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Mit Wohnmobil 7,5 Meter und 5 to nach Südengland


Frommy69 am 05 Feb 2020 08:45:59

Hallo zusammen,

Wir möchten gerne mit unserem Carthago s-plus (7,81 m x 2,35 x 3,3 m) nach Cornwall reisen. Ich habe schon ein paar Einträge zu dem Thema gefunden. Vielen Dank dafür. Mich würde aber noch einmal die Meinung / Tips / Links derjenigen interessieren, die mit einem Womo > 7,5 Meter und 5 to. vor Ort waren.

VG

Dirk

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bischof70 am 05 Feb 2020 09:02:50

kein Ding... wir waren 2018 mit 8,5m und 5.5t in Cornwall bis ganz nach Westen, Lands End... klar sind die Straßen schon mal ne Herausforderung, aber ich sage immer, da wo die Büchse Physikalisch durchpasst, bringe ich sie durch :-) und zur not hat man ja nen Co-Piloten der halt mal aussteigen muss um Hecken zu untersuchen.... alles kein Ding... und die Engländer sind viel Entspannter beim Auto fahren und warten wenns nicht weitergeht oder man erstmal schaut, habe nie Gehupe oder Geschimpfe gehabt... das hat man in Deutschland viel schneller :-)

Inselmann am 05 Feb 2020 09:53:55

Es werden ja auch Busladungen von Touristen dahin gekarrt, da passt ein Wohnmobil auch durch

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Tinduck am 05 Feb 2020 11:25:07

Wir waren im Sommer 2018 dort, halber Meter kürzer, aber auch so breit, hoch und schwer.

Klar haben mal Äste und Büsche die Seiten ‚gestreichelt‘, aber wir sind (selbst im Dartmoor) überall durchgekommen. Reisebericht hier --> Link .

Wie oben schon geschrieben, sind die Engländer total freundlich und keiner drängelt oder meckert, wenns mal eng wird. Auf single track ist die Breite eh kein Problem, und wenn man mal ein paar Meter rückwärts muss bis zur nächsten Ausweichbucht, so what. Lass dich nicht von ängstlichen Kawa-Fahrern bangemachen :D

bis denn,

Uwe

traveller69 am 05 Feb 2020 12:35:11

Klar, wo die großen Busse und die Müllabfuhr durchpassen, kommt auch das Womo durch, aber ...
Zu lieb darf man sein Womo nicht haben, die Hecken sind oft dornig oder verholzt, sodass Streifspuren an der Seite wohl nicht ausbleiben werden. Auch habe ich meinen rechten Außenspiegel in England im Gegenverkehr verloren. Noch nie habe ich auf einer Reise so viele geflickte Außenspiegel von Womos gesehen, Panzertape sollte also besser dabei sein. Seit England fahre ich jetzt auch mit Protector-Kappen.

Ja, die Engländer im kleinen PKW sind nett, aber die Berufsfahrer im Kasten oder LKW drängeln mal gerne von hinten oder brettern im Gegenverkehr gnadenlos an Dir vorbei und Du kannst sehen, wo Du bleibst. Da ist dann nicht mehr viel von britischer Zurückhaltung zu spüren. Ich denke, je größer Dein Womo, um so besser, denn dann steigen Deine Chancen auch von den Berufsfahrern respektiert zu werden.
Ein Tipp noch: nicht blind dem Navi folgen anstatt der Straßenbeschilderung: So wurden wir durch einen "grünen Tunnel" geführt, dass die Zweige von links, rechts und oben gleichzeitig über das Womo gekratzt haben (Geräusch Marke "Fingernagel über Schultafel"). Das waren die nervenzerreibendsten 500m meines Lebens :wink:

So waren jedenfalls meine subjektiven Erfahrungen im kleinen Wohnmobil und dabei waren wir noch nicht einmal in Cornwall, wo es noch etwas enger und belebter zugehen soll.
Das ist aber alles kein Grund, nicht nach England zu fahren, es ist ein schönes Land und wir hatten trotz der Straßen eine tolle Zeit. Letztendlich ist alles eine Frage der Einstellung...
Einige Tipps für England mit dem Womo habe ich hier zusammengetragen --> Link

rkopka am 05 Feb 2020 13:40:40

traveller69 hat geschrieben:Noch nie habe ich auf einer Reise so viele geflickte Außenspiegel von Womos gesehen, Panzertape sollte also besser dabei sein. Seit England fahre ich jetzt auch mit Protector-Kappen.

