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Erweiterung Elektrokapazität Knaus Van TI 650 MEG Platinium 1, 2, 3


ulfertg am 24 Aug 2020 16:23:42

Hannus hat geschrieben:Hallo
Ich würde einfach den Varistor im Ladezweig abtrennen.


Meinst du dieses Bauteil?

Ich dachte das sei ein PTC (Kaltleiter)?

Das ist auch eine gute Idee, aber ich glaube ich versuche es erstmal mit einem Widerstand.
Ich werde berichten.

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ulfertg am 24 Aug 2020 21:16:31

Ich habe einen 1K Ohm Widerstand zwischen A10 und Block 7 Klemme 6 gesetzt, damit fließt ungefähr der gleiche Strom wie im Originalzustand.
Zusätzlich habe ich noch eine fliegende Sicherung vor den Widerstand gesetzt.
Ist wahrscheinlich doppelt gemoppelt, aber sie lag halt noch herum :)

Hannus am 25 Aug 2020 09:17:06

Hast natürlich recht, Irrtum meinerseits. Aber das Teil meinte ich.

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Gast am 25 Aug 2020 09:33:53

Hallo Zusammen,

jetzt hätte ich fast vergessen der Vollständigkeit halber den letzten Stand der E-Pläne für den Umbau hier zu veröffentlichen.

29345 29346

thomi63 am 28 Jan 2021 18:52:49

Hallo,

Ich bin kurz davor aufzurüsten und brauche ein wenig Fachwissen von Euch.
Meine AGM-Batterie möchte ich tauschen gegen eine LifePO4.
Heute sagte man mir, ich könnte die LifePo4 mit dem vorhandenen Schaudt EBL 252 laden, wäre aber nicht optimal.
Was sagen die Experten dazu?
Dazu würde man mir einen Schaudt Ladebooster einbauen und am Schaudt EBL könnte ich bei Bedarf auch noch ein mobiles Solarpanel anschließen.

Ist das eine vernünftige Lösung?

Gast am 28 Jan 2021 21:32:20

Hallo,


thomi63 hat geschrieben:...Heute sagte man mir, ich könnte die LifePo4 mit dem vorhandenen Schaudt EBL 252 laden, wäre aber nicht optimal. Was sagen die Experten dazu?


Ja die Ladung mit dem EBL 252 ist nicht optimal, da er nicht die für die LiFePO4 benötigte Ladeschlussspannung liefert.
Wichtig ist auf jeden Fall, dass du am EBL den Batteriewahlschalter von AGM auf Blei/Säure stellst, sonst schaltet das Batteriemanagementsystem (BMS) der LiFePO4 wegen der hohen Ladeschlussspannung ab.

Dazu würde man mir einen Schaudt Ladebooster einbauen und am Schaudt EBL könnte ich bei Bedarf auch noch ein mobiles Solarpanel anschließen. Ist das eine vernünftige Lösung?


Sehe ich das richtig, du lässt den Umbau machen?

Sorge dafür, dass die beiden Ladegeräte, Booster + Solar, eine Einstellung für LiFePO4 haben.
Der Booster sollte mehr als 25A Ladestrom liefern können, hier wäre der WA 121545 von Schaudt die bessere Wahl. So bekommst du die LiFePO4 zügig voll geladen.
Der Booster sollte aber so installiert werden, dass er am EBL vorbei geschleift wird und der Ladestrom somit nicht über das EBL läuft. So ist es auch möglich den Booster zur LiFePO4 unter den Fahrersitz zu installieren. Je nachdem welchen Ladestrom du am Booster einstellst müssen die Leitungen zwischen Starterbatterie, Booster und LiFePO4 durch stärkere Leitungen ersetzt und auch die Absicherung angepasst werden.
Beim Solarregler würde ich ebenfalls nicht über den EBL gehen, sondern direkt auf die LiFePO4. Auch hier kann dann der Regler nahe der LiFePO4 gebaut werden.

Gast am 28 Jan 2021 21:48:04

hmarburg hat geschrieben:...Beim Solarregler würde ich ebenfalls nicht über den EBL gehen, sondern direkt auf die LiFePO4. Auch hier kann dann der Regler nahe der LiFePO4 gebaut werden.


