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Einbau Victron orion-tr smart 12 12-18 EBL99


CamperNeuling am 13 Apr 2021 22:37:05

Hallo ihr Lieben,

nach langer Suche habe ich leider nicht die Antwort auf meine Fragen finden können. Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Ich plane den Verbau einer 80Ah LiFePo4 Batterie und möchte meine Elektronik gegen die eventuell zu hohen Rückströme schützen, sowie die Batterie mit einer Lithium spezifischen Ladekurve versorgen. Aus diesem Grund habe ich mir einen Victron orion-tr smart 12/12-18 Ladebooster gekauft. In meinem Dethleffs 5831 ist außerdem ein EBL 99 OVP verbaut.

Wenn ich es richtig verstanden habe wird empfohlen den Ladebooster zwischen der Starterbatterie und dem EBL zu verbauen.


Nun meine Fragen:
- Wenn der Ladebooster vor dem EBL geschaltet ist und aus dem EBL die Leitung zur Aufbaubatterie verläuft, wird dann die im Ladebooster vorgegebene Ladekurve nicht durch den EBL wieder manipuliert (mein EBL hat keine Lithium Ladekurve).
- Ist die Elektronik des EBL überhaupt gegen die ggf. hohen Ströme aus der Lithium Batterie geschützt, wenn der Ladebooster aus Sicht der Aufbaubatterie erst nach den EBL geschaltet ist?
- Was passiert wenn ich Landstrom anschließe? Da die 230V vermutlich direkt in den EBL gehen wird der Ladebooster und damit die Lithium Ladekurve vermutlich ausgehebelt, oder?

Alternativ ließe sich der Ladebooster parallel zum EBL oder zwischen EBL und Aufbaubatterie schalten. Aber was hätte das für Auswirkungen?

Fragen über Fragen - vielen Dank schon jetzt für Eure Hilfe!

Viele Grüße
Florian

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eemixer am 13 Apr 2021 23:31:36

Moin Florian

ich versuche mal deine Fragen zu beantworten.

"Wenn der Ladebooster vor dem EBL geschaltet..."
Das EBL hat ein Trennrelais verbaut und schaltet den Ausgang vom Ladebooster zur Batterie. da ist nichts weiter drin.

" Ist die Elektronik des EBL überhaupt gegen..."
Die Ströme von der Lichtmaschine sind mit dem Ladebooster begrenzt. Die Verbraucher Ströme werden von dem EBL beherscht, egal welcher Typ von Batterien da angeschlossen ist.

"Was passiert wenn ich Landstrom anschließe? "
Dann läuft das eingebaute Ladegerät (ggf im EBL) und begrenzt den Ladestrom, was Bauart bedingt ist.

Andere Verschaltungen sind aus meiner sicht nicht ratsam.
Die Lipo Batterie kann ein vielfaches des Stromes von Bleibatterien aufnehmen. Bei der Stromabgabe (Kurzschluß) ist der Unterschied nicht das Problem.
Um Teile, die keine Strombegrenzung haben zu schützen wird der Strom begrenzt. Dies erfolgt über den Booster.
Des weiteren sollte keine Unterschiedlichen Batterien (nass/gel/agm/lipo/ usw) zusammengeschaltet werden. Das gibt auf dauer nur Probleme.

Ich hoffe das es jetzt etwas klarer wird.

Gruß Christian

viking92 am 14 Apr 2021 00:48:06

Hy Florian,

ist beim EBL 99 recht easy zu lösen. An der Rückseite (3 pol. Klemmleiste) die Leitung von der Starterbatt. abklemmen und diese auf den Eingang vom Victron legen. Den Ausgang dann am Besten direkt auf die Aufbaubatt. Masseleitung auflegen und das war's :wink:
Ich würde nicht den Umweg über den EBL nehmen. Bringt absolut keinen Mehrwert. Die "Leitung" wird eh nur durchgeschliffen.

Der Booster ist bei Landstrom wirkungslos, da er nur arbeitet wenn der Motor läuft.

Viel Spass beim Einbau

Gruss
Birger

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w0mo am 14 Apr 2021 07:15:42

Moin,

das Thema beschäftigt mich zur Zeit auch, deshalb folgende Frage:
viking92 hat geschrieben:An der Rückseite (3 pol. Klemmleiste) die Leitung von der Starterbatt. abklemmen und diese auf den Eingang vom Victron legen. Den Ausgang dann am Besten direkt auf die Aufbaubatt.

Soweit ok und verständlich.

Aber zumindest bei unserem Carthago (nicht EBL99) wird vom Landstrom aus nicht nur die Aufbau-, sondern auch die Starterbatterie geladen.
Wenn man die Leitung von/zur Starterbatterie am EBL abklemmt und und auf den Victron legt, ist die Ladung der Starterbatterie ja abgeklemmt.
Wie kommt man um diese Klippe herum?

Gruß
der Michi

Gast am 14 Apr 2021 07:23:19

w0mo hat geschrieben:...Aber zumindest bei unserem Carthago (nicht EBL99) wird vom Landstrom aus nicht nur die Aufbau-, sondern auch die Starterbatterie geladen...


Hallo,

was für ein EBL ist denn bei dir verbaut?

Majestix am 14 Apr 2021 07:27:17

Hallo Michi,

das ist keine Klippe. Die Ladung der Starterbatterie erfolgt über die +12V-Versorgung für den Kühlschrank (siehe Schaltplan des EBL). Die Starterbatterie ist über 2 verschiedene Sicherungen an den EBL angeschlossen. Wie bereits geschrieben wurde, den Ladebooster einfach einschleifen. Wenn Du Dir die Anleitung des Votronic 1212-30 ansiehst, dann ist dort ein Schaltbild enthalten. So sparst Du zusätzlich eine Leitung und eine Sicherung zur Aufbaubatterie.

Gruß,
Gerhard

Trashy am 14 Apr 2021 08:10:48

So wie Birger schon schrieb, den EBL umgehen.
Der Victron übernimmt für das Trennrelais.
Evtl. über den 1212-30 nachdenken für Li

w0mo am 14 Apr 2021 08:52:35

Moin,

hmarburg hat geschrieben:was für ein EBL ist denn bei dir verbaut?


ein PC-200T_CA mit Ladegerät CB-516.
Das Verteilermodul ist ein DS-510CA.


