Gast am 17 Nov 2020 14:01:35 Rich2 hat geschrieben:...Nach aktuellem Erkentnisstand würde ich einen wie oben verlinkten PRCD Anschlussstecker verwenden und mit diesem auf einen kleinen Verteiler mit 2 Stk. 1poligen LSS gehen und da braun und blau jeweils durchschleifen...
Vergiss die LSS, der WR kann den nötigen Kurzschlussstrom nicht liefern, damit diese auslösen. Außerdem hat der WR einen Überlastschutz, der im Kurzschlussfall auf der 230V Seite abschaltet. Nimm einen ordentlichen FI(RCD) vom Typ F und setzte den in den kleinen Verteiler, damit bist du auf der sicheren Seite. Der Typ F reagiert auch auf Gleichstrom- und Hochfrequenzstromkomponenten im Fehlerstrom, dass ist bei WR, die einen Sinus elektronisch erzeugen, wichtig.
Wuidsau am 17 Nov 2020 14:09:17 Servus, Du begreifst es nicht, daß es beim WR Betrieb Fehlerzustände gibt, die hochfrequente Gleich- und Wechselströme zulassen! Ebenso Mischungen dieser. Ebenso Gleichfehlerströme (das kann auch ne Halbwelle darstellen!!).
All das muß der FI hinterm WR zuverlässig detektieren, somit bei einigen WR-Typen ist dann ein B-FI einzusetzen!
Wenn der WR ein Deltanetz aufspannt, wird es absicherungstechnisch interessant, da man dieses für verschiedenste Anwendungen nutzen kann. Dasselbe bei Generatoren. Und deswegen entsprechend beschalten muß.
Da das zu tief in die Fachtechnik geht, lasse ich das mal außen vor.
At hmarburg Da scheint gesundes Halbwissen vorzuliegen, bei WR Betrieb ist im Zweifel immer ein B Typ zu verbauen wenn nicht technische Daten des WR vorliegen! Vergiß den F Typ, hier hast Du keinen Umrichter!!
MfG Charly
Gast am 17 Nov 2020 14:51:08 Wuidsau hat geschrieben:...At hmarburg Da scheint gesundes Halbwissen vorzuliegen, bei WR Betrieb ist im Zweifel immer ein B Typ zu verbauen wenn nicht technische Daten des WR vorliegen! Vergiß den F Typ, hier hast Du keinen Umrichter!!
Mein gesundes Halbwissen sagt, das ein Wechselrichter sehr wohl ein Umrichter ist, schließlich wandelt er einen Gleichspannung in eine sinusförmige um, dabei wird die Spannung auch noch hochtransformiert. Da der Sinus nicht über einen Drehstrom-Generator erzeugt wird ist das Ergebnis ein angenäherter Sinus, d.h. eine gewisse Restwelligkeit ist vorhanden. Je höher die Signalauflösung bei der Pulsweitenmodulation des quarzstabilisierte Microcontroller ist, desto geringer die Restwelligkeit. Die Restwelligkeit hingegen setzt sich aus einem Frequenzgemisch zusammen das aus hochfrequenten Anteilen besteht. Der RCD Typ F ist meiner Meinung nach ausreichend, es ist kein Typ B (der einen erweiterten Funktionsumfang zum Typ F hat) notwendig. RCD-Typen: --> Link
MountainBiker am 17 Nov 2020 15:45:08 Hallo Holger, Der RCD Typ F ist meiner Meinung nach ausreichend, es ist kein Typ B notwendig
nur wenn Gleichstromfreiheit sichergestellt ist -> wie in meinem Beitrag weiter oben beschrieben ist "eigentlich" eine allstromsensitiver RCD (Typ B) notwendig. Eigentlich, weils es auch Inverter gibt mit Netztrennung mittels Netztrenntransformatoren, solche "Eisenklumpen" haben aber bei nennswerten Leistungen > 20kg Gewicht! Hier ist bauartbedingt eine Typ A ausreichend. Wenngleich mir der Ton hier schon wieder missfällt. Meine Meinung dazu!
fschuen am 17 Nov 2020 18:10:18 Wuidsau hat geschrieben:Du begreifst es nicht, daß es beim WR Betrieb Fehlerzustände gibt, die hochfrequente Gleich- und Wechselströme zulassen!
