aqua
motorradtraeger
hallo
Links zu ebay oder Amazon sind Werbelinks. Wenn Sie auf der Zielseite etwas kaufen, bekommen wir vom betreffenden Anbieter Provision. Es entstehen für Sie keine Nachteile beim Kauf oder Preis.

Überspannungsschäden durch Lifepo4 Abschaltung 1, 2


cbxi am 11 Mai 2021 18:35:10

Hallo und Guten Tag Werte Wohnmobillisten und Elektronikexperten,

auch ich plane mein Wohnmobil wie viele Wohnlis zum nächsten Batteriewechsel auf Lifepo4 zu rüsten.
Habe allerdings Bedenken die Lifepo4 Batterie Solo zu betreiben.
Das in den meisten Lifepo4 Batterien verbaute BMS kann offenbar die Batterie unter bestimmten Bedingungen
wie z.B. zu niedrige oder hohe Temperaturen teils auch vielleicht nur durch falsche
Parametrierung durch den Nutzer von seinen Ladequellen und Verbrauchern trennen.
Auch ein Fehler im Programmablauf könnte dieses verursachen wie ich meine.
Alle an die Batterie angeschlossenen Geräte stehen in einem solchen Fall ohne eine
spannungsstabilisierende niederohmige Batterie in Verbindung.
Dieser Umstand birgt aus meiner Sicht erhebliche Risiken von Überspannungsschäden.

Ich habe mir da nur mal einige Szenarien vorgestellt:

1. Fahrzeug mit Ladebooster/Ladewandler und starker Frost:
BMS der Lifepo4 hat die Batterie wegen zu niedriger Temperatur vom Netz getrennt.
Nutzer bemerkt diesen Umstand nicht. Fahrzeug wird gestartet, Ladebooster versorgt
ein Wohnraumnetz ohne Batterie. Kann gewährleistet werden, dass alle am Markt befindlichen
Ladebooster/Ladewandler auch ohne Wohnraumbatterie eine stabile Spannungsversorgung
am Ausgang also in Wohnmobilnetz liefern? Wenn nicht, würden elektronische
Verbraucher wie z.B. Heizungsregelungen, Kühlschrankregelungen, Elektroblöcke,
Wechselrichter, Klimaanlage, Brennstoffzelle u.u.u. eventuell durch Überspannungen
beschädigt werden können.

1b. Fahrzeug wie vor:
Fahrzeug läuft, Booster lädt mit 50 Ampere die Lifepo4 da ihr SOC nur 50% ist.
BMS liefert Fehlfunktion und trennt die Lifepo4 vom Wohnraumnetz.
Also ein schlagartiger Lastabwurf für den Booster. Würden alle Booster am Markt
in einer solchen Situation die Spannung halten? Denkbare Schäden wie zuvor in 1 genannt.

2.Fahrzeug mit großer PV-Anlage:
Lifepo4 Wohnraumbatterie wurde abends/Nachts bis auf SOC 30% entladen.
Fahrzeug steht bis 11.30 im Vollschatten. Dann schlagartig einsetzende maximale
Sonneneinstrahlung. Solarregler liefert 50 Ampere. BMS liefert Fehlfunktion und trennt
die Lifepo4 vom Wohnraumnetz. Also ein schlagartiger Lastabwurf für den Solarregler.
Würden alle am Markt befindlichen Solarregler in einer solchen Situation eine stabile
Spannung halten? Ich glaube nicht, ich könnte mir vorstellen dass einige Regler
vielleicht kurzfristig die volle PV Spannung von vielleicht 30 Volt und auch mehr
auf den Ausgang und somit ins Wohnraumnetz schalten.
Das könnte wie bereits in 1 beschrieben erhebliche Schäden verursachen.
Ich habe hier nur einige Szenarien beschrieben. Je länger ich darüber nachdenke
desto mehr grenzwertige Situationen fallen einem da ein.

Aus meiner langjährigen Tätigkeit im Kraftfahrzeugbereich kenne ich Problem u.a.
bei z.B. sich lösenden Batteriepolklemmen oder auch Starthilfe an Fahrzeugen mit defekten
Batterien. Hier versorgt dann der Generator ein praktisch batterieloses Bordnetz.
Dieser Umstand führt immer wieder zu erheblichen Überspannungsschäden an verbauten
Steuergeräten. Auch schlechte Masseverbindungen von Steuergeräten können
unter Last zu solchen Schäden führen.


