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Umbau Versorgungsbatterie Knaus AGM auf LiFePo4


Duerr am 19 Jun 2019 17:29:10

Hallo,

Ich plane nach 10 Jahren den Umbau meiner Versorgungsbatterie auf AGM Basis (12V 95Ah) auf Lithium Basis. Ich habe bereits einige Threads zu diesem Thema bei euch durchforstet bin aber nun ein wenig ratlos. Als erstes dachte ich bei den unterschiedlichen Anbietern (Super B, Liontron , Siga usw.) es wäre nur ein mechanischer Wechsel der Batterie unter dem Fahrersitz notwendig und ich muss nur das richtige bzw. passende Einbaumaß einhalten. Jetzt habe ich doch einiges über Ladebooster und Trennrelais gelesen und bin ein wenig verunsichert um hier nichts falsch zu machen. Ich hoffe hier kann mir jemand von euch helfen. Ich selber bin Elektrotechniker und würde den Aus- bzw. Umbau selber vornehmen.

Mein Wohnmobil ist ein 10 Jahre altes Knaus Sport 600 TR mit folgenden Ausbau :
Motor: Diesel Euro 4 Fiat Ducato
Ladeautomat: Calira LG-616-DS/IU
Verteilerbox: Calira VB05
Starterbatterie: AGM 63AH
Solarladeregler: Victron MPPT 75 I 15
Solarmodul: Faltbar Offgridtec 100W

Ziel ist es für mich mal 2-3 Tage autark irgendwo zu stehen. Diese Zeit gilt es mit der neuen Batterie einfach zu überbrücken. Es sollten also ca. 120Ah LiFePo4 ausreichen. Die Batterie sollte in das Batteriefach der alten AGM Batterie unter dem Fahrersitz passen.
Könnt Ihr mir helfen welche Zubehörteile und welche Batterie hier am besten zu verwenden wäre ? Kann ich mein vorhandenes Ladegerät mit einem Ladebooster weiter verwenden ? Brauche ich ein Trennrelais um Verschiebeströme zu vermeiden….

Danke und Lieber Gruß Dietmar

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Stocki333 am 19 Jun 2019 20:14:24

Hallo Dietmar
Schöne Beschreibung fürs erste Mal. Und herzlich willkommen im Forum.
Kann ich mein vorhandenes Ladegerät mit einem Ladebooster weiter verwenden

Das Gerät kenn ich nicht, habe wohl eine Bildungslücke.
Brauche ich ein Trennrelais um Verschiebeströme zu vermeiden….

Normalerweise hast du ein eingebautes Trennrelais. wenn du die Maschine startest wird das Trennrelais aktiviert un d verbindet Starterbatterie mit der Servicebatterie. So wird die S-Batterie geladen. Beim Calira kommt jetzt noch etwas hinzu. Das ist Spggesteuert vom Ebl. Und fällt erst ab wenn die Sevicebatterie 12,5 Volt hat. Da ist eine Lithium leer.Wärst also nicht der erste der mit leerer Aufbaubatterie am Ziel ankommt. einfach die BA durchlesen, dann verstehst du das besser.
Allerdings kommt jetzt noch das Ladegerät mit Ladebooster ins Spiel. Die Verschaltung sollte man kennen .Sonst schreibe ich über ungelegte Eier.
Wenn deine AGM leer ist. Welcher Ladestrom fliest in deine Servicebatterie über die LM ohne Landstrom.
Welche lithium hast du im Blickfeld.
Temperatur verhalten beim Laden und die 0 Grad Grenze sind dir klar.
Du bist ja schon draufgekommen, das sich der 1:1 Tausch auf den Platzbedarf bezieht. :cry:
Mal in Ruhe das durchdenken was ich geschrieben. Dann kannst du auch gezielter Fragen stellen.
Und allen accus ist gemeinsam. Die volle Kapazität kannst du auch entnehmen.
Gruß Franz

Duerr am 19 Jun 2019 21:35:24

Hallo Franz,

danke für Deine Antwort. Hier mal Auszüge aus der BA des LG616 :
Verwendungszweck
Der Ladeautomat dient ausschließlich dem Laden von 12 V Bleiakkumulatoren, bestehend aus 6 Einzelzellen (z. B. Autobatterie), mit einer Kapazität von 50 – 160 Ah. Er ist universell
einsetzbar und für Dauerbetrieb und Parallelbetrieb ausgelegt. Das bevorzugte Einsatzgebiet des Ladeautomaten sind Batterien mit Gel-, AGM oder Flüssigelektrolyt. Das Gerät ist für den
Einbau in Caravans, Motorcaravans und Boote bestimmt.

