mtrc am 05 Apr 2024 10:59:22 Hallo, mittlerweile plane ich den Einbau eines Votronic VCC1212-30 Booster. Gründe bisher: - Mit 280g ein Fliegengewicht im Vergleich zum Victron mit fast 2kg und passivem Kühlelement, auch leichter als z.B. der aktiv gekühlte Ladebooster von Supervolt
- Auf die vermehrten Probleme vom aktiv gekühlten Votronic 1212-30 hat Votronic ein Statement --> Link auf der Webseite verfasst, neue Regelelektronik und die Sicherung verändert. Vorher haben sie das immer auf unzureichende Belüftung argumentiert, dann aber doch einige Anpassungen gemacht. Laut Service ist die neue Version seit 2023 ab Seriennummer 23V0048000 auf dem Markt. Ältere Versionen werden kulanterweise kostenneutral getauscht.
- Mit nur 30A sollte ich die alten Leitungen zur Starterbatterie weiternutzen können.
- 30A sollten u nsere 180A Lichtmaschine im Sprinter W906 (EURO5) ebenfalls nicht überlasten.
- Der Votronic bietet eine, wenn auch kleine, Rückladung von 1A zur Starterbatterie. Das bietet Victron und der Supervolt-Booster soweit ich sehe nicht.
Es gibt noch einen Victron MPPT 75/15 direkt auf den Batterien. Geplant ist außerdem der Wechsel der Aufbaubatterie von 2x90Ah Blei-Säure zu einer 150Ah LiFePO4 von Supervolt, optional 2x150Ah parallel, aber vorerst reicht eine. Außerdem wollen wir die Starterbatterie ebenfalls tauschen gegen eine Supervolt Ultra – 12,8V 150Ah High Power LiFePO4. Weiterhin soll ein Votronic Standby-Charger Pro dazukommen, um von der Starterbatterie in Richtung Aufbaubatterie zu laden. Nun habe ich folgende Fragen zum Einbau des Boosters: Generell, stimmt es dass ich bei einer LiFePO4 zwingend einen Booster benötigt, um den Ladestrom zu begrenzen, da habe ich unterschiedliche Meinungen gehört? Aktuell läd unsere 2x90Ah Blei-Säure ohne Booster mit ca. 17A. Update auf 30A wäre schon hilfreich. Was würde aber die LiFePO4 an Ladestrom aufnehmen, wenn leglich das Trennrelais durchschaltet? Generell wäre für die Supvervolt 50A Ladestrom optimal, bis 200A kurzzeitig möglich. Die Leitung wäre dafür aber nicht ausgelegt. Welches der Votronic-Anschluss-Schema wäre für den Schaudt EBL 99K empfehlenswert. Votronic gibt Schema 2 vor, Booster zwischen Starterbatterie und EBL. Vorteile dabei wären: Die Voltmeter und Amperemeter am Schaudt funktionieren weiterhin (weniger wichtig). Die Rückladung bei Landstrom auf die Starterbatterie funktioniert weiterhin. Erfolgt aktuell am EBL die Rückladung zur Starterbatterie über die Hauptleitung? Der EBL hat bei Landstrom von 2A, scheinbar ein geregeltes Ladegerät. Ist das ein Problem für den Votronic oder würde dieser einfach den Ladestrom nochmal auf 1A limitieren? 30A Boosterstrom sollte der EBL noch vertragen. Was spricht dagegen, den Booster direkt auf die Batterie zu legen, und den Hauptanschluss Starterbatterie am EBL still zu legen? Soweit ich das verstehe, würde die Versorgung des AES-Kühlschranks während der Fahrt sowieso vom EBL mit einer eigenen Leitung zur Starterbatterie weiterhin funktionieren. Die Rückladung bei Landstrom allerdings müsste der Booster von der Aufbau-Batterie entnehmen, das würde also vom EBL-Aufbaubatterie-Ladestrom nochmal abgezogen werden. Ich verstehe den Unterschied zwischen Schema 2 (EBL) und 3 (EVS) noch nicht richtig. Den einzigen Unterschied den ich sehen kann ist im Schema 2 der "Ladekreis Starterbatterie", da führt scheinbar ein extra Kabel nochmal zur Starterbatterie. Demnach würde die Rückladung nicht über die Hauptleitung zur Starterbatterie erfolgen. Schaue ich nochmal in die Anleitung zum EBL finde ich diesen Anschluss aber nicht. Es gibt im Block3, Pin 8 ein "+ Starterbatterie 2,5A". Ist das die Leitung für die Rückladung? Würden demnach bei Schema 3 die Landstrom-Rückladung von EBL (2A) und Booster (1A) sich zu 3A addieren?
