Zeit: 14.06.2017 – 10.07.2017
Strecke: Graz – Mestre – Mandelieu-la-Napoule – Vias Plage – Vilanova i la Getru – Narbonne – Villeneuve-Les-Avignon – Ramatuelle (Saint Tropez) – Moncalieri (Turin) – Peschiera del Garda – Graz
Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 3685 km
Gefahrene Kilometer mit einem Mietwagen in Spanien: 382 km
Gefahrene Kilometer mit einem Mietwagen in Frankreich: 126 km

Besuchte CP und SP:
Camping Jolly
Camping Les Cigales
Camping Club Farret
Camping Vilanova Park
Camping Les Mimosas
Camping VivaCamp La Laune
Camping Les Tournels
Stellplatz Grinto
Camping Bella Italia
Vorwort:
Geplant hatten wir eigentlich heuer den Urlaub im Norden und zwar in Dänemark zu verbringen. Deswegen haben wir diesmal auch unseren Urlaub ein wenig später angesetzt. Auch eine ungefähre Route hatten wir uns überlegt, und das Gerät für die elektronische Mautabrechnung war schon zuhause. Der Plan wurde aber kurzfristig wegen dem anhaltenden schlechten und kalten Wetter im Norden geändert, und die in Summe nicht schlechtere Alternative wurde Italien, Südfrankreich und Katalonien. Hier war die Vorgabe nur: „wir wollen Barcelona sehen“ und den Rest haben wir auf uns zukommen lassen, und eigentlich den ganzen restlichen Urlaub nur mehr just in time geplant. Dass wir, was die Hitze und die Belegung betrifft, schon ein wenig spät für diese Gegend dran waren, war uns bewusst aber konnten es nicht ändern.
14.06.2017
Graz – Villach -Camping Jolly (Mestre)
Gefahrene Kilometer: 414 km
Am Mittwoch um 12:00 Uhr verlasse ich die Firma um den schon sehnsüchtig erwarteten Sommerurlaub anzutreten. Helga ist schon zuhause, und das Wohnmobil ist abfahrtsbereit und der Gast Kater grantig. Bis wir dann wirklich wegkommen, ist es 14:00 Uhr aber dann wird es ernst. Es ist zwar warm, aber ziemlich bedeckt, aber das kann unsere Freude nicht trüben. Über die Pack ist nicht sehr viel Verkehr, dh. wir sind scheinbar rechtzeitig aufgebrochen. In Villach tanken wir noch einmal voll, bevor die Dieselpreise wieder unverschämt teuer werden. Im Kanaltal beginnt es dann zu regnen (wie schon so oft auf der Strecke), und der Verkehr nimmt auch zu. Es sind sehr viele LKWs unterwegs, und die wenigen Wohnmobile und Wohnwägen fahren eher in die andere Richtung. Bei Venedig fahren wir ab und haben einen kurzen Stau bei der Mautstelle. Dank dem Telepass sind wir aber rasch durch und bald auch am Campingplatz. Es sind vielleicht 5 oder 6 Wohnmobile am Platz, die Hütten schauen aber sehr gut besucht aus. Es regnet noch leicht so beschließen wir nicht selbst zu kochen oder grillen, sondern ins Restaurant essen zu gehen. Ich esse eine Pizza die wirklich gut war, Helgas Nudeln waren ok aber nicht wirklich ein Highlight. Da uns das hier schon zum zweiten Mal passiert, gibt’s ab jetzt nur mehr Pizza. Während des Essens hat es noch geregnet, trotzdem waren aber einige im Pool. Am Rückweg zum Wohnmobil ist es dann schon wieder recht warm geworden und der Regen hat aufgehört. Auch unser mobiler Kräutergarten ist natürlich wieder mit auf der Tour, und freut sich auf die südliche Sonne und das Meeresklima. Zurück im Wohnmobil suchen wir uns noch einen Campingplatz für den nächsten Stopp. Es sollte bis in die Gegend von Nizza oder Cannes gehen, aber auf den sonst oft von uns besuchten Platz in Biot wollten wir diesmal nicht. Es sind die immer etwas schmutzigen Sanitäranlagen und die Bilder von der Überschwemmung im vorigen Jahr noch zu deutlich im Kopf (CP wurde voriges Jahr komplett überschwemmt und ein ziemlicher Schaden angerichtet). Da hilft es auch nichts dass das Restaurant und die Lage super sind.


