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Hallo in die Runde, ich möchte eine Solaranlage auf dem Alkoven montieren. Der hintere abgesenkte Teil des Daches ist für den Transport von kurzen Kajaks reserviert. Beim Transport von längeren Kajaks werden die Bootsspitzen auch den rechten Teil des Alkovens belegen, daher sollen die Solarpanels vorne links in Fahrtrichtung montiert werden.
Zur Verfügung steht eine Länge X Breite von maximal 125 X 140 CM, gerne weniger.
Ich möchte gerne etwa 200 Wp ernten. Der Tagesverbrauch liegt im Winter bei ca 50 AH, im Frühling, und Herbst bei ca 40 AH, im Sommer komme ich wohl mit 30 AH hin. Den Verbrauch habe ich eher großzügig kalkuliert.
Die Verbraucher: HeizungTruma 3004, Radio und TV mit ca 30 Watt, LED Beleuchtung, Ladegeräte iPad und Kamera (laufen auf 12 Volt) und der Eigenverbrauch des EBL, Frostschutzventil etc.
Alle paar Tage wird ein kleiner Wechselrichter 160 Watt genutzt um die elektrische Zahnbürste und eine Handlampe zu laden. Ein grösserer Wechselrichter ist nicht geplant, der Fön wird nur bei Landstrom genutzt, grössere Verbraucher wie Nespresso oder Induktionsfeld sind nicht geplant. Ich kühle, koche und heize mit Gas, das soll auch so bleiben.
Das Fahrzeug ist ganzjährig zugelassen, im Winter bin ich nur wenige Tage unterwegs, zumeist für Städtereisen und finde es nicht schlimm eine Steckdose anzufahren. Die längeren Fahrten sind im April- Mai und September-Oktober, dazwischen verlängerte Wochenenden in Deutschland oder den Nachbarländern. In den Süden fahre ich im Frühjahr oder Herbst aber nie im Sommer. Selten stehe ich mehr als drei Tage an einem Platz, wenn doch ist dort auch eine Steckdose vorhanden.
Das Fahrzeug steht bei Nichtbenutzung in einer Halle mit Stromanschluss. Manchmal auch zwei Wochen vor der Haustür.
Es ist ein Schaudt EBL 260/1 verbaut. Dazu eine 100 AH Gel Batterie unter dem Beifahrersitz, sobald die nicht mehr ausreicht stocke ich auf. Es wird dann voraussichtlich bei Gelbatterien bleiben.
Von April bis Oktober strebe ich eine Unabhängigkeit von der Steckdose an.
Meine Überlegungen bisher: -2X100 Wp monokristalline Module anstatt eines grossen Moduls wegen Abschattung durch Bootsspitzen -Module mit einer höheren Spannung um einen MPPT Regler zu nutzen -MPPT Regler Votronic wegen Temperaturfühler, Starterbatterieausgang -Module parallel schalten
Diese Module habe ich mir rausgesucht: --> Link Die passen parallel in Fahrtrichtung gut auf den Alkoven, sind leider teurer als Module mit 18 Volt.
Zwei Zölzer Caravanschienen werde ich quer über die gesamte Breite auf dem Alkoven verkleben lassen, als Modulhalter habe ich mir die hier ausgesucht: --> Link und --> Link
Meine Fragen an die Fachleute: Passt das so von den Komponenten? Habt ihr gute Tips, Anmerkungen oder Kritik? Sind Leitungen von 4 Quadrat MM bei einer Kabellänge von 5 Metern von den Modulen bis zum Solarregler ausreichend?
ich möchte zu bedenken geben, dass Du bei zwei 100 WP-Modulen die Leistung von 200Watt nur bekommst, wenn Du auf dem Äquator Mittag 12 Uhr einen unbewölkten Himmel hast... ich hatte heute mit 675 WP auf dem Dach und 10 Sonnenstunden eine Maximalleistung von 273 Watt bei knapp einer kWh Ladung... ich habe 5 von diesen --> Link Modulen verklebt. zwei davon würden auf Deinen vorhandenen Platz passen und Du sparst die ganzen Winkel usw., was den höheren Modulpreis ausgleichen würde. Als Laderegler würde ich diesen --> Link, da kannst Du über das Handy alles abrufen und einstellen und die Module in Reihe schalten, um schon bei Sonnenaufgang Ladestrom zu haben...