Hannus am 05 Apr 2024 11:14:21 Nein, Block 2 Pin1 "20A Starterbatterie für Kühlschrank". über diese Leitung erfolgt auch das Mitladen der Starterbatterie bei Landstrom.
Und Ja für das addieren der Ladeströme, wenn der Booster nicht durch den EBL geht, was immer zu empfehlen ist. Besonders bei Schaudt EBLs (Schema2), ist das problemlos möglich. Und wenn die Starterbatterie voll ist, geht der Mitladestrom sowieso auf unter 1A zurück.
mtrc am 05 Apr 2024 13:49:53 Meinst du nun, Booster auf den ELB gemäß Votronic Schema 2 oder Booster direkt auf die Batterie mit gleichzeitigem offenen Batterie-Eingang am ELB sei zu empfehlen?
Hannus am 05 Apr 2024 14:28:55 Sorry, hatte mir Schema2 nicht weiter angesehen. Ich meinte natürlich deine zweite Version.
mtrc am 05 Apr 2024 15:06:22 Sprich doch nicht in Rätseln :) , mit "2. Version" meinst du also Booster direkt auf die Batterie? Hätte das irgendeinen Nachteil gegenüber dem Booster am EBL, außer dass das Schaudt Amperemeter nicht mehr funktionieren würde? Das ist eh mit 30A am Limit. Für den Fall, dass der Booster direkt auf die Batterie geht, müsste aber der Eingang am EBL offen bleiben? Wenn man diesen zusätzlich an der Starterbatterie belässt, würde man dadurch doch nur den Booster kurzschließen, weil im EBL lediglich ein Trenn-Relais zwischen Starterbatterie und Aufbaubatterie ist?
mtrc am 05 Apr 2024 15:15:48 Hannus hat geschrieben:Nein, Block 2 Pin1 "20A Starterbatterie für Kühlschrank". über diese Leitung erfolgt auch das Mitladen der Starterbatterie bei Landstrom.
Interessant, ist das irgendwo dokumentiert, dass die Rückladung ebenfalls über diese Leitung erfolgt? Warum macht man das und nimmt nicht die Hauptleitung dafür?
Hannus am 05 Apr 2024 15:45:18 Booster direkt an die Aufbaubatterie ist immer die beste Lösung, da man hier die Spannungsverluste hinter dem Booster gering halten kann. 30A Booster einzuschleifen, sollte in der Regel aber auch kein problem sein. Bei den Schaudt EBLs kann man durch die zweite Verbindung zu Starterbatterie ohne Probleme den dicken Starterbatterieeingang offen lassen. Wie ein einfacher Blick auf den Schaltplan zeigt, läuft hierüber neben der Kühlschrankversorgung auch das Mitladen der Starterbatterie und deren Spannungsmessung.
mtrc am 08 Apr 2024 10:16:13 Kurz mal ein Link in den benachbarten Thread "Einbau Victron orion-tr smart 12 12-18 EBL99": --> LinkFast dieselben Überlegungen, nur ein anderer Booster.
mtrc am 08 Apr 2024 10:52:56 Aus beiden Threads habe ich nun gut verstanden, dass die Kühlschrankleitung Block 2, Pin 1 (+ Starterbatt. f. Kühlschrank) und Pin 4 (Minus Starterbatt.f.Kühlschrank) sowohl für die Versorgung des Kühlschranks während der Fahrt als auch für die Stützladung 2A zur Starterbatterie genutzt werden. Warum Schaudt das so gemacht hat, kann ich mir bei der Stützladung damit erklären, dass es nur die 2A sein dürfen und im Hauptleitungszweig zur Starterbatterie ja lediglich das Trennrelais gibt. Warum man auf dieser Leitung aber auch die AES-Kühlschrankversorgung gemacht hat und nicht über die Hauptleitung, ist mir unklar. Es hilft jedenfalls in dieser Sache, dass man die Hauptleitung wirklich am EBL weglassen kann und der Kühlschrank weiterhin funktioniert.