15.06.2017
Camping Jolly (Mestre) – Brescia – Savona – Camping Les Cigales (Mandelieu-la-Napoule)
Gefahrene Kilometer: 600 km
Nach dem Frühstück ist Helga noch eine Runde schwimmen in den Pool gegangen und gegen 10:00 Uhr sind wir weiter gegen Westen gezogen. Es war gleich wie gestern viel Verkehr, viele LKWs und wenig Camper in unsere Richtung. Die Urlauber Karawane ist eher vom Pfingsturlaub retour gezogen, aber das soll uns nur recht sein. Inzwischen war auch die Sonne da und es hatte so um die 29 Grad. Nach der wie immer langweiligen Strecke beim Gardasee vorbei, haben wir vor Genua das nächste Mal getankt und wie so oft in Italien war es nicht wirklich „günstig“. Die kurvige Autobahn nach Genua hinunter und dann der Küste entlang, war diesmal lustig zu fahren. Kein Vergleich mit dem vorigen Wohnmobil wo das immer ein wenig stressig war. Bei der ersten Mautstelle in Frankreich sind nur ein paar Autos vor uns. Dank eines eigenen Reiseberichts, wussten wir diesmal auch sofort wo wir uns anstellen mussten (wir hatten hier auch schon einmal ein wenig Stress wegen Planlosigkeit). Die Einstufung bei der Maut war auch korrekt, wir sind bei allen Mautstellen mit der günstigeren Stufe 2 davon gekommen. Mit dem Chausson war das immer ein wenig Lotterie, einmal 2 einmal 3, scheinbar war der genau an irgendeiner Grenze. Bei Mandelieu-la-Napoule haben wir die Autobahn verlassen und sind den Anweisungen des Navi folgend zum Campingplatz gefahren. Eigentlich sind wir am Campingplatz vorbei gefahren, weil wir wieder einmal nicht aufs Navi gehört haben und blöd aus dem Fenster geschaut haben (und noch präziser, ich hab es versemmelt, Helga hat es eh gesehen ). Da aber nach 50 Metern ein Kreisverkehr kam, war das schnell korrigiert. Der Camping Les Cigales ist ein kleiner aber feiner Platz, direkt am Wasser eines künstlichen Flussarms. Die ACSI Plätze waren schon alle besetzt, aber wir haben auf einen der größeren Plätze direkt beim Wasser einen Rabatt bekommen. Nach dem schnellen Einrichten sind wir einmal Baden gegangen. Der Pool ist nicht besonders groß, aber das Wasser ist sauber, warm und man badet unter Palmen, was will der Mensch mehr. Trotz der nahem Straße, hört man am Stellplatz so gut wie nichts und ist in einer grünen Oase. Zurück beim Wohnmobil haben die ersten beiden der selbst importierten eiskalten „Dreh und Trink“ Murauer Bier Flaschen daran glauben müssen. Da wir ursprünglich ja ein anderes Ziel im Auge hatten, waren diesmal aus finanztechnischen Gründen ein paar alkoholische Vorräte mehr an Bord als sonst. Nach dem wir uns ein wenig frisch gemacht hatten, sind wir den Fluss entlang zum Hafen spaziert. Man geht ungefähr 10 bis 15 Minuten, dann ist man beim Hafen. Beim von außen etwas nobel aussehenden Restaurant La Brocherie fragten wir ob sie einen Tisch für uns hätten. Da es noch sehr früh war, hatten wir Glück und bekamen sofort einen schönen Tisch. Wir haben uns beide für das Notre Menu Marin mit 5 Gängen entschieden, da hier das Preis Leistungsverhältnis am besten war. Sonst hätten wir für eine Vorspeise und eine Hauptspeise dasselbe bezahlt, und die Portionen sind dieselben. Es begann mit Austern, Schnecken, gekochten Scampi, geräuchertem Lachs (ich hab die Scampi und den Lachs gegessen, Helga das glitschige Zeugs ). Danach kam eine Portion frittierter kleiner Fische, gefolgt wurde das Ganze von einer Fischsuppe. Ich schreibe absichtlich nicht Bouillabaisse, weil ich vom Kellner darauf hingewiesen wurde das keine Erdäpfel in der Suppe sind. Das Beiwerk (Baguette, Rouille und Käse) waren aber dieselben wie bei der Bouillabaisse und geschmeckt hat sie auch gleich Der nächste Gang waren ein paar rote Sardinen große gegrillte Fische aus dem Meer vor Mandelieu (hat zumindest der Kellner gesagt) mit gegrilltem Gemüse. Den Name hab ich mir nicht gemerkt. Etwas später brachte der Kellner eine kleine Käseplatte mit Honig und Brot, und nach dem fragte er uns was wir als Dessert wollten. Da es zu dem Zeitpunkt die Speicherkapazität von uns beiden schon ziemlich erschöpft war, haben wir uns auf einen Colonel geeinigt. Das ist in Frankreich ein Zitronensorbet mit Wodka, nach dem man aber besser nicht mehr mit dem Auto fährt. Der Verdauungsspaziergang zurück auf den Campingplatz hat uns beiden nicht geschadet. Die Nacht war sehr angenehm und ruhig.


