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Das MoMo in Dänemark 1, 2


WoMo81 am 08 Jul 2020 13:46:58

Hej!

Ja, wir werden Dänemark auch als Rückfalloption im Auge behalten. Derzeit sehen die Wettervorhersagen für Fjordnorwegen ja noch nicht so berauschend aus. :roll:

Wir wollten eigentlich am 19.08. wie gewohnt nachts übersetzen und dann morgens früh die 200km bis Svinesund in Angriff nehmen. Nun hat Stena Line die Fähre aber leider auf frühen Nachmittag verschoben und uns "einfach" umgebucht. Dafür ohne Extrakosten. ^^

Also werden wir spät Abends dann hoffentlich über die Grenze sein (Transit ohne Übernachtung wird ja Voraussetzung sein) und uns dann ab dem 20.07. für drei Wochen etwas treiben lassen.

Einen Plan habe ich ehrlich gesagt nur für die ersten Tage gemacht. Ich denke wir werden über die Valdresflye Rv51 am Jotunheimen NP vorbei bis nach Åndalsnes fahren und dort dann drei/vier Tage verweilen (Atlantikstraße, Trollstigen usw.)!

Das soll dann auch der nördlichste Punkt sein und dann links rum Richtung Stryn, Skjolden, Vossevangen irgendwie so... :mrgreen:

Genaue Route muss ich mal schauen. Wir sind ja mittlerweile mit Gespann unterwegs (rund 12m) und gerade im unteren Bereich sind ja einige Straßen dann doch eher eine schmale Herausforderung.

Ich hätte halt auf jeden Fall gerne im Breheimen noch ein/zwei Gletscherzungen gesehen, noch ein/zwei Turistveger abgeklappert, ggf. auch gerne natürlich noch ein/zwei Wassefälle besucht und nen paar andere Highlights...

Aber was nicht ist, kommt dann halt irgendwann mal dran! :lach:

Gruß, René

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Momoblog am 10 Jul 2020 09:57:57

Dann macht ihr das ja fast so wie wir, Renè. :-)
Mal gucken, ob wir uns da über den Weg laufen!




Dänemark ruft
Dass wir das noch erleben dürfen! Die Reise nach Dänemark und Norwegen ist nicht mehr nur Spinnerei sondern eindeutig Realität.
Wir sind so aufgeregt, als würden wir das erste Mal mit einem Wohnmobil wegfahren. Haben wir auch an alles gedacht? Kriegen wir das alles noch verstaut? Muss man nicht doch lieber was zuhause lassen, weil man sonst überladen ist?
Tatsache ist, dass unsere Reisevorbereitungen länger als gewöhnlich dauern, weil uns wirklich die Routine zu fehlen scheint. Aber gegen kurz vor 12 ist dann wirklich alles im MoMo untergebracht. Alles? Wir haben beide trotzdem das unbegründete Gefühl, die Hälfte vergessen zu haben… Trotzdem brechen wir ausgesprochen happy auf: Es geht endlich los!
NRW nervt
Wir kommen zunächst aber gefühlt gar nicht vom Fleck. Was aber nicht am Verkehr an sich liegt, sondern vielmehr an der Unmenge von Baustellen, die es speziell in unserem Heimatbundesland gibt. Die A1 in Richtung Norden besteht eigentlich mehr aus Baustellen und wird nur mal kurz von freien Abschnitten unterbrochen. Nach zweieinhalb Stunden haben wir es bis hinter Osnabrück geschafft und brauchen erst mal eine Pause.
Die verbringen wir dann ganz stilecht mit hartgekochten Ostereiern, die uns unsere eierverkaufende Nachbarin noch angedient hat. Irgendwie kommen da Kindheitserinnerungen hoch!
Regen, Regen, Regen
Nur leider setzt bei bei unserem Päuschen auch der Regen ein. Und was erst noch ganz nett aussieht, wird später ungemütlich.
In Niedersachsen also kaum Baustellen, dafür aber Schweisswetter. Hm.
Kurz vor Hamburg machen wir ein zweites Mal Pause und können zumindest vom Reiseverkehr her Entwarnung geben. So leer hatte ich mir in den Sommerferien einen Rastplatz nicht vorgestellt!
Je nördlicher, desto Sonne
Hinter Hamburg wird nicht nur der Verkehr bald geringer, sondern auch das Wetter freundlicher. Man kann sogar etwas blau erkennen! Wir haben sogar den Eindruck, dass es eine klare Wettergrenze gibt: In Deutschland noch Wolken, in Dänemark aber blauer Himmel. So haben wir uns das vorgestellt!
Dorfidylle
Unser Tagesziel ist Dänemark heute aber nicht mehr. Wir haben im Landvergnügen-Führer den Hof der Familie Johannsen in Sprakebüll gesehen und für einen Besuch wert befunden. Nach unseren bisher eher durchwachsenen Erfahrungen mit den Landvergnügen-Plätzen hatte ich schon Sorge, dass es hier auch wieder eng werden würde, überhaupt einen Platz zu kriegen. Aber die Realität sieht viel besser aus. Wir stehen hier nämlich komplett alleine!
Und das ist bei einem so schönen Ziel schon recht verwunderlich. Hier ist nämlich so richtig Dorfidylle zu finden. Aber nicht so leicht marode verfallend, wie in manchen Eifeldörfern, sondern auffallend adrett mit Brunnen und Mitfahrbank. Hier ist natürlich der Hund begraben, aber wer uns kennt, weiß ja, das wir so was lieben…
Speisekammer
Perfekt macht unser Glück dann noch die Speisekammer des Hofes, die wir bei einer ersten Orientierungsrunde erkunden. Die öffnet von 7-21 Uhr und funktioniert nach dem Prinzip der Kasse des Vertrauens. Sie bietet ein sehr ordentliches Sortiment an, aus dem man sich bedienen kann. So haben wir uns das vorgestellt mit dem Landvergnügen! Wir freuen uns schon auf den Hofladen, der morgen wieder öffnet und nicht nur noch mehr Auswahl, sondern auch noch frische Brötchen für uns im Programm hat. Die Urlaubsstimmung steigt!