Gruß
der Michi

Gast am 14 Apr 2021 09:40:17

w0mo hat geschrieben:...ein PC-200T_CA mit Ladegerät CB-516. Das Verteilermodul ist ein DS-510CA.


Okay, beim DS-510CA ist es etwas anders als bei den Schaudt-EBLs.

Hier musst musst du die Verbindungsleitung Starterbatterie DS-510CA angeschlossen lassen und intern das Trennrelais deaktivieren.
Den Booster hängst du parallel zum DS-510CA, wie von Birger beschrieben.

Auch solltest du dir überlegen auf einen größeren Booster zu gehen, du willst doch, dass deine LiFePO4 schnell geladen wird.

w0mo am 14 Apr 2021 10:10:48

Moin Holger,

danke.
Ich werde dazu bei passender Gelegenheit einen eigenen Fred aufmachen.

Meine Config bitte hier nicht weiter diskutieren, ich wollte dem TE nicht den Fred kapern.

Gruß
der Michi

CamperNeuling am 14 Apr 2021 19:57:13

Vielen Dank für all die Rückmeldungen! :klatschen:

Ich bin noch immer etwas verunsichert ob ich den Ladebooster zwischen die Starterbatterie und den EBL packe, oder direkt zwischen Starterbatterie und Aufbaubatterie.

In der Anleitung für den Votronic Laderegler in Kombination mit einem EBL wird der Booster ebenfalls vor den EBL und dessen Trennrelais gepackt (siehe Link am Ende; Seite 4). Dabei werden sich die Hersteller doch etwas gedacht haben, oder?

In dem Szenario von Dir, Birger, wird die Starterbatterie Zuleitung zum EBL getrennt und die Ladung bei Landstrom funktioniert weiterhin über andere Anbindungen, richtig? Wenn ich den Schaltplan des EBL 99 richtig deute gibt es zwei Weitere Plus-Anbindungen der Starterbatterie an den EBL: Auf Klemme 8 in Block 3 und auf Klemme 1 in Block 2 (Kühlschrank). Was hat es mit dieser spezifischen Kühlschrankleitung auf sich?

Wenn der EBL eigentlich nur ein Verteiler mit einem Trennrelais ist, ist mir noch nicht klar wann und wie die Einstellung am EBL für die verschiedenen Batterietypen wirkt? Werden diese nur für den Landstromanschluss herangezogen und bei der Ladung über die Lichtmaschine nicht?

Danke abermals!



--> Link

andwein am 15 Apr 2021 13:24:29

CamperNeuling hat geschrieben:........Wenn der EBL eigentlich nur ein Verteiler mit einem Trennrelais ist, ist mir noch nicht klar wann und wie die Einstellung am EBL für die verschiedenen Batterietypen wirkt? Werden diese nur für den Landstromanschluss herangezogen und bei der Ladung über die Lichtmaschine nicht?

In den ersten oberen 5cm deines geposteten Schaltbilds siehst du den 230V Eingang, das Lademodul und den Batt. Wahlschalter.
Die Lima hat ihre eigene WU Kennlinie. Und der Booster macht wieder was eigenes. Bei manchen Konstellationen Lima/Solar/EBL/Booster kommen da schonmal, je nach Betriebszustand, 3-4 unterschiedliche Ladespannungs- und Ladekurvenzeiten zusammen.
Sollte dich jetzt nicht verwirren, i.d.R. passt scho, Gruß Andreas

Hannus am 15 Apr 2021 15:01:39

Noch eine kleine Korrektur. Du hast nur zwei Leitungen die von der Starterbatterie kommen. Der Anschluß am Block3 ist ein Ausgang und geht zum Bedienteil, zur Anzeige der Starterbatteriespannung.
Da über die sogenannte Kühlschrankleitung auch die Spannungsmessung und das Mitladen der Aufbaubatterie erfolgt, werden diese Funktionen nicht durch den vorgeschalteten Booster am Ladeeingang beeinflußt. Das ist übrigens fast nur bei den EBLs von Schaudt so gelöst.

CamperNeuling am 15 Apr 2021 19:16:05

Danke für die Ergänzung Hannus!
Ergeben sich aus deiner Sicht daraus irgendwelche Schlüsse bezüglich der Schaltung des Ladeboosters?

Du schreibst, dass über die Kühlschrankleitung die Aufbaubatterie geladen wird. Wann greift dieser Mechanismus und wofür ist er gedacht? Eine Versorgung der Aufbaubatterie ist doch bereits sichergestellt!?

Danke abermals und viele Grüße
Florian

viking92 am 16 Apr 2021 20:10:27

CamperNeuling hat geschrieben: Wenn ich den Schaltplan des EBL 99 richtig deute gibt es zwei Weitere Plus-Anbindungen der Starterbatterie an den EBL: Auf Klemme 8 in Block 3 und auf Klemme 1 in Block 2 (Kühlschrank). Was hat es mit dieser spezifischen Kühlschrankleitung auf sich?

Hy Florian,

genau :wink:
Kl.8 ist für die Stützladung der Starterbatt. durch das integrierte 230V Ladegerät.
Kl.1 ist die alternative Versorgung des Heizstabes für den Kühli. Ist ein AES Kühli am EBL angeschlossen, wird er bei Motorlauf durch die Starterbatt./Lima versorgt. Sobald Motor aus, erfolgt die Speisung durch die Aufbaubatt.
Letztendlich laufen beide Anschlüsse doch zusammen.

Die Einstellung der Batt.-typen hat nur Auswirkungen auf das interne 230V Ladegerät. :wink:

Du schaffst das schon :top: .....ist kein Hexenwerk.

Gruss
Birger

CamperNeuling am 17 Apr 2021 20:32:59

Danke für die aufmunternden Wort ;)

Grob verkabelt ist der Ladebooster inzwischen. Macht es eigentlich einen Unterschied, ob ich die Masse direkt an die Karosse oder an den Minuspol der Batterie lege, welcher mit einem ca. 30 cm Kabel mit der Karosserie verbunden ist? Es wäre für mich einfacher direkt auf die Batterie zu gehen, daher die Frage.

Danke nochmals und ein schönes Wochenende
Florian

viking92 am 18 Apr 2021 07:15:35

Hy Florian,

gehe direkt auf den Pol. :top:
Mindert die Gefahr bzgl. Übergangswiderstände.