Technische Daten im Anhang.




Batterie würde ich die Lionsgate bevorzugen. Mit 100Ah inkl. BMS und Bluetooth Funktion. Temperaturverhalten ist mir eigentlich klar. Ab 0°C wird es mit dem Laden der Batterie schwierig bzw. gibt es nur noch wenig Typen die hier laden können. Wenn Du das meinst. Im Winter bin ich aber eigentlich nicht unterwegs.

Die Parallelschaltung der Batterie wird aber ja erst aufgehoben wenn die Spannung unter 13,2V fällt, Ab 13,7V wird wieder parallel geschalten. Sollte doch passen. oder sehe ich das falsch ?

Danke und Gruß Dietmar

Stocki333 am 19 Jun 2019 23:03:28

Hallo Dietmar
Die Parallelschaltung der Batterie wird aber ja erst aufgehoben wenn die Spannung unter 13,2V fällt, Ab 13,7V wird wieder parallel geschalten. Sollte doch passen. oder sehe ich das falsch ?

Damit kann man leben.
Allerdings kommt jetzt noch das Ladegerät mit Ladebooster ins Spiel.

Dieses amoröse Teil fehlt mir noch. :? Hast aber du beschrieben.
die Einstellung von Ebl wäre Blei Säure.
Wenn Temperatursensoren Verbaut sind. Abschliesen sind kontraproduktiv.
Wenn ich mir die verbauten Kabelstärken so anschaue auf dem Plan, kannst du es riskieren ohne Ladebooster zu arbeiten.
2 Dinge dazu mußt du beachten.
Wenn du den Accu eingebaut hast. Den Strom messen der bei laufender Maschine in den Accu fliest. Nicht das der Ladestrom zu hoch ist und du Spätschäden an Verkabelung oder an den Steckverbindungen des ebl bekommst.
Bei Lion mußt du aufpassen wenn du ohne Booster arbeiten willst. Die sind sau empfindlich auf zu hohe Spannung. Und gehen auf Störung. Gab dort eine Änderung des Bms. Also aufpassen was du kaufst. gibt hier schon genug Feedback.
Aber es gibt auch andere Anbieter die für dich in Frage kommen.
--> Link
CS oder Robur
Gibt auch LiFePO4 die tiefer als 0 Grad gehen.
Aber falls du einen Booster einbauen solltest, nimm einen Schaudt 25 A. diesen Ladestrom hält auch deine Steckverbinder aus.Dann baust du noch einen Schalter ein. Sollte der Accu mal zu kalt sein, kannst du elegant mit einem Finger die Ladung unterbrechen. So als kleiner Tipp.
Wenn deine AGM leer ist. Welcher Ladestrom fliest in deine Servicebatterie über die LM ohne Landstrom.

Diese Frage habe ich mit Absicht gestellt. ;D :lach:
Als Strombremser von Beruf sollte man den kennen. :gruebel: :juggle:
Gruß Franz

WomoTechnikService am 20 Jun 2019 07:44:13

Stocki333 hat geschrieben:Sollte der Accu mal zu kalt sein, kannst du elegant mit einem Finger die Ladung unterbrechen.


Leute... lasst es! Ich kann nicht verstehen, dass immer wieder solche Tipps gegeben werden! Der Akku ist hin, wenn er unter 0 Grad geladen wird, möglich, dass Ihr das wisst und immer an den Schalter denkt, der Meister in der Werkstatt, dem Ihr das abends beim Abgeben des Autos sagt, denkt morgens nicht mehr daran, wenn er dem Monteur den Schlüssel gibt... diese Batterien sind nicht wohnmobilgeeignet!

Wer nun nicht den Bausatz von Winston (der bis -45 Grad geladen werden darf) nehmen will und eine Fertigbatterie bevorzugt, sollte dann eine automatische Lösung wie die von Fraron nehmen, die es eingebaut hat, dass sie nicht unter 0 Grad geladen werden kann.