Das ganze mit Bildern gibt es in unserem Womo-Blog: --> Link

Momoblog am 11 Jul 2020 11:43:09



Entspannt zum Ziel
Es lässt sich gut schlafen in Sprakebüll. Friedlich ist gar kein Ausdruck - selbst die Hühner samt Hahn direkt gegenüber lassen es morgens eher ruhig angehen.
Wettermäßig hat uns aber leider das schlechte Wetter schon wieder eingeholt. Es ist grau und regnerisch. Wir vertrödeln daher ganz schön den Vormittag bevor wir uns in den Hofladen begeben. Dort ergänzen wir unsere Vorräte um ein paar lokale Produkte. Da sich die Hofbetreiber artgerechte Haltung auf die Fahnen geschrieben haben, gibt es auch noch ein paar Würstchen vom Shorthorn-Rind fürs nächste Grillen. Und da Annette sich unsterblich in ein Schaffell verliebt, wird auch dafür noch das Taschengeldkonto geplündert.
Falsche Abkürzung
So kurz vor der dänischen Grenze wollen wir den Tank noch einmal füllen. An der Tanke in Medelby wundert sich eine nette Autofahrerin über unser ungewöhnliches Autokennzeichen („Touris haben wir hier sonst nie.“), erklärt mir den Tankautomaten und gibt uns den Tipp, doch über die grünen Grenze zu fahren, um die Kontrollen zu umgehen. Man müsse einfach nur immer der Straße nach Norden folgen. Hört sich gut an!
Wir fahren also auf einer Landstraße mit unfassbar dicken Birken Richtung Dänemark und kommen uns wie pfiffige Schmuggler vor - obwohl wir gar nix illegales an Bord haben… Der Spaß endet nur am Grenzübergang. Der ist verriegelt und verrammelt…
Wir fahren also wieder zurück und nehmen brav die stinknormale Route über die A7. Dort ist zwar eine einspurige Kontrollstation eingerichtet, aber es wird beim momentanen Pisswetter von den Grenzbeamten einfach stoisch durchgewunken. So viel also zu den strengen dänischen Grenzkontrollen…
Sonnige Pause
Uns ist es aber nur recht, dass wir so problemlos einreisen können. Abgesehen von unserer Wanderung an der Our ist das jetzt also unser erster Auslandsaufenthalt in Coronazeiten. Und das macht uns auf ganz unerklärliche Weise vielleicht glücklicher als es sollte.
Nachdem wir einige Kilometer gefressen haben, wird es Zeit für eine Pause. Ich fahre zunächst einen Rastplatz an, der aber reichlich unattraktiv ist. Annette hat die glorreiche Idee, mal eben zu checken, ob denn abseits der Autobahn etwas schöneres zu finden ist. Und so landen wir kurz drauf am Bygholm Sø. Das ist ein kleiner See mit diversen Park- und Picknickplätzen, wo man wunderbar pausieren kann. Ein toller Pausenplatz auf halber Strecke!
Endspurt
Die letzten Kilometer ziehen sich ganz schön. Mir wird irgendwann bewusst, dass ein Trip nach Norddänemark von uns zuhause aus von der Länge her das gleiche ist wie eine Fahrt in die Bretagne. Hatte ich irgendwie ganz anders eingeschätzt! Reisen bildet…
Hubbeliger Campingplatz
Aber dann sind wir da: Løkken Strand Camping. Nachdem wir gelesen hatten, dass Løkken in der Vergangenheit eher der Ballermann Dänemarks gewesen sein soll, waren wir gar nicht mehr so sicher, ob wir die richtige Wahl getroffen haben. Aber der Campingplatz ist genau so, wie er auch beschrieben wird. Familiär, unkompliziert und vor allem: direkt am Meer!
An der Rezeption kriegen wir die Order, erst mal zu Fuß zu gucken, wo wir das MoMo abstellen wollen, bevor wir auf den Platz fahren dürfen. Die einzige Vorgabe: Zwischen zwei roten Markierungen sollen wir uns hinstellen. Wir sind bei der Platzbegehung überrascht, dass es trotz Hochsaison noch viele freie Plätze gibt. Das ist ja entspannt hier!
Nicht ganz so entspannt wird dann die genaue Platzierung des Wohnmobils. Denn die Plätze sind nur halbwegs gerade. Irgendwie schief steht man da schnell. Und so rangieren wir, fahren hin, fahren her, taxieren den Rasen noch einmal wie Golfer am Grün und kriegen am Ende trotz Keilen immer noch kein optimales Ergebnis hi Aber egal: Feierabend!
Leerer Strand
Nach dem verdienten Feierabendbierchen zieht es uns natürlich zum Strand. Jetzt wollen wir mal sehen, ob das hier so schön ist, dass es sich 6 Tage aushalten lässt. Und was soll ich sagen: Es ist!
Das ist schon eine feine Kulisse, die die Dänen sich hier gebastelt haben: Steil abfallende Dünen, genau richtig breiter Strand, herrliche Wolken und in die eine Richtung Bunkerüberreste (dazu später mehr) und in die andere Richtung in der Ferne der berühmte Leuchtturm von Rubjerg Knude. Passt!
Und was uns auch sehr beglückt ist der fast schon lachhaft leere Strand. Wir laufen hier so einsam und alleine rum wie sonst in Egmond oder Zoutelande im Winter! Zwar ist es schon Abend und das Wetter ist mit 16° eher auf der kühlen Seite, aber wir sind trotzdem mehr als angenehm überrascht.
Ab in den Bunker
Nach unserem Abendessen im MoMo machen wir uns wieder auf den Weg zum Strand. Nachdem wir zuvor Richtung Norden gegangen waren, geht es nun in Richtung Süden, wo die Bunkerüberreste über den Strand verteilt sind. Das ist natürlich fotografisch ein großer Spaß. Ach ja, und Sonnenuntergang war nebenbei auch noch…
Ein Kuriosum ist die Løkken Beach Bar. Oder besser: war. Wir wurden durch den Reiseführer darauf aufmerksam gemacht und fanden diese Idee der stetig wachsenden „Bar“ in einer Bunkerruine, in die man sich seine Getränke gefälligst selber mitbringt und gerne auch ein Hinweisschild auf seinen Heimatort hinterlassen kann, wirklich super. Aber leider wurde sie bei den letzten Winterstürmen wohl vollkommen zerstört. Was wir heute dann als Beachbar gesehen haben, war dann wohl der Versuch, die Idee wiederzubeleben. Auch charmant, aber eben noch lange nicht so bunt wie es zuvor gewesen ist.
Als wir dann auf dem Rückweg noch eine Weide mit Islandpferden entdecken, ist auch Annettes Glück perfekt. Hier lässt es sich ganz prächtig urlauben!