LG Peter
IchBinsWieder am 23 Feb 2018 23:59:48
Hallo Thomas,
das nenne ich mal eine umfassende Vorabinfo - großes Lob.
Die 200 Watt sind im Sommer zu viel, im Winter zuwenig. Du würdest aber bei dem Maß auch mehr unter bekommen. Preislich ist das nicht so schlimm und hilft dir in den Randphasen, also Frühling bzw. Herbst.
Das System der Montage habe ich seit Jahren und die Wahl war richtig. Querschnitt ist OK, wenn möglich würde ich auf 6mm2 gehen ... muss aber nicht
EDIT ... Peter hat schon was zum Ertrag geschrieben Der Regler ist Ansichtssache ... beide gut und beim Votronic kannst du noch auf BlueBattery gehen .. dann hast du noch mehr Infos, weil BC integriert. Wenn der Regler dezentral zur Batterie sitz, wäre Votronic sogar die bessere Wahl, weil externer Temperaturfühler
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WomoTechnikService am 24 Feb 2018 00:07:54
IchBinsWieder hat geschrieben:Der Regler ist Ansichtssache ... beide gut und beim Votronic kannst du noch auf BlueBattery gehen .. dann hast du noch mehr Infos, weil BC integriert. Wenn der Regler dezentral zur Batterie sitz, wäre Votronic sogar die bessere Wahl, weil externer Temperaturfühler
Wenn ich Reihenschaltung empfehle bei 2 Modulen, die fast 28 Volt Leerlaufspannung haben, geht der Votronic nicht, weil er nur 50 Volt kann... der Victron 100 Volt! Außerdem brauch ich kein externes Bluetooth beim Victron, weil der verlinkte das schon drin hat...
LG Peter
IchBinsWieder am 24 Feb 2018 00:18:17
Peter ... ja das stimmt, aber passt nicht dazu:
-2X100 Wp monokristalline Module anstatt eines grossen Moduls wegen Abschattung durch Bootsspitzen
Zwei in Reihe sind quasi das gleiche wie ein großes ... bezogen auf die Gefahr der Abschattung. Ich würde in dem Fall vielleicht sogar auf 4*50 parallel gehen .. sicher ist sicher.
BlueBattery ist mehr als nur eine Solaranzeige .. das ist auch noch ein Batteriecomputer ist also nicht mit der Funktion vom Victron vergleichbar.
Die hohe Spannung ist wirklich total überbewertet ... selbst Victron empfiehlt die hohe Spannung nur für wüstenähnliche Regionen, weil die hohe Spannung dort ihre Vorteile ausspielen kann. Schau mal in den Unterlagen von Victron nach. Die selbst bieten ja auch die 12V Module an, und das aus gutem Grund und nicht damit man sie dann in Reihe schaltet, denn je nach Reiseregion kann auch die niedrigere Spannung ihre Vorteile ausspielen. Gerald hat dazu mal sehr interessante Beobachtung seiner umschaltbaren Anlage gepostet.
Es kommt halt immer auf die Reisgewohnheiten an. Von der ausführlichen Beschreibung zumindest gehe ich mal nicht von Hochtemperaturregionen als Reiseziel aus.
Ossobuco am 24 Feb 2018 03:36:25
WomoTechnikService hat geschrieben: ich habe 5 von diesen --> Link Modulen verklebt. zwei davon würden auf Deinen vorhandenen Platz passen und Du sparst die ganzen Winkel usw.
LG Peter
Hallo Peter, vielen Dank für deinen Tip. Mir ist bewust, dass ich mit 200 Watt keine Bäume ausreissen kann. Das ganze Dach kann ich mir aber nicht zupflastern weil ich Platz für die Kajaks brauche und ich muss mich beim Laden noch bewegen können.
Ich möchte Module mit Rahmen verwenden und keine flexiblen Module flächig verkleben, die muss ich eventuell ja auch irgendwann mal wieder vom Dach kratzen wenn sie mal beschädigt wurden. Am Alkoven sind sie ja schon exponiert. Die Zölzer Schienen kommen eh als Träger aufs Dach, die brauche ich vorne auch.
