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da hier das Thema FI Schalter heißt diskutiert wurde, hänge ich mich mit meiner Frage mal hier dran.
Ein FI/LS des Typ A mit Auslösecharakteristik B und 2 abgesicherten Pole ist quasi gesucht. Dh der sollte auch beim "Verpolen" auslösen. Von ABB gibt es so etwas im Bereich von knapp 100€ und mehr. Als günstige Alternative scheint es von Kopp zu geben. --> Link
Laut diesem Datenblatt kann der die zuvor genannten Anforderungen und kostet mit ca. 35€ vergleichsweise wenig.
Deshalb die Frage .... hat einer von Euch diesen FI/LS eingebaut und mal getestet? Sind da wirklich 2 Pole gesichert? Oder werden nur 2 Pole geschaltet?
karlh hat geschrieben:Ective hat nachgebessert (dachte zwar ich hab das schon gepostet, aber anscheinend war das in einem anderen (falschen) Threat:
Und nun - das Thema L1 und N beim Landanschluss vertauschen ist damit behoben.
Darfst halt nicht vergessen...
Das Bild hat mir sehr geholfen, danke! Die Brücke trenne ich mittels Relais, somit vergesse ichs nicht und sollte der Landstrom ausfallen und somit die NVS auf Batterie schalten ist sie wieder geschaltet.
fschuen am 11 Jul 2022 09:16:22
Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass jemand das nach dieser Schülerzeichnung nachbastelt, aber sicherheitshalber noch einmal der Hinweis: die Verbindung von "N" zum Gehäuse ist nicht nur unnötig, sondern hochgradig gefährlich.
Wechselrichter haben zwei Aussenleiter ("Phasen"), die mit nichts verbunden sind. Das ist ohne weiteres sicher im Betrieb. Der Fehlerschutz ist gewährleistet, indem alle Gehäuse, die Karosserie und der PE potentialfrei miteinander verbunden sind. Dort gibt es kein N oder L. Um das herzustellen, ist eine normgerechte Erdung notwendig, was im Womo unmöglich ist.
Eine Verbindung eines Aussenleiters mit PE, der Karosserie oder einem Gehäuse vernichtet den Fehlerschutz, und ein einzelner Isolationsfehler des anderen Aussenleiters wird zur potentiell tödlichen Gefahr, weil die Gehäuse und die Karosserie nicht isoliert sind. Da hilft auch ein FI nichts, da er zum Fehlerschutz weder geeignet noch zulässig ist. Vor dieser Gefahr treten die ganzen anderen Probleme, die man sich damit unnötigerweise schafft (Verbindung mit dem 12V-Netz, Gebastel hinter einer Schuko-Verbindung ...) in den Hintergrund.
Gruss Manfred
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MountainBiker am 11 Jul 2022 09:29:02
Hallo,
über die Qualität der Skizze möchte ich nichts sagen, aber zu:
die Verbindung von "N" zum Gehäuse ist nicht nur unnötig, sondern hochgradig gefährlich.
Einfach nur falsch!!! Um die Funktion eines FI/RCD zu gewährleisten ist es notwendig eine Phase des WR/Inverters zu "nullen" (eigentlich keine klassische Nullung, sondern eine Verbindung einer Phase gegen Erde/Fahrzeugmasse). Hier die Empfehlung eines namhaften Herstellers:
Sollte man nur den WR mit der eingebauten Steckdose ohne Einbindung ins Bordnetz verwenden ist weder FI/RCD noch die "Erdbrücke" L->PE notwendig! Im Gegenschluß wenn die "Erdbrücke" L->PE eingelegt wird, dann nur mit nachgeschalteten FI/RCD!
andwein am 11 Jul 2022 10:26:10
MountainBiker hat geschrieben:.............Sollte man nur den WR mit der eingebauten Steckdose ohne Einbindung ins Bordnetz verwenden ist weder FI/RCD noch die "Erdbrücke" L->PE" notwendig! Im Gegenschluß wenn die "Erdbrücke" L->PE eingelegt wird, dann nur mit nachgeschalteten FI/RCD!
...... Ich glaube, da ist dir in der Schnelle ein echter Fauxpas passiert!!! Du meinst sicher: eine "Erdungsbrücke N-PE", würde dann nicht nur richtig sein sondern auch zur Zeichnung passen. Für Nichtelektriker: Bei einer Brücke L-PE knallt es kräftig! Gruß Andreas
fschuen am 11 Jul 2022 10:29:42
MountainBiker hat geschrieben:Um die Funktion eines FI/RCD zu gewährleisten ist es notwendig eine Phase des WR/Inverters zu "nullen"...
Nein, eben nicht. Sondern zu erden. Steht auch in der Grafik. Ein Gehäuseanschluss ist keine Erdung. Ein Karosserieanschluss auch nicht, und eine Manschette am Fuss ebenfalls nicht. Wer sich selbst zur Erde macht, muss den Strom auch schlucken können.
Gruss Manfred
MountainBiker am 11 Jul 2022 10:51:01
Hallo Andreas,
nein kein Fehler!
Für Nichtelektriker: Bei einer Brücke L-PE knallt es kräftig!
Ein WR hat von der Definiton keinen N-Leiter! Vielmehr sind die Anschlüsse als L1 und L2 (wobei die Spannung zwischen L1 und L2 hier 230V sind) definiert und natürlich PE als Gehäuse-Erde. Der Gehäuse-Anschluß muß eigentlich immer über eine geeignete Verbindung gegen Fahrzeugmasse geschaltet werden! Die Verbindung L2 - Erde (Masse) definiert dann den N-Leiter (aber nur wenn ein FI/RCD nachgeschaltet wird) für eine Einbindung in die 230V-Verteilung!
