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Aktuelles LIFEYPO4 Pack von Minimalisten für Carthago C-Line 1, 2


tillermann am 15 Jan 2018 18:36:45

Hi,

mit dem Minimalismus meine ich nicht die Amperestunden, sondern das "Elektronik-Klimbim", das auf die eigentlichen Energiespeicher kommen muss. Als Ottonormalverbraucher mit einem Durchschnitts-IQ und ohne spezielles Fachwissen verliert man bei den vielen Lösungen für Schaltkreise zwischen den Zellen und der Fahrzeugelektrik hier und anderswo doch recht schnell den Überblick. Zudem sind womöglich viele Lösungen durch die Weiterentwicklung von Wissen zum Thema allgemein und vielleicht auch durch neue Bauteile überholt sind, bzw. lassen sich heute einfacher lösen. Nach dem Motto less is more, möchte ich die Runde höflich nach aktuellen, minimalistischen LIFEYPO4 Projekten fragen, die durch besonders reduzierte Elektronik auffallen.

Im konkreten Fall handelt es sich um einen Carthago C-Line, der mit einem CBS Ladegerät (16A) plus CBS Ladegerät (22A) im Parallelbetrieb ausgestattet ist. Dan gibt es noch einen Büttner Ladebooster MT LB 45 und einen Wechselrichter MT 1700 SI. Drei Exide 80Ah Gel Batterien sollen raus und dafür 300Ah Winston Zellen (aus Platzgründen) rein.

Die Zellen brauchen auch wenn man es minimal machen vermutlich auch weiterhin ein BMS, oder?
Einen Überladeschutz und einen Unterladeschutz braucht man wohl auch zwingend.

Welche Lösungen sind am einfachsten umzusetzen, was braucht man für einen sicheren und stabilen Betrieb?
Danke schonmal für jede Antwort

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

bernierapido am 15 Jan 2018 19:12:27

guck mal bei Lisunenergy.de nach Fertigakkus. Die kannst du einfach wie einen Normalen Akku anschließen, BMS ist im Pack fertig eingebaut.

tillermann am 15 Jan 2018 20:37:17

Danke! Das sieht auf den ersten Blick tatsächlich sehr schlank aus! Also ich habe mir die Sets angesehen, weil ich 300Ah brauche. Haben die Dinger dann auch einen Über- und Unterspannungsschutz und falls ja, wo ist der da integriert?

Anzeige vom Forum


WomoTechnikService am 15 Jan 2018 20:53:50

tillermann hat geschrieben:Haben die Dinger dann auch einen Über- und Unterspannungsschutz und falls ja, wo ist der da integriert?


Die auf den Zellen montierten Balancer der Bausätze balancieren nicht nur die Zellen, sondern die kleinen Leiterplatte enthalten auch UVP und OVP, wenn eine oder mehrere Zellen die Spannung unter- oder überschreiten. Es ist einfach eine Reihenschaltung, die besteht aus einer Feinsicherung, den 4 UVP-OVP-Balancern und 3, jeweils zwischen die Zellen gesteckten Temperaturschaltern (Öffner bei 70 Grad). Sollte eines dieser 8 Teile den Kreis unterbrechen, schaltet das Lastrelais die Batterie ab.

Alles ist in dem Bausatz enthalten, einschließlich eines dicken Pluskabels von der Batterie zum Lastrelais.

Dazu solltest Du einen Batteriecomputer verbauen, weil die übliche vorhandene Spannungsanzeige mit LEDs bei Lithium unbrauchbar ist, denn Lithium behält bis fast leer die Spannung. Der Batteriecomputer dagegen zählt die Amperestunden, die rein und raus gehen.

Betreffs des CBE-Ladegerätes, lies mal hier: --> Link

LG Peter

Tobias54321 am 15 Jan 2018 21:01:58

Guten Abend,
Ich habe meine Anlage 300 Ah bei Faktor.de gekauft.
Die Balancer sind von ECS, haben den Vorteil dass alles
Mit dem Handy zu kontrollieren ist.
Das System ist sehr gut, läuft optimal. Die Beratung
Ist prima und Fachkompetent.
Schaltpläne sind auf www von ECS herunterzuladen.
Auch dort war die telefonische Beratung sehr gut.
Holzkiste bauen und du bist schnell fertig.
Bezahlt habe ich für das komplette 300 Ah System
Ca. 2.200 EUR einschl. Lieferung .