LG Peter

mv4 am 20 Jun 2019 08:53:53

peter....es gibt noch andere hersteller die auch unter 0 Grad ladefähig sind zb. --> Link

WomoTechnikService am 20 Jun 2019 15:09:45

mv4 hat geschrieben:peter....es gibt noch andere hersteller die auch unter 0 Grad ladefähig sind zb. --> Link


1. ist das zwar anzunehmen, da Yttrium mit drin ist, aber ich kann es nirgends finden...
2. passt da nur die 100er unter einen Wohnmobilsitz bzw. dahin, wo vorher zwei Blei waren...
3. hier gibt es echte Frostsicherheit und reichlich Zyklen:



LG Peter

heinz28 am 20 Jun 2019 17:45:37

Hallo Peter,
auf der Seite steht:

4 Lithium-Yttrium-Eisenphosphat Zellen

Stocki333 am 20 Jun 2019 19:33:07

Hallo Peter
L Der Akku ist hin, wenn er unter 0 Grad geladen wird, möglich, dass Ihr das wisst und immer an den Schalter denkt, der Meister in der Werkstatt, dem Ihr das abends beim Abgeben des Autos sagt, denkt morgens nicht mehr daran, wenn er dem Monteur den Schlüssel gibt... diese Batterien sind nicht wohnmobilgeeignet!

Eigentlich hast du in fast allen Punkten recht. Und was zählt wirklich. Leider der Preis. Und das Marketingversprechen. Der bessere Gewinnt. Leider so. Auf die Temperaturproblemematik kannst du Hinweisen und Mahnen, Ganz Wenige nehmen einen Rat an. Manchal die, die das zusätzliche Geld nicht gerade aus dem Ärmel schütteln. Der hat viel mehr Interrese an guten Produkten und Problenloses Händling.
Der Rest glaubt halt, mir wird das sicher nicht passieren. Du weist ja Glauben....
Und der lion hat nun mal ein Feature das viele wollen. spart man sich den BC. Aber der Rest...
Womit wir wieder beim Marketing sind. So schliest sich der Kreis.
Und was mache ich. Ich schreibe für die Schadensminimierung in der Zukunft. damit nicht der erste Urlaub schon schief geht. Und ehrlich, ich warte ich auf die erste Meldung von einem Ehrilchen User der sagt, ich habe nicht bemerkt das es kalt ist, darum....
Nur so meine Gadanken dazu
Franz

lowbattery am 20 Jun 2019 20:21:47

Hallo Dietmar,

um wieder auf deine Fragen zurückzukommen: Der Anschlußplan zeigt zwischen Starter- (1), Aufbaubatterie (2) und Ladegerät mit 30A abgesicherte 6 mm2 Leitungen. Steht im Handbuch etwas dazu, ob das Ladegerät den Strom zwischen Starter- zu Aufbaubatterie begrenzt? Sonst bekommst du mit LFP hier ein Problem. Ausserdem passt das mit dem Trennen bei unter 13,2V nicht wirklich, da würde dann die Aufbaubatterie zur Erhaltungsladung der Starterbatterie herangezogen. Eine einigermaßen volle LFP hat >=13,3V im Ruhezustand.

Mögliche Lösung wäre die Trennung der Starterbatterie vom derzeitigen System und das zwischenschalten des Boosters, wie von Franz beschrieben. Du kannst das mit der Trennung ja vorher ausprobieren, ob dann ansonsten alles noch funktioniert.

Gruß,
Stefan

Stocki333 am 20 Jun 2019 20:42:54

Hallo Stephan
Mich haben die 13,2 Volt überrascht. Normalerweise schalten die erst bei 12,6 die Batterien auseinander. Gibt aber anscheinend doch verschiedene Varianten. Wenn die 13,2 V stimmen, wird aus der LFP 10-20% entnommen. Da wäre er auf einer guten Lagerkapazität. Bei Winstonzellen würde ich das bleiben lassen. die haben eine viel flacher Kennlinie und höher Ruhespg.
Bei der dünnen Verkabelung, ausser sie ist sehr kurz. wird der Ladestrom nicht nennenswert hoch werden.
Aber wie geschrieben. Messen Messen. Sonst Booster und ruhig schlafen. Wenns bei der Lion bleibt, dann nur mit Booster. So sehe ichs. Aber das ist die Entscheidung des TE. Nicht meine.
Gruß Franz

lowbattery am 20 Jun 2019 22:00:10

Hallo Franz,
sehe ich auch so.