Ein WR ohne diese Brücke im Standalone-Betrieb (ohne Einbindung) hat keinen N-Leiter! Da beide Phasen isoliert sind (bei einen CE-zugelassenen Gerät für den Deutschen Markt)!
MountainBiker am 11 Jul 2022 10:55:21
Hallo Manfred,
Nein, eben nicht. Sondern zu erden. Steht auch in der Grafik. Ein Gehäuseanschluss ist keine Erdung. Ein Karosserieanschluss auch nicht, und eine Manschette am Fuss ebenfalls nicht. Wer sich selbst zur Erde macht, muss den Strom auch schlucken können.
Dann hast Du die Funktion des FI/RCD nicht verstanden! Dieser trennt allpolig den WR/Inverter im Fehlerfalle (max. 30mA) vom Verteilnetz und stellt somit sicher, dass keine Mensch den "Strom auch schlucken" muss :)
fschuen am 11 Jul 2022 11:39:52
Zum RCD gibt es hier reichlich Info (Wikipedia): --> Link
Man muss nicht besonders weit lesen - wenn man Basisschutz, Fehlerschutz und Zusatzschutz verstanden hat, merkt man schon, wie absurd dieser Bastelvorschlag ist. Ich zitier mal:
"Der Einsatz von Fehlerstrom-Schutzschaltern dient als Zusatzschutz dem verbesserten Schutz gegen elektrischen Schlag, dem verbesserten Fehlerschutz und dem verbesserten Brandschutz.
Ein RCD begrenzt nicht die Stromstärke des fließenden Fehlerstromes, er begrenzt dessen zeitliche Dauer."
Da der Zusatzschutz bei dem Bastelvorschlag den Basis- und Fehlerschutz ersetzen soll, ist das ziemlich gefährlich. Weil der FI halt auslöst, aber nicht schützt - abgesehen von dem Bastelteil, der vor dem FI liegt und gar nicht abgesichert ist.
Das nur zur Warnung an diejenigen, die Dinge basteln, von denen sie nichts verstehen. Wer das versteht, lässt das sowieso bleiben.
Gruss Manfred
karlh am 11 Jul 2022 11:52:35
Basteln hin oder her.
Das Bild oben kommt direkt vom Hersteller ECITVE, das hab nicht ich "gemalt".
MountainBiker am 11 Jul 2022 11:56:25
Hallo,
bei einer fachgerechten Ausführung mit FI/RCD hat man den gleichen Schutz, wie bei einer modernen Hausinstallation, d.h. Abschaltung nach max. 100ms bei Nennstrom (z.B. 30mA)! Bei einen höheren Fehlerstrom entsprechend schneller, d.h. unter Umständen auch schneller als 10ms!
Der maximale Strom wird durch die Übergangswiderstände und dem Körperwiderstand definiert!
rkopka am 11 Jul 2022 13:28:42
MountainBiker hat geschrieben:Um die Funktion eines FI/RCD zu gewährleisten ist es notwendig eine Phase des WR/Inverters zu "nullen"...
fschuen hat geschrieben:Nein, eben nicht. Sondern zu erden. Steht auch in der Grafik. Ein Gehäuseanschluss ist keine Erdung. Ein Karosserieanschluss auch nicht
Im Womo ist die Karosserie die Erde. Das hat nichts mit der "Erde" zu tun.
fschuen hat geschrieben:Weil der FI halt auslöst, aber nicht schützt
Er schützt durch das Auslösen.
RK
MountainBiker am 11 Jul 2022 13:39:14
Oder eben Potentialausgleichsschiene/Karosseriemasse!
fschuen am 11 Jul 2022 14:48:25
rkopka hat geschrieben:Er schützt durch das Auslösen.
Wenn dir das reicht ... ich verlasse mich lieber auf eine Isolation beider Aussenleiter, sowie auf einen zusätzlichen Fehlerschutz durch einen Schutzpotentialausgleich. Wie die meisten hier, und so ist es ja auch seit etlichen Jahrzehnten vorgeschrieben.
Geschrieben hab ich es sowieso nur für Neulinge und stille Hintergrundleser. Die religiösen RCD-Verfechter, die für eine "Funktion" desselben ihre Karosse unter Strom setzen, kriege ich eh nicht überzeugt. Wer unsicher ist, kann sich ja selber schlau machen. Wikipedia-Link ist oben, wer dem nicht glaubt, weiterführende Quellen sind bei Wikipedia unten. Das ist allemal besser, als irgendjemand aus dem Internet zu glauben, meine Beiträge eingeschlossen.
Gruss Manfred
MountainBiker am 11 Jul 2022 14:55:21
ihre Karosse unter Strom setzen
Falsch, es fließt nirgends durch diese Maßnahme Strom, denn sonst würde der FI-Schalter auslösen! Es wird lediglich ein Bezugspunkt für ein Spannungspotential geschaffen!
Hajoo am 25 Feb 2023 10:37:42
hmarburg hat geschrieben:Ich habe einen 600W-WR mit NVS von Votronic im Womo, aber ich habe nicht die 230V-Steckdosen im Wohnraum damit versorgt, da ich den WR in erster Linie für das Laden meiner E-Bike-Akkus oder diverser Kleingeräte nutzte. Hierfür schließe ich dann eine 3-fach-Schukosteckdose an. Gemäß Angaben von Votronic habe ich den ...
Hallo Holger,
wenn du nach dem Wechselrichter eine 3-fach Steckdose betreibst und nicht das interne 230V-Netz nutzt, verstehe ich nicht warum du eine NVS benötigst, oder habe ich was falsch verstanden?