Gruss
Birger

ClausK65 am 28 Apr 2021 17:59:05

Hallo an alle,

auch ich bin in der Phase, in der ich einen Victron Orion TR 12 12-30 verbaue.
Dieser ist eigentlich direkt hinter meinem Schaudt EBL 119. Ist eigentlich ein sehr schöner Platz, leider ist die Leitung von der Batterie auf den Eingang am EBL 119 zu kurz um das für den Victron zu nutzen.
Weiter ist das nur ein 10mm² und ich lege vom Victron zur Aufbaubatterie 16mm². Der Ausgang vom EBL119 zur Aufbaubatterie ist auch nur eine 10mm² Leitung.
Damit ihr wisst wo was ist: Das EBL 119 ist unter dem Fahrersitz, die Aufbaubatterie ist unter dem Beifahrersitz. Aktuell sind da 2 x 95AH Varta AGM Batterien drin, sollen aber durch LiFePo ersetzt werden.
Jetzt kommt meine Frage: Da ich von der Starterbatterie zum Victron eine 16mm² Leitung lege, ist eigentlich die 10mm² von der Startetbatterie zum EBL119 überflüssig.
Was passiert, wenn ich jetzt doch die 10mm² Leitung am EBL119 angeschlossen lasse? Ich habe dann ja die Verbindung vom EBL199 und dem Victron parallel.
Gibt es da Probleme? Soll ich die alte 10mm² Leitung rauswerfen?
Ich steh da gerade auf dem Schlauch und würde gerne Eure Meinung dazu lesen ...

Vielleicht hilft ein Bild etwas weiter:

Vereinfachte Schaltung (ohne Sicherungen), die gestrichelte Leitung steht zur Diskussion


Einbau Victron unter Fahrersitz

Sollte ich mich unklar ausgedrück haben, bitte Bescheid geben. Ich bin da für Kritik offen ...

Claus

Hannus am 28 Apr 2021 19:48:42

Normalerweise hätten die 10 qmm von der Starterbatterie zum Booster gereicht. Das bischen mehr Spannungsabfall hätte der Booster ausgeglichen. Dicke Kabel am Ausgang sind wichtiger.
Auf keinen Fall darf das Kabel am EBL bleiben, sonst würde das Trennrelais im EBL den Booster überbrücken und wirkungslos machen. Klemm das Kabel auch an der Sicherung bei der Starterbatterie ab damit es keinen Kurzschluß geben kann. Die Sicherung kannst du dann gleich für dein dickeres Kabel nehmen.

silver34 am 28 Apr 2021 21:07:38

Mir kommt der Victron orion-tr smart 12/12-18 Ladebooster etwas mager vor!

Wenn davon noch der Kühlschrank mitversorgt wird bleibt da nicht mehr viel übrig!
Ich denk dafür ist die 30A-Version besser!

viking92 am 01 Mai 2021 16:28:34

ClausK65 hat geschrieben: Soll ich die alte 10mm² Leitung rauswerfen?

Hy Claus,

ich hatte die "überflüssige" Leitung damals zusätzlich für die 12V Versorgung des AES Kühli genutzt....quasi die Orig.-leitung verstärkt.

Gruss
Birger

jukah50 am 03 Mai 2021 15:57:42

auf der Suche nach der idealen Möglichkeit zum Einbau von LiFePo4 sowie korrekter Ladung bin ich gerade auf Euer Forum gestoßen.
In meinem bereits 10 Jahre alten WoMo auf Ford_Basis (ohne geregelte LIMA) ist auch das EBL99 von Schaudt verbaut. Nachdem sich 2020 beide AGM-Aufbaubatterien nach 9 Jahren Laufzeit (2x120Ah) verabschiedet haben habe ich auf 120Ah LiFePo4 geändert und gleichzeitig 2x100 W Solar mit Regler MPPT 75 (VICTRON) installiert.
Zumindest bei Standbetrieb (Solar) ohne 230V-Netz und ohne Fahrt ist damit die korrekte Ladung (CC/CV) für Lifepo möglich. Auch die Programmierung auf nicht durchgehend 100% Ladung (zumindest außerhalb der Hauptreisezeit) ist mit der App ideal. Lifepo halten halt länger, wenn sie nicht voll geladen werden. Im Winter halte ich die LiFePo auf ca 50%.
Nachteil: sobald zusätzlich Strom von der Lima kommt oder ich am 230V-Netz hänge, wird die ideale Ladekurve durch das interne Netzteil des EBL99"überschwemmt".
Das Netzteil (Typ LAS 1218-3) im EBL99 lädt mit Kennlinie IUoU und Ladeschlußspannung 14,4V über eine Zeit von 1Std. bzw. 8 Std je nach Einstellung und Ladeerhalung 13,8V. Bei < 13,8 V beginnt ein neuer Ladezyklus. Ich denke mal, das bekommt meiner LiFePo4 auf die Dauer nicht gut.
Ausführliches dazu gibt es ja schon in diversen Foren.
Was aus der Lichtmaschine kommt, will ich gar nicht wissen.

Meine improvisierte und kurzfristige Lösung im Jahr 2020: ständige Überwachung der Spannung und häufige Abschaltung über Hauptschalter direkt an der LiFePo4.

Also muß eine Lösung her:
Der Gedanke: Ladebooster (DC/DC-Wandler) ORION-TR SMART von VICTRON und diesen als programmierbares Ladegerät sowohl bei Fahrt als auch bei 230V-Einspeisung nutzen (Kennlinie programmierbar). Die Spannung aus der Solaranlage kann dann immer parallel angeschlossen bleiben.
ORION-TR Ist heut angekommen und wird die nächsten Tage eingebaut.
Dazu habe ich mir den Schaltplan vom EBL99 und den inneren Aufbau angesehn: ich muß an zwei Punkten in den EBL eingreifen (wirklich intern EINGREIFEN; ist also nicht für Geräte mit Gewährleistung !)
1.) Der Ausgang A8 vom LAS (LAS ist die Platine /Netzteil an der Rückwand des EBL) geht auf Anschluß A14 (Eingang mit 20A-Sicherung) und somit auf die "Spannungs-Sammelschine". Diese Verbindung im EBL trennen und nach außen führen.
2.) Der Eingang von der Starterbatterie (also Lichtmaschine) geht nach Schaltplan auf den Kontakt vom Batterietrennrelais und über den Schließer (gesteuert von D+) auf die "Spannungs-Sammelschiene".
Diesen Eingang ebenfalls trennen. (Nach Schaltplan ist das Trennrelais außerhalb des EBL verbaut, tätsächlich ist es jedoch bei mir im Gerät).
3.) Der Ausgang A24 der LAS bleibt bestehen; er steuert das Laderelais für die Starterbatterie mit etwa 2A.

