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AGM Aufbaubatterien - seltsamer Defekt


Senkblei am 26 Jun 2020 12:41:35

Hallo,

Hatte schon länger das Problem, dass selbst bei vollgeladenen Batterien (AGM Banner 92A - 2 Stück in Reihe) die Spannung erst stabil war und dann schnell zusammengebrochen ist.

Nach vielem Testen und experimentieren hab ich einen 55W Halogen Autoscheinwerfer direkt an die vollen Batterien angeklemmt.
Test verlief wie folgt:
Beginn mit 13V, nach 10min 12,5V für 4 Stunden, dann innerhalb von einer guten Stunde Spannungsrückgang auf 10,6V
Habe zwischendurchmal den Hauptschalter am EBL auf AUS gestellt, hatte aber keinen Einfluß auf die Spannung. Da gibts wohl keinen heimlichen Verbraucher.

Zur Info:
Gekauft hab ich das WoMo mit beiden Batterien neu im November 2018, also noch keine 2 Jahre her
Dieses Jahr habe ich eine Solaranlage nachrüsten lassen.
Der 55W Scheinwerfer braucht 69W lt. meiner SolarApp von Victron.
Solar war ausser Bertrieb während dem Test. Hab die Sicherung gezogen.
Startkraft bei den Batterien ist jeweils angegeben mit 850A. Gemessen hab ich sogar 1075A und 1100A bei der anderen, also blendend!
Startkraft nach dem Spannungsrückgang war nur noch bei 30%
Ruhespannung nach dem Zuammenbruch war schnell wieder bei 12,6V
Wenn ich die Leistung meiner beiden Batterien in Tassen Kaffee (kleine Nespressomaschine) messe, dann klappts mit 15 Tassen, 2 weitere mit hängen und würgen und dann steigt der Wechselrichter wg zu wenig Spannung aus.
Geladen hat vor dem Test die Solaranlage und über Nacht hatte ich noch Landstrom dranhängen.

Hoffe ich hab nichts vergessen.

Was sagt ihr dazu?
Ich denke, die Batterien (oder eine davon) sind hinüber und mit den Angaben müßte ich doch beim Hersteller bzw. Händler reklamieren können.

Viele Grüße vom Bodensee
Gebhard

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Hannus am 26 Jun 2020 13:02:36

Hallo Gebhard

Erstmal, deine Batterien sind nicht in Reihe sondern parallel geschaltet. Und bist du sicher, daß sie richtig voll geladen waren. Das heißt, betrug die Ladespannung über einem längeren Zeitraum 14,7V und ist dann auf 13,8V zurückgegangen. Und wie verhielt sich der Ladestrom. Zum Testen solltest du sie mal von einander trennen. Nur so kannst du feststellen ob eine der beiden Batterien defekt ist.

Gruß Egon

rkopka am 26 Jun 2020 14:35:41

Senkblei hat geschrieben:Startkraft bei den Batterien ist jeweils angegeben mit 850A. Gemessen hab ich sogar 1075A und 1100A bei der anderen, also blendend!

Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß das fast nichts aussagt. Meine zeigte ebenfalls beste Werte, hatte aber nur noch 20% der Kapazität gebraucht.

RK

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fschuen am 26 Jun 2020 16:54:13

Die Strombelastbarkeit ist durchaus aussagekräftig, aber sie sagt halt, wieviel Strom man ziehen kann. Ist ein anderer Wert als die Kapazität, und die beiden hängen nicht wirklich zusammen.

Ist kein seltsamer Defekt: die Kapazität geht bei Bleibatterien kräftig runter. Meistens nach 2-8 Jahren, selten nach 6 Monaten oder 15 Jahren. Bitte unbedingt berichten, sollte die Reklamation Erfolg haben - ich glaube, das wäre das erste Mal. Ein für mich wichtiger Grund, zu LFP-Batterien zu wechseln, ist lustigerweise derselbe, der viele abhält: mir wurde der Bleikram einfach zu teuer ...

