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Kleine Zusatz- Balancer als BMS-Reparatur u v m ? 1, 2


Gast am 16 Feb 2021 13:20:02

rolfk hat geschrieben:Man muss abwägen zwischen dem Schutz des einzelnen Drahtes und der Frage, was das BMS mit dem Verlust des Kontaktes zur Zellenspannung macht. Natürlich ist Abschalten richtig, aber ob dir das im Einzelfall gefällt, ist eine andere Frage.


Ob das vom Mountainbiker System einer Startbatterie überhaupt die kleinen Zusatzbalancer um die es hier im Thread geht enthält sieht man auf dem Bild nicht. :?:

Diese kleinen Dinger müssen immer angeschlossen sein. Trennt man einen Draht, brennen die benachbarten Elektronikpfade durch. Wurde in den Videos von Will Prowse gezeigt und schon von verschiedenen Usern hier im Forum bestätigt.
Insofern ist es falsch, Sicherungen in den Messpfad zu legen. Die Kurzschlusssicherheit wird durch die sehr dünnen Original-Drähte vom Chinesen realisiert. Wenn der durchbrennt ist es egal, das kleine Balancer-Board ist dann sowieso kaputt.

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LFPfan am 16 Feb 2021 13:57:20

pfeffersalz hat geschrieben:.....Die Kurzschlusssicherheit wird durch die sehr dünnen Original-Drähte vom Chinesen realisiert. Wenn der durchbrennt ist es egal, das kleine Balancer-Board ist dann sowieso kaputt.


Genau vor dieser Fehleinschätzung wollte ich warnen. Lies mal meinen Beitrag oben. Es gibt zu jedem Leitungsquerschnitt eine Kritische Länge. Wenn man diese überschreitet, dann brennt die Leitung nicht durch, da der Strom nicht groß genug ist.
Die Kokelei dieser 0,5 qmm Leitung hatte deutliche Wirkung, wie man sieht.....

Schade, dass man hier kein Video hochladen kann.

LFPfan am 16 Feb 2021 14:13:40

rolfk hat geschrieben:Man muss abwägen zwischen dem Schutz des einzelnen Drahtes und der Frage, was das BMS mit dem Verlust des Kontaktes zur Zellenspannung macht. Natürlich ist Abschalten richtig, aber ob dir das im Einzelfall gefällt, ist eine andere Frage.


Ich habe verschiedene Sicherungen mit und ohne Halterung vermessen. Dabei sind erschreckende Ergebnisse bezüglich Innenwiderstand herausgekommen. Dann habe ich Leitungen verschiedener Länge und Querschnitt an eine Zelle angeschlossen und (ohne Sicherung) kurzgeschlossen. Dabei stellte sich schnell heraus, dass lange dünne Leitungen (Anschluss Zellmonitor) das höchste Risiko darstellen. Sie schmoren bei niedrigem Strom (30 A) vor sich hin, trennen nicht auf. Das beste Ergebnis war, dicke Leitungen zu verwenden und nur für den eigentlichen Anschluss (an den Zellmonitor beispielsweise) die dünnen Leitungen anschließen. Dann ist der Strom bei einem Kurzschuss im Zellmonitor so groß, dass die kurze Leitung in weniger als 5 Sekunden auftrennt. Bleibt man bei einem Zellmonitor bei den dünnen Leitungen, dann sollte man Inline Sicherungen einsetzen. Bei den Zellmonitoren genügen 5 A Glassicherungen in der üblichen Plastikhalterung.
Das Thema sieht anders aus bei den aktiven Balancern im Ampere Bereich. Dort muss man größere Kabelquerschnitte wählen, damit der Balancerstrom nicht die Spannungsmessung verhunzt. Da ich den hier besprochenen kapazitiven Balancer für sehr attraktiv halte, werde ich mal diverse Kurzschlusstests mit und ohne Sicherung machen. Bin gespannt, was da herauskommt. Dabei ist die Suche nach einer passenden Absicherung nicht trivial.

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Herbstsonne am 02 Mär 2021 23:50:03

Die kleinen induktiven Balancer agieren ja zum Teil sehr speziell - nicht nur weil sie nichts von Zelle 1 nach Zelle 4 und umgekehrt schieben können.
Z.B. sind die Schaltschwellen nicht symmetrisch, Toleranzen sehr groß und es fehlt eben eine übergeordnetes Gehirn ...
Was will man auch für 2-4$ erwarten.