Tobias

tillermann am 16 Jan 2018 00:07:22

Hui! Vielen Dank für die guten Tipps!

xbmcg am 16 Jan 2018 09:04:39

Na für einen Minimalisten hast Du schon ganz schön viel Kram verbaut.

Hier die Aufstellung mit abnehmendem Minimalismus:

- Es gibt 12V Lithumbatterien ohne BMS
- Es gibt Fertigakkus mit eingebautem BMS und Trennschalter im Akkugehäuse, die sind wie normale Batterien. (Auf Lade/Entladeströme in der Spec. achten)
- Dann gibt es 12V Batterien mit internem BMS/Balancer aber ohne die Leistungskomponenten (Trennrelais), die haben herausgeführte Signale über eigene Stecker.
- Es gibt Baukastensysteme, wie die von Victron, wo man Batterein mit entsprechender Beschaltung und BMS zusammenstöpseln kann, mit CAN Bus für die WR / Laderegler etc.
- Es gibt Einzelzellen, mit denen man sich Akkus wie oben bauen kann.

zu den BMS für Einzelzellen:
- Es gibt passive Balancer / Laswiederstände pro Zelle
- Es gibt Balancer mit eingebauter OVP / UVP und Temperaturüberwachung, wie das ECS System oder 123BMS, mit festen Parametern, an die man nur noch die Leistungsrelais anbinden muss
- Es gibt fertige Schaltungen mit Balancer und Überwachung auf einer Platine für alle Zellen, nur noch die Kabel anschließen + Relais ansteuern vorprogrammiert und Last Balancing (LiTrade-BMS)
- Es gibt fertige schaltungen im IP67 Gegäuse, die programmierbar sind, aktives Balancing sowohl beim Laden als auch beim Entladen durch Energietransfer können (R.E.C. BMS) und viele Schnittstellen haben (CAN, Computerinterface, Optokoppler, potentialfreie Relaiskontakte), mit denen man die Leistungsschalter, Wechselrichter, Solarcontroller, B2B Lader etc. ansteuern kann.

Wenn Du wirklich ein Minimalist wärst, würdest Du zum Fertigakku, wie SuberB greifen.
Die kannst Du einfach statt der anderen Batterien einbauen. Nachteil solcher Lösungen ist, sie sind durch den Anwender nicht zu reparieren im Fehlerfall.
Bei den Selbstgebauten kannst Du immer auch ohne BMS eine Weile fahren, wenn unterwegs eine Platine, ein Relais oder das Ganze BMS kaputt geht, da Du weißt, wie es funktioniert und durch Umklemmen / Überbrücken des Lastrelais für Laden oder Last schnell wieder flott bist. Gegen einen Zelldefekt ist kein Kraut gewachsen.

lisunenergy am 16 Jan 2018 09:35:24

Ein wichtiger Punkt ist noch folgender :

Inizialisierung der Zellen
Pole schleifen und mit Noalox behandeln
Richtige Hauptsicherung für hohe Kurzschlussströme
Kurzschlussfeste Kabel mit ordentlich Querschnitt
Kupferwinkel bei engen Platzverhältnissen damit das Kabel nicht zu stark belastet wird bei großen Anlagen.
Ladewandler zum Schutz der Kabel , EBL, Lima
Sammelschienen oder Stützpunkte für Verteilung , Kühlung und nachvollziehbaren Verbindungen
Ladegeräte mit hoher Reconecteinschaltung
Battmonitor
Drehmomentenschlüssel

Das sind wichtige Komponenten die in so einer starken Anlage nicht fehlen sollten ! Egal ob Bausatz oder Fertigakkus.

LG Sonnentau

xbmcg am 16 Jan 2018 10:33:13

lisunenergy hat geschrieben:Ein wichtiger Punkt ist noch folgender :

Inizialisierung der Zellen...
LG Sonnentau


Ich wollte Dir für diese Aufstellung ein Positiv geben, aber man kann wohl hier gewerbliche User nicht positiv bewerten... :roll:
Auch sollte man alles so verlegen, entsprechende Abdeckungen bauen, dass herabfallendes Werkzeug oder sonst was keinen
Kurzschluss verursachen kann.

Die möglichen hohen Ströme erfordern ein sehr sorgfältiges Arbeiten, sonst kann es sehr warm werden im Fahrzeug.

