Links zu ebay oder Amazon sind Werbelinks. Wenn Sie auf der Zielseite etwas kaufen, bekommen wir vom betreffenden Anbieter Provision. Es entstehen für Sie keine Nachteile beim Kauf oder Preis.
Ich lese hier aktuell alles was mir passend scheint, denn ich skizzieren in meinem Kopf derzeit den Plan uns ein Wohnmobil zu bauen/auszubauen. Aber erstmal zu mir, ich bin der Jochen (Joe), 44 Jahre alt und durch meine Ausbildung als Landmaschinenmechaniker nicht ganz ungeschickt. Es ist meine Leidenschaft an allem technischen, elektronischem oder auch am Häusle selber Hand anzulegen und mich an den Resultaten zu erfreuen (meistens...)
Nun haben wir den Vorgarten/Einfahrt vor dem Haus neu pflastern lassen und einen netten Stellplatz am Rand geschaffen für"zukünftige Eventualitäten" toll fand ich letzte Woche als mein Herzblatt sagte "und hier steht dann Mal irgendwann unser Wohnmobil" Sie ahnte wahrscheinlich nicht in vollem Umfang was solche Aussagen bei mir auslösen, vor allem da ich in meiner Lehre schon immer den Gedanken hatte, einen alten Feuerwehrwagen zu einer Art Expeditionsmobil umzubauen. Wir hatten das Thema schon öfter Mal angesprochen, und so ganz hat mich der Gedanke nie losgelassen. Nun will ich nicht morgen gleich ein entsprechendes Basisfahrzeug kaufen, dennoch beschäftigt mich so einiges an der Sache weshalb ich euch nun gerne ein paar Fragen stellen möchte um das Projekt nun Mal etwas konkreter zu planen. Die Nutzung sollen Wochenenden in Deutschland, Holland und Co sein, also in erreichbaren Entfernungen, ob Mal der komplette Urlaub zu fünft im Womo stattfindet bin ich aktuell noch nicht sicher.
Als erstes knabbere ich die ganze Zeit an der Wahl des entsprechenden Fahrzeugs, doch sollte ich vorher Mal die "Notwendigkeiten" ansprechen die mir/uns wichtig sind:
Sitz- und Schlafplätze für 5 Personen, zwei Erwachsene und 3 Kinder (6,10,10 Jahre alt) Durchgang von der Fahrer- in die Wohnkabine (keine Diskussionsgrundlage, den WILL ich) Das waren grundsätzlich mal meine hauptsächlichen Vorgaben, ach die Länge sollte bei max. 8 Metern liegen (siehe Stellplatzhinweis oben) und das zul. Gesamtgewicht 7,5t nicht überschreiten.
Somit steht nun die Frage nach dem Fahrzeug an, in meinen Überlegungen befinden sich derzeit der Iveco Daily mit dem großen Postkoffer, MAN TGL, DAF Eurocargo und Mercedes Atego. Bei den letzten dreien würde ich den Atego bevorzugen, aus rein optischen Gründen da mir das Fahrerhaus innen dort am besten gefällt. Beim Daily reizt mir der größte Durchgang nach hinten und der von vorne zugängliche Motor. Nachteil beim Daily und Vorteil der drei "dicken" hingegen ist die Breite und Höhe.
Darum Mal meine Hauptfrage an euch, haltet ihr den Daily für"sinnvoll" ausbaufähig für fünf Schlafplätze? Gerne auch mit Stockbetten für die Kids. Ich bin gespannt was ihr zu meinen Gedanken anzumerken habt.
wenn du bis 7,5t gehen kannst / willst sollten 5pers kein grosses problem sein, ageal welches basisfahrzeug du nimmst.
meine selbstauetn der letzten 30 jahre sind ja alle unter 3,5t und unter 6,5m, so gesehen sind wir etwas anders ausgerichtet.