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WoMo81 am 11 Jul 2020 13:05:58

Fantastisk Wetter! :ja:

Und interessanterweise wirklich leer... :eek:

Schade mit der Beachbar. Als wir Silvester oben waren, stand sie noch (inkl. dem Wunderschön Rucksack - kam ja letzte Woche auf WDR die Folge). Aber dafür ist euer Wetter besser. :wink:

Macht euch nen schönes Wochenende und geht ruhig mal in die Bolcheriet. :mrgreen:

Gruß, René

Momoblog am 11 Jul 2020 17:34:16



Erledigt!

Momoblog am 11 Jul 2020 22:46:18



Sonnenwind
Die Nacht kriegt kurz vor Sonnenaufgang um 4 Uhr eine fast schon erwartete Unterbrechung. Der angekündigte Sturm ist da. Dieser schafft das Kunststück, unter die Rollelemente unseres Tisches zu fahren und so die Tischplatte aus den Ankern zu heben. Man hört dann bei jeder neuen Böe das Rattern der gelösten Elemente auf dem Tischgestell. Zum Glück fliegt die Tischplatte nicht komplett weg und ich kann sie wieder befestigen. Zur Sicherheit drehe ich den Tisch einfach um…
Neuer Stellplatz
Da wir heute noch mal das MoMo bewegen müssen, um Frisch- und Grauwasser zu erledigen, beschließen wir, nach der Rückkehr einen Platz weiter nach links zu wandern. Der sah bei den Nachbarn gestern so perfekt eben aus!
Ich probiere an der Versorgungsstation den neuen Watertwin aus, den wir uns gekauft haben, um den Gardenaanschluss unseres Spiralschlauches auf beiden Seiten zu nutzen. Denn durch die Spirale stand der Schlauch immer etwas unter Spannung und es war immer spannend, zu sehen, ob der Schlauch wohl im MoMo verankert bleibt. Vor allem, wenn man alleine Wasser tankt…
Der Watertwin wird wie ein Tankdeckel am Wassertank verschraubt und verfügt über den Gardena-Standardanschluss. Und ich muss sagen: Passt für unseren Anwendungsfall perfekt!
Nicht ganz so perfekt ist dann unser neuer Stellplatz. Also, eigentlich schon, aber eben nicht, was das Austarieren des MoMos angeht. Auch mit Keilen stehen wir immer noch leicht schief. Dafür aber weitestgehend windgeschützt. Und das scheint uns bei den teilweise heftigen Böen das Wichtigste.
Bei einem formidablen Lachsknäckebrot schmieden wir Pläne.
Salzblind
Heute wollen wir uns Løkken einmal angucken. Und natürlich gehen wir bei diesem blauen Himmel und der fantastisch aufgeschäumten Nordsee am Meer entlang.
Auch heute gibt es wieder viel zu sehen. Im vollen Sonnenlicht haben die Bunker aus dem zweiten Weltkrieg wieder eine ganz andere Wirkung. Und so makaber und traurig der Anlass für diese Betonkolosse ist: Irgendwie haben die was. Vor allem mit den Graffittis, die ihnen irgendwie den Schrecken nehmen.
Was uns heute besonders auffällt: Als Brillenträger sind wir wirklich gearscht. Schon nach wenigen Minuten hat sich ein feinsalziger Nebel auf unsere Brillengläser gelegt. Das kann man die erste Zeit noch kompensieren, aber erst wenn man die Brille dann geputzt hat, merkt man, wie wenig man nur noch gesehen hat. Und das Spiel wiederholt sich bei diesem Wind regelmäßig.
Entspanntes Løkken
So schön wie die Strandhäuser auch aussehen: Wir freuen uns, als wir mal aus dem stärkstem Wind rauskommen und in Richtung Løkken-City abbiegen. Und dafür, dass wir Ballermann befürchtet hatten, ist es vom Betrieb her genau richtig. Belebt, aber nicht überfüllt.
Und für unser corona-gestörtes Empfinden auch nicht zu eng. Was hier in Dänemark auffällt: Es gibt durchaus social-distancing Hinweise und Handdesinfektion in den Läden. Wie bei uns. Aber keine Maskenpflicht. Und auch keine Zettel mit Kontaktdaten, wenn man sich in ein Restaurant setzt. Haben wir mal in der Eisdiele ausprobiert.
Süßes Løkken
Ansonsten gibt es hier das übliche Sortiment an Seaside-Shops: Mode, unseliger, aber schöner Unsinn und Restaurants. Und die Bolcheriet. Eine Bonbonmanufaktur, auf die mich Renè aus dem Womoforum hingewiesen hat (danke, Renè!). Man kann vor dem Betreten des Shops zusehen, wie die Bonbonmasse für die Hartbonbons vorbereitet wird. Normalerweise drängeln sich hier anscheinend Massen. In Coronazeiten wird man gebeten, hier doch bitte vorbeizugehen und den Laden zu betreten, wenn dort weniger als 12 Personen anwesend sind. Und erstaunlicherweise klappt das auch.
Ich lasse es mir natürlich nicht nehmen, ein paar Tüten Bonbons einzusacken. Und nach dem ersten Probieren lässt sich schon festhalten: Lohnt sich!
Weißes Løkken
Auf dem Heimweg gehen wir noch mal an den weißen Badehäusern vorbei, die im Sommer wie Perlen auf der Kette am Strand aufgestellt werden. Leider werden sie als kostbares Gut von Generation zu Generation vererbt. Und Vermieten ist verboten. Es gibt bestimmt Unsinnigere Sachen, die man vererben kann!
Und auch heute ist unser Eindruck, dass die Zahl der Menschen am Strand durchaus überschaubar ist. Hier ist Social Distancing also nicht nervige Notwendigkeit, sondern passiert quasi nebenbei. Super!
In der Ferne können wir auf dem Rückweg wieder den Leuchtturm von Rubjerg Knude sehen. Und anscheinend wird der Sand dort regelrecht über die Dünen gepeitscht. Es sieht aus wie ein Sandsturm!
Gechilltes Campingplatzleben
Als wir zum MoMo zurück kommen, wollen wir uns bei diesem sonnigen Wetter natürlich raussetzen. Aber man sollte sich nicht vertun: Es ist durch den Wind auch empfindlich kalt. Und die Rollelemente unseres Tisches werden bei jeder Böe hochgehoben, selbst als wir ein paar Bücher zum Beschweren darauf legen. Und nach unserem Nachmittagskaffee verziehen wir uns ins muckelige MoMo. Und was ist das schön! In der Rundsitzgruppe den Blick schweifen lassen, Sonne tanken, aber nicht frieren. So machen wir das!
Kurzer Sonnenuntergang
Annette kocht uns noch ein feines Abendessen, wir schreiben Blog bzw. Offline-Tagebuch und ehe wir uns versehen ist auch schon Sonnenuntergang. Wir begeben uns zum Strandabgang, wo auch schon der halbe Campingplatz steht. Irgendwie hat das ein Feeling von Silvester - auch von den Temperaturen her. Denn wir freuen uns, aus dem mittlerweile doch recht kühlen Wind bald wieder ins MoMo zurückzukehren. Und trotzdem: Unser Sommer muss gar nicht so viel anders aussehen…

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Momoblog am 13 Jul 2020 08:54:57