:explodieren:

IchBinsWieder am 16 Jan 2018 11:09:32

xbmcg hat geschrieben:Ich wollte Dir für diese Aufstellung ein Positiv geben, aber man kann wohl hier gewerbliche User nicht positiv bewerten... :roll:


...kann man schon .... nur macht man das oben und nicht unten. :ja:


Rockerbox am 16 Jan 2018 11:39:15

Eine Frage zu Noalox: was spricht dagegen, alternativ eine Kupferpaste zu verwenden? Die sollte doch den selben Zweck erfüllen oder?

nuggetad am 16 Jan 2018 12:09:32

"Gegen einen Zelldefekt ist kein Kraut gewachsen."
Stimmt, aber man kann die Auswirkungen reduzieren: statt 4 Zellen einfach 8 Zellen halber Kapazität parallel geschaltet verbauen.
(Man sollte dann aber tunlichst auch eine Zellüberwachung verwenden.)
Das kostet 4 Zellverbinder mehr. Dann kann ich auf halbe Kapazität umbauen.
NuggetAD

lisunenergy am 16 Jan 2018 12:57:03

Rockerbox hat geschrieben:Eine Frage zu Noalox: was spricht dagegen, alternativ eine Kupferpaste zu verwenden? Die sollte doch den selben Zweck erfüllen oder?


Alu und Kupfer verträgt sich nicht. --> Link auch Alu und v2a ist nicht optimal. Daher diese Kombination oder Dipolscheiben.

Rockerbox am 16 Jan 2018 14:34:50

lisunenergy hat geschrieben:
Alu und Kupfer verträgt sich nicht. --> Link auch Alu und v2a ist nicht optimal. Daher diese Kombination oder Dipolscheiben.


Danke für deinen Hinweis. Wenn ich mir allerdings das Sicherheitsdatenblatt von Noalox anschaue dann lese ich, dass dort neben Kieselsäure auch 15 - 20% Zinkpulver verarbeitet wird. Zink ist aber nach meinem Verständnis auch nicht grad optimal in Verbindung mit Kupfer.
Außerdem gehe ich davon aus, dass das Noalox beim Festziehen der Schrauben aus der Kontaktstelle weggepresst wird und dann ohnehin Metall auf Metall aufliegt (Noalox selber ist ja auch nichtleitend). Und um die Kontaktstellen vor Oxidation durch Luftsauerstoff + Feuchte zu schützen müsste es eigentlich auch simple Vaseline tun .....

Ich lerne aber immer gerne dazu.

lisunenergy am 16 Jan 2018 16:35:25

Das Zinkpulver liegt durch die Paste unter Luftverschluss. Vaseline könnte natürlich auch funktionieren. Ich persönlich habe mit Noalox sehr gute Erfahrungen gesammelt.

xbmcg am 16 Jan 2018 18:43:17

Sind eigentlich beide Pole aus Alu?
Was für Schrauben / Zwischenscheiben werden mit den Verbindern mitgeliefert? Sind da Cupal Scheiben dabei?

--> Link

Die Verbinder sehen aus wie Kupfer, die Schrauben wie Edelstahl.

lisunenergy am 16 Jan 2018 19:12:56

Bei der alten Variante war ein Pol Alu und ein Pol Kupfer.
Durch die Schwarzfärbung gab es immer Ärger. Jetzt sind beide aus Alu mit einem v2a Innengewindeeinsatz.
Polverbinder Kupfer

tillermann am 17 Jan 2018 12:01:26

Hallo zusammen,

finde es Klasse, dass ich als Forenfrischling hier so viel Input auf meine banale Frage bekomme!
Jetzt will ich aus ausholen:

Tobias54321:
Das klingt interessant - auch preislich! Kannst Du mir Deine Anlage im Detail vor Augen führen? Gibt es dazu einen Link zum Schaltplan, eine Einkaufsliste und sogar Bilder?

xbmcg:
Du hast Recht. Mit einem C-Line von Carthago und dem Kram, bin ich nicht wirklich ein Minimalist. Ich hatte nur so das Gefühl, dass man bei den ganzen LIFEYPO4 Systemen hier zum teil schon komplexer geworden ist, als sinnvoll notwendig. Daher vielen Dank nocheinmal speziell an Dich für Deine sehr aufschlussreiche Antwort, auf die ich zunehmend detailliert nachhaken möchte:

- 12V Lithiumbatterien ohne BMS: Gibt es diese wirklich in der Größe, wie ich sie mir vorstelle (300Ah)? Sind die nicht zu mager ausgestattet? Gehen da die Zellen nicht ganz schnell den Bach runter?