Du begreifst nicht, dass es im WR Elektronik gibt, die schön auf die Sinuswelle, die Spannung und die anderen Parameter am Ausgang acht gibt. Wenn du der nicht traust, brauchst du keinen allstromsensitiven Wunder-FI, sondern einen Feuerlöscher. Wenn das nicht markant genug rüberkommt, hier noch Ausrufezeichen zum Ausschneiden & Einkleben: !!!!!!!!! Gruss Manfred
Rich2 am 17 Nov 2020 18:14:41 Keep cool everybody... Das lohnt sich nicht...und hilft mir nicht wirklich weiter. VG Rich
andwein am 17 Nov 2020 18:58:54 fschuen hat geschrieben:Lieber Andreas, erst mal vielen Dank für deinen detaillierten Beitrag. Die Unfall-Abschaltung finde ich auch sehr interessant, ist hier auch m.W. noch nie diskutiert worden. Aber erst mal zur restlichen "Installation": Gruss Manfred
Ich nehme mal deinen Originalbeitrag und versuche die Antworten direkt: Wenn die gesamten VDE-Vorschriften für mich als Strombezieher gelten, dann darf ich als Laie - Grundschulabschluss, zwei linke Hände - eigentlich gar nichts, weder Licht einschalten noch einen Stecker einstecken. Dazu: Nein Stecker ein und umstecken ist keine Installation und du darfst das!! Aber du darfts und kannst das weil deine Hausinstallation nach bestimmten Regeln (von den VDE Graukitteln) durch Fachleute (hoffentlich) durchgeführt wurde. D.h. in Deutschland: FI und LS schutz, Fundamenterder. Mein Unterschied in der Betrachtungsweise ist der, dass bei mir gar kein WR vorkommt. Meine Installation besteht aus einem zweiten Zugang zum Womo-Netz - oder eines Teils davon - über einen zweiten Einspeisestecker. Dazu: Wenn dein 2. Einspeisepunkt, bzw. dessen Versorgung, aus der gleichen Stromsäule/Hausanschluss kommt ist das OK. Würde dein 2. Einspeisepunkt und dessen Versorgung gleichzeitig vom Nachbarhaus (andere Stromquelle) kommen wäre das falsch weil hier eventuell andere Phasen und auf jeden Fall ein anderer Erdpotenialpunkt benützt wurden. Das würde kein Fachmann machen und ist lt. VDE regelwidrig und lt. EVU verboten. Für diese Installation werden Kabel abisoliert und Schrauben gedreht, und sie ist auch sicherheitsrelevant - da sind wir uns wohl einig; die beiden Einspeisungen dürfen niemals leitend verbunden sein, auch nicht einpolig, und auch nicht bei Fehlern im Schalter oder Relais. Dazu: das ist teilweise korrekt. Die PEs sind mit unterschiedlichen Fundamenterdern verbunden und werden auf der Chassismasse mit einander verbunden wenn du dort alle PE Leiter deiner Installation auf einem gemeinsamen Sammelpunkt zusammen führtst. Aber einmal installiert, geprüft und für gut befunden, kann ich ja da wie dort anschliessen, was ich will. Dazu: Auch eine einmalige bestandene HU mit Plakette sagt nicht, dass an diesem Fahrzeug alles OK ist. Wenn ein Elektromeister (und nur der darf solche Abnahmen durchführen) dir eine schriftliche Freigabe erteilt hat (was ich nicht glaube) dann kann es trotzdem regelwidrig und entgegen den EVU Bestimmungen sein. Damit müssten auch für beide Einspeisungen die gleichen Regeln gelten, also zweipolige (oder 2x einpolige) Abschaltung durch einen LSS. Damit ist das Netz symmetrisch undDazu: jua richtig, solange sie über den gleichen Hausanschluss/CP Platzanschluss versorgt und geerdet sind. Hinweis an die Mitleser - es ist schlichtweg egal, an welchem Anschluss die Phase hängt. Nein, das ist es eben nicht wenn die Anschlüsse nicht durchgängig verpolungssicher durchgeführt sind. Und in der speziellen VDE für Caravan, Campingfahrzeuge und Schiffe ist das erläutert!!!!!! Bis hierher haben alle Einwände deinerseits nichts mit der Eingangsfrage Wechselrichteranschluss an die Bordelektrik (eines Wohnmobils zu tun!!!!!!! Aber ich habe zumindest versucht die Aussagen richtig zu stellen und deren Hintergründe zu erklären. Sollte es also notwendig sein, hinter der Einspeisung ein TE-N-Netz aufzubauen, verstehe ich unabhängig von meiner diesbezüglich abweichenden Rechtsmeinung nicht, warum dass dann hinter der Standard-CEE-Einspeisung nicht vorgeschrieben sein soll. Dazu: Da die meisten WR eine galvanische Trennung haben (Prinzip Trenntrafo) ist die 230V 50Hz Ausgangsspannung eigentlich frei von einem Bezugspunkt. Würde ein Nutzer mit einem der beiden spannungsführenden Leiter in Berührung kommen kann eigentlich kein Strom über seinen Körper nach Erde fließen. Wer jetzt denkt "dann kann ja nichts passieren" der irrt. Denn die Frequenz von 50 Hz (pro Sekunde) ist gegenüber der Herzfrequenz von 60 Schlägen (pro Minute) erheblich schneller und bringt unseren internen Taktgeber durch einander, desynchronisiert in und das Herz schwingt schneller, also Herzkammerflimmern. Deshalb wird einer der Ausgangsleiter auf Masse gelegt (genullt, TN Netz) und diese Masse über die Chassiserde und den PE mit Erde verbunden. Jetzt können die Ausgänge über eine Personenschutzeinrichtung, nämlich dem Fi abgesichert werden da dessen Abschaltzeit bei 0,2 Sec liegt. Ich hoffe, das war halbwegs verständlich? Und mit der Unfallabschaltung mach ich mich mal schlau. Aber Achtung: Hier gelten nicht die VDE 100 sondern die Bestimmungen für fest eingebaute/angeschlossene WR in Kfzs Und noch was, die WR bis 150W mit Zigarettensteckdosenanschlusskabel sind von dieser Thematik nicht betroffen. Hier können sogar Geräte ohne PE, mit Eurosteckdose, betrieben werden. Wow, das war lang, ich hoffe einigen hilft es beim Verständnis, Gruß Andreas
Gast am 17 Nov 2020 19:43:47 andwein hat geschrieben:Wow, das war lang, ich hoffe einigen hilft es beim Verständnis, Gruß Andreas
Lieber Andreas, Beim Verständnis von was sollen deine Erklärungen helfen? Der irrelevante Erguss von fschuen hat mit Wohnmobil Technik fast nichts und mit dem Thema des TE gar nichts zu tun und stört nur hier im Thread. Eigentlich sollte man das noch nicht mal ignorieren. Nur meine Meinung...
Rich2 am 17 Nov 2020 20:52:44 Irgendwann hab ich mal geschrieben, ich glaube es war zum Thema Solaranlage, dass ich als Blinder hoffe dass man mir Farbe erklärt und mich erhellt. Nun erlebe ich sozusagen ein Blitzlichtgewitter was mich schier blendet. Es ist total interessant dem zu folgen was hier beigetragen wird und ich muss nur zwischendurch laienhaft nachfragen, ob ich noch verstehe was wesentlich dabei ist. 1. Für WoMo und Schiffe gelten besondere Vorschriften der VDE 2. Deshalb sind mehrere 230V Stromeinspeisungen nur zulässig, wenn sie vom selben Bezugspunkt mit einheitlicher Fundamenterde aus Einspeisung erhalten und alle PE zusammengefasst sind. 3. Ein WR nimmt wegen seines internen Aufbaus eine Sonderstellung ein, weil in diesem Sinn keinen Versorgungspunkt darstellt. Der PE muss aber auf den Sammelpunkt der Landsromversorgung gelegt sein um eine einheitliche Erdung über das Chassis zu erreichen. 4. Es muss eine Absicherung de 230V Ausgangs durch einen geeigneten FI/LS beiderpolig erfolgen. 5. Es muss für Verpolungssicherheit und einheitliche Verpolung beider Stromquellen gesorgt sein. Beim Landstrom durch die Vorgabe zum Anschluss eines CEE Steckers / Buchse, beim WR durch ausmessen der Phase und des Neutralleiters. Kann ich da so als Essenz sehen? VG Rich
Gast am 17 Nov 2020 21:48:17 Rich2 hat geschrieben:...4. Es muss eine Absicherung de 230V Ausgangs durch einen geeigneten FI/LS beiderpolig erfolgen....