Noch ein Punkt. Die Solarregler von Schaudt sind nicht auf LiFePO4 einstellbar und daher nicht für dich geeignet.
Hier empfehle ich ein Gerät von Votronic z.B. MPP XXX Duo Dig., wobei für XXX die max. Solarleistung Wp eingesetzt wird.

thomi63 am 28 Jan 2021 21:56:19

Hallo Holger,
Nicht optimal heißt?
Muss ich mit Schäden rechnen oder dauert das laden vielleicht nur ein wenig länger?
Ich hätte auch noch die Option den Votronic VBSC 30/20/250 einbauen zu lassen, aber das sind 800€ mehr gegenüber dem Booster von Schaudt.

Danke für Deine Hilfe,

thomi63 am 28 Jan 2021 22:01:53

Lat Werkstatt soll ich am EBL 252 ein Solarpanel anschließen können und die LifePO4 würde damit geladen.
Jetzt bin ich total unsicher

Gast am 28 Jan 2021 22:04:48

thomi63 hat geschrieben:Lat Werkstatt soll ich am EBL 252 ein Solarpanel anschließen können und die LifePO4 würde damit geladen.
Jetzt bin ich total unsicher


Ein Solarpanel kannst du nicht direkt anschließen. Da muss auf jeden Fall ein Solarregler dazwischen, ohne geht nicht.
Der EBL 252 hat keinen internen Solarregler.

7xy am 12 Dez 2021 19:15:47

hmarburg hat geschrieben:4.7. Leitungsverlegung Fahrersitz zur Starterbatterie
Die Verlegung der 12V-Leitungen und des Batteriemassebands erfolgt unter dem Fahrerhausbelags hindurch. Hierfür habe ich mit einen scharfen Messer den Dämmschaumstoff unter dem Belag auf Höhe der rechten Sitzkonsolenbefestigung entfernt und die ab gelängten Leitungen und das Masseband durchgeführt.

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Hallo Holger,

danke für diese sehr hilfreiche und detaillierte Dokumentation. Bin auch gerade am Planen. Habe mir auch die Potentialausgleichsschiene besorgt, passt gut und ist wesentlich günstiger wie eine Busbar. Eine Frage zum Anschluß des Massebandes. Auf einem Deiner Bilder sieht man das dieses an einer der Verschraubungen des Batteriekastens angebracht wurde. Gibt es dabei etwas zu beachten, um eine gute Leitfähigkeit zu erreichen? Sollte man es nicht am Massepunkt der Bordbatterie vor dem Beifahrersitz anbringen?

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Sorry für die vielen Fragen.

Gast am 12 Dez 2021 20:05:10

7xy hat geschrieben:...danke für diese sehr hilfreiche und detaillierte Dokumentation...


Dankeschön, ein Lob liest man gerne!

....Eine Frage zum Anschluß des Massebandes. Auf einem Deiner Bilder sieht man das dieses an einer der Verschraubungen des Batteriekastens angebracht wurde. Gibt es dabei etwas zu beachten, um eine gute Leitfähigkeit zu erreichen? Sollte man es nicht am Massepunkt der Bordbatterie vor dem Beifahrersitz anbringen?


Was den Anschluss des Massebandes angeht, muss ich dir recht geben. Es wäre auf jeden Fall besser gewesen dieses am Massepunkt der Bordbatterie anzuschließen und das ganze mit Zahnscheibe und Beilagscheibe, genauso wie der vorhandene Anschluss. Mein Anschluss ist, was ich inzwischen gelernt habe, genau genommen Bullshit.
Davon ab habe ich aber auch eine Verbindungsleitung vom Bordbatterie-Minus auf die Masseschiene gelegt.

Im Frühjahr will ich eh noch mal ran, da ich die jetzt noch ungeschützten Leitungen mit Wellschläuchen gegen durchscheuern sichern will.
Dann werde ich die Masseverbindung noch mal nacharbeiten.
Eventuell auch die Akku-Befestigung von Spannbändern auf Haltebügel ändern.

7xy am 13 Dez 2021 21:08:44

hmarburg hat geschrieben:Was den Anschluss des Massebandes angeht, muss ich dir recht geben. Es wäre auf jeden Fall besser gewesen dieses am Massepunkt der Bordbatterie anzuschließen und das ganze mit Zahnscheibe und Beilagscheibe, genauso wie der vorhandene Anschluss. Mein Anschluss ist, was ich inzwischen gelernt habe, genau genommen Bullshit.