- Die Fertigakkus mit eingebautem BMS und Trennschalter im Gehäuse, wie SuperB, sind mir deutlich zu teuer. Was ich da so gesehen habe, müsste ich ja 10.000€ für ein 320Ah System ausgeben. Das wär aus meiner Perspektive verrückt. Oder habe ich mich da verguckt und Du hast einen heißen Tipp für diese Gattung?

- Die fertigen 12V Batterien mit internem BMS/Balancer, jedoch ohne Leistungskomponenten (Trennrelais) und über eigene Stecker herausgeführte Signale habe ich jetzt noch nicht so genau unter die Lupe genommen. Ich nehme jedoch an, dass man mit diesem Typ samt der noch zu ergänzenden Leistungskomponenten auf ähnliche Kosten kommt? Hast Du dazu Links?

- Baukastensysteme finde ich nicht uninteressant, weil es da kostenmäßig sicher einen deutlichen Schritt in die richtige Richtung macht. Bei denen hast Du einen CAN Bus erwähnt - für WR und Laderegler. Das wirft bei mir Fragen auf:

a) Kann ich denn nicht den Wechselrichter (MT 1700 SI) und den Laderegler (MT LB 45) 1:1 an die neue Lithiumbatterie dranklemmen?

b) Falls nein, haben meine o. g. Komponenten eine Anschlussmöglichkeit, bzw. einen "CAN Bus"? und Falls ja: Hast Du dazu einen Link?

- Einzelzellen, mit denen man sich ein Batteriesystem, wie oben bauen kann bedeuten vermutlich, dass man sich die EInzelkomponenten zusammenglauben muss. Da stellt sich mir die Frage, ob dies denn überhaupt sinnvoll möglich ist, wenn ich lese, dass zumindest zum Teil Komponenten (hier bei BMS) "vorprogrammiert" sind. Müssen die vorprogrammiert werden, sind die denn nicht von Haus aus schon programmiert und erfüllen genau den Zweck, für den sie gebaut wurden?

Dann schreibst Du sehr detailliert zu den BMS:

- passive Balancer / Lastwiderstände pro Zelle: Sind die denn ausreichend, um eine funktionierende Lithiumbatterie zu bauen?

- Balancer mit OVP / UVP und Temperaturüberwachung scheinen mit ja wohl doch das Mindeste zu sein, oder liege ich falsch? ECS und 123BMS haben, wie Du schreibst "feste Parameter", an die man die Leistungsrelais anschließen muss. Sind die festen Parameter brauchbar? Wie wird dort z. B. mein WR und mein Laderegler eingebunden?

- Die Fertigschaltungen mit Balancer und Überwachung auf einer Platine für alle Zellen, hört sich aus meiner Sicht Sinnvoll an, denn das dürfte ja die Fehlerquellen deutlich reduzieren, oder? Andererseits bedeutet ein Fehler hier den Totalausfall, richtig? Auch hier schreibst Du wieder etwas von "vorprogrammiert" und zudem von einem "Last Balancing". Was ist denn Letzteres?

- Fertige Schaltungen im IP67 Gehäuse find ich auch interessant. Da habe ich bisher noch nicht recherchiert, nehme aber an, dass wir da kostenmäßig wieder über meine Vorstellung hinausschießen. Programmierbar hört sich dann auch schon wieder nach "freakshow" an, was mir dann wohl zu wenig minimalistisch ist. Die Ansteuerung von WR, Laderegler, etc. hört sich furchtbar komplex an. Das ist dann wohl auch zu viel für mich.

Dass gegen Zelldefekt kein Kraut gewachsen ist, ist sicher Richtig. Allerdings finde ich die Zuverlässigkeit einer Batterie ganz besonders wichtig! Wie zuverlässig sind denn die LIFEYPO4 Systeme überhaupt im Vergleich zur Bleibatterie? Irgendwie hört sich dein Hinweis fast schon etwas bedrohlich an.


lisunenergy:
Danke für die Hinweise! Was ist denn ein Ladewandler zum Schutz der Kabel, EBL, Klima? und
Was bedeutet eine hohe Reconecteinschaltung? Kann ich denn meine vorhandenen beiden CBS Ladegeräte nicht weiterhin benutzen?

nuggetad:
Erneut ein Hinweis zum Thema Zelltod. Das beunruhigt mich sehr. Kann man sich denn auf LIFEYPO4 Systeme nicht verlassen?