FI ja, LS nein
fschuen am 18 Nov 2020 09:04:30 Rich2 hat geschrieben:Kann ich da so als Essenz sehen?
Landstrom: durch CEE sollte die Lage der Phase vorgegeben sein. Da dies aber bei Adaptern oder falsch angeschlossenen Dosen nicht gewährleistet ist, muss das Womo mit einem zweipoligen (oder zwei einpoligen) LSS ausgerüstet sein, damit die Phase in jedem Fall über den LSS läuft. FI war zumindest früher nicht vorgeschrieben, ist aber sinnvoll. Wechselrichter: hier gibt es keine Phase, weil keiner der Leiter einen Bezugspunkt zur Erde/Masse hat. Option A: einfach so verwenden. Option B: einen Leiter an Fahrzeugmasse, FI dahinterschalten. Ich empfehle Option A, da sie verschaltungstechnisch sehr einfach ist. Andreas empfiehlt Option B, mit dem Kernargument, dass eine Abschaltung sicherer ist als ein Verlassen auf die Potentialtrennung. Dieses Argument ist korrekt und stichhaltig. Es setzt aber eine einwandfreie Installation voraus, und da ich nicht weiss, wie bewandert die Leser hier sind, halte ich die Dinge lieber einfach. Ausserdem gehört diese Schaltung und der FI meiner Meinung nach vor die Schuko-Verbindung (= in den WR) und nicht dahinter, und sollte sich innerhalb eines Gehäuses befinden. Letztlich muss natürlich jeder selbst entscheiden, wie er's macht - man sollte aber verstehen, warum man den einen oder anderen Weg geht. Gruss Manfred
Gast am 18 Nov 2020 09:21:59 fschuen hat geschrieben:Landstrom: durch CEE sollte die Lage der Phase vorgegeben sein. Da dies aber bei Adaptern oder falsch angeschlossenen Dosen nicht gewährleistet ist, muss das Womo mit einem zweipoligen (oder zwei einpoligen) LSS ausgerüstet sein, damit die Phase in jedem Fall über den LSS läuft.
Gruss Manfred
Was für ein gefährlicher Schwachsinn! NICHT NACHMACHEN! Wenn man zwei einpolige LS einbaut, fällt mal nur der LS im Nulleiter und du hast zwar keine Funktion "keinen Strom" der Verbraucher, aber volle Spannung auf beiden Leitern. Viel Spaß dem unbedarften User, der dann den Fehler sucht und an den Nulleiter faßt. Lebensgefahr!
Gast am 18 Nov 2020 09:30:11 fschuen hat geschrieben:...Wechselrichter: hier gibt es keine Phase, weil keiner der Leiter einen Bezugspunkt zur Erde/Masse hat...
Definition Phase: Als Phase (auch Phasenleiter oder Aussenleiter genannt) bezeichnet man den stromführenden Leiter, welcher den Strom aus dem Netz zum Schalter oder zur Steckdose führt. Das Kurzzeichen ist das „L“ (line conductor).Sorry! Spätestens jetzt sollte der geneigte Leser gewaltigen Abstand von deinen schriftlichen Ausführungen nehmen.
fschuen am 18 Nov 2020 10:54:39 Soll's jetzt an's Kümmelspalten gehen? Dann bitte von "Aussenleiter" schreiben, Phase ist umgangssprachlich. Und die ist für mich da, wo das Lämpchen im Phasenprüfer (sic) leuchtet und es arg zwackt, wenn ich drangreife. Und da führen die beiden Phasen, wenn man die so definieren will, aus dem WR zwar gegeneinander Spannung, aber nicht gegen den unbedarften Camper, der gegen jede Vorsicht an einen unisolierten Leiter greift. Folglich ist das weit weniger gefährlich als in 90% aller Haushalte.