Windpusteri
Es bleibt weiter windig. Und damit auch frisch. Wir fallen diesmal nicht darauf rein, uns vom strahlenden Sonnenschein täuschen zu lassen und frühstücken dann doch lieber im MoMo.
Im Verlauf des Vormittags wird es dann aber doch so schön, dass man sich in Zwiebelschalkleidung raussetzen kann.
Mia genießt es, sich im Windschatten hinzufläzen und träumt wahrscheinlich von vorbeifliegenden Knabbersticks. Elli hingegen findet das Windwetter eher merkwürdig und wundert sich die ganze Zeit, warum wir so gelassen in unseren Stühlen sitzen. Das ist doch aufregend! Gefahr! Warum merken die Menschen das nicht?
Richtung Norden
Da wir gestern Richtung Løkken unterwegs waren, geht es heute der Gerechtigkeit halber in die entgegengesetzte Richtung. Nördlich von uns liegt am nächsten Strandabgang die Siedlung Nørre Lyngby. Da kann man super mal eben am Strand lang hinlaufen.
Wind und Wetter bescheren uns reichlich Fotogelegenheiten. Man muss eher aufpassen, dass man nicht immer das Gleiche noch mal fotografiert, weil es einfach so dusselig schön aussieht.
Wir bewundern die zwei Mädels, dich sich kreischend in die Nordsee schmeissen. Ihre Mütter stehen eingemummelt daneben. Ansonsten gilt aber das dänische Nix-los-am-Strand-Axiom. Gelegentlich kommen einem in homöopatischen Dosen Leute entgegen. Und das war es dann aber auch.
Gechillte Feriensiedlung
Viel schneller als gedacht kommen wir in Nørre Lyngby an. Wir hatten uns das etwas voller und mondäner vorgestellt. Stattdessen eine verschlafene Ansiedlung von Häusern, ein Minimarkt und ein Pub.
Ja, ein Pub! Ich fühle mich kurz magisch vom Schild mit Fish&Chips mit Peas angezogen. Aber die dänische Preisgestaltung lässt mich da schnell wieder nüchtern werden…
Stattdessen genießen wir das Phänomen, dass man kurz hinter den Dünen anscheinend im Windschatten steht und endlich mal den vollen Sonnenschein genießen kann. Und natürlich die Aussicht auf die grünlich schimmernde Nordsee mit ihren weißen Wellenkämmen.
Nach einem nicht weiter erwähnenswerten Kaffeestop im Minimarkt geht es auf den Rückweg. Hier entdecken wir noch eine Glasbläserei mit der absolut hinreißenden dänischen Übersetzung:
Dünenrückweg
Wir könnten natürlich den gleichen schönen Weg den Strand entlang zurück nehmen. Aber wir wollen mal ausprobieren, wie es sich durch die Dünen laufen lässt. Denn der Weg nach Süden lässt sich auch auf den recht ordentlich hohen Dünen machen.
Von hier hat man durch den höheren Beobachtungspunkt einen noch weiteren Blick auf die Nordsee und auf die kleinen Menschen unten am Strand.
Und durch den Düneneffekt haben wir mal Windstille, mal Sturm. Jacke auf, Jacke zu. Sand in die Augen, Aussicht genießen. Und zwischendurch: Brille putzen.
Chill-Time
Annette kocht uns mit dem Kakao, den wir uns in Johannsens Hofladen gekauft haben, einen wirklich leckeren Muntermacher. Und da es sich nachmittags immer mehr zuzieht und landeinwärts schon bedrohlich grau aussieht, machen wir einen ruhigen Nachmittag im MoMo und gucken dabei zu, wie sich der Campingplatz immer mehr füllt. Ob wohl viele von den anderen Reisenden ebenfalls auf dem Weg nach Norwegen sind?
Belohnung am Abend
Nachdem Annette wieder mal in der Küche gezaubert hat, sind wir uns unschlüssig, ob wir noch mal raus wollen. Das MoMo wackelt unter den regelmäßigen Böen und der Schweinehund ist da schon recht groß.
Aber als ich mich zum Sonnenuntergang dann doch auf den Weg Richtung Dünen mache, bin ich überrascht, wie vergleichsweise windstill es an der „Sonnenbank“ ist. Hier kann man gut das Stativ aufstellen, ohne dass die Kamera am Ende sandgestrahlt ist.
Und es lohnt sich! Der Kiter, der vor dem Sonnenuntergang immer hin und her fährt, sollte mal drüber nachdenken, ob er dafür nicht Geld nehmen sollte…

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WoMo81 am 13 Jul 2020 13:08:05

Gerne! ;D

Die Bolcheriet ist dort meist nicht so überlaufen wie die in den Hotspots weiter unten. Wobei wir auch nie im Sommer dort oben sind...

Aber das Wetter scheint ja nach wie vor zu passen. :ja:

Die Vorhersagen für kommende Woche sehen leider noch immer maßlos schlecht aus. Richtung Fjordnorwegen und in den Bereich in dem wir starten woll(t)en quasi nur Regen und 10°C, vielleicht auch mal 12°C.

Da plant man ein gutes Jahr und dann sowas... :eek: :?

Einen schönen Wochenstart wünsche ich.