Der Ausgang A8 vom LAS und der Anschluß von der Starterbatterie (vor dem Trennrelais werden jetzt auf den Anschluß "IN" des ORION-TR gelegt und der Anschluß "OUT" auf die "Spannungssammelschine" (oder Buchsensockel 2F-BL7 als"Zusatz-Ladegerät".
Anschluß GND ist klar die gemeinsame Masse von Starterbatterie und Aufbaubatterie.

Da ich zum LAS 1218-3 keine technischen Angaben /Schaltplan habe und nicht weiß wie der Ausgang geschütz ist (also auf evtl. anliegende höhere Spannungen reagiert), werde ich das Batterietrennrelais nicht nur ausbauen , sondern durch ein Umpolrelais mit über 80 A ersetzen und diese über D+ steuern. Damit bekommt der ORION also entweder die "Netzteilspannung" aus dem Netzteil LAS 1218 oder die Spannung von der Starterbatterie (mit LiMa). In jedem Fall ist die Ausgangsspannung bei entsprechender Programmierung "LiFePo4"-gerecht.
Da ich das ORION direkt neben dem EBL verbauen kann, werden bei den maximal fließeneden 30A also auch keine großen Kabelquerschnitte benötigt.
Soweit meine Überlegungen.
Hat jemand von Euch das schon mal so oder so ähnlich gemacht ? ich bin mir vom Konzept her sicher und auch elektrisch /elektronisch müßte das passen - aber mein Motto:
Man kann von anderen immer etwas lernen!
Jürgen

jukah50 am 03 Mai 2021 16:28:19

Sorry, nochmal jukah.
Ich habe vergessen mich richtig vorzustellen.
Ich bin Jürgen, 70 Jahre alt (also im Unruhestand), wohnhaft in Sachsen, seit etwa 25 Jahren mit Wohnwagen und Wohnmobil unterwegs. Seit 2010 und immer noch mit Hymer Excis 572 auf Ford Basis. Mit dem ersten Motor etwa 55Tkm (das leidige damalige Motorproblem) jetzt mit neuem Motor wieder etwa 35Tkm.
Viele Ergänzungen am Womo, vorrangig berufsbedingt Elektrotechnik / Elektronik in Eigenleistung (Einbau Klimaanlage, Alarmanlage, Solaranlage, Batteriewechsel usw.).

Ich freue mich auf Eure Meinung zu meinem Konzept, den VICTRON- DC/DC-Wandler (Booster) zu nutzen, um die LiFePo4-Aufbaubatterie "artgerecht" zu laden (Starterbatterie bleibt wie sie ist).

Jürgen

Hannus am 03 Mai 2021 19:15:16

Im Prinzip sollte es gehen. Die Frage ist nur, wie verhält sich die Kennlinie des Ladegerätes wenn sie keinen Akku mehr am Ausgang "sieht", sondern nur den Booster.
Und mit den 18A wird der Booster auch nicht mit voller Leistung arbeiten.

Im Internet bekommt man für kleines Geld gebrauchte 12V Netzteile aus Computer-Servern mit ausreichend Leistung, die sich für den Betrieb eines Boosters sehr gut eignen. Die Spannung kann man noch etwas hochdrehen. Benutze ich übrigens auch mit meinem Booster.

Stocki333 am 03 Mai 2021 20:39:35

jukah50 hat geschrieben:. Nachdem sich 2020 beide AGM-Aufbaubatterien nach 9 Jahren Laufzeit (2x120Ah) verabschiedet haben habe ich auf 120Ah LiFePo4 geändert und gleichzeitig 2x100 W Solar mit Regler MPPT 75 (VICTRON) installiert.

Hallo Jürgen.
Eine Frage dazu. Wann balanziert dein BMS die Lithium.Und ab welcher Spannung.
Im Winter halte ich die LiFePo auf ca 50%.

Wie machst du das.
Was aus der Lichtmaschine kommt, will ich gar nicht wissen.

Strom und Spannung. :mrgreen: :mrgreen:
Meine improvisierte und kurzfristige Lösung im Jahr 2020: ständige Überwachung der Spannung und häufige Abschaltung über Hauptschalter direkt an der LiFePo4.

Warum.
sondern durch ein Umpolrelais mit über 80 A ersetzen und diese über D+ steuern. Damit bekommt der ORION also entweder die "Netzteilspannung" aus dem Netzteil LAS 1218 oder die Spannung von der Starterbatterie (mit LiMa). In jedem Fall ist die Ausgangsspannung bei entsprechender Programmierung "LiFePo4"-gerecht.

Das funktioniert sicher und die Idee ist gar nicht so blöd. Der Booster macht vor allem im Winter Sinn. Wegen der höheren Limaspg. bei tiefen Temperaturen.
ich bin mir vom Konzept her sicher und auch elektrisch /elektronisch müßte das passen

Hier bin ich bei dir. Aber den tieferen Sinn verstehe ich noch nicht ganz. wegen einer stinknormalen Lithium Batterie. So einen Aufwand treiben.
Aber ich kenne die Einstellungen des Boosters nicht, die möglich sind. Ob der sich Drosseln lässt. Aber das LG hat einfach zu wenig Power.
Ich würde das Trennrelais stillegen. Den Booster direkt verkabeln. oder das Kabel dazu nehmen. Von der Starterbatterie.
Das EBL Ladegerät lässt sich das nicht anders abschalten. Hauptschalter an der 230V Zuleitung etc.
Einen V-Guard als Spannungsüberwachung (programmierbar) und das LG abschalten.
Dann brauchst du nicht ins EBL eingreifen.
Franz

jukah50 am 04 Mai 2021 11:02:52

Hallo zusammen,
Danke für die umfangreichen Rückmeldungen. Viele Gedanken, Meinungen Fragen...
Zur Erklärung:
Mein Camp-Verhalten ungefähr so: Wechsel von Stellplatz(oder frei stehen) auf Campingplatz aller 2-4 Tage, Fahrstrecke dann aller 2-4 Tage ca 1-4 Stunden. Stromentnahme aus 230 V nach Möglichkeit vermeiden (läßt sich aber bei längerem Stehen auf einem Platz nicht immer umgehen).
Elektrische Verbraucher 230 V werden mit Sinus-Wechselrichter versorgt (Kaffemaschine, Toaster, Ladegerät für E-Bike).
Das EBL99 ist laut Typschild ein EBL99G (für EBL99 gibt es vermutlich diverse Schaltpläne, meiner aus den Unterlagen scheint mit dem Gerät übereinzustimmen). Die beschriebenen Anschlußpunkte gelten also zumindest für mein Gerät .