Ich würde aus diesem Grund lieber eine AGM/Gel Batterie mit Lifepo4 kombinieren wollen.
Die Lifepo4 würde quasi den Stützbetrieb der AGM/Gel Batterie übernehmen und
die Spannung bei großen Belastungen halten und entsprechende Kapazitätsreserven liefern.
Die ganze übrige Ladestruktur an der AGM/Gel Batterie könnte bleiben wie sie ist.
Ein BMS müsste nun allerdings z.B. mit einem Batteriecomputer korrespondieren
um die Parallelschaltung von AGM und Lifepo4 über z.B. das Lifepo4 BMS zu steuern.
Also zusammenschalten wenn die Spannungen nicht zu weit auseinander liegen usw.
Beim Laden nach Ladeschluss die Lifepo4 zu trennen um der AGM die längere Ladezeit (Absorptionsphase) zu ermöglichen usw.
Fa. Büttner bietet neuerdings ein solches System unter der Bezeichnung MT Lithium Power
Unit I/II/III an.

Fragen:
Wie beurteilt ihr die geschilderten Szenarien oder Bedenken um mögliche Überspannungen?

Was haltet ihr von einem System mit AGM/Gel und Lifepo4 im Duett wie es z.B Büttner anbietet?

Danke im Voraus für eure Beiträge :wink:
Mit freundlichen Grüßen, Jan.

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

Acki am 11 Mai 2021 19:44:07

cbxi hat geschrieben:...
Was haltet ihr von einem System mit AGM/Gel und Lifepo4 im Duett wie es z.B Büttner anbietet?
...


Von Büttner halte ich gar nichts :wink: ... aber sonst sehr viel von einem Hybrid-System --> Link

Wuidsau am 11 Mai 2021 19:52:04

Ebenso (Apotheke B.)

Man kann mit einem Kondensator plus ner Zenerdiode eine Pseudobatterie bauen (noch Gerücht aus dem Netz).
Bin dabei das zu prüfen, daher Vorsicht beim möglichen Nachbau!

Anzeige vom Forum


Acki am 11 Mai 2021 19:59:07

Wuidsau hat geschrieben:Ebenso (Apotheke B.)
...

Pass auf, was Du sagst ... es kommt dann ganz schnell der user "silverdawn" : DER Markenbotschafter für Büttner, Mercedes und Efoy ... :mrgreen:

mv4 am 11 Mai 2021 20:13:42

liefert der Booster überhaupt Strom wenn der Accu in Abschaltung gegangen ist?....Überspannung kann eigentlich eh nicht vorkommen weil der Booster nur max 14,4V am Boosterausgang bereitstellen kann.

Ginnes am 11 Mai 2021 20:36:40

Wieviele derartige Fälle sind hier schon berichtet worden?
Ich kenne keinen.

Ich denk, Du machst Dir zu viel Sorgen.

Muß aber zugeben, ich hab mir auch schon das Hirn verbogen über Solarregler, die (super duper) ihre Ausgansspannung automatisch einstellen auf 12/24/48V nominal.
Bspw. Epever. Klar, man kann sie händisch bspw. auf 12V programmieren, wird im Speicher abgelegt. Aber was passiert, wenn der Regler durchgeht / Blitzschlag in der Gegend / "Spark"... er seine Programmierung vergißt, auf Automatik geht und der Meinung ist, er könnte ja mal auf 48V aufdrehen?
Und: ja, ich habs trotzdem so gemacht :lol:

Gast am 11 Mai 2021 20:54:04

cbxi hat geschrieben:...Fragen:
Wie beurteilt ihr die geschilderten Szenarien oder Bedenken um mögliche Überspannungen?


Es gibt Geräte auf dem Markt, z.B. die Tripple-Lader von Votronic, die berücksichtigen die von dir beschriebenen Szenarien.
Zwar nicht aus dem Grund, dass ein BMS einen Akku weg schaltet aber mit schaltungstechnisch gesehen gleicher Auswirkung.
Die Geräte besitzen eine s.g. Netzteilfunktion, sie ermöglichen die Versorgung der Verbraucher ohne Batterie.

Deine Ängste sind daher unbegründet.
Wenn du dein System trotzdem absichern möchtest reicht ein Spannungsstabilisator mit 12VDC am Ausgang.

WomoToureu am 11 Mai 2021 22:54:18

cbxi hat geschrieben:Wie beurteilt ihr die geschilderten Szenarien oder Bedenken um mögliche Überspannungen?