Man kann das mit den 13,2V natürlich auch als Feature sehen: bei abgestelltem WoMo wird die LFP automatisch auf "gesunde" 70-80% SOC entladen, bei Ankunft auf dem CP/SP zieht man eben schnell einen Espresso und das Ladegerät trennt die Starterbatterie :)

Gruß,
Stefan

Duerr am 21 Jun 2019 10:11:54

Hallo Franz, Peter und Stefan,

vielen Dank für eure vielen konstruktiven Hinweise.
Wenn ich das jetzt so zusammenfasse sollte ich auf jeden falle einen Ladebooster (am besten Schaudt 25A einsetzen) um hier evtl. Schäden durch Verschiebeströme vorzubeugen und eine optimale Ladung der LifePo4 zu erhalten.
Um mich nicht falsch zu verstehen, mir geht es auch hier nicht um den letzten Cent, ich will nur nicht ein technologisch funktionierendes System ohne Nebenwirkungen oder Überraschungen zu einem ausgewogenen Preis / Leistungsverhältnis.
Mit der zu verwendenden Batterie bringt Ihr mich ins Schwitzen :-) Ihr habt jetzt für mich einige neue Typen (Winston, ESY, Lisun, CS oder Robur - die kannte ich bis dato noch nicht) in Spiel gebracht. So wie ich das bis jetzt gelesen habe geht es immer um das Thema Laden der Batterie unter 0°C. Hier wird es eng bei den Herstellern. Aber auch bei Winston sehe ich nur -45°C Operating Temperature. Da hat doch erst mal nicht mit dem Laden zu tun. Bei den anderen Herstellern habe ich nur Arbeitstemperatur oder Lagertemperatur gefunden. Werte für die Ladung habe ich jetzt nur bei Liontron -10°C oder Fraron 0°C gefunden.
Franz:
Jetzt zu dem Messen der Ströme. Wenn ich das richtig verstehe soll ich jetzt mal messen wie hoch der Ladestrom (über die Lichtmaschine ) für die LiFePo4 Baterie wäre wenn Sie eingebaut ist (Ich habe ja noch keine), oder kann ich auch mit den eingebauten AMG Batterien messen. Allerding messe ich doch hier dann ganz andere Ströme oder ?
Stefan:
ich habe jetzt das ganze Handbuch durchgelesen. Es steht leider nichts über eine Begrenzung des Stromes darin. Also ist doch von keiner Strombegrenzung auszugehen oder ?

Ach ja wichtig wäre mir noch eine Visualisierung wie von Liontron bereits eingebaut, allerdings sehe ich dort das Problem dass im Winter (mein Wohnmobil steht von Dezember bis Februar in der Garage) immer Strom entnommen wird und die Batterie somit auch entleert wird. Sollte zwar nicht viel Strom sein aber Lastrom ist vorhanden. Wäre ein seperater Aufbau über einen Shunt mit einer DC-Trenneinrichtung sinnvoller ? Und welches System würdet Ihr dann bevorzugen ?

Vielen Dank für eure Hilfe und die wichtigen Tipps

Gruß Dietmar

Stocki333 am 21 Jun 2019 10:59:25

Hallo Dietmar
Winston kannst du bis -35 Grad laden. Bei mir Ganzjahresnutzung auch starte ich über die Winston.
Bei Lars gibt es auch Fertigaccus mit Winston. Oder einen Bausatz.
Können das Abends diskutieren, habe dann wieder Zeit. Auf seiner Hompage findest du auch einen Link zum Zusammenbau.
Und bis abends ein bischen Lesestoff. Aber nicht verwirren lassen. Aber es verschaft dir einen Überblick was damit gebaut wird.
Und hier ein thema das alle jahre wieder kommt zu den Winstonzellen. Ist nicht viel zu lesen aber hochinteresant.
--> Link
Aber lion
--> Link
--> Link
Lies dir das durch, bilde dir eine Meinung. Diesmal nicht aus der BILD.
Ich weiss viel Lesestoff und manchmal verwirrend.
Als Bordcomputer verwenden wir fast immer einen Victon BMV 7xx. Der 712 hat auch Bluetooth.Der ist fast konkurenzlos.
Bis später Franz