ich mag iveco und bleibe dabei, weil: - wir erstens in salzburg eine super werkstatt haben - die werkstattdichte in unseren liebsten reiseländern super ist. haben wir zwar nur selten benötigt, aber im fall des falles ist es sehr fein fast in jedem dorf einen kundigen mechaniker zu finden. - mir die autos gesamtheitlich sehr gut gefallen (haben gerade eine neue doppelkabine dails bestellt)
was mir aus deinem beitrag niocht ganz hervorgeht ist was du vorhast
gebraucht / neu
muss es ein "postkoffer" sein oder denkst du auch an leerlabine, oder kühlaufbau, möbelkoffer...
wie schön / schnell fertig / robust soll das sein
ungefähre budgetvorstellung
wenn du noch 2 jahre überlegst und dann 3-4 jahre baust kannst du gleich auf 3 pers. auslegen, so lange werden die pubertrierenden kids nicht mitfahren wollen ;) da wäre evtl ein modulares system interessant - solange die kidas dabei sind das gerödel im hänger, und wenn sie nicht mehr mitwollen betten raus und in garage umwandeln.
unsere sind ab 17 mit dem pkw parallel mitgefahren, schafft auch platz und flexibilität
solche überlegungen sind einer der vorteile beim selbstbauen
JochenK am 11 Nov 2018 21:44:03
Hallo cbra,
danke für deinen Beitrag! Ich wusste ich vergesse wieder nötige Infos, dann Mal die Antworten.
Also geplant ist der Kauf eines gebrauchten Fahrzeugs, wahrscheinlich innerhalb des nächsten halben Jahres. Es soll "irgendein" Koffer werden, ob Post oder Möbel ist grundsätzlich nebensächlich. Preis und Zustand entscheiden. Für das Grundfahrzeug setze ich Mal 5-8 TEur. an.
Schön/schnell fertig/robust?! Nehme ich alles! :mrgreen: Na im Ernst, ich möchte schon zügig an dem Kasten arbeiten so wie es meine Zeit zulässt. In jedem Fall möchte ich im kommenden Jahr möglichst frühzeitig damit auf Tour gehen, hängt aber natürlich auch vom Kaufzeitpunkt ab. Ich habe aber keinen Fixtermin an dem ich mobil sein muss.
Modular ist keine dumme Idee, behalte ich Mal im Kopf.
Was ist denn eurer Erfahrung nach die "Mindestgröße" wenn ich fünf Personen unterbringen muss?
Anzeige vom Forum
cbra am 12 Nov 2018 12:11:31
Da kann ich dir nicht wirklich weiterhelfen
aber auch hier stellt sich die frage - 3 aktive kids, also insgeamt 5 fahrräder, einige skateboards, wassersportzeug etc. oder eher eine schachtel brettspiele
- nicht wertend gemeint, aber sportgerödel braucht brutal platz. wir haben einen doppelboden mit ca 4m³ fürs surfzeug und 2 fahrräder und hund in der zuätzlichen "garage" (zweite reihe der doppelkabine)
kiteliner am 12 Nov 2018 14:17:23
Meine Meinung, als Selbstausbauer zu diesem Thema. Ausbauen kannst du alles, egal ob für 3 oder 5 Personen! es ist alles eine Frage der Ansprüche, der Planung und des Konzeptes. Ich kenne Leute die fahren/schlafen zu fünft in einem T5. andere fahren zu zweit in einem 10m Reisebus und verkaufen den, weil er ihnen zu eng ist und kaufen sich einen 12m Bus.
Denke mal an die Ausbaudauer und die Zeit, in der die Kinder noch mitfahren. Mal "eben" bauen die wenigsten so ein Teil um. Wir haben vier Kinder und wollten anfangs für alle Schlafplätze haben. Der Umbau hat dann doch drei Jahre gedauert und nun fahren nur noch zwei mit (meist nur noch einer unsere 14-jährige Tochter will meist schon nicht mehr mit). Daher sind wir froh nur fest für drei Betten geplant zu haben und halt die Dinette umbauen zu können.
Hier sind genug mit einem Sprinter-ähnlichen Fz unterwegs und mehreren Kindern. LKW-Fahrgestelle sind schon eine coole Sache, aber eben auch weithin erkennbar und entsprechend groß und breit. Wenn du schreibst in DEU und NLD mal schnell eben irgendwo hin, dann würde ich von LKW Abstand nehmen. Abgesehen davon, dass diese u.U. schon leer recht viel auf die Waage bringen.