Ich hatte mir weiterhin überlegt die Module parallel zu verschalten da durch die Boote immer mal ein Modul abgeschattet werden kann, daher die Überlegung für Module mit einer höheren Spannung.
Wie schätzt du das ein: Sind zwei 18 oder 23 Vmp Module sinnvoll parallel an einem MPPT zu betreiben?
Vielen Dank und Gruß Thomas
Ossobuco am 24 Feb 2018 03:52:23
IchBinsWieder hat geschrieben:Zwei in Reihe sind quasi das gleiche wie ein großes ... bezogen auf die Gefahr der Abschattung. Die hohe Spannung ist wirklich total überbewertet... denn je nach Reiseregion kann auch die niedrigere Spannung ihre Vorteile ausspielen.
Hallo Charly, auch dir vielen Dank für die Einschätzung. Das Modul würde schon gut passen,Link zum eBay Artikel hat aber nur 17,8 VMP, reicht das um einen MPPT sinnvoll zu betreiben oder spare ich mir dann gleich die Kohle und verwende einen PWM Regler?
Das empfohlene 150 Watt Modul passt gerade nicht ins Budget.
Viele Grüße Thomas
Ossobuco am 24 Feb 2018 04:23:35
Hier noch einmal die Platzverhältnisse:
Das Auto ist 205 CM breit, oben verjüngt sich das Dach an den runden Kanten.
Der rechte Teil wird durch Boote eingenommen. Wenn ich Wildwasserboote geladen habe, reichen die bis zur Schräge des Alkovens und alles ist prima. Die Spitzen der Langboote enden auf dem Alkoven.
Die Bootsspitzen auf der rechten Seite würden dann die Module auf der linken Seite abschatten. Daher ist es sinnlos den ganzen Alkoven zuzupflastern.
Obwohl ich nicht immer Langboote dabei habe... Zum Beispiel bei Städtereisen.
Gruß
Trashy am 24 Feb 2018 10:29:33
Hi. Das hohe Spannung nur in der Wüste Vorteile bringt halte ich für Quatsch. Ich habe diese Woche nur mal am Abend beim Auspacken gemessen. Im Wohnzimmer war eine 100W Deckenlampe aktiv. Panel lag waagerecht auf dem Sessel, ich davor mit dem Multimeter. Also sogar noch partiell verschattet. Ergebnis: Mein 24V Panel erzeugte die volle Leerlaufspannung von 44V. Das 12V Panel was ein Kumpel mitgebracht machte gerade mal knapp 16V. Schon kritisch. Also nach wie vor gilt für mich hoch mit der Spannung.
geralds am 24 Feb 2018 10:42:03
Hallo,
ich war über 20 Jahre mit 3 parallel geschalteten Modulen BP485J Max Peak Power (MPP): 85 Watts Voltage MPP: 17.8 V Current MPP: 4.78 A Open Circuit Voltage: 22.2 V unterwegs. Die Spannung hat auch in Südspanien ausgereicht um die Batterien zu laden.
Auf Grund der guten Haltbarkeit würde ich immer wieder zu Modulen mit Rahmen greifen. Die Rahmenmodule erwärmen sich auch nicht so stark wie die aufgeklebten Module, ein Luftspalt zwischen Dach und Rahmen vorausgesetzt. Durch die Montage auf Schienen ist das bei Dir ja automatisch gegeben.
Meine jetzigen Module haben 18,1Vmp. Auch parallel geschaltet an einem Mppt-Regler. Der Mppt-Regler lohnt sich auf jeden Fall. Meist ist der Ladestrom um 20-25% höher als der Modulstrom.
Wenn der Platz für die 130Wp Module ausreicht, würde ich die wählen, --> Link wenn nicht, die von Dir vorgesehenen. --> Link
Bei der Verkabelung würde ich bei den 130Wp Modulen für die gemeinsame Leitung vom Y-Stecker bis zum Regler 6mm² nehmen, bei den 100W-36V Modulen reicht auch 4mm².
Ob man einen Victron-Regler oder einen Votronic-Regler nimmt, ist Ansichtssache. Der Votronic-Regler hat halt einen Temperaturfühleranschluss und einen Ausgang zum laden der Starterbatterie. Daher wäre er meine Wahl. Ich habe an meinem Regler ein Display (das es auch zum Votronic-Regler gibt), das reicht mir völlig. Warum die Anzeige auf dem Handy? Ist aber wie vieles Ansichtssache.