Verbaut habe ich als Aufbaubatterie eine LiFePo4 CSX12120-BMS120M (12,8V / 120Ah).
Nach Herstellerangabe sind dafür "normale" Ladegeräte mit Ladeschlußspannung bis 14,6 V zulässig, wobei ich zur Erhöhung der Haltbarkeit die Batterie nicht immer auf 100% halten will. Deshalb meine Überlegung zur programmierbarkeit je nach Nutzungsverhalten, wie ich das bereits mit dem Solarregler sehr gut machen kann.
Balancieren erfolgt laut Hersteller automatisch über das BMS (sicher nur bei Volladung). Geht aber auch über die VICTRON-App.

Ich brauche (möchte ?) also wahlweise Ladung aus Fahrt, Solar und bei Notwendigkeit Landstrom und nach Möglichkeit, 3 Nutzungszustände/Ladekapazitäten (100% / 85% / 50 % beim Abstellen des Fahrzeugs) festlegen , im Programmierspeicher abzulegen und über Bluetooth aufrufen.
Beide VICTRON-Geräte (Solarregler und Booster) sind über die VICTRON-App programmierbar, liegen ausgangsseitig gleichzeitig an der Aufbatterie und "überschwemmen" sich nicht.

Unter dem Beifahrersitz habe ich neben dem EBL noch Platz für das ORION-TR, wo ursprünglich eine der AGM-Batterien saß. Die LiFePo habe ich in die zugebaute Treppenstufe (Fahrzeug ist ein Vollintegrierter, hat also keine Beifahrertür mehr) verbannt.

Spannungsverteilung über die Verteilplatine des EBL will ich behalten. Netzteil nicht mehr als Ladegerät sondern nur noch als Netzteil , also Stromquelle nutzen. Und beim ORION-TR /VICTRON kann ich die Spannung programmieren, über der das Gerät zuschaltet. Also Überlegung: ich stelle beispielsweise auf 13,0 V (muß ich nach dem Einbau testen), dann schaltet über das einzubauende Umschaltrelais der Eingang bei Fahrt (D+) auf die Starterbatterie, sieht die LiMa-Ladespannung und wirkt gegenüber der Aufbaubatterie als Booster und lädt. Wenn ich stehe (ohne 230V) fällt Relais ab, Booster sieht am Eingang keine Schwellspannung und bleibt aus. Beim Zuschalten der 230V sieht der Booster mehr als 13,0V, schaltet durch und liefert maximal die 16A aus dem Netzteil vom EBL mit dem programmierbaren Spannungspegel für die LiFePo-Ladung am Ausgang und den "Nutzstrom" für angeschlossen Verbraucher auf der internen Verteilschiene. Die Starterbatterie erhält auch noch die Erhaltungsladung über das Laderelais. Ich muß also dafür kein "zweites" Netzteil" kaufen.

Das Netzteil im EBL liefert theoretisch 14,4 V (gemessen 14,3V) . Das entspricht der Ladeschlußspannung des Gerätes bzw. der Starterbatterie. Diese Spannung liegt auch ohne Batterie an. Wenn keine Batterie oder nur Verbraucher erkennbar sind, dürfte die Spannung bestehen bleiben, weil das Gerät versucht die Batterie aufzuladen. Nach der Ladekurve sollte das Gerät nach 1 St bzw. 8 Stunden nur noch 13,8 V liefern. Damit habe ich die Betriebsspannung für das ORION-TR von VICTRON (30A-Gerät). Das Netzteil liefert ja maximal 16 A.

Frage zur Winterhaltung: Fahrzeug steht in einem Carport. Also kein Strom vom Dachsoloar. An der Vorderseite Richtung Süd hängt ein externes Solarelement 50 W, dessen Ertag speise ich auf den internen Solarregler von VICTRON. Der ist programmierbar mit diversen Spannungspegeln. Wenn ich da Fahrzeug abstelle, rufe ich über die VICTRON-App den "Winterbetrieb" auf.

Frage zum Aufwand: "stinknormale Li-Batterie". wenn ich schon 1000 Euronen ausgebe, dann soll sie lange halten. Und das ist halt bei meiner LiFeP0 bei etwa 30A bis 40 A Ladestrom und nicht bei 100% Vollladung. Also brauche ich für den (unbegrenzten) Strom aus der ungeregelten Lima eine Strombegrenzung, muß also das Batterietrennrelais rausnehmen und Booster ( sprich DC-DC-Wandler) mit CC/CV-kennlinie und 30 A einschalten. Warum also den nicht auch für die Ladung aus dem 230V-Netz nehmen.??? Klar kann ich das Netzteil kpl. abschalten und nur aus LiMa und Solar laden - aber wenn ich weiß, dass ich die nächsten 4 Tage frei stehe fahre ich doch gern mit voller Aufbaubatterie los und hole mir vorher eine volle Ladung Landstrom.


Und der materielle Aufwand hält sich in Grenzen: ein neues Umschaltrelais mit ausreichend Strombelastbarkeit, Kabelschuhe (auch 9,5mm), zwei Lüsterklemmen (6 -10 qmm), etwas Kabel .
Den Booster wollte ich ja soundso einbauen.
Man muß sich nur im Vorfeld Gedanken machen, wo man intern Leitungen auftrennt und über die Lüsterklemmen nach außen führt. Und dann in die Einstellmöglichkeiten vom VICTRON (über die App) einarbeiten. Aber da mann derzeit nur im Ausland campen darf, habe ich noch ein paar Tage Zeit
Das angehängte Foto ist ein Blick ins EBL99G. Aufgetrennt und umgeleitet werden 2 der roten Leitungen. Das Relais ist das jetzige Batterietrennrelais und wird getauscht gegen ein Wechsler-Relais, Ansteuerung weiter mit D+.
Die 1 bzw 2 zusätzlichen Leitungen nach außen gehen über die in der Seitenwand eingehängrte Lüsterklemme.


