Gast am 27 Aug 2018 17:28:08 IchBinsWieder hat geschrieben:... Im eigenen Umfeld darf mein Hund "Hund" sein. Das heisst sie muss nicht mehr arbeiten, sondern auch mal machen was er will, solange sie grundsätzlich auf mich hört. Aber das habe ich im Vorfeld durch die Arbeit mit ihr sichergestellt.
...
Da ist es also wieder, das Problem am anderen Ende der Leine. Damit sich die Tiere wohlfühlen, brauchen sie Beständigkeit, Routine und Sicherheit. Regeln, Kommandos, feste Essenszeiten und andere Alltagstätigkeiten sollen konsequent, eindeutig und klar gehalten werden. Man soll darauf achten, dass sich die Regeln nicht ständig ändern (z. B. an einem Tag darf der Hund auf das Sofa, am anderen nicht), das verwirrt den Hund und geht ihm auf die Nerven, weil er es nicht versteht. Albert Einstein sagt: "Wir können ruhig von den Fehlern anderer lernen, denn das Leben ist viel zu kurz, um alle Fehler selbst zu machen!" :wink: Eine wichtige Rolle, ob ein Hund sich auch in kritischen Situationen an seinem Menschen orientiert, spielt Vertrauen. Vertrauen des Hundes darauf, dass sein Mensch die Situation im Griff hat, richtige Entscheidungen trifft und ihn beschützen kann. Gerade aggressives Verhalten des Hundes wird gerne mit Dominanz erklärt, obwohl Aggressivität meist aus Angst geboren wird. Ursachen können schlechte Erfahrungen sein, schlechte Sozialisierung oder ein generell unsicheres, nervöses Wesen. Vermittelt der Mensch seinem Hund dann keine Sicherheit und dass er sich kümmert, wird der Hund somit gezwungen, die für ihn gefährlich scheinende Situation selbst zu lösen. Ein unsicherer Hund ist damit aber überfordert und schießt oft über das Ziel hinaus. Ein letzter Punkt: es ist für sozial lebende Wesen unabdingbar, die Regeln des Zusammenlebens in einer Gruppe zu lernen. Dazu gehört auch, dass ein Hund austestet, was sich für ihn lohnt und welches Vorgehen für ihn welche Konsequenzen hat. Dies tut er nicht, um die Rudelführung zu übernehmen, sondern es gehört dazu, wenn er sich in seiner Umwelt zurecht finden will. Wichtig ist, dem Hund eine verlässliche Führung zu geben, ihm aber auch seine Grenzen aufzuzeigen. Für den Hund ist konsequente Erziehung keine " Arbeit". Und " machen was er will" ist für einen Hund kein natürliches Verhalten und damit keine Wohltat. Der Hund will in seinem Rudel seinen zugewiesenen Platz zu jeder Zeit behalten. In der Familie ist er an der unteren Stelle der Rangordnung. Jeder Mensch steht über ihm. Auch Fremde, auch fremde Kinder. Das ist es was man (Hund und Herrchen :lach: ) in der "Hundeschule" zuerst lernen sollte! Siehe auch: schnecke0815 hat geschrieben:... möchte das viele Menschen am Ende der Leine keine Hundeschule sondern eine Hundebesitzerschule besuchen sollten. ...
Grüße, Alf
brainless am 27 Aug 2018 17:43:29 Hallo Alf,
exakt das, was Du gerade geschrieben hast, hatte ich auch schon entworfen. Dann habe ich noch einmal die Reaktionen der "erfahrenen" Hundebesitzer gelesen und für mich entschlossen, daß es garantiert nix bringt, meinen Beitrag hochzuladen. So habe ich ihn einfach gelöscht. Was soll ich denn auch von Hundebesitzern halten, die ihren Hund "machen lassen, was er/sie will". Die haben nicht mal Basiswissen über Rudelbildung und Rangordnung. Seine Hund zu lieben reicht eben nicht,
Volker
Acki am 27 Aug 2018 17:55:10 leoline hat geschrieben:... Selbst kleine Kinder wollen sie unbedingt streicheln, wir lassen das natürlich - im Rahmen - auch zu, die Kinder lieben das und es hilft, dass sie erst gar keine Ängste entwickeln bzw. lernen, dass es eben ganz verschiedene Hunde gibt. ...
