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Das MoMo in Dänemark


moensters am 22 Mai 2018 09:54:30

Nach unserem großen Abenteuer in Kalifornien backen wir diesmal kleinere, aber hoffentlich genau so schöne Brötchen: wir besuchen unsere nördlichen Nachbarn.
Das ganze mit Bildern gibt es wir immer in unserem Womo-Blog: --> Link

Stattfest statt Heideschmaus
Pfingstferien! Eine ganze Woche! Da kann man ja richtig was mit anfangen.
Und wir fangen da mal folgendes an: Wir streichen Dänemark von der Liste der Länder, die wir noch besuchen wollen und fahren einfach mal hin.
Viel vorbereitet haben wir uns nicht (außer einem Stapel Bücher aus der Bücherei, der noch weitestgehend ungelesen im MoMo liegt). Klar ist nur, dass wir uns Rømø angucken wollen, die nördliche Nachbarinsel von Sylt, auf der man mit dem Auto völlig selbstverständlich an den Strand fahren kann. Und ansonsten soll es größtenteils die Nordseeküste hoch gehen. Oder auch nicht, wenn wir einen neuen Lieblingsort zum Rumgammeln und Genießen finden. Alls kann. Nix muss.

Stau. Stau. Stau.
Aber es geht am Freitag vor Pfingsten eher ungünstig los. Wir kommen später als erwartet los und reihen uns in den Staus eher mal am Ende ein. Und Staus gibt es, Oh Wunder, am Pfingstwochenende reichlich. Unser Plan sah eine Übernachtung bei einem unserer Lieblingsrestaurants, der Eiche in der Lüneburger Heide vor. Mit einer Reservierung für 20 Uhr waren wir meiner Meinung nach auf der sicheren Seite.
Aber als wir unterwegs dank Navi schon absehen, dass es damit nix mehr wird, kündigen wir uns telefonisch schon mal für 21 Uhr an. Dumm nur, dass dann hinter Bielefeld etwas schwer nach Vollsperrung aussieht. Wir fahren, gerade noch rechtzeitig, ab.

Ab nach Rübennasenhausen
Aber jetzt ist unser Plan völlig aus den Fugen. Mit viel Glück wären wir wohl eher um 22 Uhr dort. Und ich bin mittlerweile doch schon reichlich fertig. Also müssen wir uns einen Plan B überlegen. Annette schlägt schließlich vor, Richtung Steinhuder Meer zu fahren und ich finde daraufhin einen gut erscheinenden Platz in Neustadt am Rübenberge.
Und als wir dort um kurz vor Neun ankommen, stellt sich heraus, dass dort Stattfest (kein Tippfehler!) ist. Unser Stellplatz am Leinepark ist aber nicht gerade überfüllt und wirkt recht ruhig. Hier bleiben wir!

Stattfest
Wir erkunden also das Fest, bei es stattliche 7 verschiedene Bühnen mit unterschiedlichen „Welten“ gibt. Afrika, Wildwest, Bayern, Irland oder Karibik stehen zum Beispiel auf dem Programm. Für so ein kleines Städtchen ganz schön ambitioniert!
Und die Veranstalter haben sich mit der Gestaltung und dem Programm samt Walking Acts richtig Mühe gegeben. Wir beobachten das Treiben, gönnen uns Fish&Chips, Guiness und Crepes und sind dann aber auch bald wieder hundekaputt im MoMo.

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moensters am 22 Mai 2018 10:04:08

Zum Drive-In-Strand
Wir wachen früh auf und sind uns einig: Bloß schnell ein Käffchen trinken und dann sehen, dass wir Land gewinnen - so einen Fahrtag wie gestern wollen wir nicht noch mal haben.
Lediglich ein kurzer Stopp an einer Bäckerei ist gestattet, wo wir uns aber immerhin mit leckeren Backwaren und einem Friesen- und Butterkuchen für den Nachmittag versorgen.

Och nööö
Aber kaum befinden wir uns wieder auf der Autobahn, es ist kurz vor acht, stehen wir auch schon wieder im Stau. Das macht echt keinen Spaß!
Immerhin kommen wir gut durch den Elbtunnel, aber dahinter wieder: Stau. Und auch im weiteren Verlauf werden die A7 und ich keine Freunde.
Am Wardersee hinter Neumünster ist dann der Ofen aus. Für die Strecke, die man in 2,5 Stunden zurücklegen kann, haben wir 4 Stunden gebraucht. Während ich im Alkoven noch mal kurz die Augen zumache, zaubert Annette ein Frühstück, bei dem wir unsere Optionen prüfen. Einfach hier in Schleswig Holstein bleiben? Eigentlich eine gute Idee, aber das Wetter ist hier nieselig fies. An der Nordsee soll zumindest die Sonne scheinen! Also beschließen wir, frisch gestärkt, weiter zu fahren. Die 2 Stunden schaffen wir jetzt auch noch!

Hej Danmark
Und siehe da: Auf einmal fluppt es deutlich besser. Die Staus werden kürzer und als wir in Dänemark die Autobahn verlassen und auf die Landstraße Richtung Westen wechseln, wird es nicht nur ruhiger, sondern sofort auch sonniger. Gute Entscheidung!
Wir erfreuen uns an den netten roten Bauernhöfen entlang der Strecke und freuen uns auf Insel und Meer. Wir sind gespannt, was Rømø zu bieten hat.

Leider voll
Der hochgelobte Stellplatz Oasen sieht dann auch in Natura so gut aus wie erwartet. Gut angelegt, großzügig und sauber. Dumm nur, dass direkt am Eingang das handgeschriebene Schild „Alle Plätze voll“ aufgestellt ist… In der stillen Hoffnung, dass es nur für einen der insgesamt 3 Plätze mit 170(!) Stellplätzen gilt, klappern wir die anderen auch noch ab, werden aber dafür nicht belohnt. Dass es an Pfingsten voll würde, war uns ja klar, aber dass wir um 15 Uhr schon nix mehr kriegen, ist schon bitter…

Partymeile
Nach einem Anruf im Campingplatz Lakolk bin ich erleichtert, dass es kein Problem sein soll, einen Platz ohne Stromanschluss zu kriegen. Nix wie hin, denn näher am Strand ist er wohl auch noch!
Als wir in Lakolk ankommen, sind wir von der Größe der Anlage überrascht. Boah, sieht das hier professionell aus! Ich springe schnell hinein und buche direkt für 2 Nächte. Die 500 Kronen sind für einen Platz ohne Strom gerade noch an unserer Schmerzgrenze. Erst nachher merke ich, dass der Umrechnungskurs nicht wie in Schweden 10:1 ist, sondern 10:1,34 - ich habe also gerade eben ca. 34€/Nacht für einen no-thrills-Platz bezahlt. Stramm!
Immerhin erweist sich der Stellplatz am äußersten nordöstlichen Rand des Platzes als gute Wahl. Zwar ist er äußerst knapp bemessen und man steht den Nachbarn quasi schon im Vorgarten, aber zumindest ist es kein Matschloch. Denn als wir bei einer ersten Platzrunde zu Fuß am Waschhaus ankommen, kommen uns bereits 2 gröhlende volltrunkene Jugendliche entgegen. Und die lauten Beats, die uns aus der Partymeile für das Jungvolk entgegenschallen, lassen uns schnell flüchten. Wo sind wir denn hier gelandet?

Autostrand
Nachdem wir uns den Kuchen als Belohnung für die Ankunft einverleibt haben, geht es endlich ans Meer. Und in der Tat: der Strand ist groß und weit. Und befahrbar. Und daher platt. Ein komisches Gehgefühl. Aber der Anblick von Dünen, Sand und Meer passt halt immer. Und die Muscheln sind hier dann halt etwas, hm, kleiner…
Auch noch in unmittelbarer Nähe zum Wasser haben es sich die Leute neben ihrem Fahrzeug gemütlich eingerichtet. Kaum zu glauben, dass die am Abend alle weg sein werden! Denn über Nacht gilt ein strenges Parkverbot.
Bein unserem ausgiebigen Spaziergang (Platz gibt es ja genug) stellen wir irgendwann verwundert fest, dass es außer uns so gut wie niemanden gibt, der hier zu Fuß lang läuft. Ist ja auch verständlich, wenn man es so komfortabel mit dem Auto haben kann. Aber für mich fehlt dadurch auch etwas vom Strandfeeling. So ein bisschen ist das wie ein Drive-In-Strand. Ich weiß noch nicht, ob das so meins ist…

Unentschlossenes Wetter
Als wir wieder zurück am MoMo ankommen, setzen wir uns noch für einen kurzen Moment und zum Abendessen draußen an den Tisch. Das Verflixte ist nur: Mit Sonne ist das wunderbar und schön, aber sobald die Sonne mal hinter einer Wolke verschwindet, wird es durch den Wind empfindlich kühl. Aber da alle Wetterberichte uns ab morgen für den Rest des Urlaubs schon fast unverschämt gutes Wetter vorhersagen, sind wir mal frohen Mutes.
Abends gehen wir noch mal kurz Richtung Strand, da die kugelrote Sonne uns noch einmal herauslockt. Und siehe da: Es sind tatsächlich die meisten Womos und PKWs verschwunden…

moensters am 22 Mai 2018 10:04:35

Sonnenradeln
Der Wetterbericht hat nicht gelogen. Der Himmel strahlt blau und es ist tatsächlich schon früh so sonnig warm, dass wir uns trotz der kalten Nacht gerne zum Frühstücken vor das MoMo setzen.
Wir genießen diesen sommerlichen Start in den Tag sehr. Wenn das die ganze Woche über so weiter geht, haben wir mal wieder alles richtig gemacht. Die Strapazen der langen Anreise sind quasi schon wieder vergessen.

Ab aufs Rad
Gegen Mittag mache ich dann aber doch mal die Räder fertig, so dass wir auf Inselerkundung gehen können. Mal gucken, wie fahrradfreundlich das hier ist. Um es kurz zu machen: Sehr! Es gibt immer einen Extrastreifen Radweg und auch die Autofahrer überholen sehr zivil.
Der Weg riecht überall nach Kiefern und links und rechts zweigt immer mal wieder ein Weg zu einem Ferienhaus ab. Man könnte meinen, dass Dänemark eigentlich nur aus Ferienhäusern besteht oder dass zumindest jeder Däne ein Ferienhaus zusätzlich am Meer stehen hat.

Lego-Kirche
Am Inlandsverbindungsweg Småfolksvej entlang stoßen wir schließlich wieder auf eine der Hauptstraßen der Insel Richtung Havneby.
Schon bald kommen wir an der Rømøer Kirche vorbei, die irgendwie aussieht, als hätte man mit ein paar Legosteinen, die noch übrig waren, eine Kirche gebaut und anschließend weiß verputzt. Schnuckelig.
Innen drin fällt einem sofort die für eine Kirche unglaublich niedrige Decke auf - sieht mehr wie ein Altbau als wie eine Kirche aus!
Ansonsten wirkt sie eher evangelisch schlicht und das aufgehängte Schiff macht deutlich, dass wir uns hier am Meer befinden. Sehr nett sind auch die frischen Blümchen die in einem kleinen Röhrchen an jeder Bankreihe angebracht sind.

Fischsuppe
Schon bald darauf sind wir am südlichen Ende der Insel in Havneby angelangt. Dort gibt es natürlich auch Fischbuden und wir entscheiden uns für eine Rast in Holms Roegeri - die Terrasse vor dem Restaurant sieht zu verlockend aus!
Und wir nehmen beide eine Fischsuppe, die sich diesmal in rot, aber mit viel Einlage präsentiert.
Und anschließend sichten wir schon mal in der Räucherei, was wir uns vielleicht morgen in den Kühlschrank packen werden.

Auf den Berg
Gut gestärkt radeln wir also weiter Richtung Inland. Wir machen am Sønderbyvej einen kleinen Zwischenstopp an einem kuriosen Haus, was ein Zwischending zwischen Künstlerhaus, Museum und Trödel ist. Herrlich bekloppt!
Anschließend besteigen wir den vielleicht höchsten Berg Rømøs: stattliche 18m hoch ist der Stagebjerg! Und man hat tatsächlich schon eine ganz ordentliche Aussicht von hier oben! Aber das Beste: Kein Mensch verirrt sich hier hin - wir haben die Bank hier oben ganz für uns alleine. Fein!

Trödelcafe
Nach so viel sportlicher Betätigung belohnen wir uns im Trödelcafe Hattesgård mit Kaffee und Kuchen. Beides besonders, beides lecker und beides ganz.schön.teuer. Puh, aber 24€ für 2 Stücke Kuchen mit Kaffee sind echt eine Ansage! Bisher kommt mir Dänemark echt teurer als Norwegen vor.

Chillabend mit feinem Sonnenuntergang
Den Rest des Tages verbringen wir gechillt vor dem MoMo und machen uns zum Sonnennuntergang auf den Weg zum Strand. Gemeinsam mit dem halben Campingplatz stehen wir am Ende auf den Dünen und genießen den Ausblick. Und tatsächlich spielt noch jemand dazu auf seiner Trompete den Zapfenstreich. Kann man mal machen…

moensters am 22 Mai 2018 10:04:57

Rømø, Ribe, Riesen
Der Wetterbericht hat strahlenden Sonnenschein vorhergesagt. Das stimmt heute aber nur zu 90%. Denn es ist immer so ein Hauch von Wolkenschleier, so dass sich der strahlend blaue Himmel von gestern nicht sehen lässt.
Insofern ist es beim Frühstück eher frisch und der Abschied von unserem Campingplatz fällt uns nicht weiter schwer. Nach dem üblichen Ent- und Versorgen sind wir wieder on the road.

Planerfüllung
Auf unserem gestrigen Fahrradtrip haben wir schon einen genauen Plan geschmiedet, was wir auf Rømø noch erledigen wollen.
No.1: Bei der Landmetzgerei (dänisch: Slagter) solle es hervorragendes Lamm- und Ochsenfleisch geben. Glauben wir nach dem Betrachten der sehr ansprechenden Auslage gerne! Wir kaufen für ein abendliches Grillen ein und erledigen als nächstes unseren Punkt
No. 2: Bereits gestern hatten wir eine dänische Spezialität ausprobiert und für gut befunden: Den Hundewald. Es gibt ein eingezäuntes und gar nicht mal so kleines Wäldchen, in dem man die Hunde ohne Leine laufen lassen darf und wo sie dann mit den Artgenossen auch spielen können.
Elli kann ihr Glück kaum fassen und ist mit den anderen Hunden sofort mitten drin. Mia beobachtet das ganze lieber vom Rande. Und wir stellen fest, dass man mit Elli ganz prima auch ohne Leine durch den Wald laufen kann.
No. 3: Wir haben gestern noch die Fischbude von Otto&Ani in Havneby entdeckt und dort steppte regelrecht der Bär. Eine Schlange bis hinaus auf die Straße, damit man sich ein Fischbrötchen auf die Hand oder geräucherten Fisch kaufen kann.
Heute entdecken wir noch das dazugehörige Restaurant und weil der Seewolf, den es zum Mittagstisch geben soll, uns anlacht, kaufen wir ihn kurzerhand ein und verspeisen ihn. Sehr lecker! Und anschließend erledigen wir mit dem Kauf von Räucherfisch als Mahlzeit für später noch unseren eigentlichen Plan.

Next stop Ribe
Jetzt heißt es aber endgültig Abschied von Rømø nehmen und zurück ans Festland fahren.
Durch ziemlich plattes Land fahren wir Richtung Ribe, der angeblich ältesten Stadt Skandinaviens. Mann, macht dieses 80-Fahren auf schnurgeraden Straßen müde! So müde, dass ich nach der Ankunft in Ribe erst mal ein Mittagsschläfchen halten muss.
Dafür, dass das hier durchaus ein touristischer Hotspot sein könnte, ist es heute aber sehr entspannt. Keine Reisebusse auf dem Parkplatz und auch auf dem Weg in die Stadt marschieren wir erst mal durch menschenleere Kopfsteingassen. Alles nur falscher Alarm?
Aber als wir ins Zentrum rund um den Dom kommen, wird es dann doch etwas belebter. Also, eigentlich genau richtig belebt. Es herrscht ein munteres, aber komplett entspanntes Treiben.