Jürgen

jukah50 am 04 Mai 2021 14:05:20

Hallo, erste Erkenntnis und Antwort an Hannus:
die Kennlinie des Ladeteiles vom EBL ist nicht das Problem, da ich den Schwellwert für das Aktivieren des ORION einstellen kann. Es ist also egal, welche Spannung ansteht. Hauptsache, sie ist einigermaßen stabil.
Der ORION ist ja ein DC- DC-Wandler, mit dem ich von Eingang < 12V auf Ausgang > 12V wandeln kann.
Man kann über die App entweder einen festen Schwellwert vorgeben (z.B. Lichtmaschinenspannung ) oder eine Festspannung (z.B. über einen Schalter).

Aber: beim Messen ohne Last bzw. mit ohmscher Last am Ausgang des Ladeteiles habe ich ich eine gute Gleichspannung gesehen.
Sobald ich dort das ORION dranhänge, ist die Anzeige der Spannung an einem DC-Multimeter (und auch als Eingangsspannung des ORION in der App) schwankend von 7V... 13V.
Schwankungen durch Impulsförmige Stromaufnahme ??? vom ORION . (Last am ORION ist schon eine Batterie). ORION startet nicht.
Was nun? Elko mit 1000 µF probiert- weiter Schwankung.
Jetzt ein zweites Multimeter im DC-Strommessbereich anstelle der direkten Leitungsverbindung in die Leitung gehängt und ?
- die Ausgangsspannung vom LAS1218 steht stabil.
Ist es ein notweniger zusätzlicher Widerstand (Shunt im Strommesszweig des Multimeters) ?? Oder
Wie wird Gleichstrom im Multimeter gemessen ? - mit Diode !!!
Also Gleichrichterdiode 100V / 10 A zur Probe in den Ausgang vom Netzteil geklemmt und die Geschichte läuft. Offenbar sendet das ORION kurze Rückströme (vielleicht zur Messung möglicher Abschaltspannungen) in die Quelle zurück. Die ist ja aber in dem Fall keine Batterie, sondern ein Netzteil und führt zu massiven"Laständerungen".
Also noch ein Bauteil wird benötigt: Diode in Durchlassrichtung am Ausgang des Netzteiles LAS vor dem geplanten Umschaltrelais. Mindest 20 A.
Nachdem ich die Programmierbarkeit des VICTRON-ORION über die App mal kurz getestet habe, beginnt der Umbau, sobald mein Relais und die 9,5mm-Flachstecker da sind.
Ich hatte ja gehofft, daß schon mal jemand diese oder ähnliche Idee umgesetzt hat und ich mir nicht alles Schritt für Schritt selbst erarbeiten muß, na ja.....so isss halt das Leben!

Jürgen

Hannus am 04 Mai 2021 17:42:28

Hallo Jürgen
Hast du die Probleme mit der Spannungsschwankung auch, wenn du den Booster mit der "Motorerkennungsüberbrückung" betreibst? (tolles Wort) Also den Booster fest einschaltest ohne die Spannungserkennung zu verwenden. (kannst dazu die Spannung an A13 benutzen, zur Sicherheit über eine Diode)

Noch was, man kann das Ladegerät als reines Netzteil betreiben. Es liefert dann in Stellung Blei 1h und in Stellung Gel 8h lang 14,3V 18A. Danach geht die Spannung auf 13,8V runter.

Hab ich das richtig verstanden? Du willst das Netzteil gleichzeitig am Booster und an der internen Verteilschiene anschließen.
"die LiFePo-Ladung am Ausgang und den "Nutzstrom" für angeschlossen Verbraucher auf der internen Verteilschiene"
Damit würdes du aber den Booster überbrücken.

jukah50 am 04 Mai 2021 19:23:53

Hallo Egon,
egal wie ich das ORION starten will,
1- Schwellwert (ich habe es bei den Versuchen mit diversen Schwellwerten von 11V bis 13,8 V probiert)
2- mit Überbrückung, also Festspannung / Schaltspannung an den L-H-Polen (Fern-Ein/Aus).

läuft es nicht an, wenn der Eingang am Netzteil hängt.

Als "Steuerspannung" für das ORION die Spannung an A13 zu nutzen finde ich als gute Idee und werde ich morgen mal testen - erspart mir vielleicht den Einbau der Leistungsdiode im "Hauptstromzweig".

Ich hatte für den Versuch das EBL noch nicht zerpflückt, klemme als den Eingang vom ORION an die Klemme "Wohnraumbatterie". Da ist also nur noch die Sicherung 20A und der Shunt ( 1mOhm) dazwischen. Ausgang des ORION an Batterie (für den Test eine AGM). Spannung an dem Anschluß "Wohnraumbatterie" gemessen zeigt schnelle Schwankungen zwischen 7 und 13 V und ORION startet nicht trotz diverser Programmierversuche über die App.
Wenn ich jetzt zwischen den Ausgang "Wohnraumbatterie" und dem Eingang des ORION die beschriebene Diode in Durchlaßrichtung schalte, steht die Spannung wie ´ne EINS.

Daß das Ladegerät als reines Netzteil genutzt werden kann war ja die Basis meiner Überlegung, da die Eingangsspannung vom ORION mit 13,8 und auch mit 14,3 V zurechtkommt.
Aber ich klemme intern im EBL den Ausgang Netzteil ab, führe den Strom aus dem Netzteil über das Wechselrelais zum ORION und erst den gereglten Ausgang vom ORION auf die Spannungsverteilstrecke. Liegt also nicht gleichzeitig am Booster und der Verteilschine !