Gruss Manfred

Senkblei am 26 Jun 2020 17:17:28

Hannus hat geschrieben:Erstmal, deine Batterien sind nicht in Reihe sondern parallel geschaltet. Und bist du sicher, daß sie richtig voll geladen waren. Das heißt, betrug die Ladespannung über einem längeren Zeitraum 14,7V und ist dann auf 13,8V zurückgegangen.
Gruß Egon


O.K. parallel ist klar. 14.7 Volt hatte ich auch immer mal wieder auf der Anzeige. Aber sitze nicht immer daneben. Die Probleme hab ich ja immer wieder bzw. permanent und ich gehe schon davon aus, dass voll war, WoMo steht draussen und wird über Solar mit einem MPPT Regler von Victron geladen. Und auch immer wieder mit Landstrom.

gespeert am 26 Jun 2020 17:26:12

1. Batterien getrennt voneinander aufladen bis Ladeschlußspannung erreicht. Notieren!

2. Nach Abklemmen und 30 Minuten warten, Spannung wieder notieren.

Anschließend Kapazitätsprüfung nach Herstellervorschrift.

Wahrscheinlich aber wirst Du sehen, daß die Batterie anscheinend sehr schnell voll wird.
Die Batterien sind sehr gealtert, wie weit muß geprüft werden.

andwein am 27 Jun 2020 11:16:55

fschuen hat geschrieben:Die Strombelastbarkeit ist durchaus aussagekräftig, aber sie sagt halt, wieviel Strom man ziehen kann. Ist ein anderer Wert als die Kapazität, und die beiden hängen nicht wirklich zusammen. Gruss Manfred

Die EN 60095-1 für die CCA Kältestromprüfung sagt: Eine 100Ah / C20 Batterie wird bei -18°C mit 100A für 10 sec belastet. Die Spannung darf dabei auf 7,5V absinken.
Das CCA Kältestromprüfkriterium ist als auf eine bestimmte Zeit (10 sec) beschränkt und in der Werkstatt oder mit einem Prüfgerät wird die gemessene Batterie nicht auf -18°C gekühlt, sondern die Werte werden analog zu einer Temperaturkompensation einfach hoch/bzw heruntergerechnet. In wie weit sich diese generelle Rechnung noch dem jeweiligen Batterietyp bzw. Hersteller übertragen lässt steht in den Sternen.
NMur als Info, Gruß Andreas

ka10 am 27 Jun 2020 16:52:56

hallo...
für mich hört sich "Startleistung" nach Starterbatterien an, also keine zyklenfesten! ... die sind im WOMO -Betrieb schnell defekt.
AGM sagt nichts über die Eignung in RM mit vielen Zyklen. Ich hatte jahrelang mit einem Freizeitpark zusammengearbeitet, die hatten mir das auch anfangs nicht geglaubt, dann aber mal eine zyklenfeste in den Kinderfahrzeugen probiert, der Unterschied war 4 Monate zu 2 Jahren, wobei dort am Tag 2-4 vollzyklen anfallen...
Die Akkus sind sicher nach 2 Jahren am Ende, es lohnt sich zyklenfester einzubauen! (ich bin jetzt, trotz 2 AGM RM Vartas die noch getestet mit 12A recht gut sind, auf LiFePo4 umgestiegen... 50kg weniger und bessere Spannungsstabilität usw.)
Grüße ...Wolfgang

Pechvogel am 27 Jun 2020 18:44:36

Mal abgesehen davon dass man darüber streiten kann ob AGM-Batterien eher für hohe Ströme geeignet sind als Blei-Säure-Batterien könnte genau hier
Senkblei hat geschrieben:...Wenn ich die Leistung meiner beiden Batterien in Tassen Kaffee (kleine Nespressomaschine) messe, dann klappts mit 15 Tassen, 2 weitere mit hängen und würgen und dann steigt der Wechselrichter wg zu wenig Spannung aus.

der Hase begraben sein:
die Entladeschluss-Spannung bei AGMs liegt meist bei 10,5V. Die Abschalt-Schwelle vieler Wechselrichter liegt aber z.T. deutlich darunter!
Das heißt wenn der Wechselrichter wegen Unterspannung abschaltet ist die Batterie u.U. bereits tief entladen. Und das ist für die Lebensdauer der Batterien nicht unbedingt förderlich.


Grüße
Dirk

Senkblei am 27 Jun 2020 21:03:38

gespeert hat geschrieben:Wahrscheinlich aber wirst Du sehen, daß die Batterie anscheinend sehr schnell voll wird.
Die Batterien sind sehr gealtert, wie weit muß geprüft werden.


Wenn ich das und das oben geschriebene einigermaßen richtig verstanden habe, dann sind eine oder beide Batterien von den Symptomen her bereits alt und verbraucht. Heißt also 2 neue AGM Batterien und das Problem wäre erstmal behoben. Richtig?

