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Erweiterung Elektrokapazität Knaus Van TI 650 MEG Platinium 1, 2, 3


Gast am 10 Okt 2019 19:59:14

4.10. Tripple-Netzteil
Das Tripple-Netzteil erhielt seinen Platz hinter der Sitzkonsole und wurde mit Kabelbindern an der Querstrebe befestigt. Unten steht es vollflächig auf dem Dinettenboden auf. Die 3-fach-Tischsteckdose (Schuko) hängt an Kabelbindern unterhalb der Querstrebe mit den Steckkontakten nach innen. Bevor diese befestigt wurde, habe ich die 230V-Leitung, die vom Sitzbankkasten kommt angeschlossen. Danach wurden die Stecker der beiden 230V Kaltgeräteanschlussleitungen (für Wechselrichter und Tripple-Netzteil) platziert.

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Gast am 10 Okt 2019 20:00:16

4.11. Einbau und Befestigung Batterie
Auf Grund der Maße der neuen Batterie habe ich mich für einen liegenden Einbau entschieden – das macht bei einer LiFEPO4 nichts aus. Die Batterie kommt quer zur Fahrtrichtung mit den Anschlusspolen nach vorne, oben in die Sitzkonsole.
Unter die Batterie liegen rutschhemmende Polster. Für die Befestigung in Längsrichtung habe ich je einen Haltebügel vor und hinter der Batterie mit selbstschneidenden Blechschrauben fixiert. Durch diese ist ein schmaler Spanngurt durchgeführt, der oberhalb der Batterie verzurrt wurde. In Querrichtung wurden die Boden- bzw. Seitenverstrebung der Sitzkonsole als Zurrpunkte für einen zweiten Spanngurt eingesetzt.

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Gast am 10 Okt 2019 20:04:52

4.12. Elektrische Anschlüsse und Leitungsbezeichnung
Nachdem alle Vorarbeiten abgeschlossen waren, habe ich mich über die Anschlüsse der Leitungen gemäß meinem Schaltplan gemacht.
Für die Anschlüsse bei denen Rohrkabelschuhe zu verwenden waren wurde vor dem aufpressen des Kabelschuhs je ein Stück Schrumpfschlauch über die Leitung gezogen. Dort, wo es bei den +12V-Verbindungen mit 50 qmm nötig war kamen noch Batterie Terminal Abdeckungen dazu. Diese mussten mit dem Taschenmesser noch etwas nachgearbeitet werden, damit sie auf das dicke Kabel drauf passten.
Nach dem Pressen der Rohrkabelschuhe auf die ab isolierten Kabelenden mit der hydraulischen Presszange habe ich die Schrumpfschläuche bis vor an die Zunge des Kabelschuhs geschoben und mit einer Feuerzeugflamme aufgeschrumpft.
Bei den Quetschkabelverbindern und Aderendhülsen ist eine ausreichende Isolierung vorhanden und somit war keine zusätzlicher Schrumpfschlauch nötig.
Beim Anschließen der beiden vorhandenen Sense-Signalleitungen von der alten Batterie an die neue Sicherungs- und Masseverteilung stellte sich heraus, dass die vorhandenen Leitungen etwas zu kurz waren. Diese wurden mittels Quetschverbinder verlängert.
Um das Landstromsignal vom Tripple-Netzteil am Bedientableau sehen zu können wurde es auf die bestehende Signalleitung mit einer WAGO-Verbindungsklemmen auf geklemmt.
Alle Leitungen haben beidseitig ein vorgedrucktes Leitungsbezeichnungsschild erhalten. Bei den dickeren Leitungen > 10 qmm sind diese mit je zwei Kabelbinder fixiert, bei den dünnen können diese aufgeclipt werden. Jedes Kabel hat im Schaltplan einen Namen erhalten. Dieser steht auf dem Schild und beinhaltet in Energieflussrichtung: Quellgerät:Klemmpunkt -> Zielgerät:Klemmpunkt.
Die Enden aller nicht mehr benötigten, vorhanden Leitungen im Bereich Starterbatterie, Sitzkonsole und Sitzbankkasten wurden mit Isolierband gesichert.
Zum Deaktivieren der Ladeeinheit des Schaudt EBLs wurde der 230V Kaltgerätestecker abgezogen und isoliert.
Ein Rückbau der alten Leitungsverbindungen im Falle dass das Tripple-Netzteil ausfällt ist jederzeit möglich.

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Gast am 10 Okt 2019 20:06:22