Das wäre meine Vorgehensweise, andere mögen es vielleicht anders machen.
Gruß Gerald
WomoTechnikService am 24 Feb 2018 12:24:55
Trashy hat geschrieben:Das hohe Spannung nur in der Wüste Vorteile bringt halte ich für Quatsch.
Eine Messung der Leerlaufspannung zeigt nicht die Leistung an... Die Leistung ergibt sich aus Spannung und Strom. Da Solarmodule kurzschlussfest sind, kann man die Leistung der Module über den angegebenen Kurzschlussstrom messen. Ein Amperemeter (10A reicht ja bei den meisten Modulen) an Plus und Minus und dann einfach mal flach hinlegen, Strom merken und dann mal genau in die Sonne halten... dann siehst Du den Unterschied. So kann man auch ältere Module testen, ob sie noch 100% bringen. Wenn der Kurzschlussstrom dem angegebenen Wert entspricht, entspricht dann auch der Strom bei Nennspannung dem Nennstrom. Die auch auf den Modulen angegebene Leerlaufspannung ist nur wichtig für die Auswahl des Ladereglers, damit dessen mögliche Eingangsspannung bei voller Batterie nicht überschritten wird.
Ich habe derzeit bei direkter Sonne 302 Watt aus 675 Wp, eben, weil sie schräg auf die Module trifft.
Zu Reihen und Parallelschaltung gibt es einen eigenen Thread, ich hatte viele Jahre meine Module parallel, bei der Modernisierung im letzten Herbst habe ich in Reihe geschalten und bin seitdem überzeugt... bei Abschattung wird durch die in den Modulen eingebauten Dioden der Strom vorbeigeleitet. Der große Vorteil ist, dass die Spannung schon bei schwacher Sonne oder einfach etwas Licht hoch genug ist, einen Ladestrom zu bringen. Wenn meine 5 in Reihe geschalteten Module jedes 5 Volt haben, sind das schon 25... parallel wären es nur 5 und kein Laderegler springt an.
LG Peter
geralds am 24 Feb 2018 16:38:44
Hallo Peter,
Deine Aussagen zu seriell versus parallel stimmen leider nicht mit meinen Erfahrungen / Messungen überein.
Siehe hierzu auch die Versuche dieser netten Dame: --> Link
Meine Messungen (18V Module mal parallel, mal seriell geschaltet). Und das war nicht eine Messung, das ist reproduzierbar. Ich habe einen Schalter eingebaut, mir dem ich jederzeit zwischen seriell und parallel umschalten kann.
Im Schatten meines Hauses seriell 0,3A, parallel 0,7A (blauer Himmel ca. 11 Uhr morgens) Bei leichten Regen seriell 3,4A, parallel 2,9A (der Regler ist noch im Mppt-Mode) Bei stärkerem Regen seriell 0,6A, parallel 1,2A (der Regler ist nicht mehr im Mppt-Mode, er schaltet nur noch durch)
Gruß Gerald
Nögel am 24 Feb 2018 16:43:29
Meinen neuen Module 2 x 100Wp (18V Arbeitsspannung) wurden zuerst seriell an MPP Laderegler angeschlossen, wegen der teilweisen Verschattung wurden sie dann parallel angeschlossen, ein Leitungsunterschied konnte ich nicht feststellen.
Ob Parallel oder Seriell bringt nur bei Schwachlicht einen Vorteil, viel Ertrag kommt dabei nicht zusammen.
Meine Anlage mit 380Wp an Laderegler SR 330 angeschlossen, brauchte gestern bei strahlenden Sonnenschein in der Spitze 140Watt, so kamen am Tag über 600Wp zusammen.
geralds am 24 Feb 2018 17:35:26
Nögel hat geschrieben:Meinen neuen Module 2 x 100Wp (18V Arbeitsspannung) wurden zuerst seriell an MPP Laderegler angeschlossen, wegen der teilweisen Verschattung wurden sie dann parallel angeschlossen, ein Leistungsunterschied konnte ich nicht feststellen.
