andyder2te hat geschrieben:...
Das Beste währe es das Kamin der Heizung über das Dach zu führen.
Aber ein Katalysator für 200Eu ist die einfachere Lösung, wenn‘s funktioniert.
Andreas
Moin zusammen,
bei den Dieselheizungen hat mir jemand von Webasto mal empfohlen, dass das Abgasrohr
- möglichst kurz hinter dem Gerät einen tiefsten Punkt haben sollte,
- dann auf das möglichste an freiem Raum hochgeführt und danach
- mit Gefälle bis zum Ende verlegt werden sollte.
Diese Hinweise bezogen sich zwar auf den Einbau in Wasserfahrzeugen und waren wie folgt zu ergänzen, dürfte jedoch auf für
Wohnmobile - zumindest eingeschränkt - Anwendung finden:
An der tiefsten Stelle direkt hinter dem Heizgerät sollte ein kleines Loch im tiefsten Punkt sein, damit Kondenswasser ablaufen konnte. Ebenfalls sollten die Schalldämpfer so montiert sein, dass an dem dort befindlichen Ablauf das Wasser rauskann. Das Gefälle bis zum Ende hat dann die gleiche Aufgabe. Bei langen Abgasleitungen sollte man auch im Betrieb gelegentlich mit einem Schraubendrehergriff das Rohr abklopfen, damit sich Ablagerungen lösen und durch das Abgas nach außen transportiert werden konnten.
Bei bei einem Wohnmobil halte ich die Führung der Abgasleitung über das Dach nicht für sinnvoll, da auf diesem Wege Wasser von oben reinlaufen kann und das Verlegen der Abgasleitung einer Standheizung nicht gerade ohne ist. Das Rohr wird . Weiterhin ist eine kurze Abgasleitung immer von Vorteil, da die Abgase sich so nicht in der Leitung abkühlen und weniger Reste im Rohr niederschlagen können. Weiterhin wird das Abgasrohr - im Gegenteil zur Truma/Alde - verdammt warm und nicht in einem weiteren Rohr (Ansaugluft) geführt. Die Isolierung ist ziemlich aufwändig und auch zwingend erforderlich. Ich habe einmal nicht aufgepasst und seitdem eine dicke, fette Brandnarbe am Unterarm :eek:
Bei der Dieselheizung in PKW ist beim Einbau darauf zu achten, dass Ansaugstutzen für Verbrennungsluft und Abgas möglichst nebeneinander liegen und nach hinten zeigen, damit keine Druckunterschiede bestehen. Was man aber machen könnte wäre, das Abgasrohr mit mindestens einem Abgasschalldämpfer und das Ansaugrohr einem Ansaugluftschalldämpfer (sog. Telefonschalldämpfer) zu versehen - die Wirkung ist enorm!. Dann den Auslass für das Abgass möglichst mittig unter das Fahrzeug führen und dort im 45°-Winkel nach hinten ausrichten. Dabei auf die max. Winkelsumme der Bögen in beiden Leitungen achten! Befindet sich der Auslass mittig unter dem Fahrzeug, kann sich das Abgas dort verteilen und steigt nicht direkt an der Seite hoch in ein möglicherweise geöffnetes Fenster :wink:
Der Katalysator für die Standheizung ist ein reiner ungeregelter Oxidations-Kat, der das Abgas ab einer gewissen Betriebstemperatur nachoxidiert. Damit sollen Reste von Kohlenwasserstoffverbindungen und Kohlenmonoxid aus unvollständigen Verbrennungen nachverbrann und somit vernichtet werden. Damit der gut arbeitet, ist aber eine solide/stabile Arbeitstemperatur erforderlich. In der Startphase ist das definitiv nicht gegeben.
Meine Erfahrungen mit Standheizungen sind, dass die Heizungen - sofern sie regelmäßig auf großer Stufe betrieben werden und damit vernünftig frei brennen - lediglich beim Start leicht bläuen und nur dann eine geringe "Geruchsbelästigung" (max. 1 Minute) entwickeln. Während des Dauerbetriebs habe ich dort nie Probleme gehabt. Einen Kat habe ich dabei noch nie in einer Standheizung drin gehabt. Das was mich an einer Standheizung mehr stört ist die Geräuschbelästigung, wenn keine Schalldämpfer verbaut sind!