16.06.2017
Camping Les Cigales (Mandelieu-la-Napoule) – Aix-En-Provence – Montpellier – Camping Club Farret (Vias Plage)
Gefahrene Kilometer: 346 km
Der Ablauf heute war ähnlich wie gestern in der Früh, Frühstücken und dann Baden gehen. Heute bin ich aber auch mit baden gegangen, gestern in der Früh war es mir noch nicht so danach. Nach dem haben wir alles zusammen gepackt, WC Tank und Grauwassertank geleert und dann sind wir wieder auf die Autobahn. Inzwischen hatten es 36 Grad und der Himmel war strahlend blau. Der Wind war auch ziemlich stark, so musste man recht konzentriert fahren um das Fahrzeug in der Spur zu halten. In Vias Plage am Camping Club Farret haben wir einen halbwegs schattigen sehr großen Platz bekommen. Den Campingplatz kannten wir schon von 2014. Nach dem Einrichten haben wir unsere Murauer Vorräte um zwei weitere gut gekühlte Flaschen erleichtert, man will ja schließlich nicht überladen herumfahren Da es so um die 37 Grad hatte, überlegten wir uns dass wir ins Meer gehen könnten. Der Strand war auch relativ leer, aber weiter als bis knapp über die Knie sind wir nicht hinein gegangen. Das Wasser war einfach viel zu kalt für uns, so sind wir dann in den beheizten Pool gegangen. Am Weg dorthin ist uns die Austernbar, nur 20 m von unserem Stellplatz entfernt, das erste Mal aufgefallen und hat ein Grinsen in das Gesicht von Helga gezaubert. In unseren Breiten gibt es vielleicht einen Würstelstand am Campingplatz, die Franzosen haben halt eine Austernbar. Der Spruch „Leben wie Gott in Frankreich“ hat seine Berechtigung Am Rückweg haben wir dort auch gleich einen Zwischenstopp einlegen müssen. 6 rohe Austern für Helga, 6 gratinierte Austern für mich, und 2 Achtel eisgekühlten Rose haben 12€ gekostet und als Vorspeise hervorragend gemundet. Später am Abend haben wir uns einen kalten Imbiss mit Gemüse, Ziegenkäse, Oliven, einer Pastete und einem frischen Baguette genehmigt. Ab diesem Zeitpunkt hat die Klimaanlage im Wohnmobil Schwerarbeit leisten müssen. Da es um 23:00 Uhr noch immer so um die 30 Grad hat, kann man lüften so viel man will, es wird nicht kühl. Dh. die Klima auf 24 Grad einstellen, das Gebläse auf die niedrigste Stufe und einstellen dass sie noch ein paar Stunden weiter läuft. Auch wenn es Luxus ist, und manche puristischen Camper jetzt schimpfen werden, es war einfach super cool so zu schlafen. Jeder soll es so halten wie es ihm am besten taugt, mich stört es ja auch nicht wenn jemand gerne bei 32 Grad schläft (solange er dabei nicht zu laut ist ). Und da die Lärmentwicklung bei den neuen Dachklimaanlagen so gut wie gegen Null gehen (in 2 m Entfernung hört man sie außen nicht mehr) hab ich auch hier keine Sorgen mehr. Die alte Stauraum Klima war sowohl innen als auch außen unerträglich von der Lärmentwicklung, dh. man konnte selbst nicht dabei schlafen und Freunde schaffte man sich bei den Nachbarn auch keine.