Wenn ich das richtig verstehe sol es nur ein Akku geben für Aufbau und Fahrzeug, dass würde ich auf keinen Fall machen und sehe für den Fall die Gefahr massiver Schäden durch Überspannung.

gordan am 11 Mai 2021 23:43:26

Hätte ich so viel Skepsis, Bedenken, Angst und diverse Szenarien im Kopf die man sich m.M.n. nur im Traum ausdenken kann, währe ich vor fast acht Jahren, lieber auf Einbau der LiFeYPO4 400Ah in meinen Womo verzichtet. Abgesehen davon, dass man alle erwähnte Szenarien, mit wenig Aufwand und technischen Verständnis, ganz ausschliessen kann und zwar ohne einen zusätzlichen Akku einbauen zu müßen. :D

Gruß Gordan

huohler am 12 Mai 2021 00:02:23

Über die Straße gehen oder gar tausende Kilometer auf Straßen abzureißen ist sicherlich gefährlicher.
Das muss hier mal ganz klar gesagt werden bevor das Gerücht von den gefährlichen LiFePo die Runde macht.
Hubert

Stocki333 am 12 Mai 2021 06:43:42

Hallo...
Du schießt aber Scharf.
Dein Szenario ist so konstruiert, das ich an deiner Stelle nie im Leben eine Lithium einbauen würde.
Du kannst Nachts nicht mehr richtig schlafen, vor lauter Sorgen um Defekte. Und bist damit eine Gefahr im Strassenverkehr. Weil übermüdet.
Und damit du eine Ahnung hast was Möglich ist.
Bei mir Werkelt eine 300 Ah Lithium. Und keine Starterbatterie. Und als Ladequelle sind nur die LM 95A. und eine Solaranlage mit 300 Watt 36 Volt vorhanden. Und ein Teildefektes EBL Ladegerät. das bringt nur 5 A. Spannungen stimmen.
LÄuft jetzt die 6 Saison und 95000 km.
Und ich bin kein Verkehrshindernis. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Und Abschaltung gabs noch keine. Ausser 2 mal zum Testen. Und 1 Mal durch einen falschen Solarregler. OVP würde ausgelöst.
Solarregler liefert 50 Ampere. BMS liefert Fehlfunktion und trennt
die Lifepo4 vom Wohnraumnetz.

Wenn du damit eine Fehlfunktion auslöst. Wegen den lausigen 50 A. Dann hast du einen Fehler im Plan.
Umgekehrt auch beim Entladen. Bei mir läuft ein 2,5 Kw WR. Und wird mit dieser Leistung jeden Tag beim Früstück mit dieser Leistung gefordert. Das sind über 200 A.
Schmunzelnd Franz

fschuen am 12 Mai 2021 08:02:01

Deine Sorge ist teilweise unbegründet. Bei einer Lichtmaschine dreht sich eine Spule in einer Spule, durch die Regelung des Stroms durch die eine (Magnetfeld) wird die Leistung geregelt. Das ist ein System, was gegenüber einer plötzlichen Änderung (Load Dump) eine gewisse Trägheit hat, die hast du bei einem elektronischen Laderegler nicht. Trotzdem können aber Überspannungen auftreten, wie beschrieben - defekte oder falsch eingestellte Laderegler, durchlegierte FETs usw. Damit ist das Szenario selten, aber möglich.

Was du ansprichst, ist einer meiner Haupt-Kritikpunkte am BMS: wenn ich die Batterie bei Überspannung wegschalte, ist sie zwar geschützt, aber der Rest der Bordelektrik ist ohne Puffer der Überspannung ausgesetzt. Ich hänge an meinem EBL aber mehr als an meiner Batterie, der Verfügbarkeit wegen. Die Hybridlösung ist zwar möglich, aber für diesen Zweck nicht wirklich sinnvoll - die Bleibatterie ist empfindlicher gegen Überspannung als die Lithium. Für beide gilt aber, dass du Reaktionszeit im Minutenbereich hast, wenn die Batterie ganz voll ist. Wenn sie nicht voll ist, spielt die Überspannung sowieso keine Rolle.

Eine Spannungsspitze von einer Lichtmaschine bei Load Dump bekommt man mit einer TVS-Diode für schmales Geld weggebügelt. Ich kenne aber keinen, der so etwas verbaut hat (ausser mir). Wenn man mit einer Schutzschaltung sichergehen will, muss man die Spannungsquelle wegschalten und nicht die Batterie.

Gruss Manfred

gordan am 12 Mai 2021 08:49:40

fschuen hat geschrieben:........ Wenn man mit einer Schutzschaltung sichergehen will, muss man die Spannungsquelle wegschalten und nicht die Batterie.

Gruss Manfred



Genau, das ist der Punkt wo die „Hase“ liegt und nicht wo anders! Es betrifft OVP wie UVP. Batterie abschalten ist Unsinn. :)

Gruß Gordan

Stocki333 am 12 Mai 2021 09:26:26

fschuen hat geschrieben: Wenn man mit einer Schutzschaltung sichergehen will, muss man die Spannungsquelle wegschalten und nicht die Batterie.

