nachdem unsere erste Wohnmobilreise so ein Erfolg war (nachzulesen unter --> Link ),
waren wir natürlich schon begierig die nächste Reise zu machen. Im September 2006 war es soweit. Wir ließen es uns ganz bis zum Schluss offen in welche Himmelsrichtung es denn gehen sollte und trafen erst am Tag vor der Abreise die Entscheidung: Die deutsche Ostseeküste sollte es sein.
9.9.2006 Euskirchen – Sittensen 377.7 km
Unsere Septemberreise beginnt mit dem Kindergartenfest von Valentina. Dort konnte sie auf keinen Fall fehlen und deshalb können wir auch erst abends starten, nachdem wir ausgiebig auf dem Fest waren und sie auch haben tanzen sehen.
Um 17.45 Uhr geht es dann schließlich los. Ein paar kleine Pannen ereilen uns noch. Mitten auf der Strecke fällt Klaus ein, dass wir noch nicht das Wasser und die Batterie eingeschaltet haben und er steht kurz auf, um die Schalter umzulegen.
Eine ganze Weile später winkt uns jemand deutlich zu, dass wir auf einen Parkplatz fahre sollen. Wir machen das auch und stellen dort entsetzt fest, dass wir Wasser verlieren! Warum, wird uns schnell klar: Der Wasserhahn in der Küche läuft volle Pulle. Vor lauter Fahrgeräusch haben wir es nicht gehört!
Also verlieren wir mal so eben unser ganzen Frischwasser. Dumm gelaufen im wahrsten Sinne des Wortes. Egal. Auf unserem Übernachtungsplatz in Sittensen soll es Frischwasser geben. Da müssen wir dann eben nachfüllen.
Wir machen noch eine gemütliche Pause, essen alle was, machen danach die Kinder bettfertig und hoffen, dass sie schlafen bevor wir den Platz erreichen, so dass wir sie nur noch umbetten müssen. Genauso passiert es auch und es ist kein Problem sie von ihren Sitzen in ihre Betten umzulegen.
Den Platz in Sittensen (zwischen Bremen und Hamburg) erreichen wir etwa um 22.30 Uhr. Er ist trotz Dunkelheit nicht schwer zu finden und erweist sich als guter Übernachtungsplatz. Unweit der Autobahn, kostenlose, sehr ruhig und doch mitten im Ort und nicht zu abgelegen.
(Das Bild ist natürlich vom nächsten Morgen).
Frischwasser gibt es dort auch, allerdings haben meine Eltern den Schlauch aus dem WoMo entfernt und wir haben nur noch die Gieskanne. Damit füllen wir dann wenigstens ein bisschen nach, so dass wir über die Runden kommen. Dummerweise benutzt Klaus das Klo und merkt erst anschließend, dass es nicht richtig eingebaut war. Eine ziemliche Schweinerei mitten in der Nacht! Aber auch diese Katastrophe bewältigen wir gut und unsere erste Nacht auf einem Stellplatz verläuft ansonsten sehr ruhig und ereignislos.
10.9.2006 Sittensen – Neustadt in Holstein Kilometerstand: 526 km
Nach einem gemütlichen Frühstück beobachten die Kinder und ich noch, wie ein paar Ruderer mit ihren Kanus im benachbarten Bach in See stechen. Dann spielen die Kinder noch ein bisschen Fußball und dann brechen wir auf. Wir müssen nicht lange fahren und den größten Teil der Fahrt verschlafen die Kinder sogar noch, so dass sie fit und munter sind, als wir in Neustadt ankommen. Der Campingplatz „am Strande“ --> Link ist sehr schön und liegt auch toll. Direkt am Meer (allerdings sehr schmaler Strand) und an einem bequemen Fahrradweg in die Stadt.
Unser Stellplatz ist klasse, direkt am Sanitär und direkt am Spielplatz, so dass die Kinder wunderbar spielen können und wir von unserem Stellplatz aus alles im Blick haben. Auch zum Meer gehen wir nur ein paar Schritte.
Das Wetter ist kühl an diesem Tag, aber wunderbar sonnig. Herbstlich eben. Nach einem Besuch in der Stadt essen wir abends noch Fisch und Bratkartoffel von einer Fischbude um die Ecke. Wir alle sind müde und gehen recht früh schlafen.
11.9.2006 Ruhetag
Am nächsten Morgen ist das Wetter strahlend schön und wesentlich wärmer als gestern. Schöneres Wetter kann man auch im Süden nicht haben! Die Kinder sind erstmal begeistert von den kleinen Enten auf dem CP.
Wir verbringen den Vormittag am Strand und dort ist es so heiß, dass wir froh sind am Mittag wieder zum Wohnmobil gehen zu können wo Kilian Mittagsschlaf halten soll.
Valentina verbringt die Mittagspause spielend und als Kilian wieder wach ist fahren wir erst einmal mit den Fahrrädern einkaufen. Anschließend geht es noch einmal in die Stadt. Sie ist nicht umwerfend schön, aber ganz nett und für einen Nachmittagsausflug gerade recht.
Als wir wieder nach Hause zum Wohnmobil kommen gibt es auf Wunsch der Kinder Raclette. Dann spielen sie noch bis es dunkel wird und fallen müde in die Betten. Morgen wollen wir weiterfahren Richtung Rostock.


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