Meine 360Wp hat zwischen parallel und seriell um die Mittagszeit im Sommer (unverschattet) einen um ca. 200mA höheren Ladestrom bei seriell. Den Unterschied merkt man praktisch nicht, eine Wolke mehr oder weniger hat da vielleicht den gleichen Effekt.
Nögel hat geschrieben:Ob Parallel oder Seriell bringt nur bei Schwachlicht einen Vorteil, viel Ertrag kommt dabei nicht zusammen.
Wie man an meinen Messungen sieht, hat die Parallelschaltung bei ca. 5% der Nennleistung einen kleinen Vorteil, bei ca. 10% der Nennleistung hat die Reihenschaltung einen kleinen Vorteil. Betrachtet man die Zeitdauer bei Sonnenaufgang bzw. Sonnenuntergang, ist der Unterschied zwischen beiden Schaltungsarten wahrscheinlich sehr gering. Wahrscheinlich ist die Differenz kleiner 1Ah, also nicht wirklich relevant.
Bei Verschattung / Teilverschattung ist die Parallelschaltung aber eindeutig im Vorteil. Wobei ein Effekt noch nicht angesprochen wurde. Bei Reihenschaltung kann gerade bei geringer Verschattung z.B. durch einen Mast, ein Hotspot auftreten, bei Parallelschaltung von 18 Vmp Modulen passiert das nicht. Ist vielleicht gerade bei geklebten Modulen wegen der geringeren Wärmeabfuhr auch interessant. (So jetzt habe ich aber wieder einen Pot aufgemacht. :-o ) --> Link Siehe im Video ab 21:32
Gruß Gerald
Trashy am 24 Feb 2018 20:11:38
Hallo Peter, die Leerlaufspannung sagt in diesem Fall viel. Das 24V Panel macht in der Wohnung die volle Leerlaufspannung. Egal wieviel - es produziert Strom und damit Leistung. Hier natürlich null komma nix. Das 12V Panel liefert auch gerade mal so einen Wert Richtung Leerlauf. Nimmt man nun noch Spannungsfälle und Temperaturen dazu dann ist ein 12V Panel ruckzuck aus dem Rennen wärend das 24 Volt Panel noch genug Spannung zur Verfügung stellt. Selbst wenn ein abgeschattetes Panel im Zwielicht nur 3Wh liefern würde, so kämen die in der 24V Variante voll beim Regler an. Was nützt bei der 12V Variante der Strom wenn die Spannung für den MPP zu knapp wird.
Meine Erfahrung soll nur den TE Infomieren, um seine Entscheidung zutreffen. Hier ein Bild zur Wärme Entwicklung am einen Sommertag:
Die Module sind im Zentrum deutlich wärmer. Oben Semiflex Modul aufgeklebt mit Hotspots, China Qualität, 45° warm. Darunter ein Rahmenmodul Poly 100Wp, 39° warm bei der Anschlussdose, ganz unter Rahmenmodul 50Wp Mono ebenfalls 40° bei der Anschlussdose. Im Allgemeinen sind Rahmenmodule <10° kälter als Seniflexmodule.
Im Bild ein Seniflexmodul (noch nicht aufgeklebt) im Hochsommer das Dach war die Sonne auf 50° aufgeheizt. Es hat einige Hotspots 67° an dieser Stelle war es nach 3 Monaten defekt, wurde durch ein Rahmenmodul ersetzt.
geralds am 24 Feb 2018 22:54:13
Trashy hat geschrieben:Hallo Peter, die Leerlaufspannung sagt in diesem Fall viel. Das 24V Panel macht in der Wohnung die volle Leerlaufspannung. Egal wieviel - es produziert Strom und damit Leistung. Hier natürlich null komma nix. Das 12V Panel liefert auch gerade mal so einen Wert Richtung Leerlauf.
Was nichts über die mögliche Leistungsausbeute aussagt.
Trashy hat geschrieben:Nimmt man nun noch Spannungsfälle und Temperaturen dazu dann ist ein 12V Panel ruckzuck aus dem Rennen wärend das 24 Volt Panel noch genug Spannung zur Verfügung stellt.
Spannungsfälle sind durch entsprechende Leitungsquerschnitte auszugleichen. Temperatur - Messungen von Victron haben ergeben, dass ein 18V Modul noch bis ca. 75°C seinen Nennstrom liefern kann.