Zur <Trommelwirbel> "Lebensgefahr" bei zwei einpoligen FI: das ist der Auslieferungszustand unseres Wohnmobils eines namhaften deutschen Herstellers. Wenn sich die Elektrikprofis der Hersteller mit den Vorschriften so viel schlechter auskennen als die Experten hier im Forum, werden die sich über entsprechende Hinweise sicher sehr freuen.
Gruss Manfred
andwein am 18 Nov 2020 11:00:33 Rich2 hat geschrieben: Nun erlebe ich sozusagen ein Blitzlichtgewitter was mich schier blendet. Kann ich da so als Essenz sehen? VG Rich
Ja, das ist die Essenz des Ganzen. Du hast das sehr schön zusammengefasst. Wäre toll wenn sich das einige ausdrucken und an die Wand heften, dann wäre beim Selbstausbau schon vielen geholfen. Gruß Andreas
Rich2 am 18 Nov 2020 12:14:14 Andreas, vielen Dank, werde es beherzigen und mich daran halten. Habe viel dazugelernt hier im Forum, speziell zu den Themen Solar und Wechselrichter. Die Einkaufsliste steht und erste Komponenten treffen schon ein. Und kappelt ihr Fachleute euch nicht so heftig.. VG Rich
kdupke am 18 Nov 2020 13:26:35 fschuen hat geschrieben:Zur <Trommelwirbel> "Lebensgefahr" bei zwei einpoligen FI: das ist der Auslieferungszustand unseres Wohnmobils eines namhaften deutschen Herstellers. Wenn sich die Elektrikprofis der Hersteller mit den Vorschriften so viel schlechter auskennen als die Experten hier im Forum, werden die sich über entsprechende Hinweise sicher sehr freuen.
Da kommt jetzt was durcheinander. FI ist immer 2polig, weil wenn nur ein Pol durch den Summenwandler geführt wird, ist die Summe immer ungleich null. Du meinst wahrscheinlich 1poligen LS. Das Dumme ist, dass das AFAIK zulässig ist, weil ja durch den CEE-Anschluß die Lage von L und N eindeutig festgelegt sind. Die Praktiker hier sagen jedoch, dass es immer wieder Anschlüsse gibt, wo falsch angeschlossen wurde oder wo nur ein Schuko vorhanden ist. Da falsch anschliessen und Schuko nicht erlaubt sind, ist das für die Theoretiker und Hersteller kein Problem. gruss kai, man möge mich korrigieren, wenn ein 2pol LS im Wohnmobil gefordert ist durch die VDE.
andwein am 18 Nov 2020 18:39:54 kdupke hat geschrieben:...Das Dumme ist, dass das AFAIK zulässig ist, weil ja durch den CEE-Anschluß die Lage von L und N eindeutig festgelegt sind.
Sorry, dass ich das z.T. wiederhole Der Knackpunkt ist, dass die meisten nicht verstehen warum das Womo VDE Thema ein bisschen anders ist und die wengisten verstehen das Thema FI. Noch weniger verstehen warum das Thema "230V 50 Hz" am Körper so gefährlich ist. Eine DC Spannung in gleicher Höhe ist bei weitem nicht so gefährlich 1. Bei korrekter Verdrahtung von CP und Womo genügt ein einpoliger FI Schalter um die Phase zum Womo zu trennen, denn diese ist durch CEE eindeutig festgelegt. Das ist auch der Grund für einen verpolungsicheren Anschluss. 2. Über den Fehlerstrom muss der FI in der CP Säule auslösen. Der Fehlerstrom über den Körper muss über den PE Leiter abfließen können. 3. Der PE Leiter muss 2,5mm2 haben und darf nicht länger als 25m sein, damit das Ganze sicher funktioniert. Damit ist auch das Gesamtkabel halt nur 25m lang 4. Nicht die Spannung oder der Strom ist bei Elektrounfällen an 230V das Problem. Die geben nur Brandblasen! Gefährlich ist die Desynchronisierung des Sinusknotens und damit der Herzfrequenz. Der steuert die ca. 60 Schläge pro Minute und wird durch die 50 Sinuswellen pro Sekunde (OK korrekt 2x50 Halbwellen) quasi überschrieben. Daher auch als Notfallmassnahme der Defibrillator, der das Ganze dann wieder mit einem "Sonderschock" korrigiert und auf Normaltakt zurück setzt. Sorry, bei 230V Arbeiten ist mir das Verständnis des Ganzen wichtig! Gruß Andreas
Gast am 18 Nov 2020 18:57:26 Wo kann man einpolige FI kaufen?