Ich habe auch noch ein LKW-Projekt geplant, allerdings nur noch für meine Frau und mich. Da ich etwas robusteres und Allrad haben will, werde ich tatsächlich auf LKW gehen. Wenn es, aber so wie du schreibst, um den Platz geht, würde ich eher auf "Paketdienst" Fahrgestelle gehen. Die kann man in den geplanten Zielländern an jeder Ecke reparieren lassen, falls mal was ist. Hoffe ich konnte dir weiterhelfen viel spaß bei der Suche Thomas
babenhausen am 12 Nov 2018 14:49:39
Bei dem Anforderungsprofil solltest du noch über einen MB Vario nachdenken Etwas breiter als Iveco /Fiat und auch noch Motoren mit mehr Hubraum als die Sprinterklasse
JochenK am 12 Nov 2018 15:54:11
Hallo ihr lieben und danke für eure Antworten und Anregungen! Grundsätzlich möchte ich nicht "jahrelang" ausbauen sondern.. zeitnah zum Ziel kommen ;-)
Derzeit glaube ich, mit Stockbetten und einer Art Alkoven bzw. erhöhtem Schlafbereich über/in dem Dach wäre der Platz sinnvoll aufzuteilen. Wenn ich drei bis vier zusätzliche Sitzplätze hinter der Trennwand einplane (werden ja benötigt) ist für weitere große Betten kein Platz.
Welchen Vario meinst Du babenhausen, ich denke mal solch ein Modell? --> Link
Die scheinen mir ziemlich rostanfällig zu sein wenn ich mal schnell bei mobile durch die Bilder husche, kaum eine Karosse ohne Rost :eek:
rabi am 12 Nov 2018 15:55:25
Ist es denn problemlos möglich zusätzliche Sitzplätze im Kofferaufbau eintragen zu lassen?
babenhausen am 12 Nov 2018 16:03:28
Fast getroffen Ich habe eher an so etwas gedacht --> Link
Mit der Seitentüre rechts und Scheiben könnte sich eine zweite Sitzreihe vorfinden damm musst du die Kinder nicht in den Koffer verbannen
JochenK am 12 Nov 2018 16:04:31
Jain ;-)
grundsätzlich ist das möglich, dafür gibt es käufliche Systeme mit Gurten die bereits geprüft sind, man kann jedoch (entsprechenden Einbau vorausgesetzt) auch in einem gewissen Rahmen Sitze selber bauen sofern diese über Gurte verfügen und entsprechend gebaut sind. Selbstverständlich prüft der TÜV Prüfer die Befestigungspunkte von Sitz und Gurt dabei.
Man sollte das vorher möglichst (wie alle gravierenden Änderungen) mit dem jeweiligen Prüfer besprechen und ihm auch Info Material, Zeichnungen und Co beistellen. Wer sich dazu Gedanken macht und mit dem Prüfer im Vorfeld spricht hat gute Karten.
kiteliner am 12 Nov 2018 16:09:17
Sitzplätze da erzeugen, wo es bisher keine gab, könnte schwierig werden. ggf. wird es etwas leichter, wenn in dem Basisfahrzeug bereits die aufnahmen dafür vorhanden waren und du diese ggf. mit original Teilen einfach "reaktivieren" kannst. Anfrage beim TÜV! Je nachdem wie du die Sitzplätze auslegst, kannst du sie auch als Schlafplatz nutzen, spart Platz. z.B. mit entsprechend vorbereiteten Lattenrosten zum schlafen ausrüsten. Während der Fahrt verschwinden diese dann im Alkoven. Je nach Deckenhöhe lässt sich vielleicht auch ein Hubbett realisieren. Dachzelt? oder Hubdach?
JochenK am 12 Nov 2018 16:14:29
Ah ok, nach Dokas habe ich gar nicht geschaut.
Eines meiner "Must haves" ist ja der Durchgang nach hinten, der dürfte bei der Doka mit 5 Sitzen eher hinfällig sein. Dazu kommt das ich den Gedanken daran, dass die Kids in einer Sitzgruppe mit einem Tisch zwischen sich herumlungern extrem gut finde.
Die Platzverhältnisse im Doka-Typ sind dahingehend ja eher knapp und dafür fällt der Wohnaufbau auch noch kleiner aus...
Die Eierlegende Wollmichsau zu realisieren ist nicht ganz einfach. :wink:
cbra am 12 Nov 2018 16:23:02
doka hilft natürlich, haben wir ;) aber nicht wegen sitzplätzen sonder als garage - und wir wollen KEINE verbindung, sehen viele vorteile darin das fahrerhaus vom wohnbereich getrennt zu haben.
doka als kofferaufbau zu finden halte ich aber für fast aussichtslos - wenn du aber glück hast könntest du von den üblichen 7 sitzen dann zwei für den durchgang opfern.
aber da suchst du die nadel im heuhaufen... und hast sehr viel arbeit vor dir
einfacher wird wohl sein zeitnah das gespräch zur zulassungsstelle zu suchen und das weiter vorgehen mit denen abzustimmen. - ggf findest du aus dem kleinbusbereich etwas gebrauchtes.
bei mir gibts im frühjahr vermutlich eine iveco 4-sitzbank neuwertig zu verkaufen
cbra am 12 Nov 2018 16:34:49
Du kannst natürlich dein suchraster auch auf kleinbusse erweitern, von den ca 17 sitzen baust alle bis auf die benötigten 5 aus und dann hast platz wohnen, und obendrein ein kultiges mobil [img] --> Link[/img]
JochenK am 12 Nov 2018 16:36:34
cbra hat geschrieben:von den üblichen 7 sitzen dann zwei für den Durchgang opfern.
7 Sitze?? Das Teil hat in der zweiten Reihe 4 Sitze? Hmm, da muss ich mal drüber nachdenken... Gerade ein Bild mit einer Art Tisch gefunden, das reizt mich ja etwas
cbra am 12 Nov 2018 16:43:59
ja
mein aktueller daily doka hat 3 (1+2) + 4 sitze
der neue 1+1 +4
7 sitze ist mMn bei doka standard
JochenK am 12 Nov 2018 18:11:45
Also um ehrlich zu sein, Kleinbusse bzw. kleine Reisebusse waren meine erste Überlegung zum Thema Womo-Bau!
Was mich jedoch etwas abschreckt (auch wenn ich über Postkutschen nachdenke...) sind die immensen Kilometer die diese Kisten immer runter haben. Ja ich weiß, das sind so gut wie immer Langstrecken-KM und meist auch noch schön vorgewärmt, dennoch bekomme ich ein zucken im Bauch wenn ich mir überlege ob ich ein Fahrzeug mit 4-500.000 km kaufen soll :?
Optisch und vom Platz wäre sowas schon mega klasse, man müsste sich nur überlegen wie man zumindest einen Teil der Fenster in isolierte Wände umbaut, sonst dürfte es bestimmt recht frisch werden in so einem Glaskasten...
cbra am 12 Nov 2018 18:14:32
im glaskasten wird es nicht nur frisch sondern auch heiss, aber das ist lösbar
mit den vielen km hätte ich auch bedenken, die frage ist natürlich mit welchen defekten man rechnen muss und was du davon selber erledigen kannst
und wenn ich mich so umschau - ein post oder kurierkoffer wird auch nicht gerade pleglich behandelt ;)
vermutlich wirds darauf rauslaufen dass wir was passendes über den weg rollt und du das konzept dann anpasst.
