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Das erste Mal Schweden - Querfeldein und ab durch den Süden


WoMo81 am 29 Aug 2017 11:39:32

Here we go...

Und entschuldigt bitte, sollten sich da Fehler einschleichen oder etwas fehlen oder sonstiges... Ist mein erster Reisebericht und es war unsere erste größere Tour überhaupt! :ja:

Die Vorbereitung (1. Augustwoche 2017)

Wir haben Sören (so heißt unser kleines Wohnmobil) am Montag schon mal vom Stellplatz geholt um die letzten Vorbereitungen zu treffen, da meldete sich freundlichst die Bremsleuchte mit einem herzlichen Flackern. Nach viel hin und her, Prüferei und Co. stellte sich dann lediglich ein niedriger Stand der Bremsflüssigkeit heraus und meine Frau war wieder beruhigt, dass wir doch in den Urlaub starten können. Also Wasserreserven eingepackt, zwei volle Gasflaschen (1 x 11kg und 1x5kg) rein, Klamotten und alles rein was so vorhanden war und dann konnte es los gehen...

Der Start - Freitag, der 04. August 2017

Wir waren beide noch arbeiten und wollten so zeitig los wie es geht! Heute soll es gen Norden gehen, denn wir wollen übers Wochenende noch Freunde in Dänemark besuchen. Die Fahrt am Samstag wäre uns zu langwierig geworden, so dass wir zumindest eine Teilstrecke wenigstens am Freitag schaffen wollten! Um 16:15 Uhr ging es dann los und wir drehten den Zündschlüssel um - endlich Urlaub!

Da wir eh nicht die Schnellsten sind und wir ja auch Zeit haben, entschieden wir uns mal wieder für die landschaftliche Strecke entlang der Bundesstraßen bis zur Fähre nach Wischhafen. Ein paar nasse Straßen später (geregnet hat es aber immer nur vor oder nach uns ^^) erreichten wir dann um kurz vor 20 Uhr die Fähre, mit der wir um 20:30 Uhr dann nach Glückstadt übersetzen konnten.

Fahrtrichtung Nord lautete weiterhin das Motto und so fuhren wir nen Stück Autobahn vorbei am W:O:A bis wir gegen 22 Uhr am geplanten Ziel in Tönning angekommen sind. Also einfach nur noch schnell den Sören geparkt, Strom dran und ab ins Bett...

Deutsch/Dänische Straßen - Samstag, der 05. August 2017

Es ist früh... Zu früh, denn wir wollen ja unsere Zeche bezahlen! Also warten wir bis 7:30 Uhr und machen uns dann langsam fertig. Die Sonne lacht auch bereits über der Eider:

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Ein kleines Frühstück später und Sören ist um 8:00 Uhr zur Abfahrt bereit:

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Weiter geht es also auf deutschen Bundesstraßen mit doch schon etwas Verkehr, einigen Urlaubern die es scheinbar nicht erwarten können in den Urlaub zu kommen und reichlich Sonnenschein. Midjütland ist das Zeil, eigentlich immer geradeaus. Direkt hinter der Grenze ist quasi Urlaub! Das gilt scheinbar auch für die Deutschen, denn die Drängler und auch die Überholvorgänge werden merklich weniger. Rund um Esbjerg wird es aber noch einmal ein wenig hektischer, man merkt das um diese Uhrzeit bereits die Bettenwechsler in den Ferienhäusern an-/abreisen wollen. Gegen 13 Uhr und mit einigem Regen später erreichen wir dann den Nissum Fjord in Lemvig.

Die Fähre ruft! - Sonntag, der 06. August 2017

Nach einem gemütlichen Samstag und auch einem ebenso gemütlichen Sonntag bei Sonne machen wir uns gegen 19 Uhr auf in Richtung Fähre. Etwa 3 Stunden früher als geplant, aber unsere Freunde wollen noch Richtung Nordsee aufbrechen und wir wollen ungerne alleine im Ferienhaus zurück bleiben, man hat ja alles dabei.

Wir zuckeln nahezu ohne Verkehr über dänische Bundes-/Landstraßen und erreichen dann die E45 in Richtung Fredrikshavn. Sören rennt... Wir fahren gemütlich zwischen 80 und 90 km/h ohne wirklich jemanden zu stören oder öfters überholt zu werden. Irgendwann meldet sich dann mal wieder eine Lampe, dieses Mal ist es allerdings die Batterieanzeige. Ein kurzer Halt zum "googlen" und erst einmal Beruhigung, sollte nichts dramatisches sein! Randnotiz: Die Lampe blieb nach diesem Abend für die restliche Zeit des Urlaubs aus!

Erwähnte ich schon das wir zu früh waren? Wir waren zu früh... :roll: Das Boarding hatte bereits begonnen, blöd nur das es noch die Fähre vor unserer Fähre war! :lach: Also so gut es geht noch ein wenig im Hafen auf's Ohr gehauen und pünktlich eine Stunde vor Abfahrt durch das Boarding. Und da waren sie schon, deutsche Kinder!!! Und dann sogar noch welche aus dem gleichen Landkreis. Nein, wir haben nichts gegen Kinder und ja, wir haben auch ein Pubertier, aber den ganzen Urlaub über haben wir immer wieder interessanterweise die Stellen und Orte gefunden, wo vorzugsweise deutsche Kinder lauthals schreiend ihre Ferien "genießen" wollen und ihre Eltern im Urlaub in den Wahnsinn treiben wollten. Nach dem dritten Schuss gegen unser Womo und einer kurzen (durchaus noch freundlichen!) Ansage später und das laut kreischende, nächtliche Ballspiel morgens um 2:30 Uhr findet weiter hinten auf dem Parkplatz statt.