Duerr am 23 Jun 2019 13:43:43

Hallo Franz,

danke für die Lektüre durch welche ich mich jetzt gewälzt habe. Wenn ich das so sehe scheint mir die Winston Lösung 100Ah mit Victron Überwachung (da ich eh schon einen Victron Solarregler habe) am sinnvollsten. Am besten wäre es wenn ich die Batterie nun gleich weg von vorne (also nicht mehr unter dem Fahrersitz) und unter die Sitzgruppe (da wo der EBL sitzt) setze. Dann könnte ich hier auch den Ladebooster und evtl. später einen Wechselrichter setzen. Allerdings läuft dann die Ladung der Lichtmaschine über das 10mm² der Leitung (da wo die alte Batterie saß nach hinten zum EBL). Das dürfte ein wenig schwach hierfür sein. Wenn ich hier ein 16mm² nachziehe (also das 10mm² alt plus ein neues 16mm²) sollte das doch ausreichend für die Leistung der Lichtmaschine an die Lithium Akkus sein. Im hinteren Bereich unter der Sitzgruppe würde ich alles mit 25mm² bzw. 35mm² verkabeln.
Welche Wechselrichter könnt Ihr empfehlen (Dauerleistung 1500W) ? Wäre für meinen heiligen Espresso.

Gruß Dietmar

thomker am 23 Jun 2019 14:49:58

Moin,

ich misch mich mal ein...
Wenn Du die Verkabelung nach deiner Beschreibung verstärkst, brauchst du allerhöchstwahrscheinlich keinen Booster mehr. Wechselrichter hab ich mit Ective seit Jahren gute Erfahrungen, würde aber min 2000 W nehmen, natürlich reiner Sinus. Wenn du den Platz hast, nimm lieber mehr Ah, und auf jeden Fall den Bausatz. Die Begehrlichkeiten mit den Accus wachsen ransant...Kaffee, Föhn, Wasserkocher, Toaster, Eierkocher... :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Gruß
Thomas

egocogito am 23 Jun 2019 15:16:30

Dass die Begehrlichkeiten mit dem Akku wachsen, dem kann man nur zustimmen, der Hunger kommt mit dem Essen.

Ich dachte anfänglich, mit 300Ah hoffnungslos überdimensioniert zu sein......was soll ich sagen, es geht sich grad so aus :-D.

Duerr am 23 Jun 2019 15:33:25

Hallo,

jetzt war ich anscheinend ein wenig voreilig. Das 10mm² geht ja zur Versorgungsbatterie endet dort und nicht weiter zur Lichtmaschine. Wenn ich die Batterie nach hinten setze ist es ja dann so, dass über das 6mm², das normalerweise bei Landversorgung (230V angeschlossen) die Starterbatterie lädt dann der Strom der Lichtmaschine (Steuersignal an D+ bei laufenden Motor) nach hinten zum EBL fließt. Somit ist nur das 6mm² als Ladeleitung wirksam. Ich hoffe das ist so richtig interpretiert (Entschuldigt meine Grundlagenfragen zur Wohnmobilelektrik).

Jetzt habe ich folgende Möglichkeiten :
1. ein zusätzliches 16mm² von der Starterbatterie nach hinten ziehen und am EBL anschließen
2. das 6mm² so belassen und mit einem Ladebooster arbeiten. Die Leitung nach vorne zur alten Versorgungsbatterie kann ich dann komplett abschließen.

Sehe ich das so richtig ?

Dann werde ich vielleicht doch die 160Ah nehmen, Zukunftsgerichtet bestimmt die bessere Variante ;-) Da habt Ihr recht.

Gruß Dietmar

egocogito am 23 Jun 2019 15:57:27

Ohne mich bei Franz jetzt einmischen zu wollen: Wenn du einen Booster nimmst, zieh ein 16mm2-Kabel zum Versorgungsakku, lass den EBL aus und sichere die Leitung. Stell sicher, dass es keine Rückströme übers Relais des EBL gibt, der Booster trennt dir sicher Starter- und Aufbau-Akku. So kommst du mit hoher Wahrscheinlichkeit mit vollem Aufbauakku an.

