ausstattungskonfiguration aus den meisten mobile-etc-Anzeigen nicht direkt hervorgeht und ich meinen "Suchfilter", bei dem ich nachfrage und ggf. anschaue etwas schärfen will. Vielleicht kann mir jemand Modelle, Baujahre, Ausstattungsvarianten nennen, bei denen unsere Kriterien mit hoher Wahrscheinlichkeit gegeben sind.

Konkret geht es um folgendes: Wir wollen ab Frühjahr 2018 für ein halbes Jahr (oder mehr) auf Europareise gehen. Wir sind in dieser Zeit in Elternzeit, d.h. der zu Reisebeginn 6 Monate alte Nachwuchs bestimmt, wie schnell und womit wir reisen ;-).

Es soll also ein Wohnmobil sein, das folgende Anforderungen erfüllt:

1. (ganz wichtig) Zugelassene Befestigungsmöglichkeit für Babytrage/-sitz, jedoch nicht im "Fahrerhaus", da dort während der Fahrt der Sonnenschutz wohl nicht realisierbar ist. Also brauche ich zwei Sitze in Fahrtrichtung im Innenbereich mit Drei-Punkt-Gurten? Diese sollten auch nicht im Heck sein, damit man sich während der Fahrt noch verbal verständigen kann, ohne zu schreien (macht der Kleine exklusiv!) oder das Handy bemühen zu müssen. Gibt es zur Kindersicherung (nebst jeweiligem Kindbetreuungs-Beifahrer/in direkt daneben) andere Ideen?

2. Wir wohnen schön und günstig, aber leider in einer Umweltzone :evil: . Diesel mit grüner Plakette dürften unseren finanziellen Rahmen sprengen. Also bleiben nur H-Kennzeichen oder Benziner. Beides kann ich mir vorstellen, H-Kennzeichen wenn die Substanz gut ist (bin zwar kein Automechaniker, aber Arbeiten an Aufbau und Innenausstattung traue ich mir selbst zu). Beim Benziner müsste ich nochmals rechnen (ich kalkuliere mit ca. 10 - 12.000 km in den 6 Monaten), eine Gasumrüstung wäre natürlich eine Option, das Fahrzeug müsste demnach hierfür geeignet sein. Welche Motoren/Modelle/Baujahre kommen hier in Frage? PS-Zahl ist nicht unwichtig, aber zweitrangig bei ca. 2.000 km im Monat (verteilt auf 6-7 Fahrtage).

Nebenbei zum H-Kennzeichen: Ich finde trotz Forenrecherche und Tante Google keine Information, ob man auch im Ausland (Frankreich, Portugal, Italien) mit dem H-Kennzeichen in die Umweltzonen fahren darf. In Deutschland wohl kein Problem, aber "andere Länder, andere Sitten"?

3. Must haves im Aufbau sind: Toilette (mit Kassette), Dusche, kleine Kochgelegenheit, Kühlschrank, Heizung, 2. Bett (neben Alkoven/Hubbett) z.B. durch Umbau Sitzgruppe. Fahrrad-Befestigung (ggf. auch auf dem Dach?).
Nice to have sind: Solaranlage (würde ich ggf. selbst nachrüsten, wenn das Fahrzeug eine hinreichende Lebensdauer vermuten lässt), Klima.

4. Wegen der erwarteten Wartungs- und Reparaturkosten würde ich einen Teilintegrierten / Alkoven auf einer "Standardbasis" (Ducato) bevorzugen.

Ach ja, das Budget: <10.000 wären toll, <15.000 machbar.

Gibt es Tipps und gute Ratschläge, nach welchen Fahrzeugen wir uns umschauen sollten? Habe ich in der Ausstattung etwas übersehen, was für unseren Zweck (Langzeitreise mit Säugling) wichtig wäre?