nuggetad am 17 Jan 2018 13:11:37

Mir persönlich ist kein "spontaner Zelltod" bei LiFePO4 bekannt - ich habe allerdings auch nur minimale Praxiserfahrung (16 Zellen). Bei schlechter Fertigung kann natürlich immer irgendwo ein innerer Kurzschluss oder ein Undichtigkeit entstehen.
Bei Blei kann es dir rein mechanisch oder auch durch Ablagerungen auch jederzeit zu einem Zellenschluss kommen. Viele merken das nicht einmal sofort und wundern sich dann warum die Batterie beim Laden kocht ...
Ich hatte nur die Möglichkeiten aufgezeigt wenn man ganz auf Nummer sicher gehen möchte.
NuggetAD

lisunenergy am 17 Jan 2018 13:23:07

Danke für die Hinweise! Was ist denn ein Ladewandler zum Schutz der Kabel, EBL, Klima? und
Was bedeutet eine hohe Reconecteinschaltung? Kann ich denn meine vorhandenen beiden CBS Ladegeräte nicht weiterhin benutzen?


Durch die hohe Spannung des LIFEPO4 fließt bei halb vollem Akku fast nichts in den Akku . Ist der LiFeYpo4 leer kann das EBL überlastet werden, da sehr hohe Ströme fließen. Einige Lichtmaschienen verkraften es nicht. Das cbe Ladegerät funktioniert nicht immer. Durch die hohe Floadspannung schaltet das Gerät viel zu spät wieder zu. Wenn man Pech hat ist der Akku leer.
Je einfacher die Systeme um so besser kann man sich selbst helfen.

tillermann am 17 Jan 2018 13:41:08

lisunengergy
Das hab ich jetzt nur Bahnhof verstanden. Meinst Du einen Ladebooster? Habe ich bereits (s. Ausgangspost).

Wenn ich richtig verstehe, sollte ich ein neues Ladegerät vorsehen für die Lithiumbatterie. Welches?

Gast am 17 Jan 2018 14:47:00

Hallo,

da du ja einen C-Line fährst, kannst du bezüglich Lithium Akku auch mal im Carthago Forum nachschauen.
Da gibt es eine Rubrik "Mein Projekt" wo einige Besitzer ihren Umbau auf Lithium dokumentiert haben.

Viele Grüße

Norbert

tillermann am 17 Jan 2018 15:29:16

Danke Norbert! Das ist eine sehr gute Idee, da auch mal reinzulinsen. Hatte ich vor langer Zeit mal verfolgt und ganz vergessen.

mafrige am 17 Jan 2018 15:33:14

lisunenergy hat geschrieben:Das Zinkpulver liegt durch die Paste unter Luftverschluss. Vaseline könnte natürlich auch funktionieren. Ich persönlich habe mit Noalox sehr gute Erfahrungen gesammelt.


So ist es! Aber Noalox stellt auch eine leitende Verbindung über den Zinkanteil her ... :ja:

xbmcg am 17 Jan 2018 15:51:35

Viele Fragen...

Einfach (fertige Systeme) ist immer teuer - Anbieter: Victron, Mastervolt, BuperB, Relion, Heinzmann und andere Anbieter, die Komplettpakete / Systeme bauen.
Die Kapazität erreichst Du indem Du entsprechende fertige Blöcke zusammenschaltest. Hauptgründe sind die geringe Nachfrage, das hohe Gewicht / Größe und
der hohe Preis für hohe Kapazitäten. Die werden meist entweder durch Zusammenschalten realisiert oder durch individuelle Lösungen aus Einzelzellen gebaut.

Victron / Mastervolt haben externe BMS und sind modular, aber nur zur eigenen Marke kompatibel.
SuperB und Relion sind Beispiele für Batterien mit interner Elektronik und Abschaltung

Hier so ein Batteriebauer von individuellen Blöcken aus Winston Zellen mit eingebauter Steuerung und Relais:
--> Link

Dann gibt es natürlich die hier im Forum angebotene Lösung von Linsunenergy, die Du auch vom Peter hier im Forum eingebaut bekommen kannst.

Was die Programmierbarkeit angeht, die einen sagen so die anderen sagen so.

Mir ist ein System lieber, das ich entsprechend meiner Nutzung einstellen kann. Ich vertraue weniger fest eingestellten Schaltschwellen.
Ich würde mein System konservativer programmieren.