Bei Landbetrieb mit 230V erhält nur die Starterbatterie über das Laderelais, die Sperrdiode und den Themistor die "Erhaltungsladung" (2A) direkt aus dem Netzteil vom EBL.
Die Starterbatterie ist bei 230V nicht mit der Spannungsverteilung im EBL verbunden, da das zukünftige Umschaltrelais ja keine Spannung an D+ sieht.
Bei Lima-Spannung schaltet das Relais und der Eingang des ORION kriegt die Spannung von der LIMA/Starterbatterie und der Ausgang hängt ja bleibend an der internen Spannungverteilung und der Wohnraumbatterie

Stocki333 am 04 Mai 2021 19:40:37

Hallo Jürgen.
Ich vermute mal das dies die Antwort auf meine Frage war.
Frage zum Aufwand: "stinknormale Li-Batterie". wenn ich schon 1000 Euronen ausgebe, dann soll sie lange halten. Und das ist halt bei meiner LiFeP0 bei etwa 30A bis 40 A Ladestrom und nicht bei 100% Vollladung.

Und meine Frage war nicht theoretisch gemeint. Mit dem Balancing.
Gruß Franz

jukah50 am 05 Mai 2021 16:49:07

Hallo zusammen,
mein Projekt “Nutzung des Boosters ORION-TR-SMART“ in Kombination mit EBL99G“ ist abgeschlossen.
Mein Dank allen, die mir Ihre Gedanken dazu mitgeteilt haben.

Mein Fazit:
Booster werden vorrangig genutzt, um in Fahrzeugen mit Startbatterie und Aufbaubatterie eine „gerechte“ Verteilung der von der Lichtmaschine gelieferten Ladeleistung bzw. zu erreichen. Insbesondere für die geregelten Lichtmaschinen sind sie erforderlich, um auch ein Rückladen und damit die Entladung der Aufbaubatterie zu verhindern.
Da für Aufbaubatterien häufig bereits LiFePo4-Batterien eingesetzt werden, haben die Booster in der Regel auch bereits die für die Ladung dieser Batterieart erforderliche CC/CV-Kennlinie integriert, die dann also bereits im Fahrbetrieb genutzt wird.
Der Einbau eines Booster stellt für die meisten Wohnmobilisten kein Problem dar, wirkt aber im „Normalfall“ nur während der Fahrt.

Bei der Versorgung mit Landstrom 230V werden dagegen auch die LiFePo4-Aufbaubatterien mit der für GEL- und Bleiakkus in den Ladegeräten (EBL) integrierten IUoU–Kennlinie geladen. Damit ist die Dauer der jeweils anliegenden Ladespannungen zeitlich definiert und nicht wie bei der CC/CV-Kennlinie an dem eventuell bereits erreichten Ladezustand gekoppelt. Es besteht somit eine Gefahr der Überladung.
Ziel ist also, den für den Fahrbetrieb genutzten Booster, in meinem Fall ein ORION-TR Smart mit 30A auch als Ladegerät für die eingebaute LiFePo4 für den Betrieb mit 230 V zu nutzen.

Dafür wird die Ausgangsspannung des im EBL99G verbauten Netzteils ( LAS1218-2) von der Verteilplatine (also den Verbrauchern) und somit auch vom Ladeanschluß der Wohnraumbatterie getrennt. Vielmehr dient diese Spannung (je nach Betriebszustand 14,4 V bei Vollladung bzw. 13,8V bei Ladeerhaltung) dann als Eingangsspannung (IN) des Boosters. Sie liegt jedoch nur an, wenn 230 V Landstrom aktiviert ist und das LAS arbeitet als reines Netzteil..

Im Fahrbetrieb kommt die Eingangsspannung IN für den Booster dagegen aus der Lichtmaschine bzw. Starterbatterie (wie beim üblichen Einsatz). Die Umschaltung zwischen diesen beiden Spannungen für den Eingang „IN“ erfolgt durch ein Umpolrelais (als Ersatz für das ausgebaute Batterietrennrelais). Gesteuert wird das Umpolrelais aber auch wieder mit D+ (also der „Schaltspannung“ von der Lichtmaschine).
Der Ausgang des ORION (geregelte Spannung) wird als Eingangsspannung auf die Verteilplatine gelegt (anstelle der Spannung direkt aus dem LAS1218-2), versorgt nun die angeschlossenen Verbraucher und lädt die am Ausgang Wohnraumbatterie liegende LiFePo4 mit der richtigen Kennlinie.

Die Erhaltungsladung für die Starterbatterie (wenn 230V angeschlossen sind) mit dem begrenzten Strom von 2 A über das „Laderelais Starterbatterie“ bleibt bestehen.
Die Aktivierung des ORION-TR Smart erfolgt individuell („Übersteuerung Motorerkennung“ / Einstellung von Schwellwerten / Fern-Ein/Aus-Schalter) über die APP von VICTRON.



Die Schaltung ist von mir erprobt. Lediglich die Aktivierung über Programmierung lief bei mir etwas nach dem Schema „Versuch und Irrtum“ bzw. „Learning by doing“
Für Nachbauten auf der Grundlage meiner Schaltungsänderung übernehme ich keinerlei Haftung bzw. Gewährleistung. Auch für das Schaltbild selbst übernehme ich keine Haftung. Die Markierungen und Anschlußpunkte in der Zeichnung müssen nicht zwingend mit den anderer EBL übereinstimmen.

Wer das also so oder so ähnlich nachbauen will, sollte selbst elektrotechnische Kenntnisse haben und sich bewußt sein, daß er mit der Änderung eventuell Gewährleistung und Reparaturmöglichkeiten des EBL in einer Fachwerkstatt aufs Spiel setzt.

Jürgen

ohoch am 19 Mai 2021 14:12:51

Hallo zusammen,

mein Name ist Oliver.

Ich habe gerade auch den Orion 12/12 30 Booster eingebaut.

Gesteuert werden soll er über das D+ Signal, dass bei mir am Schaudt EBL 119 unter dem Fahrersitz liegt.

Ist es richtig, dass ich die Drahtbrücke von L auf H entfernen muss? Das D+ Signal muss auf H? Und muss ich die automatische Motorerkennung deaktivieren?

Vielen Dank für eine Antwort.

