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Hallo in die Runde! Nachdem ich nun den halben Tag auf der Suche nach Informationen war (mit bescheidener Ausbeute), versuche ich es mal direkt hier. Also, wir planen zur Zeit eine große Reise für nächstes Jahr. Zeit nehmen wollen wir uns im Idealfall ca. ein Jahr und im Großen und Ganzen schauen, was auf uns zu kommt. Also keine festen Pläne und immer offen für spontane Änderungen. Eine grundsätzliche Wunschroute gibt es allerdings schon und dazu auch meine Fragen: Die Idee wäre, von Deutschland über Frankreich-Spanien nach Portugal. Danach war der Plan, Marokko-Algerien-Tunesien zu bereisen, um anschließend nach Italien und dann nach Griechenland überzusetzen und von dort aus über die östlichen Länder Richtung Deutschland zurück zu reisen. Aufgrund der geschlossenen Grenze zwischen Marokko und Algerien wird das ja leider so nichts. Also entweder nur ausgiebig Marokko und dann zurück nach Spanien (und ggf. über Spanien nach Algerien), oder Marokko auslassen und von Spanien nach Algerien. Über Marokko als Reiseziel finde ich viele Informationen. Doch wie sieht es aktuell aus mit Algerien und Tunesien? Tunesien scheint zumindest einigermaßen gut zu bereisen zu sein, wenn ich das richtig interpretiere!? Aber Algerien? Außer vom Auswärtigen Amt finde ich nahezu keine aktuellen Informationen. Ist es tatsächlich aktuell so problematisch, dort im Womo unterwegs zu sein? Und wenn ja, wie könnte denn eine sinnvolle RUNDreise aussehen, die durch Afrika führt? Ich bin offen für Vorschläge und freu mich über Anregungen! LG, Lagoa Hallo In Marokko und Tunsien war ich schon je 3 mal. Aber immer mit einem Geländewagen. Den habe ich leider nicht mehr und heute fahren wir mit dem Wohnmobil. Ein Durchquerung wie du geplant hast geht nicht. Das hast du ja schon selber festgestellt. Ein Reise Spanien,Portogal,Marokko ist mit dem Wohnmobil kein Problem. Marokko hat ein großes ausgebauten Straßennetz. Mein Tip, belasse es auf Marokko. In dem Land kann man es schon ein paar Wochen aushalten. Zu Tunesien: Ist zwar Interessant aber wesentlich kleiner. Straßennetz gibt es nur in halben Land. Unten im Süden gibt es nur Schotterpisten. Die Anreise geht von Genua aus und dauert 23 Stunden mit der Fähre. Also meine Meinung: Tunesien lohnt sich nicht. Macht ein ausgedehnten Urlaub in Marokko. LongJohn Stelle Deine Frage mal im Afrika-Forum. Da kannste auch viel lesen und gute Tipps bekommen.
Hab ich hier noch nicht gefunden...dachte, ich wäre deshalb hier richitig?! Sonst seh ich nur ein Marokko-Forum und darum gings mir ja gerade nicht.