Andere haben Angst was zu verstellen und wollen lieber nicht über ihre Batterie nachdenken, dafür gibt es die fertigen Module (z.B. die von ECS oder 123BMS)
Als Platine gibts das System von LiTrade, das recht gut ist, und das von R.E.C Active BMS aus SLO, das Top und Bottom Balancing können soll und einstellbar ist.
Da bin ich selbst noch am Forschen.

Die reinen Balancer / Lastwiederstände sind eher nicht zu empfehlen, die überwachen nicht die Zellspannungen.

Wenn Du was selber bauen willst, wirst Du Dich einlesen müssen, wenn nicht, dann kauf Dir was halt fertiges oder einen Bausatz/Akku von LinsunEnergy.

tillermann am 17 Jan 2018 21:26:24

dann mach ich das halt.

tillermann am 18 Jan 2018 01:18:17

Da wär ich aktuell wohl bei einem lisunenergy Bausatz mit 300Ah gelandet.
mein Ladebooster kann vermutlich entsprechend umprogrammiert werden. Und gemäss Schaltplanzeichnung hier aus dem Forum, kann ich meinen Wechselrichter ja wohl einfach an die Plus- und Minus-Schienen dranbauen.
Ein neues Ladegerät werde ich wohl auch brauchen und einen Computer. Welche Geräte sind da zu empfehlen?

WomoTechnikService am 18 Jan 2018 07:50:37

Als Ladegeräte eignen sich gut die Blue Power oder Blue Smart (mit Bluetooth) von Victron, eine von mir schon oft verbaute preiswerte Lösung, die ich auch selbst nutze, ist das Carbest (Reimo Eigenmarke) --> Link...

Batteriecomputer ist ebenso Victron geeignet oder Votronic, Votronic hat die besser lesbare Anzeige, dafür kann man Victron per Bluetooth abfragen...

LG Peter

xbmcg am 18 Jan 2018 11:35:29

lisunenergy hat geschrieben:Bei der alten Variante war ein Pol Alu und ein Pol Kupfer.
Durch die Schwarzfärbung gab es immer Ärger. Jetzt sind beide aus Alu mit einem v2a Innengewindeeinsatz.
Polverbinder Kupfer


Ah, OK. Dann sollte man vielleicht V2A Schrauben verwenden und V2A Unterlegscheiben zwischen Alu
und Kupfer dazwischen legen, vor allem beim Einsatz in salzhaltiger Luft / hoher Luftfeuchtigkeit
und ordentlich mit Vaseline oder so abdichten.

Kupfer direkt auf Alu zu schrauben sollte man normalerweise vermeiden.

Dadurch, dass die Pole bereits V2A innengewinde haben, ist die Verbindung ab Werk versiegelt / potentialfrei
zwischen V2A und Alu und die Unterlegscheibe aus V2A zwischen Alu und Kupfer verhindert die Berührung
der beiden Metalle. Da ist nur noch die Differenz der Elektronegativität zwischen Edelstahl und Kupfer, die
wesentlich geringer ist, damit ist dann wohl auch die Korrosion nicht mehr so aggressiv. Die Verbindung
Edelstahl / Kupfer ist eh da durch die obere Unterlegscheibe / Edelstahlschraube.

Vielleicht macht es auch Sinn, wenn die Batterie fertig ist und die Schrauben mit dem nötigen Drehmoment
angezogen wurden, die Verbindung mit einem Lack oder mit Flüssiggummi zu überziehen. Durch
die Kapselung hätte man neben dem Korrosionsschutz (Kondenswasser...) dadurch auch noch die zusätzliche
Isolation der Pole zur Vermeidung von Kurzschlüssen durch herabfallendes Werkzeug etc. und eine Sicherung
der Verbindung gegen Lösen durch Vibrationen.

Die Batterie soll ja viele Zyklen abkönnen und 10-15 Jahre unangetastet halten. Eine Versiegelung von Anfang
an wäre da sicher gut.

tillermann am 18 Jan 2018 15:05:03

.... na wenn ich dann lese, dass die Korrosion von Polen noch nicht so ganz klar ist, frage ich mich wohl nicht ganz zu unrecht: was machen dann diese Platinen in 15(!) Jahren :D

Vielleicht ist es ja für ein ausgegorenes System einfach noch zu früh und ich schau nach einer weiteren Runde Bleiakkus wieder rein.