Danach geht es pünktlich auf die Fähre!

Sweden is calling! - Montag, der 07. August 2017

Der Kurs führ gen Osten... Die Sonne geht über Schweden auf:

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Die Einfahrt in den Schärengarten vor Göteborg wollen wir natürlich nicht verpassen und ebenso wollte ich gerne die Schäre finden, wo das kleine Leuchtfeuer mit dem kleinen süßen bunten Häuschen steht:

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Puh, Glück gehabt!

Die Ausfahrt mit unseren nächtlichen Freunden aus dem gleichen Landkreis funktioniert bis zum einfädeln auf die E45 eigentlich problemlos. Dann wird aber ihrerseits direkt hupend und mit quietschenden Reifen rechts überholt. Scheinbar haben sie die Ampelanlage vor uns nicht gesehen und hielten die Auffahrt für einen Kreisverkehr!? Ist aber nur eine Vermutung. Also einfach vorlassen, wir haben schließlich Zeit. Es ist ja Urlaub!

Das was wir von Göteborg gesehen haben war mehr Baustelle als Straße... Dennoch erreichen wir halbwegs problemlos die E6 und biegen wie geplant in Stenungsund auf die 160 ab. Wir wollen über Tjörn in Richtung Westküste.

Bis hierhin war ich zumindest vorbereitet, ohne natürlich bei Google Street View zu sehen was für eine Steigung und Höhe die Tjörnbron hat. Ich und meine Höhenangst... :stumm:

Also rüber über die Brücke und direkt rechts ab auf den kleinen Rastplatz mit fantastischer Aussicht, wir wollen frühstücken:

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Wir finden sogar ein Plätzchen was halbwegs windstill ist und genießen die vorbei ziehenden Segelschiffe unten und die Wolken oben:

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Weiter ging es dann über Ellös, Dragsmark und Bokenäs bis nach Kungshamn. Defintiv keine direkte Route, aber die kostenlosen Fähren hatten es mir angetan und was wir alleine in den paar Stunden landschaftlich zu sehen bekamen war einfach kaum in Worte zu fassen. Wir standen beinahe mehr als das wir gefahren sind, also gut das ich meiner Frau vorher noch eine große SD Karte in ihr Smartphone gepackt hatte...

Dafür wurden wir am Zwischenziel direkt mal Erschlagen! Wir waren zurück in der Zivilisation. Menschenmassen, Verkehr, es war beinahe so als wäre mal nur um die Ecke abgebogen und aus der Natur mitten in New York City gelandet. Dafür gab es wenigstens noch etwas Aussicht:

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Also noch schnell ab über die Brücke (erwähnte ich meine Höhenangst bereits?) und rüber nach Smögen. Okay, jetzt waren wir wirklich im Trubel "gefangen". Erst später las ich dann, dass man Smögen durchaus auch als das Saint Tropez der Westküste bezeichnet. Das erklärt vermutlich einiges...

Aber ich wollte ja wenigstens mal die bunten Häuschen entlang der Smögenbryggan gesehen haben und da waren sie:

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So haben wir dann ein Häkchen dran gemacht und sind noch etwas entlang der Felsen gelaufen um uns in Ruhe einen Übernachtungsplan zu machen. Meine Frau wollte hier keinesfalls bleiben, so dass wir einfach weiter bis nach Hunnebostrand gefahren sind. Dort soll laut Google Maps und der schwedischen Stellplatzkarte eine passende Möglichkeit am Hafen bestehen. Diese erwies sich leider als von Autos zu geparkt und mit ebenso vielen Menschen überlaufen zu sein. Wir wurden sogar zwar freundlich aber dennoch recht bestimmend eindringlich darum gebeten unser altes Dingen zur Seite fahren, man möchte schließlich dort parken.

Wir wollten ja eh noch ein kleines Stück gen Norden, also zurück auf die 174 und rechts an, Smartphone zücken und Alternativen suchen. Etwas nördlich von Bovallstrand erreichten wir dann den Stellplatz Middlarna:

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Keine so schöne Aussicht wie geplant (aber die wollten vermutlich alle haben), dafür super ruhig gelegen, alles da was man braucht und preislich absolut in Ordnung. Und so endete unser erster Tag in Schweden!

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leoline am 29 Aug 2017 16:16:27

Danke schon mal bisher für diesen netten Bericht! Hat mir ein Schmunzeln ins Gesicht gezaubert und irgendwie fand ich uns auch wieder ... ;D .
Ich fahre gerne weiter mit (wir waren im Frühjahr auch das erste Mal in Schweden).

zeus am 29 Aug 2017 16:32:54

Sehr schön geschrieben, wir waren dort auch schon, weil unsere Tochter ja in Schweden wohnt (Trelleborg) und wir die Besuche bei ihr immer mit Fahrten verknüpfen. Bin gespannt auf die Fortsetzung.