Gruß, René

Momoblog am 13 Jul 2020 22:23:10



Düne mit Leuchtturm
So langsam lässt der stürmische Wind nach. Und ich finde, dass es T-Shirt-Wetter ist. Zumindest in der Sonne. Von Annette ernte ich da nur einen ungläubigen Blick während sie sich in ihre Daunenjacke kuschelt. Dänemark macht mich also zum Wikinger. Ha!
Ab aufs Rad
Nachdem wir die erste Hälfte des Tages extremst entspannt verbracht haben, schwingen wir uns nachmittags auf Rad. Wir haben einen Plan, der ans Geniale grenzt: Mit den letzten Resten des Sturms lassen wir uns nach Norden pusten, um dann in der angekündigten Windstille am frühen Abend wieder entspannt zurückzuradeln. Denn wer fährt schon gerne bei Gegenwind?
Ich hatte schon ein wenig vergessen, wie fein es sich in Dänemark radeln lässt. Wenig Verkehr und/oder vernünftige Radwege machen es einfach. Und so ist es auch hier.
Echt antik
Unterwegs machen wir noch Halt an einem Antikshop, der wirklich ein umfassendes Angebot hat. Von dem üblichen Nippes, den es auf jedem Trödelmarkt gibt, bis zu wirklich ausgefallenen Sachen wie einem Düsenjet-Kinder-Auto. Apropos Auto: Mitten im Laden stehen dann noch echte (und nicht sehr gepflegte) Oldtimer rum. Ein echter Hingucker!
Rubjerg Knude Fyr
Unser Ziel für heute teilen wir mit hunderten anderen: Der Besuch des Leuchtturms Rubjerg Knude Fyr in den Dünen südlich von Lønstrup. Es ist aber auch zu verständlich: Der Anblick eines Leuchtturms, der mitten in einer saharawürdigen Sanddüne steht ist einfach unschlagbar. Und beeindruckend auch. Denn der Leuchtturm wurde wegen akuter Absturzgefahr im vergangenen Oktober aufwändigst um 70 Meter ins Landesinnere verschoben. Gut so! Denn der Anblick ist schon wirklich top.
Mit uns pilgern mehrere Leute den letzten Kilometer vom Parkplatz zum Leuchtturm. Und in der Ferne sieht man schon ameisengleich die Menschen durch die Düne wuseln. Aber das faszinierende ist, dass sich das alles in den Dünen wie von selbst verläuft.
Die einen drehen nach rechts ab, um sich von einer steilen Dünen hinunterzukugeln. Wieder andere suchen sich in den nach links verlaufenden Sandbergen einen möglichst einsamen Platz auf einer Dünenkuppe. Und der Rest sucht sich so wie wir irgendwo in der Mitte einen Platz, um ein Selfie mit dem eckigen Leuchtfeuer im Hintergrund zu machen.
Man merkt hier schon sehr die Kraft der Natur. Selbst jetzt, mit immer nachlassenderem Wind, wird hier ordentlich Sand in Richtung Landesinnere geblasen und über allem Grün liegt auch ein leichter Sandton.
Wir verkneifen uns auch auf dem Rückweg die Treckertour zu nehmen, die damit wirbt, dass man den hier grasenden Schafen(!) ganz nahe kommt. Das ist ja mal echtes Wildlife hier! Und außerdem grasen die Schafe ganz friedlich auf dem Rückweg neben uns.
Feierabend
Die Rückfahrt ist dann nicht ganz so federleicht wie erwartet, da immer noch ein leichter Gegenwind herrscht. Aber eben nichts im Vergleich zu den vergangenen Tagen. Und so erreichen wir Løkken dann auch ohne uns zu verausgaben und kaufen noch mal für den Abend ein. Denn für Tortellini alla panna fehlt uns noch die Piskefløde. Für alle Nichtdänen: das ist die Schlagsahne…
Und Elli guckt uns dann beim Essen so sehnsuchtsvoll an, als wüsste sie, welche Leckerei ihr da gerade entgeht…

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bonjourelfie am 13 Jul 2020 23:08:04

Hallo, ich fahre ganz still und leise ganz hinten in eurem Womo mit, und zwar täglich, und erinnere mich an unsere Dänemarkreise 2016, auch mit schlechtem Wetter. Kann man den Leuchtturm wieder besteigen? Also ich meine erstens wegen des Umzugs, zweitens wegen Corona?
Hach...ich beneide euch, würde auch so gerne in den Norden. Aber mein Mann ist leider Risikopatient...Umso mehr erfreue ich mich an den tollen Bildern, dankeschön!

LGElfie

Momoblog am 14 Jul 2020 10:33:42

Hallo Elfie,

du bist als Mitfahrerin natürlich immer willkommen! Ich wünsche euch sehr, dass es mit dem Reisen bald wieder auch für euch möglich ist.

Der Leuchtturm ist wieder besteigbar. Die haben das ganz skandinavisch pragmatisch gemacht: Unten ist lediglich ein Flatterband mit Covid-Warnhinweis, dass immer nur eine Gruppe hinauf darf. Und so wird es dann gemacht.