Es gibt aber zahlreiche Möglichkeiten, wie gesichert geladen werden kann, auch ohne Booster.

Stocki333 am 23 Jun 2019 16:17:53

Hallo Dietmar
Ich kann mich der Meinung von thomker nur anschliessen.
Wechselrichter.
Hier kommen aus Erfahrungen auch von anderen Usern 2 Geräte in Frage.
--> Link
--> Link
Beide bekommst du auch mit Fernbedienung. (FB). Meistens sehr zu empfehlen. Sonst mußt du jedesmal einen Deckel heben. WR schaltet man nur ein wenn man ihn benötigt.
Und Kauf den WR gleich. geht ja gar nicht. Eine Winston eingebaut, und keinen Wr + Kaffeemaschine. bekommst sonst ein dickes Minus in der Bewertung. :ja: :lach: :mrgreen:
Hier hast du die Möglichkeit eines Bausatzes. Aber Lars hat auch Fertigaccus auf Basis der Winston. 160 Ah oder 200 Ah sind besser als der 100er. Aus Erfahrung kann ich dir sagen. die Begehrlichkeiten mit so einer Anlage steigen sehr rasch.
Und eines noch nachdem du das verlinkte gelesen hast. Wenn du dein Womo einmal wechselst. dann wandert die Anlage in das neue Wohnmobil mit. Die gibt fast keiner mehr her. Nahezu alle die Winston kaufen, sehen das als Langzeitinvest.
-
Booster.
Wenn du dich für Winston entscheidest. Bau die Kabel so ein wie du geschildert hast. läuft die Anlage, siehst du erst wirklich, wie die Ladeströme sind. Auch was die Abschaltschschwellen des Calira betrifft. Nur einen Booster dann noch nachrüsten, das ist kein Problem mehr. das ist schnell erledigt. Einfach den Platz dafür freilassen.
Für das Abstellen im Winter hast du die Möglichkeit über das Philippi Hauptrelais die Anlage ausser Betrieb zu setzen. Mache ich auch so, in meinem Stellplatz, allerdings aus Versicherungstechnischen Gründen.
Solaranlage.
Mit 200-300 Watt bist du in 95% aller Fälle autark. also bewerte den Ladestrom über die Maschine nicht zu hoch. Kommt auf den Benutzerverhalten an. Aber solche Dinge sind Zukunftsmusik. Mit deinem Modul wirst du vermutlich anfangs gut über die Runden kommen.
Der Ladewirkungsgrad ist bei Lithium einfach höher. Auch brauchst du dir keine Gedanken mehr machen über die Volladung so wie bei Blei. Es ist egal wie voll die Batterie abgestellt wird. Temperatur ist auch vom Tisch.
Setz dich mit Lars in Verbindung, wegen der Winston. Der hat auch Verteilerschienen im Programm falls du welche benötigst.
Das mit dem BC hast du ja schon richtig geraten. Ob du BL nimmst ist jedem seine Sache. Ich habs nicht. Das Rundinstument ist über der Tür eingebaut. Steht dort meistens auf verbrauchte Ah. So weiss ich immer was Sache ist.
Gruß Franz

Stocki333 am 23 Jun 2019 16:40:58

Duerr hat geschrieben:Jetzt habe ich folgende Möglichkeiten :
1. ein zusätzliches 16mm² von der Starterbatterie nach hinten ziehen und am EBL anschließen

Wenn du es machst brauchst du ein Trennrelais dazwischen. angesteuert über D+. kannst du am EBL vermutlich abgreifen.
Nimm eher 3 x 6 mm2. damit kannst du den Ladestrom in Grenzen einstellen. Bei kurzen Distanzen ein Thema. Damit läuft deine LM nicht am Limit.
2. das 6mm² so belassen und mit einem Ladebooster arbeiten. Die Leitung nach vorne zur alten Versorgungsbatterie kann ich dann komplett abschließen.