Ein Thema ist, daß bei meinem Fundus (3 Fabrikate - per Papier identische Spec.) Werte für Einschaltschwelle zwischen 60 und 180 mV auftreten (soll 100 mV).
Die hohen Werte sind besonders dann super lästig, wenn sie in Schaltrichtung vor einer schwachen Zelle sitzen ...

Aus Messungen kenne ich die Charakteristika der Zellen (Vorläufer / Nachzügler), so daß man ja bei vermessenem Balancer einen auswählen kann, der relativ besser passt als andere.
Nun habe ich mal 2 von diesen Balancerchen so kombiniert, daß sie sich ergänzen. Erste Tests solch "gematchter Balancer" waren ganz gut: es ist ja egal, welcher Balancer die Arbeit macht.
Wenn die Zelldrift nicht so arg ausfranzt, tut sich ein integrierter Micro-Balancer viel leichter, das System in Schach zu halten.
Weiter kann man sich dazu die Auschaltschwellen noch anschauen, bei mir sind diese zw. 0 und 64 mV.
Beispielhaft Einschaltschwellen von 2 Balancern unterschiedlicher Firmen:


... trotz allem scheint mir das Projekt von Rolf (Verstärker für integrierten Balancer) das für mich Erstrebenswertere zu sein.

Gast am 03 Mär 2021 07:44:52

Herbstsonne hat geschrieben:Die kleinen induktiven Balancer agieren ja zum Teil sehr speziell -

Ein Thema ist, daß bei meinem Fundus (3 Fabrikate - per Papier identische Spec.) Werte für Einschaltschwelle zwischen 60 und 180 mV auftreten ([b]soll 100 mV[/b]).
Die hohen Werte sind besonders dann super lästig, wenn sie in Schaltrichtung vor einer schwachen Zelle sitzen ...
.


Vielleicht würde es Sinn machen, wenn du verrätst, über welche Produkte du gerade so vernichtend schreibst. Die kleinen Balancer wie sie die Selbstbauer hier oft einsetzen (siehe Berichte Acki und Biauwe) funktionieren gut und haben als Einschaltschwelle 150 mV.

Herbstsonne am 03 Mär 2021 11:15:39

pfeffersalz hat geschrieben:...
Vielleicht würde es Sinn machen, wenn du verrätst, über welche Produkte du gerade so vernichtend schreibst. Die kleinen Balancer wie sie die Selbstbauer hier oft einsetzen (siehe Berichte Acki und Biauwe) funktionieren gut und haben als Einschaltschwelle 150 mV.


Im Thread habe ich die 3 induktiven Balancer beschrieben, die ich mir angeschaut habe - kannst Du nachlesen, das macht Sinn.
Habe beschrieben was ich beobachtet habe. Andere beobachten anderes.
Das ist keineswegs vernichtend, sondern ich habe geschrieben: "Tests waren ganz gut" - ich konnte was draus machen und der Akku bleibt jetzt auch mal so.

Der Balancer mit den roten LED´s den auch Du in Deinem "Blauzellen-Projekt" einsetzt hat Spec:
" Feture:
Prinzip des gleichgewichts: Dieses modul ist neben die differential druck ausgleich, und die benachbarten batterie spannung unterschied erreicht 0,1 V oder mehr. Die interne trigger balance ist arbeiten, bis die benachbarten batterie spannung unterschied stoppt innerhalb von 0,03 V. "

Woher hast Du das mit den 150mV als spezifizierte Schaltschwelle ?

Z.B. hat der ETA3000 folgende Spezifikation:


Das Balancerchen mit den grünen LED´s hat die Spec:
"Feture
Ausgewogene starten zustand: die spannung unterschied zwischen zwei benachbarten batterien ist größer als 0,1 V ..."