Hallo Manfed
Seit wann kommen von dir gute Vorschläge. Du bist auf dem Weg der Besserung.
Franz

Gast am 12 Mai 2021 09:38:26

gordan hat geschrieben:Genau, das ist der Punkt wo die „Hase“ liegt und nicht wo anders! Es betrifft OVP wie UVP. Batterie abschalten ist Unsinn. :)


Nun, bei UVP sehe ich das nicht als Unsinn an, wenn das BMS die weitere Energieentnahme aus den Akku-Zellen stoppt.

Bei OVP ist es bei dem von mir verwendeten BMS so, dass nur das Laden der Zellen gestoppt wird, Energie kann trotzdem weiterhin entnommen werden.

Gast am 12 Mai 2021 10:04:17

Wenn man das richtige System nimmt, z.B. mit Y LiFeYPO4 und eine vernünftige Abschaltung realisiert, dann hat man die ganz geschilderte Problematik nicht. Ich kann mit > 50A laden und locker mit 150A entladen und mein Akku lacht sich dabei schlapp und das seit fast 2 Jahren. Ich lade nur über Solar, Landstrom und LiMa brauche ich eigentlich nicht mehr.

Gruß

gordan am 12 Mai 2021 10:34:19

hmarburg hat geschrieben:.....Nun, bei UVP sehe ich das nicht als Unsinn an, wenn das BMS die weitere Energieentnahme aus den Akku-Zellen stoppt.
Bei OVP ist es bei dem von mir verwendeten BMS so, dass nur das Laden der Zellen gestoppt wird, Energie kann trotzdem weiterhin entnommen werden.


Es kommt drauf an wie man das sieht!? Beim UVP, schaltest du denn Verbraucher ab, oder Batterie ab!?
Bei mir sind Laden und Entladen getrennt voneinander und davon bin ich ausgegangen.
OVP/UVP läuft vollautomatisch ohne Manuel was umschalten, einschalten, oder reseten zu müssen. :)

Gruß Gordan

fschuen am 12 Mai 2021 10:45:22

hmarburg hat geschrieben:Nun, bei UVP sehe ich das nicht als Unsinn an, wenn das BMS die weitere Energieentnahme aus den Akku-Zellen stoppt.


Korrekt, und schadet auch nicht: wenn man die Batterie tiefentlädt, rückt sie auch keine Energie mehr raus. Man bekommt also nix geklaut, was man noch hätte nutzen können. Allerdings hat jedes (mir bekannte) Womo bereits eine Unterspannungsabschaltung drin (EBL, Wechselrichter), weil Bleibatterien sehr empfindlich gegen Tiefentladung sind. Und eine zweite UVP braucht man nicht.

Bei OVP ist es bei dem von mir verwendeten BMS so, dass nur das Laden der Zellen gestoppt wird, Energie kann trotzdem weiterhin entnommen werden.


Das ist sehr egoistisch gedacht von der Batterie. Der Rest der Bordelektrik stirbt derweil an der Panelspannung ... sinnvoll wäre in meinen Augen ein Schutz des gesamten Bordnetzes, oder ein Überspannungsalarm, oder beides.

Gruss Manfred

Gast am 12 Mai 2021 10:54:43

gordan hat geschrieben:Es kommt drauf an wie man das sieht!? Beim UVP, schaltest du denn Verbraucher ab, oder Batterie ab!?


Das BMS schaltet die Zellen ab. Somit erhalten die Verbraucher keine Energie mehr.

Gast am 12 Mai 2021 11:02:30

fschuen hat geschrieben:...Allerdings hat jedes (mir bekannte) Womo bereits eine Unterspannungsabschaltung drin (EBL, Wechselrichter)... Und eine zweite UVP braucht man nicht.


Da kennst du leider nicht alle Womos und daher ist es gut, dass das BMS die UVP-Abschaltung übernimmt.

Das ist sehr egoistisch gedacht von der Batterie. Der Rest der Bordelektrik stirbt derweil an der Panelspannung ... sinnvoll wäre in meinen Augen ein Schutz des gesamten Bordnetzes, oder ein Überspannungsalarm, oder beides.


Um das genau auseinander zu klamüsern müsste erst einmal der Begriff OVP genau definiert werden.
Ich meinte OVP in dem Zusammenhang das eine oder mehrere Zellen weg gedriftet sind.

Davon ab schrieb ich, dass an den Polen des Akku-Systems ja weiter Spannung vorhanden und Energie entnommen werden kann. Nur der Ladezweig wird durch das BMS blockiert. Warum soll also da irgendwas sterben.

gordan am 12 Mai 2021 11:49:41

hmarburg hat geschrieben:....Das BMS schaltet die Zellen ab. Somit erhalten die Verbraucher keine Energie mehr.