Zur Nespresso mit 1300W: Läuft über einen Wechselrichter mit 2500W Dauerleistung. Es werden niemals mehr als 2 Tassen hintereinander gemacht und max 5 Tassen täglich. Nachgeladen wird über 2 Solarmodule a 110W an einem Victron Smartsolar mppt 100/20. Fön wird fast nie gebraucht, wenn ja dann auf 1ter Stufe, ca 1000W eine Minute ca. 4x jährlich. Sonstige Stromfresser hab ich nicht.
Nach allem was ich recherchiert habe, sollte das eigentlich kein Problem sein für 2AGM mit je 92A, also mit nutzbaren 92A

LFP Batterien sind mir aktuell einfach zu teuer.

andwein am 28 Jun 2020 10:49:29

Senkblei hat geschrieben:.....Zur Nespresso mit 1300W: Es werden niemals mehr als 2 Tassen hintereinander gemacht und max 5 Tassen täglich. Nachgeladen wird über 2 Solarmodule a 110W an einem Victron Smartsolar mppt 100/20. Fön ca 1000W eine Minute . ...sollte das eigentlich kein Problem sein für 2AGM mit je 92A, also mit nutzbaren 92A.

Du rechnest statisch, also einfach soviel Ah habe ich und soviel Ah verbrauche ich. Als Bilanz ist das richtig.
Aber zur Beurteilung der Batteriebelastung leider nicht. Der Kurzzeitstrom ist bei einer Gel/AGM Batterie ennborm belastend.
6 Minuten mit 125 A = ist für die Gel/AGM Batterie schädlicher als 1 Stunde mit 12,5A. Außerdem hast du den Peukert Faktor bei deiner Hochstrombelastung total ignoriert.
Nur als Info zum Verständnis der Problematik, Gruß Andreas

Senkblei am 29 Jun 2020 18:33:09

Naja, zum einen ist mein Verbrauch deutlich geringer, als das was zur Verfügung stehen sollte, zum anderen ist mir schon klar, dass die Nespresso über Wechselrichter nicht gerade ideal ist.

Allerdings glaube ich zu wissen, dass auch hier im Forum viele diese AGM/Wechselrichter/Nespresso Konfiguration fahren und das zumindest eine ordentlich lange Zeit funktioniert.

Mein Bruder beispielsweise betreibt das mit nur einer AGM 95A seit 3 Jahren. Seine Batterie hat nach wie vor keine Probleme damit. Meine 2 AGM je 92A haben nur noch einen Bruchteil der Leistung.

Aktuell testen wir gerade meine AGM´s separat. Bin mal gespannt.

ka10 am 29 Jun 2020 19:22:06

hallo, wie schon oben gesagt, AGM Startbatterie ist nicht AGM zyklenfest, das sind deutliche Unterschiede in der Lebensdauer und Preis, wobei sich letztere im WoMo lohnen, weil sie eben deutlich länger leben!
Grüße...Wolfgang

Senkblei am 29 Jun 2020 20:29:39

ka10 hat geschrieben:hallo, wie schon oben gesagt, AGM Startbatterie ist nicht AGM zyklenfest, das sind deutliche Unterschiede in der Lebensdauer und Preis, wobei sich letztere im WoMo lohnen, weil sie eben deutlich länger leben!
Grüße...Wolfgang

Hmm, sorry, wenn ich mich irgendwo falsch ausgedrückt habe. Aber die 2 AGM´s sind meine Aufbaubatterien, die lediglich im Zuge meiner Tests auf Startkraft überprüft wurden.
Das WoMo hab ich ja November 2018 Neu gekauft. Eine Batterie war schon drin, die andere habe ich vor Auslieferung an mich beim Händler nachrüsten lassen. Denke, da kann ich schon davon ausgehen, dass diese zyklenfest sind. Oder habe ich da einen Denkfehler?

Nochmal Sorry, aber ich bin kein Elektriker und wußte auch nicht, dass es wohl deinem Post nach unterschiedliche AGM´s gibt.

Viele Grüße Gebhard

gespeert am 30 Jun 2020 02:47:57

Wahrscheinlich war die Nachrüstung auf die unbekannte Batterie der Grund für den Ausfall.
Hast Du Fotos der Beschaltung?? War die Batterie einfach parallel zugeschalten oder über Kreuz??