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Jonah am 29 Aug 2017 17:52:27

Habe heute Morgen Seite 1 auch schon mit Begeisterung gelesen und freue mich ebenfalls auf Fortsetzungen. :ja:

WoMo81 am 30 Aug 2017 09:16:57

Die Zahl des Tages lautet 21 - Dienstag, der 07. August 2017

Hatte ich schon erwähnt das nach uns noch drei weitere Womos auf den Stellplatz fanden? Es regnete mittlerweile immer mal wieder und 1 x dürft ihr raten, wohin sich der ausgebaute VW Transporter mit deutschem Kennzeichen mit seinen 2 Kindern hingestellt hatte? Nicht das der Platz noch ungefährt 10 andere freie Plätze gehabt hätte, welche durch die Bäume teilweise sogar trocken waren...

Aber da wären wir dann auch direkt bei unserem neuen Hobby! Womo gucken. Wer kommt noch nach uns so? Woher kommen die Leute? Wie stellen sie sich auf/hin? Ist teilweise schon sehr interessant wie unterschiedlich Menschen sind. Einige drehen sich gerne der Sonne entgegen, andere machen es genau andersrum. Der eine fährt vorwärts auf die Keile, der Nächste rückwärts! Wirklich interessant und für uns teils auch sehr lehrreich.

Ich schweife ab...

Die Sonne ist zurück am frühen Morgen, wenn auch mit einigen Wolken! Meine Frau steht generell früh auf, auch im Urlaub! Unser Testrunde am ersten Hochzeitstag im Juni, als wir beschlossen hatten die Sitzgruppe unten immer umzubauen und den Alkoven als Lagerfläche/Stauraum für die Klamotten und die Stühle samt Tisch zu nutzen, hatten wir bei behalten und dies war letztlich für uns auch die richtige Lösung. Nur wer außen liegen darf wurde des Öfteren neu verhandelt... :ja: Nicht das ich was dagegen hätte, wenn die beste aller Ehefrauen morgens über mich rüber steigt! Aber das ist ein anderes Thema. :stumm:

Also das erste Mal den Omnia Backofen zum Brötchen aufbacken benutzt -> das üben wir noch ein paar Mal! In Ruhe gefrühstückt und los geht es! Wobei wir nicht weit gefahren sind, bevor wir Sören abermals abgestellt haben. Die Hornborgs Slottsruin stand auf dem Zettel, liegt ja auf dem Weg. Es geht nen Stück nach oben, also zieht sich meine Frau lieber doch noch einmal um, als ein netter älterer Herr mit zwei Hunden auf mich zu geht. "Duitschland ja?" Das bejahe ich natürlich. Der nette Schwede erzählte mir von seinem Studium in Frankfurt/Main vor über 50 Jahren und das er sogar Hannover kennen würde. Minden kennt er zwar nicht, aber Hannover ist ja auch nicht weit weg. Einen kurzen Plausch später entschwindet er in Richtung Wald und wir machen uns auf den Felsen zu erklimmen. Interessant was in Schweden als Ruine so durch geht. Sehen tut man von einem Schloss nämlich nichts mehr (das war mir aber vorher bewusst dank Google), aber dafür ist Ausblick natürlich toll und alleine dafür war es den kleinen Anstieg wert:

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Also ein wenig verweilen, für meine Verhältnisse im sitzen auf glatten Steinen am Rand eines Gefälles... Ach lassen wir das mit der Höhenangst! :roll:

Wir rollen weiter, allerdings wieder nur ein kleines Stück, denn das kleine Örtchen Hamburgsund mit der gegenüberliegenden Insel Hamburgö hatte es mir auf Bildern angetan. Erwähnte ich schon das ich diese kleinen kostenlosen Fähren toll finde? Also schwupps rüber, hoch zur kleinen Kirche und ein Foto von Hamburgsund geschossen:

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Außer ein paar Seglern und Einheimischen war der Ort auch deutlich ruhiger als die Orte nen Stück weiter unten wo wir gestern waren. Das wollten wir nochmal kurzzeitig ändern - wir fahren nach Fjällbacka!

Also dieses Örtchen ist wirklich toll, auch mit dem ganzen Touristentrubel. Wir parken etwas außerhalb an einem Einkaufsladen und gehen den Rest ins belebte Örtchen zu Fuss. Auch hier gibt es ähnliche Massen wie gestern in Smögen, aber wir empfinden es nicht als ganz so störend oder überfüllt. Vielleicht haben wir auch binnen 24 Stunden die schwedische Gelassenheit verinnerlicht?