Das ist deine Auslegung! Und ich sehe das ein wenig anders!?
Die Verbraucher werden abgeschaltet, um die Zellen nicht tiefer zu entladen und in Gefahr bringen, was auch wichtig ist und Sinn der Sache ist. Dass die Verbraucher in dem Fall kein Strom haben, ist m.M.n. weniger wichtig. Im Prinzip das selbe und ist eigentlich nur die Frage der Interpretation. Aber, weil du unbedingt Recht haben möchtest, sollst du auch haben und ich gebe auf. :)

Gruß Gordan

AnReg am 12 Mai 2021 12:04:23

hmarburg hat geschrieben:....Das BMS schaltet die Zellen ab. Somit erhalten die Verbraucher keine Energie mehr.

Ich gehe mal davon aus, dass Holger hier von den Solarzellen spricht und nicht von den Batteriezellen.

Gast am 12 Mai 2021 12:19:48

AnReg hat geschrieben:...Ich gehe mal davon aus, dass Holger hier von den Solarzellen spricht und nicht von den Batteriezellen.


Ich spreche die ganze Zeit nur über die Akkuzellen. Solarzellen hängen nicht direkt am BMS.

AnReg am 12 Mai 2021 16:58:41

hmarburg hat geschrieben:Ich spreche die ganze Zeit nur über die Akkuzellen. Solarzellen hängen nicht direkt am BMS.

Ist mir schon klar, dass die Solarzellen nicht am BMS hängen. Nur was macht der Solarregler, wenn er unter Volllast von der Batterie getrennt wird? Dem Votronic macht es wohl nix aus, und der Victron? Deswegen mein Gedanke, die Module abzuschalten.
Einem Schaudt EBL30 und einem Schaudt Booster macht es nix aus, wenn sie unter Last von der Batterie getrennt werden, es gibt keine Spannungsspitzen. Hat mir Schaudt bestätigt.

Gruß

Andreas

andwein am 12 Mai 2021 17:11:11

cbxi hat geschrieben:.....Das in den meisten Lifepo4 Batterien verbaute BMS kann offenbar die Batterie unter bestimmten Bedingungen
wie z.B. zu niedrige oder hohe Temperaturen teils auch vielleicht nur durch falsche Parametrierung durch den Nutzer von seinen Ladequellen und Verbrauchern trennen.

In meinen Augen sind die Bedenken grundsätzlich richtig. Aber grundsätzlich ist halt nicht die gelebte Praxis.
Der eine Solarregler geht mit der Spannung auf Panelspannung wenn er ohne Batterie betrieben wird, das andere Fabrikat schaltet den Reglerausgang ab.
Der eine hat ein Netzteil als Lader, das hält die Spannung, der andere hat ein Ladegerät, da fährt der Ausgang auf ca. 19V hoch wenn er nicht batteriebelastet ist.
Bei den Ladeboostern weiß ich es nicht, da die aber mit Sense-Korrekturen arbeiten ist ein kurzfristiges Hochfahren der Spannung möglich. Und wie die verschiedenen, noch angeschlossenen Verbraucher reagieren weiß keiner!!
Wirklich beantworten kann dieses Szenario eigentlich niemand, man braucht für eine konkrete Aussage die im Verbund stehenden Geräte und deren techn. Daten.
Deshalb, wie "fschuen" geschrieben hat, die OVP verursachenden Quellen müssen abgetrennt werden und bei UVP müssen die Verbraucher verschwinden. Und wenn man dann alles zusammenzählt ist man bei einem Li/Pb Hybridsystem.
Meine Meinung, Gruß Andreas

gordan am 12 Mai 2021 17:59:49

andwein hat geschrieben:.....Der eine hat ein Netzteil als Lader, das hält die Spannung, der andere hat ein Ladegerät, da fährt der Ausgang auf ca. 19V hoch wenn er nicht batteriebelastet ist.......... Gruß Andreas



Bei OVP, trenne ich nicht die LiFeYPO4 von Ladequellen ab, sondern schalte ich jede einzelne Ladequelle aus. Nach meinem Verständnis ist das Sinn der Sache. So funktioniert das bei mir seit fast acht Jahren und zwar ohne Pb, wozu auch!?

Gruß Gordan

Gast am 12 Mai 2021 18:08:49

gordan hat geschrieben:...Bei OVP, trenne ich nicht die LiFeYPO4 von Ladequellen ab, sondern schalte ich jede einzelne Ladequelle aus...


Und wie hast du das realisiert?

basste315 am 12 Mai 2021 18:29:02

cbxi hat geschrieben:Habe allerdings Bedenken die Lifepo4 Batterie Solo zu betreiben.
Jan.

:lol: Dieser Beitrag hätte bestens in den leider gesperrten Thread "LiFePo4 Mythen" gehört :lol: --> Link

Ich bin schon neugierig, wie viele "Bedenkenträger" sich anschließen.