Die Stützladung von 2A bei EBL-Landstrom würden sich addieren zu den 1A Stützladung des Votronic VCC1212-30. Auch nicht schlecht.
Eine Frage noch, wenn man den Starterbatterie Eingang am EBL stilllegt und den Booster direkt auf die Batterie schaltet: Braucht das EBL immer noch den dicken Masse-Anschluss von dem Minus-Pol der Starterbatterie? Auf Block 2 Pin 4 bekommt er ja immer noch das Minus der Starterbatterie. Schaden könnte es nicht, das dicke Massekabel vom Booster weiter auf den EBL zu verbinden, aber braucht man es?
Ich habe mir nochmal überlegt, ob ich im ersten Schritt wirklich den Standby-Charger benötige, um im Stand von der Starter-Batterie in die Aufbaubatterie nachzuladen. Im Grunde kann der Votronic das bereits. Ich habe Votronic auch geschrieben, warum man nicht ein kombiniertes Gerät aus Ladebooster und Standby-Charger entwickelt. Ich werde das versuchen über den Lade-Booster zu erreichen, indem ich das D+ manuell auf den Ladebooster zuschalten kann. Und weil es gefährlich ist, wenn man den Booster nicht rechtzeitig abschaltet, um die Starterbatterie nicht leerzusaugen, werde ich einfach ein Nachlaufrelais auf z.B. 30 Minuten einstellen, um 15Ah per Tastendruck nachzuladen. Man könnte das auch aufwändiger über eine Spannungsüberwachung machen, ähnlich wie es der Votronic Standby-Charger-Pro macht. Gibt es für sowas ein fertiges Bauteil?
Die Überlegungen für einen umkehrbaren Standby-Charger würden sich auch erübrigen, da der Votronic über die 1A (leider nicht mehr, 2A wären schöner gewesen) scheinbar permanent bei Solarertrag die Starterbatterie mitlädt. Gibt es hierzu genauere Informationen zur Regelung, ab welcher Spannung sich dieser einschaltet?
Bei unserem VCC1212-30 war noch eine grüne Steckbrücke dabei, wofür dient die? In der Anleitung wird die nicht erwähnt.
Hannus am 08 Apr 2024 12:06:15 Versteh ich das richtig, du willst im Stand die Starterbatterie mitladen, aber diese dann gleichzeitig über den Booster entladen? Was versprichst du dir von diesem im Kreis laden?
mtrc am 08 Apr 2024 13:13:21 Ich will nicht im Kreis laden. In den meisten Fällen wird beim Stehen die Aufbaubatterie leerer sein. Dann möchte ich mal manuell über Booster oder Standby-Charger von der Starterbatterie in die Aufbaubatterie nachladen. Wenn die Aubaubatterie voll ist und genug Solarstrom vorhanden ist, dann möchte ich auch die Starterbatterie mitladen. Aber du hast Recht, die Stützladung des Booster kann man nicht einstellen. Daher auch die Frage über diese Regelung im Votronic Booster. Der Booster und auch ein Standby-Charger würde also direkt mit Laden anfangen, sobald der Solarladeregler nur in die Nähe der Ladeschluss-Spannung kommt. Man hat anhand der Spannung keine Information über den Ladezustand der Aufbaubatterie, während ein Laderegler aktiv ist. Ich muss das Konzept nochmal überdenken... Die manuelle Ansteuerung des Boosters wäre nur eine Notlösung für den Fall, dass man lange steht, die Aufbaubatterie sich dem 10% Ladestand nähert, die Starterbatterie noch zu 95% voll ist. Dass der Ladebooster bei Solarertrag permanent die Starterbatterie mitlädt, ist ja nicht schlecht, solange die Energie unterkommt. Das Hin- und Herladen ist aber schon - wie du anmerkst - unsinnig, weil jeder Ladevorgang verlustbehaftet ist. Übrigens, kennt jemand den Wirkungsgrad bzw. Verlustleistung solch eines 12V-12V B2B Laders? Gerade wenn der nicht durch die Lichtmaschine angetrieben wird, sondern wirklich nur von Batterie zu Batterie läd, wäre der Wert interessant. Votronic spricht nur von einem "Hohen Wirkungsgrad" und 3-7mA Standby Leistung. Verluste beim Umschichten gibt es in Form von Wärme im Booster, zusätzlich nochmal in beiden Batterien.