Doller Dom
Während Annette mit den Hunden übt, einfach mal zu warten, besichtige ich den Dom. Ähnlich wie die Stadt ist er angenehm unaufgeregt und sich seiner Wirkung ganz selbstverständlich bewusst.
Um ihn herum stehen ein paar große Statuen, die aufpassen, dass er nicht wegläuft. Aber dazu ist er viel zu entspannt.

Schnuckelige Hauptstraße
An der Hauptstraße reihen sich jetzt nette Geschäftchen und Restaurants aneinander. Immer wieder unterbrochen von kleines Sträßchen oder Hofeingängen. Bunt, fröhlich und aufgeräumt.
Und einen Museumsgarten, den man kostenlos besuchen kann, gibt es auch. Erreichen kann man ihn über ein Brücke und eine Insel, die gleichzeitig auch ein Vogelparadies zu sein scheint. Zumindest ist hier alles ganz schön zugeschissen… Und der arme Prominente, dem zur Ehre man eine Büste aufgestellt hat, darf sich zum Lohn regelmäßig vollkacken lassen. Auch nicht schön…

Wasser, Wasser, Wasser
Und am Wegesrand gibt es immer wieder Wehre, durch die das Wasser rauscht - an einer Stelle sogar mit waschechtem Mühlrad.
Aber auch der Blick auf die Hafenmauer hinaus ist sehenswert.
Hier gibt es sogar eine Pegelstandssäule, die die bisherigen Katastrophenhochwasser anzeigt. Ganz schön hoch war das vor 400 Jahren mal!
Bevor wir die Stadt verlassen, gibt es aber noch belgische Waffeln als Belohnung für die vom Stadtbummel mit beiden Hunden leicht entnervte Annette und für mich fürs Fotografieren.

Männer, die auf Wasser starren
Weiter geht’s. In Esbjerg machen wir natürlich Station bei der bekannten Skulpturengruppe „Mennesker ved Havet“.
Leider müssen die armen Kerle nicht nur die Touristen erdulden, die ihnen täglich auf die Zehen treten, sondern auch noch den hässlichen Anblick von Esbjergs Industriehafen erdulden.
Dafür haben sie aber auch immer eine frische Seebrise und können sich entspannt auf ihren Stühlen zurücklehnen, während alle versuchen, das ultimative Foto von ihnen zu machen.
Was uns auch hier auffällt: Es ist nicht so voll, wie wir es vorher in Rømø erlebt haben. Anscheinend haben wir ab jetzt doch eher Glück, dass eben noch kein Hochsommer ist.

Ho Bugt
An der Ho Bugt, einem Meeresarm nördlich von Esbjerg, finden wir einen Stellplatz, wie wir ihn uns kaum besser hätten wünschen können: Direkt am Strand, ruhig, eben - wunderbar!
Solange es die Sonne noch erlaubt, legen wir uns auf unsere Picknickdecke an den Strand und genießen einfach das Meeresrauschen, Vogelgezwitscher und das Nichtstun.
Und Elli macht es den Menschen nach und probiert auch mal die entspannte Rückenlage. Warum denn auch nicht…?
Und abends gibt es dann noch den geräucherten Fisch aus Rømø mit einer selbstgezauberten Senf-Dill-Sauce von Annette. Da kann man es dann auch verkraften, dass die Sonne sich heute ein bisschen ziert und nicht wie an den beiden letzten Abenden bis zum Schluss alles gibt, sondern schon früh hinter den Wolken am Horizont verschwunden ist.

Das ganze mit Bildern gibt es in unserem Womo-Blog: --> Link

moensters am 23 Mai 2018 10:33:35

Ochsentour und Dünencamping
Fast ist es ja schon langweilig: Jeder Morgen fängt hier gleich an. Sonne, blauer Himmel, schön. Annette macht mit den Hunden schon mal einen Ausflug in die Heckenrosen und genießt die Aussicht, während ich mich noch einmal im Alkoven umdrehe.
An unserem Strandparkplatz ist es auch wirklich nochmal besonders schön. Total ruhig und entspannt - das einzig „doofe“ ist, dass wir uns brav an die Regel halten, kein Campingverhalten zu zeigen und daher im MoMo frühstücken.
Nachdem wir lange genug Pläne für den Tag geschmiedet haben, machen wir uns auf einen Spazierweg nach Norden, zum Gulebjerg.

Am Karamellstrand
Der Strand hat hier eine deutlich gröbere Struktur und ist leicht rötlich gefärbt. Wir tippen mal darauf, dass das Wasser was hier in Richtung Strand fließt eisenhaltig sein muss, denn auch die Steine sehen alle wie kleine rotbraune Karamellen aus.
Da hier wirklich niemand unterwegs ist, lassen wir Elli von der Leine und sie zieht ihr ganzes „Crazy Elli am Strand“-Repertoire durch. Sinnloses große Kreise rasen, eine Mulde in den Sand graben und die Schnauze darin versenken oder auch sich auf die Seite legen und mit allen Vieren buddeln. Zum Piepen!
Der Gulebjerg erinnert uns dann an die Ockerfelsen der Mine d’Or in der Bretagne oder in Roussillion in der Provence, ohne allerdings deren Größe und Leuchtkraft zu haben. Schön ist es trotzdem.

Rindviecher am See
Als wir am Marbaekgårdsvej landeinwärts gehen, entdecken wir einen Parkplatz, der uns fast noch perfekter als unserer jetziger vorkommt. Mit Toilette, Grillstelle und Picknickbank. Nicht schlecht!
Nach ein paar Schritte stehen wir an einem See, der jetzt schon so richtig nach Skandinavien aussieht. Und selbstverständlich total einsam vor uns liegt.
Wir teilen uns die Aussicht lediglich mit ein paar Rindviechern mit beeindruckend großen Hörnern mitsamt ihren Kälbern. Die ganz Coolen stehen einfach im See herum.

Fast schon ein Abenteuer
Prickelnd wird es, als wir ein paar Meter weiter sehen, dass diese imposanten Viecher vor uns die Straße queren - ein Viehgitter trennt uns von ihnen. Denn wer weiß, was die Mutterkühe machen, wenn sie ihre süßen Kälber in Gefahr wähnen? Als wir aber nach ein paar Minuten feststellen, dass wir beide gleich viel Respekt voreinander haben, queren wir die Weide, ohne dass etwas passiert.
Wir stellen fest, dass auch hier die Margeritenroute entlangführt, die Dänemark von seiner landschaftlich schönsten Seite zeigen soll. Auftrag bestens erfüllt!

Aufbruch
Wieder zu unserem Strand zurückgekehrt, beobachten wir noch ein bisschen die überwiegend klischeemäßig schneeblonden dänischen Kindergartenkinder, die hier heute mit einem Bus hingekarrt wurden und einen Tag am Strand verbringen dürfen.
Nach einem stärkenden Kaffee brechen wir auf und folgen den Margeritenroute Richtung Westen. Wir wollen wieder ans „richtige“ Meer. Und hierfür haben wir uns den Campingplatz in Børsmose ausgeguckt, der in meinem Kopf aber immer als „böse Möse“ abgespeichert ist. Manchmal ist es aber wirklich schwer…

Dünencamping
Und der Platz erfüllt wirklich alle unsere Anforderungen bestens:
- gute Auswahl an freien Plätzen (aber nicht so leicht herauszufinden, wo man jetzt wirklich stehen kann und soll)
- tolle Lage unmittelbar hinter den Dünen
- entspannte Atmosphäre ohne extra Schnickschnack
- bezahlen bis 12 Uhr, aber Abreise bis 18 Uhr möglich
Aber vor allem: Der Strand hinter den Dünen ist einfach eine Wucht!
Feinstsandig an den Dünen, herrlich weitläufig und trittfest am Wasser. Und weil man hier nicht mit dem Auto hin darf, haben wir das alles quasi für uns alleine - grandios!
Also, dass mit den Autos stimmt nur so halb. In der Ferne sehen wir die Fahrzeuge am Strand, denn auch hier kann man natürlich wieder von der Straße auf den Sand - aber die Gegend hinter dem Campingplatz und weiter südlich ist autofrei.

Grillgelage
Abends packen wir dann den Grill aus, schmeissen unsere Spezialitäten vom Slagter aus Rømø darauf und können bestätigen, dass es zwar teuer, aber jede Öre wert war. Ausgesprochen lecker! So lecker, dass ich leider vergessen habe, die Pracht zu fotografieren…

Another Sonnenuntergang
Und kaum haben wir beschlossen, uns wegen einsetzender Kühle von draußen nach drinnen zu begeben, als sich auch schon der nächste schöne Sonnenuntergang ankündigt. Also nix wie hin zum Strand!
Dort genießen wir dann einen Sonnenuntergang in Zeitlupe, der gefühlt ewig dauert. Und schönstes sanftes Licht mit sich bringt. Hach!

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Tilly1963 am 23 Mai 2018 11:54:02

wir waren auch das ganze Wochenende in Börsmöse. Wieso habt ihr nicht kurz geklingelt ??

Gruß Karsten

moensters am 23 Mai 2018 13:24:58

Der Platz ist halt so... unübersichtlich!

Tilly1963 am 23 Mai 2018 13:37:00

das ist ja grade das Schöne an dem Platz !!

moensters am 23 Mai 2018 13:38:17

Du sagst es!

moensters am 23 Mai 2018 22:53:34

Relaxtag
Zunächst freuen wir uns, dass der Wetterbericht unrecht hat: Denn es ist schon früh so warm, dass wir genüßlich draußen frühstücken können. Aber währenddessen setzt dann doch der Nordwestwind ein, der es reichlich frisch macht - trotz strahlend blauem Himmel!

Faulenzen
Wir beschließen spontan, noch einen Tag hier zu bleiben. Zu gut gefällt uns die Mischung aus Topwetter, Topstrand und ruhigem Platz.Außer Lesen und Faulenzen passiert also zunächst mal nicht viel. Da ist Fellpflege für Elli schon richtig anstrengend!
Und einer Raupe beim sich-häuten zuzugucken wird zum spektakulären Naturerlebnis.

Dünenglück
Nachmittags brechen wir in Richtung Strand auf und stellen dort aber recht schnell fest, dass der Wind hier deutlich in Richtung kühl tendiert. Ein paar unentwegten Sonnenanbietern zum Trotz.
Aber wir suchen uns einfach ein Plätzchen in den Dünen und setzen dort weitgehend windgeschützt den „Ich lass mir den Sonne auf den Bauch scheinen“-Marathon fort. Viel mehr braucht man doch nicht, oder?

Hundetraining
Wieder zurück am MoMo machen wir noch ein bisschen Hundetraining mit Elli - also, eigentlich ist es vielmehr Fotografentraining mit Micha, denn schwarzer Wuschelhund und scharfe Bilder=schwierig!

Same procedure as yesterday
Das war es dann auch schon. Abends gibt es noch eine Restegrillen mit den leckeren Lammpølser von Rømø, anschließend treibt uns der kalte Wind viel zu früh ins MoMo und zu guter Letzt gibt es es Nachtisch noch einen Sonnenuntergang. Nicht mehr, aber auch definitiv nicht weniger!

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moensters am 24 Mai 2018 22:39:17

Dünenbergbesteiger
Morgens ringen wir lange mit der Entscheidung ob wir noch einen Tag dran hängen - so gut gefällt es uns hier! Aber letzten Endes lässt uns dann doch unser Nomadenblut weiterziehen - wir möchten ja schon noch etwas von Dänemark sehen!
Als Kompromiss nutzen wir den Late-Checkout, den der Campingplatz uns anbietet. Man muss zwar bis 12 Uhr bezahlt haben, kann dann aber noch bis 18 Uhr auf seinem Platz stehen bleiben. Ein mehr als fairer Deal!
Wir bleiben dann aber doch nicht bis Ultimo, sondern setzen uns 15 Uhr als Aufbruchzeit, was wir dann um 16 Uhr auch perfekt geschafft haben.

Luxusparkplatz
In den Dünen gibt es mehrere Wanderwege. Wir haben uns den an der Kaergård Klitplantage ausgesucht. Schon der Wanderparkplatz ist beeindruckend perfekt. Reichlich Platz? Check. Picknickbänke en masse? Check. Toilettenhäuschen? Check. Freies WLAN? Ja, wirklich: Check.
Schade (aber verständlich), dass Womos hier über Nacht unerwünscht sind.

Sandeichen
Nach einer kleinen Stärkung geht es los in die Dünen. Also genau gesagt: In den Wald. Denn es geht durch ein kleines Birkenwäldchen in Richtung Meer. Annette fragt sich zurecht, ob hier vielleicht gleich ein paar Hobbits um die Ecke kommen.
In den Dünen ist eine besondere Vegetation. Neben der bekannten Heide und dem gelb leuchtenden Ginster gibt es hier auch versandete Eichen, von denen quasi nur noch die Krone den Kopf über Wasser halten kann. Sachen gibt’s! Sieht mit dem frischen Frühlingsgrün der Eichenblätter nur etwas höher als mannshoch sehr ungewöhnlich aus.

Dünenberg
Als wir schließlich am Gråmulebjerg ankommen sind wir verblüfft: Hier geht es ja wirklich bergauf! Immerhin 30m über den Meerspiegel machen eine steile Treppe nötig, um dort hinauf zu kommen. Oben werden wir dann von frischem Wind und einer prachtvollen 360°-Aussicht belohnt. Das wäre sicherlich auch zum Sonnenuntergang ein herrlicher Fleck!

Planloses Suchen
Wir wollen jetzt noch ein wenig weiterfahren. Aber eben nur „ein wenig“. Also haben wir uns Ziele ausgeguckt, die eventuell reizvoll sein könnten. Der große Strandparkplatz direkt an den Dünen hinter Nymindegab (oder, laut Annette „Nomadengrab“) wäre eigentlich toll. Aber es gibt einen Haken: Ein „Camping verboten“-Schild und die Tatsache, dass der Platz nahezu komplett leer ist. Das muss doch einen Grund haben, dass hier keiner steht…?
Wir entscheiden uns dafür, Schisser zu sein und fahren weiter. Landeinwärts in Bork Havn soll es laut Womoführer einen einfach, kostenlosen Stellplatz geben. Wäre uns recht. Aber als wir dort ankommen, finden wir genau: nichts. Hm, blöd. Aber am Hafen sollte es doch auch einen Stellplatz geben. Nee, haben wir auch falsch in Erinnerung. Das einzige, was es hier gibt, ist der Campingplatz. Und auf dem herrscht, genau wie in Børsmose, himmlischer Frieden. Zwar reichlich Dauercamper, die hier ihre Wohnwagen mit Zelt und allem Piffpaffpuff aufgebaut haben, aber die meisten von ihnen sind halt (noch) nicht da.
Wir suchen uns also einen Stellplatz auf dem uns zugewiesenen Zeltgelände aus, was sich nur deswegen schwierig gestaltet, weil wir die komplett freie Wahl haben. Was ein Horror! Wir schaffen es mit Mühe, uns auf der riesigen Fläche für eine Stelle zu entscheiden.

Sonnenfjord
Abends brechen wir mit den Rädern dann noch mal zum Hafen auf. Und dänisch hyggelig gibt es reichlich Bänke mit schöner Aussicht auf den Sonnenuntergang.
Wir suchen uns die schönste aus und sehen der Sonne beim Untergehen zu. Manchmal kann es wirklich so einfach sein.

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leoline am 25 Mai 2018 06:30:29

Ein wirklich supertoller Bericht - da bekommt man gleich Lust, dorthin zu fahren. Viele der von euch besuchten Stellen kennen wir auch nicht, also wäre auf jeden FAll nochmal eine Reise wert. Und das mit der Entscheidung für einen Platz, wenn man so eine große Auswahl hat - eine Qual! :lach:

moensters am 27 Mai 2018 10:13:09

Fjordlust
Unser letzter Tag in Dänemark! Und wir möchten ihn noch mal so richtig nutzen. Wir nutzen auch hier die großzügige „bis 12 Uhr bezahlt haben, bis 15 Uhr bleiben“-Regelung und machen uns nach dem Frühstück auf eine Radtour entlang des Ringkøbing-Fjords: Fjorden Rundt heißt der Weg, der rund um den Fjord führt. Logisch. Auf dem Papier sieht das extrem verlockend aus. Überall Radwege, größtenteils entlang des Fjords, keine Steigungen - easy!