Als vorsichtiger Mensch bleibe ich am Ball und lese gerne interessiert mit.
Und habe schon einmal "sicherheitshalber" :lach: keinen Booster und keinen Solarregler, der bei fehlendem Akku "durchdreht". Woher soll da die "Überspannung" kommen (außer die Überspannung einer einzelnen Zelle, die zur Abschaltung führt - wie Holger schreibt) ?

Helmut

mv4 am 12 Mai 2021 19:35:57

schau an ...der erste Bedenkenträger der keinen Booster und keinen Solarregler hat...weil er Bedenken hat, hat sich schon gemeldet.

8) :lol:

:lach:

basste315 am 12 Mai 2021 19:56:53

mv4 hat geschrieben:schau an ...der erste Bedenkenträger der keinen Booster und keinen Solarregler hat...weil er Bedenken hat, hat sich schon gemeldet.

8) :lol:

:lach:


Ich habe keinen Booster, nicht weil ich "Bedenken" hätte, sondern weil ich ihn nicht brauche (kein Euro 6).
Und mein Solarregler Schaudt LRS 1214 stellt auch nichts an.

Aber Bedenken habe ich schon: :ja:
Ich fürchte ernsthaft, dass ich eine ganze Saison lang mein Ladekabel umsonst spazierenfahre :lol:

Helmut

Stocki333 am 12 Mai 2021 21:28:51

andwein hat geschrieben:Deshalb, wie "fschuen" geschrieben hat, die OVP verursachenden Quellen müssen abgetrennt werden und bei UVP müssen die Verbraucher verschwinden. Und wenn man dann alles zusammenzählt ist man bei einem Li/Pb Hybridsystem.

Hallo Andreas
Du hast die Problematik, wie es deine Art, sehr kurz und pregnant zusammengefasst. Und dafür bekommst jetzt von mir an Gutn.
Und du hast mich auf eine Idee gebracht.

--> Link

Ein Punkt fehlt aber. das weiß eigentlich nur der, der ein BMS mit App verbaut hat. Weil er ja immer drauf schaut. :mrgreen:
Er weiß die Zellenspg. und sieht das die auseinander driften. So weiß er das etwas nicht stimmt. Der User bekommt ein Gefühl für seinen Accu. So wie sie es auch mit Blei gemacht haben. Um die lange am Leben zu erhalten.
Und für Normale Mobilisten sind die China BMS mit APP ein Segen. Salopp ausgedrückt. Weil sie die wichtigsten Parameter auf einen Blick sichtbar machen.
Und Gegen einen Totalausfall einer Zelle bist du nicht gefeit. Aber auch nicht bei Blei.
Franz

MountainBiker am 12 Mai 2021 22:25:59

Hallo,

Und für Normale Mobilisten sind die China BMS mit APP ein Segen. Salopp ausgedrückt. Weil sie die wichtigsten Parameter auf einen Blick sichtbar machen.


Ich würde eher sagen ein Fluch, denn es macht mich zum Sklaven. Ein wirklich gutes BMS nimmt mir diese Arbeit ab, und sorgt dafür dass der Akku innerhalb seiner Parameter betrieben wird (ohne Eingriff und mit hoher Zuverlässigkeit)! Oder siehst Du jeden Tag den Ölstand und das Kühlwasser bei Deinem Auto nach!

Ist aber nur meine Meinung!

gordan am 12 Mai 2021 22:26:50

hmarburg hat geschrieben:...........Und wie hast du das realisiert?


Du machst wieder Witze mit mir und das noch als Elektroingenieur!? :lol:

Gruß Gordan

Stocki333 am 12 Mai 2021 22:36:18

MountainBiker hat geschrieben:Ich würde eher sagen ein Fluch, denn es macht mich zum Sklaven. Ein wirklich gutes BMS nimmt mir diese Arbeit ab, und sorgt dafür dass der Akku innerhalb seiner Parameter betrieben wird Oder siehst Du jeden Tag den Ölstand und das Kühlwasser bei Deinem Auto nach!

Ich habe mehrere Millionen Km auf meinem Buckel. Und bevor ich die Maschine gestartet habe. Immer am Display des Fzg. dein Ölstand und Wasser, Batteriespannung kontrolliert. IMMER.
Auch ein Fluch der modernen Technik. Man macht keinen Morgensport mehr. Mit dem Öffnen des Motordeckel. :cry:
Soviel zu der SKlaverei
Grinsend Franz

WomoToureu am 13 Mai 2021 08:37:48

basste315 hat geschrieben:Woher soll da die "Überspannung" kommen


Von der Lichtmaschine natürlich, wenn das BMS den einzigen vorhanden Akku wegschaltet. Dann ist die Fahrzeugelektronik in massiver Gefahr und das kann sehr teuer werden.