Ich hab nur Erfahrungen mit Schottland, hab aber am CP in Edinburgh auch zwei Womos mit Panzertape gesehen. Mein eigener Kontakt war relativ harmlos mit einem stehenden Objekt und meine Schuld.

Ja, die Engländer im kleinen PKW sind nett, aber die Berufsfahrer im Kasten oder LKW drängeln mal gerne von hinten oder brettern im Gegenverkehr gnadenlos an Dir vorbei und Du kannst sehen, wo Du bleibst. Da ist dann nicht mehr viel von britischer Zurückhaltung zu spüren.

Habe ich auch so erlebt.

Ein Tipp noch: nicht blind dem Navi folgen anstatt der Straßenbeschilderung: So wurden wir durch einen "grünen Tunnel" geführt, dass die Zweige von links, rechts und oben gleichzeitig über das Womo gekratzt haben

Kann auch schief gehen. Ich bin (in einem Ort) den Schildern gefolgt und auf einen engen Torbogen gestoßen, der geradeso mit angeklappten Spiegeln ging. Das Navi hätte die Route außenrum genommen, aber ich hatte auf die Schilder gesetzt.

RK

Gast am 05 Feb 2020 14:19:26

traveller69 hat geschrieben:So wurden wir durch einen "grünen Tunnel" geführt, dass die Zweige von links, rechts und oben gleichzeitig über das Womo gekratzt haben (Geräusch Marke "Fingernagel über Schultafel"). Das waren die nervenzerreibendsten 500m meines Lebens :wink:

Ja Torsten, so ähnlich haben wir das letztes Jahr auch erlebt!

Allerdings.... in Cornwall waren wir im Juni, da waren die Triebe offenbar noch jung und haben rechts und links nur "gerauscht", aber zum Glück nicht zerkratzt!

Mein Tipp, wenn man so wie wir, viel abseits der Durchgangsstrassen unterwegs ist:
Die Beifahrerin sollte ein Tablet mit z.B. Pocket Earth geöffnet haben, denn oft gibt's Routen über breitere Strassen, die nur ein paar km Umweg bedeuten und da ist das Fahren dann doch wesentlich entspannter!

Und noch was: die Beifahrerin sollte nicht allzu schreckhaft sein.... die sitzt ja in UK auf der Seite des Gegenverkehrs! :D

goldfinger am 05 Feb 2020 14:31:17

Wir waren vor ein paar Jahren in Cornwall. 7,7m / 4,8t. Die offiziellen Sehenswürdigkeiten sind nicht das Problem. Wir hatten uns aber auch weniger bekannte Ziele und Wanderparkplätze rausgesucht. Davon mussten wir 2 Drittel aufgeben weil es einfach unmöglich war dorthin zu gelangen und das Drittel was wir erreicht haben hat uns auch nicht unbedingt glücklich gemacht. Aus meiner Sicht wird die Gegend gnadenlos überbewertet und wir werden kein 2tes Mal dort hinfahren. Dann lieber nach Wales. Dort sind die Straßen zwar auch nicht viel besser, aber es gibt für uns mehr her.


Andreas

PS. Mit einem 10mm Loch im Außenspiegel sind wir noch gut davon gekommen. :)

nanniruffo am 05 Feb 2020 17:22:46

Wir waren bisher 3 mal mit dem Womo in GB, aber das dritte war das letzte Mal. Unser Womo kommt nicht mehr über den Kanal, das ist mir zu teuer. Und das liegt nicht an der Fähre.

Nach jeder Tour hatten wir Reparaturbedarf und so ganz leichtfertig sehe ich das z.B. mit dem Aussenspiegel bei einem Integrierten nicht. Da können auch schnell mal 1000,- Euro und mehr bei drauf gehen. ;D

Dies ist ein wunderschöne Land. Kent Cornwall, Wales.... alles wirklich wunderschön, aber für uns in Zukunft nur noch mit dem PKW und Bed and Breakfast.

Vor der wirklich sehr schönen Landschaft sieht man in Südengland übrigens während des Fahrens eigentlich gar nix, weil überall diese ansonsten tollen Hecken die Sicht auf die "Schönheit" verhindern. Man fährt die meiste Zeit durch einen "grünen Kanal" :wink:

In Schottland sind die Strassen zwar auch nicht wesentlich breiter, dafür aber überwiegend ohne dieses hohe Grünzeug am Rand. Also da würde ich mich auch mit dem Womo noch einmal hintrauen.