Als ersten Testabschnitt habe ich eine Bluetooth-Verbindung mit der LIONTRON-App zur Batterie aufgebaut. Mir war bewusst, dass die Batterie nicht im vollgeladenem Zustand geliefert worden ist aber die Anzeige der Kapazität schwankte zwischen Voll (100%) und Leer (0%). Ich nahm das erst mal nicht so ernst, da ich den ersten Ladevorgang abwarten wollte.
Vor dem ersten Test habe ich die beiden Votronic-Geräte, das Tripple-Netzteil und den Wechselrichter gemäß Bedienungsanleitung und Batteriedaten eingestellt. Danach habe ich das Wohnmobil an Landstrom angeschlossen und den Fehlerstromschutzschalter sowie die Leitungsschutzschalter zu geschalten. An den abgezogenen Kaltgerätesteckern vom Tripple-Netzteil und dem Wechselrichter waren die 230V mit dem Multimeter messbar.
In einem weiteren Schritt wurde der Batteriehauptschalter ein geschalten und das Tripple-Netzteil mit 230V versorgt. An den Batteriepolen war sofort die Ladespannung messbar, die Ladung erfolgte.
Nun habe ich die Bordelektrik am Bedienpaneel eingeschalten und siehe da, nichts funktionierte. Eine Überprüfung der Leitungsanschlüsse am Schaudt EBL ergab, dass ich den Plus-Anschluss an den Hauptklemmen vertauscht hatte. Nach dem umschließen und wieder einschalten war der Fehler behoben.
Nach mehreren Stunden am Landstrom koppelte ich das Fahrzeug ab um zu sehen, wie die neue Batterie arbeitet. Diese Versagte aber den Dienst, die Batteriespannung brach bei Belastung sofort auf < 1 V zusammen. Daraufhin klemmte ich alle Verbraucherkreise ab und testete die Batterie mit jedem einzelnen Kreis aber sogar beim Anschluss der Sense-Leitung brach die Spannung zusammen. Daraufhin baute ich die neue Batterie aus und ersetzte sie durch meine alte AGM, konfigurierte das Tripple-Netzteil um und begann erneut mit dem Testen. Alles funktionierte ohne Probleme.
Ein Anruf beim Hersteller LIONTRON ergab keine Lösung für die defekte LiFePO4 Batterie. Es wurde ein Austausch vereinbart. Also die defekte Batterie verpackt, Retoure-Aufkleber drauf und ab damit. Schon am nächsten Tag kam die neue Batterie und diese funktioniert einwandfrei, auch das Laden über die Lichtmaschine und die Boosterfunktion des Tripple-Netzteils ließ keine Wünsche offen.
Die Erstinbetriebnahme des Batteriecomputers von BlueBattery, inklusive der Installation der App verlief erst mal problemlos, ich konnte mich schnell über Bluetooth mit dem Gerät verbinden. Bei den Geräteeinstellungen stieß ich dann an meine Grenzen aber nach einer kurze Anfrage beim Hersteller, die er innerhalb kurzer Zeit beantwortete, erhielt ich Einstellwerte mit denen ich weiter kam.

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Gast am 10 Okt 2019 20:07:20

4.14. Einbau Fahrersitz
Nun, nachdem die Komponenten unter dem Fahrersitz funktionierten, erfolgte der Wiedereinbau des Fahrersitzes. Vorher habe ich eine der Schaumplatten aus dem Lieferkarton auf die liegende Batterie gelegt um diese beim Einbau zu schützen.
Als nächstes habe ich den Sitz herbeigeschleppt und die Drehkonsole so ausgerichtet, dass sie beim Hineinheben ins Fahrzeug gleich richtig auf die Sitzkonsole sitzt. Nachdem der Sitz in Position war, wurde zuerst die Steckverbindung für den Gurtstraffer verbunden und dann die Schraubverbindungen in umgekehrter Reihenfolge wie beim Ausbau eingesetzt und festgezogen.
Danach habe ich die Front und die Seitenverkleidungen montiert wobei sich der Einbau der Seitenverkleidung auf der Handbremsseite auf Grund des angeschlossenen Batteriehauptschalters und der Kabeleinführungen etwas störrisch gestaltete.
Um die hintere Abdeckung zu montieren mussten wegen dem Platzbedarf des Tripple-Netzteil das Unterteil und drei Kühlrippen über die Breite des Geräts mit der Stichsäge entfernt und mit dem Messer entgratet werden. Erst dann passte sie in ihre Position.

Gast am 10 Okt 2019 20:12:38

5. Langzeittest

Letzte Woche waren wir mit unserem hochgerüsteten Schneggenhäusle in Österreich und haben die Dachsteinregion erkundet.
Es war ein super Erlebnis, nicht nur der Urlaub, sondern auch die Leichtigkeit des Seins, wenn wir ohne Landstromanschluss zum Übernachten standen.

Ich werde euch berichten, wie sich die neue LiFePO4 zukünftig bewährt.

Gast am 10 Okt 2019 20:15:04

Stocki333 hat geschrieben:Hallo Holger
du hast einen Punkt in deiner Aufstellung vergessen.
Arbeitseifer.
Den hast du wirklich, Und eine super Dokumentation.
Das ist mir einen Punkt Wert. Den hast du dir wirklich verdient.
Franz


Vielen Dank für die Blumen!

Aber auch für die Unterstützung, die ich durch das Lesen deiner vielen guten Beiträge erhalten habe.

Gruß, Holger

Stocki333 am 10 Okt 2019 20:30:02

Hi.
Noch eine frage zu deiner defekten lithium. Weist du noch, wieviel ladezyklen auf de App zu sehen waren. In einem anderen Fred wurde ja geschrieben. das bei neuen Batterien mehrere ladezyklen zu sehen waren.
Franz

Gast am 10 Okt 2019 21:23:07

Stocki333 hat geschrieben:Hi.
Noch eine frage zu deiner defekten lithium. Weist du noch, wieviel ladezyklen auf de App zu sehen waren. In einem anderen Fred wurde ja geschrieben. das bei neuen Batterien mehrere ladezyklen zu sehen waren.
Franz


Bei mir waren es bei der ersten, der defekten 5 und bei der zweiten 6 Ladezyklen.

Gruß, Holger

Stocki333 am 10 Okt 2019 22:16:44

Hallo Holger
Intressant. hilft mir in meiner Überlegung auch nicht weiter. Aber was solls. Hauptsache du hast Freude an deiner Stromversorgung. Das ist das was wirklich zählt.
Gruß Franz

Gast am 12 Okt 2019 13:40:08

Stocki333 hat geschrieben:Hallo Holger
Intressant. hilft mir in meiner Überlegung auch nicht weiter. Aber was solls. Hauptsache du hast Freude an deiner Stromversorgung. Das ist das was wirklich zählt.
Gruß Franz


Welche Überlegungen stellst du an?