HartyH am 30 Jun 2020 06:36:15

Senkblei hat geschrieben:Denke, da kann ich schon davon ausgehen, dass diese zyklenfest sind. Oder habe ich da einen Denkfehler?
Nochmal Sorry, aber ich bin kein Elektriker und wußte auch nicht, dass es wohl deinem Post nach unterschiedliche AGM´s gibt.

Hallo Gebhard,

in deinem Womo sind 2 AGM Banner 92Ah verbaut.
AGM-Batterien sind aber hauptsächlich für den Einsatz als Startbatterien für Fahrzeuge mit Start-Stopp-Automatik und einem erhöhten Leistungsbedarf konzipiert worden. Als Versorger- oder Bordbatterien sind GEL-Batterien besser geeignet, eignen sich jedoch wegen dem hohen Innenwiderstand nicht als Starterbatterie.
Und "zyklenfest" erwarte ich schon von jeder Batterie.

Das hilft dir jetzt zwar nicht richtig weiter, sollte aber etwas Licht ins Dunkle bringen.

Ich würde
  • beide AGM´s einzeln prüfen oder prüfen lassen, um herauszufinden, welche defekt ist.
  • die Abschaltschwelle des Wechselrichters höher setzen, denn die 10,5V sind schon unterste Grenze.
  • Die Ladespannung überprüfen, Banner-AGM brauchen 14,8V

fschuen am 30 Jun 2020 07:01:36

Senkblei hat geschrieben:Denke, da kann ich schon davon ausgehen, dass diese zyklenfest sind. Oder habe ich da einen Denkfehler?


Bei Bleibatterien gibt es einen Zielkonflikt bei der Konstruktion: macht man die Platten dick, werden sie zyklenfest. Macht man sie dünn, kann man hohe Ströme entnehmen. Das Problem ist die Nespresso an der Aufbaubatterie. Damit bleiben dir sachlogisch drei Möglichkeiten: regelmässig neue Batterien kaufen, mindestens vier verwenden (dann ist der entnommene Strom pro Batterie nicht mehr sehr hoch) oder Lithium.

Gruss Manfred

Senkblei am 01 Jul 2020 16:58:05

So, Batterien hat mein Bruder getestet. Eine hat noch 20% die andere 60% Kapazität. Also beide mit deutlich verminderter Kapazität.

Hab schon mit LFP geliebäugelt, aber ich bleibe vorerst bei AGM.

Wie ich schon schrieb, mein Bruder hat dieselbe Konfiguration, aber nur eine Varta AGM 95A (840 095 085) drin. Gleichzeitig aber einen deutlich höheren Kaffeeumsatz wie ich. Und seine Batterie ist nach 2 Jahren noch einwandfrei.

Werde daher 2 Stück von der gleichen Varta kaufen und hoffen, dass dies nicht umsonst war.

Wenns nicht klappt werde ich büßen und nochmals Ersatz beschaffen, dann aber wohl fast sicher LFP

Die beiden Banner werd ich anschließend mal versuchen zu reklamieren. Da die Batterien parallel geschaltet sind, kann mir wohl keiner unterstellen, dass ich die Ursache bin. Kann ja schlecht nur eine schlecht behandeln.

Besten Dank für eure Infos!

Viele Grüße
Gebhard

andwein am 02 Jul 2020 11:32:56

Senkblei hat geschrieben:So, Batterien hat mein Bruder getestet. Eine hat noch 20% die andere 60% Kapazität. Also beide mit deutlich verminderter Kapazität. Werde daher 2 Stück von der gleichen Varta kaufen und hoffen, dass dies nicht umsonst war.
Gebhard

An der grundsätzlichen Problematik 1700W (Kaffe/WR) und 180A AGM wird sich nichts ändern. Der Peukert Faktor gilt auch bei Varta und die Spitzenstrombelastung von über 1C besteht weiterhin!!
Gruß Andreas

ka10 am 02 Jul 2020 12:09:26

hallo... wenn du wieder in AGM-Starterbatterien investierst hast wieder nicht lange Freude dran, von VARTA gibts auch die zyklenfesteren AGM Batterien, etwas teuerer aber wesentlich langlebiger und die schaffen den Wechselrichter auch, meine waren vor life die AGM professional 115 (c20) deep cycle Marine+caravan ca. 270€ Stück... jahrelang gute Ah-Werte!
langlebige Grüße ..,.Wolfgang

fschuen am 02 Jul 2020 12:10:05

Senkblei hat geschrieben:Allerdings glaube ich zu wissen, dass auch hier im Forum viele diese AGM/Wechselrichter/Nespresso Konfiguration fahren und das zumindest eine ordentlich lange Zeit funktioniert.