und je offener gedanken umso besser die chance auf erfolg
kiteliner am 12 Nov 2018 21:09:30
Als Wohnbusfahrer zu diesem Thema. Da ist es schwer eine vernünftige Basis für kleines Geld zu finden. Geh davon aus, dass Reise- oder Clubbusse, wenigstens mit entsprechdendem Alter so um die 1. Mio km auf der Uhr haben. Der Motor ist da meist weniger das Problem, wir hatten Langstrecken-LKWdie weit über 1,5Mio km auf der Uhr hatten. Das Problem ist der Aufbau undas das Fahrwerk. Diese Kisten rosten üblicherweise von Innen nach Außen. Der kann von außen noch gut aussehen (oder gut gespachtelt sein, aber der Rohrrahmen darunter ist durch. Hatte auch nur zwei relativ kleine Stellen, habe dann da mal des Blech gelöst und festgestellt das der Rahmen faul war. Ergebnis war der Ausbau hat zwei Jahre gedauert, alle Bleche runter bis auf das Dach, Front- und Heckmaske. Ansonsten stand nur noch der Rohrrahmen, 70 m Stahlrohr verschiedener Formate, 16m² Alu, 16m² Stahlblech und etwa 24m² Siebdruckplatten waren bei der Restauration notwendig und dann rest kam der Innenausbau. Gesamt bisher etwa 2500h. Ob Paketschleudern besser behandelt werden, bezweifel ist, die werden getreten ohne Ende, Beulen, Kratzer und andere Schäden interessieren die Fahrer nicht, Serviceintervalle? Zum Thema heiß und Kalt. Da ist ein Bus nicht optimal, außer du verkleidest Fenster mit Blech, aber dann hast du keinen Bus mehr. Im Sommer wird es sehr heiß und du hast je nach Fahrzeug fast keine Fenster zum öffen (wenn man Oberlichter in den Fenstern hat ist das was feines, ich habe es nicht.) Da bleiben meist nur die2 oder drei Türen und ggf, Dachluken. als Fenster irgendwie Verhängen, von draußen mit Markiese, Alumatten, oder mit Vorhängen von drinnen. ggf Wärmeschutzfolie. Draußen kalt ist drinnen kalt. Die großen Front- und Heckscheiben sind Normalglas = kalt. Die Seitenscheiben sind manchmal Doppelglas, aber auch das kühl deutlich mehr ab als eine Isolierte WoMowand. Man braucht dann vorhänge und eine gute Heizung. Ich würde meine Bus aber trotzdem nicht tauschen, das Raumgefühl ist bei entsprechendem Ausbau einfach nur großartig. Für extreme Gebiete mit viel kalt oder heiß, ist das nächste Projekt aber schon in Planung, Allradler mit Kabine - zusätzlich zum Bus. :mrgreen:
Schau dich einfach mal auf (Fern)Reisemobiltreffen um. Es ist jetzt zwar nicht mehr so die Zeit dafür aber im April/Mai ist das Saarlandtreffen (mach ".de"dran und schau selbst) oder am Freitag 30. August bis Sonntag 1. September 2019 in 56850 Enkirch an der Mosel das Fernreisemobiltreffen(.de). Die Fahrzeuge und ihre Besatzungen zeigen meist sehr gerne ihre Fahrzeuge, geben Tipps und Hintergrundwissen. Oder gib mal Enkirch 2018 bei youtube ein, da bekommst du mal einen Überblick was da so alles rumsteht.
JochenK am 12 Nov 2018 21:56:48
Hey Thomas,
ich habe mir gerade mal dein Profil angesehen, gei!_ jetzt weiß ich wie Du das mit dem Entkernen bzw. dem Blechaufbau meinst... Klasse Arbeit! Ganz ehrlich, wenn ich keine technischen Probleme sondern nur Blecharbeiten zu erledigen habe, gekauft! Wie gesagt bin Landmaschinenmechaniker und kann sowohl mit meinem Schweißgerät wie auch mit Blech umgehen. Da ich seit der Lehre beruflich im technischen Bereich geblieben bin habe ich da auch ausreichend Kontakte für Material oder sonstige "Metallarbeiten".
Bei "Kleinbus/reisebus" denke ich halt an aufgeplusterte MB 814-816 mit etwas breiterem Aufbau wie von mir gepostet. Ob deren Motoren mit denen ihrer großen Brüder mithalten können was die Laufleistung angeht?...
Habe mit bei YT mal zwei Videos von Enkirch angesehen, SEHR schöne Fahrzeuge, aber bis auf die MAN Cat erst mal nichts wo ich sagen würde das ist "meiner" und den CAT sehe ich auch nicht wirklich als das Fahrzeug meiner ersten Wahl für das angedachte Projekt ;-)
kiteliner am 13 Nov 2018 09:24:17
Hi Jochen, Beim Enkirch-Video 2018 Teil 1 vom Klaus sind wir auch kurz bei der Abfahrt drauf...
Die MAN Kat sind wirklich sehr schöne Fahrzeuge, robust und zuverlässig. Geländegängigkeit ist extrem, mein Arbeitgeber sondert die demnächst wohl alle aus. Wir haben hier noch etwa 70 Stück. Durch den verwindungsfreien Rahmen ist der Aufbau einer Kabine ohne aufwendige Trennung vom Fahrzeug möglich, einfach draufstellen. Genauso groß ist allerdings auch der Durst dieser Autos, je nach Größe und Version fangen die mit 25-30l/100km an. Aufgrund der Konstruktion mit dem Motor ist ein Durchstieg Kabine/Fahrerhaus fast nicht möglich (will auch nicht jeder). Und die Dinger sind halt schwer wie sau, da braucht man immer Fahrerlaubnis C.
Zu den angesprochenen "Mercedessen" kann ich dir als Magirus-Fahrer nicht viel sagen, das findet sich aber bei den Wohnbuslern im Forum. Allerdings denke ich, dass die Motoren, abgesehen von Fehlkonstruktionen, von professionell genutzten KFZ nicht mit PKW-Motoren gleichzusetzen sind. Die Kisten müssen laufen, sonst verliert der Unternehmer Geld und Kunden. Ein Busunternehmen dessen Kunden regelmäßig wegen Motorschäden irgendwo stranden, ist relativ schnell weg. Fahrleistung von Reisebussen ist meist, wie bereits geschrieben über 1. Mio. Früher war der Lebenszyklus von Reisebussen meist in etwa (vermutlich heute nicht wesentlich anders): Die Kisten fahren (üblicherweise) mehrere Jahre Fernreisen, wenn die dann zu alt, zu altmodisch oder aufgrund von Reparaturen zu unrentabel werden, werden die abgestoßen. Die fahren danach Clubtouren (Fußballer, Kegeltouren...) halt irgend etwas, bei dem der Zustand und die Bequemlichkeit nicht ganz so wichtig sind, Hauptsache die Fahrt ist billig. Wenn da nichts mehr geht, gehen die in den Schulbusdienst und dann irgendwann, nach Afrika, wo die noch 10 bis 20 Jahre am Leben erhalten werden. Bei derartigen Entscheidungen muss man halt wissen, was man machen will und entsprechend das Fahrzeug aussuchen. "Nachteile" von verglasten Bussen wurden ja beschrieben. Oder aber, du passt dein Reiseverhalten dem Fahrzeug an.
JochenK am 18 Nov 2018 12:24:24
Hey Thomas, wollte mich doch noch mal melden, nachdem ich wieder einige gegoogelt habe und irgendwie immer mehr zum Vario (mit Doka) schiele.... Wenn ich so überlege was mir vorschwebt, wie viele Betten benötigt werden, was uns sonst wichtig ist usw. dann sieht unsere eierlegende Wollmilchsau etwa so aus: Ein laaaanger Vario mit Doka (leider selten) und Wohnkabine mit Alkoven drauf, fünf ordentliche Sitze und ein Durchgang nach hinten. komischerweise scheint diese Version nicht sehr beliebt zu sein. Ich habe Stunden im Web verbracht auf der Suche nach vergleichbaren Fahrzeugen, aber Doka und Alkoven ist kaum zu finden. Einzig von Woelk habe ich einen schönen Vario Doka mit entsprechendem Aufbau gefunden, der sieht toll aus und so könnte ich mir unser Womo vorstellen.
Heißt aber, nix Ausbau sondern die komplette Kabine müsste ich bauen, da muss ich erst noch ein wenig drüber nachdenken da ich das nicht vor der Tür erledigen kann was mich mächtig stört.