JochenK am 18 Nov 2018 20:37:56 Hallo zusammen, da ich mich ja derzeit mit dem Gedanken beschäftige ein familientaugliches Womo zu erschaffen, bin ich aktuell an dem Punkt über den Eigenbau einer Kabine für z.B. einen MB Vario nachzudenken. Nun gibt es ja verschiedene Möglichkeiten, wie man den Wandaufbau gestalten kann. 1. professionelle Sandwichplatten nach eigener Zeichnung fertigen lassen. Teuer aber unterm Strich wohl die schnellste und sauberste Lösung, dazu wohl auch die leichteste. Die Seitenwände in einem Stück zu stellen dürfte spannend werden, ich kann aber auf eine Halle mit Portalkran zurück greifen. 2. Grundgerüst auf den isolierten Boden zimmern, von außen verkleiden, von innen dämmen und mit Holz oder Alu verkleiden. Wohl die zeitaufwendigste Möglichkeit, technisch überschaubar aber gefühlt nicht die beste Dämmung dafür günstig. 3. Sandwichplatten aus dem "Hallenbau" mit Nut- und Feder an den Langseiten als Außenhülle. Hat das schon mal jemand gemacht? Ich denke man müsste diese entweder an ein inneres Gerippe schrauben, oder mit Winkelelementen miteinander verbinden. Dämmung schätze ich gefühlt als etwas besser ein als bei Option 2, dafür um einiges schwerer. Eine Installationsebene in der Wand ist aufwendiger oder nur mit innenliegender Hohlwand machbar. Preiswert da die Platten günstig verfügbar sind. 4. Kabine komplett bauen lassen. Scheidet aus, oben steht EIGENbau im Titel ;D 5. Eure Vorschläge auf die ich noch nicht gekommen bin... was sagt ihr zu den Punkten?
westallgaeuer am 18 Nov 2018 21:02:37 Wieso nicht bauen lassen? zu teuer? Die bekannten Kabinenbauer haben natürlich den Markt erkannt und verlangen gerade was sie wollen. Der Markt gibt ja her. Habe mich selber damit beschäftigt, aber meinen 917AK Anfang des Jahres, nach erfolgter Aufbereitung und Fertigung des Zwischenrahmens, wieder verkauft. Wenn man aber mal nach einem Aufbauern für Kühlkoffer schaut, dann sieht es preislich ganz anders aus und die können das genauso gut. Angebot für eine 4,5mtr.-Kabine lag bei ca. 8.500€ - Kältebrückenfrei!
Ansonsten würde ich nur geschäumte Platten verwenden mit GFK innen und außen! Wenn man bedenkt das eine fertig ausgestattete Kabine doch sehr viel Arbeit und Geld bedeutet, würde ich nicht an der Basis auf den letzten Cent schauen.
mafrige am 18 Nov 2018 21:15:30 Hallo Jochen, es gibt fertige Verbundplatten, GFK-Schaum-GFK, Bsp.: 6 m * 2.4m = 1200 €. Hier: --> LinkDiese kann man dann zu einer Kabine zusammenfügen und mit den Möbeln und Profilen verstärken.
JochenK am 18 Nov 2018 22:07:57 Hallo Westallgauer, zum einen ist es mir zu teuer bauen zu lassen, zum anderen MÖCHTE ich selbst bauen. Ich werkel für mein Leben gerne, habe einen technisch "flexiblen" Beruf gelernt (Landmaschinenmechaniker) bin aber beruflich seit 18 Jahren nur noch administrativ in der Technik weshalb es für mich eben ein schöner Ausgleich zum Beruf ist.
Hallo Gerd, genau an solche Platten dachte ich bei meiner Möglichkeit 1 die mir auch sehr sympatisch ist. Ich hatte im Web einen Anbieter in meiner Nähe gefunden, der die Platten CNC gefertigt nach Zeichnung herstellt. Finde ich eine geniale Möglichkeit zeitlich überschaubar an meine Wunschkabine zu kommen. Der Aufbau der Wände ist bestimmt eine ziemlich heftige Aktion in der Größe, mit Portalkran und zwei Mann Hilfe sollte die Grundmontage aber zu schaffen sein denke ich.
Wenn ich solche Platten nehme, wo versteckt man denn dort Kabel und Gas/Wasserleitungen? Im doppelten Boden, quer durch die Schränke, dahinter?
mafrige am 18 Nov 2018 22:23:02 Hallo Jochen,
die Kabel und das Heizrohr wird ringsum in einem Kabelkanal unter den Möbelschränken, quer hinten bei Hymer vor den Bett in der unteren Stufe und unter der Duschwanne als Art Doppelboden geführt. Forster benutzt als Bodenplatte 50 mm Gfk Verbund und als Seitenwand 34 mm Gfk Verbund. Der Kabelschacht ist nur im Sichtbereich als Kabelkanal sichtbar, unter den Schränken sind sie Sichtbar, wenn man die Schubladen rauszieht.