Tom

Frommy69 am 06 Feb 2020 00:31:46

Hallo zusammen.

vielen Dank für die zahlreichen Antworten, freue mich auf weiter Infos....

VG

Dirk

mansch am 06 Feb 2020 10:40:57

Moin...
Gerne doch. ;-)

Meine Erfahrung aus England, gerade im Südwesten, ist: auch mit <6m kann es schon "spannend" werden, da viele Orte ,gerade an der Küste, recht steile und enge Straßenführungen haben können. One Lane tracks sind eher nicht so das Problem, von den Hecken an den Seiten abgesehen (Kratzer...), Ausweichstellen gibt es immer. Höhe und Gewicht hätte ich nicht als problematischer als in anderen Ländern in Erinnerung.
Links fahren ist Gewohnheit, man fährt (gefühlt?) sowieso ruhiger und langsamer.

Problematisch ist, wie schon beschrieben, einen Parkplatz in Orten oder bei Sehenswürdigkeiten zu bekommen. Dort ist man nicht auf "große Autos" eingestellt. Innerorts darf man nicht über zwei markierte Parkplätze parken, zumindest nicht mit nur einem Parkschein (und die braucht man überall!), wobei mal zwei freie zu finden ist schon schwierig...


Manni

Inselmann am 17 Feb 2020 17:19:03

Generell muss man schon sagen das es in England nicht so einfach ist mit dem Wohnmobil "nah" an alles zu kommen. Es gibt keine "normalen" Stellplaetze und die Campingplaetze sind oft etwas dezentral und mehr auf die Wohnwagen Camper ausgelegt die ja ihr Zugfahrzeug haben.

bigmacblau am 17 Feb 2020 18:04:31

Inselmann hat geschrieben:Generell muss man schon sagen das es in England nicht so einfach ist mit dem Wohnmobil "nah" an alles zu kommen. Es gibt keine "normalen" Stellplaetze und die Campingplaetze sind oft etwas dezentral und mehr auf die Wohnwagen Camper ausgelegt die ja ihr Zugfahrzeug haben.


Solche Aussagen verunsichern mich ziemlich, denn ich möchte im Mai/Juni für 2 Monate ebenfalls nach England/Schottland/Irland.
Wenn ich auf aber Camperkontakt nachsehe finde ich 440 Stellplätze auf Parkplätzen, 15 bei Jachthäfen usw.
Sind das "wilde" Plätze, also nicht officiell?
Ich bitte um Aufklärung
Danke
Wolfgang

seewolfpk am 17 Feb 2020 18:21:36

Wir waren mit dem Carthago Chic C-Line in Cornwall. Bericht auf meiner Webseite.
Beim Caravan and Motorhome Club sind wir vorher für ein Jahr Mitglied geworden und konnten somit die meisten besuchten Plätze bequem buchen bzw. auch ab- bzw. umbuchen.

Nachdem wir einige Plätze nur mit Mühen und Schäden am Fahrzeug erreichen konnten, haben wir umdisponiert.
Wir kamen zwar nicht mehr so dicht an die gewünschten Sehenswürdigkeiten heran, konnten aber von den danach
besuchten Plätzen mit besserer Erreichbarkeit ohne "Heckenstreicheleinheiten" immer mit dem Bus zu den Sehenswürdigkeiten
fahren. Unsere ursprüngliche Idee, alles mit dem Fahrrad zu erreichen, haben wir schnell aufgegeben.
Das Risiko auf den engen Straßen auch noch mit dem Fahrrad zu fahren, war uns einfach zu groß.

Roman am 17 Feb 2020 18:51:08

seewolfpk hat geschrieben:Nachdem wir einige Plätze nur mit Mühen und Schäden am Fahrzeug erreichen konnten, haben wir umdisponiert. Wir kamen zwar nicht mehr so dicht an die gewünschten Sehenswürdigkeiten heran,.....


Wenn manche hier schreiben, mit welchen Linern sie in Südengland "ohne Probleme" unterwegs waren, kann das nur dran liegen, dass sie entweder völlig schmerzfrei sind oder vernünftigerweise die größeren Straßen im Hinterlad genutzt haben. Wer mit einem Womo in Busgröße versucht die ganzen Highlights an der Küste anzufahren, tut sich und dem restlichen Verkehr keinen Gefallen.