Fjord≠Fjord
Hier muss man dem geneigten Leser nun mal erklären, was der Däne unter einem Fjord versteht. Jeder Norweger hätte hier nämlich Tränen in den Augen - wahlweise vor Lachen oder vor Weinen. Ein Fjord in Dänemark ist eigentlich nur der Binnenbereich eines Wassers, das mit dem Meer verbunden ist. Dramatische Aussichten, steile Felswände und unermesslich tiefes Wasser gehören nämlich so gar nicht zu den Stärken des gemeinen dänischen Fjords.
Dafür aber liebliche Sandstrände mit Schilf, Heckenrosen und ein Horizont an der Nulllinie. Und das hat halt auch was.

Schotterpiste
Die Aussicht, die wir beim Radeln genießen, wäre herrlich entspannend, wenn nicht die blöde Schotter-Sand-Piste wäre, die uns einen Großteil der Strecke begleitet. Man muss daher nämlich immer auch ein gutes Auge auf den Weg werfen, damit man nicht in einem Sandloch versackt oder auf dem groben Schotter wegrutscht.
Irgendwie schade, denn sonst wäre der Weg 1+ mit Sternchen. Nette kleine Ferienhäuser, alle individuell benamt (eins davon heißt Fjordlust…). Kleine Sandbuchten, umgeben von Heckenrosen. Bemalte Fischerhütten. Schafe, Kälber und Pferde am Deich.

Seilfähre und Ausguck
Der Kracher ist dann noch die Seilfähre, die uns an 2 Stellen über den mäandernden Skjern Å bringt. Mit purer Muskelkraft zieht man sich auf die andere Seite. Funktioniert einwandfrei und ist ein großer Spaß!
Auf der anderen Seite erwartet uns dann wieder ein für uns bereits typisch dänisches Erlebnis. Es gibt hier eine kleine Ausstellung und eine Aussichtsplattform im ersten Stock. Da kein Mensch hier ist, gehen wir davon aus, dass es abgeschlossen ist.
Ich probiere trotzdem mein Glück und siehe da: alles offen. Und wir finden neben der Ausstellung eine 1a-Toilette vor, die wir so auf manchem Campingplatz noch nicht gesehen haben, es gibt einen Fahrstuhl für Rollifahrer und auch die Aussichtsplattform ist tippitoppi. Ist es nicht frustrierend, dass einem so etwas in Deutschland undenkbar erscheint? Wie machen die Dänen das?

Strampelei
Wir müssen nun doch langsam ans Umkehren denken. Denn wir haben für diese Tour mal nicht die Hunde im Hänger mitgenommen, sondern im MoMo gelassen. Und die 15-Uhr-Deadline rückt auch näher.
Also machen wir uns auf den mittlerweile 20km weiten Rückweg. Zunächst mit strammen Gegenwind, puh! Dann aber immerhin auf Asphalt, so dass wir die einstündige Rückfahrt relativ humorlos herunterstrampeln.

Fischsuppe und Sternschnuppe
Nachdem die Hunde begrüßt und bespaziert wurden und das MoMo frisch vollversorgt wurde, fahren wir einmal um die Ecke, um am Hafen noch ein Fischbrötchen zu essen. Denn das Werbeschild hatte uns gestern schon so angelacht, dass wir uns das als Belohnung für die Radtour vorgenommen haben.
Als wir dort aber die Karte sehen, springt mir die obligatorische Fischsuppe ins Auge und Annette lässt sich von der „Sternschnuppe“ als typisch dänisch überzeugen. 2 Schollenfilets mit Krabben, Spargel und Schwarzbrot.

Klappe auf, Hund erschreckt
Jetzt geht es aber los. Richtung Flensburg. Zunächst mal aber Richtung Osten mit strammem Gegenwind, der uns mal wieder unser Alkoven-Heki aufweht. Ein hässliches Gefühl, wenn auf einmal das Dachfernster mit einem Flöpp! aufgeht und das Fahrgeräusch deutlich lauter wird. Wir möchten doch nicht schon wieder ein Fenster verlieren! Das findet auch Elli und ist zu Tode erschreckt und springt von der Sitzbank nach vorne zu Frauchen. Es braucht viel gutes Zureden, bis sie wieder auf der Bank liegt.

Fisk kaufen
Wir wollen noch mal Fisch kaufen. Annette bekam im Restaurant den Tipp, dass es in Nørre Nebel „am Kreisverkehr“ ein Fischgeschäft gebe. Wir fahren also dorthin, finden aber weder Kreisverkehr noch Fischgeschäft. Erst Tante Google bringt uns der Lösung näher: einfach nach „Fischgeschäft“ suchen und voilá: Der Kreisverkehr befindet sich schon etwas weiter außerorts…
Und prompt erstehen wir leckere Schweinereien für das Abendessen und als Mitbringsel…

Klappe die 2.
Als wir uns auf der Autobahn Richtung Kolding befinden, geht schon wieder das Heki auf. Mann, das nervt aber! Und Elli ist entnervt und zittert.

Dauerhuper
Unterwegs werde ich mit einem Male schrecklich müde. Es ist zwar nur noch ein Stündchen zu fahren und auch schon etwas später, aber mir fallen regelrecht die Augen zu. An einem Rastplatz machen wir also einen Stop, an dem ich mich kurz in den Alkoven lege und die Augen zumache. War wohl doch etwas anstrengend auf dem Fahrrad…
Plötzlich fängt aber jemand unmittelbar neben uns an zu hupen. Also: dauerhauft. Lang. Unverschämt lang. Uns kann er nicht meinen, denn zum einen stehen wir total korrekt auf einem Womoparkplatz, zum anderen ist der Parkplatz so leer, dass man sich einfach irgendwohin stellen kann, ohne jemanden zu blockieren.
Es stellt sich heraus, dass wir wohl unschuldig einem Rastplatz-Pädagogen zum Opfer gefallen sind. Denn dieser steht neben 2 LKWs, die sich zugegebenermaßen unnötig, quer auf natürlich gleich mehrere PKW-Parkplätze gestellt haben. Was zwar nicht die feine englische Art, aber angesichts der gähnenden Leere auf dem Parkplatz auch total egal ist. Sachen gibt’s…

Klappe die 3.
Auf der Weiterfahrt geht uns noch ein drittes Mal das Alkovendachfenster auf. Ist das jetzt der Wind, sind wir zu dösig, um es richtig zu schließen oder wird das jetzt zur Dauereinrichtung? Tatsache ist: Elli leidet wieder sehr - um so verrückter, dass Mia das völlig kalt lässt.

Wolfgang, the boss
Unser Etappenziel ist der Stellplatz in Frörupsand kurz hinter Flensburg. Eine regelrechte Institution für Nordlandfahrer über Dänemark. Denn der Platzbetreiber Wolfgang ist in der Tat ein Unikat. Als wir kurz am Stellplatz halten, um uns zu orientieren, kommt er schon angewatschelt und begrüßt uns freundlich „Ich bin der Wolfgang!“ und erklärt uns, wie es bei ihm so abläuft. Liebenswert! Wir suchen uns einen der freien Plätze am P3 aus („die haben aber keinen Fernsehempfang!“), die Hunde schließen Wolfgang dank reichlich Leckerchen auch direkt in ihr Herz und dann gibt es als nette Erinnerung an den hiermit beendeten Dänemarkurlaub noch eine Fischfrikadelle und Algensalat aus Nørre Nebel.

Das ganze mit Bildern gibt es in unserem Womo-Blog: --> Link

teacosy am 27 Mai 2018 20:52:30

Dein Bericht liest sich toll und die Bilder auf deinem Blog sind spitze. Es war auch unsere erste Wahl genau dort hinzufahren an dem besagten Wochenende. Doch mein Mann entschied dagegen laut Wetterbericht und somit sind wir dann erst in Holland und danach in Ostfriesland gelandet. Dank deiner Bilder werden wir die Insel im Sommer aufsuchen.

WoMo81 am 28 Mai 2018 16:12:35

Toller Bericht, toller Blog und noch tollere Bilder!

Da hätten wir uns ja quasi fast begegnet letzte Woche... :D

moensters am 28 Mai 2018 16:53:44

Danke für die warmen Worte.

Wir waren überrascht, wie „wenig“ wir von unserem kleinen nördlichen Nachbarn erst „geschafft“ haben. Aber ist das nicht toll, wenn man so einen guten Grund hat, noch mal wiederzukommen? Wir waren bestimmt nicht das letzte Mal dort!

Liebe Grüße, Michael

bonjourelfie am 28 Mai 2018 17:40:32

Danke für den tollen Reisebericht. Ich mag Dänemark auch sehr, vielleicht nächstes Jahr wieder.

LGElfie, z.Zt. unterwegs in Portugal

moensters am 27 Jul 2019 10:38:54

Wir sind mal wieder unterwegs...

Hitzefrei

Es ist die zweite große Hitzewelle des Jahres und der mit Abstand heißeste Tag des Jahres. Nur in Frankreich ist es momentan anscheinend noch heißer. Und das gab den Ausschlag dafür, dass wir uns schweren Herzens von unserem ursprünglichem Plan verabschieden. Den im Jura und den französischen Alpen, auf die wir uns schon gefreut hatten, sind die Temperaturen noch etwas höher als bei uns und anschließend sind Gewitter angekündigt. Und von Gewittern in den Bergen haben wir seit Torla in den Pyrenäen die Schnauze voll.
Planänderung
Wo soll es also hingehen? Unser Blick schweift gewohnheitsmäßig nach Norden. Was? In Südschweden sollen es nur 25 Grad sein? Das wäre ja...perfekt!
Also wollen wir dorthin und auf dem Weg gleich auch noch Dänemark ein bisschen besser kennenlernen. Diesmal also keine Direktfähre, sondern Vogelfluglinie, Kopenhagen und alles, was so auf dem Weg liegt...
38 Grad
Als wir am Vormittag starten hat das Thermometer schon locker die 30er-Marke übersprungen. Ein Hoch auf die Klimaanlage, die uns das alles nicht so sehr mitkriegen lässt. Denn es ist schon beeindruckend, zu sehen, dass die Anzeige Grad um Grad weiter steigt, bis dann bei 38° doch mal Feierabend ist.
Auch als wir hinter Hamburg am Öjendorfer See eine Kaffeepause machen sind es noch stattliche 37 Grad. Die lassen sich aber im Schatten und mit einem ordentlichen Wind erstaunlich gut aushalten. Wir wundern uns nur, dass der Wetterbericht darauf beharrt, dass es an der Ostsee nicht mehr als 27 Grad sein sollen. 10 Grad Unterschied auf nicht einmal 100 Kilometern?
Schizophrener Parkplatz
Aber der Wetterbericht lügt nicht. Grad um Grad sinkt die Temperatur bis sie wirklich bei 27 angekommen ist.Herrlich!
Wir haben uns Sierksdorf als Tagesziel ausgesucht, da es dort einen legalen Parkplatz in Meeresnähe geben soll. Können wir uns in Deutschland gar nicht vorstellen!
Der Platz am Waldwinkel entpuppt sich dann als leicht schizophren. Denn er weiß nicht so genau, ob er jetzt Wohnmobile willkommen heißt oder eben nicht. Am Parkscheinautomaten wird eine Tagespauschale von 15€ verlangt. Gleichzeitig weist aber ein Schild darauf hin, dass das Übernachten untersagt sei. Ja, was denn nun...?
Ein Pärchen, welches ebenfalls mit dem Womo dort steht, hat angeblich zusammen mit 7 anderen Womos die vergangene Nacht problemlos dort verbracht. Wir finden das jedoch nicht sehr einladend.
Erst mal ein Fischbrötchen
Wir wollen nach der langen Fahrt aber erst mal frische Meeresluft tanken. Und die Lage checken. Und wobei könnte man das besser als bei einem Fischbrötchen? Also flanieren wir erst mal die Strandpromenade entlang und versorgen uns schon bald mit dem gewünschten Ostseeschmaus.
Aber mit dem Fischbrötchen geht es uns wie mit dem ganzen Ort: Das ist nicht wirklich schlecht. Aber es ist auch nicht wirklich gut. Nach den großartig breiten, wilden und menschenleeren Stränden Schottlands kommt uns dieses schmale Stückchen Sand mit überproportional vielen Menschen, den Strandkörben und den Strandbenutzungsgebühren nicht wirklich attraktiv vor.
Das ist nicht wirklich unsere Ecke hier. Also fahren wir weiter.

Neustadt im Himmel
Wir fahren also ein, zwei Orte weiter nach Neustadt in Holstein. Oder i.H., wie hier überall steht. Könnte also auch „im Himmel“ bedeuten.
Und für uns reicht es, dass wir einen kostenlosen Womostellplatz am Stadtrand finden, wo wir nach ein paar Schritten dass Binnenwasser erreicht haben. Dass ist so was wie die Binnenalster in Hamburg in größer und unmondän. Also ein fast abgetrennter Meeresarm, der sich landeinwärts noch mal erweitert. Und auch heute wieder ein Garant für einen schönen Sonnenuntergang.