Grüße von Erhard

PS: es dürfte Dir auch nicht entgangen sein, daß nicht alle User hier im Forumg mit diesen "primitiven" Balancerchen wunschlos glücklich sind.
Daß es auch zufriedene Nutzer gibt: ja, ist doch nicht die Frage.

lowbattery am 04 Mär 2021 01:08:25

pfeffersalz hat geschrieben:Vielleicht würde es Sinn machen, wenn du verrätst, über welche Produkte du gerade so vernichtend schreibst. Die kleinen Balancer wie sie die Selbstbauer hier oft einsetzen (siehe Berichte Acki und Biauwe) funktionieren gut und haben als Einschaltschwelle 150 mV.

pfeffersalz hat geschrieben:Denk daran, die streng nach Vorschrift anzuschließen, bei 0V beginnend eine Zelle nach der anderen bis zum Schluß 12V. Macht man es anders, gehen die Balancer kaputt, was dann zu dummen Kommentaren in Foren führt.
(--> Link)
Hallo pfeffersalz,
magst du uns darüber aufschlauen, woher du letztere Information hast? Hier --> Link wird das Gegenteil diskutiert. Aus dem Datenblatt geht es auch nicht hervor, oder übersehe ich etwas?




--> Link

Mir hat kürzlich entweder ein Heltec ETA3000 oder ein Daly BMS zwei von 10 Bänken eines 36V Pedelec-Akkus auf 0V entladen. Hatte zuvor ca. 10 Monate funktioniert. Angeschlossen wie von dir beschrieben.

Herbstsonne am 05 Mär 2021 00:01:37

Hallo zusammen,

einen weiteren "größeren" richtig aktiven Balancer hatte ich mir noch beschafft (--> Link) oder : --> Link
,
weil er mit wenig Energieverbrauch beworben wird und nicht zuletzt weil dieser Kollege (280Ah - Daly) damit zufrieden ist - über sein Temperaturmanagement darf ja jeder denken wie er will:
--> Link

Der Balancer ist 28mm hoch und mit seiner Platine komplett in einem geschlossenen Alu-Strangpressprofil vergossen.
Keine Ahnung was drin ist...., sollten es Kondensatoren sein sind die dann sicher solide verbaut ...

Ich habe ihn an ein Zellpack mit 164Ah gehängt, das 100mV Zellspannungsdrift hatte auf einem Zell-Niveau von ca. 3,47V - Akkuspannung 13,9V.

Nach 45 Min waren die Zellen bis auf 2mV zusammen und m.E. guter Wirkungsgrad - also in der schwachen Zelle auch "nach fertig" noch kräftig was draufgeschaufelt.
Funktional einwandfrei.

So weit, so gut:
Stromverbrauch Ruhespannung/Sleep-Modus (falls er einen hat) habe ich mit 2-3,6mA gemessen.
Hat jemand Erfahrung mit diesem Balancer ?
Kann das sein, oder habe ich falsch gemessen ? Der andere Balancer mit Kondensatoren hat 15mA bei "fertig".

Grüße, Erhard

rolfk am 05 Mär 2021 10:35:38

Wenn der 5 A können soll, erscheint mir die dreiviertel Stunde viel zu langsam, auch wenn der gegen Ende Nähe der Angleichung aus Regelungsgruenden zurück gehen muss.
Hast du die Ströme Mal gemessen?

Herbstsonne am 05 Mär 2021 15:19:55

Nein, während des Balancens habe ich nicht gemessen.

Der Balancer nimmt seine Arbeit nur auf, wenn Spannungsunterschied kleiner 500mV.
Daher dachte ich, daß die angegeben hohen Ströme nur für 500mV Differenzspannung gelten, sonst entsprechend weniger.

rolfk am 05 Mär 2021 16:43:31

Könnte sein. Dann wird es zum Max Strom aber nur bei LiIon kommen, bei LiFe wirst du diese Differenz kaum jemals sehen.

Es ist schade, dass ich noch nicht mit bestätigten Erfolgsmeldungen meiner Treiberschaltung dienen kann, das wäre die ideale Ergänzung zu einem JBD mit großer Akkukapazität.

LFPfan am 07 Mär 2021 20:46:45

Herbstsonne hat geschrieben:Nein, während des Balancens habe ich nicht gemessen.

Der Balancer nimmt seine Arbeit nur auf, wenn Spannungsunterschied kleiner 500mV.......