17.06.2017
Camping Club Farret (Vias Plage)
Gefahrenen Kilometer: 0 km
Nach dem Frühstück habe ich mich ein wenig mit meinem Samsung Tablet und dem Provider 3 herum geärgert. Helga hat mit demselben Anbieter und dem gleichen Tablet problemlos ein Internet, bei mir geht es seit wir in Frankreich sind nicht mehr. Der 3 Support ist eine ziemliche Vorgabe, und reagiert erstens nur sehr langsam und die Auskünfte wieviel ich jetzt von meinen 10 GB im Ausland nach der neuen EU Regel verbrauchen kann waren auch alle falsch. Ich mache meinem Ärger bei der 3 Seite im Facebook Luft, und siehe da sofort habe ich eine kompetente Ansprechperson die auch meine Fragen richtig beantworten kann. Zwei Mails später war das Problem aus der Welt. 3 hat netterweise bei mir das Roaming in Eigeninitiative gesperrt, warum weiß dort keiner so genau. Und außerdem bekomme ich die Info dass ich die vollen 10 GB ohne Zusatzkosten im Ausland verbrauchen kann. Den restlichen Tag verbringen wir sehr gemütlich am und im Pool und vor dem Wohnmobil. Die spanische Hitzewelle hat uns jetzt voll im Griff und es hat wieder 36 Grad. Keine Wolke ist am Himmel, nur der Wind ist nach immer recht kräftig. Inzwischen haben wir auch noch zusätzlich unser Sonnentarp aufgestellt, um ein wenig mehr Schatten und Windschutz zu haben. Am Abend gibt es vor dem Wohnmobil als Vorspeise eine Bouillabaisse aus dem Geschäft und dann zwei Pizzen vom Take Away .

18.06.2017
Camping Club Farret (Vias Plage) – Beziers – Camping Club Farret (Vias Plage)
Gefahrene Kilometer mit dem Rad: 55 km
Und wieder einmal wurden wir in der Früh von strahlendem Sonnenschein geweckt. Der Wind unser treuer Begleiter war natürlich auch schon zur Stelle. Nach einem schnellen Frühstück sind wir gegen 09:00 Uhr mit unseren Drahteseln Richtung Canal du Midi aufgebrochen. Heute stand die Richtung bis Beziers am Plan. Der Treidelpfad war ziemlich zugewachsen, aber es war trotzdem gut zu fahren wenn man wie wir dicke Reifen am Rad hat. Bei der Kreuzung vom Fluß Libron mit dem Canal du Midi sind wir dieses Mal richtig gefahren (2014 haben wir hier die falsche Seite gewählt, und mussten dann nach 5 km umdrehen). Einige Hausboote sind uns auf unserer Fahrt begegnet, und die Sonne hat ziemlich herunter gebrannt. Zum Treten war es in diese Richtung sehr einfach, da uns der Wind vor sich her geschoben hat. Ab Portiragnes ist der Weg dann sehr gut ausgebaut und sogar asphaltiert. In Villeneuve haben wir eine kleine Pause eingelegt. Hier sind wir mit dem Hausboot damals ein paar Tage gestanden, bevor wir wieder umgedreht hatten. Nach den ersten Schleusen und dem Hafen von Beziers, haben wir wieder einmal wegen einer Baustelle die falsche Seite erwischt. Kurz vor der Schleusentreppe war der Weg wegen der Baustelle zu Ende. So haben wir gezwungenermaßen umgedreht und bei der nächsten Schleuße im Schatten eine Pause eingelegt. Hier haben Helgas Sandalen dann ihren Geist aufgegeben. Da sie aber nicht barfuß weiterfahren konnte, hab ich die Schuhe mit zwei Kabelbindern und dem Werkzeugt was ich in der Satteltasche habe, repariert. Die Art und Weise wie ich es gemacht habe, hat Helga amüsiert, aber gehalten hat es die ganze Heimfahrt. Inzwischen ist auch der Wind noch stärker geworden und wirbelt teilweise schon Staubfahnen auf. In Villeneuve wollten wir einen Eisbecher essen gehen, aber es war wegen der Mittagszeit in keinem einzigen Lokal ein Tisch zu kriegen. Vor Portiragnes direkt am Radweg haben wir dann noch ein Lokal gesehen, und hier war Platz für uns. Inzwischen hatte es sicher 37 oder 38 Grad, und die Sonne hat gnadenlos auf den Radweg herunter gebrannt. Und um das Ganze noch ein wenig zu „erleichtern“, hatte man ob des Gegenwindes dauernd das Gefühl bergauf zu fahren. Aber die schöne Landschaft mit vielen Tieren hat uns für das alles entschädigt. Zurück am Campingplatz sind wir einmal baden gegangen, und haben dann eine Siesta im Schatten gemacht. Gegen Abend bin ich Fleisch zum Grillen Einkaufen gegangen, und für Helga hab ich als Überraschung 6 Austern von der Austernbar mitgenommen. Die Freude war sehr groß Abends als es ein wenig kühler war, haben wir Spieße, Grillkäse und den letzten grünen Spargel von zuhause gegrillt. In der Nacht hat es dann einmal kurz getröpfelt, aber nur ganz kurz.


19.06.2017
Camping Club Farret (Vias Plage) – Adge – Camping Club Farret (Vias Plage)
Gefahrene Kilometer mit dem Rad: 47 km
Das es in der Früh noch bewölkt und merklich kühler war, hatten wir keinen Stress und konnten das erste Mal so richtig ausschlafen. Gegen Mittag ist es dann wieder aufgerissen und wir haben uns wieder auf unsere Räder geschwungen. Diesmal wollten wir den Canal du Midi in die andere Richtung nach Adge fahren. Das ist aber eher eine Mountainbike Strecke da der Weg teilweise sehr uneben ist. Uns sind auch Leute mit vollbepackten Rädern entgegen gekommen, die haben sich aber ein wenig geplagt. Vor Adge bei der Rundschleuse haben wir eine kleine Pause eingelegt, und 3 Hausbooten beim Schleusen zugesehen. Ich habe die Schleuse eher in schlechter Erinnerung. Beim ersten Durchfahren mit dem Hausboot hat uns der Wind verblasen und wir kamen fast nicht mehr raus. Bei der Rückfahrt haben wir vor der Schleuse wegen der Mittagspause den Motor zum Warten abgeschaltet, und er ist nicht mehr angesprungen bis der Techniker von der Basis 2 Stunden später gekommen ist. Die drei Hausboote haben es aber mehr oder weniger gut geschafft die Schleuse zu verlassen, und so sind wir weiter nach Adge hinein gefahren. In Adge sind wir eine Runde durch das Zentrum gefahren und dann auf einen kleinen Imbiss eingekehrt. Inzwischen war es auch wieder richtig warm geworden, und der Wind war auch wieder da. Helga hat einen Salat mit Ziegenkäse und Honig gegessen, ich Nudeln mit einer Safransauce und Capesante und beides war ausgezeichnet. Am Rückweg hat uns der Wind angeschoben, dafür war es wegen dem fehlenden Fahrtwind ziemlich heiß. Am Campingplatz haben wir deswegen sofort das Bad aufgesucht, um unsere Betriebstemperatur wieder auf ein vernünftiges Maß zu bringen. Da wir morgen weiter Richtung Spanien fahren wollten, haben wir schon angefangen ein wenig zusammen zu räumen, und das Wohnmobil innen kurz durch zu putzen. Am Abend sind wir in den Ort Essen gegangen, bei Helga sind es zur Abwechslung wieder einmal Austern geworden, ich habe auch Muscheln gegessen, aber sie waren gekocht.