mtrc am 10 Apr 2024 11:45:51 Ich habe eine Rückmeldung von Votronic zu den Spezifikationen der Rückladung zur Starterbatterie: Der Rückladezweig arbeitet mit ca. 0,7V unter Bordbatteriespannung sowie abhängig von dem ausgewählten Batterietyp bei Bleibatterien Ein: >13,1V Aus < 13,0V und bei LiFePO4 Ein > 13,5V, Aus <13,4V mit bis zu 1A.
mtrc am 11 Apr 2024 16:09:52 Wo komme ich denn am EBL gut an D+ für den Booster? Ich nutze ungern diese Stromdiebe, die bestehende Leitungen einschneiden, das sieht mir irgendwie nie nach einem dauerhaft guten Kontakt aus und beschädigt außerdem die bestehende Leitung. Am EBL sehe ich als D+ lediglich Block 2 Pin 3: D+ Eingang und Block 1 Pin 2: D+ Stützpunkt. Ich vermute, ich müsste einen Stromdieb auf die abgehende Leitung Block 1 Pin 2 in Richtung Kühlschrank setzen?
WomoTechnikService am 11 Apr 2024 16:19:06 mtrc hat geschrieben:Wo komme ich denn am EBL gut an D+ für den Booster? Ich nutze ungern diese Stromdiebe, die bestehende Leitungen einschneiden, das sieht mir irgendwie nie nach einem dauerhaft guten Kontakt aus und beschädigt außerdem die bestehende Leitung...
"Stromdiebe" im trockenen Innenraum sind kein Problem, im Motorraum oder unter dem Fahrzeug geben sie nicht lange Kontakt... ansonsten durchschneiden und mit einer dreier Wagoklemme wieder verbinden... LG Peter
mtrc am 11 Apr 2024 16:29:01 Klar, Wago geht immer. Ich mag nur die vielen fliegenden Sicherungen und Steckverbinder nicht so.
(Stromdieb habe ich im Motorraum auch einsetzen müssen für die Abdimmung des Tagfahrlichtes mit dem Abblendlicht. An das Signal im Lampentopf wäre ich anders nicht drangekommen. Übrigens klappt das leider nicht, da die Lampen-Prüfspannung auf der Leitung scheinbar immer schon bei Zündplus die Lichter abdimmt und nicht erst beim Abblendlicht, evtl. weiß da einer eine Lösung...?)
mtrc am 12 Apr 2024 17:18:01 Auf der Suche nach einem Nachlaufrelais auf 12V Basis (möglich wäre z.B. ein Eltako MFZ12 DDX-UC im IF-Modus) ist mir eine ältere Siemens Logo 0BA7 12/24RC aus anderen Projekten in die Hände gefallen, die würde alles können :) Das wäre neben 7 anderen Logos nun die 8. Logo im Wohnmobil. Bis auf das Gewicht und die ~1W Standbyleistung spricht nichts dagegen. Dafür werde ich damit alle Logik bauen können, die man möchte: - Mehrfach-Tasten für 10/20/30... Ah
- Diese Logo hat 4 Analog-Eingänge, damit kann ich die beiden Batteriespannungen selbst messen und gezielt den Booster ansteuern
- Wenn ich einen weiteren Booster günstig schieße, könnte man auch gezielt in die andere Richtung laden. Nur bleibt der automatische Rückladestrom, den man leider nicht beeinflussen kann, sobald man über D+ steuert.
Hannus am 12 Apr 2024 19:51:16 Du willst wirklich für vieleicht effektiv 15Ah, die du gefahrlos der Starterbatterie entnehmen könntest, so einen Aufwand betreiben?
mtrc am 14 Apr 2024 16:43:04 Der Aufwand ist minimal. 15 Ah wären auch nur eine Schrittweite. Ich schaue mir also die beiden Batteriestände an, tippe z.b dreimal, und hätte damit 45 Ah in Auftrag gegeben. Spielerei, aber praktisch wenn man eine große Kapazität als Starterbatterie hat. Im nächsten Schritt würde ich testen, wie genau ich über die Spannung den ladezustand der Batterien prüfen kann.
