da dies mein erster Beitrag ist, möchte ich mich erst mal kurz vorstellen.
Mein Name ist Stefan, wir fahren seit 14 Jahren regelmäßig mit Wohnwagen und nun gerade bin ich dabei einen Kastenwagen auszubauen, weil die Kinder auf dem Absprung sind. Das heißt natürlich zuerst mal lesen, lesen, lesen, planen und dazu kommt mit steigendem Lesevolumen natürlich auch immer mal wieder eine Frage auf. In unseren Wohnwagen habe ich immer eine "Minimalautarkielösung" eingebaut, also 15-20AH Batterie + Solarkoffer + herkömmliches Ladegerät. Ziel war, ein oder 2 Tage genügend Energie für Licht und Wasserpumpe zu haben. Ich bin also mit Fahrzeugelektrik, Elektronik und Technik ein wenig vertraut, aber bei weitem kein Profi.
Nun zu meinem aktuellen Plan, doch eins vorweg. Vielleicht ist diese Forum nicht ganz passend, es könnte sicher auch bei Solartechnik und Laderegler passen, aber eins geht nur. :)
Es ist ein Peugeot Boxer L3H2, den ich gerne so konfigurieren möchte, dass ich autark bin. Also habe ich zuerst den Verbrauch ermittelt und komme auf einen täglichen Verbrauch zwischen 45 und 54 Ah.

Als nächstes habe ich eine Solarkalkulation vorgenommen, dazu habe ich eine sehr übersichtliche Kalkulationshilfe im Internet gefunden, weiß nicht ob ich hier Werbung machen darf. Dann kann ich den Link ja noch hinzufügen. Diese Kalkulation bezieht die mittlere Sonnenstrahlung in Deutschland mit ein und anhand dieser Tabelle bin ich auf die oben beschriebene Konfiguration gestoßen, um damit von März bis September ohne Landstrom auszukommen: 100 Ah LiFeYPo und 300 Wp Solarleistung.
Jetzt stehe ich vor der Frage, wie ich das ganze möglichst elegant aufbauen soll und ich bitte euch um Meinungen zu meiner Planung.
Folgende Prämissen habe ich:
Ich möchte gerne so wenig wie möglich in die normale Fahrzeugelektrik eingreifen.
Zur Not möchte ich mit Landstrom laden können.
Die Batterie möchte ich aus Einzelzellen bauen, um eine schlanke Bauform zu haben.
Es soll möglichst lange (also zellenschonend) funktionieren.
Ich möchte nicht zu viele Geräte haben.
Nach vielem lesen bin ich beim ECS Greencontroller und den LiPro1-1 V2 RS485gelandet, das mir eine gute Kombination aus BMS, Laderegler und Batteriecomputer zu sein scheint. Als Zellen würde ich 100Ah LiFeYPo4 von Winston verwenden. Damit habe ich mal einen grundlegenden Entwurf gemacht:

Dabei haben mich hier viele Threads und Einträge inspiriert, insofern zwischendurch mal vielen Dank an alle, die sich hier so aktiv beteiligen.
Nun ist das ECS Zeug und die Zellen auch natürlich nicht gerade ein Schnäppchen, daher traue ich mich nicht so richtig, hier zu experimentieren. Ich habe beispielsweise folgende Fragen:
Sollen die Solarpanel in Reihe oder parallel geschaltet werden und welche Spannung ist sinnvoll?
Wenn der Landstrom angeschlossen wird, müssen dann die Solarpanel abgeklemmt werden?
Die gleiche Frage stellt sich für den Ladebooster und die Lichtmaschine?
Habe ich die ECS Doku richtig verstanden, dass ich die RS485 LiPros nehmen muss, wenn ich im GreenController Display die einzelnen Zellen auswerten möchte?
Habe ich die ECS Doku richtig verstanden, dass der Solarstrom von den Panels dann gleichzeitig zum Laden der Akkus und zum Verbrauch genutzt wird?
Wenn ich Landstrom verwende und 230 V brauche, habe ich so natürlich 2x Konverterverluste. Ist das kritisch? (Ich habe kaum 230 V Verbraucher)
Und die alles entscheidende Frage: Ist das ein sinnvoller Ansatz oder totaler Quatsch?
Vielen Dank für eure rege Teilnahme und schönen verregneten Sonntag nachmittag,
Stefan