Tinduck am 19 Nov 2018 08:10:10 Doppelboden einplanen, dann hast Du eine prima Installationsebene und weisst auch wohin mit Frisch- und Abwassertank. Winterfester macht es das Mobil noch dazu.
bis denn,
Uwe
cbra am 19 Nov 2018 09:01:47 Ich kann dich sehr gut verstehen, ich habe mein aktuelles auto 2012/13 gebaut hier eine beschreibung --> Linkim kommenden winter werde ich das fahrzeug von Euro3 auf euro 6b wechseln, dabei ein paar kleinigkeiten ändern, aber die kabine bleibt unverändert - würde ich genau so nochmal machen. klar sind unsere anforderungen etwas anders als eure ( 2 pers und mittlerweile hund) viel surfzeug und hauptsächlich freistehen, aber du hast recht, der eigenbau bringt dich am besten zum optimum und macht spass. man kann seine eigenen prios setzen ( jack schmidt baut unglaublich schön, uns ist gewicht und funktion wichtig, usw.) das ist schon sehr vorteilhaft
invaderduck am 19 Nov 2018 13:08:52 Hallo, Ich habe mein Wohnmobil auch selbst gebaut, für die Kabine habe ich mir Sandwichplatten von einer Fa, die baut Laborcontainer für Antarktis , Außen mit 0,8 mm Feuerverzinktem Blech, innen mit 0,5 mm Edelstahl beplankt und dazw. 8cm Hartschaum, den Boden noch mit Alublech verstärkt, (hoch belastbar), mit Alkoven 6,2m Lang und 2,10 m breit, und mit Zwischenrahmen, Doppelboden ist mein Fahrzeug 3,50M hoch (incl. Klima , Surfständer und Skikoffer), mit dem Leergewicht bin ich dann mit fertigem Fahrzeug auf 4,6T gekommen und mit dem auf GG. bin ich nach dem Fahestell Hersteller auf 6,3 T gekommen. Das Wohnmobil habe ich mir als Traummobil ausgebaut mit aller Technik und Elektronik, das der Zustand noch Heute perfekt ist und wir genießen das reisen. invaderduck
JochenK am 19 Nov 2018 20:23:20 Hey ihr lieben,
danke für eure Beiträge, meine / unsere Gedanken machen Überstunden :mrgreen: Also eine Art Doppelboden plane ich mal mit ein, so groß wie von cbra wird er aber definitiv nicht, denke eher in Richtung Installationsebene ggf. mit Staumöglichkeit...
cbra, Meinen Respekt für deinen Eigenbau! Ganz klasse gemacht das alles selbst zu laminieren. Ich habe leider bisher nur Kleinkram an der Jolle Laminiert, da war der Mastfuß mal gerissen und ich habe das dann mal repariert. Ob ich mir das in der Größe und im Vakuumverfahren zutrauen würde weiß ich aber nicht. Vor allem kommt bei mir noch erschwerend hinzu, dass ich keine Halle (nur Doppelgaragen) habe und gerne nah am Haus arbeite.
Um mal Wände zu stellen und zu befestigen kann ich bei einem Geschäftsfreund unterstellen, aber nicht Wochen- oder monatelang.
Wenn ihr noch gute Bezugsquellen für Sandwichplatten habt, immer her damit.
Dennoch würde mich interessieren, ob schon mal irgendwer mit den Industrie-Sandwichplatten für den Hallenbau gearbeitet hat. Die gibt es ja auch in schönen und glatten Oberflächen, sie sind verflucht stabil, recht einfach zu verarbeiten durch das Nut- und Federsystem und wesentlich günstiger als die GFK Sandwichplatten.
cbra am 19 Nov 2018 20:28:59 JochenK hat geschrieben:--- Wenn ihr noch gute Bezugsquellen für Sandwichplatten habt, immer her damit. ....
ich habe meine platten bei tripan nach meinen vorgaben machen lassen ( die können dich aber auch beraten wenn du dir nicht sicher bist) --> Linkda kannst du jeden kern haben ( von EPS rate ich mal deutlich ab), decklagen nach wahl - GFK auch als gewebelaminat, alu, gemischt,.... du kannst in den kern fensterrahmen oder kabelkanal integrieren lassen wenn du das willst. was in jedem fall ein vorteil ist - du bekommst die platten sehr genau zugeschnitten
Lixeii am 20 Nov 2018 20:25:54 Hallo, wir haben unsere Kabine mit GfK Sandwichplatten von Paneeltec gebaut. --> LinkEinfach dort anfragen und man bekommt eine super Beratung. Wir sind sehr zufrieden. Gruß Lixeii
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