Ja, das wäre nun momentan auch eher meine Überlegung. Dann also eine ausgedehnte Reise durch Marokko und über Spanien nach Italien. Von dort wäre die Reise ja ganz planmäßig möglich, eventuell mit einer Ausdehnung auf Georgien. Danke schonmal für die Infos. Nur zum nachdenken: wir planen für den Winter 2018/19, also in einem Jahr folgende Route. Anreise über Land nach Süpdspanien und dann mit der Fähre zwei Monate Inselhopping auf den Kanarischen Inseln. Von dort aus mit der neuen Fähre (die bis dahin hoffentlich schon ihren Betrieb aufgenommen hat) nach Süd-Marokko. In Marokko einen einmonatigen Abstecher nach Mauretanien und auch eine Rundreise in die Westsahara. Dort allerdings auf die gesperrten/verminten Gebiete aufpassen. Dann wieder zurück nach Marokko und nochmals eine Rundreise durchs Land. Rückreise mit der Fähre von TangerMed nach Genua. Zeitdauer: Oktober 2018 bis Mai 2019 - wenn die Gesundheit mitmacht.... Habe die Ehre Gogolo Algerien ist ein grandioses Reiseland. Wunderschöne Landschaften und enorm viele „Kultur-Orte“. Aber leider ist die Südhälfte seit vielen Jahren faktisch nicht zu bereisen. Und wenn, dann nur mit Begleitschutz durch das Militär. Zudem sind fast alle schönen Regionen Sperrgebiet. Der Norden ist aber frei und recht problemlos zu bereisen. Ab und zu gibt es Anschläge, aber es ist so ruhig und sicher wie seit den 1990-er Jahren nicht mehr. Und es sind kaum europäische Touristen unterwegs. Ich selber war aber auch schon einige Jahre nicht mehr in Algerien. Aber Kumpels fahren ab und zu hin. Und ich möchte nächstes Jahr auch wieder mal hin; insch-allah… Gruss Flatus Aktuelle Infos kann ich leider auch nicht geben, ist doch meine letzte Reise nach Nordafrika mehr als 5 Jahre her. Aber ich habe geplant, ab Mitte Oktober bis Ende November mal wieder nach Marokko zu fahren. Algerien habe ich zwei Mal bis nach Schwarzafrika und zurück durchreist. Aber dies ist mehr als 10 Jahre her und heute würde ich Algerien nicht bereisen wollen, weil mir das politisch-religiöse Risiko, mit Fanatikern zusammenzutreffen, zu groß wäre. Tunesien ist zwar inzwischen auch wieder zu bereisen, aber abwechslungsreicher und interessanter ist Marokko. Die Idee von Gogolo, über die Kanaren mit der neuen Fähre (so sie denn wirklich kommt) nach Südmarokko zu reisen, klingt reizvoll. Nur emfinde ich die Landschaft von Mauretanien und Südmarokko eher als langweilig. Da ist es im Hohen Atlas und Antiatlas deutlich schöner.
Wo du recht hast, da hast du recht! Aber nachdem ich noch nie in Mauretanien und in der Westsahara war, reizt mich eine Reise dorthin sehr (solange es dorthin noch politisch und religiös möglich ist). Habe die Ehre Gogolo
Sooo langweilig sind Mauretanien und die Westsahara auch wieder nicht. :idea: Man muss bloss von der Küste wegfahren. Im Innenland gibt es nämlich wunderbar anregende Landschaften und viele jungsteinzeitliche Fundstellen. Und natürlich die berühmten Wüsten-Krokodile im Guelta de Matmata. Und ... Gruss Flatus . Gib' mal Afrika Forum in Google ein, da werden Dir etliche Foren angeboten. :oops: Das "wuestenschiff.de" ist da das Richtige :oops: Gruss Flatus . Tunesien wurde mir in einem Beitrag etwas vorschnell abgehakt. Von wegen "lohnt sich nicht". Klar lohnt es sich, es gibt wirklich viel zu sehen. Und man ist, weil sich gerade wenige Leute hin trauen, an vielen Orten allein oder fast allein. Während man in Rom zu Tode getrampelt wird, kann man zum Beispiel in Sbeitla ziemlich alleine Ausgrabungen aus der Römerzeit genießen. El Djem beherbergt das zweitgrößte Amphitheater, hier wurde der "Gladiator" gedreht. In Rom steht man lange vor dem Scanner, um sich danach durch die paar Gänge schieben zu lassen. In El Djem wird man nicht mehr als 10 Personen gleichzeitig antreffen. Das sind nur 2 Beispiele, ich könnte so weitermachen. Das Problem wird sein, von Marokko nach Tunesien zu kommen. Durch Algerien kommt man nicht durch, wenn man nicht gerade auf Militäreskorte steht. Würde 2 x Fähre bedeuten, was mir bei der Gesamtreisedauer jedoch machbar vorkommt. Frohe Planung!
... da ist doch aber seit 2014/15 nix Neues mehr geschrieben worden, oder?