Gast am 13 Mai 2021 09:56:51

gordan hat geschrieben:Du machst wieder Witze mit mir und das noch als Elektroingenieur!? :lol:


Nein, ganz und gar nicht.

War nur daran interessiert.

basste315 am 13 Mai 2021 09:57:50

cbxi hat geschrieben:auch ich plane mein Wohnmobil wie viele Wohnlis zum nächsten Batteriewechsel auf Lifepo4 zu rüsten.
Habe allerdings Bedenken die LiFepo4 Batterie Solo zu betreiben.
Jan.

Ich dachte, der TE möchte die LiFePo4 Batterie "Solo" nur als Wohnraumbatterie oder alternativ im Verbund mit einem Bleiakku als Hybrid-Wohnraum-Akku, aber selbstverständlich wie üblich neben einer weiterhin vorhandenen Blei-Starterbatterie betreiben.

Wenn das BMS wegschaltet ...
basste315 hat geschrieben:Woher soll da die "Überspannung" kommen

Falls allerdings die eine LiFePo4 als Wohnraumbatterie und gleichzeitig Starterbatterie genutzt werden soll, und das BMS wegschaltet, ergeben sich neue Perspektiven, zu denen ich mich nicht äußern kann.
WomoToureu hat geschrieben:Von der Lichtmaschine natürlich, wenn das BMS den einzigen vorhanden Akku wegschaltet. Dann ist die Fahrzeugelektronik in massiver Gefahr und das kann sehr teuer werden.


Helmut

rkopka am 13 Mai 2021 09:58:27

MountainBiker hat geschrieben:Ich würde eher sagen ein Fluch, denn es macht mich zum Sklaven. Ein wirklich gutes BMS nimmt mir diese Arbeit ab, und sorgt dafür dass der Akku innerhalb seiner Parameter betrieben wird (ohne Eingriff und mit hoher Zuverlässigkeit)! Oder siehst Du jeden Tag den Ölstand und das Kühlwasser bei Deinem Auto nach!

Solche Vollautomatiken sind gut, solange alles paßt. Wenn nicht wird es u.U. schwierig selber einzugreifen oder zu reagieren. Oder frühzeitig ein Problem zu erkennen, das noch in den erlaubten Grenzen liegt. Am Ende ist irgendwann in der Nacht alles "ganz" duster und man weiß nicht warum.

Ölstand und Kühlwasser wäre schon gut nachzuschauen, auch wenn es natürlich keiner tut. Sonst bekommt man es erst mit, wenn auf der AB die Warnlampen angehen, man stehenbleiben muß und evt. schon was beschädigt ist. Nachdem ich das schon hatte, muß ich jetzt alle 14 Tage Wasser nachfüllen und hoffen, daß der Motor noch eine Weile durchhält.

RK

Gast am 13 Mai 2021 10:12:50

basste315 hat geschrieben:...Ich dachte, der TE möchte die LiFePo4 Batterie "Solo" nur als Wohnraumbatterie oder alternativ im Verbund mit einem Bleiakku als Hybrid-Wohnraum-Akku, aber selbstverständlich wie üblich neben einer weiterhin vorhandenen Blei-Starterbatterie betreiben.


Hallo Helmut,

auch ich bin davon ausgegangen, da der TE z.B. von einen Booster spricht. Da dieser ein B2B-Gerät ist ging ich von einer normalen Fahrzeug-Ausstattung aus.

gordan am 13 Mai 2021 10:36:49

hmarburg hat geschrieben:..........Nein, ganz und gar nicht.

War nur daran interessiert.


Es wundert mich dass du bei deine Fachkompetenz, nicht in der Lage bist, dir so was vorzustellen und praktisch umzusetzen. Aber es ist egal!
Was Thema betrifft, ein wichtiger Punkt ist, dass ich OVP (laden) von UVP (entladen) komplett voneinander getrennt habe.
Wenn über OVP die Rede ist wie hier der Fall ist, diverse Ladequellen werden separat überwacht und gesteuert, ähnlich wie das Solar Laderegler tut. Statt Ladebooster, habe ich eine zweite LiMa eingebaut.
Bei Lima, wird Ladung überwacht und bei Überspannung das sofort erkannt. Dann wird nur die LiMa-Ladung abgeschaltet. Das bedeutet, dass die LiMa weiter läuft, aber liefert kein Strom. Um LiMa Dioden zu schützen, habe ich Lösung gefunden und nötige Änderungen an LiMa Regler vorgenommen.
Bei anderen Quellen ist im Prinzip immer das gleiche. Bei Ladegerät z.B. wird 230V Stromversorgung des Ladegerätes unterbrochen, unabhängig ob Stromversorgung von Aussenanschluss oder on Board Stromaggregat kommt. Und so geht das immer weiter......
Damit besteht kein Bedarf weiter etwas mit Pb zu kombinieren.
Bei UVP ist das sehr ähnlich. Wenn Wechselrichter (als Großverbraucher) LiFeYPO4 z.B. in die Knie zieht oder ausschaltet, muß ich nicht sofort im dunkeln sitzen und Kompressorkühlschrank schaltet nicht aus weil kein Strom mehr da ist.
Wie ich schon hier in ersten Beitrag geschrieben habe, mit wenig Aufwand und technischen Verständnis ist das ohne weiteres möglich und machbar.