Und woher sollen sie beim nächsten Hund, der Ihnen über den Weg läuft, erkennen, dass genau das nicht geht? Wohl auch nicht der richtige Weg ... :gruebel:
Gast am 27 Aug 2018 18:04:03 Hallo Volker,
versteh mich nicht falsch... :wink:
Ich bin kein Hundehasser, auch kein "erfahrener" Hundebesitzer. Aber ich hatte einige Jahre einen ungarischen Puli in der Familie, deshalb mein Interesse am Thema.
Aus Wikipedia: Selbstständig, willensstark, wachsam, mutig und laut bellend verteidigen diese ursprünglichen Arbeitshunde in ihrer Heimat Ungarn die ihnen anvertraute Herde oder ihr Territorium und sind dabei fremden Menschen und Tieren, auch anderen Hunden gegenüber misstrauisch. Sie sind beweglich, schnell, lernbegierig und ausdauernd.
Diese Rasse ist nur bei absolut konsequenter Erziehung im Haus und im Familienverbund zu halten. Daher mein Halbwissen. Auf einem CP könnte man diesen Hund dennoch nicht frei laufen lassen.
:lol:
Grüße, Alf
rtiker am 27 Aug 2018 18:04:50 brainless hat geschrieben:Hallo Alf,
exakt das, was Du gerade geschrieben hast, hatte ich auch schon entworfen. Volker
Ein großer Teil davon ist aus diesem Artikel --> Link kopiert.
Gast am 27 Aug 2018 18:08:26 rtiker hat geschrieben:Ein großer Teil davon ist aus diesem Artikel --> Link kopiert.
Richtig! Viel Mühe macht es fundiert zu posten. Recherche ist sehr wichtig bei solchen Themen. Rob, nimm dir gerne ein Beispiel. :P Grüße, Alf
kapewo am 27 Aug 2018 18:11:58 Acki hat geschrieben:Und woher sollen sie beim nächsten Hund, der Ihnen über den Weg läuft, erkennen, dass genau das nicht geht? Wohl auch nicht der richtige Weg ... :gruebel:
Das fällt nun auch wieder in den Erziehungsauftrag der Eltern, dem Kind zu vermitteln, dass es nicht einfach so an fremde Hunde herangeht, da es nicht nur "liebe" sondern auch "böse" Hunde gibt. Wie soll das Kind denn sonst jemals gut und böse, auch in allen späteren Lebenslagen, unterscheiden können wenn es ihm durch niemanden vermittelt wird?
MountainBiker am 27 Aug 2018 18:42:31 Hallo,
sobald ein Hund den öffentlichen Raum betritt, hat sich dieser Regeln zu unterwerfen. Diese Regeln hat im sein Besitzer zu vermitteln und Sorge dafür tragen, dass diese eingehalten werden. Auch Menschen unterliegen den Regeln für das friedvolle Zusammenleben. Dazu zählt auch, dass man eine andere Person nicht anfällt, beisst oder... Ihr wollt sicher nicht Hunde über den Menschen setzen, als gleichberechtigter Partner ist noch ok, aber mehr...?
Provozieren heiß nicht, dass damit gerechtfertigt ist jemand anderes zu verletzen, auch wenn es ein "böser Hund" ist!!!
rtiker am 27 Aug 2018 18:44:04 KudlWackerl hat geschrieben:Richtig! Viel Mühe macht es fundiert zu posten. Recherche ist sehr wichtig bei solchen Themen.
Rob, nimm dir gerne ein Beispiel. :P
Grüße, Alf
Ein Beispiel werde ich mir nicht daran nehmen urheberrechtlich geschützte Texte zu kopieren und zu veröffentlichen. Das ist strafbar und hat mit Recherche nichts zu tun. Sollte der Admin oder ein Mod einmal überprüfen. Sorry für OT
IchBinsWieder am 27 Aug 2018 18:49:24 KudlWackerl hat geschrieben:Da ist es also wieder, das Problem am anderen Ende der Leine.