Ich bin gerade am verkabeln. Eine Frage zum EBL: im Schaltplan sieht man bei den beiden Batterieanschlüssen zur Starterbatterie und zur Bordbatterie jeweils 50 Ampere Sicherungen. Wo sind diese zu finden? Muss ich zwischen Bordbatterie und EBL noch mal extra absichern? Imstands Fahrzeug war dort jedenfalls keine extra Sicherung verbaut. Ansonsten wird für den Boosteranschluss jeweils direkt an der Starterbatterie abgesichert und noch mal direkt an der Bordbatterie, immer nah an den Batterien.
Aktuell liegen ca 2 m x 10mm² zwischen Starterbatterie und Bordbatterie und sind mit 50A abgesichert. Könnte man damit auch höhere ladeströme realisieren? Mein rechnerisch sollten auch 50 Ampere gehen mit dem nächst größeren Modell von Votronic. Sowohl preislich als auch vom Gewicht her würde ich aber dann eher zu 2 Stück parallel von dem 30A Modell tendieren, wären dann 60A. Den querschnitt von der bestehenden Leitung zu messen ist auch relativ schwierig. Ich müsste dafür das Kabel aufschneiden und den Durchmesser genau messen. Von den Außenmaßen des Mantels her ist es aber ziemlich identisch zu den 10 mm², die ich schon verbaut habe
WomoTechnikService am 14 Apr 2024 18:01:51 mtrc hat geschrieben:Den querschnitt von der bestehenden Leitung zu messen ist auch relativ schwierig. Ich müsste dafür das Kabel aufschneiden und den Durchmesser genau messen.
Trotzdem schwierig, weil es sich um mehradrige Kabel handelt und viel Luft mit drin ist... mtrc hat geschrieben:Von den Außenmaßen des Mantels her ist es aber ziemlich identisch zu den 10 mm², die ich schon verbaut habe
Die meisten Hersteller verbauen 10qmm, wenige 16qmm... habe aber auch schon original 6qmm gesehen. Zu kaufen gibt es aber auch "komische" Größen wie ca. 14qmm --> Link, ob das nun China- oder Amerikanische Ware ist...? LG Peter
mtrc am 14 Apr 2024 18:44:04 Ich habe nun doch eine 50 Ampere Sicherung zwischen Wohnraum Batterie und EBL gefunden, und die gehört da wohl auch hin. Dennoch missverständlich aus dem Schaltbild des EBL.
mtrc am 17 Apr 2024 14:49:33 Weil die Rücklieferung der Votronic RMA für den VCC1212-30 zu spät eintrifft, habe ich vorübergehen den Victron Orion Tr Smart verbaut, der mir eigentlich zu schwer ist. Geplant war der Einbau von 2x Votronic VCC1212-30, einmal in Richtung Bordbatterie und einmal ein Richtung Starterbatterie, beide 150Ah LiFePO4. Die Booster sollen dann mit einer Siemens Logo angesteuert werden, z.B. mit Zeitrelais für 30 Minuten nachladen, oder auch per Analog-Messung und Spannungsteiler anhand der Batteriespannungen.
Bei dem Victron sehe ich nun aber auch Vorteile. Der kann bereits selbst präzise die Eingangsspannungssperre einstellen. Wird diese unterschritten, hört der Booster auf. Außerdem kann man durch Abschalten der Motorerkennung auch im Stand manuell nachladen. Eigentlich wollte ich diesen oder den Votronic aber per D+ an steuern, weil es genauer und sicherer ist. Mir scheint, dass der Trick mit der abgeschalteten Motorerkennung dann nicht mehr funktioniert, weil in der Fernsteuerung die Motorerkennung nicht genutzt wird.
Der Victron kann also einiges bereits, was ich ansonsten mit der Logo für den Votronic nachbauen müsste.