Wir sagen unseren Gelenken mal wieder das es gleich los geht und gehen durch die Kungsklyftan, einer Felsspalte mit dicken Brocken wo Teile von Ronja Räubertochter gedreht wurden. Das verlangt einem schon etwas ab, vor allem weil die Steine teilweise noch gut nass sind vom Vortag und einem natürlich auch ständig Leute entgegen kommen, aber beeindruckend ist es auf jeden Fall:

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Meine Frau zeigt einen kleinen Anfall von Schwäche - was ist, wenn ausgerechnet jetzt die Brocken herab fallen? Nun, dann hätten andere Leute wenigstens was zu gucken! :P

Nun reichts aber und ich will endlich mal Geld ausgeben. Nein, wir machen keine der vielen angebotenen Bootstouren oder so, sondern wir setzen uns ganz Touristenlike an die Fjällbacka Bryggan (die aber mit der im norwegischen Bergen in unseren Augen nicht mithalten kann) in die erste Reihe an den Hafen und ich organisiere ein paar Leckereien. Wäre doch gelacht wenn wir das mit der VISA Karte nicht hin bekommen. Ein paar Minuten später und rund 15,- EUR ärmer (tja, so sind eben die schwedischen Preisverhältnisse, aber es ist ja Urlaub und man wusste es vorher) sitzen wir also mit Blick auf den Hafen und beobachten ein wenig das rege Treiben:

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So, nun aber genug und ab ins Landesinnere! Vorbei an Tanumshede über Ed (ich war versucht dort zu bleiben, aber der Platz sah nicht so einladend aus) sollte die Fahr nach Haverud zum Dalsland Kanal und seinem Aquädukt gehen. Es ging wieder vorbei an schönen Seen, über tolle Straßen, hoch, runter, lange Geraden... Wer hätte gedacht das Schweden hier so bergig ist!?

Ich folge also dem Navi und dachte mir vorher noch so, laut Google wollte ich doch die 164 und 166 fahren und dann vom Süden her nach Haverud fahren. Aber das Navi wirds schon richten. Das führte nur leider dann zu der Tatsache, dass wir die 164 bis zum Ende fuhren, ein kurzes Stück die 172 in Richtung Dals Langed und dann nach Högsbyn kamen. Die Straße wurde quasi wieder einspurig mit ihren interessanten M Ausweichstellen die wir schon vom Montag her kannten...

Meine Frau fand es mal wieder "interessant" was das Navi so für Straßen kennt, ich hingegen fand es eher interessant das eine Straße mitten in Schweden das Wort Fjäll beinhaltet, und schon wusste ich wieso! :eek:

Da stand doch glatt ein kleines Schild am Rande einer schmalen schwedischen Straße mit einem Hinweis für die nächsten 9,2km und einem ausgewiesenen Gefälle bzw. Steigung von bis zu 21%! Der arme Sören... Da hätten wir ja doch nach Norwegen fahren können! Aber gut, nützt ja nichts und wenn wir schon mal da stehen, dann ziehen wir das jetzt auch durch, zur Not mit Anlauf so gut es geht! :ja:

Etwa in der Mitte des Ganzen auf und ab, hin und her, spitze Kehren, Senken und Co. kam uns dann tatsächlich mal ein heimisches Fahrzeug aus schwedischer Produktion entgegen und winkte uns freudig zu. Keine Ahnung ob er den Wahnsinn oder den Mut mit Respekt zollte oder einfach Angst um uns hatte!? :lach:

Wir machten recht direkt dahinter eine kleine Zwangspause, eine weinende Stimme als Sprachnachricht erreichte uns. Das Pubertier war recht aufgelöst, aber wir konnten die Situation recht schnell beruhigen. Sören war vermutlich froh das er etwas verschnaufen konnte, als ein Kastenwagen mit deutschem Kennzeichen an uns vorbei fuhr. Ob der auch nen Garmin als Navi hat? Für das neumoderne Gefährt schien es aber kein Problem zu sein diese Strecke zu fahren.

Ein paar km später kamen wir dann in Haverud an. Also ab auf den Stellplatz der zum kleinen Campingplatz gehört und erstmal die Lage sondieren. 2. Reihe mit Strom mit Blick in Richtung Dalsland Kanal, könnte schlechter sein!

Wir schnappten uns also die Smartphones und gingen in Richtung Aquädukt:

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Doch noch richtig Trubel hier, hätte ich ja nicht gedacht. Restaurant noch offen, das kleine Museum noch offen, ja sogar eins der kleinen Fahrgastschiffe gab sich die Ehre:

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Schon interessant das gutaussehende, braungebrannte junge schwedische Ding zu sehen wie sie mit ihren kräftigen Armen die Schleusen... Ähm ich meinte natürlich schon interessant wie diese alte Technik der Schleusen auch in heutigen Zeiten noch per Hand betrieben so funktioniert! Ein Wunderwerk der Ingenieurskunst möchte man meinen!

Die Geschichte mit dem teuren Eis in interessanten Geschmacksrichtungen erspare ich euch an dieser Stelle mal, wir haben es aber dennoch verputzt! :wink:

Wir gingen also zurück zum Stellplatz und ließen den Abend in Ruhe ausklingen, für morgen sollte das Wetter deutlich schlechter werden.