Ne Alf, bitte vollständig zitieren. So wie du es machst, macht es keine Sinn. Im eigenen Umfeld darf mein Hund "Hund" sein. Das heisst sie muss nicht mehr arbeiten, sondern auch mal machen was er will, solange sie grundsätzlich auf mich hört. Aber das habe ich im Vorfeld durch die Arbeit mit ihr sichergestellt.
Was der Hund zu Hause macht, geht keinen etwas an, außer mich. Das Thema "Ortsgebundenes Lernen" hast du verstanden? Wie man da einen Fehler am Ende der Leine sieht entzieht sich meiner Logik. Vermutlich geht es dir darum auch gar nicht, aber das ist Spekulation. KudlWackerl hat geschrieben:auch kein "erfahrener" Hundebesitze.... Daher mein Halbwissen. ...
Halbwissen reicht aber nicht aus wenn man sich Texte aus Wiki raussucht und zitiert. Lesen bedeutet nicht das Thema "leben" und weil Tante Erna mal irgendeinen Hund hatte, ist man nicht zwangsläufig mit Halbwissen ausgestattet. Wir haben ganz bewußt eine Rasse gewählt die zu uns passt, das machen aber die wenigsten. Da wird der Welpe rausgesucht, der weiße Pfoten hat, oder die Spitze der Rute eine ander Farbe hat als der Rest. Auch der Fleck vorne auf der Brust ist oftmals ein Auswahlkriterium. Das aber selbst jeder Welpe aus einem Wurf völlig unterschiedlich ist, sollte man sich der Erfahrung des Züchters hingeben. In Kurzform: Furchtlos, Loyal, Gehorsam, Intelligent, Beschützend, Treu Der VDH schreibt weiter ... Seine Anpassungsfähigkeit und seine Geduld mit Kindern favorisieren ihn heute zum Familien-und Begleithund .... Statt Schafen hütet er nun mit Begeisterung seine Familie. .... Der Berger de Brie behandelt Kinder stets als Kinder und es ist immer wieder überraschend, wie sanft und vorsichtig dieses Temperamentsbündel mit ihnen umzugehen weiß. Dennoch läßt man und dies gilt für alle Rassen! Kleinkinder und Hunde niemals unbeaufsichtigt. Das klingt erstmal ganz nett, aber wer sich weiter in die Literatur einliest, wird schnell feststellen, das es kein Anfängerhund ist. 100% Erziehung ist hier gefordert, denn Beschützend, furchtlos ist nicht unbedingt die ideale Kombination für ein stressfreies Leben, sonst kann das übel ausgehen. Ich habe mal erlebt wie unser sonst sehr friedlicher Hund ... und alle Menschen begegnet er freudig aber distanziert* ... einen Rottweilerrüden so heftig attackiert hat, bis der Rüde sich aus dem Halsband gerissen hat und abgehauen ist. *Diese Distanziertheit verstehen aber ungeübte nicht und da die Optik zum Streicheln einlädt, werden alle Signale des Hundes, wie Zurückweichen und Co. ignoriert und dann wundert man sich, warum der Hund auch mal heftiger bellt. Rassetypisch ist es nunmal so, dass der Hund bestimmt ob er es will oder nicht, und wenn ich gefragt werde "Darf ich den Hund streicheln" folgt von mir immer: "Das entscheidet der Hund, nicht ich" Fassungslose Blicke sind mir so sicher, aber es ist nunmal kein Steiff-Kuscheltier Ich behaupte mal, dass ich mit Wissen um Hunde und Erziehung besser ausgestattet bin, als mit Wissen rund ums Womo. Liegt vermutlich daran, dass meine Hunde 24/7 bei mir sind und das volle 365 Tage im Jahr. Also insgesamt deutlich mehr als Halbwissen oder Zitiererei von Wiki :wink: Da Beissen gerade neben dem Gekläffe Thema ist, schaut euch doch einfach mal diese Statistiken --> Link an. Ich finde etliche Begleiter in der Liste wieder die ich regelmäßig auf Stellplätzen sehe. Die bekannten Übeltäter tauchen gar nicht so oft auf. Übrigens gibt es 6 mal mehr Tote durch Pferde als durch Hunde. Einfach mal lesen --> Link
Grillolli am 27 Aug 2018 18:50:55 Unglaublich - 10 Seiten :eek:
Sommerloch ? :lach:
Gast am 27 Aug 2018 18:55:39 Jaja,
Das zieht sich durch den Thread... Hoher Aufwand in der Rechtfertigung des eigenen Fehlverhalten. :D
Eine gewisse Fähigkeit zur Selbstkritik sollte man sich als verantwortlicher Hundeführer erwerben wenn man das nicht in die Wiege gelegt bekommen hat. :roll:
Grüße, Alf
wolfherm am 27 Aug 2018 18:56:54 Ja. Aber so lange es gesittet abgeht....
Canadier am 27 Aug 2018 18:58:50 IchBinsWieder hat geschrieben:Übrigens gibt es 6 mal mehr Tote durch Pferde als durch Hunde.
Wußte gar nicht das Pferde so bissig sind! :lach:
Gast am 27 Aug 2018 19:08:44 Canadier hat geschrieben:Wußte gar nicht das Pferde so bissig sind! :lach:
Die laufen meistens ja nicht frei auf den Stell- oder Campingplätzen herum, woher sollst du das auch wissen ;-)
Canadier am 27 Aug 2018 19:10:38 Antarena hat geschrieben:Wußte gar nicht das Pferde so bissig sind! :lach:
Die laufen meistens ja nicht frei auf den Stell- oder Campingplätzen herum, woher sollst du das auch wissen ;-)
Ach sooooo na denn iss ja alle klar. :lach:
mowgli am 27 Aug 2018 19:22:24 Ja doch. mich hat auch schon ein Pferd gebissen, aber danach musste ich nicht ins Krankenhaus so wie nach dem Hundebiss. Zum Glück hat mich der Hundehalter gleich ins Krankenhaus gefahren.
wolfherm am 27 Aug 2018 20:04:39 rtiker hat geschrieben:Ein Beispiel werde ich mir nicht daran nehmen urheberrechtlich geschützte Texte zu kopieren und zu veröffentlichen. Das ist strafbar und hat mit Recherche nichts zu tun. Sollte der Admin oder ein Mod einmal überprüfen. Sorry für OT
Jeder ist für seine Urheberrechtsverletzungen selbst verantwortlich. Allerdings sollte man fremde Texte schon mit einem Quellennachweis versehen. Das gebietet schon der Anstand. Mit fremden Feder schmücken ist unfein. Dafür mussten schon Bundesminister ihren Posten aufgeben. :D
Canadier am 27 Aug 2018 20:09:20 wolfherm hat geschrieben:Mit fremden Feder schmücken ist unfein. Dafür mussten schon Bundesminister ihren Posten aufgeben. :D
Das war aber kein Ausserirdischer,oder? :lach:
brainless am 27 Aug 2018 20:59:34 Nöö,
der schmückte sich nicht mit braunem Zottelfell - aber mit einem unrechtmäßig "abgeschriebenem" Doktortitel.
Da ist mir der mit dem Zottel deutlich angenehmer,
Volker
quax1968 am 27 Aug 2018 21:23:43 Ehrlich, wenn jemand 5 Monate durch die Gegend tingelt und jeden Tag ein Problem mit Hunden hat, dann frage ich mich, liegt es wirklich an den Hunden? Ich fahre nun seit mehr als 10 Jahren durch die Gegend, mir ist da noch nichts aufgefallen, was eine Erwähnung im Forum verdient hätte. Klar, Hunde bellen auch mal. Aber hier wird doch echt dramatisiert. Hunde die dauerhaft mehr als 5 Minuten am Stück bellen, kenne ich so nicht. Einmal habe ich es in der Zeit erlebt, dass ein Päärchen den Hund allein im Womo zurückgelassen haben und dieser sehr lange gebellt hat. 1x in 10 Jahren. Und da haben wir das Päärchen angesprochen. Denen war es peinlich und unangenehm und ich glaube denen auch dass Sie das so nicht wussten. Ich glaube bei dem ein oder anderen läuft da irgendwas im Kopfkino ab. Vielleicht wäre es einfach mal gut zu dem Besitzer hinzugehen und nachtzufragen, weshalb der Hund bellt. Das öffnet den Erweiterungshorizont, ehrlich. Wer keine Kinder, keine Hunde oder auch keine Menschen mag, der sollte halt besser zu Hause in den eigenen 4 Wänden bleiben. Oder eben in eine Ferienwohnung mieten. Camping ist Leben in der Natur. Da gehören Tiere und Menschen eben dazu. Ich erlebe auch einmal Situationen mit Kindern... da schüttele ich den Kopf. Aber ich würde nie auf den Gedanken kommen, alle Kinder sind blöd und nicht erzogen. Wenn eine Horde Kinder Fussball zwischen den Womo spielen und dabei mehrmals unser Hund getroffen wird, dann rede ich auch tacheleles. Am Anfang noch mit einem lächeln und der Bitte auf den Spielplatz zu gehen. Danach werde ich aber auch mal ruppiger. Das passiert, aber deshalb ist nicht jedes Kind schlecht erzogen. Wir können hier auch weiterschreiben über Hundeerziehung. Nur betrifft es die wenigsten, denn die allermeisten haben Ihren Hund so im Griff, dass diese niemanden schaden. Ich bin nun sehr direkt, aber Menschen die Tiere hassen, sind für mich schonmal eine Gruppe die ich gerne meiden. Aber das Gute daran ist, so ein Mensch wird den Kontakt mit mir nicht suchen. Ich finde es gibt nichts ehrlicheres als Hunde. Noch was, wir haben uns auch einmal versehentlich falsch verhalten. Wir waren auf einem Campingplatz mit extra Hundebereich. Der CP ist ziemlich groß und wir sind versehentlich in eine "verbotene Zone" gelaufen. Wir wurden da dann aber echt richtig übel beschimpft. Nicht einfach darauf hingewiesen. Uns war es peinlich. Haben usn aber auch für den Menschen fermd geschämt der so unerzogen war.
kapewo am 27 Aug 2018 21:28:25 100% Zustimmung. Danke für Deine Worte.
brainless am 27 Aug 2018 21:36:10 IchBinsWieder hat geschrieben:Was der Hund zu Hause macht, geht keinen etwas an, außer mich. Du überforderst damit den Hund: Draussen soll er Dir gehorchen, drinnen macht er den Molli mit Dir. Was glaubst Du denn, wie intelligent die meisten Hunde sind? Nach menschlichem Maßstab "recht blöd". Wir haben ganz bewußt eine Rasse gewählt die zu uns passt, das machen aber die wenigsten.
Diesem Zitat entnehme ich, daß euer Hund reinrassig ist. Falls Du dich jemals mit Rasserichtlinien der jeweiligen Verbände befasst hast, wirst Du wissen, daß Bewertungskriterien überwiegend bis ausschliesslich körperliche Merkmale berücksichtigen. Das aber selbst jeder Welpe aus einem Wurf völlig unterschiedlich ist, sollte man sich der Erfahrung des Züchters hingeben. In Kurzform: Furchtlos, Loyal, Gehorsam, Intelligent, Beschützend, Treu
Tja, ob die kleinen Hunde tatsächlich so sind, kann kein Züchter beweisen - aber sie schreiben den Welpen diese Eigenschaften gerne zu - damit der potenzielle Käufer auch einen Hund mit den gewünschten Eigenschaften bekommt. Sollte sich im späteren Lebenslauf der erwartete Charakter dann doch nicht zeigen, liegt es nicht am Hund oder am Züchter, sondern an seinem Besitzer, der "irgendwas falsch gemacht haben muß". Der VDH schreibt weiter ... Seine Anpassungsfähigkeit und seine Geduld mit Kindern favorisieren ihn heute zum Familien-und Begleithund .... Statt Schafen hütet er nun mit Begeisterung seine Familie. .... Der Berger de Brie behandelt Kinder stets als Kinder und es ist immer wieder überraschend, wie sanft und vorsichtig dieses Temperamentsbündel mit ihnen umzugehen weiß.
Wie niedlich und ergreifend. Hätte glatt von Rosamunde Pilcher sein können....... Dennoch läßt man und dies gilt für alle Rassen! Kleinkinder und Hunde niemals unbeaufsichtigt.
Wieso das denn jetzt? Könnte der kleine, ehemalige Schäfchenhüter, plötzlich seine Vergangenheit als Raubtier wieder entdecken? Das klingt erstmal ganz nett, aber wer sich weiter in die Literatur einliest, wird schnell feststellen, das es kein Anfängerhund ist. ...und dennoch leiten von diesem Zitat die meisten Besitzer ab, daß sie nun keine Anfänger mehr seien - nicht, daß dem Tier viel Aufmerksamkeit geschenkt werden muß. 100% Erziehung ist hier gefordert, denn Beschützend, furchtlos ist nicht unbedingt die ideale Kombination für ein stressfreies Leben, sonst kann das übel ausgehen.
Ich habe mal erlebt wie unser sonst sehr friedlicher Hund ... und alle Menschen begegnet er freudig aber distanziert* ... einen Rottweilerrüden so heftig attackiert hat, bis der Rüde sich aus dem Halsband gerissen hat und abgehauen ist.
Tja, schon wieder ein Romanstereotyp: Das Westernmovie mit dem arbeitssamen und ehrlichen Farmer, der bei Bedrohung seiner Familie durch Revolverhelden plötzlich zum Mega-Shooter wird und die bösen Buben nur so wegpustet. Rassetypisch ist es nunmal so, dass der Hund bestimmt ob er es will oder nicht, und wenn ich gefragt werde "Darf ich den Hund streicheln" folgt von mir immer: "Das entscheidet der Hund, nicht ich". Fassungslose Blicke sind mir so sicher, aber es ist nunmal kein Steiff-Kuscheltier.
Fassungslos bin auch ich - aber weil Du dich auch hier wieder als Nicht-Rudelführer outest. Du hast zu bestimmen, was der Hund macht, nicht er selbst. Ich behaupte mal, dass ich mit Wissen um Hunde und Erziehung besser ausgestattet bin, als mit Wissen rund ums Womo. Da enthalte ich mal eines Kommentars... Liegt vermutlich daran, dass meine Hunde 24/7 bei mir sind und das volle 365 Tage im Jahr. Also insgesamt deutlich mehr als Halbwissen oder Zitiererei von Wiki :wink:
Mein Großvater war viel auf Reisen und hat mir, zu Beginn meiner Pubertät, von einem alten Eunuchen in einem Saray nahe Istanbul berichtet. Dieser alte Eunuche wurde bereits als Kind auf seine spätere Aufgabe vorbereitet, indem man ihn seiner Manneskraft beraubte. Nichtsdestotrotz gab er, gefragt oder ungefragt, jedem Besucher Tips, wie der seinen Umgang mit dem weiblichen Geschlecht optimal gestalten könne............... Da Beissen gerade neben dem Gekläffe Thema ist, schaut euch doch einfach mal diese Statistiken --> Link an. Ich finde etliche Begleiter in der Liste wieder die ich regelmäßig auf Stellplätzen sehe. Die bekannten Übeltäter tauchen gar nicht so oft auf.
Übrigens gibt es 6 mal mehr Tote durch Pferde als durch Hunde. Einfach mal lesen --> Link
Das gefährlichste Lebewesen überhaupt ist -natürlich weder das Pferd noch der Hund- sondern der Mensch. Deshalb sollte man sich hüten, einem Hund menschliche Eigenschaften oder Wesenszüge anzudichten. Der Hund ist rechtlich eine "Sache", mehr nicht, Volker
voenk am 27 Aug 2018 21:39:06 Hallo Quax 1968, auch von mir volle Zustimmung.