Ich habe 2 von den aktiven kapazitiven Balancern von Heltec besorgt, um sie zu testen. Diese laufen kontinuierlich im Spannungsbereich über 2,7 Volt, wobei der Stromverbrauch etwa 13 mA ist. Bei Zellspannungen unter 2,7 V gehen sie in Sleep Mode mit weniger als 1 mA Stromverbrauch. Ich habe mal 4 Winston 100 Ah Zellen, die nicht initialisiert waren, damit ausbalanciert. Bei Ladeende mit 14,3 Volt lagen alle 4 Zellen bei exakt 3,566 Volt. Weitere Tests mit hohen Strömen folgen. Der erste Eindruck ist vielversprechend. Insbesondere dann, wenn man mit niedriger Spannung laden möchte. Diese Balancer haben keine Spannungsschwelle, bei der sie zu arbeiten beginnen. Sie laufen scheinbar kontinuierlich, wobei die Höhe des Balancerstromes direkt proportional ist zur Spannungsdifferenz benachbarter Zellen. Folgenden Zusammenhang habe ich gemessen:


Die Abhängigkeit ist etwa 600 mA Balancerstrom je 100 mV Spannungsdifferenz. Eine Erwärmung der Kondensatoren konnte ich zu keinem Zeitpunkt feststellen. Das ist wichtig, da die Lebenserwartung solcher Elkos sehr stark mit zunehmeder Temperatur abnimmt.
Ciao LFPfan

LFPfan am 08 Mär 2021 06:22:28

LFPfan hat geschrieben:........Der erste Eindruck ist vielversprechend. Insbesondere dann, wenn man mit niedriger Spannung laden möchte.

.....beispielsweise mit 3,4 Volt Zellenspannung.......

rolfk am 08 Mär 2021 09:20:12

So schwierig ist das Leben eines LiFePo in einer Bleiumgebung.
Mal gibt's nur 13,8, mal gleich 14,6 +.....

Land-Rover109 am 26 Mär 2021 16:23:59

Herbstsonne hat geschrieben:Hallo zusammen,

einen weiteren "größeren" richtig aktiven Balancer hatte ich mir noch beschafft .......
Grüße, Erhard


Hallo,

angeregt durch den Beitrag von dir habe ich mir diesen Balancer auch geordert da meine 4 Winston Zellen mittlerweile auch > 150 mV abweichen zum Ende der Bulkphase.
Aber irgendwie tut sich da absolut nichts, am Ende der Ladephase (14,1 V) habe ich immer noch >150 mV Abweichung von der schwächsten bis zur stärksten Zelle.
Wie kann ich denn überprüfen ob der Balancer macht was er soll? Einfach ein Amperemeter in eine Zuleitung einschleifen?

Gruß
Roland

Herbstsonne am 26 Mär 2021 22:39:00

Land-Rover109 hat geschrieben:...
Wie kann ich denn überprüfen ob der Balancer macht was er soll? Einfach ein Amperemeter in eine Zuleitung einschleifen?

Gruß
Roland


Wie sieht denn Dein Gesamtsystem aus ?
Welches BMS ?
Wo > 150mV abgelesen und warum Ende der Ladephase nur 14,1 V ?

Wenn der Balancer richtig verdrahtet ist (am Besten direkt an die Zellterminals), fängt er an zu arbeiten: man sieht vor allem solange die Zellspannungsdifferenz groß ist die mV´s nur so purzeln.
Ich klemme diese Teile systematisch von Masse Zelle 1 bis Plus Zelle 4 schrittweise nacheinander an.
Wenn alles o.k, ist, ist das LED-Licht aus.
Da muß man nicht Minuten warten bis man einen Effekt sieht ...
... dieser Balancer hat auch keine Einschaltschwelle - der legt sofort los, bei mir schafft er prozessicher 2mV Differenz.