Gruß, Holger

Stocki333 am 12 Okt 2019 17:55:48

Hallo Holger
Du bist ja nicht der Erste, dem dieses Schicksal erwischt hat. Und auch nicht der letzte. Vermutlich.
Und diese 5-6 Ladezyklen gabs hier schon mal beschrieben.
Es stellt sich logischerweise jetzt die Frage wo wurden die Gemacht.
1.Beim Hersteller
2.Oder beim Deutschen Vertrieb.
Wenn 1, eine intressante Schlußfolgerung möglich.
Wenn 2, stellt sich die Frage: Warum Ausfall.
Warum ich das so Überlege, dafür gibt es einen Grund. Du kennst vielleicht den noch nicht fertigen Fred mit dem Fahrradaccu. Das Bike ist jetzt 1 jahr in Europa. Der Accu den ich öffnete ich zwegs Umbau.Dort fand ich einen Aufkleber der Chinesischen Endcontrolle. Lesen konnte ich den nicht , aber die Zahlen sind zu lesen. Und der Accu ist somit 3 Jahre alt. Schlussfolgerung ist zulässig.
Und das Bike ist nicht viel gelaufen. Die Scheibenbremse hatte nur eine Auflagefläche von 40 %.War ein MessevorführBike. Und die Chinesen kommen sicher nicht mit einer alten Kiste nach Old Germany.
So bleibt natürlich Raum für jede Menge Speculation.Liegt das Problem schon in der Produktion hat ein User, der selbst importiert den schwarzen Peter.
Aber der Fairnis halber muß man schon sagen. Die Garantieabwicklung beim deutschen Vertrieb, die ist nicht ohne. Hier ist mir kein Fall in Erinnerung, der einen negativen Tatsch hätte.
Gruß Franz

uheu am 26 Nov 2019 14:49:38

Hallo Holger,
ich habe mit großem Interesse deinen Artikel gelesen und bin begeistert von deiner Fachlichen Umsetzung.
Wir kommen aus Würzburg und sind auch seit diesem Jahr stolze Besitzer eines Vanti 650 MEG und ich würde auch gerne so einen Umbau machen (lassen).
Ich habe zwar keine zwei linken Hände, aber mit so viel Elektronik traue ich mich nicht, dies alleine zu bewerkstelligen.
Auch die Verzurrmöglichkeiten in deiner Heckgarage haben mich animiert dies eventuell so nachzubauen.
Wir haben uns allerdings einen Fahrradträger mit Lift ans Heck bauen lassen, wodurch ich sagen muss dass bei in Schutzplane eingepackten Fahrrädern die Sicht der Heckkamera sehr bescheiden ist. Ich habe mir gedacht, dass es in meinem Fall sinnvoller gewesen wäre die Kamera am Nummernschild anzubringen. Ob es dazu eine Möglichkeit gibt muss ich erst noch prüfen.

Also nochmals vielen Dank für Deinen tollen Bericht und die vielen Bilder.
PS Falls du jemanden kennen solltest bzw. eine Werkstatt empfehlen könntest die nicht horende Summen für so einen Einbau verlangt dann gerne mich Informieren.
Gruß
Udo

Gast am 26 Nov 2019 20:22:48

Hallo Udo,

willkommen hier im Forum und vielen dank für die Blumen.

Wo habt ihr den euren Knaus geholt und wo geht ihr bezüglich dem Service hin?
Wir haben ihn beim Autohaus Frey in Minfeld geholt und wegen dem Service gehen wir zum Maincamp in Marktbreit.
Da der Maincamp in erster Linie die teuren Elektrobauteile von Büttner verbaut, ich aber lieber die etwas günstigeren Geräte von Votronic (ist nahezu baugleich) haben wollte, habe ich mich dazu entschieden den Umbau selber zu machen. Okay, als Industrieelektriker ist es mir leichter gefallen selbst Hand anzulegen.

Eine Empfehlung über eine Werkstatt kann ich leider nicht aussprechen, da ich noch nirgends Angebote eingeholt habe. Vielleicht solltest du mal beim Maincamp in Marktbreit fragen. Als Alternative fällt mir noch das Autohaus Most in Kitzingen ein, der hat einen guten Ruf unter den Wohnmobilisten oder einen Boschdienst in deiner Nähe.

Falls du bezüglich dem Peugeot Boxer Unterbau eine Werkstatt suchst, das Autohaus Rüthlein in Würzburg kannst du vergessen. Die können nicht mal Winterreifen auf Felgen für das Fahrzeug besorgen und ihre LKW-Hebebühne ist für den Van TI 650 MEG zu klein.

Gruß, Holger

uheu am 18 Dez 2019 15:37:59

Hallo Holger,
vielen Dank für Deine Nachricht.
Werde das ganze demnächst angehen, Entscheidung wer es macht ist noch nicht getroffeen.
Mit Rüthlein habe ich auch meie Erfahrung gemacht, werde in Zukunft zu Peugeot Henneberger fahren.
Da war ich früher schon mal als ich einen Peugeot 308 fuhr.

Nochmals Danke
Gruß Udo

Gast am 18 Dez 2019 15:56:29

uheu hat geschrieben:...werde in Zukunft zu Peugeot Henneberger fahren...


Hallo Udo,

das wird auch meine nächste Adresse für den Boxer sein.

Gruß, Holger

Gast am 18 Dez 2019 16:04:35

Hallo Zusammen,

nachdem ich im Forum darauf hingewiesen wurde, das es von Vorteil wäre, wenn bei tiefen Temperaturen - unter 0°C mag der Akku keinen Ladestrom - der voll geladene Liontron LiFePO4 zwar Strom liefern aber nicht versehentlich mit Ladestrom belastet werden sollte, habe ich mich dazu entschieden einen Sicherungsautomaten in die Ladeleitung einzuschleifen.

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Ich habe hierfür ein mit 100A überdimensioniertes Gerät genommen, da ich nur die maximal 30A Ladestrom von meinem Tripple-Lader schalten können wollte aber keine Sicherungsfunktion benötigte.
Die fehlenden Leitungsbeschriftungen bekomme ich erst nächstes Jahr.

Gruß, Holger

Stocki333 am 19 Dez 2019 17:57:49

Hallo Holger
Sicher ist sicher, hat der Bauer gesagt, und die Milch zweimal verdünnt. :mrgreen: :mrgreen:
Es freut mich schon, das du dich dazu bekennst. So etwas ist irgendwie das Minimum, was eingebaut werden sollte.
Gruß Franz

Gast am 19 Dez 2019 18:09:02

Stocki333 hat geschrieben:...Es freut mich schon, das du dich dazu bekennst...


Hallo Franz,

ich bin ja lernfähig. Das hat schon früher jeder überaus geduldige Lehrer bestätigt. ;D

Gruß, Holger

Gast am 05 Jan 2020 12:11:58

hmarburg hat geschrieben:...habe ich mich dazu entschieden einen Sicherungsautomaten in die Ladeleitung einzuschleifen.

28026


Der Vollständigkeit halber hier noch der überarbeitete Schaltplan.


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Gruß, Holger

Sunti am 06 Jan 2020 14:18:20

Hallo miteinander,

ÄT hmarburg - mir gefallen deine "Kabelbeschriftung" sehr gut - solche habe ich leider noch nirgends entdecken können - hättest Du eine Bezugsadresse und womit hast Du die beschriftet?

Danke Greetz SunTi

Gast am 06 Jan 2020 15:45:32

Hallo SunTi,

die Schilder sind von der Firma Phoenix Contact und wurden von einer Elektrofirma, die Schaltschränke baut und mit der ich beruflich zu tun habe, nach meinen Vorgaben beschriftet.

Gruß, Holger

Sunti am 06 Jan 2020 16:15:02

Hallo miteinander,

ÄT hmarburg - bedankt :top:

Greetz SunTi

Rollator am 22 Jan 2020 09:21:01

Erst mal 1000 Dank, Holger. Einen Teil dieser tollen Anleitung würde ich gerne aufgreifen und ebenfalls realisieren.

Erster Punkt beim Einbau unserer Lio150 Untersitz Version ist, dass ich die Batterie besser um 90° gedreht eingebaut hätte. Die Pole landen momentan in einem Dreieck der Rohre vom Sitzgestell. Zwar sind die Pole und die Klemmstelle der ankommenden und abgehenden Kabel durch eine Abdeckung geschützt, aber im Falle eines Unfalles besteht doch die Gefahr, dass diese Abdeckung zerbricht und dann einer der Pole an Masse landet.

Weiterhin wollte ich auch direkt an den Polen diese mbrf Sicherungen verbauen. Ich habe mir dazu zwei dieser Bootssicherungen besorgt, die Du ebenfalls empfohlen hattest und bei Conrad bekomme ich die passenden Sicherungen. Da die Batterie allerdings einen maximalen kurzfristigen Entladestrom von 200A laut Spezifikation hat, habe ich die 200A Variante der Sicherungen bestellt.

- Da taucht dann meine erste Frage auf: Hast Du diese Sicherung an beiden Polen verbaut, oder nur am Pluspol?

Also wäre mein Projekt Teil 1, Drehen der Batterie und diese Sicherungen zu verbauen.

Eine Pertinax Platte ist ebenfalls unterweg, auf der möchte ich dann weiter aufbauen. Ebenfalls liegt bereits der Nato Knochen hier, den ich ebenfalls von Hella in der 250A Ausführung gewählt habe.

In der Phase 2 möchte ich dann die Pertinax Platte herrichten und habe bereits die Klemmleiste für die Mega - und Midi Sicherungen auf dem Merkzettel. Weiterhin evtl die hydraulische Pumpe zum Crimpen und die passenden Ringkabelschuhe und Rohrkabelschuhe und natürlich Kabel. Für die Hauptzuleitung auf das Verteilerbrett schweben mir 50mm² Kabel vor bis zu der Verteilerdose mit den Sicherungen. Dort will ich dann den Eingang mit 150A absichern und ..... Tja dann.

Gast am 22 Jan 2020 17:13:59

Rollator hat geschrieben:...
- Da taucht dann meine erste Frage auf: Hast Du diese Sicherung an beiden Polen verbaut, oder nur am Pluspol?
...


Bei mir ist nur der Pluspol mit der Sicherung versehen.

Gruß, Holger

Rollator am 23 Jan 2020 09:59:13

OK, dank Dir.

Noch eine Frage, in der Verteilerdose mit der 1Megasicherung und den 4x Midi hast Du dann am Eingang 150A abgesichert?

Und dann entsprechend zu den einzelnen Abgängen wie Wechselrichter entsprechend deren Spezifikation?

Ist das ein reiner Ausgang? Oder anders gefragt, wo hast Du dann die Leitung, die von der Starterbatterie/Booster kommt und die vom Solarregler aufgelegt? Hängen die bei Dir dann direkt auf der Polsicherung?

Gast am 23 Jan 2020 13:31:43

Rollator hat geschrieben:...Noch eine Frage, in der Verteilerdose mit der 1Megasicherung und den 4x Midi...