Wir waren in den 1990ern mit einem normalen Alkoven dort und danach nur noch mit Kastenwagen. Das ist schon ein riesen Unterschied, obwohl der Alkoven nur 4,60m lang war. Entscheidender ist die Breite....wie oft wir oder die netten Engländer damals zurücksetzten mussten, habe ich irgendwann nicht mehr gezählt.

Aber auch mit dem Kawa hatte ich in Wales mit dem Außenspiegel Feindberührung, zum Glück schlug er nur mit einem Knall gegen das Seitenfenster und blieb ganz.

Daher, man kann alles machen, aber es gibt Strecken, die wären mir mit einem Dickschiff einfach zu stressig. Auf Korsika habe ich letztes Jahr erlebt, dass einer mit dem Womo an der Steilküste ca. 2 km rückwärts fahren musste, bis der entgegenkommende Reisebus vorbei kam...der Fahrer war dann wirklich uralubsreif... :D

Gruß
Roman

Carado461 am 17 Feb 2020 19:10:39

Also ich hatte schon mit 3,9 to immer wieder mal Probleme. Gegenseitige Spiegelberührungen waren Standard. Radkappenverlust auch durch Ausweichmanöver.Orte teilweise unerwartet eng. Höhepunkt war Crash in Cornwall. Seite an Seite. Habe Auto wie Titanic aufgeschlitzt. Klingt merkwürdig, es war aber einfach unvermeidlich zwischen den engen Hecken. Kratzer am Aufbau von Ästen sind Standard. Das stört mich nicht so. Aber es war immer sehr anstrengend. Von SingleTrack Roads in Schottland erzähle ich mal besser nicht. Wer jetzt denkt, ich fahre irgendwie seltsam... eigentlich nicht. Die Briten sind schon sehr rücksichtsvoll. Berufskraftfahrer mit LKW nehme ich da mal aus. Die bringen auch Müllwagen in Drift. Dennoch ein wirklich tolles Land. Jede Reise wert. Aber halt schon anstrengend.

rkopka am 17 Feb 2020 19:23:42

Carado461 hat geschrieben:Von SingleTrack Roads in Schottland erzähle ich mal besser nicht.

Gerade die sind doch harmlos. Es fährt immer nur einer, also keine Berührungen. Und die Passing Places sind i.A. breit genug. Etwas vorausschauend fahrend (wie fast alle dort) geht das sehr gut. Sind mir viel lieber als die engen Straßen mit Gegenverkehr.

RK

Carado461 am 17 Feb 2020 19:37:49

Ja.aber Tieflader mit Ferienhaus drauf ist nur ein schräges Beispiel für Gegenverkehr...

Alter Hans am 17 Feb 2020 19:57:50

Carado461 hat geschrieben:Ja.aber Tieflader mit Ferienhaus drauf ist nur ein schräges Beispiel für Gegenverkehr...


Das habe ich einmal beobachten Können. Das Strässchen wurde aber gesperrt für den Laster der für die zwei km ein paar Stunden gebraucht hatte. Es war halt viel Waldarbeit am Rande erforderlich. Alle Leute hatten Geduld, sogar wir auch.






Für den Traktor mit Schiff in Wales war aber nicht gesperrt gewesen. Wir kamen entgegen. Ging aber gut.





Der Junge oben hob Äste und Leitungen hoch.

Tinduck am 18 Feb 2020 17:35:57

So ist es halt. Wenn man entspannt bleibt, geht vieles. Angepasstes Tempo kann da helfen... uns kam auch so einiges entgegen, und nein, wir waren nicht nur auf Hauptstrassen unterwegs, sondern viel B- und C-Strassen. Trotzdem haben die Aussenspiegel nur Kratzer von den Ästen am Rand. Gut, meine Frau hat manchmal etwas geschwitzt auf dem Beifahrersitz, weil der Gegenverkehr auf ihrer Seite war. Aber das Auto hat nix abbekommen - ausser einem Steinschlag in der Windschutzscheibe, aber das hatte nix mit der Strassenbreite zu tun, ist auf dem Motorway passiert.
Man darf mit dem Womo halt nicht erwarten, wie mit dem PKW durchzurauschen. Da wäre dann vielleicht die USA ein besseres Urlaubsland...

bis denn,

Uwe

Chris72 am 23 Feb 2020 23:39:56

Hallo, wir waren 2017 bis St Ives. Hat sich auf jeden Fall gelohnt. Fahren dieses Jahr nur bis Tintagel, dann geht es rauf nach Schottland. Die ganz kleinen Straßen würde ich meiden.
8,6 M / 5,5 Tonnen

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