Oh, ich habe mir die Potenzialausgleichsschiene und ein Masseband schon besorgt.

hmarburg hat geschrieben:Davon ab habe ich aber auch eine Verbindungsleitung vom Bordbatterie-Minus auf die Masseschiene gelegt.


Reicht das dann zusätzlich zum Masseband?

hmarburg hat geschrieben:Im Frühjahr will ich eh noch mal ran, da ich die jetzt noch ungeschützten Leitungen mit Wellschläuchen gegen durchscheuern sichern will.
Dann werde ich die Masseverbindung noch mal nacharbeiten.
Eventuell auch die Akku-Befestigung von Spannbändern auf Haltebügel ändern.


Ich habe mir bei Ebay-Kleinanzeigen diese Halterung besorgt. --> Link Er hat noch eine übrig.

Danke für Deine Offenheit. Habe mir viel bei Dir abgekuckt. Gibt es außer dem Maasseband und den Wellrohren noch etwas, was Du anders machen würdest? Wellrohre habe ich schon verlegt.

Gast am 13 Dez 2021 21:24:21

7xy hat geschrieben:...Oh, ich habe mir die Potenzialausgleichsschiene und ein Masseband schon besorgt....


Die Potentialausgleichsschiene und das Masseband an sich sind voll okay. Du solltest nur darauf achten, dass du das Masseband an der Masseschraube der Starterbatterie anzuklemmen.

Reicht das dann zusätzlich zum Masseband?


Ja, ich habe 16qmm verlegt. Das ist der gleiche Querschnitt, mit dem ich vom Pluspol der Starterbatterie zum Booster gehe.

Ich habe mir bei Ebay-Kleinanzeigen diese Halterung besorgt. --> Link Er hat noch eine übrig.


Ich will weg von den Spannbändern, aber danke für den Link.

Danke für Deine Offenheit. Habe mir viel bei Dir abgekuckt. Gibt es außer dem Masseband und den Wellrohren noch etwas, was Du anders machen würdest? Wellrohre habe ich schon verlegt.


Wie gesagt, beim Masseband gefällt mir nur nicht der Anschluss den ich ans Chassis gemacht habe, das Band selbst ist okay.
Bis auf den mechanischen Leitungsschutz würde ich es wieder so bauen.

7xy am 20 Dez 2021 11:24:13

7xy hat geschrieben:...Oh, ich habe mir die Potenzialausgleichsschiene und ein Masseband schon besorgt....


hmarburg hat geschrieben:Die Potentialausgleichsschiene und das Masseband an sich sind voll okay. Du solltest nur darauf achten, dass du das Masseband an der Masseschraube der Starterbatterie anzuklemmen.


Hatte jetzt eine Revision meines Planes mit einem Experten. Dem gefiel die Ausgleichsschiene und das Masseband überhaupt nicht. Er meinte, für den Triebkopf von Fiat sei das in Ordnung, aber im Aufbau aus GFK würden alle elektrischen Leitungen mit extra Masse-Kabeln verlegt. Wir haben das jetzt mit einem zusätzlichen Massekabel an die Starterbatterie und einer 300 A Busbar gelöst.


Gast am 20 Dez 2021 11:42:03

7xy hat geschrieben:...Dem gefiel die Ausgleichsschiene und das Masseband überhaupt nicht... Wir haben das jetzt mit einem zusätzlichen Massekabel an die Starterbatterie und einer 300 A Busbar gelöst....


Auch eine gute Lösung, die funktionieren wird.

Westkurve am 19 Okt 2022 17:07:19

Hallo zusammen!

Holger, ich hoffe es ist in Ordnung, wenn ich Deinen Thread hier “kapere“.
Wir haben praktisch ein identisches Fahrzeug (Knaus VAN Ti 650 MEG, Baujahr 2018, Peugeot Boxer).
... übrigens auch vom Frey ;-)

Die zwei vorhandenen AGM unterm Fahrersitz sind hinüber. Ich würde gerne eine Lithium einbauen lassen.

Ich habe von Elektrik - bis auf das mittlerweile angelesene gefährliche Internet-Halbwissen - keine Ahnung. Deshalb werde ich erst gar nicht versuchen selber was zu machen sondern zu einer Fachwerkstatt gehen. Genau genommen war ich schon dort, bekomme aber unterschiedliche Infos.

Es geht einzig und alleine um den Ladebooster. Einer sagt “unbedingt“, der nächste “völlig unnötig“.
Ich verstehe zwar fast nix von dem, was Du hier alles dokumentiert hast, habe aber die Hoffnung, dass Du hierzu eine fundierte Aussage treffen kannst, da Du ja das identische Fahrzeug mit identischer Verkabelung usw. kennst.