Sicher. Das kann ein Jahr gutgehen oder auch fünf, und dann wird dieselbe Frage wieder gestellt. Ich habe das ja selbst länger gemacht, und dabei mehr Geld für Bleibatterien ausgegeben als für die Umrüstung auf Lithium - und das noch vor dem Preisrutsch der letzten Jahre. Diese Erfahrung geb ich gerne weiter, aber es kann sie natürlich auch jeder selber machen.

Gruss Manfred

ka10 am 02 Jul 2020 12:15:39

Nachtrag: link zur Info:
--> Link

rkopka am 02 Jul 2020 12:58:57

fschuen hat geschrieben:Das kann ein Jahr gutgehen oder auch fünf, und dann wird dieselbe Frage wieder gestellt. Ich habe das ja selbst länger gemacht, und dabei mehr Geld für Bleibatterien ausgegeben als für die Umrüstung auf Lithium - und das noch vor dem Preisrutsch der letzten Jahre.

Ich hab beim letzten Mal auch überlegt. Da aber Li noch zu teuer war, habe ich mir die billigste Naßbatterie geholt. Damit hoffe ich einige Jahre auszukommen, bis Li in einem vernünftigen Preisbereich angekommen sind. Das war 2018, und jetzt ist es fast soweit, und meine Batterie läuft noch. Selbst heute würde eine günstige (nicht selber zusammengestellte CH) Li Batterie mindestens das 4fache der Naßbatterie kosten. Hier in D eher Faktor 6-10. Wenn man die nutzbare Kapazität rechnet, immer noch mehr als das 2fache. Wenn es also in einigen Jahren soweit ist, kann ich etwas erschwingliches einbauen und konnte die Zeit bis dahin recht günstig überbrücken. Allerdings ist mein Strombedarf auch nicht so hoch.

RK

Senkblei am 03 Jul 2020 19:19:09

ka10 hat geschrieben:meine waren vor life die AGM professional 115 (c20) deep cycle Marine+caravan ca. 270€ Stück... jahrelang gute Ah-Werte!
langlebige Grüße ..,.Wolfgang

Passt leider nicht unter meinen Beifahrersitz. Ich hab jetzt bestellt 2 Stück Varta LA95 Professional Dual Purpose 840 095 085 AGM Batterie 95Ah für 152€/Stück inkl. Versand
Wie schon gesagt, mein Bruder quält schon seit 2 Jahren eine einzelne.

Senkblei am 03 Jul 2020 19:27:55

fschuen hat geschrieben:Ich habe das ja selbst länger gemacht, und dabei mehr Geld für Bleibatterien ausgegeben als für die Umrüstung auf Lithium - und das noch vor dem Preisrutsch der letzten Jahre. Diese Erfahrung geb ich gerne weiter, aber es kann sie natürlich auch jeder selber machen.
Gruss Manfred

Denke auch, dass Lithium auch bei mir irgendwann drin ist. Ist/war mir aber momentan zu viel Action.
Gruß Gebhard

basste315 am 03 Jul 2020 20:27:13

Senkblei hat geschrieben:Wie schon gesagt, mein Bruder quält schon seit 2 Jahren eine einzelne.


Dein Bruder hat möglicherweise ein anderes Nutzerverhalten. Viele Foris sind mit AGM-Batterien auch als "Versorger" zufrieden.

Ich habe auch mit AGM-Batterien nicht die besten Erfahrungen (haben nur 3 Jahre gehalten) und wieder auf GEL (nun bereits 5 1/2 Jahre ok) gewechselt.

Da Du wieder AGM gekauft hast, bleibt nur folgender Rat:
Richtige Ladespannung max. 14,8 V und Tiefentladung vermeiden. Auch die Winterpause richtig überbrücken (ausbauen, nachladen)
Der große WR mit 2500W Dauerleistung stellt schon eine gewisse Gefahr für die Batterie dar.

Ich wünsche Deinen neuen AGMs --> Link ein langes Leben und Dir allzeit gute Fahrt!