Es reist ja auch keiner mehr nach Tunesien. :!: Die vielen Anschläge und die grossflächigen Sperrgebiete haben es uns allen verleidet. Zudem war Tunesien früher immer auch der Anreiseweg nach Algerien und Libyen - beides ist seit Jahren nicht mehr bereisbar. Deshalb reist kaum mehr einer nach Tunesien. Dann doch lieber nach Westafrika oder in dne Orient/Zentralasien. Dahin ist es weiter - aber auch schöner. Nach einigen Dutzend Tuniesienreisen habe ich damit auch aufgehört. Wozu den ganzen Aufwand auf mich nehem; andernorts ist es auch schön... :? Gruss Flatus . Nun zu Marokko und Algerien kann ich aktuell nichts sagen, (Marokko waren wir zuletzt 2016 - wie immer alles easy und entspannt) aber heuer (April) waren wir schon mit dem WOMO in Tunesien. Im Großen und Ganzen war die Rundreise sehr unkompliziert. Viel Polizei ist auf der Straße, aber immer alles ohne Probleme. Die Polizei war immer sehr freundlich und hilfsbereit und hat echt ein Auge auf uns Individualtouristen - im Sinne für unsere Sicherheit. Sie kamen immer wieder, klopften und fragten höflich von wo wir kommen und wo es hingeht und notierten diese Infos eifrig zusammen mit der Reisepassnummer. Wenn aus ihrer Sicht der Stadplatz nicht sicher erschien waren sie bei der Standplatzwahl durchaus behilflich. Wie ja allgemein bekannt ist ist die Campingplatzauswahl in Tunesien sehr bescheiden und von der Qualität schlechter denn je - und wild campen ist auch nicht immer so einfach. Der einzige Platz den wir uneingeschränkt empfehlen können ist nach wie vor der in Douz. Dort findet man dann auch alle Wüstenfahrer (Allrad und Motorrad) wenn sie gerade nicht in der Wüste sind. Die Sanitäranlagen, das Restaurant, WIFI ect.... machen einen Aufenthalt sehr angenehm. Wir sind den Platz zweimal angefahren um zu relaxen. Es gibt sogar kühles Berber-Bier in kleinen Dosen ;-) Definitiv waren wir die einzigen unterwegs - auf der Fähre und im Land. Der Tourismus ist praktisch nicht mehr vorhanden. Die einzigen 2-3 Busse die wir angetroffen haben waren ein paar Franzosen. In der Wüste haben wir 2 Schweizer und einen Deutschen getroffen. Österreicher sowieso nicht - die Reisewarnungen des öst. Auswärtigen Amtes tragen sicher ein übriges dazu bei. Wir sind der Küste entlang bis nach Tatouine gefahren. Im Ksar Oued Soltane waren wir die einzigen Besucher -sehr angenehm zum Fotografieren :-) Der einzige Platz wo eine handvoll Touristen herumstolperten war Matmata - und zwar Koreaner, die wir am Ende unserer Rundfahrt beim Shoppen in Sidi Busaid wiedergetroffen haben. Chott el Jerid - menschenleer. Nefta, nada ! In der Bergwelt von Tamerza ebenfalls tote Hose. In Ksar Ghilane ein paar Motorradfahrer und französische Landyfahrer. Die Straße entlang der Ölpipeline nach Ksar Ghilane ist zur Zeit eine riesige staubige Baustelle. Am Weg nach Ksar Ghilane ein Stopp im Cafe von Bir Soltane - waren wir, für Tage, die einzigen Gäste. Wirklich erschreckend: Tunesien ist mehr denn je vermüllt. Plastik allerorts soweit das Auge reicht. Angeblich startet jetzt aber eine staatliche Initiative den Müll einzusammeln. Tatsächlich haben wir gelegentlich (sehr selten) Menschen Plastik einsammeln gesehen, dass sie verkaufen können. Nun da muß noch ordentlich gesammelt werden. Die meisten Hotels sind geschlossen und dämmern marode vor sich hin und warten auf bessere Zeiten. Die Menschen aus der Tourismusbranche arbeiten zur Zeit hauptsächlich in den Dattelplantagen. Uns hat die Reise im großen und ganzen sehr gefallen. Die Menschen waren überall sehr freundlich und unser Erscheinen nährte bei so manchen Einheimischen die Hoffnung, dass es nun wieder aufwärts geht und der Tourismus vielleicht wieder zurückkehrt. Auffällig waren die vielen Dromedare entlang den Straßen, was wohl