Das ganze mit Bildern gibt es in unserem Womo-Blog: --> Link

moensters am 27 Jul 2019 10:40:05

Inselflucht

Wir schlafen wie die Steine und freuen uns erst mal über die leckeren Frühstücksbrötchen, die ich vom Markt mitbringe. Urlaubsstimmung! Und die setzt sich auch fort, als wir durchs gemütliche Städtchen mit den Stockrosen neben den Hauseingängen bummeln. Annette kann ihre Brille noch mal richten lassen und würde glatt zu dem freundlichen Optiker wechseln, wenn er nicht so verflixt weit von zuhause entfernt wäre.
Die deutsche Ferieninsel
Vergnügt starten wir in Richtung Norden. Durch die weite, weizenbefeldete norddeutsche Landschaft steuern wir Fehmarn an. Wir sind noch unschlüssig, ob wir direkt durchfahren, oder uns vielleicht sogar ein paar Tage zum Erkunden der Insel nehmen. Soll schließlich auch schön sein.
Die Fahrt über die Brücke hinüber auf die Insel ist auf jeden Fall toll. Die glitzernde, mit Segelbooten übersäte Ostsee links und rechts bei strahlendem Wetter sieht schon toll aus.
Mann, ist das voll hier
Wir steuern Burg, den Hauptort der Insel an und sind erst mal überrascht. So eine große Stadt mit einer Zufahrtsstraße mit Industriegebietscharme hatten wir nicht erwartet. Der eigentliche Ort mit seinem hubbeligen Kopfsteinpflaster ist dann charmant aber auch voll. Also: richtig voll. So wie viele-Menschen-auf-einem-Fleck-voll. Wir fahren staunend hindurch und steuern erst mal den Burger Hafen in Burgstaaken an. Die explizit ausgewiesenen Womo-Stellplätze sind ja prima, werden aber zu einem guten Teil von PKWs zugeparkt. Immerhin haben wir Glück, dass einer davon seinen Platz räumt und uns sogar noch sein Parkticket überlässt. Da kann man ja nicht so wirklich meckern...
Wir drehen eine kleine Runde durch das Hafengebiet und fremdeln doch beträchtlich. Denn das Areal mit seinen großen Getreidesilos und den 80er-Jahre-Gebäuden hat nicht so wirklich Charme. Es gibt wenig, was uns dort anspricht. Also: weiterfahren.
Voll heißt voll
Wir vermuten schwer, dass die Campingplätze hier alle voll sind. Aber auf einem Bauernhof müsste es doch garantiert noch ein Fleckchen für ein kleines, autarkes Womo geben? Wir steuern den Bauernhof Kleingarn an und sind ganz angetan von dem hübschen Weiher und dem gekiesten Platz vor dem Bauernhaus. Und da es kurz nach Mittag ist, müsste es doch mit dem Teufel zugehen...
Es geht. Es sei alles pickepackevoll. Wahrscheinlich auch auf der ganzen Insel. Und unsere Nachfrage, ob wir zur Not einfach auf dem Kiesplatz stehen dürften, scheitert an unseren Hunden. Also Hunde gingen ja schon mal gar nicht. Hrmpf.
Hafen mit Charme
Wir wollen unseren beginnenden Fehmarn-Frust mit einem Fischbrötchen besänftigen. Von denen soll es nämlich leckere im nahegelegenen Hafenörtchen Orth geben.
Der urige bärtige Parkwächter mit nordisch-trockenem Gemüt lässt uns für 2€ statt für 4€ parken als wir ihm erzählen, dass wir eigentlich nur für ein Fischbrötchen da sind. Nett!
Auch in der Hafenbude Kap Orth steppt der Bär. Die Gäste werden netterweise vor der Bestellung darauf hingewiesen, dass es mindestens 45 Minuten dauert, wenn sie ein Tellergericht bestellen... Unsere Fischbrötchen gehen dann aber doch etwas schneller. Und sind schon mal ein deutlicher Fortschritt gegenüber dem Mittelmaß von Sierksdorf.
Im Meer wird standup-gepaddelt und gekitet, was das Zeug hält. Die artistischen Luftsprünge der Kiter sehen schon beeindruckend aus!
Uns gefällt die Atmosphäre in Orth schon deutlich besser als in Burgstaaken. Aber was soll man machen, wenn die Insel einen nicht haben will? Also buchen wir die Fähre nach Dänemark in der Hoffnung, dass es dort etwas leerer sein wird.
Turbofähre
Die Fahrt nach Puttgarden machen wir durch die nordwestlichen Dörfer, die uns richtig gut gefallen. Aber jetzt ist die Entscheidung halt schon gefallen. Dänemark ruft! Und Fehmarn im Sommer haben wir abgehakt, aber für außerhalb der Hochsaison zumindest mal im Hinterkopf.
Das Prozedere an der Fähre ist dann wirklich beeindruckend schnell und professionell. Obwohl reichlich Autos auf die Fähre wollen, funktioniert das ganze superschnell und unkompliziert. Wenn man mal davon absieht, dass wir uns in der Extra-Schlange für Fahrzeuge unter 6 Metern falsch einordnen, weil die nur für PKWs gilt... Aber von unserer Ankunft am Fährterminal bis zur Abfahrt der Fähre vergehen vielleicht gerade mal 20 Minuten. Respekt!
Wir sind dann fast etwas verwundert, dass wir auf dem Panoramadeck noch zwei Stühle kriegen und uns einfach so in die Sonne brezeln können. Zusammen mit dem Fahrtwind zwar eine gefährliche Kombination, aber wir kommen sonnenbrandfrei davon.
Und was bei der Auffahrt auf die Fähre so super geklappt hat, wird dann an der dänischen Grenze zur Geduldsprobe. Denn bei der Einreise gibt es tatsächlich Kontrollen! Zwar nur stichprobenartig, aber für uns ist das von einem EU-Land in das nächste trotzdem eine Überraschung. Da waren die ja selbst in England flotter!
Herrliche Unaufgeregtheit
Dänemark begrüßt uns mit breiten Straßen, auf denen nicht viel los ist. Denn den Fährverkehr lassen wir vor uns und als wir in Richtung Osten abbiegen, gehört uns die Straße alleine. So muss das sein!
Nach dem vollen Fehmarn mit seinen engen, baumbestandenen Straßen und reichlich Verkehr kommen wir uns hier wie in einem Sanatorium vor. Weite Landschaft mit sanften Schwüngen und jeder Menge Kornfelder. Nicht besonders spannend, aber wunderbar entspannend.
Feine Bucht
Als wir von der Hauptstraße in Richtung Stubberup abbiegen jauchzen wir bei manchen schnuckeligen Häuschen auf. Wahlweise reetgedeckt oder buntes pastelliges Fachwerk. Oder beides. Das ist echt eine dänische Idylle, die wir hier vorfinden!
Im Minihafen von Stubberup gibt es dann einen kleinen Parkplatz an einer Hecke, auf den das MoMo wunderbar passt. Hier bleiben wir!
Beim Spaziergang entlang des Wasser entdecken wir noch einige schnuckelige Häuschen. Hier ein Ferienhäuschen zu mieten muss auch absolut entspannend sein! Wir haben wirklich den Eindruck, dass der Urlaub hier so richtig anfängt.

Das ganze mit Bildern gibt es in unserem Womo-Blog: --> Link

Elgeba am 27 Jul 2019 18:04:15

Schöner, origineller Bericht,danke dafür.Ja,DK ist schön und immer eine Reise wert.


Gruß Bernd

moensters am 28 Jul 2019 10:53:29

Dänensommer


So haben wir uns das vorgestellt. Angenehme Temperaturen und trotzdem Sonnenschein. Und ein frischer Wind, der das ganze perfekt macht.
Spaziergang durch den Sommer
Da wir nur ein paar Kilometer von Nysted, einem angeblich hübschen kleinen Städtchen entfernt sind, beschließen wir, einen kleinen Fußweg dorthin zu unternehmen. Wanderung kann man das kaum nennen. Denn wir gehen erst mal auf der Straße vorbei an den hübschen Häuschen, von denen ich gestern schon so begeistert war. Ich kann diesmal sogar ein paar Fotos machen.
Auch der Weg mitten durch die Getreidefelder ist geradezu ein Inbegriff von Sommer. Warm und gelb ist es rund um uns. Und ein paar Mohn- und Kornblumensprenkler gibt es gratis dazu.
Waldumweg
Bevor wir den Ort erreichen, kommen wir an das Wäldchen, das zum Schloss Aalholm gehört. Es bietet sich förmlich für einen kleinen Schlenker an. Wir stolpern über ein paar Rebhühner, die hier anscheinend in größerer Zahl angefüttert werden. Lustig, wie schnell die Burschen sich im Unterholz verkrümeln, als wir kommen. Dabei wollten wir doch gar keine Massenpanik verursachen!
Unser geplanter Abstecher, um am Ufer entlang zum Schloss und zur Stadt gelangen, fällt dann aber flach. Denn ein Zaun versperrt den Weiterweg, so dass wir den Rundweg fortsetzen und ans westliche Ufer der kleinen Halbinsel gelangen.
Über Stock und über Steine
Wir sehen vom Ufer aus den Hafen von Stubberup. Es gibt einen kleinen, leicht zugewachsenen Feldweg, der parallel zum Ufer verläuft. Wir könnten ja auch auf diesem Weg zurückgehen und dann mit dem MoMo in die Stadt fahren! Gesagt, getan.
Aber so ganz klasse war die Idee dann doch nicht. Denn der Weg ist reichlich zugewachsen und im Sommer ist auch der Weg entlang des Rapsfeldrandes gut mit Disteln und Gräsern zugewachsen. Nur so mittellustig, wenn man mit Sandalen unterwegs ist. Und auch die blinde Mia pflügt sich tapfer durch das hüfthohe Gras. Noch mal ein richtiges Abenteuer für unsere Seniorin!
Fahrprüfung
Das nächste Abenteuer wartet dann auf Annette. Sie hat sich „diesmal aber wirklich“ vorgenommen, das Lenkrad zu übernehmen und uns für den Rest des Tages zu kutschieren. Und so wird es auch gemacht. Denn die dänischen Straßen hier auf Lolland zeichnen sich vor allem durch eines aus: Nix los. Besser wird’s nicht.
Und es läuft bis hinein nach Nysted auch gut. Wir machen nur den Fehler, dem Schild „Centrum“ zu folgen, anstatt auf das Navi zu hören. Denn die Straße, durch die wir jetzt fahren, ist zwar nicht viel befahren, wirkt aber wie eine Einbahnstraße. Nur mit dem Unterschied, dass einem schon mal jemand entgegenkommt… Und das ist für Womo-Fahranfänger dann nicht wirklich lustig. Aber auch diesen Schreck übersteht Annette und bringt uns sicher zum Parkplatz am Hafen. Und der ist dann so großzügig und leer, dass das Einparken keine weiteren Probleme aufwirft.
Dänenentspannung
Das ist hier wirklich das krasse Alternativprogramm zu gestern. Wo auf Fehmarn alles vollgeparkt und stressig war, ist hier alles tiefenentspannt. Man schlendert durch ein schnuckeliges Hafenareal mit kleinen Hüttchen und Restaurants. Und ein paar Leutchen bummeln auch hier rum. Und das, obwohl es hier ausgesprochen nett ist. Nicht spektakulär, aber eben: Nett. Freundlich. Angenehm. Und in uns reift der Plan, den Schwedenteil zu streichen und einfach in Dänemark zu bleiben. Annette wird sogar so radikal, nur noch in Lolland bleiben zu wollen. Mal gucken…
2 Kugeln sind 1 Kugler
Rechnen tun sie allerdings komisch, die Dänen. Wir feiern Annettes Womofahrt mit einem Eis am Hafen. Dort gibt es für freundliche 3€ eine Kugel Eis. Aber wenn man doch feiern will…? Als ich sehe, wie klein die Kugeln sind, beschließe ich, die 50ct draufzulegen, damit noch eine zweite Kugel in das riesige Hörnchen wandert. Es würde sonst zu verloren aussehen… Aber als drankomme, sehe ich, dass der Eisverkäufer für jede „offizielle“ Kugel zweimal in den Eisbehälter langt. Wir haben also am Ende mit der Bestellung „2 Kugler“ jeder 4 Kugeln Eis im Hörnchen. Ob die das alle so rechnen?
Nettes Nysted
Wir erkunden noch ein bisschen den Ort und mir fällt ähnlich wie letztes Jahr in Ribe auf, wie ausgesprochen leer die Straßen hier wirken. Fast schon ein bisschen zu leer! Aber die schönen beblumten Häuser, die es auch hier gibt, gefallen uns immer noch gut.
Ab an den Hafen
Wir wundern uns ein bisschen, dass es hier zwar einen Hafen, aber keine Möglichkeit der Toilettenentsorgung gibt. Das wäre dann doch mal nötig. Aber Annette hat in Sakskøbing einen kleinen Binnenhafen am Ende des Minifjords Smålandsfarvandet gefunden, der anscheinend super für Wohnmobile sein soll. Probieren wir aus!
Mit jedem Kilometer am Steuer wird Annette zuversichtlicher, dass eine Fahrt mit dem MoMo vielleicht doch ohne Crash enden könnte. (Man muss dazu wissen, dass sie eine gute Autofahrerin ist und lediglich den Pin im Kopf hat, dass unser „großes“ Gefährt etwas anderes und anspruchsvolles sei - es hat also mehr mit dem Kopf als mit dem Fahrvermögen zu tun). Ich genieße auf jeden Fall die ungewohnte Rolle des Beifahrers und staune darüber, was man als Beifahrer so alles entdecken kann, wenn man nicht größtenteils auf die Straße guckt.
Der Hafen entpuppt sich dann als absoluter Volltreffer. Wir können weiter unser Fehmarn-Trauma bearbeiten: Hier stehen um 15 Uhr gerade mal 3 Womos und es gibt Platz für 4mal so viele! Und es ist alles feinsten angelegt, so dass wir uns nur noch einen schicken Platz aussuchen müssen und dann im Windschatten des MoMos die Sonne genießen können. Prima!
Zu unserem Rollentausch für den Tag gehört dann natürlich noch, dass ich koche und den Abwasch mache. Ehrensache. Und es tut mal ganz gut, zu sehen, wie viel Arbeit das ganze ist. Während ich mich sonst vom Fahren bei Bierchen und Lesen/Bloggen erhole, darf ich mir jetzt erst mal alles in der Küche zusammensuchen und stelle peinlich berührt fest, wie wenig ich mich in der Bordküche auskenne. Geschmeckt hat mein berühmter Papa-Auflauf aus dem Oma mit Nudeln, Mais, Thunfisch und Blauschimmelkäse aber trotzdem. Gelernt ist gelernt…
Und am späten Abend ist der Platz dann überraschenderweise doch sehr gut gefüllt. Aber so, dass man eigentlich immer noch genug Platz hat. Wenn sich nicht jemand ohne Not in den Freiraum zwischen uns und unseren Nachbarn stellt, wie der Kuschelcamper neben uns. Und man muss dazu sagen, dass die Plätze sehr deutlich gekennzeichnet sind…!

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moensters am 31 Jul 2019 11:00:20

Ab aufs Rad

Ab heute soll das Wetter schlechter werden. Und zunächst sieht es auch nicht all zu vielversprechend aus. Der Himmel ist eher auf der dunklen Seite. Aber es ist trocken. Und die Sonne macht sich immer noch ein bisschen bemerkbar. Könnte schlimmer sein.
Lustiger Hafenmeister
Unsere Serie mit rein bargeldlosem Bezahlen geht heute zu Ende. Da wir gestern schon wussten, dass man den Stellplatz hier cash bezahlt, hatten wir uns auch am Automaten mit dänischem Geld versorgt. Und eigentlich ist das ganze hier auch prima gelöst: Geld in einen Umschlag und fertig. Aber 125 Kronen lassen sich nun mal schlecht mit 100- doer 200-Kronen-Scheinen bezahlen. Daher habe ich gestern den Hafenmeister angerufen und mit ihm ausgemacht, dass es kein Problem sei, es ihm heute morgen um 8 Uhr zu geben.
Ich finde ihn dann auch schließlich und er nimmt unser Geld für zwei Nächte entgegen und macht sich auf einem Umschlag den Vermerk „D“. Wir wären doch aus Deutschland? Und das ist dann sein Zahlungsnachweis. Das nenne ich mal praktizierten Datenschutz!
Wenig später kommt er noch vorbei, greift in seine Brusttasche und fischt ein paar 5-Kronen-Münzen hervor: „Dusche?“ Denn hier geht die eigentlich per Münzeinwurf zahlungspflichtige Dusche aufs Haus. Nett!
Radelwetter
Es ist ein feines Wetter zum Fahrrad fahren. Nicht zu heiß und etwas windig. Ich mache also die Räder und den Hänger fertig und wir düsen los. Radwegmäßig sind die Dänen nämlich, genau wie die Niederlande, ganz weit vorne. Und von Sakskøbing aus gibt es die „Scheren-Route“, die mit ihren 30 Kilometern genau in unser Profil passt.
Auf größtenteils schnurgeraden Straßen erkunden wir die Gegend östlich von Sakskøbing. Zunächst fahren wir vom Stellplatz ein paar Kilometer in die Stadt und von dort wieder auf deren anderen Seite des Wassers zurück bis wir auf der anderen Seite unseren Hafen sehen. Man könnte glatt rüberspucken!
Rein landschaftlich ist das hier komplett unaufgeregt und vielleicht gerade deswegen so schön. Einfach komplett entspannend. Getreidefelder links oder rechts und dann wieder schnuckelige Häuser entlang der Straße. Gibt es eigentlich ein dänisches Wort für Bullerbü? Das ist hier heile Welt in Reinkultur!
Nett ist auch die dänische Angewohnheit, entweder Waren zum Verkauf mit Kasse des Vertrauens vors Haus zu stellen oder auch mal Möbel mit handgemaltem „gratis“-Schild zum Mitnehmen rauszustellen. Hört sich doch gleich viel besser an als Sperrmüll!
Schloss ohne Schloss
In Oreby, am nördlichsten Punkt unserer Tour soll es ein schickes Schloss geben und auch der Kro soll nicht schlecht sein. Wollen wir uns angucken.
Während der Kro wirklich reinlassend aussieht ist vom Schloss nichts zu sehen. Wo soll das denn sein? Wir gehen hinter dem Kro noch ein Stückchen weiter und entdecken eine Badewiese. Allerdings mit Hinweisschild. „Privat“ verstehen wir ja, aber was heißt „Færdsel til fods“? Gut, dass es Google-Translate gibt! Wir dachten schon es wäre ein rüder dänischer Fluch... Die Badewiese lädt dann zum Ausruhen ein und man kann von hier aus sogar 2 Turmspitzen des Schlosses erkennen.
Alle weiteren Versuche, in die Nähe des Schlosses zu kommen, sind dann aber zum Scheitern verurteilt. Müssen wir halt ohne das Oreby Slot gesehen zu haben weiterfahren.
Endlose Weiten
Auf der Weiterfahrt können wir dann mehr von der schlichten Landschaft genießen. Und auch ein paar Hasen sichten, die sich auf einem abgemähten Feld ein Stelldichein geben.
Die Straßen sind so lange schnurgerade bis eine Kreuzung kommt. Und das kann dauern! Als wir nach dem Päuschen an der Kirche von Tårs weiterfahren wird es hart: Gegenwind. Und das bleibt mehr oder weniger bis zur nächsten Kirche in Radsted so. Die Anfahrt auf Radsted ist dabei besonders perfide. Man steuert kilometerlang genau auf den Kirchturm zu. Nur, um dann auf den letzten Metern noch mal eine leichte Steigung bei vollem Gegenwind zu absolvieren. Puh! Und meine Hochachtung vor Profi-Radfahrern steigt.
Riesenbrauerei
Wir freuen uns auf das nächste Etappenziel. In Krenkerup soll es eine Brauerei geben. Ideal für den nächsten Zwischenstopp!
Aber was wir dann zu sehen bekommen haut uns doch aus den Latschen. Das ist kein Brauhaus, sondern ein Brauschloss! Oder zumindest ein Braugut. Ein riesiges Anwesen mit Teich und Wiesen und länglichen Gebäuden in denen wir die Brauanlagen vermuten.
Zu unserer Freude (und Erleichterung) können wir uns mit den Hunden im Außenbereich niederlassen. Denn es gibt hier viele Spezialitäten zu bestaunen. Manche sogar prämiert.
Ich muss mich erst mal wieder daran gewöhnen, dass man in Skandinavien gerne am Tresen bestellt und sofort bezahlt. Wir gönnen uns zu unseren Bieren einen Tapas-Teller, der dann auch ausgezeichnet schmeckt. Und das nicht nur, weil wir vom Radfahren hungrig geworden sind.
Däntspannen
Als wir wieder am MoMo ankommen, stellen wir fest, dass 30km für unsere Hintern und Beine auch genug sind. Den Rest des Tages können wir dann ganz locker abhängen und mir kommt das Wort „Däntspannung“ in den Sinn. In Dänemark geht‘s uns gut!
Und weil das hier alles so entspannt ist, sind wir schon fast sicher, dass wir die Weiterfahrt nach Schweden für dieses Mal canceln und uns lieber noch ein bisschen mehr Zeit für die Entdeckung unseres nördlichen Nachbarns nehmen.