Helmut

wibbing am 04 Jul 2020 00:33:38

Wir haben unseren Chausson im Herbst 2013 neu gekauft. Das Fahrzeug hatte über den Sommer mit tiefentladener Blei/Säure Aufbaubatterie beim Händler im Hof gestanden. Sie funktionierte nach Aufladen zunächst, war aber dann im ersten Winter kaputt, so dass wir unterwegs Ersatz beschaffen mussten.
Der Händler hat die Kosten ohne Diskussion erstattet.

Diese Ersatzbatterie sowie die 2. Aufbaubatterie gehen bis heute 2020.
Sie wurden auch durch die Solarzellen nie leer.

Deine 20% Batterie ist vermutlich auch schon im neuen Fahrzeug vorgeschädigt worden. Die andere hat nur die Wechselrichtertortur erlebt.

Für den Hochstrombetrieb mit einem 2.5kW Wechselrichter sind Starterbatterien besser geeignet als sog. "Zyklenbatterien", weil sie die hohen Strömen besser verkraften ( und sie kosten deutlich weniger).

wibbing am 04 Jul 2020 00:44:09

Gel oder besser AGM Batterien verwende ich , wo sie nicht immer senkrecht stehen, also bei Wasser- und Luft-Fahrzeugen damit sie nicht auslaufen können.

Bei Landfahrzeugen sollte man sich an die Regel " gummierte Seite nach unten" halten( sonst hat man auch noch andere Probleme )
dann gehen auch Blei/Säure Batterien.

gespeert am 04 Jul 2020 04:51:38

At TE
Liest Du auch die Antworten ganz durch oder nur den Teil der Dir zu passen scheint??

Noch einmal die Frage wie die Batterien angeschlossen sind??

Senkblei am 04 Jul 2020 06:50:51

Sind parallel verbunden. Zum Verbraucher dann Plus an der einen und Minus an der anderen Batterie.

Senkblei am 04 Jul 2020 07:44:25

Senkblei hat geschrieben:Sind parallel verbunden. Zum Verbraucher dann Plus an der einen und Minus an der anderen Batterie.

Zur Ergänzung: Der Verbraucher Wechselrichter hängt mit beiden Polen nur an einer Batterie. Das werde ich ändern, wenn ich die neuen Batterien reinmache.

gespeert: Habs erst nicht wirklich verstanden und mich erst gestern genauer mit dem Anschluß auseinandergesetzt.

Gruß Gebhard

gespeert am 04 Jul 2020 08:02:53

Ja, das war neben dem verschiedenen Alter der Batterien der wahrscheinliche Grund für den vorzeitigen Ausfall.

Senkblei am 05 Jul 2020 17:25:57

Hannus hat geschrieben:Hallo Gebhard
bist du sicher, daß sie richtig voll geladen waren. Das heißt, betrug die Ladespannung über einem längeren Zeitraum 14,7V und ist dann auf 13,8V zurückgegangen.
Gruß Egon


Hallo Egeon, muß das doch nochmal aufgreifen.

Am EBL ist AGM eingestellt. Das wird wohl passen. In meiner Victron Connect App hab ich grad in den Einstellungen gesehen:

Absorptionsspannung 14,4V
Erhaltungsspannung 13,8V
Ausgleichsspannung 16,2V

Kann es sein, dass die Absorptionsspannung zu niedrig eingestellt ist?

Habe Datenblätter der Varta Professional AGM gefunden, in denen von 14,8V die Rede ist. Darf allerdings nicht überschritten werden. Da ich zukünftig vor allem über Solar laden werde, sollten hier die Werte stimmen.

Regler ist ein MPP Solar Laderegler MPPT SmartSolar 100/20 von Victron

Gruß Gebhard

andwein am 06 Jul 2020 10:05:37

Senkblei hat geschrieben:.....Am EBL ist AGM eingestellt. Das wird wohl passen. In meiner Victron Connect App hab ich grad in den Einstellungen gesehen: Ausgleichsspannung 16,2V Gruß Gebhard

Eine Ausgleichsspannung mit 16,2V bei geschlossenen Säurebatterien (sealed, AGM, Gel) verkürzt u.U. die Lebensdauer. Die Batterie gast leicht, nicht alles Gas wird rekombiniert, ein Teil des Wassers geht verloren, die Kapazität sinkt damit!!
14.4V anstatt 14,7V Absorbtionsspannung verlängert die Ladedauer aber auch die Lebensdauer, da diese Spannung sicher unter der Gasungsgrenze liegt.
Gruß Andreas