Land-Rover109 am 27 Mär 2021 01:51:47

Hallo Erhard, besten Dank für deine Rückmeldung, bei mir sind 8 x 200 Ah Winston zu 12V verschaltet. Mit einem BMS von ECS (4 x LiPro1-3 RS485 und dem greenSwitch 12/500). Der Akku läuft seit 2017 sehr zuverlässig, habe aber in der Winterpause 2019/20 schon festgestellt das es erheblichen Zelldrift gibt.
Der erste Versuch diesen mit den kleinen aktiven Balancer (mit 1,2 A Ausgleichsstrom und mit den roten LED's) in den Griff zu bekommen ist schon gescheitert da dieser Balancer nicht zuverlässig die einzelnen Zellen durchschaltet.
Nachdem ich in diesem Thread den Balancer in dem Strangpressprofil gesehen habe habe ich diesen geordert und es damit versucht.
Die Spannungswerte der einzelnen Zellen erhalte ich von dem LiPro1-3 RS485 Modul, je nach Einstellung, aktuell alle 7 sec. die Werte für jede Zelle in einer *.csv Datei.
Geladen wird in der Winterpause mit Landstrom vom Victron Multiplus, aktuell auf 14,1 V eingestellt (Lagerungsmodus 13,2 V) da danach kaum noch Energie in den Akku fliest habe ich dies so festgelegt. Die LiPro's sind auf 3,55 V eingestellt, d.h. ab dieser Spannung "verheizen" diese den Strom auf den jeweiligen Modulen.
Mein StandBy Verbrauch liegt bei ca. 0,8A, das summiert sich in 7 Tagen. Deshalb wird 1x pro Woche die Spannung bis zu den 14,1 V aufgeladen und der Akku damit wieder nahezu auf 100% geladen. Durch den Lagerungsmodus mit 13,2 lädt der Victron vor Ablauf der 7 Tage auch etwas nach so das nach einer Woche lt. BMV ca. 90 Ah fehlen.

OK, den Anschluss des Balancer habe ich ebenfalls direkt auf den Zellterminals gemacht aber erst alles angeschlossen und dann den Stecker in das Modul. Eine rote LED leuchtet dann direkt für ca. 25sec, dann erlischt diese und das wars.
Einen Zellausgleich kann ich nicht feststellen weder wenn der Akku geladen wird noch nach dem Abstellen des Ladegeräts.
Bei mir sind die beiden Zellen am Pluspol > 3,64 V und die beiden Zellen am Minuspol bei 3,43 V am Ende der Bulkphase.
Hoffe das ich dies verständlich darstellen konnte

Gruß
Roland

Acki am 27 Mär 2021 09:36:26

Land-Rover109 hat geschrieben:...
Mein StandBy Verbrauch liegt bei ca. 0,8A, das summiert sich in 7 Tagen. Deshalb wird 1x pro Woche die Spannung bis zu den 14,1 V aufgeladen und der Akku damit wieder nahezu auf 100% geladen.
...

Vielleicht musst Du das Problem dort suchen ... und nicht bei einem (unnötigen) aktiven Balancer:
Du hast ein System mit Topbalancing durch passive Balancer.
Diese müssen aber auch - regelmässig - arbeiten können ... dazu scheinen sie aber keine Chance zu bekommen, wenn ich Dein Setting richtig verstanden habe!

Falls sie sich aber durch einen - den Balancern angepassten - "Normalbetrieb" nicht mehr einfangen lassen, dann würde ich Dir empfehlen sie noch einmal zu vereinzeln und lege artis zu initialisieren!
Und danach natürlich so zu betreiben, dass ein Top-Balancing stattfinden kann! :wink:

Land-Rover109 am 27 Mär 2021 09:55:29

Hi Acki,
da immer wieder nach 7 Tagen vom Lagerungsmodus mit 13,2 V auf 14,1 V aufgeladen wird und die Balancer bereits bei 3,55 V je Zelle "Arbeiten" sollte dies doch passen oder habe ich dich nicht richtig verstanden?
Ab 3,55 V "verheizen" die Balancer jeweils bis zu 3 A, und dies machen diese auch an den Zellen 3 und 4 während die Zellen 1 + 2 noch bei 3,43 V liegen.

Gruß
Roland

Acki am 27 Mär 2021 10:06:38

Land-Rover109 hat geschrieben:Hi Acki,
da immer wieder nach 7 Tagen vom Lagerungsmodus mit 13,2 V auf 14,1 V aufgeladen wird und die Balancer bereits bei 3,55 V je Zelle "Arbeiten" sollte dies doch passen oder habe ich dich ...