Aktuell ist alles noch im Orignalzustand mit dem Schaudt EBL 252 unter der Sitzbank.
Wenn ich jetzt auf Lithium umrüsten lasse, was trifft dann warum zu:

- Ladebooster unbedingt erforderlich, weil... (Schutz vor zu hohen Strömen, Stichwort Verkabelung)
- Ladebooster komplett unnötig, weil...
- Ladebooster nice to have, weil... (z.B. schnellere Ladung)

Ich würde mich sehr freuen, wenn Du da für mich Licht ins Dunkel bringen könntest.
Natürlich darf auch gerne jeder andere antworten :-)

Im nächsten Schritt ist dann auch Solar geplant. Allerdings erst nächstes Jahr, muss erst die Kasse wieder auffüllen. Und das mach ich dann vielleicht auch selbst.

Gruß Rouven

Gast am 19 Okt 2022 20:41:38

Westkurve hat geschrieben:...Die zwei vorhandenen AGM unterm Fahrersitz sind hinüber. Ich würde gerne eine Lithium einbauen lassen.


Hallo Rouven,

hast du schon einen Akku in der nähern Auswahl? Wie viel Ah sind in Planung?



...Wenn ich jetzt auf Lithium umrüsten lasse, was trifft dann warum zu:

- Ladebooster unbedingt erforderlich, weil... (Schutz vor zu hohen Strömen, Stichwort Verkabelung)
- Ladebooster komplett unnötig, weil...
- Ladebooster nice to have, weil... (z.B. schnellere Ladung)

Ich würde mich sehr freuen, wenn Du da für mich Licht ins Dunkel bringen könntest.


Ob ich dir die Erleuchtung bringen kann, nun ja, ich für mich würde mir wieder einen Einbauen.
Der Booster bringt mir die Gewissheit, dass während der Fahrt der Wohnraumakku optimiert geladen wird.
Ob ich mir wieder einen Tripple-Lader (Landstrom, Booster, Solar) nehmen würde, eher nicht. Nicht das mein Tripple-Lader irgendwelche Probleme macht. Aber im Nachhinein finde ich den integrierten Solarregler von seinen Daten her nicht wirklich gut, denn die Solar-Eingangsspannung ist zu gering.

Hoffe ich konnte dir etwas weiter helfen.

Westkurve am 20 Okt 2022 07:02:40

Guten Morgen,

vielen Dank für Deine Antwort.

Hab mich bei der Batterie noch nicht ganz entschieden. Vermutlich wird es eine Bulltron, entweder 160 oder 200. Noch in der Verlosung ist CS-Batteries, Forster (identisch?) und Ective. Tendenz geht stark zur Bulltron.

Bin halt unsicher, ob es ohne Booster Probleme geben könnte (vorhandene Verkabelung nicht ausreichend), welche dann der neuen Batterie (oder der vorhandenen Starterbatterie) schaden könnten oder gar sicherheitsrelevant sind.
Wenn es nur darum geht, dass es halt mit Booster schneller lädt beim Fahren könnte ich erstmal damit leben. Es soll ja noch Solar aufs Dach und notfalls könnte ich den ja auch noch nachrüsten lassen.

Gruß Rouven

ulfertg am 20 Okt 2022 13:20:31

Hallo Rouven,
ein großer Vorteil des Boosters, wie Holger schon geschrieben hat, liegt darin dass der Ladestrom zum LiFePo4 Akku kontrolliert wird.
Dabei geht es mir in erster Linie gar nicht um eine kontrollierte Ladung der Batterie nach einer Kennlinie, sondern darum dass die Stärke des Ladestroms begrenzt werden kann (durch Auswahl des Boosters und / oder Einstellungen am Boosters zur Strombegrenzung) und somit auf eine vorhandene oder eine geplante erweiterte Verkabelung angepasst werden kann.