auch daran liegt, dass sich viele ihre "Kamele" nicht mehr leisten konnten und wieder ausgesetzt haben. Auf jeden Fall ist Tunesien immer eine Reise wert und wer es einsam liebt sollte jetzt fahren, auch wenn die Infrastruktur momentan nicht die Beste ist. Es gibt aber überall Märkte und Geschäfte und man bekommt grundsätzlich alles. Auch Geld an den Geldautomaten - aber nicht immer! Eine Alternative zu wilden Stehplätzen ist es auch bei Restaurants und offenen Hotels nachzufragen. Da kann man oft für ein Abendessen relativ geschützt und sicher stehen und zeitweise sogar das WC und eine Dusche benutzen. In Sbeitla sind wir am Hotelparkplatz direkt neben der römische Ausgrabungsstätte gestanden - da gab es neben Dusche und WC sogar Strom für uns :-) Ansonsten ist es gut relativ autark zu sein (Solar-Strom, Gas, Essensvorräte ...) aber das sind wir WOMO-Fahrer ja normal sowieso! Mit freundlichen Travellergrüßen Ulrike u. Joe Linz/Austria Tunesien/Djerba Wir sind vor fast 5 Wochen mit dem Wohnmobil auf die Insel Djerba gefahren. Hatten bis vor 2 Jahren fast 20 Jahre auf der Insel gelebt. Nun standen wir frei an der Marina, da es keinen Campingplatz mehr auf der Insel gibt. Wasser bekamen wir vom Hafenmeister bzw. von Freunden gebracht. Abwasser und Toilettentank wurden über einen Gully an der Marina entleert und Strom bekamen wir über unsere beiden Wohnraumbatterien, die täglich mit den Sonnenkollektoren aufgeladen wurden. Haben viel Neues erlebt und auch schöne Zeiten mit Freunden und Bekannten verbracht. Am Samstag geht es dann auf die Fähre nach Sizilien zurück, von dort aus weiter auf das italienische Festland und dann langsam in Richtung Heimat ( sind schon seit Mitte Februar unterwegs). ![]() Hier warten wir in Palermo das wir auf die Fähre dürfen ![]() Selbst unser großes Womo hat noch viel Platz im Bauch der Fähre ![]() Unterwegs auf der Autobahn von Tunis nach Djerba. Die Autobahn geht fast ununterbrochen bis Gabes. ![]() Hier geht es mit der Fähre vom Festland auf die Insel Djerba ![]() 5 Wochen standen wir direkt an der Marina ![]() Doch wir waren nicht nur zu unserem Vergnügen dort. Hauptsächlich ging es um die Recherchen für die 2. Auflage meines Djerba-Buches für Auswanderer. Hoffe es bis Ende des Jahres veröffentlichen zu können. Ein großer Teil wird sich mit dem Thema Kultur und Geschichte von Djerba beschäftigen. ![]() Bevor es morgen weiter geht nach Tunis übernachten wir auf dem Campingplatz bei Hammamet. Einer der wenigen, die es noch gibt in Tunesien - stehen ganz alleine dort. Tunesien mit dem Wohnmobil Inzwischen haben wir Tunesien verlassen und sind über Sizilien zurück auf das italienische Festland. So schön der Besuch auf Djerba bei unseren Freunden und Bekannten war, kann ich derzeit doch niemanden mit guten Gewissen empfehlen mit dem Wohnmobil alleine nach Tunesien zu reisen. Das liegt zum großen an der fehlenden Infrastruktur - es gibt ca. 5 bis 10 Campingplätze in Tunesien und diese sind zum Teil in einem sehr schlimmen Zustand. Dazu kommt noch, dass die Vermüllung der Städte und der Landschaft seit der Revolution zugenommen hat. Kein Vergleich mit den europäischen Stränden, wo man eventuell auch freistehen kann, was ich derzeit aus Sicherheitsgründen in Tunesien auch niemanden empfehlen kann. Auch die Korruption im Lande ist nicht besser geworden Das merkt man gleich, wenn man nach dem Verlassen der Fähre in den tunesischen Zoll einfährt. Man kann die Formalitäten zwar auch ohne Zahlung an einen der dort sich befindlichen Helfer (die mit den Zollbeamten zusammenarbeiten) bewältigen, dann kann es aber schon manchmal ein paar Stunden dauern, bis man abgefertigt wird. Was ebenfalls sehr ungewohnt ist, ist einmal die Fahrweise und die oft nicht vorhandene Rücksichtnahme, die