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moensters am 31 Jul 2019 12:00:32

Margeritenroute

Es wird schwül. So man-sitzt-nur-und-es-läuft-schwül. Vom frischen Wind ist nichts übrig geblieben. Es herrscht Flaute.
Jedoch nicht bei uns. Wir frühstücken gemeinsam mit unseren Nachbarn und verquatschen auch den Vormittag ohne Probleme. Eine schöne Bekanntschaft! Aber auch unsere Kuschelcamper von vorgestern entpuppen sich als äußerst freundliche und aufgeschlossene Dänen. Und da wir Pläne für ein neues MoMo schmieden und dieses eventuell von Euramobil sein könnte, lassen wir uns die Gelegenheit nicht nehmen, sie mal über ihre bisherigen Erfahrungen zu interviewen. Die scheinen bisher sehr positiv zu sein! Sie erweisen sich auch als große USA-Freunde und setzen mir gleich noch einen neuen Floh ins Ohr - wie wäre es eigentlich mit einer 4-wöchigen nahezu „geschenkten“ Überführungsfahrt von der Ost- an die Westküste im Frühjahr? Sounds like a plan...
Fahrübung, die zweite
Erst am späten Mittag, nachdem wir fast die Letzten auf dem Platz sind, verabschieden wir uns von diesem prima Stellplatz am heimeligen Hafen. Annette steigt wieder auf der Fahrerseite ein und diesmal habe ich sogar so etwas wie ein Lächeln auf ihren Lippen gesehen. Es wird!
Nachdem wir das Navi nach einem kurzen Ausflug auf die Autobahn davon überzeugt haben, dass wir nicht so ganz seinem Routenvorschlag folgen werden, landen wir auf der Margeritenroute. Die haben wir letztes Jahr schon an der Westküste befahren und sie führt gerne mal über kleinere Nebenstraßen, die aber immer landschaftlich schnuckelig sind.
Rüpelfahrer
Auch diesmal werden wir nicht enttäuscht. Die Nebenstrecken erweisen sich als ideale Gelegenheit für Annette, sich mit den Abmessungen des MoMos vertraut zu machen. Und wenn mal jemand entgegen kommt, gibt es auf den schmalen Straßen immer eine Gelegenheit schon frühzeitig auszuweichen.
Bis auf das eine Mal, als wir in einem Waldstück kurz vor dem Meer einem sonnenbebrillten coolen Jungdänen begegnen. Der hält es für eine gute Idee, uns die 50 Meter hinter einer Kreuzung noch entgegenzufahren und bedeutet uns ungeduldig, doch in den Graben zu fahren, damit er durchkommen möge. Annette weicht noch 2cm nach rechts aus und wir beschließen, dass das reichen muss, weil der Waldboden nicht vertrauenerweckend aussieht und leicht abschüssig ist. Was unser Gegenüber jetzt gar nicht mehr lustig findet. Er gestikuliert wild und wilder. Macht anschließend machohaft deutlich, dass er nicht zurückweichen wird und zündet sich demonstrativ eine Zigarette an. Wen er damit wohl beeindrucken will? Wir machen den Motor aus und überlegen, ob wir ein Käffchen kochen sollen. Er hat es dann irgendwann eingesehen und sportlich zurückgesetzt...
Wir wissen ja, dass es Idioten überall gibt, fragen uns aber trotzdem, ob uns das gleiche in Schottland auch passiert wäre. Nach unseren durchweg superpositiven Erfahrungen dort kaum denkbar. Und ich ärgere mich am Ende, dass ich nicht für den Blog noch ein Beweisfotos gemacht habe...
Steilküste für Anfänger
Unmittelbar hinter unserer Begegnungsstelle mit dem Rüpel sehen wir schon das Meer. Und einen Parkplatz direkt am Meer. Ideal für eine Kaffeepause! Wir machen es uns auf einer Bank gemütlich und lassen den Blick schweifen. Obwohl wir uns an der Ostküste von Lolland befinden ist hier kein Sandtrand, so wie wir es uns eigentlich vorgestellt hatten. Stattdessen eine vielleicht 1m hohe Steilküste. Naja, kann auch spektakulär sein...
Und jede Menge Baumritzungen von Liebespärchen. Eines der Herzen wurde anscheinend schon vor langer zeit geritzt und hat großflächig die Rinde abgesprengt. Ob die Liebe noch hält...?
Kasse des Vertrauens
Nachdem wir ein paar weitere eindrucksvoll große und schöne Gutshäuser abgefahren haben, landen wir schließlich beim Biobauernhof Lammhave in Horbelev. Den haben wir im Lolland-Prospekt entdeckt, der an unserem letzten Stellplatz auslag. Ist dann in der Realität etwas anders als gedacht. Denn uns begegnet kein Mensch. Was bei der abgelegenen Lage auch kein Wunder ist. Da gibt es definitiv keinen Durchgangsverkehr. Stattdessen gibt es einen kleinen Raum, wo verschiedenste Gemüse und Obste, Kräuter und Körner ausliegen und ein paar Kühlkästen stehen. In denen kann man sich dann selbst bedienen und das Geld in eine offene Geldkassette legen. Kasse des Vertrauens in Reinkultur!
Lost place Hesnæs
Wir landen schließlich im Hafen von Hesnæs, ziemlich am nordöstlichen Zipfel von Lolland. Ein total verschlafener Hafen, auch schon ein bisschen runtergerockt. Es gibt dort aber 5 Stellplätze für Womos und nebenan sogar einen kleinen Sandstrand. Und wir nehmen befriedigt zur Kenntnis, dass auch hier reichlich Platz für uns ist. Der Fehmarn-Schock sitzt immer noch tief. Und wir verstehen um so weniger, dass die Leute sich an der deutschen Ostseeküste tottrampeln, wenn eine Fährfahrt weiter eine ähnlich schöne Landschaft auf einen wartet, die viel mehr Entspannung verspricht.
Denn die finden wir hier. Wir verbringen den Abend mit einem Glas Rotwein vor dem MoMo, schauen der Sonne beim Untergehen zu und freuen uns über den rot erleuchteten Himmel über dem Hafenbecken. Wir freuen uns ja immer über die kleinen Dinge!

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moensters am 31 Jul 2019 12:41:13

494 Stufen

Nanu, ist schon Herbst? Am Morgen ist es so neblig trüb, dass man kaum das andere Ende des Hafenbeckens sehen kann. Lediglich die milden Temperaturen bestätigen uns, dass es Sommer ist. Aber entsprechend träge starten wir in den Tag.
Verschlafenes Nest
Annette übernimmt wieder, und mittlerweile deutlich beherzter, das Steuer. Ich sehe es schon kommen: Am Ende des Urlaubs bin ich meinen Job als Fahrer los. Braucht noch jemand einen Womo-Chauffeur?
In Stubbekøbing parken wir nach Annettes Nysted-Trauma sicherheitshalber am großen Kiesplatz am Hafen und machen uns zu Fuß auf die Suche nach einem Supermarkt. Der darf dann auch gerne was anderes als ein Aldi oder Netto sein, denn die kennen wir ja von zu Hause. Es wird dann ein Fakta und wir stellen fest, dass man dort auch mit einem Ami-Monstertruck noch problemlos hätte parken können. Dafür hat Annette aber auf dem Weg noch ein paar T-Shirts entdeckt, die ihre knapp bemessenen 20 Outfits für die Reise deutlich erweitern. So ein Glück!
Ansonsten kann man über Stubbekøbing eigentlich nicht viel sagen, denn es ist ein echt verschlafenes Nest. Nix los hier. Aber daran haben wir uns in Dänemark ja schon gewöhnt...
Schön auf Møn
Jetzt geht es aber weiter zu einer weiteren Top-Attraktion: Den Kreidefelsen von Møns Klint. Über zwei kleinere Inselchen gelangt man auf die schön Insel Møn. Ob unser Familienname vielleicht aus Dänemark kommt. Wäre Mønsters dann die richtige Schreibweise? Muss ich mal üben...
Auf der Insel führt uns die Margeritenroute wieder gewohnt verlässlich an schönen dänischen Landschaften und Häuschen vorbei. Ich beschließe, das ganze einfach Bollerbø zu taufen...
Für Annette wird es jetzt aber anspruchsvoller. Die Sträßchen werden nicht breiter und der Verkehr nimmt kurioserweise eher zu, je weiter wir ans westliche Ende der Insel kommen. Was ist denn hier los?
Wettermäßig hatten wir auf der Fahrt eher Glück. Die Sonne war herausgekommen und es fuhr sich ganz angenehm durch die sommerliche leuchtende Landschaft, Aber je näher wir dem Westende der Insel kommen um so neblig-trüber sieht der Himmel aus. Und prompt als wir auf die letzten Meilen zu Møns Klint einbiegen fängt es an zu schiffen. Und die asphaltierte Strecke wird auf diesem Stück zu einer lehmig-schotterigen Piste. Mit viel Verkehr, da anscheinend alle Besucher die Klippen fluchtartig zu verlassen scheinen.
Spätzünder-Klippen
Nachdem der Schauer durch ist und wir uns mit Kaffee und Kuchen noch mal gestärkt haben, machen wir uns auf den Weg. Und von wegen, alle Besucher sind weg! Es sind immer noch reichlich viele hier. Vor dem Besucherzentrum ist richtig was los. Aber als wir uns auf den oberen Klippenweg in Richtung Süden begeben, wird die Menschenmenge schnell weniger und schon bald sind wir nahezu alleine.
Es geht urig durch einen regennebligen Buchenwald. Von den Klippen sieht man wenig bis gar nichts. Lediglich an einigen Aussichtspunkten kann man erahnen, dass es wohl ganz beeindruckend hoch ist und die Klippen steil abfallen. Aber eben nur erahnen...
Nach einiger Zeit kommen wir an eine Treppe, deren unteres Ende nicht mal zu sehen ist. Aber alle, die sie hinauf kommen, sehen doch reichlich geschafft aus. Scheint anstrengend zu sein. Hinunter geht das ganze locker-flockig und wir wundern uns nur, wie lange es dauert, bis wir endlich unten angekommen sind. Im Infofaltblatt steht etwas von 468 oder 494 Stufen. Ja, was denn nun? Ich hätte jetzt gerne meine Mutter dabei, die das ungewöhnliche Hobby hatte, immer alle Treppenstufen zu zählen, wenn es um lange Treppen ging. Ich bin mir aber sicher, dass es die größere Zahl sein muss...
Wow-Klippen von unten
Als wir schließlich unten angekommen sind, gibt es einen eher schmalen Streifen mit Sand- bzw. meistens Kieselstrand. Und der Blick hinauf ist von hier unten wirklich ehrfurchtgebietend. Mann, ist das hoch!
Aber auch die Kiesel unter uns sind durchaus spannend. Zum einen, weil man auf dem kugelig-rutschigem Untergrund gerne mal umknickt, zum anderen weil es angeblich viele Fossilien geben soll. Und tatsächlich sieht man an vielen schwarzen Steinen merkwürdige Einschlüsse, die vielleicht Fossilien sein könnten. Aber Annette hat mit ihrem gefundenen Dino-Wirbelsäulenknochen den Vogel abgeschossen!
Die weißen Kreidefelsen sind übrigens wirklich kreidig. Man kann mit den Fingern an ihnen entlang fahren und hat dann eingekreidete Fingerspitzen. Trotzdem ist das ganze eher hart als weich. Und as ist auch besser so, denn zu Beginn wartet man förmlich darauf, dass das ganze auf einen runterrutscht. Denn an mehr als einer Stelle sieht man, wie zuvor abgebrochene Baumstämme unter einer Kreidesteinschicht verschwunden sind. Gut, dass die Erdrutschsaison eher im Winter und Frühjahr ist!
Kommt die Flut?
Der Weg unterhalb der Klippen ist übrigens erstaunlich schmal. Teilweise bleibt vielleicht noch ein halber Meter zwischen hereinrollenden Meereswellen und den steil aufragenden Klippen. Beängstigend schön!
Wir gehen unverzagt weiter und wundern uns, dass uns schon so lange niemand mehr entgegen gekommen ist. Des Rätsels Lösung: Weil da keiner mehr ist! Denn etwa unterhalb des Besucherzentrums kommen wir an eine Stelle, an der es nur noch durchs Wasser weiter geht. Dummerweise kann man aber nicht absehen, wie lange und wie weit. Und ob man dort wirklich gut gehen kann. Oder kommt vielleicht gerade die Flut?
Wir beschließen, keine unsinnigen Abenteuer zu unternehmen und kehren leicht frustriert um. Wir hätten gerne den Weg bis zum nördlichen Ende des Rundweges gemacht. Gleichzeitig sind wir aber auch verunsichert. Wenn wirklich die Flut käme, könnte es an den schmalen Stellen auch bald zu eng werden, um trockenen Fußes anzukommen. Also lieber mal Gas geben!
Mann, ist das steil!
Natürlich kommt keine Flut und wir erreichen den unteren Treppenabsatz ohne Probleme. Außer, dass unsere Schuhe mittlerweile ganz schön eingekreideschlämmt sind.
Aber jetzt geht‘s ans Eingemachte: Denn die 494 Stufen fühlen sich schon bald an wie 944! Gut, dass die Treppenbauer zwischendurch immer kleine Bänke eingerichtet haben, wo man kurz verschnaufen kann. Als wir endlich oben ankommen ist der Puls auf jeden Fall im Kardiotrainingsbereich!
Lieblingscampingplatz
Auf dem Rückweg fährt Annette schon deutlich beherzter durch die kurvige Lehmpiste und entdeckt spät ihre Bestimmung: “Ich mache jetzt ein Off-road-Training! Das macht ja richtig Spaß!”
Wir haben schon früh beschlossen, dass wir auf dem gut bewerteten Campingplatz von Møns Klint übernachten wollen.Das gönnen wir uns mal. Und wir sind angenehm überrascht. Ein Platz ganz nach unserem Geschmack. Freundliche Mitarbeiter, deren wichtigste Anweisung lautet: “Keinen Stress!” Sucht euch einfach einen Platz, dann meldet euch irgendwann bis 24 Uhr an, damit ihr Duschkarten bekommt und vor allem “Kein Stress!”
Und als wir durch das Gelände fahren sind wir von der schönen, zwanglosen und doch ordentlichen Anlage angenehm überrascht. Irgendwie schient jeder sein Fleckchen zu finden und trotzdem wirkt es nirgendwo gedrängt oder voll - obwohl richtig Betrieb ist. Und das Ungewöhnlichste: Wir finden auf Anhieb einen Platz auf den wir uns einigen können und der dann noch fast schon irrsinnig perfekt ist. Dadurch, dass der Campingplatz durch seine terrassenartige Anlage in kleiner Arerale unterteilt ist, wirkt es fast schon heimelig intim.
Und auch sonst ist das alles großartig: Es gibt tolle Spielbereiche für die Kinder und sogar einen Extrabereich für Familien mit Kindern, wodurch sich ganz einfach ein ruhigerer Bereich für die Oldies ergibt. Hat dieser PLatz also einen Haken? Leider ja. Mit 393 Kronen (also ca. 50€) ist das für uns zwei ein ausgesprochen teures Vergnügen. Aber wir kneifen da jetzt mal die Arschbacken zusammen und machen das einfach...