Sorry, aber ich kann wirklich Kollegen, welche LSS und FI verwechseln oder jene, welche von einpoligen FI-Schaltern fabulieren nicht ernst nehmen.
Gast am 18 Nov 2020 19:50:36 pfeffersalz hat geschrieben:Wo kann man einpolige FI kaufen?
Ich persönlich würde dorthin gehen, wo man die landläufig s.g. 3-poligen FIs auch bekommt. :D
Gast am 18 Nov 2020 20:43:25 hmarburg hat geschrieben: Ich persönlich würde dorthin gehen, wo man die landläufig s.g. 3-poligen FIs auch bekommt. :D
Les es noch einmal: Zitat: 1. Bei korrekter Verdrahtung von CP und Womo genügt ein einpoliger FI Schalter um die Phase zum Womo zu trennen, denn diese ist durch CEE eindeutig festgelegt. Das ist auch der Grund für einen verpolungsicheren Anschluss.
Gast am 18 Nov 2020 21:10:30 pfeffersalz hat geschrieben:...Les es noch einmal:...
Mir ist das schon klar. Aber es gibt auch keine 3-poligen FIs wie ich geschrieben habe. Entweder es gibt 2-polige (1x Außenleiter, 1x Neutralleiter) oder es gibt 4-polige (3x Außenleiter, 1x Neutralleiter) aber landläufig spricht man halt von 1-polig bzw. 3-polig. Im Gegensatz zum LS gibt es da beim FI bei der Beschaffung eine geringere Fehlerquote das falsche Gerät zu kaufen.
drkklaus am 18 Nov 2020 22:07:27 Ein Schelm fragt ernsthaft und Sorry für den Einwurf. Bei Tante Google habe ich bereits recherchiert, ohne zufriedenstellendes Ergebnis. Unsere CEE-Stecker sind gegen Verpolung gesichert. In der Praxis leider nicht bestimmungsentsprechend immer einsetzbar, weshalb es die „verbotenen“ CEE-Schutzkontakt-Stecker-Adapter (und umgekehrt) gibt. Gibt es denn eine technische, automatische Möglichkeit die Polung (L und N) wie gewünscht und vorgeschrieben sicherzustellen? Kaum zu glauben, ich habe meine Adapter farblich gekennzeichnet und prüfe vor dem Anschluss. :cry: Die Praxis -> Da kommt einer und steckt/dreht das aus Gründen wie auch immer um. :evil: Mit besten Grüßen aus dem wohl östlichsten Ende des Forums Klaus
Rich2 am 18 Nov 2020 22:24:46 So wie ich den vorangegangen Beitrag von Andreas verstanden hatte, ist Nachmessen im konkreten Fall die sicherste Lösung. Egal ob CEE oder verbotener Schuko Adapter. Den Schuko Anschluss am WR werde ich mir daher auch farblich markieren und wenn ich noch eine mechanische Lösung gegen eine versehentliche Umpoung finde auch diese anwenden. VG Rich
kdupke am 19 Nov 2020 00:04:55 Es gibt WR mit Französischen bzw. Schweizer Anschlüssen. UK wäre auch verpolungssicher, aber die will man nicht wg. des Berührungsschutzes.
FR-Anschlüsse kenne ich aus Rechenzentren, wo evtl. keine C13/C19 zum Einsatz kommen.
Löst aber nicht das Problem, dass wenn jemand anderes mit dem Wohnmobil unterwegs ist und der einen Schuko-Adapter nutzt, alles Makulatur sein kann.
gruss kai
fschuen am 19 Nov 2020 08:50:11 kdupke hat geschrieben:Du meinst wahrscheinlich 1poligen LS.