4 x 3.55 = 14.20 ... :nixweiss:

Land-Rover109 am 27 Mär 2021 11:41:24

mea culpa, ich schreibe immer wieder 14,1 V, sind natürlich 14,2 V auf die der Multiplus eingestellt ist.
Sorry war wohl ein Freudscher Versprecher
Gruß
Roland

Herbstsonne am 27 Mär 2021 21:18:48

Land-Rover109 hat geschrieben:... Eine rote LED leuchtet dann direkt für ca. 25sec, dann erlischt diese und das wars.
Einen Zellausgleich kann ich nicht feststellen weder wenn der Akku geladen wird noch nach dem Abstellen des Ladegeräts.
---
Gruß
Roland


Hallo Roland,

ja - genau so ist das mit dem LED-Licht: wenn es ausgeht nach kurzer Zeit, ist alles i.O. und der Balancer arbeitet.
Wenn er bei Dir nicht zuckt: ???

Nach meiner Erfahrung ist es nicht zwingend erforderlich, die auseinandergelaufenen Zellen zu vereinzeln u.s.w., wenn man mit diesem Balancer arbeiten möchte:
ich lade mit geringem Strom und kann zuschauen wie sich die Zellspannungen annähern beim gemeinsamen hochfahren - gallopiert eine in Richtung OV davon, würde ich den Strom weiter runterdrehen um in einem Hub eine Gleichstellung zu erreichen.

Unabhängig von der Frage warum Du Dein Top-Balancing nicht ausreizt:
wenn Du willst, schicke ich Dir leihweise meinen Balancer zu (ist gerade nicht im Einsatz) - der funktioniert definitiv hervorragend (m.E aber auch mit einem Ruhestromverbrauch der eine ztw. Abschaltung diskussionswürdig macht).
Wenn dann immer noch nichts gehen würde, weißt Du wo Du suchen mußt.

Grüße, Erhard

Land-Rover109 am 27 Mär 2021 21:39:35

Hier mal eine Aufzeichnung der Zellenspannungen beim Laden von Heute, die Ruhespannung am Akku lag bei 13,28 V vor dem Ladevorgang. Es wurden ca. 25 Ah nachgeladen. Der Neue aktive Balancer war natürlich angeschlossen.

Interessant ist auch das die Zellenspannung an Zelle 3 und 4 noch steigt während die Spannung an Zelle 1 und 2 bereits fällt.
Vom Maximumpunkt der Zellen 1 und 2 (rote/blaue Linien) bis zum Maximumpunkt der Zelle 3 (graue Linie) sind ca. 35 Minuten Zeitdifferenz.



und hier noch der Spannungsverlauf am Akku während dem Ladevorgang


Land-Rover109 am 28 Mär 2021 10:24:46

Herbstsonne hat geschrieben:...ich lade mit geringem Strom und kann zuschauen wie sich die Zellspannungen annähern beim gemeinsamen hochfahren - gallopiert eine in Richtung OV davon, würde ich den Strom weiter runterdrehen um in einem Hub eine Gleichstellung zu erreichen.
Grüße, Erhard


Hallo Erhard, besten Dank für dein Angebot mit deinem Balancer einen Testlauf durchzuführen, ich würde mich gerne bei dir via PM melden wenn ich den oben aufgeführten Tipp, mit weniger Leistung zu Laden, probiert habe.
Ich werde den Victron Multiplus abstellen und ein 5 A Ladegerät "beschäftigen", das könnte ich auch noch auf 2 A begrenzen wenn dies notwendig werden sollte, berichte dann wieder.

Besten Dank schon mal
Gruß
Roland

Acki am 28 Mär 2021 11:05:17

Ihr solltet einfach bedenken, dass bei einem "Langzeit-Drift" in der Akku-Chemie etwas mehr verschoben ist, als nur die Spannung.
Da hilft womöglich ein Micro-Balancieren tatsächlich nicht mehr.
Und dann ist Initialisierung gefordert ... kann man aber später immer noch machen! :wink:

Land-Rover109 am 28 Mär 2021 13:34:18

Hi Acki, den Aufwand der Initialisierung aller 4 Zellen durch Reihenschaltung möchte ich vermeiden, müßte dazu ja den gesamten Akku demontieren einschl. BMS etc.