bei vielen tunesischen Autofahren zu wünschen übriglässt. Dies ist nicht unbedingt jedermanns Sache. Das merkt man sehr schnell, beim Verlassen der Fähre und bei der anschließenden Zufahrt zur Zollkontrolle. Ein weiteres Problem ist jetzt noch dazu gekommen, bzw. wir sind das erste Mal damit konfrontiert worden. Bei unserer Ausreise aus Tunesien ist es außerdem zu einem unerfreulichen Zwischenfall gekommen. In La Goulelett am Parkplatz vor dem GNV Ticketschalter für die Fähre machten sich mehrere jugendliche Tunesier an unserem Wohnmobil hinten an der Heckgarage zu schaffen. Ich war gerade mit unserem Hund unterwegs und meine Frau alleine im Wohnmobil. Die Jugendlichen erwähnten sich wohl von uns unbemerkt. Einer versuchte sich unterm Wohnmobil zu verstecken und einer in der Heckgarage, beide wohl in der Hoffnung, sie könnten so mit nach Italien. Von der Ferne aus konnte ich dies beobachten und sie dann nur unter Schreien, mit Hilfe meines Hundes und unter Androhung von Gewalt vom Fahrzeug drängen. Der unterm Wohnmobil Versteckte flüchtete, der anderer, der sich schon in der Heckgarage versteckt hatte, wurde dann von mir daraus entfernt Die von mir kurzfristig abgedrängten anderen Jugendlichen kamen dabei wieder zurück und gingen aggressiv gegen mich vor. Sie waren auch gewaltbereit und wenn mir einige Italiener, die ebenfalls mit der Fähre nach Palermo wollten, nicht geholfen hätten, wäre es wohl schlimm für mich ausgegangen bei der Verteidigung unseres Wohnmobils. Mehrere anwesende (Auslands)Tunesier, die ebenfalls mit der Fähre nach Italien wollten beobachteten zwar die gesamten Vorgänge, hielten sich aber raus und kamen uns auch nicht zu Hilfe oder hielten die Jugendlichen von ihren Vorhaben ab. Sie erklärten mir später nur, dass die Jugendlichen nichts stehlen wollten, sondern nur eine (illegale) Mitfahrgelegenheit nach Europa suchten (ich hatte nicht den Eindruck, dass sie dies besonders schlimm fanden). Im Übrigen sei dies nicht das erste Mal, dass dies vorgekommen sei. Mussten dann mehrere Stunden das Wohnmobil von außen bewachen, weil die Jugendlichen immer wieder um unser Fahrzeug herumschlichen, wenn wir uns im Fahrzeug befanden. Erst als wir auf dem gesicherten Hafengelände waren, hatten wir Ruhe. Obwohl man uns versicherte, dass die Polizei benachrichtigt worden sei, ließ sich diese während der gesamten Zeit nicht blicken, war wohl gerade beim Essen (Ramadan hatte begonnen). Obwohl wir uns einbilden, Tunesien einigermaßen zu kennen, werden wir aufgrund der Vorkommnisse wohl nicht mehr mit einem Fahrzeug nach Tunesien fahren. Ich erwähne dies nur, damit jeder weiß, auf was er sich einlässt, sollte er es sich doch zutrauen mit dem Wohnmobil mal nach Tunesien zu wollen. Das mag bei geführten Touren sicher was anderes sein, zumal das Land reich an Kulturgütern ist. Aber solange sich nichts an der Infrastruktur bezüglich Camper was ändert, rate ich davon ab. Ich habe auch vor nach Tunesien zu reisen in ca.einem Monat. Und zwar von Sizilien aus. Vor den Jugentlichen habe ich keine Angst, musste ich mich doch immer wieder in Asylzentren mit denen rumschlagen. Und das die nach Europa wollen, wissen wir ja und deshalb solte man dafür bewapnet sein. Und ich brauche keine Infastruktur, sondern nur ab und zu Wasser. Denn die ganze Energie sonst nehme ich von der Sonne ausser dem Diesel. Nun meine Frage. Muss man auf der Fähre irgendwelche Zollformalitäten ausfüllen oder geschiet das davor im Hafen oder danach? Fährt auch eine von Trapani rüber oder nur Palermo? Leider lässt sich Tunesien nicht mit Marokko vergleichen. Jetzt mal unabhängig davon dass es in Marokko hunderte von Campingplätzen gibt und in Tunesien diesbezüglich es kaum eine Handvoll gibt, ist es nicht so einfach in Tunesien frei