Ich danke ich schonmal,
Christian

bernie8 am 29 Jun 2017 15:31:02

Hallo Christian,

Benziner wird sehr schwierig werden und in der Preisklasse wirst Du auch nix mit Plakette finden.
Du schreibst jetzt nichts zur Größe des Fahrzeuges. TI in dem Preissegment auch schwieriger.
Ich würde nach Alkoven suchen.
Die Idee ist gut und ich wünsche euch viel Erfolg bei der Suche!
Bei Fragen immer her damit.

bernie8 am 29 Jun 2017 15:47:55

Hallo Christian,

Ach so,
Nebenbei zum H-Kennzeichen: Ich finde trotz Forenrecherche und Tante Google keine Information, ob man auch im Ausland (Frankreich, Portugal, Italien) mit dem H-Kennzeichen in die Umweltzonen fahren darf. In Deutschland wohl kein Problem, aber "andere Länder, andere Sitten"?


Das H- Kennzeichen ist eine rein deutsche Angelegenheit. In Frankreich braucht man seit diesem Jahr auch eine französische Plakette für die Umweltzonen:
--> Link

Zu anderen Länder schreibt vielleicht noch jemand was.

canmz am 29 Jun 2017 15:49:08

Hallo,

ja die Größe habe ich vergessen: Besser hoch als lang, ich denke max. 6 m Länge. Alkoven wäre wähl die beste Lösung, Teilintegriert müsste aber imho auch gehen. Die Länge dürfte auch Auswirkungen auf die Kostenkalkulation haben. Macht das bei der Maut einen Unterschied, ob ich 5,5 m oder 7 m Länge habe? (eigentlich wollen wir Mautstraßen meiden, aber in einem Kreisverkehr auf der RN macht die Länge des Fahrzeuges definitiv auch einen Unterschied :roll: ).

Da wir in der groben Planung auch Fährstrecken drin haben, wird sich die Länge des Fahrzeuges wohl auch auf die Fährpreise auswirken? (Barcelona oder Marseille - Sardinien - Italien - Albanien zu Schiff ist angedacht).

Beste Grüße
Christian

Birdman am 29 Jun 2017 16:15:37

canmz hat geschrieben:... 1. (ganz wichtig) Zugelassene Befestigungsmöglichkeit für Babytrage/-sitz, jedoch nicht im "Fahrerhaus", da dort während der Fahrt der Sonnenschutz wohl nicht realisierbar ist....

Wenn Du einen Alkoven findest, ist dort die Sonneneinstrahlung im Fahrerhaus nicht sonderlich groß, da Du ja dann quasi ein "Dach" über der Frontscheibe hast. Die seitliche Sonneneinstrahlung kannst Du am Beifahrerfenster mit diesen Sonnenschutzteilen mit Saugnäpfen, die man auch im PKW nutzen kann, fernhalten. In dem Alter liegen die Kleinen ja sowieso noch im Maxi-Cosy, die Dinger haben ja selber einen Sonnenschutz, den man dann auch noch nutzen kann.

Wenn Du ein Fahrzeug mit Fahrerhausklimaanlage ergattern kannst, hast Du dann vorne auch im Sommer ein erträglicheres Klima. Oder Du öffnest die Seitenfenster ein wenig. Im Aufbau kann es sich dagegen im Sommer ziemlich aufheizen, je nach Modell lässt sich dann dort während der Fahrt auch kein Fenster öffnen. Ein Aufbau-Klimaanlage mit entsprechendem Wechselrichter, der auch einen Betrieb während der Fahrt zulässt, dürfte in Deinem Budget nicht drin sein.

rjrbs am 29 Jun 2017 18:28:16

Hallo Christian,

wir stehen mit unserer Kleinen vor einer kürzeren Tour, ein paar deiner Fragen kann ich nachvollziehen.

Wir haben einen Kastenwagen mit Hochdach - MB 100D, Bj. 1992.

canmz hat geschrieben:1. (ganz wichtig) Zugelassene Befestigungsmöglichkeit für Babytrage/-sitz, jedoch nicht im "Fahrerhaus", da dort während der Fahrt der Sonnenschutz wohl nicht realisierbar ist. Also brauche ich zwei Sitze in Fahrtrichtung im Innenbereich mit Drei-Punkt-Gurten?


Mit Isofix wirst du schon bei Neufahrzeugen wenig finden - im Altbestand ist es noch schwerer.

Ich habe mich mit dem Römer Babysafe bewusst für eine Schale mit Gurtbefestigung entschieden, für die es zwei Montagebasen gibt - nämlich Gurtbasis und Isofixbasis. Der Sitz ist fix und sicher montiert, die KLeine abends auch mal mit Sitz schnell rausgefischt und beide kosten kein Vermögen. Im PKW bleibt die Isofixbasis fest drin, Womo die Gurtbasis.