Deshalb erst mal die Methode von Erhard, dazu ein kurzer Zwischenstand:



den vollständigen Verlauf dann wenn der Akku bei 14,2 V angekommen ist.
Ich bin gespannt auf das Ergebnis

Gruß
Roland

Land-Rover109 am 31 Mär 2021 10:07:39

Auch das Laden mit weniger Leistung (Ladegerät mit max 5A) brachte nicht den gewünschten Erfolg, bei 3,42 V trennten sich die Spannungswerte der Zellen 1 und 2 wieder erheblich von den Spannungswerten der Zellen 3 und 4. Also steht ziemlich sicher fest das der aktive Balancer nichts tut oder Defekt ist.

Da mir Erhard seinen aktiven Balancer leihweise zur Verfügung gestellt hat habe ich mit diesem Balancer das Spiel wiederholt. Ladegerät 5A und den Balancer von Erhard angeschlossen und schon laufen die 4 Zellen tadellos nahezu vom Start weg mit einer sehr geringen Abweichung.
Bei 3,4 V sind es nur 18mV und kurz vor Ladeende bei 3,5 V sind es 24mV. Bei Volladung 14,2 V sind es dann 0mV Drift an den 4 Zellen.

Ich denke das ich damit den erheblichen Zelldrift von mehr als 300mV wieder „einfangen“ konnte. Die Winston starten in die 5. Saison und werden jetzt mit dem aktiven Balancer dauerhaft ausgerüstet.
Um den Ruhestromverbrauch den Erhard bereits angesprochen hat zu reduzieren beabsichtige ich den Balancer nur beim Laden zuzuschalten, d.h. ab einer Spannung von 13,4 V kann der Balancer aktiv werden.
Von meinem Lieferanten aus Fernost habe ich noch die Info erhalten das dieser Balancer einen Ausgleichsstrom von 1 A je 100mV Spannungsdifferenz leisten kann, bis zu max 6 – 8 A. Der Balancer soll sich auch abschalten, wenn die Akkuspannung kleiner 12 V ist, dies konnte ich jedoch nicht testen.

Ein Dankeschön an Erhard der mir seinen Balancer zugesendet hat mit dem ich jetzt die Zellen wieder angleichen konnte ohne eine Initialisierung über eine Reihenschaltung durchzuführen.



und hier noch der Spannungsverlauf am Akku


Wie kam es zu diesem erheblichen Drift der Zellen? Ich hatte in der Winterpause 2019/20 den Multiplus über eine Zeitschaltuhr angeschlossen um den Akku möglichst bei einem SOC von 70% - 80% zu halten.
D.h. der kumulierte StandBy Verbrauch von 0,8 A wurde ohne zu viel Wissenschaft wöchentlich ausgeglichen durch 2 x 1 Stunde Laden mit dem Multiplus. Geringe Ungenauigkeiten können ja bei der ersten Volladung im nächsten Frühjahr wieder ausgeglichen werden, das waren meine Überlegungen dazu.

In der Winterpause 2020/21 habe ich den Lagerungsmodus am Multiplus aktiviert so das alle 7 Tage eine Volladung auf 14,2 V gemacht wird und dazwischen werden 13,2 V gehalten. Damit war aber der Drift der Zellen nicht mehr in den Griff zu bekommen. Dies sollte ja jetzt wieder passen und in der nächsten Winterpause wird das Intervall zwischen den Volladungen noch etwas gestreckt von 7 Tage auf 21 Tage.
Ich hoffe das ich damit dann ein Setup gefunden habe um den Akku möglichst "schonend" über die Winterpause zu bringen.