Liebe Grüße,
Michael

Momoblog am 15 Jul 2020 19:41:09




Himmelsgleiter
Der heutige Tag wird laut Wetterbericht zum Vergessen. Regen, Regen, Regen. Aber ganz so schlimm kommt es dann doch nicht.
Zwar werden wir schon nachts vom heftigen Regen kurz wach. Aber als wir morgens aufwachen, ist es dann schon wieder trocken. Und so wechselt sich das den ganzen Tag über ab. Graue bis schwarze Wolken, heftiger Regen, aber auch freundliche Episoden.
Gemalte See
Als wir in einer dieser Regenpausen mit den Hunden an den Strand gehen, stellen wir fest, dass es auch mal angenehm ist, wenn man am Strandabgang nicht direkt vom feinen Sand schmerzhaft durchgepustet wird. Alles ist nass und liegt schwer auf dem Boden.
Dafür sieht die deutlich ruhigere Nordsee aus wie aus einem Gemälde. Das milchig grüne Wasser endet an einer schmalen und plötzlich dunkelblauen Linie am Horizont. Und darüber graue bis schwarze Wolken.
Und mittendrin gibt es ein paar Unentwegte, die auch bei diesem Wetter im Wasser zu finden sind. Was aber durchaus verständlich ist, denn wirklich kalt ist es ohne den starken Wind ohnehin nicht mehr.
Sandmurmelbahn
Annette macht noch eine skurrile Entdeckung. An den Dünen haben sich aufgrund des starken Regens regelrechte Rinnen gebildet, in denen das Wasser die Dünen hinabgelaufen ist. An deren Ende gibt es dann wulstige Sandhaufen, die ein bisschen an erkaltete Lavaströme erinnern. Das ganze sieht aus wie eine naturgeschaffene riesige Sandmurmelbahn, wie wir sie gerade noch bei John Oliver gesehen haben.
Je schöner der Abend
Gegen Abend wird es dann so freundlich, dass wir uns auch gerne wieder zum Abendessen nach draußen setzen.
Der wirkliche Höhepunkt folgt dann aber erst noch: Wir gehen zum Sonnenuntergang zum Strand und über uns schweben die Gleitschirmflieger vorbei. Und das ganze bei einem immer bunter werdenden Sonnenuntergang. Superschön!

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Momoblog am 17 Jul 2020 09:41:46