Ich überlege, ob der Votronic überhaupt für mein Projekt geeignet ist. Ich lese nochmal genau in der Votronic-Anleitung, ob es dort nicht auch eine Eingangsspannungssperre gibt. Einstellbar schonmal nicht. Ich finde nur die Tabelle mit angeschlossenem D+: Reduzierung der Ladeleistung ab <11,40V, Ausschaltschwelle <11,20V. Bei der Spannung wäre die LiFePO4 so gut wie leer. Heisst also, es geht nur mit einer externen Schaltung des Boosters. Nun zur Standby-Ladung. Eigentlich ein Vorteil des Votronic gegenüber dem Victron. In der ersten Ausbaustufe, wenn man nur einen Booster verbaut, sicherlicht praktisch. Man kann die Standby-Ladung aber nicht abschalten. Bei 2 entgegengesetzten Boostern, die wechselweise angesteuert werden, irgendwie hinderlich, auch wenn die 1A vernachlässigbar sind.
mtrc am 27 Apr 2024 14:32:38 Noch mal eine Frage zur Kühlschrank Steuerung am EBL 99: Die neuen 2x150Ah (Starter+Bordbatterie) LiFePO4 Batterien sind fürs mobile Arbeiten mehr als ausreichend, außerhalb weiß man aber teilweise nicht wohin mit der Energie. Daher habe ich überlegt, den AES Kühlschrank auch beim stehen teilweise über 12 Volt laufen zu lassen über einen manuellen Schalter, um Gas zu sparen. Was ich herausgefunden habe sollte der Dometic AES Kühlschrank um die 130 Watt ziehen. Wie würde man das am besten schalten? Man könnte ein zusätzliches Relais an die Leitung zum Kühlschrank setzen. Alternativ könnte man aber auch das Relais im EBL nutzen. Welche Aktionen macht der EBL über den d-plus Eingang? Soweit ich das im Schaltbild sehen kann, sind das zwei Kühlschrank gelesen sowie das trennrelais. Das trennrelais wird durch den Booster gar nicht mehr verwendet, bleibt also die Kühlschrank Steuerung. Dann könnte man also ein D+ von außen manuell auflegen und somit den Kühlschrank über Starterbatterien laufen lassen. Wozu gibt es zwei Kühlschrank Relais? Das untere verstehe ich noch, das schaltet einfach Starterbatterie zum Kühlschrank durch Punkt wozu dient das obere Kühlschrank Relais? Screenshot_2024-04-27-14-23-37-603_com.artifex.mupdf.viewer.app.png
mtrc am 16 Jul 2024 10:51:58 Hannus hat geschrieben:Nein, Block 2 Pin1 "20A Starterbatterie für Kühlschrank". über diese Leitung erfolgt auch das Mitladen der Starterbatterie bei Landstrom.
Bist du sicher, dass das Mitladen über diese Leitung erfolgt? Ich habe für den Booster lediglich die Hauptleitung der Starterbatterie am EBL getrennt, die Kühlschrankleitung besteht weiterhin, sonst würde er während der Fahrt ja nicht kühlen. Allerdings sehe ich an der Starterbatterie nun keine Erhaltungsladung mehr. Wir hängen seit gestern ausnahmsweise am Landstrom. An der Starterbatterie fehlten bei Ankunft 1,5Ah. Die hätten auch mit nur 1A über Nacht nachgeladen werden müssen, zumindest müsste die Spannung an der Starterbatterie ansteigen. Stattdessen liegt die Spannung der Bordbatterie aktuell bei 13,9V und an der Starterbatterie bei 13,3V (beide gemessen am Batterieinternen BMS von Supervolt).
Hannus am 16 Jul 2024 12:00:31 13,9V Aufbaubatterie - 0,7V Diode Mitladeeinrichtung = 13,2V. Von 13,2V fließt kein Strom nach 13,3V. Bring dein Netzladegerät dazu wieder mit 14.4V zu laden, dann fließt auch Strom in die Starterbatterie.
mtrc am 16 Jul 2024 14:17:43 Wie kann ich das tun? Funktioniert das EBL nicht richtig? Oder harmoniert das mit den neuen LiFePO4 Batterien nicht mehr?
Hannus am 16 Jul 2024 17:02:09 Für eine LiFePO als Starterbatterie ist das System nur bedingt geeignet und funktioniert nur während der Hauptladephase, wenn die Ladespannung die 14,4V erreicht. Das diese Zeitbegrenzt ist, kommt nicht viel Ladung in die Starterbatterie. Wärend der Erhaltungsladephase mit 13,7V kommen an der Batterie nur 13V an. Während eine Bleibatterie bei 13V voll ist, ist eine LiFePO da schon fast leer. Die ganzen Standby Charger, egal ob standalone oder in die EBLs integriert, eignen sich nur für Blei Starterbatterien
Aus diesem Grund hat man auch die speziellen Standby Charger entwickelt, die über einen integrierten Step up Wandler die Spannung anheben. Die funktionieren auch mit LiFePO Starterbatterien.
mtrc am 17 Jul 2024 09:02:52 Heisst das, die Ladespannung an der Bordbatterie ist verantwortlich für die Ladespannung an der Starterbatterie, weil beide am gleichen Laderegler hängen? Das würde erklären, warum die Starterbatterie nicht weiter geladen wird, wenn die Bordbatterie voll ist. Das wäre dasselbe Problem bei 2 Bleibatterien. Schade eigentlich..