Trashy hat geschrieben:Selbst wenn ein abgeschattetes Panel im Zwielicht nur 3Wh liefern würde, so kämen die in der 24V Variante voll beim Regler an. Was nützt bei der 12V Variante der Strom wenn die Spannung für den MPP zu knapp wird.
Also mich interessieren 3Wh nun wirklich nicht mehr. Das verbraucht mein Womo schon wenn nur das Panel eingeschaltet ist.
Scheinbar ignorierst Du ja zumindest meine Messergebnisse bei geringen Strahlungswerten. Die meisten Schaubilder stellen das Verhalten von Solarmodulen bis 20% Leistung dar. Wenn Du was zum "Schmökern" zitierst empfehle ich die Seiten 41 und 42 aus dem von Dir genannten Dokument. Hier ist die Kennlinie bis zu 90% Abschattung, und damit 10% Beleuchtung noch angegeben (Sz0,9). Und was ist erkennbar - die Zellspannung liegt noch über 0,5V. Bei 36 Zellen reicht das auch noch für einen Mppt-Regler aus. (Was auch meine Messungen bestätigen :mrgreen: )
Bei ca. 5-6% Beleuchtungsstärke bricht die Spannung ein, und zwar sowohl bei 36 Zellen in Reihe wie auch bei 72 Zellen in Reihe. Die Spannung am Reglereingang ist dann nur noch 0,8 - 1V über der Batteriespannung und zwar sowohl bei 36 wie auch bei 72 Zellen in Reihe. Der Strom ist dann aber bei Parallelschaltung ziemlich genau doppelt so hoch wie bei Reihenschaltung. Warum das so ist - keine Ahnung. Unterstreicht aber, dass eine Solarzelle eher aus Stromquelle zu betrachten ist. Die Solarzelle baut die Spannung nicht äquivalent zur Beleuchtungsstärke auf.
Wobei mich der Bereich kleiner 5-6% der Leistung auch nicht mehr sonderlich interessiert, ob da jetzt 0,6A oder 1,2A fließen, es reicht in beiden Fällen nicht aus um den Bedarf zu decken. Und tritt der Fall nur während der Morgen- bzw. Abenddämmerung auf, ist die Zeitspanne auch nur recht kurz.
Aber ich keinen bekehren, wer lieber den eigenen Überlegungen folgen will soll es tun. Ich halte mich an meine Messergebnisse. Und durch meine Umschaltmöglichkeit von seriell auf parallel oder umgekehrt kann ich ja bei schlechtem Wetter die jeweils bessere Variante wählen. :lach:
Gruß Gerald
geralds am 24 Feb 2018 23:17:52
Hilfe, wer schenkt mir ein "will", scheinbar hatte ich im letzten Beitrag eines zu wenig. :?
"Aber ich will keinen bekehren..." muss es natürlich lauten.
Gruß Gerald
Gast am 14 Apr 2018 07:07:00
Ich habe auch noch eine Frage, viele Dach Durchführungen passen von der Höhe auch unter ein Solarpannel. Wenn man die Panels schraubt kommt man auch wieder an diese dran. Sieht gut aus UV geschützt, wieso sehe ich solche Umbauten nicht im Forum? Ich plane so etwas, weil ich eine begrenzte Dachfläche habe. Wieso also Panel über Dachdurchführung legen.
Gruss Robert
Trashy am 14 Apr 2018 08:50:36
Schau mal bei Jack Schmidt.
Ossobuco am 08 Jul 2018 19:50:39
Vielen Dank euch allen.
Ich wollte noch Vollzug melden. Seit zwei Monaten sind nun drei mal 100 Watt von Offgridtec auf dem Alkoven. --> Link
Wie im Eingangsthread schon erwähnt, habe ich die Module auf Zölzer Caravanschienen montiert und mit K2 Modulklemmen befestigt. K2 Schienen hätten es auch getan aber die Zölzer mussten eh aufs Dach für die Kajakträger.
Es ist ein Votronic MPPT geworden, dazu habe ich noch einen Blue Solar eingebaut.
Es funktioniert alles so wie es soll, mal sehen wie sich die Anlage im Herbst und Frühjahr macht. Für den Winter habe ich nicht ausreichend Module und jetzt im Sommer brauche ich bei gutem Wetter wenig Strom.