Das ganze mit Bildern gibt es in unserem Womo-Blog: --> Link

moensters am 31 Jul 2019 21:59:21

Kreidefelsen, die Zweite



Da zieht wohl gerade mal eine Schlechtwetterfront über uns hinweg. Nichts ist es mehr mit dem Dänensommer. In der Nacht prasselt ergiebiger Regen aufs MoMo und wir drehen uns noch zweimal um, bis das Pladdern endlich weniger wird.
Regenwetter
Wir wägen ab: Wollen wir bei Drinnenhockwetter wirklich nochmal 50€ auf den Tisch legen? Egal wie schön der Platz sonst ist, die Antwort lautet Nein. Wir nutzen aber das Angebot, was mir die freundliche Rezeptionistin gestern gemacht hat. Nämlich, dass wir zwar bis 12 Uhr ausgecheckt sein müssen, aber danach problemlos noch ein Weilchen stehen dürfen. So wird’s gemacht.
Wir holen erst mal Bloggen und Tagebuchschreiben nach und freuen uns darüber, dass es im Laufe des Tages dann doch noch mal freundlicher wird. Sogar ein bisschen Sonne traut sich durch die Wolkendecke.
Ab an die Klippen
Es wird sogar so schön, dass wir gegen drei Uhr beschließen, doch noch mal eine Spazierwanderung zu den Klippen zu machen. Denn es gibt hier sage und schreibe 5 Stellen, an denen man per Treppe zum Fuße der Klippen gelangt. Wir entscheiden uns für die Nördlichste, den Jydeleje Fald.
Wir stiefeln querfeldein durch den Campingplatz Richtung Straße und kommen an einem mit Disteln und Sonnenblumen umrandeten Feldrain entlang. Sieht schön aus!
Der Weg hinüber in die Dünen ist dann gar nicht mal so weit und wir überlegen am oberen Treppenabsatz wirklich nur ganz kurz, ob wir noch mal so viele Stufen runtergehen möchten.
Kurzes Vergnügen
Aber jetzt sind wir ja Profis. Die Treppen nehmen wir im Nu und auch am Fuße der Klippen sind wir erfahrene Wanderer. Dumm nur, dass diesmal das Ende des Weges Richtung Süden bereits nach wenigen hundert Metern gekommen ist.
Es gibt hier zwar einen “Trampel”pfad in die Kreidefelsen, um ein bisschen oberhalb des Wassersnoch weiter zu kommen, aber auch ihr wird es bald zu unsicher, als dass ich mein Glück überstrapazieren möchte. Denn Erdrutsche sind hier anscheinend an der Tagesordnung und da es reichlich geregnet hat, vielleicht gar nicht mal so unwahrscheinlich.
Wir kehren also um und es kommt mir so vor, als würden wir die Treppen schon viel leichtfüßiger hinaufgehen. Noch ein paarmal und wir können uns zum Treppenläufer-Marathon (ja, den gibt es wirklich!) anmelden...
Einmal durch Møn
Nachdem wir am Campingplatz das MoMo auf Vordermann gebracht haben brechen wir Richtung Westen auf. Die restlichen Treppen müssen bis zum nächsten Mal warten.
Direkt an der Brücke von Møn nach Sjælland soll es ebenfalls einen hübschen Campingplatz geben. Den steuern wir an. Er erweist sich als Platz mit großzügigen Parzellen, wirkt aber ansonsten ein bisschen tot. Vor allem im Vergleich mit dem fröhlich-lebhaften Platz von Møns Klint. Dafür kostet er aber auch nur die Hälfte, was unser Portemonnaie mit Wohlwollen hört.
Toter Campingplatz
Tot könnte man fast sogar wörtlich nehmen. Wir stehen zunächst am Ende des Platzes neben einem schon leicht verfallendem Wohnwagen. Und wir würden uns nicht wundern, wenn am Abend die Kripo anrückte und einen schon fast verwesten Leichnam herausholte. Vielleicht schwirren deshalb so viele kleine Fliegen hier rum?
Wir finden mal lieber eine andere Parzelle, windgeschützt hinter einer Ecke. Dort richten wir uns dann häuslich ein und könnten sogar einen lauschigen Abend vor dem MoMo verbringen, wenn da nicht die doch etwas arg abgekühlte Temperatur von 17° wäre. Ein paar Grad mehr wären dann doch schön.

Das ganze mit Bildern gibt es in unserem Womo-Blog: --> Link

TiborF am 01 Aug 2019 11:59:53

Du hast ein wahnsinniges Schreibtalent und ich liebe deinen Schreibstil. Boah, alles so bildhaft erzählt und beschrieben, dass man sich eure Urlaubsfahrt so gut vorstellen kann auch ohne Bilder anzuschauen.
Großes Kompliment und weiter so.

Die Bilder schaue ich mir nachher auf dem Blog separat an.

moensters am 01 Aug 2019 12:30:05

Oh, vielen Dank, Tibor. :)

Heute wird allerdings nur gechillt. Wird also ein sehr übersichtlicher Eintrag. :)

Liebe Grüße, Michael

moensters am 01 Aug 2019 23:18:28

Kleiner Schreck in der Abendstunde



Unser toter Campingplatz gefällt uns dann doch besser als zunächst gedacht. Denn es ist ruhig, der Platz ist großzügig. Aber vor allem: Die Duschen sind der Oberhammer! Da hat mal wirklich jemand an alles gedacht, was beim Campingplatzduschen sonst so nervt:
- Es gibt ein Regal für die Schuhe.
- Die Anziehsachen können so abgelegt werden, dass sie garantiert nach dem Duschvorgang nicht durchnässt sind.
- Die Duschkabine ist mehr als großzügig groß.
- Es gibt sogar eine Kopfbrause, auch Regendusche genannt.
- Es ist ein Abzieher für den Boden da, mit dem man die Dusche auch wieder anständig hinterlassen kann.
Dass das Wasser dann noch schön warm und mit gutem Druck aus der Leitung kommt, ist dann schon fast selbstverständlich. Ein wirkliches Duschvergnügen ist das!
Faulenzerplan
Ein Vergnügen ist das Wetter gerade leider nicht. Grau und fisselig. Normalerweise hat man dann zwei Möglichkeiten: Fahrtag oder Ruhetag. Und auch wenn es uns weiterzieht, haben wir auch im Hinterkopf, dass wir uns auf dieser Sommerreise gerne auch mal nur dem Nichtstun hingeben wollen. Und wo wäre das angenehmer als auf einem Campingplatz mit guter Ausstattung und zivile Preisen? Wir bleiben! Und daher passiert außer Abhängen, lesen und essen auch nicht viel mehr. Herrlich!
Grillvergnügen
Wir versorgen uns auf dem Campingplatz noch mit den Grillwürstchen, die vom angrenzenden Biobauernhof stammen. Und kriegen für die tiefgekühlte Ware noch einen tollen Tipp, damit wir sie abends essen können: Die Packung einfach 20 Minuten in kaltes(!) Wasser legen und voilà: aufgetaut. Klappt tatsächlich!
Wir setzen uns dann eingemummelt bei nur noch 13° (Petrus will uns echt vereimern…) nach draußen und grillen uns die Würstchen, die hervorragend schmecken. Da können wir uns gleich morgen mit bevorraten.
Hund weg
Als wir abends zur Landzunge ,von der man die Brücke nach Møn betrachten kann, aufbrechen wollen, kommt der große Schreck: Mia ist weg! Irgendwie muss sie sich beim Aufbauen der Möbel fürs Grillen aus dem MoMo verabschiedet haben und ist auf Erkundungsgang gezogen. Und wir haben nichts bemerkt. Sie muss also seit vielleicht 2 Stunden weg sein. Ach. Du. Scheisse!
Wir machen uns auf die Suche. Aber wie findet man einen blinden Hund, der gerne auch mal schwerhörig ist und auch leicht dement ist? Annette und ich trennen uns und suchen den Campingplatz in allen Ecken ab, sprechen Leute an, ob sie Mia gesehen haben, leuchten unter die Dauercampwohnwagen. Kein Hund in Sicht.
Die Panik steigt, denn wir haben vielleicht noch eine knappe Stunde, bis es dunkel wird. Ist sie zur Straße gelaufen, wo die Autos mit 80 Sachen vorbeibrausen? Ist sie von einem Steg ins Wasser geplumpst? Hat sie sich ins tiefe Gras gelegt und pennt?
Die Erleichterung ist dann unendlich groß, als mich eine ältere Dänin anspricht, ob ich vielleicht einen Hund suche…? Und tatsächlich, auf dem Grundstück neben ihrem Wohnwagen liegt Mia auf dem Rasen und es sieht aus, als würde sie sich genießerisch den Sonnenuntergang angucken… Aber auch bei ihr ist die Freude groß, als sie meine Stimme hört und wieder weiß, wo sie hingehört. Suppenhuhn!
Sonnenuntergang
Der Regen hat im Laufe des Tages Gottseidank nachgelassen und als die Sonne jetzt untergeht, kann ich doch noch ein paar Langzeitbelichtungen von der coolen Møner Brücke schießen. Eine gute Gelegenheit, um den Puls erst mal runterzubringen…

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rabi am 01 Aug 2019 23:46:14

sehr schöner Reisebericht wieder, kann dir leider keine positive Bewertung geben, deswegen hier.

TiborF am 02 Aug 2019 08:21:17

Hab gerade die Luft angehalten, als ich las dass Mia weg sei ........... das wäre für uns auch Horror pur .... ein Hund, der gesund ist, findet zurück, aber in Fall von Mia wäre ich auch sehr skeptisch, dass sie alleine zurück gefunden hätte.
Freue mich, dass ihr diesbezüglich Glück hattet.

moensters am 02 Aug 2019 10:35:21

Danke, der Schreck war wirklich riesig! Normalerweise liegt Mia auf ihrem Stammplatz und pennt so lange, bis man sie wieder weckt. Wir konnten es zunächst gar nicht glauben, dass sie wirklich weg war...

Jetzt wird dafür um so mehr gekuschelt. :)

moensters am 03 Aug 2019 21:32:41

Eis mit Aussicht



Das schlimmste Regenwetter scheint durch zu sein. Zumindest können wir heute morgen draußen frühstücken. Und das ist dann ja schon mal ein guter Start in den Tag.
Wir lassen uns wie immer reichlich Zeit bis zum Aufbruch. Schließlich will die gute Dusche ja auch noch mal genutzt werden! Es wird also Mittag...
Und wir stellen fest, dass nicht wir es sind, die so vor uns hin stinken, sondern dass hier vom Wasser her bei nahezuer Windstille gerne mal ein brackiges Düftchen rüberseht. Hmmm!
##Zwischenstopp Fakse Bugt
Nachdem wir in Præstø unsere Vorräte ergänzt haben finden wir kurz darauf einen Parkplatz an der Fakse Bugt. Dort können wir dann nämlich mit besagten Einkäufen ein kleines Mittagsessen mit Blick auf den Schilfgürtel zu uns nehmen.
Erst nachher sehen wir, dass es hinter dem Schilf sogar eine Bucht mit Picknicktischen gegeben hätte. Ärgerlich!
##Kreuz und quer
Wir haben uns vorgenommen, auf dem Weg zu unserem Etappenziel am Tystrup Sø mal wieder der Margeritenroute zu folgen. Man kann wirklich den Eindruck haben, dass alles, was nicht bei Drei auf den Bäumen war zu einer solchen Margeritenroute gemacht wurde!
Die Nebenstrecken sind auf jeden Fall immer gut zu fahren und bieten schöne, ländliche Aussichten. Lediglich das Navigieren mit unserem Dänemark-Atlas klappt so mittelgut. Kennt ihr das Problem, dass der aktuelle Kartenausschnitt sich geradezu magisch immer am Rande einer Seite befindet und man sich dann beim Blättern völlig verheddert? Oder dass man smartphone-geschädigt auf dem Papier komische Fingerbewegungen macht und sich wundert, dass da nichts vergrößert wird?
Wir nehmen daher ein paar Umwege über noch margerittigere Sträßchen, die aber zumindest stets asphaltiert sind. Aber aufgrund einer Höhenbegrenzung und einer Baustelle fahren wir doch einen ganz schönen Umweg.
##Kleines Paradies
Wir steuern einen kleinen Bauernhof am Tystrup Sø, einem langgezogenen See im Naturpark, an. Und der Wegweiser in Richtung Hørhaven verheißt mit der Aufschrift „Is“ viel gutes. Denn hier soll es neben einem kostenfreien Stellplatz auch leckeres Eis geben.
Wir steuern auf das Bauernhaus zu und sehen zwar einen Hinweis, dass hier tatsächlich ein Stellplatz sein soll, können aber nicht erkennen, wo. Also fahren wir erste mal die eher enge Einfahrt zum Hof hinunter. Annette findet das als Fahrerin nicht ganz so spaßig, ich denke mir aber schulterzuckend an Norwegen denkend nichts weiter dabei. Denn der Parkplatz vorm Haus ist dann wieder etwas geräumiger und bietet auch eine Wendemöglichkeit.
Vor allem aber gibt es hier einen sagenhaft netten Gastgeber. Denn der bietet nicht nur einen extra für Wohnmobile abgezäunten (und wie gesagt kostenlosen) Bereich, sondern auch noch leckeres Eis, das er uns auch gerne vor der Bestellung probieren lässt.
Und da er auch die skurrile dänische 2-für-1-Regel (s. Nysted) bei den Eiskugeln anwendet, kriegen wir dann für die Bestellung „tre Kugler“ 6 Kugeln in die Waffeln portioniert. Und als wäre das noch nicht genug, bietet er uns spontan auf unsere Nachfrage, ob es denn eine Aussicht auf den See gäbe, an, dass wir uns doch bitte in seinen Garten hinterm Haus setzen mögen, da hätte man die beste Aussicht. Wahnsinnig gastfreundlich!
##Kuhberg
Nachdem wir das Eis genossen haben, parken wir das MoMo am richtigen Stellplatz, den wir auch jetzt noch erst im zweiten Anlauf finden. Die Beschilderung ist noch etwas ausbaufähig - aber wer will sich bei so einem tollen Angebot ernsthaft beschweren?
Wir können uns toll hinstellen und auch von hier ein bisschen See sehen. Aber richtig gut soll die Sicht vom Hügel hinter uns sein. Gegen Abend machen wir uns also auf den Weg. Und stellen fest, dass es mal wieder über eine Kuhweide geht. Mit 20 neugierigen Kühen. Seit unserem „Bull in the field“-Erlebnis auf Berneray sind wir da etwas zurückhaltender... Diesmal reicht aber ein böser Blick, um die Kuhherde in Schach zu halten und wir stapfen an den Jungkühen vorbei in Richtung Hügelkuppe.
Von dort hat man wirklich eine schöne Aussicht und kriegt einen Eindruck davon, dass der See noch größer ist, als das, was wir vom MoMo aus sehen können. Und vor allem ist es hier Auenland-friedlich. Und als hätten wir sie bestellt, kommt auch die Sonne jetzt noch mal wieder mehr zum Vorschein.
Und als dann später die Sonne schon längst untergegangen ist, leuchtet der Himmel noch lange in tollen orangerosa-Tönen nach. Einfach schön.

Das ganze mit Bildern gibt es in unserem Womo-Blog: --> Link

bonjourelfie am 03 Aug 2019 21:58:00

Also so ein Eis könnte mir jetzt auch schmecken. Muss mal meinen Mann überreden....
Hach, ich könnt schon wieder in den Norden fahren, wenn ich eure Bilder sehe. Mehr davon...