Dänemargue
Unser letzter Tag in Dänemark! Das Wetter spielt mit und wir sind lange unschlüssig, was wir machen sollen. In der näheren Umgebung haben wir das wichtigste abgeklappert. Jetzt stellt sich die Frage: Meer oder Inland? Was sollte man noch gesehen haben? Da kann man schon mal 2 Stunden drüber philosophieren, bevor man aufbricht …
Uns ist klar, dass wir heute mit dem MoMo unterwegs sein werden. Und da der Platz sich in den vergangenen Tagen zusehends gefüllt hat, hoffen wir das Beste, dass unser Platz durch die Räder und den Tisch hinreichend deutlich gekennzeichnet ist. Da schlägt dann doch ein sehr deutsches Badehandtuch-Reservierungsherz in unserer Brust. Nicht schön, aber was soll man machen?
Gechillter Hafen in Gjøl
Unser Weg führt uns nach Süden. Zum Limfjord. Familiär verbinden wir den mit einem grässlichen Ferienhaus, wo es vor Ohrenkneifern nur so wimmelte. Eklig! Aber heute soll er noch mal eine Chance bekommen. Der Weg dorthin ist dänisch entspannt, auf meistens schnurgeraden Strecken mit wenig Verkehr.
Wir haben uns den Hafen im Örtchen Gjøl ausgeguckt, weil dort vor allem der örtliche Kro lobend erwähnt wurde, der vom Dorf quasi in Eigenregie vor der Schließung bewahrt, renoviert und neu verpachtet wurde. Und Smørrebrød hatten wir ja auch noch keins.
Als wir aussteigen, begrüßt uns zunächst ein sehr strenger Meeresgeruch. Nicht unbedingt unangenehm, aber sehr eindeutig mit einer leicht penetranten Note. Man gewöhnt sich aber schnell daran.
Was viel toller ist: Wir fühlen uns sofort wieder an die entspannten Hafentage im letzten Sommer erinnert, wo man den Eindruck hatte, dass Zeit wirklich im Überfluss vorhanden ist. Alles sehr beschaulich und von seiner ganzen Ausstrahlung her vermittelnd: „Mach mal langsam!“
Machen wir dann auch und bummeln entlang der Boote im Hafen und gucken uns mal den Hafen-Womo-Stellplatz unmittelbar am Limfjord an. Mit 150 Kronen nicht ganz billig, aber dafür zwischen Hafen und Limfjord wirklich top gelegen.
Smørrebrød
Die ganze Zeit haben wir schon die dramatisch schwarzen Wolken am Himmel beäugt und sind zu dem Schluss gekommen, dass die wohl doch an uns vorbeiziehen. Prompt fängt es natürlich an zu regnen, nachdem wir auf der Terrasse des Kros unsere Bestellung aufgegeben haben. Da gehen wir doch lieber nach drinnen – nur die Hunde dürfen uns nicht begleiten, sondern müssen leider nach skandinavischer Sitte ins MoMo verfrachtet werden.
Unser Smørrebrød besteht diesmal aus einer in Butter gebratenen Scholle mit Krabben. Sehr lecker! Zusammen mit der ausgesprochen freundlichen Bedienung macht das eine fette Empfehlung – so eine gute Idee muss doch unterstützt werden!
Pferde im Wasser
Was jetzt kommt, steht in keinem Reiseführer, ist für uns jedoch das absolute Highlight des Tages. Ein abgedeichter, schmaler Seitenarm des Limfjords zwischen Gjøl und Øland, Ulvedybet, ist hier als Vogelschutzgebiet gekennzeichnet. Als wir den Damm befahren (für Fahrzeuge >3,5t gesperrt!), fühle ich mich an die Salzfelder von Guerande erinnert. Links Wasser, rechts Wasser. Aber was wir dann erleben, haben wir nicht erwartet.
Warum ist denn da ein Pferd im Wasser? Moment, da sind ja noch mehr! Aber der läuft ja immer weiter ins Wasser! Im Trab! Laut wiehernd! En absolut unwirkliches Szenario – noch dazu mit dem sich im Wasser spiegelnden unendlichen Himmel! Dass wir hier im verschlafensten Dänemark auf einmal so etwas wie die Camargue in Südfrankreich entdecken, hatten wir wirklich nicht erwartet.