Hannus am 06 Jul 2020 12:01:48

Man sagt aber auch, das ein ständiges Laden unterhalb der Ladeschlußspannung bei AGM zu Kapazitätsverlust führt. Da lohnt mir die längere Lebensdauer dann auch nicht mehr viel.
Gruß Egon

Senkblei am 06 Jul 2020 15:07:47

andwein hat geschrieben:Eine Ausgleichsspannung mit 16,2V bei geschlossenen Säurebatterien (sealed, AGM, Gel) verkürzt u.U. die Lebensdauer.

14.4V anstatt 14,7V Absorbtionsspannung verlängert die Ladedauer aber auch die Lebensdauer, da diese Spannung sicher unter der Gasungsgrenze liegt.
Gruß Andreas


Werde trotzdem die Absorptions.- sprich Ladeschlussspannung auf 14,7V setzen. Ist dann identisch mit meinem EBL 119, der per Schalter auf AGM eingestellt ist. Macht wahrscheinlich auch so am meisten Sinn.

Bzgl. Ausgleichspannung: Der Solarregler ist aktuell auf Werkseinstellung. Fällt mir schwer zu glauben, dass das falsch voreingestellt ist.

Senkblei am 06 Jul 2020 15:49:03

Mein Batterienlieferant hat mir Folgendes auf Mitteilung meiner Werte vom Solarregler mitgeteilt:

Das sieht so aus, als ob Sie einen Victron Laderegler haben?!
Also das ist wie folgt. Man kann die AGM Batterien mit 14,8V laden. (Absorption)
Muss man aber nicht. Die schonendere Ladung wäre mit 14,4V.
Wir empfehlen daher 14,6V Absorption und 13,8V erhaltung. Als Ausgleich ca. 15,0V.

Wenn nichts Gravierendes dagegenspricht, werde ich das so einstellen.

Der Lieferant BaSBa war meines Erachtens ein sehr kompetenter Ansprechpartner. Lieferung war innerhalb von 26h nach Bestellung. Beide Batterien mit identischen 12,77V und Seriennumer nur 5 Zahler auseinander. Beste Voraussetzungen also.

andwein am 06 Jul 2020 15:56:33

Hannus hat geschrieben:Man sagt aber auch, das ein ständiges Laden unterhalb der Ladeschlußspannung bei AGM zu Kapazitätsverlust führt.
Gruß Egon

Ja, das sagt man, aber der Satz geht weiter: Kapazitätsverluste durch Dentritenbildung bzw Säureschichtung bei 13,8V Ladespannung und Standby Betrieb in Notstromversorgungen. Wobei diese Aussage auch wieder für Nassbatterien gilt. Wir haben bei Aufbaubatterien aber einen zyklischen Betrieb. Ob in einer AGM Batterie Dentriden überhaupt in oder durch das Vlies wachsen können hat noch keine Untersuchung belegt. Auch gibt es keine flüssige Säure die sich schichten kann. Deshalb sind die 16,2V kurzzeitige?? Ladespannungserhöhung ja nicht notwendig.
Gruß Andreas

andwein am 06 Jul 2020 16:01:11

Senkblei hat geschrieben:.......Bzgl. Ausgleichspannung: Der Solarregler ist aktuell auf Werkseinstellung. Fällt mir schwer zu glauben, dass das falsch voreingestellt ist.

Aber du weißt schon, dass du diesen Beitrag begonnen hast mit dem Problem "AGM Batterie hat weniger Kapazität!! Aber zu Sicherheit würde ich einen "Techniker des Herstellers" befragen wie sich diese 16,2V Ausgleichsladung bei Gel/AGM auf die Lebensdauer auswirkt.
Gruß Andreas

Senkblei am 07 Jul 2020 14:36:25

andwein hat geschrieben:Aber du weißt schon, dass du diesen Beitrag begonnen hast mit dem Problem "AGM Batterie hat weniger Kapazität!!
Gruß Andreas


Ist klar, das Thema ist ein wenig ausgeufert. Passt aber für mich schon noch irgendwie, wenn ich Tips bekomme dass ich beim nächsten Batteriesatz etwas länger Freude dran habe.

Viele Grüße
Gebhard

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