LGElfie

moensters am 03 Aug 2019 21:58:51

Kommt gleich... :)

moensters am 03 Aug 2019 23:15:04

Südfünenglück



Wir staunen nicht schlecht, als wir nach dem Aufwachen sehen, dass neben uns ein PKW mit Dachzelt steht. Wo ist der denn auf einmal hergekommen? Und wir staunen gleich noch mal so viel, als wir sehen, dass da eine komplette Familie drin geschlafen hat. Vater, Mutter und 2 Töchter. Und die Mädels sind so ca. 8 und 12 Jahre alt. Das muss doch wahnsinnig eng sein! Und als sie uns dann noch erzählen, dass sie nach Norwegen wollen, wissen wir wirklich nicht mehr, ob das Irrsinn oder bewundernswert ist.
Wir stärken uns vor der Abreise noch mal mit einem Eis bei unserem netten Gastgeber. Aus dem wird aber in diesem Leben kein Geschäftsmann mehr. Denn nach meiner Bestellung von 2 Kugeln (aus nach dänischer Arithmetik 4…) füllt er die Hörnchen noch mit 2 Extrakugeln auf, da er uns noch was Gutes tun möchte. Ein echt liebenswerter Gutmensch. Da könnte sich so mancher Schlechtmensch aus der AfD mal ein Beispiel nehmen, wie man mit Fremden umgeht…
Teure Brücke
Auch wenn uns die beschauliche Landschaft hier gut gefällt: Wir wollen heute weiter in Richtung Westen. Den westlich von uns liegt die große Insel Fünen. Die soll toll sein. Und da wir langsam aber sicher in Richtung Reisende unterwegs sind, möchten wir uns zumindest die Option offen halten, dort noch ein paar Dinge zu entdecken. Los geht’s!
Weil unser schöner Stellplatz keine Entsorgungsmöglichkeit hatte, wollen wir das noch mal erledigen. Und es gibt in unmittelbarer Nähe zur Mautstation der Storebælt-Brücke eine Entsorgungsstation, von der wir uns erhoffen, dass man gleichzeitig noch einen schönen Blick auf die Brücke erhaschen kann.
Wir müssen dann nach dem Entsorgen noch ein paar hundert Meter weiter fahren, um wirklich etwas von der Brücke sehen zu können, sind dann aber leicht verwundert. Denn hier, fast am Ende der Straße, gibt es einen Campingplatz mit angeschlossenem Sandstrand. Und wirklich tollem Blick auf die Brücke. Aber eben auch mit den Geräuschen, die eine so viel befahrene Strecke dann mit sich bringt. Fühlt sich so ein bisschen an wie Sandstrand-Camping an der Autobahn. Komisch!
Da wir mit unserem hohen MoMo an den französischen Mautstationen schon mal gerne falsch eingestuft werden und dann einen teuren LKW-Tarif bezahlen sollen, fahren wir lieber an die menschenbesetzten Schalter. Dort fragt mich die freundliche Frau auch als erstes nach dem Gewicht und nennt mir dann den Preis. „Puh, teuer!“ denke ich mir. Und merke leider erst, als ich die Preise später noch mal im Internet checke, dass ich unsere kurze Länge von weniger als 6m hätte erwähnen müssen. Für 125 Kronen hätte man sich schöne Dinge kaufen können…
Die Überfahrt über die Brücke ist bei dem sonnigen Wetter, was wir heute haben, allerdings auch ein tolles Erlebnis. Segelboote rechts und links auf dem blau strahlendem Meer. Und selbst die Windräder sehen hier irgendwie futuristisch richtig am Platz aus.
Glücksplatz
Wir haben uns dazu entschieden, einen Stellplatz auf der Insel Tåsinge anzusteuern, der sich sehr vielversprechend anhört. Bis dahin fahren wir erst mal durch das uns groß vorkommenden Städtchen Nyborg und die mittlerweile schon wohlbekannte dänische, von vielen Getreidefeldern geprägte Landschaft.
Svendborg, die größere Stadt am gleichnamigen Sund, streifen wir nur und fahren über die Brücke hinüber nach Tåsinge. Irgendwie hat man sofort Inselfeeling, wenn man hier ankommt. Unser Stellplatz im Dörfchen Gammel Nyby ist dann eine reine Offenbarung: Großzügig angelegt, mit Strom, Wasser, Dusche und sogar Entsorgungsmöglichkeiten auf einem ehemaligen Bauernhof. Alles erst im letzten Jahr angelegt und mit dem Charme des Neuen, aber teilweise noch unfertigem. Und gefällt’s!
Wir haben sehr schnell das Gefühl, angekommen zu sein und verbringen gerne den Nachmittag an unserem Platz mit Blick hinüber auf die wohl ebenfalls tolle Insel Langeland. Und in uns reift der Beschluss: Hier könnte man auch mehr als eine Nacht verbringen. Wir fühlen uns einfach wohl!
Abendstimmung
Nachdem wir den Tag herrlich verbummelt haben, wollen wir abends dann doch mal zumindest unsere näherer Umgebung erkunden. Denn es gibt hier eine als Restaurant genutzte Windmühle und anscheinend sogar so etwas wie einen Ort.
Wir stiefeln also los und genießen die laue Abendstimmung. Obwohl es gerade mal kurz nach 8 Uhr ist, scheint die Messe in der Windmühle schon gelesen. E sieht schwer so aus, als würden sich gerade die letzten Gäste verabschieden. Der Däne an sich scheint also auch eher ein früher Abendesser zu sein.
Der Ort ist dann allerdings auch sehr übersichtlich. Außer Heimatmuseum und Kro gibt es nicht viel zu entdecken. Das spannendste ist da die Weide, die offensichtlich von ganz besonderen Schafen bewohnt wird. Google übersetzt uns, dass es eine Rasse mit Nordic Card mit Heckfähre sei. Gut zu wissen!
Aber ansonsten: Schön hier!

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moensters am 03 Aug 2019 23:15:26

Südfünenglück



Wir staunen nicht schlecht, als wir nach dem Aufwachen sehen, dass neben uns ein PKW mit Dachzelt steht. Wo ist der denn auf einmal hergekommen? Und wir staunen gleich noch mal so viel, als wir sehen, dass da eine komplette Familie drin geschlafen hat. Vater, Mutter und 2 Töchter. Und die Mädels sind so ca. 8 und 12 Jahre alt. Das muss doch wahnsinnig eng sein! Und als sie uns dann noch erzählen, dass sie nach Norwegen wollen, wissen wir wirklich nicht mehr, ob das Irrsinn oder bewundernswert ist.
Wir stärken uns vor der Abreise noch mal mit einem Eis bei unserem netten Gastgeber. Aus dem wird aber in diesem Leben kein Geschäftsmann mehr. Denn nach meiner Bestellung von 2 Kugeln (aus nach dänischer Arithmetik 4…) füllt er die Hörnchen noch mit 2 Extrakugeln auf, da er uns noch was Gutes tun möchte. Ein echt liebenswerter Gutmensch. Da könnte sich so mancher Schlechtmensch aus der AfD mal ein Beispiel nehmen, wie man mit Fremden umgeht…
Teure Brücke
Auch wenn uns die beschauliche Landschaft hier gut gefällt: Wir wollen heute weiter in Richtung Westen. Den westlich von uns liegt die große Insel Fünen. Die soll toll sein. Und da wir langsam aber sicher in Richtung Reisende unterwegs sind, möchten wir uns zumindest die Option offen halten, dort noch ein paar Dinge zu entdecken. Los geht’s!
Weil unser schöner Stellplatz keine Entsorgungsmöglichkeit hatte, wollen wir das noch mal erledigen. Und es gibt in unmittelbarer Nähe zur Mautstation der Storebælt-Brücke eine Entsorgungsstation, von der wir uns erhoffen, dass man gleichzeitig noch einen schönen Blick auf die Brücke erhaschen kann.
Wir müssen dann nach dem Entsorgen noch ein paar hundert Meter weiter fahren, um wirklich etwas von der Brücke sehen zu können, sind dann aber leicht verwundert. Denn hier, fast am Ende der Straße, gibt es einen Campingplatz mit angeschlossenem Sandstrand. Und wirklich tollem Blick auf die Brücke. Aber eben auch mit den Geräuschen, die eine so viel befahrene Strecke dann mit sich bringt. Fühlt sich so ein bisschen an wie Sandstrand-Camping an der Autobahn. Komisch!
Da wir mit unserem hohen MoMo an den französischen Mautstationen schon mal gerne falsch eingestuft werden und dann einen teuren LKW-Tarif bezahlen sollen, fahren wir lieber an die menschenbesetzten Schalter. Dort fragt mich die freundliche Frau auch als erstes nach dem Gewicht und nennt mir dann den Preis. „Puh, teuer!“ denke ich mir. Und merke leider erst, als ich die Preise später noch mal im Internet checke, dass ich unsere kurze Länge von weniger als 6m hätte erwähnen müssen. Für 125 Kronen hätte man sich schöne Dinge kaufen können…
Die Überfahrt über die Brücke ist bei dem sonnigen Wetter, was wir heute haben, allerdings auch ein tolles Erlebnis. Segelboote rechts und links auf dem blau strahlendem Meer. Und selbst die Windräder sehen hier irgendwie futuristisch richtig am Platz aus.
Glücksplatz
Wir haben uns dazu entschieden, einen Stellplatz auf der Insel Tåsinge anzusteuern, der sich sehr vielversprechend anhört. Bis dahin fahren wir erst mal durch das uns groß vorkommenden Städtchen Nyborg und die mittlerweile schon wohlbekannte dänische, von vielen Getreidefeldern geprägte Landschaft.
Svendborg, die größere Stadt am gleichnamigen Sund, streifen wir nur und fahren über die Brücke hinüber nach Tåsinge. Irgendwie hat man sofort Inselfeeling, wenn man hier ankommt. Unser Stellplatz im Dörfchen Gammel Nyby ist dann eine reine Offenbarung: Großzügig angelegt, mit Strom, Wasser, Dusche und sogar Entsorgungsmöglichkeiten auf einem ehemaligen Bauernhof. Alles erst im letzten Jahr angelegt und mit dem Charme des Neuen, aber teilweise noch unfertigem. Und gefällt’s!
Wir haben sehr schnell das Gefühl, angekommen zu sein und verbringen gerne den Nachmittag an unserem Platz mit Blick hinüber auf die wohl ebenfalls tolle Insel Langeland. Und in uns reift der Beschluss: Hier könnte man auch mehr als eine Nacht verbringen. Wir fühlen uns einfach wohl!
Abendstimmung
Nachdem wir den Tag herrlich verbummelt haben, wollen wir abends dann doch mal zumindest unsere näherer Umgebung erkunden. Denn es gibt hier eine als Restaurant genutzte Windmühle und anscheinend sogar so etwas wie einen Ort.
Wir stiefeln also los und genießen die laue Abendstimmung. Obwohl es gerade mal kurz nach 8 Uhr ist, scheint die Messe in der Windmühle schon gelesen. E sieht schwer so aus, als würden sich gerade die letzten Gäste verabschieden. Der Däne an sich scheint also auch eher ein früher Abendesser zu sein.
Der Ort ist dann allerdings auch sehr übersichtlich. Außer Heimatmuseum und Kro gibt es nicht viel zu entdecken. Das spannendste ist da die Weide, die offensichtlich von ganz besonderen Schafen bewohnt wird. Google übersetzt uns, dass es eine Rasse mit Nordic Card mit Heckfähre sei. Gut zu wissen!
Aber ansonsten: Schön hier!

Das ganze mit Bildern gibt es in unserem Womo-Blog: --> Link

moensters am 04 Aug 2019 22:05:44

Gegenwind



Und wieder überrascht uns das Wetter. Nach dem vollsonnigen Tag gestern ist es jetzt düster bewölkt und die Sonne kommt nur noch ein bisschen durch. Vom Licht her herrscht morgens schon Gewitterstimmung!
Ich fahre mit dem Rad ins nahegelegene Vindeby. Dort gibt es den nahegelegensten Bäcker. Und ich kriege schon mal einen Vorgeschmack auf das, was mich den Tag über begleiten wird. Denn die Insel ist nicht wirklich platt. Es geht ständig bergauf und bergab. Kein entspanntes Einfach-vor-sich-hin-radeln wie in Holland.
Von Insel zu Insel zu Insel
Nach dem Frühstück brechen wir gemütlich auf. Wir wollen mit den Rädern nach Langeland hinüberfahren. Langeland trägt seinen Namen übrigens absolut zu recht. Denn die Insel erstreckt sich von Nord nach Süd über 52km, ist aber an der breitesten Stelle gerade mal 11km breit.
Zunächst mal müssen wir aber Tåsinge durchqueren. Dazu gehört auch das Erklimmen des Kirchbergs in Bregninge - blöd, dass die höchste Stelle der Insel ausgerechnet in der Nähe unseres Stellplatz liegt. Der Vorteil ist, dass es danach eigentlich nur noch bergab geht. Insgeheim frage ich mich aber, was das wohl für die Rückfahrt bedeutet…
Man erreicht Langeland dann über die Insel Siø. Dorthin führt eine deichähnliche Straße. Nachdem man Siø relativ schnell durchfahren hat gibt es noch eine letzte Hürde: Vor uns ragt die Brücke nach Langeland empor.
Die Steigung so kurz vor dem Ziel erinnert mich irgendwie an die böse Steigung bei unserer Tour nach Radsted, die einem kurz vor Schluss noch mal den Puls in den roten Bereich getrieben hat. Ganz so schlimm wird es nicht, aber als wir die Kuppe erreicht haben, bin ich schon froh, dass es jetzt wirklich nur noch bergab nach Rudkøbing, den Hauptort der Insel, geht.
Verschlafener Hauptort
Rudkøbing überrascht uns dann mal wieder. Bei dem ganzen Verkehr, der beim Radfahren an uns vorbei geströmt ist, dachte ich, dass mich ein tobender Touristenort erwartet. Es stellt sich aber heraus, dass die meisten Fahrzeuge dann wohl weiter fahren, wenn sie auf der Insel angekommen sind. Wahrscheinlich nur Durchgangsverkehr zur Fähre nach Lolland?
Wir sind auf jeden Fall mehr als bereit für eine Pause und radeln gemütlich in den Ort hinein. Es bietet sich das schon gewohnte Bild von hübschen bunten Häuschen bei fast vollkommener Menschenleere. Alleine auf der Østergade, der Einkaufsmeile der Stadt, flanieren eine Handvoll Menschen.
Italienische Überraschung
Wir finden es überraschend schwer, hier eine Einkehrmöglichkeit zu finden. Nichts, was auf den ersten Blick total einladend aussieht. Bis Annettes Adleraugen ein eher unscheinbares Lädchen entdecken. Kein Namensschild dran, drei winzige Tischchen vor der Tür und eine Tafel, die Antipasti verspricht. Hm. Eine schnelle Google-Suche ergibt, dass der Laden Il Chiosco heißt und nicht so ganz schlecht sein kann. Wir nehmen Platz.
Und haben einen wirklichen Glücksgriff getan. Denn nicht nur schmecken die Antipasti- und Vitello Tonnato-Platte und der von mir ausgesuchte Barbera-Rotwein ganz vorzüglich, das ganze ist für dänische Verhältnisse geradezu ein Discount-Angebot. Für 130 Kronen (17 Euro) würde man das auch in Deutschland kaum irgendwo kriegen. Wir sind so begeistert, dass wir uns noch ein Fläschchen Barbera und die leckere Olivenpaste in die Packtaschen packen.
Hafenidylle
Durch schnuckelige kleine Gassen fahren wir weiter hinunter zum Hafen. Auch dort: tote Hose. Wir finden eine Picknickbank direkt am Wasser, von der der wir einen famosen Ausblick auf das Wasser und die Brücke haben. Und Annette erklärt mir ein paar Dinge über Segelboote, die ich noch nicht wusste. Ich könnte jetzt sogar ein Gaffelsegel erkennen, wenn ich eins sehe!
Da das Wetter immer noch nicht weiß, wo es hinwill und sich unsere Beine und Hintern am Ende der Hinfahrt schon gemeldet haben, verzichten wir schweren Herzens auf eine weitere Erkundung der Insel, sind uns aber sicher, dass wir noch einmal zurückkehren werden.
Durch den Gegenwind
Und die Entscheidung war wohl die richtige. Denn nachdem wir die Steigung an der Brücke noch frisch ausgeruht mit Links gefahren sind, kommt dann aber der Kuppe die Überraschung: Es herrscht ganz ordentlicher Gegenwind. So sehr, dass wir bergab(!) trampeln müssen, um nicht einfach stehenzubleiben. So hatte ich mir das nicht vorgestellt!
Die Hunde im Fahrradhänger fühlen sich auf einmal wie 100kg Ballast an. Annette entlastet mich ein bisschen, indem sie vor mir für Windschatten sorgt.
Loppe-Überraschung
Aber als wir am „letzten Campingplatz vor Langeland“ ankommen und damit die Hälfte der Strecke geschafft ist, bin ich schon reichlich platt. Ein Eis sorgt für bessere Laune. Und Annette entdeckt in der Trödel-Ecke, die hier „Loppe“ heißt, nicht nur eine blaue Kaffekanne, in die sie sich verliebt, sondern auch noch eine Katzenmutter, die es sich mit ihren zwei Kätzchen im Anika-Schrott gemütlich gemacht hat.
Valdemars Slot
Damit wir ins den drohenden Anstieg nach Grebninge ersparen, hat Annette eine großartige Idee. Wir fahren eine kleine Bogen und gucken uns noch Valdemars Slot an, ein Schloss, das König Christian IV. zwischen 1639 und 1644 für seinen Sohn Waldemar Christian (1622–1656) erbauen ließ.
Auch am Schloss ist nicht wirklich viel los, aber es ist ein wirklich schön angelegtes Arrangement von Häusern direkt am Meer. Wir verzichten auf die Besichtigung, gönnen uns aber einen Kaffee zur Stärkung für die letzten paar Kilometer.
Dänenidylle
Der Radweg führt uns einen kleinen Schlenker durch Præstoaleen und Grønnegade. Falls ihr auch mal dort in der Ecke seid: Unbedingt durchfahren. Das ganze sieht mit seinen restgedeckten Dächern und typischen Dänenfachwerkfarben rot, gelb, blau so schnuckelig aus wie ein dänisches Freilichtmuseum. Da möchte man sofort einziehen!
Feierabend
Wir kommen dann wirklich mit dem letzten Körnchen Energie wieder beim MoMo an und belohnen uns mit einem Feierabendbierchen. Und stellen erstaunt fest, dass neben uns nur noch ein Womo auf dem Stellplatz steht und ein Grüppchen von 4 französischen Radfahrern in den urigen halboffenen Schutzhütten Station macht. Das wird eine ruhige Nacht!