Ja ich weiß bzgl. der Standby Charger, das Pro Modell von Votronic wäre auch für LiFePO4 ausgelegt. Ich wollte aber ein zusätzliches Gerät vermeiden. Der 30A Booster von Votronic macht auch eine kleine Rückladespannung, der ist aber noch nicht eingebaut, derzeit haben wir noch den Victron...
Hannus am 17 Jul 2024 15:24:23 Das Prinzip wurde für Bleistarterbatterien entwickelt und funktioniert damit auch. LiFePO benötigen einfach eine höhere Spannung um die Verluste durch Kleinverbraucher auszugleichen. Du müßtes dazu die Diode im EBL gegen eine Schotkydiode, oder besser noch gegen eine Idealdiode austauschen.
mtrc am 18 Sep 2024 17:01:09 mtrc hat geschrieben:Dann könnte man also ein D+ von außen manuell auflegen und somit den Kühlschrank über Starterbatterien laufen lassen. Wozu gibt es zwei Kühlschrank Relais? Das untere verstehe ich noch, das schaltet einfach Starterbatterie zum Kühlschrank durch. Wozu dient das obere Kühlschrank Relais?
Beim oberen Kühlschr.-Relais steht + Absorb. Kühlschrank, beim unteren steht + Kompr./AES-Kühlschrank. Ich vermute, dass nur eines von beiden je nach Kühlschranktyp verwendet wird, aber warum gibt es dann 2 Relais? Ich werde nun in jedem Fall versuchen, ein manuelles D+ auf den EBL zu geben, um den Kühlschrank manuell im Stand über 12V laufen zu lassen. Außer dem Batterie-Trennrelais scheint die Kühlschranksteuerung das einzige zu sein, was der EBL anhand des D+-Signals macht.
Hannus am 18 Sep 2024 18:00:56 Da man zwei getrennte Kühlschrankanschlüsse hat, braucht man auch zwei Relais. Irgendwann hat Schaudt eingesehen, daß das Blödsinn ist und in späteren Modellen nur noch einen Anschluß mit nur noch einem Relais verwendet.
mtrc am 23 Sep 2024 11:46:13 Ich schalte mittlerweile manuell das D+ am EBL, um den Kühlschrank im Stand auf 12V zu zwingen. Das funktioniert gut. Gerade bei kurzen Zwischenstops oder Übernachtungen kann ich damit meine 150Ah Starterbatterie anstelle von Gas nutzen zum Kühlen. Hannus hat geschrieben:Nein, Block 2 Pin1 "20A Starterbatterie für Kühlschrank". über diese Leitung erfolgt auch das Mitladen der Starterbatterie bei Landstrom.
Nochmal zu dieser Zusatzleitung, warum hat Schaudt das so gemacht und nutzt nicht die dicke Hauptleitung von 10mm²? Diese Zusatzleitung hat vielleicht 1,5mm², der Kühlschrank zieht im Schnitt 13A ~160W. Dass diese filigranen Steckerpins überhaupt bis 20A tragen können, sieht mir etwas knapp aus. Ich würde nun als Absicherung, dass ich die Batterien nicht komplett leerziehe, und als automatische Regelung zum Hin- und Herladen zwischen Starter- und Bordbatterie gerne Spannungsteiler zur Spannungsüberwachung mit der Siemens Logo einbauen, Steuerung ist bei der Bordbatterie. Diese kann ich noch relativ genau ohne viel Spannungsabfall messen. Die Starterbatterie allerdings kann ich schlechter messen. An welcher Stelle kann ich am sinnvollsten die Spannung der Starterbatterie abgreifen? Wenn ich an der Zusatzleitung messe, dann habe ich den Spannungsabfall gerade beim Betrieb des Kühlschranks. Wahrscheinlich würde ich eher an der 10mm² Leitung messen. Im Falle des Ladens in die ein oder andere Richtung passt die Spannung natürlich nicht, ich müsste zum Messen wahrscheinlich immer den Ladevorgang erst unterbrechen.