Korrekt, danke für den Hinweis. Wobei ein einpoliger FI, der selektiv den Fehlerstrom schaltet, schon interessant wäre … aber den muss man sich in die Hand einbauen, das stelle ich mir unangenehm vor. Die P/N-"Verpolung" hat man nicht nur bei Einsatz von Schuko, sondern auch dann, wenn die CEE-Dose falsch angeschlossen ist. Wobei ich noch nicht verstanden habe, warum das problematisch oder gefährlich sein soll: extra dafür sind ja zweipolige (oder zwei einpolige) LSS (extra korrekturgelesen 8) ) vorgeschrieben und ab Werk verbaut. Hat da jemand eine Idee, wo das Problem sein könnte? Gruss Manfred
MountainBiker am 19 Nov 2020 09:38:45 Hallo,
eine Verpolung von N und L-Leiter hat mitunter fatale Folgen. Denn die Installation im Wohnmobil ist ja nicht nur isoliert zu sehen, sondern nur ein "Subnetz" im "großen Ganzen". Schalter schalten nicht allpolig sondern generell nur den L-Leiter... und vieles mehr
Desweiteren sind bei Mischinstallationen (wie bei einen Victron Multiplus) eine "Netzunterstützung" durch den Inverter möglich und dieser ist mit dem N-Leiter an Erde "genullt".
Es hat schon einen Sinn was "graue Eminenzen" beim VDE damals als Regelwerk ersonnen haben, auch wenn es den einen oder anderem nicht verständlich ist!
Meine Meinung dazu!
fschuen am 19 Nov 2020 10:17:00 MountainBiker hat geschrieben:Schalter schalten nicht allpolig sondern generell nur den L-Leiter... und vieles mehr
Die Schalter sind ein guter Punkt. Allerdings geht die 230V-Verteilung in üblichen Womos nur auf Schuko-Steckdosen und Schuko-Geräte (Kühli, Ladegerät). Da gibt es keine Schalter, und wenn doch, vermute ich, dass sie aus genau dem Grund zweipolig schalten müssen (vgl LSS). Und bei den Geräten muss ja die Polung egal sein, weil ich den Stecker ja so- wie andersrum reinstecken kann. Das "viele mehr" würde mich an der Stelle mal interessieren. Desweiteren sind bei Mischinstallationen (wie bei einen Victron Multiplus) eine "Netzunterstützung" durch den Inverter möglich und dieser ist mit dem N-Leiter an Erde "genullt".
Das heisst, wenn ich an einem Womo mit Multiplus Landstrom falsch anschliesse, knallt's? Weil ich mit dem Landstrom-Aussenleiter den Womo-Neutralleiter verbinde? Da fehlt mir der Glaube. Ich halte die Netzunterstützung eh für einen Werbegag - das Teil wird auf Wechselrichter umschalten und zeitgleich das Ladegerät auf Landstrom laufen lassen. Vielleicht irre ich mich da, aber es ist technisch viel einfacher und ich würd's so machen :evil: Gruss Manfred
MountainBiker am 19 Nov 2020 10:32:22 Hallo, Und bei den Geräten muss ja die Polung egal sein
Nein, denn ab und zu muß an den Geräten etwas reparieren, Leuchtmittel tauschen, Heizstab wechseln, ... wenn ich die "Birne" der Fassung entnehme reicht es mir auszuschalten, dann besteht für den Fachmann keine Gefahr (mit Phasenprüfer natürlich Spannungsfreiheit prüfen) - ich weis die Richtlinie ist da strenger! Vielleicht irre ich mich da
Auch da irrst Du Dich. Das ist gerade ja eine Topfeature dieser Baureihe, dass phasensynchron Teillast übernommen wird (einstellbar). Oder glaubst Du dass der Preis nur durch den Namen Victron zustande kommt!
andwein am 19 Nov 2020 10:35:14 fschuen hat geschrieben:Da fehlt mir der Glaube. Ich halte die Netzunterstützung eh für einen Werbegag - das Teil wird auf Wechselrichter umschalten und zeitgleich das Ladegerät auf Landstrom laufen lassen. Gruss Manfred
Das Ganze grenzt jetzt aber langsam an die Trumphsche Rhetorik (wenn man eine beratungsrestistente Verweigerungshaltung so höflich umschreiben möchte) Andreas
Gast am 19 Nov 2020 11:23:23 fschuen hat geschrieben: Vielleicht irre ich mich da, aber es ist technisch viel einfacher und ich würd's so machen :evil:
Gruss Manfred
Ja, klar. Bitte nur bei deinem eigenem Fahrzeug. :cry:
Gast am 19 Nov 2020 11:28:03 fschuen hat geschrieben:...Vielleicht irre ich mich da, aber es ist technisch viel einfacher und ich würd's so machen :evil: ...