Am Ende des Damms gibt es eine Vogelbeobachtungsstation, die wir aber gar nicht benötigen. Denn auch unser wiehernder Isländer hat mittlerweile das andere Ufer erreicht – und steht in einer großen Herde mit vielen Fohlen. Es sieht wirklich paradiesisch aus.
Papirkunst
Wir fahren weiter in Richtung Norden auf der Margeritenroute. Seit dem letzten Jahr sind wir Fans dieser landschaftlich schönen Strecken. Wir werden auch heute nicht enttäuscht.
Unser Ziel ist Hune, der Ferienhausvorort vom Strandstädtchen Blokhus. Dort haben wir die Qual der Wahl zwischen einem schönen Garten, einem Skulpturenpark und dem Museum for Papirkunst.
Wir entscheiden uns für das erst in 2018 eröffnete Papierkunstmuseum, weil es uns das originellste zu sein scheint. Gärten und Skulpturen kann ja schließlich jeder.
Und es ist eine gute Wahl. Weil wir so etwas wirklich noch nicht gesehen haben. Hier dreht sich alles um Papier und was man daraus entstehen lassen kann. Und im Besonderen um die Meisterin der Psaligrafie, Bit Vejles.
Psali-was? Auf Deutsch: Scherenschnitt. Aber das hier ist wirklich next-level. Riesig große Bilder, in die symmetrische Muster und bildliche Motive teilweise auf feinste Art und Weise hinein- oder ausgeschnitten wurden. Alles mit der Schere. Denn Messer sind, wie es an einer Stelle heißt, etwas für Warmduscher. Unvorstellbar, dass diese filigranen Kunstwerke jemand geschaffen hat, ohne, dass da alle naselang das feine Papier gerissen ist.
Unser Favorit ist der bestimmt 3 Meter hohe Baum, in dessen Geäst es immer neue skurrile Dinge zu entdecken gibt.
Abschiedssonnenuntergang
Nachdem wir noch mal Vorräte aufgefüllt und das MoMo vollgetankt haben, kehren wir zum Campingplatz zurück. Ich bezahle schon mal, damit wir morgen früh auch zeitig zur Fähre loskommen und höre bei der Frau vor mir in der Schlange, dass der Platz jetzt wohl nahezu ausgebucht ist. Unseren treuen Stellplatz für die vergangenen 6 Tage finden wir aber genau so vor, wie wir ihn verlassen haben. Und schaffen es erst am letzten Abend dann doch, uns wirklich eben hinzustellen.
Nachdem wir zur Feier des Tages das erste Mal gegrillt haben, können wir abends noch mal einen dieser genialen Sonnenuntergänge am Strand genießen.
Also wenn die Dänen eines können, dann Sonnenuntergänge!

Das ganze mit Bildern gibt es in unserem Womo-Blog: --> Link

Momoblog am 17 Jul 2020 18:33:38

Der Dänemark-Teil der Reise ist beendet.
Jetzt geht es hier --> Link oder direkt bei uns im Blog --> Link in Südnorwegen weiter.

Liebe Grüße, Michael

Momoblog am 20 Mai 2023 10:34:12

Da hier im Forum immer wenig Resonanz auf meine Posts in Textform kommt, spare ich mir in Zukunft die Mühe, jeden einzelnen Blogbeitrag hier noch einmal hochzuladen. Wer von der aktuellen Reise in den Norden Dänemarks mitlesen möchte, kann das gerne hier --> Link tun.











Liebe Grüße
Micha

volkermuenster am 28 Mai 2023 14:40:41

Hi Micha,

vielen Dank für den Link und euch beiden eine schöne Reise. Dänemark ist schön - leider habe ich es immer nur für die Durchfahrt gesehen. Aber wer weiß.... vielleicht schaffe ich es ja auch mal so richtig dorthin.

Bis dahin hole ich mir Inspiration bei eurem Bericht :-).

Gruß
Volker

PS: Ja manchmal ist es schade, dass bei Reiseberichten nicht so viel Resonanz kommt.....

Heide2222 am 28 Mai 2023 21:22:46

Hallo Micha und Anette,

hab grad mal auf euren Link geklickt, sehr schöne Berichte und Infos!!!

War grad für ein paar Tage auf Fyn.

Gruß Heide2222

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