mowgli am 27 Aug 2018 21:42:55 Hunde sind für nicht Rudelmitglieder unberechenbar. Der Hund meines Schulfreundes hat mich Krankenhausreif gebissen obwohl wir oft zusammen (mit Hund) wahren. Ca.ein Jahr später hat er eine Nachbarin, gebissen ohne Vorwarnung, und musste danach eingeschläfert werden. Ich bin kein Hundehasser aber bin vorsichtig wenn mir ein hund ohne Leine begegnet. Hatte auch schon andere gefährliche Hunde begegnungen seither aber ich kann jetzt als Erwachsener damit umgehen.
quax1968 am 27 Aug 2018 22:01:37 brainless: Auch eine Sache die mich stört. Jemand erzählt, dass er seinen Hund in der Öffentlichkeit im Griff hat. Nun zweifelst Du das an und zerlegst jeden einzelen Satz in seine Einzelteile ohne den Hund zu kennen. Ich bin der Meinung, dass ein Hund sehr wohl entscheiden kann in welchem Umfeld er sich befindet. Wenn es um Erziehung geht, kann es nur zum Streit führen. Wichtig ist aber imho, dass der Hund sozialisiert ist und keine Ängstlichkeit/Aggression zeigt.
Wir machen es aber generell so, dass wir unseren Hund immer an der Leine haben, wenn uns Leute entgegen kommen. Der Hund würde niemanden etwas tun, dennoch gebietet es sich uns den Respekt, weil wir wissen, dass es viele ängstliche Menschen gibt. Es könnte alles so einfach sein.
Kurz eine kleine Anektode. Ein Bekannter von uns hollte einen Rotweiler aus dem Tierheim. Dieser Rotweiler lernte im Tierheim, derjenige der am meisten fletscht bekommt am meisten Futter. Mein Bekannter fütterte ihn dann über ein halbes Jahr lang von Hand. Und der Hund weiß, dass ist mein Rudelführer. Würde aber nun jemand anders das Futter wegnehmen, wäre es immer noch gefährlich. Dieser Hund der so fürcherlich fletscht, wenn es um sein Futter geht, ist der sozailisierteste Hund überhaupt. Da kann ein Fremder Sitz und Platz sagen. Das macht er auf Anhieb. Der bringt den Ball zum spielen etc.
Und nun kommt es was ich sagen will: In Österreich gibt es für diese Rasse Maulkorbpflicht. Er hat immer den Maulkorb dabei, aber zieht in dem Hund nicht über, weil die Menschen mehr Angst vor dem Hund mit Maulkorb haben als ohne.
cbra am 27 Aug 2018 22:05:54 voenk hat geschrieben:Hallo Quax 1968, auch von mir volle Zustimmung.
von mir auch, gibt ein plus
mowgli am 27 Aug 2018 22:08:39 Das ist absolut falsch gedacht. EinHund mit Maulkorb ist einfach ungefährlich und sein Halter ist vorrausschauend. Ein Rotweiler ohne Maulkorb, auch wenn er an der leine ist, mache ich einen Bogen.
Gast am 27 Aug 2018 22:08:55 Mal wieder zwischendurch, ist Euch hoch weisen Gelehrten mal aufgefallen, das die Frau "evchri" entschwand nachdem sie hier das Stöckchen geworfen hat...oder wars ein Ball?
GN Ronald
mowgli am 27 Aug 2018 22:09:56 Ja. ist Sommerloch
brainless am 27 Aug 2018 22:26:58 quax1968 hat geschrieben:brainless:Auch eine Sache die mich stört.
Mich stört nur, daß Du zu keiner einzigen meiner Entgegnungen sachlich Stellung beziehst, Volker
Canadier am 27 Aug 2018 22:41:37 Draußen ist es nun kalt genug,somit könnte man das Sommerloch langsam schliessen . Bevor das hier noch ins "akademische" abdriftet. :D
wolfherm am 27 Aug 2018 23:24:10 Da hier ja nur noch dialektische Kommentare kommen, und alles, nur noch nicht von Allen, gesagt wurde, schließe ich die Diskussion hier ab und danke allen, die sich unaufgeregt an der Diskussion mit eigenen Beiträgen - und nicht mit abgeschriebenem Wissen - beteiligt haben.
Den Haarspaltern wünsche ich ein anderes Thema, möglichst in einem anderen Forum, außerhalb unserer Hemisphäre.
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