zu stehen. Da kann es leicht zu Problemen mit der Polizei und mit dem Militär geben. Auch die Frage der Sicherheit spielt eine große Rolle, zwar ist es an der Küste relativ sicher, aber im Landesinnern und speziell entlang der algerischen und libyschen Grenze kommt es immer wieder zu Kampfhandlungen zwischen tunesischem Militär/Polizei und Terroristen. Auch unbeteiligte Landbewohner kommen dadurch immer wieder zu Schaden. Es wird auch immer wieder gewarnt, als Ausländer bestimmte Gebiete alleine anzufahren. Natürlich kann man unter Berücksichtigung der Sicherheitshinweise das Land besuchen, ist aber sicher nicht so frei in der Bewegung wie in Marokko. Aufgrund der fehlenden Campingplätze ist es auch schwierig mit der Entsorgung. Natürlich hat Tunesien viel zu bieten, insbesondere auch im kulturgeschichtlichem Bereich, dies gilt auch für Djerba, dort habe ich fast 20 Jahre verbracht. Aber dies mit dem Wohnmobil zu machen, da habe ich persönlich derzeit ziemlich große Bedenken. Man wird dazu im Internet auch kaum was finden, da nach der Revolution diesbezüglich kaum noch Leute mit dem Wohnmobil nach Tunesien gefahren sind. Das mag vorher anders gewesen sein. Erst jetzt werden wieder geführte Touren mit dem Wohnmobil nach Tunesien angeboten. Unabhängig davon steht es natürlich jedem frei, es auf eigene Faust zu versuchen, muss sich aber auf bestimmte Schwierigkeiten einstellen. Was die übrigen Fragen betrifft, bezüglich der Einreiseformalitäten empfehle ich Dir meine Facebook-Gruppe „Deutschsprachige Interessensgruppe Djerba“ Dort unter Dateien findest Du viele Infos, auch zur Einreise. Ist einfach zu viel und zu umfangreich um hier alles darzustellen.
Danke das du wenigsten so noch auf meine Frage eingest. Deine Warnungen nehme ich zwar zur Kenntiss, doch werde ich trotzdem das Land bereisen. Mein Wohnmobil ist bis auf Wasser und Diesel sonst zu 100% Autark. Entsorgen muss ich dabei nichts da alles Biologisch ist und somit der Natur wieder zurückgeführt wird. Marokko war ich letztes Jahr und stand immer Frei. Was die Fährverbindungen betrifft, kann ich Dir nur raten google einfach mal im Internet. Ich bin bisher meist von Genua bzw. Palermo aus nach Tunis mit der Fähre gefahren. Nur 2012 bin ich einmal von Trapania aus mit Grimaldi Lines nach Tunis gefahren. Bin mir aber nicht sicher, ob bzw. zu welchen Jahreszeiten diese Fährverbindung noch besteht. Die Facebookgruppe nennt sich „Deutschsprachige Interessengruppe Djerba“ Oben im meinem Text war ein s zuviel dabei. Falls es Problem dabei gibt, schreibe mir einfach eine PN. Hallo Wir sind jetzt grad zum 26. Mal in Tunesien unterwegs. Und das erste Mal ohne eigenes Fahrzeug. Normalerweise fahre ich immer mit der Fähre von Genova nach Tunis. Wie das von Sizilien genau funktioniert, weiss ich deshalb nicht. Aber normalerweise bekommst du im Abfahrtshafen einen Zettel, der vor dem Einsteigen abgestempelt werden muss. Auf dem Schiff erhältst du (oder du musst sie an der Rezeption abholen) dann die Einreisezettel. Einen Zettel pro Person und einen fürs Auto. Im Hafen fährst du dann von Schalter zu Schalter; Zoll und Grenzpolizei. Deine Zettel werden abgestempelt und du erhältst einen Teil davon zurück, den du dann bei der Ausreise brauchst – also nicht verlieren! Üblicherweise gibt es bloss eine oberflächliche Fahrzeugkontrolle und es dauert nicht lange. Wenn du von der Fähre fährst solltest du aber schauen, dass du nicht hinter die hochbepackten Import-Karren gerätst, denn die müssen alles entladen; und das dauert! Aber meistens winken die Grenzer die Touristen auf eine eigene Spur. Wie es zurzeit in Tunesien ist wollte ich neulich hier schreiben. Doch mein Beitrag wurde vom Mod gelöscht… Gruss Flatus |
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