Kann die Umrüstung auf LiFePo4 in deinem Fahrzeug auch ohne Booster gut funktionieren?
Ich fürchte das läßt sich nicht sicher voraussagen, denn der Strom der von der Lima zu LiFePo4 fließen wird hängt von vielen Variablen ab: Der Länge und Stärke der Verkabelung, den Übergangswiderständen an den Verbindungen, dem SOC der beiden Batterien, der Temperatur (Stichwort Temperaturkompensation Lichtmaschine), dem Innenwiderstand der LiFePo4 (auch zu einem gewissen Grad Temperaturabhängig) und eventuell vorhandener weiterer starker Verbraucher.
Diese Liste ist ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Aus der Praxis: Ich habe das gleiche Fahrzeug wie Holger, dort ist ein 220A Generator verbaut.
Als ich meine Elektroplanung gemacht habe dachte ich: "Besser haben als brauchen" und habe einen 90A Booster verbaut.
Wenn der unter Vollast arbeitet sinkt die Spannung an der Starterbatterie im Sommer auf ca. 13,6V.
Bei einer direkt angeschlossenen (mit angenommenen niedrigen Leitungswiderständen) LiFePo4 mit gleichem Innenwiderstand (gleiche Kapazität) würde sich also im SOC Bereich 60-80% ein ähnlich hoher Strom (ca. 100A - wg. wegfall der Wandlungsverluste) einstellen.
Bei leerer LiFePo4 etwas mehr, bei voller weniger. Das alles zusätzlich beeinflusst durch die oben genannten Faktoren.
In jedem Fall deutlich für die ab Werk verbauten Komponenten.
Wobei die aufgrund der schwächeren Verkabelung einen höheren Spannungsabfall erzeugen und damit den Strom zu einem gewissen Maß begrenzen.

Das Thema ist leider komplex. Ich würde sagen: Wer sich gut mit der Technik auskennst (oder auf dem Weg dahin ist) könnte es erstmal ohne Booster probieren. Dann vorsichtig herantasten (z.B. LiFePo4 erstmal nur wenig entladen, vielleicht auf 98% SOC) und das System gut im Auge behalten (Ströme messen, falls möglich die Verkabelung mit einer Wärmebildkamera überprüfen). Wenn dann die Praxis zeigt, dass es funktioniert: Prima, Glück gehabt! Wenn nicht, wird noch ein Booster verbaut oder anderweitige Maßnahmen ergriffen.
Oder die vorhanden Verkabelung und den Innenwiderstand der Batterie durchmessen, die Kennlinie der Lima zur Hand nehmen und durchrechnen in welchem Rahmen sich das System verhalten wird.
Falls das System ohne große Rechnerei oder Experimente zuverlässig und eigenständig funktionieren soll rate ich zu einem Booster. Dann den Booster entweder auf die vorhandene Verkabelung auslegen oder die Verkabelung auf einen stärkeren Booster.
Denn wie zu Anfang geschrieben: der Booster stellt eine zuverlässige Begrenzung des Ladestroms her mit der geplant werden kann.


Zu der Batteriewahl: Hast du die Saftkiste schon gesehen? Ich habe dazu noch keine belastbaren technischen Informationen zu gefunden (nur die Eigenwerbung, die sich in der Vergangenheit bei anderen Marken leider als nicht ausreichend erwiesen hat), aber die ersten Berichte klingen positiv und das Konzept finde ich interessant. Bei der Bulltron finde ich die Einbindung des aktiven Balancers (der über den gesamten SOC Bereich arbeitet) für die Nutzung im WoMo eher ungünstig.
CS-Batteries würde ich niemanden empfehlen, die haben bis vor einiger Zeit mit A123 Markenzellen geworben aber nachweislich günstige Prismatische Zellen verbaut (wer einmal lügt, dem glaubt man nicht...).
Zu den beiden anderen in deiner Auswahl habe ich keine Erfahrungen.
Es gibt noch jede Menge weiter Anbieter, die auf den Zug der Fertig-LiFePo4 aufgesprungen sind weil die Margen so extrem hoch sind. Die meisten scheinen Fertig-Akkus aus China zu importieren, andere (z.B. Bulltron) importieren alle Komponenten aus China und setzen sie hier zusammen.
Das BMS der Saftkiste ist laut Hersteller eine Eigenentwicklung und somit eine Ausnahme. Ob das jetzt besser oder schlechter ist wird sich noch zeigen.

Acki am 20 Okt 2022 13:26:23

ulfertg hat geschrieben:... Bei der Bulltron finde ich die Einbindung des aktiven Balancers (der über den gesamten SOC Bereich arbeitet) für die Nutzung im WoMo eher ungünstig.
...