Ladebooster ist ok. Aber die Versorgung der Starterbatterie, bei Landstrom gibst du damit auf. Einfach ein Relais über den Booster legen. Bei Boosterbetrieb wird der Alte Ladekreis geöffnet bzw Unterbrochen. Bei Stillstand der Maschine fällt das Relais ab und du hast wieder den Originalzustand. Gibt ja EBL die piepsen wenn die Startebatterie fehlt. Darum ist ja die Spannungssteuerung des Ebl so gemacht mit den späten Spgsabfal zur Trennung. falls dein EBL keine Mücken macht wegen der Fehlenden Starterb. einfach mal ausprobieren.
Wie dus machst ist dir überlassen. Ich zeige dir nur verschiedene Lösungswege auf.
Das Alte Kabel Abschliessen ist ok. so Kannst du bei Wechsel des Womo den Originalzustand wieder herstellen. dort eine normale Batterie hinein, und es Pfeift der Straps.
Gruß Franz

Bodimobil am 23 Jun 2019 19:52:09

Stocki333 hat geschrieben:Ladebooster ist ok. Aber die Versorgung der Starterbatterie, bei Landstrom gibst du damit auf.


Wenn du 160Ah Winston und 200Wp Solar und einen Ladebooster hast wirst du sowieso nie mehr an Landstrom hängen. Meine Erfahrung nach 2 Jahren!
Dann kommen ganz andere Sorgen auf wie "wie sorg ich dafür, dass die Batterien nicht ständig bei 100% sind". So lasse ich jetzt in den Sommermonaten den Wechselrichter an damit die Batterien wenigsten über Nacht mal 10 Ah verbrauchen.
Um die Starterbatterie bei längeren Standzeiten zu versorgen habe ich einen Votronic Solarregler. Wenn man andere Solarregler hat kann man einen zusätzlichen Standby charger nehmen.
Gruß Andreas

thomker am 23 Jun 2019 20:11:12

Das Laden der Starterbatterie wird mMn völlig überbewertet, vielleicht auch weil ich da nix für habe, ich bin aber auch das ganze Jahr unterwegs...
Gruß
Thomas

thomker am 23 Jun 2019 20:20:37

Zum Booster auch noch meinen Senf: bei dicken Kabeln überflüssig, wobei ich das ganze Calirasystem nicht kenne und daher nicht weis, wieviel Strom man da durchschicken kann. Aber wenn doch Booster, dann mit mehr als 25 A, und dann sollten die Kabel auch dicker als 6mm2 sein, und schon sind sowieso dickere Kabel drin und der Booster ist wieder überflüssig. Ich mag die ziemlich teuren Dinger nicht, merkt man das?
Gruß
Thomas

thomker am 23 Jun 2019 20:27:04

Zum Thema Rückströme zum Starterakku: wo liegt denn da genau das Problem? Ich hab die auch kurz nach Motorstart für 2-3 Sekunden 30-40 A, so what, warum sollte mich das stören?
Gruß
Thomas

Stocki333 am 23 Jun 2019 20:59:22

Hallo thomker
Sehe ich genau so. Die kurzen Startmomente sind überhaupt kein Thema. Der Winston ist das egal, Die Anlage von Lars verträgt auch meinen Starterstrom von 450 Ampere. Und die Starterbatterie stirbt, weil sie sich zu Tode lacht über die 30-40 Ampere.
Wenn man die Winston vernünftig verkabelt. also direkt über ein eigenes Trennrelais, kann man das sehr gut mit den Kabelstärken einstellen. man könnte sogar den Ladezweig des Ebl gar nicht verändern. Bei den 6 mm2 glaube ich kaum das da zu viel darüberläuft. Und sollte es wieder erwarten zu viel sein. Einfach 2 zusätzliche Sicherungen in Serie rein. die Bremsen auch.
Und der TE ist Elektriker. Der kommt schon klar. Wenn er die Messwerte postet. es gibt hier so viele User die wissen, ob das so in Ordnung geht. Und was nicht verbaut ist. kann nicht kaputt gehen.
Und aus dem Thema Laden der Starterbatterie halt ich mich raus.
Aber ein Tipp für Dietmar. Wenn du schon beim arbeiten bist. Schliese den Radio auf die Winston. Der Radio ist ja einer der Hauptverursacher für leere Starterbatterien. Nicht die Speicherleitung. sondern die Hauptversorgung.
Gruß Franz

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