Hatte mir zwar schon ne Stange Kohle hergerichtet und Bock drauf, aber man will sich ja auch keinen Mist anschaffen. Das hört sich alles eher nach einer never ending Construction an, als nach einer Lösung.

lisunenergy am 18 Jan 2018 15:24:53

Seit 7 Jahren gibt es kein Problem!! Wichtig ist eine Trennpaste oder Dipol Scheiben. Somit kommt keine Feuchtigkeit an die Pole . Wichtig beim Selbstbau ist die Reinigung der Pole. Siehe meine Bauanleitung.

bernierapido am 18 Jan 2018 16:17:37

Ich habe anfangs Schwierigkeiten gehabt da das System durch eine leichte Korosionsschicht auf den Aluminium-Polen schon total unganau wird. Außerdem hatte ich noch ein BMS, das für elekroautos uns somit durchweg hohe Ströme angepasst war. Das hat mich in 5 Jahren eine 80Ah/ 3,3V- Zelle gekostet.
Seit ich das BMS von Lisunenergy drin habe, die eine Zelle ersetzen konnte, nach seiner Anleitung die Batterien angepasst habe und die Pole gesäubert und mit der mitgelieferten Spezialpaste behandelt habe, läuft das System einwandfrei, zuverlässig und auch die Anzeige ist genau. Ich kann mich drauf verlasssen, wie viel Restkapazität ich habe. Das Geld für Bleibatterien ist da wirklich rausgeschmissen.
Leider habe ich noch keine batterien mit dem Y im Namen (und in der Zusammensetzung). Ich habe daher eine Batterieheizung eingebaut, thermostatgesteuert. Ehe ich die Batterien lade, heize ich sie auf 20°C auf und schalte dann erst das Ladegerät ein. Die Heizfolie unter den Batterien zieht 1,5. Die Batterien sind in Korkplatten eingepackt.

bernierapido am 18 Jan 2018 16:31:09

lisunenergy hat geschrieben:Wichtig ist eine Trennpaste oder Dipol Scheiben. Somit kommt keine Feuchtigkeit an die Pole .

Kannst du mir sagen, welche Paste du da nimmst, dann kauf ich mir so eine Tube, ist ja auch für die anderen Verbindungen nicht schlecht.

lisunenergy am 18 Jan 2018 17:15:56

In deinem Set war eine drinn. Noalox

ducato666 am 18 Jan 2018 17:27:25

lisunenergy hat geschrieben:Bei der alten Variante war ein Pol Alu und ein Pol Kupfer.
Durch die Schwarzfärbung gab es immer Ärger. Jetzt sind beide aus Alu mit einem v2a Innengewindeeinsatz.
Polverbinder Kupfer


Kurze Verständnisfrage: warum verwendet man bei Alu-Polen keine Alu-Verbinder (mit dem doppelten Querschnitt)?

VG
ducato666

WomoTechnikService am 18 Jan 2018 20:13:57

ducato666 hat geschrieben:Kurze Verständnisfrage: warum verwendet man bei Alu-Polen keine Alu-Verbinder (mit dem doppelten Querschnitt)


Die Frage ist wirklich gut... fällt mir auch keine Antwort ein, ich habe ja vor 40 Jahren mal Elektriker gelernt und im Schaltschrankbau haben wir nur Stromschienen aus Alu verwendet (Kupfer war knapp im Osten).

Ich würde es mal an Lars weiterreichen, vielleicht hat er eine Idee...

LG Peter

nuggetad am 18 Jan 2018 21:04:35

Hallo,
ja, doppelter Querschnitt kommt auf denselben Widerstand - aber: Aluminium fliesst. Wenn die Verbinder im Schaltschrank nicht regelmässig nachgezogen werden dann gibt das Kontaktprobleme. Ich kann mich noch an den mahnenden "heissen Draht" im Robotron-Testlabor erinnern. Da waren die Schaltschrankprüfungen um Monate überzogen und der Draht hatte sich in einem Lichtbogen auf ca. 20cm abisoliert.

Ich hab hier auch weil ich grad nichts da hatte die Zellverbinder als Alu gefertigt. Funktioniert ganz gut - allerdings oxidiert das Alu und hatte an zwei Polschrauben deutliche Übergangswiderstände. Da hilft dann nur putzen mit Schmirgelpapier und regelmässiges Nachziehen aller Schrauben.
Gruss
NuggetAD

bernierapido am 18 Jan 2018 21:14:11

Ich habe Ende letzten Jahres die Kabelschuhe, die zum Kompressor für die Luftdruckbremse laufen, komplett ausgetauscht, die sind aus Aluminium und waren stark korrodiert.