Hannus am 23 Sep 2024 13:54:26 Du betreibst also deinen Kühlschrank im Stand aus der Starterbatterie in dem du einfach 12V auf den D+ Eingang gibst? Damit bekommen aber auch alle Verbraucher die den D+ Ausgang benutzen im Stand dieses Signal. Bei dir scheint da jetzt nur der AES Kühlschrank drann zu hängen, der das Signal sogar braucht. Solltest du aber deine Booster später mal über D+ steuern wollen, mußt du das Ganze entkoppeln, sonst laufen deine Booster auch im Stand gemeinsam mit dem Kühlschrank.
Eigendlich betreibt man den Kühlschrank im Stand aus der Aufbaubatterie, wenn man genug Solarstrom hat.
Die Kühlschrankleitung hat übrigens 4mm². 1,5mm² währen für eine 20A Sicherung zu dünn. Da hast du dir das falsche Kabel angeschaut.
andwein am 24 Sep 2024 10:30:44 mtrc hat geschrieben:Ich schalte mittlerweile manuell das D+ am EBL, um den Kühlschrank im Stand auf 12V zu zwingen.
Sorry, schaltungstechnisch gesehen ist das Pfusch. Du vergewaligst die gesamte Elektrik nur dafür dass der Kühli auf 12V läuft. Das Signal muss vom D+ Steuerzweig duch eine Rückflusssperre (Diode) unbedingt entkoppelt werden! Sorry nochmal, klare Worte für einen klaren konstruktiven Schaltungsfehler. Gruß Andreas
mtrc am 24 Sep 2024 11:32:09 Hannus hat geschrieben:Damit bekommen aber auch alle Verbraucher die den D+ Ausgang benutzen im Stand dieses Signal. ...Solltest du aber deine Booster später mal über D+ steuern wollen, mußt du das Ganze entkoppeln, sonst laufen deine Booster auch im Stand gemeinsam mit dem Kühlschrank.
Ich ändere doch nicht D+ im gesamten Fahrzeug, sondern nur vor dem EBL: Das Motor-D+ kommt beim EBL an. Dieses habe ich aufgetrennt und meine Steuerung dazwischen gehangen. Der EBL bekommt nun mein simuliertes D+- Die Ausgangsfrage war, was der EBL mit dem D+Signal macht. Soweit ich das sehen kann dient das nur dem Kühlschrank und dem Trennrelais (nicht mehr in Gebrauch). Also kann ich es sehr gut für den Zweck entfremden. Ansonsten müsste ich ein weiteres Relais außerhalb des EBL verbauen für den Kühlkschrank. Hannus hat geschrieben:Eigendlich betreibt man den Kühlschrank im Stand aus der Aufbaubatterie, wenn man genug Solarstrom hat.
Eigen tlich. Aber 1. haben wir die Starterbatterie überdimensioniert (das ist ein Sonderfall in unserem aktuellen Aufbau, warum und wieso wurde im Thread --> Link besprochen) und ich kann die Verbraucher im Fahrzeug verteilen auf beide Batterien. Und 2. würde bei Versorgung des Kühlschranks über Bordbatterie die Leitung zur Starterbatterie weiterhin notwendig sein, weil man während der Fahrt diesen über die Lichtmaschine speisen möchte und nicht über die Bordbatterie. Aus diesem Grund hängt der Kühlschrank ja bereits ab Werk an der Starterbatterie. Hannus hat geschrieben:Die Kühlschrankleitung hat übrigens 4mm². 1,5mm² währen für eine 20A Sicherung zu dünn. Da hast du dir das falsche Kabel angeschaut.
Stimmt, der Strom läuft über Block 1 und 2, da sind die Kabel etwas dicker: IMG_20190718_190756.jpg
Hannus am 24 Sep 2024 17:40:30 Der D+ wird nicht nur im EBL verwendet. Der EBL hat auch noch einen D+ Ausgang. Hier hängt zumindestens noch dein Kühlschrank drann, sonst würde er nicht auf 12V umschalten. Er hat nämlich noch ein eigenes Relais, daß über D+ schalten muß.
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