20.06.2017
Camping Club Farret (Vias Plage) – Narbonne – Girona – Barcelona – Camping Vilanova Park (Vilanova i la Getru)
Gefahrene Kilometer: 358 km
Auch heute war es in der Früh wieder ein wenig bewölkt, aber die Sonne ist bald danach gekommen. Und auch der Wind hat sich bald wieder eingestellt, so waren wir wieder einmal vollzählig. Nach dem Frühstück sind wir gegen 10:00 Uhr wieder aufgebrochen. In Vias haben wir den Ducato noch vollgetankt und dann ging es wieder auf die Autobahn. Nach ein paar Kilometern haben wir die Regenwolke wieder eingeholt, und es hat ein wenig geregnet. Ein paar Kilometer weiter war der Spuk aber wieder vorbei und es ging mit den Temperaturen steil nach oben. Auf Höhe Perpignan haben wir bei schon 39 Grad eine Pause gemacht und uns ein Eis bei einer Tankstelle geholt. Direkt vor Spanien ist noch eine Baustelle gekommen, auf der der Verkehr relativ dicht war. Bei der ersten spanischen Mautstellen ist ein wenig Stress aufgekommen, da wir erst ergründen mussten wo wir durchfahren können. Rund um Barcelona ist der Verkehr dann sehr dicht geworden, und die LKW Fahrer sind wie die Irren gefahren. Kolonnenverkehr auf den ersten beiden Spuren, Spurwechsel ohne Blinken, und das „unmotiviert einen halben Meter in die dritte Spur hineinfahren“ waren an der Tagesordnung. Kurz hinter Barcelona hat es sich aber gottseidank beruhigt, und wir mussten bald abfahren. Unser Campingplatz ist bei Vilanova i la Getru am etwas am Hügel gelegen. Das Einchecken ist schnell und professionell gegangen und wir wurden zu einem super Stellplatz am Rand einer Straße geführt. Wir hatten ein wenig Schatten, Strom, Wasser, Abwasser, TV Anschluss und hätten das Wohnmobil vermutlich leicht vier Mal am Platz parken können. Der Campingplatz war ungefähr zur Hälfte besetzt, hauptsächlich Briten, ein paar Holländer und ganz wenige Franzosen und Spanier. Das sollte sich aber noch gravierend ändern in den nächsten Tagen. Deutsche hab ich auch fast überhaupt keine gesehen, und Österreicher überhaupt nicht. Abends haben wir selbst gegrillt und dabei bemerkt dass es Gelsen am Platz gibt die auch viel Hunger haben. Aufgrund der 32 Grad außen um Mitternacht, waren wir wieder einmal sehr froh über unsere Klimaanlage.


21.06.2017
Camping Vilanova Park (Vilanova i la Getru)
Gefahrene Kilometer: 0 km
Helga ist in der Früh aufgestanden und eine Runde über den riesigen Campingplatz Walken gegangen, ich hab mich noch einmal umgedreht und eine Runde weiter geschlafen. Nach dem haben wir gemütlich gefrühstückt und einmal Pläne für die nächsten Tage geschmiedet. Ein Grund für die Wahl des Campingplatzes, war das direkt davor ein Bus nach Barcelona abfährt. Um 5,10 € ist man in ca. einer Stunde mitten in Barcelona, bequemer geht es fast nicht mehr. Der zweite Grund war das der Campingplatz, zu Recht, sehr gute Kritiken hatte. Nachdem geklärt war das wir morgen Barcelona besuchen und wie wir hinkommen, sind wir in den schönen Pool baden gegangen. Die Temperaturen waren noch immer sehr hoch, der Wind war aber bis auf ein angenehmes Lüftchen weg. Abends haben wir wieder unseren Griller bemüht und es genossen dass es so weit im Westen bis 22:00 Uhr ziemlich hell ist. Die beiden Fotos in der zweiten Reihe wurden zu dieser Zeit aufgenommen.