Gruß
Roland

chewbaka am 03 Apr 2021 11:13:48

partliner hat geschrieben:Spricht aus Eurer Sicht etwas dagegen, den zusätzlichen Balancer mit einem einfachen Schalter in der Minusleitung abzuschalten?
So könnte man seinen Ruhestrom vermeiden.

es reicht nicht, nur die minusleitung zu trennen, da ja zwischen den zellen trotzdem noch ströme fliessen.
man müsste also alle leitungen ausschalten. da ist die "stecker raus" lösung einfacher.
das gilt übrigens auch für den battGO von ISDT.

chewbaka am 03 Apr 2021 11:34:03

rolfk hat geschrieben:Ich glaube es für die Wandlerdinger nicht.
Der wandler oberhalb der letzten echten Zelle braucht Versorgungsstrom. Und wo kommt der her ?

der "betriebsstrom" für den wandler wird auch auch den zellen mit höherer spannung entnommen.
foto einer messung:

maximale drift = 344mV (ich habe die drift erzeugt, in dem ich zelle 3 einer lifepo4-batterie mit 190Ah um 10Ah entladen habe.
zelle 3 wird mit 0,84A geladen
zell 1, 2 und 4 werden mit 0,39A, 0,41A, 0,32A entladen. das ergibt insgesamt einen entladestrom von 1,12A.
rein rechnerisch ergibt sich daraus ein "betriebsstrom" von 1,12-0,84 = 0,28A

batterie: china-böller mit 190Ah
balancer: --> Link

ich habe mich beim hersteller über den geringen balancestrom beschwert. aber es kommen nur ausreden und standardtexte als ausrede.
leider ist dieser balancer trotzdem noch der schnellste, den ich bisher getestet habe. viele der kleinen platinen-balancer mit spulen oder
kondensatoren drauf, machen übrigens gar nichts!

Herbstsonne am 03 Apr 2021 21:47:30

chewbaka hat geschrieben:...
es reicht nicht, nur die minusleitung zu trennen, da ja zwischen den zellen trotzdem noch ströme fliessen.
man müsste also alle leitungen ausschalten. da ist die "stecker raus" lösung einfacher.
das gilt übrigens auch für den battGO von ISDT.


Die Schalterei müßte doch mit einem 4-poligen Schalter (4 mal die Plus-Pole) einfach machbar sein, oder ?

Amazon Link
--> Link, oder die Variante Ein-Ein (Aus)

Herbstsonne am 03 Apr 2021 22:02:34

chewbaka hat geschrieben:...
balancer: --> Link

ich habe mich beim hersteller über den geringen balancestrom beschwert. aber es kommen nur ausreden und standardtexte als ausrede.
leider ist dieser balancer trotzdem noch der schnellste, den ich bisher getestet habe. viele der kleinen platinen-balancer mit spulen oder
kondensatoren drauf, machen übrigens gar nichts!


Hallo chewbaka,
was sagt Deine Ruhestrommessung mit Deinem Equipement für diesen Balancer ?
Der Hersteller macht hierzu keine, bzw. falsche Angeben ( ...Null power verbrauch... ).
Aber ja, funktional ist das Gerät echt kompetent.
Grüße, Erhard

chewbaka am 04 Apr 2021 08:06:36

Die Schalterei müßte doch mit einem 4-poligen Schalter (4 mal die Plus-Pole) einfach machbar sein, oder ?

jepp, das würde funzen.

chewbaka am 04 Apr 2021 08:13:03

Herbstsonne hat geschrieben:was sagt Deine Ruhestrommessung mit Deinem Equipement für diesen Balancer ?
Grüße, Erhard

in ruhe geht der stromverbrauch in den fast nicht mehr messbaren bereich runter.
in abständen "zucken" die messgeräte mal auf 0,01A. das kann man wirklich vernachlässigen.
vielleicht bastele ich mal einen verbrauchsmesser in die masse leitung und logge den verbrauch über 24 stunden.
kann aber sein, dass die einfachen verbrauchsmesser, die geringen ströme gar nicht loggen können.

chewbaka am 05 Apr 2021 12:34:02

Herbstsonne hat geschrieben:Hallo chewbaka,
was sagt Deine Ruhestrommessung mit Deinem Equipement für diesen Balancer ?
Der Hersteller macht hierzu keine, bzw. falsche Angeben ( ...Null power verbrauch... ).
Aber ja, funktional ist das Gerät echt kompetent.
Grüße, Erhard

ich habe versucht mal den verbrauch in ruhe zu messen. ist mir aber nicht gelungen, da der stromfluss am minuspol
des balancers zu gering ist. ich behaupte jetzt mal einfach so: der ruheverbrauch liegt bei oder unter der selbstentladung der batterie.
da lohnt es nicht, einen schalter einzubauen.

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