Hat sich bewährt.

Du brauchst aber zwingend Dreipunkt-Automatikgurte, weshalb der Zwerg in den meisten Fahrzeugen dann doch vorne sitzt.

Im Moment suche ich noch eine Umrüstlösung auf Automatikgurte für die Schlaf-Sitzbank... Hat jemand damit Erfahrungen gesammelt?

Grüße,
Roman

topolino666 am 29 Jun 2017 19:54:12

Beifahrersitz gegen Doppelsitzbank tauschen, dann sind es drei 3-Punkt-Gurte vorne und die Familie sitzt da wo sie hingehört => zusammen! ;-)

canmz am 29 Jun 2017 22:07:55

Hallo,

zuerst einmal herzlichen Dank für die Rückmeldungen. Wo Antworten sind, ergeben sich meist neue Fragen...

Dass "moderne" Kindersitze mit einem Automatik-Dreipunktgurt gesichert werden müssen, war mir nicht klar. Wenn es überhaupt Dreipunktgurte hinten in älteren Fahrzeugen gibt, dürften das oft die starren aus der Anfangszeit sein. Da muss ich wohl mal einen kompetenten Kindersitz-Händler aufsuchen, um das weiter zu klären. Irgendwo habe ich gelesen, dass es zwar noch ein Modell gibt, das mit einem Beckengurt gesichert werden kann. Dies sei aber nicht mehr zulässig. Weiß jemand, wo das steht (das mit der Zulässigkeit von Kindersicherungseinrichtungen in Fahrzeugen)?

Gurte nachzurüsten scheint, nach dem was ich bisher gelesen habe, nahezu unmöglich zu sein, da der Aufwand, den Gurtblock richtig mit dem Chassis zu verbinden, unverhältnismäßig hoch und das Ganze damit teuer ist.

Beifahrersitz durch Bank ersetzen? Ich habe bei meiner Recherche noch keinen einzigen Ducato o.ä. mit Sitzbank vorne gesehen. Die hatten alle zwei Einzelsitze für Fahrer und Beifahrer. Gibt's die Bank vorne für jüngere Fahrzeuge überhaupt? Bei einem T4 oder MB kann ich mir das schon eher vorstellen, v.a. alte VW-Busse habe ich in meiner Jugend :razz: einige gefahren, teils mit durchgehender Bank vorne. Da gab es dann aber auch nie drei Automatik-Dreipunktgurte, v.a. in der Mitte nicht.

bernie8: Danke für die Aufklärung zum H-Kennzeichen im Ausland. Das spricht dann klar für einen Benziner, der auch in Frankreich "plakettenfähig" sein sollte.

Beste Grüße
Christian

rjrbs am 29 Jun 2017 22:42:58

Christian,

ich weiss nicht um die Zulässigkeit - ich habe es "nur" probiert und bin fast verzweifelt. Der Gurt hat zuviele Freiheitsgrade in der Längeneinstellung, der liess sich kaum an die Base anpassen. Es blieb immer wackelig. Im Moment fährt L. vorne mit, J. sitzt hinten - die Kleine hat uns beide so im Blick und ist wahnsinnig begeistert. ;)

Probier es auf alle Fälle mal aus. Und schau dir mal die Montagevideos zur Belted Base an, dann siehst du, wieso es schwierig ist:
--> Link

Doppelvordersitzbank gab es für meinen Kutter zwar, die ist aber kaum noch zu finden.

Grüße,
Roman

rjrbs am 29 Jun 2017 22:50:50

Der TCS hat was zum Thema:

--> Link

canmz am 29 Jun 2017 23:16:44

Danke für die Links. Das hilft weiter.

Beste Grüße
Christian

canmz am 03 Aug 2017 14:35:28

Der Vollständigkeit halber: Es ist ein VW LT28D mit Westfalia-Aufbau und H-Kennzeichen geworden.

Ende August machen wir die erste größere "Probefahrt" nach Korsika. Über Winter werde ich dann zumindest noch ein Solarpanel nachrüsten und diverse kleinere Dinge, mal sehen was uns auf Korsika so alles auf- und einfällt.

Beste Grüße
Christian

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