Die vom abesicherten Pluspol bin ich über meinen Batteriehauptschalter auf die Megasicherung (bei mir 125A) gegangen.
Die vier Midisicherungen sind für,
- 80A Abgang Wechselrichter 600W
- 35A Abgang 12V-Versorgung EBL
- 30A Abgang Flachsicherungsverteiler
- 50A Eingang Tripple-Ladegerät (dieser ist noch mit einem Trennschalter versehen, somit besteht die Möglichkeit das Laden zu unterbinden, aber trotzdem die 12V-Versorgung durch den Akku aufrecht zu erhalten.

Über das Tripple-Ladegerät erhält der Akku Ladung via Landstrom, Booster oder Solar.

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Ansicht, aber noch ohne Trennschalter in der Ladeleitung.

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Ansicht mit Trennschalter in der Ladeleitung

Eine andere Variante hat ein Kollege realisiert.
Er speist den Sicherungsverteiler am Kreuzungspunkt zwischen der Mega- und den vier Midisicherungen ein und verteilt von dort aus
- Abgang Mega für großen Wechselrichter (> 1000W)
- Abgang Midi für weiteren Sicherungsverteiler
- Eingang Midi Ladegerät Landstrom
- Eingang Midi Solarregler

Vom zweiten Verteiler aus versogt er noch diverse Abnehmer wie z.B. den Kompressorkühlschrank.

Gruß, Holger

Rollator am 23 Jan 2020 14:29:54

OK, das bringt mich wieder ein Stück weiter.

Ich seh schon, ich komm wohl mit den angebotenen vorkonfektionierten 50mm² nicht klar, die fangen erst bei 30cm an und sind dann jeweils 10 cm länger. Außerdem sind die auch sehr teuer. Für zwei Kabel bekomme ich ja schon die hydraulische Crimpzange für die Rohrkabelschuhe. Da ich dann doch einiges stückeln muss, besorge ich mir dann wohl doch lieber erst mal das Werkzeug und die Meterware Kabel sowie die Rohrkabelschuhe dafür.

Danke bis hierher schon mal. :top:

Da das Ganze bei mir evtl. mit größerem WR irgendwann doch noch wachsen können soll, habe ich die Polsicherungen in 200A besorgt.

Für die Mega werde ich dann wohl entweder 175A oder 150A brauchen, je nachdem, was der 1500/3000 WR dann zieht. Bei Ein-und Ausgängen muss ich dann mal schauen, denn ich überlege mir immer noch, ob der Ective aus der SSI oder der CSI Reihe sein wird.

ulfertg am 06 Jul 2020 19:27:10

Hallo Holger,
ich frage mich gerade, ob der Votronic SMI 600 Wechselrichter bei ca. 20°C und ca. 200 Watt Leistungsabgabe seinen Lüfter anschmeißt?
Hast du das mit diesen (ungefähren) Werten schonmal getestet?

Hintergrund dazu: Ich habe einen Victron Phoenix 12/500 VE.Direct gekauft und teste ihn gerade vor dem Einbau auf der Werkbank.
Seine Hauptaufgabe ist einen eBike-Akku zu laden. Dessen Ladegerät zieht 170W auf der 230V Seite.
Dabei läuft der Lüfter (bei 14°C) bereits an, nicht wahnsinnig laut, aber in ruhiger Umgebung deutlich und störend hörbar (klingt nach PWM).
Auch brummt das Gerät leise vor sich hin, bei 60Hz etwas weniger als bei 50Hz, nur in ruhiger Umgebung hörbar (der Lüfter übertönt das, sobald er anläuft).
Falls das Votronic Gerät das nicht macht, wäre das für mich ein Grund zu wechseln.

Viele Grüße
Ulf

Gast am 28 Jul 2020 21:56:36

ulfertg hat geschrieben:...ich frage mich gerade, ob der Votronic SMI 600 Wechselrichter bei ca. 20°C und ca. 200 Watt Leistungsabgabe seinen Lüfter anschmeißt?
Hast du das mit diesen (ungefähren) Werten schonmal getestet?...


Hallo Ulf,

auch wenn ich recht spät erst antworte, so hoffe ich doch, dass es dir weiter hilft.

In unserem Urlaub haben wir die E-Bike-Akkus, die ungefähr halbleer waren, über den Votronic SMI 600 Wechselrichter geladen und das Gerät tat dies ohne große Lärmentwicklung.

ulfertg am 03 Aug 2020 15:02:30

hmarburg hat geschrieben:auch wenn ich recht spät erst antworte, so hoffe ich doch, dass es dir weiter hilft.


Vielen Dank! Das hilft mir sehr weiter, das Gerät ist bestellt.
Und auch vielen Dank für deine ausführliche Dokumentation deines Umbaus in diesem Thread - ich bin gerade mit meinem Umbau beschäftigt und konnte hier schon einige Anregungen finden.

Den Aufwand die Geräte richtig zu verkabeln habe ich deutlich unterschätzt.
Vor allem Detailfragen wie: "welche Kabelummantelung sollte verwendet werden" halten doch ganz schön auf, da ich hier kaum Erfahrungswerte habe, dafür aber den (manchmal vielleicht auch übertriebenen) Ehrgeiz alles möglichst optimal zu gestalten.

Gast am 17 Aug 2020 13:57:12

Hallo Zusammen,

Im Mai diesen Jahres juckte es mich bereits in den Fingern, ich hätte gerne Solarmodule auf dem Dach.
Aber hierzu ist noch etwas Strippenziehen notwendig, denn irgendwie muss der Solarstrom ja runter an den Tripple-Lader hinter dem Fahrersitz.
Als Platz für die Dachdurchführung habe ich den linken der beiden Hängeschränke über den Tisch ausgesucht. Dort kommen schon die beiden Leitungen von der SAT-Schüssel durch das Dach zum TV-Steuergerät. Grob heraus gemessen war eine Länge von 5m zu verlegen. Der geplante Querschnitt war 6mm².
Okay, den Weg vom Fahrersitz zur Sitzbank habe ich ja beim Umbau des Wohnraum-Akkus schon mit Kabelkanal vorbereitet. Nun musste ich von dort noch hinter der Sitzbank durch und dann in einen bestehenden Kabelkanal hinein, der dann oben hinter einer Verkleidung beim Hängeschrank endet.