Das ganze mit Bildern gibt es in unserem Womo-Blog: --> Link

moensters am 06 Aug 2019 17:38:18

Ruhehafen
Wir überlegen, was wir in den letzten Tagen in Dänemark noch erleben wollen. Und stellen fest, dass wir damit zufireden sind, es ruhig angehen zu lassen. Also für dieses Mal kein Entdeckertrip auf eine der vielen kleinen Inseln. Wir finden übrigens, dass es sich bedeutend besser anhört, zu sagen „Wir waren in den südfünischen Inseln“ als „Wir waren in Dänemark“. Da klingt doch gleich ein Hauch Exotik und Gefahr mit...
Hügelig und hyggelig
Auch heute stellt sich die Route entlang der südfünischen Küste als überraschen kurvig und hügelig heraus. Und dazwischen dann Reetdachhäuser, Windmühlen, Gutshöfe und ganz viel Landschaft. Hyggelig! (Und für alle, die die letzten 10 Jahre unter einem Stein verbracht haben: Das ist das skandinavische Wort für gemütlich, anheimelnd)
Gratis-Hafen
Im Hafen von Faldsled soll es einen schönen Stellplatz für Womos geben. Da wir morgen mit der Fähre auf die Halbinsel Alsen nahe der deutschen Grenze übersetzen wollen, scheint uns das eine ideale Position für eine letzte Nacht auf Fünen zu sein.
Und der Hafen löst alle Versprechen ein, die wir mittlerweile mit einem dänischen Hafen verbinden: Nix los. Schön gelegen. Problemloses Stehen mit dem Womo. Passt also alles. Und dass hier in Dänemark Übernachten in der Regel etwas kostet, sind wir jetzt auch schon gewohnt. Um so überraschender dann der Hinweis am Ticketautomaten (hier gibt es anscheinend keinen Hafenmeister der rumgeht und Duschmünzen verteilt...): Maschine kaputt, heute alles gratis. Och, wie nett!
Das Wetter bietet uns heute alle April-Varianten an. Wir wundern uns nur, dass kein Regenbogen zu sehen ist. Aber ein herrlicher Grund für einen Gammelnachmittag im MoMo.
Wir überlegen kurz, ob wir im Kro um die Ecke zu Abend essen gehen sollen. Denn normalerweise ist dem Dänen sein Kro, was dem Briten sein Pub ist. Gut, dass ich vorher mal nachgucke: Denn der Falsled Kro ist echte Sterneküche. Und dementsprechend teuer und (wahrscheinlich) ausgebucht. Sieht aber fein aus!
Womo-Träume
Stattdessen gibt es indische Hausmannskost im MoMo. Und als wir gerade mit dem Essen fertig sind, entdeckt Annette nur wenige Meter weiter ein Womo von Eura, dass wir schnell als den Activa One identifizieren, auf den wir seit einiger Zeit scharf sind. Kurz entschlossen gehe ich zu unseren Nachbarn und will nur mal kurz fragen, wie zufrieden sie denn mit dem Fahrzeug sind. Höchst erfreut werden wir hineingebeten, um uns selber einen Eindruck zu verschaffen.
Wir sind begeistert vom Raumgefühl und der grandiosen Hecksitzgruppe. Rundum Fenster und noch dazu die Möglichkeit sich auf der Bank nach allen Regeln der Kunst zu fläzen. Schön! Und auch die vielen kleinen pfiffigen Ideen, die die beiden schon umgesetzt haben gefallen uns gut.
Es wird dann ein langer Abend, denn Theo und Pauline entpuppen sich als sehr zeigefreudige und stolze Besitzer und haben auch von ihrer 7-wöchigen Skandinavien-Tour viel zu erzählen. Und da das Wetter gegen Abend immer besser wird, verlagern wir unsere gesellige Runde an einen Picknicktisch nach draußen und können noch bis in die Dunkelheit zusammensitzen und quatschen. Herrlich!

Das ganze mit Bildern gibt es in unserem Womo-Blog: --> Link

TiborF am 06 Aug 2019 18:40:22

Ich muss es nochmal schreiben, ein wundervoller Urlaubsbericht, so anschaulich beschrieben, dass ich mir alles auch ohne Bilder vorstellen kann.
Großes Lob.

Bin schon auf die Fortsetzung - die sich ja leider wohl dem Urlaubsende nähert, gespannt.

moensters am 06 Aug 2019 22:36:50

Über den Kleinen Belt



Auf den Wetterbericht ist wirklich nichts zu geben. Der angekündigte Regen macht sich rar und wir können mal wieder die Sonne genießen.
Nach einem gemütlichen Abschiedsspaziergang brechen wir nach Faaborg auf. Wie sich herausstellt ist das ein hübsches kleines Städtchen mit vielen kleinen originellen Geschäften auf der Haupteinkaufsstraße. Da kann man sehr schön bummeln.
Ægekage
Wir haben im Internet gesehen, dass es hier eine Spezialität gibt, die zumindest optisch ungewöhnlich ist: Ægekage. Oder zu deutsch: Eierkuchen. Das ganze ist ein fettes Omelett belegt mit viel aufgetürmtem frittiertem Bacon und mit Tomatenvierteln.
Wir setzen uns in den Hinterhof des Hotels Faaborg und probieren aus. Sicherheitshalber nehmen wir nicht beide das gleiche, sondern bestellen noch eine gemischte Fischplatte, falls der Ægekage doch nicht so lecker ist...
Aber die Sorge ist unbegründet, denn es schmeckt gut. Allerdings hinterlässt der Speck dann doch einen fettigen Eindruck im Magen, den man gerne mit einem Schnaps verdauen möchte. Aber doch nicht Mittags und wenn man noch Womo fahren muss!
Bye, bye Fünen
Wir bummeln noch etwas durch die Stadt und decken uns in der Räucherei mit leckeren Sachen ein - Fisch haben wir nicht so viel gegessen, wie wir es gerne hätten.
Wir fahren dann noch ein paar Kilometer weiter und sind schon am Fähranleger der Fähre von Bøjden nach Fynshav auf der Halbinsel Als, die schon wieder so nahe bei Deutschland liegt, dass an der Südküste die Flensburger Förde und das deutsche Festland zu sehen sind.
Aber nicht für uns: Wir fahren nach Nordborg, was überraschenderweise an der Nordküste liegt.
Strandcamping
Am dortigen Campingplatz Købingsmark gibt es einen Stellplatz vor dem Gelände, der sich nicht wie ein ungeliebtes Kind anfühlt, sondern bei dem man für 100 Kronen stehen kann, wenn man auf Strom und Dusche verzichten kann. Für das Doppelte hätte man den Rasenplatz auf dem Camping mit allem Komfort. Auch ein faires Angebot, aber da wir in diesem Urlaub für unsere Verhältnisse schon oft und gut auf Campingplätzen gestanden haben reicht uns die Schmalspurlösung völlig aus.
Es gibt noch mal einen (allerdings schmalen) Sandstrand und am Ende des Tages sogar einen dieser besonders gefärbten dänischen Sonnenuntergänge. Gefällt uns für unsere letzte Nacht in Dänemark.

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moensters am 10 Aug 2019 10:14:14

Best-of-Tage



Pünktlich als wir aufbrechen wollen wird das Wetter schlechter. Nicht regengrau-schlecht, aber heftigste-Schauer-schlecht. So dass man auf der Fahrt gerne den Scheibenwischer mal in der höchsten Stufe betreibt. Und dabei fällt mir ein, dass unsere Scheibenwischer dringendst gewechselt werden müssen. Denn bei so einem Wetter wegen der entstehenden Schlieren nichts mehr zu sehen ist ja auch nicht schön…
Wir steuern daher, kaum dass wir in Flensburg angekommen sind, erst mal den nächsten A.T.U. an. Und nachdem ich mich leicht verunsichert vergewissert habe, dass die Scheibenwischer für den Ducato wirklich seit 2006 in der Montage unverändert sind (wo gibt’s das heute noch? 13 Jahre ohne Änderung…!), kann man auch wieder durch saubere Scheiben gucken. Ein ganz neues Seherlebnis!
Für die Rückfahrt haben wir uns ein paar Lieblingsziele aus den vergangenen Jahren als Zwischenziele ausgeguckt. Schön, wenn man sich schon Vorfreuen kann!
Best of Nr. 1
Wir sind auch keine 5 Minuten unterwegs, da prasselt der erste Schauer über uns hinweg. Bei strahlendem Sonnenschein. Leider ohne Regenbogen. Über die Dörfer fahren wir nach Eckernförde. Denn dort haben wir gleich zwei Adressen in beste Erinnerung: Die Fischzeit und die Bonbonkocherei, die uns letzten Herbst so begeistert haben.
Und es ist spannend, den Ort nach unserem Besuch im eher ruhigen Herbst mal im Hochsommer zu erleben. Viel mehr los! Wir haben Glück, dass wir noch einen der Womo-Parkplätze kriegen, denn einige sind ohne Not von PKWs zugeparkt. Können die nicht lesen?
In der Fischzeit schlemmen wir wieder Fischbrötchen -bzw. -frikadelle und auch Elli bekommt wieder eine Hundefrikadelle. Wir sind uns fast sicher, dass sie sich noch daran erinnern kann… Und auch die Mitarbeiter sind so freundlich und herzlich wie im letzten Jahr. Immer noch eine dicke Empfehlung!
Auf der immer noch nicht besonders schönen 80er-Jahre-Einkaufsstraße tummeln sich die Leute und in der Bonbonkocherei ist es richtig turbulent. All die Kinder, die sich ein Säckchen füllen dürfen und bei der ganzen Auswahl schlicht erschlagen sind. Da wird noch mal abgewogen, wie viel schon drin ist und was noch rein soll. Schwere Entscheidungen! Mir fällt es da relativ leicht. Die weltallerbesten weichen Lakritzbonbons mit Schokoüberzug sind gesetzt und da auch die anderen Lakritze phänomenal gut schmecken, ist meine Tüte am Ende eher schwarz als bunt. Aber mir läuft beim Zusammenstellen der Sabber schon aus dem Mund. Fast…
Wir spazieren am Meer entlang zurück zum MoMo und schließen mit deutscher Strandkorb-Romantik den Kreis zum Reisebeginn in Sierksdorf.
Best of Nr. 2
Wir sind länger geblieben als gedacht und müssen nun schleunigst weiter. Denn Zwischenziel Nummer 2 wartet auf uns. Traditionell wollen wir in Olsen, am Rande der Lüneburger Heide übernachten. In der Eiche haben wir sicherheitshalber einen Tisch reserviert.
Aber zwischen Eckernförde und der Lüneburger Heide liegt nun mal Hamburg. Und so schön wie die Stadt ja auch ist: Eine Drumrumfahrt bedeutet immer: Stau. Mal mehr, mal weniger. Heute: mehr. Ich befrage alle Navis, die das Handy zu bieten hat. Und alle raten dringend vom Verbleib auf der A7 ab. Wir entscheiden uns für die Route von Google Maps, was sich durchaus als sinnvoll erweist. Zumindest zeitweilig haben wir den Eindruck, wirkliche Schleichwege zu benutzen. Und werden auf unserer ungeplanten Stadtrundfahrt sogar noch am Volksparkstadion vorbeigelotst. Hätten wir das also auch mal gesehen!
Unsere Anfahrt hat uns aber viel mehr Zeit als gedacht gekostet, so dass wir uns fragen, ob unsere Reservierung wohl noch Bestand hat. Kein Grund zur Sorge, denn heute ist in der Eiche tatsächlich nicht viel los und wir können uns sogar einen der gemütlichen Bankplätze mit Schaffell vor dem Haus aussuchen. Hach, ist das wieder schön hier!
Und noch viel schöner: Auch die Qualität von Speisen und Service ist nach wie vor super, so dass wir uns rundum wohl fühlen, bevor wir satt und leicht beschwipst in den Alkoven fallen.
Best of Nr. 3
Am nächsten Morgen kommen wir nur schwer in die Gänge. Echt schon letzter Tag? Und auf die Heimfahrt haben wir auch keine rechte Lust. Denn Autofahren in Deutschland ist für uns (anders als für Autobahn-Höchstgeschwindigkeits-Fanatiker) kein besonderes Vergnügen. Und der Tag wird auch zeigen, warum…
Wir fahren ein paar Meter weiter bis zum Hof Sudermühlen. Von dort aus kann man eine nette kleine Spazierrunde durch die Lüneburger Heide machen, die extra für uns heute auch schon überall lila blüht. Zusammen mit den Wolkenbergen am Himmel ein toller Anblick.
Das Wetter ist aber merkwürdig. Es ist drückend schwül, sobald der Wind weg ist. Was aber Gottseidank nur selten der Fall ist, da er heute im Gegenteil sogar recht kräftig weht. Und so sind wir dann auch froh, dass wir keine Radtour oder längere Wanderung geplant hatten.
Best of Nr. 4
Zum Schluss streuen wir noch ein kleines unerwartetes Best-of ein. Annette erinnert mich daran, dass wir ja noch Töpfe und Pfannen für unseren neuen Induktionsherd brauchen. Und daher fahren wir am Outlet Center Soltau ab und gucken mal, was im Angebot ist. Nach langem Hin und Her werden wir aber üppig fündig und kehren zur Abwechslung mal ohne Klamotten, aber jeder Menge Blech ins MoMo zurück.
Über die Weiterfahrt sollte man dann tunlichst den Mantel des Schweigens legen. Denn es ist wirklich ein wahres „Best of“ von „Warum Autobahnfahren in Deutschland scheisse ist“: Einstündiger Stau vor Hannover (und nein, Spurwechsel bringen überhaupt nichts), drölfzig enge Baustellen, Linksraser, Elefantenrennen zwischen LKWs, eklige und überfüllte Rastplätze.
Was sind wir froh, als wir endlich spät abends Zuhause ankommen! Aber wenigstens das Wetter hat uns mit einer famosen Lightshow den Abend versüßt. Und in 4 Wochen können wir schon wieder „on the road“ sein. Wir freuen uns schon wie Bolle auf Schottland, Teil 2: Highland and Islands.

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bonjourelfie am 10 Aug 2019 13:34:00

Danke für die Mitnahme nach Dänemark. Nachdem ich alles gelesen habe, bin ich jetzt auch richtig erholt :lach: Und auf der deutschen Autobahn hab ich richtig mitgelitten, uns ging es ähnlich bei der Rückfahrt von Schweden. Deutschland ist zwar auch schön, aber einfach zu voll. Na dann bis zum nächsten Reisebericht...

LGElfie

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