22.06.2017
Camping Vilanova Park (Vilanova i la Getru) – Barcelona – Camping Vilanova Park (Vilanova i la Getru) (mit dem Bus)
Heute ist ausnahmsweise einmal der Wecker um 07:00 Uhr abgegangen. Wir mussten uns ein wenig beeilen, da wir den Bus um 08:45 erreichen wollten. In Barcelona sind wir am Placa Catalunya ausgestiegen, und haben uns eine Station von den Hop on Hop off Bussen gesucht. Heute wollten wir zur groben Orientierung einmal ein wenig herumfahren. Die Tickets hatten wir gestern schon über das Internet besorgt, da es dann 10% Rabatt gab. Als erstes haben wir die rote Tour gewählt. Mit ein paar Zwischenstopps sind wir dann später in die grüne Tour umgestiegen. Um an unseren Ausgangspunkt zurück zu kommen, haben wir wieder die rote Line genutzt, sind aber bei der Kathedrale im gotischen Viertel schon wieder ausgestiegen. Nach ein wenig Sightseeing dort, haben wir ein Lokal aufgesucht und den ersten Hunger mit ein paar Tapas gestillt. Trotz der der zentralen Lage war es ausgezeichnet und auch nicht überteuert. Am Weg zum Placa Catalunya hat Helga sich in einem Sportgeschäft ein paar neue Wandersandalen gekauft, mein Provisorium hatte somit ausgedient (aber es hat bis dahin super funktioniert). Inzwischen war es schon 17:00 Uhr und wir haben uns dafür entschieden auch noch die blaue Tour zu machen. Beim Vorbeifahren bei einem Park haben wir zuerst gedacht wir haben zu viel Sonne bekommen, aber die Vögel die wir gesehen haben waren wirklich grüne Papageien. Halsbandsittiche und Keilschwanzsittiche leben und brüten in Andalusien in Kolonien, und wenn man genau schaut sieht man sie fast in jedem Park oder bei Ansammlungen von Palmen. Zurück am Placa Catalunya haben wir entschieden den nächsten Bus zurück zum Campingplatz auszulassen, und noch etwas essen zu gehen. Die ausgewählte Paella war ok, aber mehr auch nicht und das hab ich schon besser gesehen und gegessen als hier in Barcelona. Den Bus um 20:00 Uhr haben wir dann genommen und waren um ca. 21:30 am Campingplatz (es war der Bus der zusätzlich über den Flughafen fährt und deswegen länger unterwegs ist). Am Campingplatz haben wir als erstes das glühend heiße Wohnmobil ausgelüftet, und dann die Klima auf 25 Grad und höchste Gebläse Stufe gestellt. Bei den angezeigten 42 Grad innen, hat sogar vorne eine schlampig gemachte Verklebung einer Verkleidung aufgegeben. Die Nacht war dank der Klimaanlage aber trotzdem sehr angenehm.


23.06.2017
Camping Vilanova Park (Vilanova i la Getru)
Gefahrene Kilometer: 0 km
Nach dem gestrigen Tag haben wir heute wieder einen Ruhetag eingelegt. Während unseres Frühstücks sind am Stellplatz hinter uns drei ältere Engländer mit einem Mietmobil eingezogen. Man hat aber auf den ersten Blick gesehen dass sie keine Ahnung vom Campen und von Wohnmobilen haben. Aus ihrem Wohnmobil hat es, wenn der Wind schlecht stand, auch ziemlich heraus gemuffelt. Gut dass der leichte Wind meistens in die andere Richtung geweht hat. Der Campingplatz ist inzwischen komplett voll geworden. Da einer der, oder vermutlich überhaupt der größte Feiertag in der Gegend, angestanden ist sind alle Spanier unterwegs gewesen. Es hat keine freien Plätze mehr gegeben, und dauernd wurden Raketen geschossen und Böller geworfen. Die Sanitäranlagen wurden rund um die Uhr laufend gereinigt, und waren für den Andrang in einem erstaunlich guten Zustand. Da die Kritiken im Internet vom Campingplatz Restaurant auch nicht die besten waren, wollten wir nicht wieder eine Enttäuschung erleben und haben selbst gekocht. Aufgrund des missglückten Experiments mit der Paella, wollten wir uns heute selbst eine machen. Im Shop hab ich alles dafür bekommen, und am Abend auf unserem Kocher vorm Wohnmobil zu kochen begonnen. Eigentlich waren der Griller und der Kocher im Einsatz, da ich am Griller zuerst die Hendlhaxen, die Scampi, das Fleisch und die Würstel gegrillt habe. Erst zum Kochen des Reis und Zusammenmixen von allem bin ich dann auf den Kocher gewechselt. Und die Paella hat nicht nur gut ausgesehen und gerochen, sie war auch 1000 Mal besser als das was wir gestern bekommen hatten. Und irgendwie macht mir das Kochen in der freien Natur auch Spaß
BIs weit nach 03:00 Uhr in der Nacht war der Himmel hell erleuchtet. Es war wie ein Silvesterfeuerwerk, welches von 20:00 Uhr (da war es noch hell???) bis 03:00 Uhr in der Früh dauert. Bei uns dauert das Feuerwerk zu Silvester vielleicht 10 bis 15 Minuten, hier wurde 5 Stunden Vollgas Raketen geschossen????


Die restlichen Tage und noch mehr Fotos bei jedem Tag könnt ihr euch, wenn ihr wollt, gerne auf meiner Homepage ansehen, da ich hier nicht die volle Länge vom Reisebericht unterbringe
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