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Mit einem Zugdraht versuchte ich von oben hinter der Sitzlehnenverkleidung bis hinunter in die Bank zu kommen. Leider verfing sich der Draht in der Gurthalterung und ging weder vor noch zurück. Es blieb mit nichts anderes übrig als die vielen Schrauben, die entweder durch Funierkleber oder durch Plastikkappen verdeckt waren, aus der Sitzlehnenverkleidung herauszuschrauben um diese etwas zur Seite zu schieben. Danach war bequem Platz und um die beiden Leitungen bis zur Verkleidung neben den Hängeschränken zu verlegen. In der Verkleidung befindet sich eine kreisrunde Öffnung über die die Leitungen zum TV geführt werden. Diese nutzte ich um die beiden neuen Leitungen erst mal hinter der Verkleidung wieder hervor zu holen um sie im nächsten Schritt in den Hängeschrank hinein zu verlegen.
Um im Hängeschrank besser hantieren zu können habe ich ihn komplett leer geräumt und sämtliche Abdeckungen der vorhanden Elektroinstallation (Abzweigdosen 230V/12V und Kabelkanäle) entfernt.
Vom Hängeschrank aus konnte ich dann die Leitungen den restlichen Weg hinter der Verkleidung mittels dem Zugdraht einziehen. Es war geschafft, die Leitungen waren am Ziel angekommen.

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Nun zurück zur Quelle an der Rückseite vom Fahrersitz. Hier waren die beiden Leitungen zusammen mit den bestehenden zu bündeln. Hierfür wurde das Wickelband von den bestehenden Kabel und Leitungen runter und zusammen mit den neuen wieder aufgewickelt. Fertig, die Leitungen liegen anschlussfertig mit Aderendhülsen und Bezeichnungsschildern versehen am Tripple-Lader.
Nun war oben im Hängeschrank noch der Sicherungsautomat (30A), der aber in erster Linie zum Abschalten der Solarmodule dienen soll, und der Minus-Anschlusspunkt, hier habe ich eine passende Lüsterklemme vorgesehen, einzubauen. Hierfür wurde der Platz links von den Abzweigdosen auserkoren. Schnell war beides mit Holzschrauben an der Schrankrückwand befestigt, die Leitungen mit Adernendhülsen und Bezeichnungsschildern versehen und angeklemmt.
Nun nur noch die Anschlüsse am Tripple-Lader durchführen und die elektrische Installation ist fertig. Zum Schluss noch im Hängeschrank die Deckel der Kabelkanäle und Abzweigdosen schließen, den Schrank einräumen, Wohnmobilboden aufkehren, Sitzpolster und Tisch in Position bringen dann ist Feierabend.

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Jetzt fehlen nur noch die Solarmodule, die ich aber vom Händler montieren lassen will.

Gast am 17 Aug 2020 13:58:47

Bevor nun das Solarmodul auf das Dach kommt – ja, nach Rücksprache mit dem Werkstattmeister unseres Händlers wird es erst Mal ein 110Wp – habe ich den Hinweis einen Schalter zum zu- und abschalten des D+-Signals am Tripple-Lader aus diesem Wohnmobilforum aufgenommen. Dieser Schalter ermöglicht es, dass das Solarmodul auch während der Fahrt das Laden des Akkus übernimmt und nicht der im Tripple-Lader integrierte Booster.
Der Einbau war einfach. In die Verteilerplatte habe ich ein Loch mit 12mm Durchmesser gebohrt, in das der Kippschalter gesteckt und mit der Gegenmutter fest geschraubt wurde. Mit einem Zugdraht wurde dann eine weiße einadrige Litze vom Tripple-Lader zum Schalter unter dem Fahrersitz hindurch und wieder zurück eingezogen. Im weiteren haben die beiden Kabelenden auf der Schalterseite je einen isolierten Anschlusssteckern 6,3mm aufgepresst bekommen und wurden auf die Anschlusszungen aufgesteckt. Die am Tripple-Lader angeschlossene D+-Leitung habe ich abgeklemmt und mit einem Stoßverbinder mit einer der beiden Litzen zusammengequetscht. Die andere Litze wurde mit einer Aderendhülse versehen und wieder am D+-Anschluss angeklemmt.
Schon war die D+-Schaltung fertig.

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Gast am 17 Aug 2020 14:00:49

Endlich ist es soweit, das Solarmodul wird montiert. Nachdem ich alle Vorarbeiten in Eigenregie durchgeführt habe, haben wir uns entschieden das Modul vom Händler auf das Dach montieren zu lassen. Grund hierfür war die Dichtheitsgarantie von Knaus, die nicht mehr gewährleistet worden wäre, hätte ich den Dachdurchbruch für die Solarstromleitungen selbst gemacht. Außerdem hatte ich vor dieser Arbeit am meisten Bammel. Was ist, wenn ich den Durchbruch vermassel?!?

Was mich mit der Abwicklung durch den Händler nicht ganz so glücklich machte ist, dass ich das Solarmodul ebenfalls über ihn beziehen musste und er in erster Linie die Firma Büttner als Modullieferant hat. Auch einen Split des Auftrags, der Händler macht den Durchbruch und setzt den Kabelkasten und ich montiere das Modul und erledige die Leitungsdurchführung lehnte der Händler mit der Begründung ab, dass er dann auf seinen Teil der Montage keine Gewährleistung geben kann.
Also haben wir uns schweren Herzen damit abgefunden und uns ein Büttner Black Line MT SM 110 MC mit 72 Zellen in MultiCell-Technologie verschalten auf das Dach kleben lassen.