Warum?

ulfertg am 20 Okt 2022 13:47:56

Ich möchte diesen Thread nicht mit einer weiteren Technik-Detail-Diskussion zerstören, daher nur so kurz wie möglich:
Ein aktiver Balancer (dieser Bauart, also eines dass versucht die Spannungen stetig weiter anzugleichen) sorgt mit genügend Zeit dafür dass die Spannungen der einzelnen Zellen bei einem gegebenen SOC nahezu komplett ausgeglichen sind.
Leider ist ein z.B. bei 60% SOC ausgeglichenes Zellpaket (Stichwort Spannungsknick) nicht automatisch auch bei Ladeendspannung ausgeglichen - also da, wo es bei einer WoMo-Installation in aller Regel drauf ankommt (damit die Ladequellen den vollgeladenen Zustand über die Gesamtspannung erfassen und abschalten können).
Da der Ladevorgang deutlich schneller erfolgen kann als der Entladevorgang (Beispiel: Vollladung innerhalb 2 Stunden mit einem Booster nach mehreren Tagen frei Stehen mit Solar bei SOC zwischen 30% und 70%), kann dem aktiven Balancer die Zeit fehlen um die Umschichtung der Ladung vollständig rückgängig zu machen.
So ein aktiver Balancer kann also sogar bei einem gesunden Zellenpaket zur Abschaltung des BMS wg. OVP führen.

Für weiter Diskussionen hierzu schlage ich vor einen neuen Thread aufzumachen - oder einen der unzähligen vorhandenen weiter zu führen.

Acki am 21 Okt 2022 07:12:50

ulfertg hat geschrieben:...
Für weiter Diskussionen hierzu schlage ich vor einen neuen Thread aufzumachen - oder einen der unzähligen vorhandenen weiter zu führen.

Dann darf ich Dich bitten dies hier einmal zu machen und uns belastbare Quellen und/oder praktische Werte/Messungen für Deine Theorien zum aktiven Balancer zu liefern!?

andwein am 21 Okt 2022 09:55:55

ulfertg hat geschrieben: nur so kurz wie möglich:
Leider ist ein z.B. bei 60% SOC ausgeglichenes Zellpaket (Stichwort Spannungsknick) nicht automatisch auch bei Ladeendspannung ausgeglichen - also da, wo es bei einer WoMo-Installation in aller Regel drauf ankommt (damit die Ladequellen den vollgeladenen Zustand über die Gesamtspannung erfassen und abschalten können).

Also ich kann die Aussage im Augenblick auf Basis des Beitrages nicht nachvollziehen. Vor allem ist mir nicht klar ob du damit sagen möchtest dass ein passiver Top Level Balancer mit 0,03A Balancerstrom besser ist als ein aktiver Differenzbalancer mit einem Ausgleichstrom von bis zu 5A. Diese Frage wäre nämlich die Konsequenz aus deiner Aussage.
Vielleicht hilft du mit und anderen das zu verstehen und die Frage aus deiner Sicht zu beantworten.
Gruß Andreas

ulfertg am 21 Okt 2022 14:26:59

Okay, wie gewünscht geht es hier zu dem (nerdigen) Thema "Aktiver Balancer" weiter: --> Link

basste315 am 22 Okt 2022 13:29:02

Westkurve hat geschrieben:Bin halt unsicher, ob es ohne Booster Probleme geben könnte (vorhandene Verkabelung nicht ausreichend), welche dann der neuen Batterie (oder der vorhandenen Starterbatterie) schaden könnten oder gar sicherheitsrelevant sind.
Wenn es nur darum geht, dass es halt mit Booster schneller lädt beim Fahren könnte ich erstmal damit leben.
Gruß Rouven

Hallo Rouven, vertraue zuerst jener Werkstatt, die KEINEN Booster einbauen will.
Ich habe vor dem Umbau auf Li gemessen, welche Ströme nach Motorstart über das Trennrelais zur halbleeren alten GEL-Batterie fließen.
Meine 130 A LIMA im Fiat/Hymer/2007 schaffte <30 A bei einer Kabelabsicherung von 50 A, also alles gut .....

Ich bin bisher problemlos ohne Booster ausgekommen, ein nachträglicher Einbau (bei Bedarf) wäre jederzeit möglich.
Zwischenbericht: --> Link

Mach dir keine Sorgen wegen "zu hoher Ströme", die Verkabelung sollte ja korrekt abgesichert sein, das wird die Fachwerkstatt sicher prüfen.

Helmut

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