Du kannst alles machen was und wie du es willst, nur musst du es zu jeder Zeit und bis zur letzten Instanz vertreten und dafür gerade stehen.
fschuen am 19 Nov 2020 11:42:08 MountainBiker hat geschrieben:Das ist gerade ja eine Topfeature dieser Baureihe, dass phasensynchron Teillast übernommen wird (einstellbar).
Dann Asche auf mein Haupt. Ich find's dann nur noch einen irren technischen Aufwand für etwas, das man nie braucht. Ansonsten ist es sehr schade, dass die Beiträge so furchtbar wenig sachlichen Inhalt haben. Ich halte fest: die Phasenlage ist wichtig, damit ich die Geräte, ohne sie auszustecken, bei angeschlossenem Landstrom zerlegen und reparieren kann. :roll: Ich beginne zu verstehen, warum für euch die FI-Schalter so ne heilige Kuh sind. Gruss Manfred
Gast am 19 Nov 2020 11:48:46 fschuen hat geschrieben:Ansonsten ist es sehr schade, dass die Beiträge so furchtbar wenig sachlichen Inhalt haben. Gruss Manfred
Schreib halt seltener. :lol:
HartyH am 19 Nov 2020 12:32:47 fschuen hat geschrieben:Dann Asche auf mein Haupt. Ich find's dann nur noch einen irren technischen Aufwand für etwas, das man nie braucht.
Gruss Manfred
Manfred, das Problem ist, du läßt dich von deinem aktuellen Wissen leiten. Aber: "einen irren technischen Aufwand für etwas, das man nie braucht" ist für mich eine super Technik. Ich habe einen Multiplus 24/5000 verbaut und kann beim Anschluß an eine externe Stromquelle wählen, ob ich aus dem Netz 0,5A oder max. 16A aus dem Netz entnehme. Mein Induktionsherd verbraucht 3,6 kW, das sind ca. 16A bei 230V AC. Die meisten Campingplätze haben eine max.Absicherung von 10A bei AC 230V, ich stelle am Panel 8A ein und der Multiplus holt sich die restliche Energie aus der Bordbatterie. Dazu gehört, dass der Multiplus beide Energiequellen synchronisieren muß. Und das ist kein "Werbegag"!
andwein am 19 Nov 2020 17:01:13 fschuen hat geschrieben:......Ansonsten ist es sehr schade, dass die Beiträge so furchtbar wenig sachlichen Inhalt haben. Ich beginne zu verstehen, warum für euch die FI-Schalter so ne heilige Kuh sind. Gruss Manfred
Diese Behauptung ist zumindest in diesem Strang "Frage WR Anschluss" für mein Empfinden eine echte Frechheit und unterstützt meine Meinung deiner Trumphschen Rhetorik. Die Behauptung ist schlicht unwahr. Aber sie zeigt auch, dass du trotz technischer Erklärung und Hintergründe das Thema schlicht nicht verstehen möchtest. Deshalb auch wohl der Ausspruch "der FI Schutzschalter sei eine heilige Kuh" Sorry, aber damit hast du dich als ernst zu nehmender Diskussionspartner in Sachen "230V im Womo" entgültig disqualifiziert. Andreas
Rich2 am 19 Nov 2020 20:30:04 Harty, jetzt war ich schon neugierig und hab das Gerät mal gegoogelt. In deiner WoMo Konfiguration und Reisezielen macht so eine Megakiste schon sinn...hat eben alles seinen Preis VG Rich
kdupke am 20 Nov 2020 00:03:42 fschuen hat geschrieben:Ich beginne zu verstehen, warum für euch die FI-Schalter so ne heilige Kuh sind.
Ich bin raus. Schade um die Zeit. gruss kai
HartyH am 20 Nov 2020 01:07:51 Rich2 hat geschrieben:....In deiner WoMo Konfiguration und Reisezielen macht so eine Megakiste schon sinn...hat eben alles seinen Preis
:ja:
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