Die Arbeiten wurden sauber ausgeführt. Der Dachdurchbruch erfolgte wie gewünscht im linken Hängeschrank über dem Tisch, in dem ich die Anschlusspunkte schon vormontiert hatte. Der Anschluss wurde ebenfalls sauber durchgeführt.

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ulfertg am 17 Aug 2020 19:49:25

Hallo Holger,

wieder super dokumentiert, danke für deine Mühe!

Warum hast du deine Satellitenschüssel entfernt?
Könnt ihr mit TV genauso wenig anfangen wie ich? :lach:
Ich konnte Knaus ja leider nicht davon überzeugen TV und Satellitenanlage nur beizulegen und nicht zu montieren.
Daher hab ich die Halteplatte bei meinem Fahrzeug recht mühsam entfernen müssen.
Die Platte hatte Knaus leider zusätzlich verschraubt, ich vermute damit sie fixiert ist und keine Ruhezeiten für den Kleber eingehalten werden müssen.
Trotz Verschraubung und ca. 12 Monaten seit Fahrzeugübergabe war der Kleber relativ weich, außer direkt an den Rändern. Die Löcher der Verschraubung habe ich mit Epoxy gefüllt und danach lackiert.
Lohn der Mühe war dann reichlich Platz auf dem Dach welchen ich mit 3x120WP Modulen genutzt habe.

Über den Verlust der Dichtheitsgarantie mache ich mir ehrlich gesagt keine Gedanken, die bisherigen Versuche von Garantieabwicklungen haben mir gezeigt, dass ich von Knaus ohne Kampf keine Unterstützung erwarten darf. Und um mich mit denen zu streiten ist mir meine Zeit zu schade.
Mein Händler war natürlich scharf darauf die jährliche Prüfung durchzuführen und aus Neugier hab ich ihn das mal machen lassen.
Er hat für die 150€ an verschiedenen Stellen des Unterbodens Bitumen über den vorhanden Dreck gesprüht. Und natürlich einen Stempel ins Heftchen gesetzt. Naja :D

Jedenfalls gefällt mir das Dach mit Solar wesentlich besser als vorher:

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Gast am 17 Aug 2020 19:59:06

ulfertg hat geschrieben:...Warum hast du deine Satellitenschüssel entfernt?


Die SAT-Schüssel ist aktuell zur Überprüfung bei ten Haaft, weil sie sporadische Aussetzer im Drehantrieb hatte.

Könnt ihr mit TV genauso wenig anfangen wie ich? :lach:


Ich muss zugeben, auf den letzten Fahrten haben wir sie nicht wirklich vermisst. :mrgreen:

...Lohn der Mühe war dann reichlich Platz auf dem Dach welchen ich mit 3x120WP Modulen genutzt habe.


Sauber, jetzt kannst du ja deinen geernteten Strom verkaufen. :top:

andwein am 18 Aug 2020 10:12:05

hmarburg hat geschrieben:Endlich ist es soweit, das Solarmodul wird montiert.

Gratulation, von mir ein Plus für die Doku.
Gruß Andreas

Stocki333 am 18 Aug 2020 16:35:05

Hallo Holger.
Bin schon neugierig wie sich dein Solarmodul in der Praxis schlägt. Deine Doku sind ja immer Lesenswert und gut geschrieben.
dafür an Gutn.
Gruß Franz

ulfertg am 24 Aug 2020 00:33:26

Hallo Holger,
ich beschäftige mich gerade mit der Stilllegung des Nebenladezweiges des Schaudt EBL 252.
Die einfachste Lösung wäre Pin A7 der Ladeeinheit auf Pin 6 des Blocks 7 zu legen.
Dadurch wird das "Laderelais Starterbatterie" nicht mehr geschlossen.
Allerdings ist da laut Schaltplan noch ein nicht näher spezifizierter Widerstand im originalen Leitungsweg zu der Ladekontrollleuchte die mir etwas Sorgen macht.

Jetzt habe ich gerade gesehen, dass du ein "Landstromsignal" des Triple auf den Pin 6 des Blocks 7 gelegt hast.
Was ist das für ein Signal? Handelt es sich um einfaches 12V (TR OK)?

Viele Grüße
Ulf

Gast am 24 Aug 2020 07:13:10

Hallo Ulf,

ulfertg hat geschrieben:...Stilllegung des Nebenladezweiges...die Lösung wäre Pin A7 der Ladeeinheit auf Pin 6 des Blocks 7 zu legen... "Laderelais Starterbatterie" nicht mehr geschlossen...laut Schaltplan...Widerstand im originalen Leitungsweg zu der Ladekontrollleuchte...


Zuerst mal eine Frage, warum möchtest du den Nebenladezweig für die Starterbatterie still legen?

Der von dir benannte Widerstand wird für die Anzeige der Spannung am Bedienpanel (bei mir LT 315) von der Starterbatterie verwendet.
Um den brauchst du dir keine Sorgen zu machen.

Jetzt habe ich gerade gesehen, dass du ein "Landstromsignal" des Triple auf den Pin 6 des Blocks 7 gelegt hast.
Was ist das für ein Signal? Handelt es sich um einfaches 12V (TR OK)?