Ja, stimmt, habe ich auch aufgetragen. Aber davon habe ich jetzt nichts mehr und das Polfet für Batteriepole von Bleibatterien wollte ich nicht nehmen. Jetzt wo ich den Namen habe, habe ich mal was bestellt.

tillermann am 30 Jan 2018 18:39:12

Schönen guten Abend in die Runde : )

Nun bin ich fest entschlossen auf eine weitere Runde mit Bleiakkus zu verzichten und mir Lithium Akkus zu gönnen. Ein Fertigakkusystem ist zwar sehr verlockend, aber der Preis. Das 200Ah System von Lisunenergy ist ja schon reizvoll. Doch möchte ich gern 300Ah einbauen, auch wenn ich dann ein wenig basteln muss.

Eine Frage: Ich habe einen Büttner Ladebooster (MT-45-LB). Der hat von Haus aus keine Einstellung für Lithium. Braucht man die wirklich, bzw. ist das wichtig?

WomoTechnikService am 30 Jan 2018 19:24:14

tillermann hat geschrieben:Ich habe einen Büttner Ladebooster (MT-45-LB). Der hat von Haus aus keine Einstellung für Lithium. Braucht man die wirklich, bzw. ist das wichtig?


Frag doch mal bei Büttner an, ob sie den umprogrammieren. Votronic macht das für die "alten" Votronic-Booster, die erhalten eine neue Software und neue Frontplatte mit den Lithiumeinstellungen für wenig Geld.

LG Peter

nuggetad am 30 Jan 2018 20:49:57

Oder ggf. auch direkt bei Votronic anfragen - die stellen doch die Geräte für Büttner her.
NuggetAD

tillermann am 30 Jan 2018 22:55:52

So wie er ist, scheint das also nicht optimal zu sein.

Bei Büttner hatte ich schon einmal angefragt. Eine Umprogrammierung ist möglich bei Geräten ab 2014. Ich habe meinen 2015 gekauft, weiss aber noch nicht, wann mein Gerät hergestellt wurde. Ich muss ihn dafür noch ausbauen, weil das wohl unten drauf steht.

Danke für den Tipp mit Votronik. Ich kann dort ja mal nachfragen.

Angenommen, ich habe ein Gerät von vor 2014 erwischt... oder mir sind die in Aussicht gestellten 5 Wochen für die Umprogrammierung zu lang... kann man nicht auch mit der Blei/Säure Einstellung leben? Oder ist das nicht gut für den Lifeypo4 Akku?

lisunenergy am 31 Jan 2018 11:06:09

Wenn man den Temperatursensor entfernt geht das sehr gut. Hat man die Möglichkeit auf eine Umprogrammierung würde ich es auf alle Fälle machen.

tillermann am 31 Jan 2018 11:18:45

lisunenergy hat geschrieben:Wenn man den Temperatursensor entfernt geht das sehr gut. Hat man die Möglichkeit auf eine Umprogrammierung würde ich es auf alle Fälle machen.


Hoppla! Du bist der Lars, richtig? Ich habe zwischenzeitlich viel gelesen. Hier und im Carthagomobil.de . Da meine ich mich zu erinnern, dass Du im Zusammenhang mit Ladeboostern immer wieder auf die reduzierten Ladeströme bei kalten Akkus hinweist - wenn ich mich richtig erinnere sogar als Hauptargument für die Ladeboostertechnik bei LiFeYPo4 Akkus. Jetzt lese ich, dass es mit diesem Booster "sehr gut" geht, wenn man den Temperatursensor weg lässt :D

Immer wenn ich bei den LiFePo4 denke, ich habe einen Aspekt nachvollziehen können, kommt von irgendwo ein Hammer. Ich sage mal, wenn DU das sagst, ist das ja fundiert. Kannst Du mich bitte aufklären?

lisunenergy am 31 Jan 2018 12:31:01

Bei einem LiFePO4 Akku ist dies zwingend notwendig. Da wir aber bestimmt von Winston LiFeYPO4 sprechen ist eine Ladung unter 0Grad nicht so das Problem. Der Temperaturschalter beim normalen Booster hat eine völlig andere Funktion wieder bei Li-modell. Entfernt man diesen geht der Booster nicht höher wie 14,4 Volt. Bei Blei kann das schon mal locker 15 Volt und höher gehen.
Der 2. wichtige Grund ist die Strombegrenzung fürs EBL und ein vernünftiger Ladestrom bei fast vollem Akku.

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