Gruß
Oliver

Thomas1967 am 30 Dez 2021 17:37:34

Hy ,bin neu hier und Stelle mich Mal kurz vor .
Habe ein Knaus mf 650 platenium selection BJ 2020 seit 18 Monaten,habe bereits die Elektrik ein bischen meinen Bedürfnissen angepasst.
300 Watt Solar,mit victron Laderegler ,Wechselrichter 3000 Watt ,2 Aufbaubatterie 95 ah von Banner.
Soweit alles gut , nächstes Vorhaben ist der Orion smart ladeboster 30ah ,da die Batterien über die Lichtmaschine nie richtig voll werden.
Da ich irgendwann wenn die beiden agm s ihren Geist aufgeben umrüsten will auf litzium lionen wäre das schon sinnvoll mit dem ladeboster ,natürlich auch jetzt schon.
Ich habe viel gelesen von euren Beiträgen die sehr hilfreich sind für mich ,werde den ladeboster auch vor den ebl klemmen ,aber welches Kabel ist das von der Starter Batterie ,ich könnte es durchmessen ,aber ich denke ihr wisst welches.....LG Thomas

Buersti2002 am 07 Mär 2023 18:20:26

Hallo Jürgen,

mich würde interessieren ob der Betrieb deiner Modifikation einwandfrei funktioniert, da ich es dann gern nachbauen würde.
Hast Du noch weitere Details/ Bilder zur Verkabelung im EBL99?

Danke, für eine Rückmeldung.

Andreas

ddobi am 10 Mär 2023 14:32:42

Hallo
Bei mir ist das gleiche EBL99 verbaut.
Die Schaltung ist super, ich sehe nur das Problem des Leitungsquerschnitt vom EBL99 zur Batterie.
Bei Blei/Amg Batterien fließen 10a wenn's hoch kommt, deshalb hat der Wohnmobilhersteller nur ein 6mm2 Kabel vom EBL99 zur Batterie gelegt, das solltet ihr verstärken oder gegen ein 10mm2 tauschen .
Bei 30- 40A ladestrom könnte es recht warm werden.
Ich habe mir einen 40A ladebooster für 3x100Ah li eingerichtet, dabei geht ein 10mm2 vom Booster zum EBL99 zur Batterie, ein weiteres Kabel direkt zur Batterie (natürlich an der Batterie mit 30A Sicherung).
Ich denke so werden die Leitungen im EBL99 nur mit 20A bei voller Ladeleistung belastet. Auch wenn im Schaltplan des EBL99 die Batterien mit 50A abgesichert werden.
Bitte immer Kabelquerschnitte überprüfen und gegebenenfalls verstärken.
Gruß Dieter

ddobi am 10 Mär 2023 14:33:38

Hallo
Bei mir ist das gleiche EBL99 verbaut.
Die Schaltung ist super, ich sehe nur das Problem des Leitungsquerschnitt vom EBL99 zur Batterie.
Bei Blei/Amg Batterien fließen 10a wenn's hoch kommt, deshalb hat der Wohnmobilhersteller nur ein 6mm2 Kabel vom EBL99 zur Batterie gelegt, das solltet ihr verstärken oder gegen ein 10mm2 tauschen .
Bei 30- 40A ladestrom könnte es recht warm werden.
Ich habe mir einen 40A ladebooster für 3x100Ah li eingerichtet, dabei geht ein 10mm2 vom Booster zum EBL99 zur Batterie, ein weiteres Kabel direkt zur Batterie (natürlich an der Batterie mit 30A Sicherung).
Ich denke so werden die Leitungen im EBL99 nur mit 20A bei voller Ladeleistung belastet. Auch wenn im Schaltplan des EBL99 die Batterien mit 50A abgesichert werden.
Bitte immer Kabelquerschnitte überprüfen und gegebenenfalls verstärken.
Gruß Dieter

Buersti2002 am 10 Mär 2023 17:28:31

Moin Dieter,

hast Du es genau so nachgebaut wie beschrieben?
Ich bin in der Elektrik nicht so bewandert, daher frage ich nach.

Hast Du ggf. Bilder oder weitere Details die Du teilen möchtest die für den Nachbau wichtig sind?

Grüße Andreas

mtrc am 08 Apr 2024 10:14:58

Kurz mal ein Link in den benachbarten Thread "Votronic VCC1212-30 Booster am EBL 99K": --> Link
Fast dieselben Überlegungen, nur ein anderer Booster. Ich habe beide 30A Booster hier liegen, den Victron und den Votronic, und werde mich wohl für den 280g leichten Votronic entscheiden.

mtrc am 08 Apr 2024 10:27:47

jukah50 hat geschrieben:Zumindest bei Standbetrieb (Solar) ohne 230V-Netz und ohne Fahrt ist damit die korrekte Ladung (CC/CV) für Lifepo möglich.

Mal eine Rückfrage, ob sich der Aufwand wirklich lohnt, das EBL so umzubauen, dass jeder Ladevorgang immer über den Booster mit optimaler Ladekennlinie läuft? Zu Anfang habe ich auch immer gedacht, dass sich der Umbau auf Lithium ohne Tausch der ganzen Infrastruktur nicht lohnt, bis die ersten Komplett-Akkus mit BMS wie Bulltron, Supervolt etc. damit geworben haben, dass sie mit allen Ladekurven zurechtkommen.
An der Batterie werden hier 3 Ladegeräte hängen: Das EBL99 Landstromladegerät, der Solarladeregler und der Booster. Alle bis auf den EBL können auf Lithium Ladekurve gestellt werden. Der EBL hätte eine Ladeschluss-Spannung von 14,3, Ladekennlinie IUoU.
In der FAQ von Supervolt (--> Link) steht dazu:
Code: --> Link
LiFePO4 Batterien sollten mit einem Ladegerät mit CCCV Ladecharakteristik geladen werden. Doch keine Sorge, Dies sind die ganz normalen Ladegeräte für Blei-Nassakkus, ohne irgendwelche besonderen Kennlinien, sondern einer simplen IU-Kennlinie .

Wichtig: Es muss die Ladekurve Blei-GEL im E-Block eingestellt werden (14.4V). Sollte eine Lithium Ladekurve vorhanden sein, natürlich diese verwenden.

Ist denn nun die Ladekurve im EBL eine solche CC/CV? Wenn ich jukah50 richtig verstehe, ist das eben nicht der Fall.
Jedenfalls scheinen diese Batterien mit allem um die 14,4V zurechtzukommen und brauchen lediglich zum Balancen eine Ladeschluss-Spannung von 14,6 oder 14,7V, die sie ja über Booster oder Solarregler hin und wieder bekommen.

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