Das Landstromsignal kommt vom Tripple an der Klemme +86 und geht beim EBL auf Block 7 Klemme 6. Hier handelt es sich um ein 12V-Signal, dass der Tripple aussendet, wenn er Landstrom bekommt. Durch meine Verschaltung leuchtet am Bedienpanel LT 315 die Landstromanzeige.
Das hat aber nichts mit dem Dip-Schalter bzw. Klemme TR-OK zu tun. Diese Funktion schaltet bei jeglicher Ladung (Land, Booster, Solar) und kann z.B. für die Ansteuerung eines Hochleistungsrelais verwendet werden. Dies kann notwendig sein bei sehr hohen Verbraucherströmen z.B. für Klimaanlagenbetrieb während der Fahrt durch leistungsstarken Wechselrichter.

ulfertg am 24 Aug 2020 09:30:43

hmarburg hat geschrieben:... warum möchtest du den Nebenladezweig für die Starterbatterie still legen?

Ich habe einen Victron MPPT Solarregler und einen Votronic VCC1212-90 Booster verbaut.
Der MPPT hat keinen Ausgang für einen Nebenladezweig, der Booster kann das aber (optional) übernehmen.
Damit ich, falls ich am Landstrom hänge, nicht gleichzeitig zwei Nebenladezweige in Betrieb habe, möchte ich den im EBL Integrierten stilllegen.
Das Ladegerät des EBL möchte ich bei Bedarf aber noch nutzen können, auch wenn ich hoffe, dass das nur noch selten nötig sein wird.

Der von dir benannte Widerstand wird für die Anzeige der Spannung am Bedienpanel (bei mir LT 315) von der Starterbatterie verwendet.

Bist du da ganz sicher? Weil er doch im Signalweg von Klemme A10 zu Block 7 Klemme 6 liegt? Wird die Anzeige der Spannung der Starterbatterie nicht von Block 7 Klemme 8 generiert?
Ich würde gerne den Schaltplan posten und entsprechend markieren, aber ich fürchte das verstößt gegen das Urheberrecht von Schaudt.

Das Landstromsignal kommt vom Tripple an der Klemme +86 und geht beim EBL auf Block 7 Klemme 6.

Ist das eine interne Klemme? In der Anleitung von Votronic finde ich sie nicht am Triple.
Die Bezeichnung "Klemme 86" wird doch in der Regel für "Eingang Schaltrelais" verwendet?
Schaltet die vielleicht intern das Landstrom-Lademodul über ein Relais auf?

Ich hoffe du verzeihst meine Fragen - ich bin kein Elektrofachmann und muss für mein Verständnis sicher Sachen fragen, die für für dich vermutlich offensichtlich sind.

Gast am 24 Aug 2020 10:21:34

ulfertg hat geschrieben:...einen Nebenladezweig...der Booster kann das aber (optional) übernehmen...Das Ladegerät des EBL möchte ich bei Bedarf aber noch nutzen können...


Okay.

Bist du da ganz sicher? Weil er doch im Signalweg von Klemme A10 zu Block 7 Klemme 6 liegt? Wird die Anzeige der Spannung der Starterbatterie nicht von Block 7 Klemme 8 generiert?


Ach so, du meinst den Widerstand für die Anzeige der Netzkontrolle. Okay, wenn du natürlich die Verbindung A7 vom Ladegerät auf die Steuerplatine A10 trennst, hast du diese Anzeige nicht mehr.
Eine andere Möglichkeit wäre, wenn das Laderelais Starterbatterie in einem Stecksockel sitzt, dieses einfach heraus zu nehmen. Dann bräuchtest du die Verbindung A7 nach A10 nicht trennen und hättest weiter die Anzeige Netzkontrolle.

...Ist das eine interne Klemme? In der Anleitung von Votronic finde ich sie nicht am Triple.
Die Bezeichnung "Klemme 86" wird doch in der Regel für "Eingang Schaltrelais" verwendet?
Schaltet die vielleicht intern das Landstrom-Lademodul über ein Relais auf?


Du setzt einen Booster von Votronic ein und ich habe einen Tripple-Lader am laufen. Daher kommen die Unterschiede.
Bei deinem Booster kannst du keine Netzkontrolle abgreifen.

ulfertg am 24 Aug 2020 10:46:33

Eine andere Möglichkeit wäre, wenn das Laderelais Starterbatterie in einem Stecksockel sitzt, dieses einfach heraus zu nehmen. Dann bräuchtest du die Verbindung A7 nach A10 nicht trennen und hättest weiter die Anzeige Netzkontrolle.

Danke für den Tipp, leider ist das Relais verlötet.

Bei deinem Booster kannst du keine Netzkontrolle abgreifen.

Das hab ich nicht vor, ich wollte nur verstehen, ob es funktioniert 12V direkt an Block 7 Klemme 6 zu legen, damit die Ladekontrollleuchte brennt.
Dann würde ich A7 vom LAS 1218 noch mal messen.
Momentan gehe ich davon aus, das dort während des Netzbetriebes 12V anliegen, die könnte ich dann direkt auf Block 7 Klemme 6 legen.
Ich bin dann nur weiterhin über den Widerstand verwundert ;)
Aber wenn es bei dir keine Probleme macht 12V direkt an die Klemme zu legen, sollte es bei mir ja auch funktionieren.

Gast am 24 Aug 2020 12:23:25

ulfertg hat geschrieben:...Aber wenn es bei dir keine Probleme macht 12V direkt an die Klemme zu legen, sollte es bei mir ja auch funktionieren.


Das sehe ich auch so.

Hannus am 24 Aug 2020 15:36:21

Hallo

Ich würde einfach den Varistor im Ladezweig abtrennen. Der sollte leicht und eindeutig zu finden sein.

12V direkt an die Anzeige LED währe mir ein wenig zu heikel. Wenn, dann mit Widerstand dazwischen.

Gruß Egon

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