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WoMo81 am 31 Aug 2017 09:23:01

Und wir träumen vom Sommer in Schweden... - Mittwoch, der 08. August 2017

Wieder einmal hatte die Wetter App Recht. Es ist dunkel bewölkt und fängt schon recht früh an immer mal wieder zu tröpfeln. Während ich mich im Waschhaus um die Körperpflege kümmere kommt der Platzwart zum kassieren (es ist ja immerhin auch schon 7:30 Uhr!). Die beste aller Ehefrauen versucht also mit Händen und Füßen irgendwie die Gebühr zu bezahlen, als der nette Herr ihr im gebrochenen deutsch klar macht, sie könne sich ruhig Zeit lassen und brauch auch gar nicht aufgeregt sein. Da ist man einmal nicht selbst vor Ort... :lach:

Ich hatte den Abend vorher geplant, ob wir nicht doch bis nach Mora zum Siljan fahren sollten!? Aber nachdem dann auch noch teils starke Böen einsetzten, der Regen immer mehr wurde und aus Richtung Süden kam, sind wir einfach geblieben wo wir waren. Umso schneller ist das Regengebiet weg!

Also rein in Sören, nen Stück gen Süden (die 21% Straße wollte ich nicht noch einmal fahren) und kurz vor Mellerud ab auf die E45. Der Vänern kommt in Sichtweite... Wir fahren vorbei an Åmål wo ich eigentlich gestern landen wollte und kommen durch Säffle. Der deutsche Discounter kommt in Sichtweite (den hatte ich vorher schon auf dem Schirm dank Google)! Also kurzerhand rechts ab und ein paar Vorräte gebunkert. Als wir raus kamen war es noch immer am schütten, so dass wir nun wirklich beschlossen hatten zu bleiben.

Etwa drei Kilometer südlich liegt ein Campingplatz, auch diesen hatte ich schon mal grob im Auge gehabt bei der vorherigen Planung. Also einfach durch das kleine Gewerbegebiet in Richtung Vänern und ab in die Wartespur. Es kommen uns einige Gespanne und Wohnmobile entgegen -> es ist schließlich noch recht früh! Aber dennoch bekommen wir problemlos einen Platz und entscheiden uns für die etwas höher gelegenen Stellplätze auf Schotter, statt uns unten auf die Parzellen auf die Wiese zu stellen:

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Viel passiert nicht mehr. Wir nutzen am frühen Nachmittag die Auflockerungen in den Wolken und drehen noch eine Runde über den Platz und entlag des Vänern:

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Ein kurzer Blick in die Wetter App zeigt das das Regengebiet ungefähr jetzt am Siljan angekommen ist, zeitgleich mit uns! Also alles richtig gemacht...

Gegen Abend wird es dann bereits ein wenig besser. Die Infrastruktur auf dem Platz ist auch in Ordnung und so beschließen wir einfach einen Tag länger zu bleiben, denn für morgen ist wirklich gutes Wetter angesagt.

Unser neues Hobby und so... - Donnerstag, der 09. August 2017

Ich schrieb ja schon weiter oben etwas zu unserem neuen, kleinen Hobby! Heute hatten wir mal wieder etwas Gelegenheit dazu. Nicht schlecht so eine Sicht von einer etwas erhöhten Position. Morgens gab es frische Brötchen (wenn man die Möglichkeit schon mal hat, nutzt man sie natürlich auch!) und wir konnten direkt draußen frühstücken. Da war sie wieder, die Sonne!

Wir nutzen also die Möglichkeit und dehnten unseren gestrigen Spaziergang noch etwas aus und genossen die Sonne:

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Der alte Leuchtturm gehört mit zum Campingplatz und beinhaltet jetzt ein Restaurant. Je nach Jahreszeit gibt es dort Buffetangebote, Mittagstisch oder auch eine Abendkarte. Alles mit direktem Blick auf den Vänern.

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Viel ist danach nicht mehr passiert, außer einige Ab-/Anreisen. Direkt neben uns platzierte sich ein Bielefelder und wir kamen ein wenig ins plaudern. Unter uns platzierten sich dann mal wieder zwei Familien in Zelten. Inklusive Baby waren es 5 Kinder in zwei Zelten. Ihr könnt euch vorstellen das wir beim spielen unserer Rummikub Runden keinerlei weitere Unterhaltung benötigten. Wir unterbrachen unser Spiel sogar, als der Platzwart eigens mit seinem Caddy vor fuhr, um noch diverse andere Gespanne und ein riesen großes neues Wohnmobil zu platzieren. 4m Abstand zum Nachbarn gelten in Schweden im Normalfall! :ja:

Morgen geht es dann in Richtung Göta Kanal...

zeus am 31 Aug 2017 10:54:38

Herrlich, Du hast eine gute Gabe, zu erzählen. Ich war wieder mit Euch unterwegs.

Jonah am 31 Aug 2017 23:30:29

Ich auch. Parallel öffne ich immer Maps und gebe die Orte ein, die ihr angefahren seid. So kann ich mir das alles noch besser vorstellen. Schön ist es auch, dass man in Schweden fast jede Straße per Street View ein Stück nachfahren kann, habe auch da das Schild mit den 21% gefunden. :ja: Guck mal:




Sehr kurzweilig geschrieben, ich freue mich schon auf den Götakanal.

WoMo81 am 01 Sep 2017 15:52:51

An Jonah: Genau das Schild! Ich hatte das gleiche Schild von Süden kommend nämlich bei Google Street View gesehen und mir dann den Plan gemacht, von Süden kommend einfach wieder ein Stück zurück zu fahren wenn es Richtung Vänern geht. Das wir jetzt von Norden kommend die Strecke gefahren sind, ist halt dem Garmin geschuldet... Aber niemand ist perfekt! :lach:

Vielleicht packen wir Norwegen doch mal auf unsere Reiseliste!? :mrgreen:

Sommer, Sonne, Sonnenschein - Freitag, der 10. August 2017

Okay, ich gebe zu die Überschrift ist dezent übertrieben, zumindest wenn wir den frühen morgen betrachten. Es ist noch recht wolkig, aber die Vorhersage verheißt eigentlich nur Gutes...

Also ab mit unseren sieben Sachen hinein in Sören und ab auf die E18 entlang des Vänern! Die Straße ist recht voll, es geht mal wieder auf und ab, rechts und links, über den Klarälven Fluss in Karlstad bis nach Kristinehamn. Wir kommen an einem größeren Einkaufsladen vorbei... Ich liebe einkaufen und wenn das Wetter so bleibt, wird heute endlich mal gegrillt! 8) Also mal wieder kurzer Hand rein in den Laden, bißchen Fleisch und Fisch gekauft und weiter gehts! Okay ich gebe es zu, die Marabou war im Angebot. Jetzt ist der Kühlschrank voller Schoki! :bindafür:

Wir fahren die rund 4km entlang des Vålösundsvägen in Richtung Süden. Kleine, schnuckelige Ferienhäuser links, das Gleiche als Hafen rechts. Dahinter noch eine Reihe an Häuschen. Die wissen schon warum hier nur 30 Zone ist. Nicht wegen den Huckeln auf der Straße, sondern weil es einfach so schön ist, dass man gar nicht schneller fahren möchte.

Wir parken am Ende der Straße und gehen den Rest zu Fuss vorbei an ebenso schicken Häuschen die einfach bei Sonne noch schöner wirken als sie ohnehin schon sind:

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Das Ziel ist die Picassoskulptur an der Einfahrt in den Sund. Wir kommen uns vor wie Asiaten mit unseren Smartphones. Die beste aller einjährig verheirateten Frauen platziert sich direkt vor das Wasser, ich versuche mein Glück von etwas näher dran. Wer hätte auch gedacht das das Teil so hoch ist!?

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Man sieht auf den Bildern denke ich recht gut wie sich das Wetter verbessert hat? Nein? Gut, dann hier zwei Bilder in Richtung Süden entlang des Riksväg 26. Der Verkehr verdichtet sich auch schon etwas, es sind auch viele Camper unterwegs. Schön wenn man man nicht immer der Erste in der "Schlange" ist. Und dennoch fasziniert uns die schwedische Gelassenheit ein weiteres Mal. Kaum einer drängelt oder versucht zu überholen.

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Kurz hinter Gullspang möchte das Navi links ab, so verpassen wir leider Sjötorp! Zumindest was ich so gelesen haben, ist es auch dort recht ansehnlich. Aber vielleicht beim nächsten Mal!? Wir fahren entlang der 200. Einen anderen Namen gibt es auch nicht... Bei uns in Deutschland hätte die Straße vermutlich nicht einmal einen Namen so schmal und eng ist sie. Aber in Schweden ticken die Uhren anders, denn auch diese Straße kreuzt problemlos die E20 wie aus dem Nichts.

Wir fahren weiter entlang des Göta Kanal und überqueren ihn in Töreboda. Hier steppt das Leben, allerdings nur im vorderen Teil des Örtchens. Ein Stück weiter möchte das Navi vermutlich mal wieder wie eingegeben die schnellste Strecke haben. Das Schild der kleinen Unterführung besagt aber 3m Höhe inkl. einer Senke. Wir haben laut Fahrzeugschein zwar 2,85m, aber sicher ist sicher...

Einen Kilometer weiter ist es dann aber wirklich soweit und wir biegen abermals links ab. Die Unterführung sagt 3,4m! Das sollte zu schaffen sein. Also flux drunter her und wieder links ab in Richtung Jonsboda, dem Ziel für heute. Den kleinen Platz am Café hatte ich mir bereits in Deutschland heraus gesucht, denn hier stehen nur ein paar Mobile längs zum Kanal direkt an der kleinen Brücke. Es ist kurz vor 13 Uhr aber schon alles voll. Ein Holländer kommt mir entgegen und fuchtelt wild mit den Armen, zeigt auf die Wiese dahinter und deutet mir "nix Strom". Er sollte Recht behalten!

Aber gut, es gibt ja immer einen Plan B (in diesem Fall hätte ich sogar auch noch Plan C gehabt). Also gedreht, wieder zurück über die kleine Brücke und ein Örtchen weiter bis nach Vassbacken. Okay, der Platz ist etwas größer als der in Jonsboda, aber es gibt dafür auch etwas mehr "drumrum". Man könnte Fahrräder leihen, Tretboote mieten, das Café ist noch etwas größer und bietet sogar warme Speisen und es gibt tatsächlich ein SPA mit Jakuzzi direkt am Göta Kanal.

Also rein in die Info und gefragt ob noch etwas frei ist. Eine schwäbische Frohnatur empfängt mit leicht gestresst und sagt, ich dürfe mir den Platz frei wählen. Das lasse ich mir nicht zwei Mal sagen. Vorne ist schon alles belegt, also nehmen wir den hinteren Teil direkt am Kanal und breiten uns mit unseren 4,62m aus:

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WAS! FÜR! EIN! WETTER! Meine Frau ist glücklich, endlich etwas sonnen und ich bin glücklich wenn sie glücklich ist. Nein, mir gefällt es dort auch wirklich gut! Der Platz entpuppte sich also nicht als Notlösung sondern als Volltreffer!

Während der kleine Campinggaz Partygrill seinen Dienst verrichtet schaue ich schon immer auf meine Vesselfinder App, ob denn noch was auf dem Kanal passiert. Leider tat sich aber nicht wirklich etwas. Okay gut, ein paar Segler noch sowie ein Motorboot, aber nichts was man jetzt aufzählen müsste.

Also ruhig bleiben und um den Nachtisch kümmern:

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Durch Zufall schaute ich natürlich immer mal wieder zum Kanal, man muss ja die Aussicht genießen und dann kam sie doch, die M/S Wilhelm Tham:

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Ist zwar jetzt "nur" das zweit älteste Schiff der Flotte, aber wer zählt das schon!? Für mich eines DER Highlights im ganzen Urlaub. :ja:

Gekrönt wurde der Tag noch mit dem bis dahin schönsten Sonnenuntergang der bisherigen Reise. Man sah aber schon die Vorboten für den kommenden Tag...

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zeus am 01 Sep 2017 19:09:28

Wieder Klasse!
Wir fahren nächste Woche auch nach Schweden, aber machen nur eine kleine Reise, etwa 1 1/2 Wochen.

rkopka am 01 Sep 2017 22:32:37

WoMo81 hat geschrieben:Da stand doch glatt ein kleines Schild am Rande einer schmalen schwedischen Straße mit einem Hinweis für die nächsten 9,2km und einem ausgewiesenen Gefälle bzw. Steigung von bis zu 21%!

Ja, die Straße ist toll. Eine richtige Achterbahn. Man weiß nie, was nach der nächsten Kuppe kommt. Bin ich vor etwa einer Woche in umgekehrter Richtung gefahren, da am Ende (von Haverud aus gesehen) schöne Felsritzungen sind. Leider war die Dashcam aus, aber nochmal nur für die Kamera wollte ich dann auch nicht fahren.

RK

WoMo81 am 05 Sep 2017 12:07:59

Stilles Idyll oder idyllische Stille - Samstag, der 12. August 2017

Leider waren die Vorboten auch am heutigen morgen noch vorhanden. Der Himmel hat einige Farben zu bieten, nur kein himmelblau.

Ich bewege mich halb schlafend in Richtung Waschhaus um entlang des Holzstegs zum Kiosk um die vorbestellten Brötchen zu holen:

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Also backen können die Schwaben scheinbar... Die selbst gemachten Sauerteigbrötchen waren mit Abstand die Besten Brötchen in ganz Schweden! :ja:

Aber genug der Schlemmerorgie, wir möchten weiter... Aber bevor ich die Zielrichtung ins Garmin tippe nehme ich noch das Häckchen bei "unbefestigte Straßen vermeiden" raus. So sieht man mehr vom eigentlich Schweden hieß es!

Es ging auch direkt gut los, denn die Schotterpiste direkt hinterm Campingplatz lud nicht gerade zum verweilen ein. Aber es gibt ja quasi keinen Verkehr und selbst Google Street View kennt die Straße nicht. Wir erreichen die 202 und fahren ein Stück entlang des Viken. Kurz danach geht es aber wieder links ab und über Undenäs in Richtung Tiveden Nationalpark.

Und da war es wieder, das Häkchen! Meine Frau sollte es noch verfluchen und noch am gleichen Tag machte ich das Häkchen wieder rein. Da standen wir also mitten im Nirgendwo. Das Navi sagt wir sollen rechts ab, das Schild auf der Straße deutet aber weiterhin geradeaus. Naja, die schnellste Route wird es wohl richten! Also rechts ab und ohne Schwung auf ner Schotterpiste versucht die "Straße" zu erklimmen. Ein paar Gänge weiter vorne und durchdrehende Räder später kamen wir oben an. Tolle Aussicht! Leider wollte das Navi dann aber weiter bis zum Startpunkt des Ganzen und wusste scheinbar nicht weiter!? Also nehmen wir halt doch die Touristrecke, langweiliges Navi... :lach:

Erwähnte ich schon das die Angst vor Norwegen immer geringer wird? Spätestens jetzt glauben wir fest dran, auch dort nahezu überall irgendwie ans Ziel zu kommen.

Der Rest der Strecke ist mehr oder minder unkompliziert. Es wird zwar gebaut, aber der Verkehr ist wie üblich nahezu nicht vorhanden. Das gilt aber nur bis zum Parkplatz! Holla, was ist hier denn los? Quasi voll bis auf den letzten Parkplatz und das morgens um 10:30 Uhr und bei dem Wetter. Wir parken also auf dem PKW Parkplatz, schön wenn man so nen kleines Womo hat und schmieden KEINEN Plan.

Ich hatte zwar diverse Strecken schon in Deutschland grob gesehen (es gibt ne tolle Seite über die Nationalparks in Schweden!), aber vor Ort machen wir uns im Eingangsbereich nochmal einen kleinen Überblick über die Lage der Nation:

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Wir entschließen uns für eine der kürzeren Runden und wundern uns noch über diese Linie auf der Schautafel und wieso diese Strecke so lange dauern soll!? Später ist man immer schlauer. Diese Linie ist das Streckenprofil. Unsere eigene Tour de France nur ohne Fahrrad, in der Wildnis und mit herkömmlicher Straßenkleidung samt "passender" Schuhe. :roll:

Aber wir sind bereit für unser Abenteuer und gehen los. Nur ein paar Meter weiter herrscht Ruhe. Es ist nahezu so als hätte man Oropax drin! Gespennstisch und ein absoluter Traummoment! Leider dauerten diese Tagträume meist nur wenige Sekunden, denn irgendwo kreischten und schrien sie wieder die deutschen Kinder... Kann man denn nicht einmal seine Ruhe haben? :mrgreen:

Der Nationalpark ansich ist toll und wir haben nicht mal an der Oberfläche der Wege und des Gebietes gekratzt. Wirklich unbeschreiblich dieser Ort:

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Wir treffen auf dem Rückweg noch ein paar junge Schweden die sich mit Rucksäcken bewaffnet den Weg durch den Park bahnen sowie ein deutsches Eherpaar älteren Semesters, die zwar mit Wanderschuhen aber auch mit Gehstöcken bewaffnet voller Vorfreude unseren Weg in entgegen gesetzter Richtung gehen wollten. Wir hoffen sehr das sie es wieder raus geschafft haben. Richtig gekleidet waren sie zumindest und fit sahen sie eigentlich auch aus... :top:

Etwa 2 1/2 Stunden später muss es gewesen sein als wir wieder in Sören saßen, halb fertig mit den Nerven, die Schuhe mehr als eingelaufen als verlaufen, aber mit vielen neuen Eindrücken besudelt starten wir den Motor.

Die Strecke die wir hin gefahren sind wollten wir keinesfalls wieder zurück, aber es sollte eh in Richtung Norden um den Vättern gehen. Also einmal oben rum und entlang der 50 in Richtung Motala. So langsam sollten wir uns mal am Göta Kanal nen Platz suchen!

Die Straßen werden immer nasser je näher wir Motala kommen und kaum sind wir auf der Ostseite des Vättern angekommen schüttet es aus Eimern. Wir fahren nach Borensberg und müssen noch kurz vor dem Stellplatz einen Stop einlegen:

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Leider sind die Stellplätze am Kanal alle belegt und die in zweiter Reihe sehen nicht wirklich ansprechend aus. Also machen wir nicht mal den Motor aus und fahren direkt weiter. Bei dem Schmuddelwetter verpassen wir wohl eh nichts. Ein weiteres Highlight für mich sollten eigentlich die Treppenschleusen in Berg sein, aber auch hier entpuppte sich die Sichtweise eines Kindes das auf dem Wasser seine Sommerferien auf dem Göta Kanal erleben durfte als eine andere, die man hat, wenn man von der Landseite aus im Regen dorthin fährt! Also schnell raus aus Sören, ein paar Fotos geknipst und wieder rein ins Trockene:

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Ich war sogar zu geizig bei dem Wetter bis unten hin zu laufen und dafür auf dem Parkplatz auch noch eine Parkgebühr zu bezahlen... Der Stellplatz sah auch nicht viel besser aus und glich eher einem Parkplatz! Also befragen wir mal das Garmin nach evtl. Alternativen für die Übernachtung.

Okay, fahren wir also ein Stück Richtung Vimmerby! Zwar etwas eher als geplant, aber es ist ja Urlaub.

In der Nähe von Kisa gibt es das Pinnarp Camping, unser Ziel für heute! Als wir einige Zeit später ankommen hat es zumindest schon mal aufgehört zu regnen. Der Platz sieht recht einladend aus und bietet sogar W-LAN! Ein junger Holländer an der Rezeption empfängt uns freudig und die Formalitäten sind schnell erledigt! Der gesamte Platz ist übrigens in holländischer Hand, zumindest was die Betreiber betrifft.

Ein Platz am See oder zumindest mit Blickrichtung See sollte es sein! Klappte auch ganz gut. Wir haben natürlich nicht bedacht, dass dieser Platz direkt in der Einflugschneise der Zeltcamper in Richtung Waschhaus liegt (Jedermannsrecht gilt wohl auch für das vorbei laufen direkt am Wohnmobil. Parzellen werden schließlich überbewertet!) und direkt vor unserer Nase auch das Volleyballfeld und sonstige Annehmlichkeiten für die Camperjugend stehen. Aber macht ja nix, schließlich ist das Wetter nicht so prickelnd. Das änderte sich aber etwas später und kaum regnete es nicht mehr war er wieder da, der Geräuschpegel...

Nichts desto trotz war der Campingplatz dennoch eigentlich recht schön und der Preis war auch absolut in Ordnung.

Aber egal, wir drehten trotzdem nochmal ne Runde am See und entschlossen und morgen direkt weiter zu ziehen, auch wenn das Wetter wieder besser werden würde:

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