Ich verzichte gerne auf oft unnötigen Schnick-Schnack mancher billiger China Produkte die zu oft als Fehlerquelle dienen. Dafür setze grundsätzlich nur qualitativ hochwertige Produkte ein, die hohe Zuverlässigkeit haben. Denke dass sich das auf jeden Fall lohnt selbst wenn wesentlich teuerer. Beweis dafür ist meine Anlage, die seit Jahren ohne Wartung oder extra Überwachung, vollautomatisch läuft und tadellos funktioniert. Ich hoffe dass dir das bißchen hilft!? :)

Gruß Gordan

Gast am 13 Mai 2021 11:32:38

gordan hat geschrieben:...Es wundert mich dass du bei deine Fachkompetenz, nicht in der Lage bist, dir so was vorzustellen und praktisch umzusetzen. Aber es ist egal!


Trotzdem Danke für deine erklärenden Zeilen.

Stocki333 am 13 Mai 2021 11:40:01

gordan hat geschrieben:Bei Lima, wird Ladung überwacht und bei Überspannung das sofort erkannt. Dann wird nur die LiMa-Ladung abgeschaltet. Das bedeutet, dass die LiMa weiter läuft, aber liefert kein Strom. Um LiMa Dioden zu schützen, habe ich Lösung gefunden und nötige Änderungen an LiMa Regler vorgenommen.

Hallo Gordan
Hab ich das noch richtig im Kopp. Du bist ja noch aus einer Zeit, wo man Winston Anlagen mit getrennten Lade und Entladekreis gebaut hat.
Und du hast mal einen Umbau einer LM gepostet. Die man abschalten kann.
Gruß Franz

gordan am 13 Mai 2021 11:46:51

Stocki333 hat geschrieben:.....Hallo Gordan
Hab ich das noch richtig im Kopp. Du bist ja noch aus einer Zeit, wo man Winston Anlagen mit getrennten Lade und Entladekreis gebaut hat.
Und du hast mal einen Umbau einer LM gepostet. Die man abschalten kann.
Gruß Franz


Genau so ist das! :)

Gruß Gordan

andwein am 13 Mai 2021 12:34:49

Stocki333 hat geschrieben:Du hast die Problematik, wie es deine Art, sehr kurz und pregnant zusammengefasst. Und du hast mich auf eine Idee gebracht. Franz

Und diese Diskussion hat mich wiederum auf eine Idee gebracht. Bin in meinen Bastelkeller gerannt und habe es probeweise umgesetzt und hier dokumentiert: --> Link
Man sieht, es geht auch einfach für ca. 3 €. Eine interessante Möglichkeit für alle, die nicht mit Plug n`Play oder elektr. BMS arbeiten.
Noch einen schönen Vatertag beim Grübeln, Gruß Andreas

gordan am 13 Mai 2021 15:12:41

andwein hat geschrieben: Eine interessante Möglichkeit für alle, die nicht mit Plug n`Play oder elektr. BMS arbeiten.
Noch einen schönen Vatertag beim Grübeln, Gruß Andreas


Lieber Andreas,
ich müßte bißchen schmunzeln, aber bitte nehm mir nicht für Übel!?
Ich hätte einen Vorschlag wie deine Idee noch erweitert werden könnte.
Wenn die Temperatur auf 7-5 C* absinkt, öffnet das Ventil und die Warmwasser läuft aus dem Boiler raus. Die kannst du auffangen und nutzen um die Zellen wieder aufzuwärmen! Die Stromversorgung geht ununterbrochen weiter und zwar bestimmt bis Morgen Mittag, wenn die Sonne wieder scheint. Das wäre meine Idee und mein Vorschlag. Was hältst du davon!? (Ich lache wieder, Sorry!) :)

Gruß Gordan

Anzeige

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Lichtmaschine liefert zuviel Spannung für LiFePo4
Wechselrichter steigt aus an Liontron 100ah Batterie
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2026 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt