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Hallo liebe Leser, wir haben seit 3 Monaten einen neuen Weinsberg Carabus 600K und nun die erste kleine Reise hinter uns. Nach unseren Erfahrungen schrieb ich gestern folgende Email an den Hersteller Knaus/Tabbert. Bin ich da zu kleinlich? Sind diese Zustände bei neuen Camperfahrzeugen normal? Eure Meinung würde mich interessieren ... Danke schon mal für's Lesen ... Hallo Knaus/Weinsberg-Team, Hier ein paar Erfahrungen, die ich euch mitteilen möchte, weil Sie einfach den guten Gesamteindruck, den unser Fahrzeug ansonsten macht, deutlich trüben: Nach ca. 500 km Fahrt in unserem neuen Carabus 600K entdeckte ich, dass zwei von den insgesamt zwölf Schrauben, mit denen die beiden langen Holzschienen (die das obere Doppelstockbett tragen) in der Seitenwand verschraubt sind, ungefähr 1 cm aus diesen Schienen heraus ragten. "Drehe ich sie halt wieder rein", dachte ich. Die Schrauben drehten sich bei meinem Festschraubversuch jedoch einfach ins Leere. Daraufhin überprüfte ich alle 12 Schrauben. Ergebnis: Nur eine dieser Schrauben saß wirklich fest in der Seitenwand. Alle anderen Schrauben drehten bei sehr moderaten 6 Nm Anziehstärke einfach immer weiter und griffen nicht im Inneren der Seitenwand - die Löcher waren dort vermutlich einfach zu groß vorgebohrt. Im Baumarkt kaufte ich nun gleich lange aber dickere Schrauben, mit denen ich die Holzschienen fest verankern konnte ... Die gleiche Reparatur steht jetzt mit den inneren Kunststoffrahmen der hinteren Hecktürfenster an: Die Rahmen sitzen nicht fest auf der Hecktürverkleidung ... und alle Halteschrauben an allen 4 Ecken drehen ... ins Leere ... ohne großen Widerstand ... Seit Wochen bemühe ich mich, über unseren Händler einen passenden Duschvorhang für unser Fahrzeug zu bekommen. Der mitgelieferte zweiteilige Vorhang ist zu klein und lässt sich an beiden Seiten nicht schließen. Er passt vermutlich in das kleinere Bad des 5,40 m langen Carabusses und wurde unserem Fahrzeug versehentlich falsch beigelegt. Dies scheint mir Weinsberg aber nicht zu glauben und verlangte vor nunmehr 4 Wochen Fotos des zu kleinen Vorhangs, die ich auch sofort an den Händler schickte. Bis heute hat unser Händler diesbezüglich nichts von Weinsberg gehört ... ja gut, is' ja nur ein Duschvorhang ... Immer wieder laufe ich übrigens mit einer Tube Alleskleber durchs Wohnmobil und klebe die kleinen weißen und mit Holzdekor versehenen runden Kleberchen, die an allen Möbelteilen über den Schraubverbindungen angebracht wurden, wieder fest ... Die Kleberchen lösen sich nach und nach mehr oder weniger alle ab ... Gestern entdeckte ich nun einen langen Riss im weißen Kunststoffunterbau des von außen zugänglichen Toilettenkastens. Wir haben auf unserer bisher einzigen einwöchigen Pfingstferienreise den Toilettentank genau einmal entnommen und entleert ... Nun, das mit den Kleberchen und dem Duschvorhang sind Kleinigkeiten. Die falschen Schrauben (oder Bohrungen) im Bett und an den Fensterrahmen und der gerissene Toilettenkastenunterbau wiegen da schon schwerer ... Da angesichts der zur Zeit unglaublichen Nachfrage nach Reisemobilen anscheinend kaum Zeit bleibt, um eine ausreichende Qualitätskontrolle im Produktionswerk vorzunehmen (oder es womöglich den zahlreich neu eingestellten Arbeitern nicht sicher gelingt die passenden Löcher zu bohren und die Schrauben richtig zu setzen) frage ich mich gerade schon, auf welchen Defekt ich mich als nächstes gefasst machen muss? Sind die Wasserleitungen wirklich alle richtig fest angeschlossen? Sind die Stromleitungen alle gut verlegt und richtig abgesichert? Sollte ich alles noch einmal von meinem Händler überprüfen lassen? Was raten sie mir? Es ist ja schön, dass Weinsberg im hart umkämpften Kastenwagenmarkt versucht, preislich attraktive Fahrzeuge anzubieten. Anscheinend geht das jedoch gerade auf Kosten der Qualität ... Oder sehe ich da irgendwas falsch? Wie immer freue ich mich auf eine klärende Antwort ... Herzliche Grüße Sehr gut und höflich geschrieben. Da sollte relativ schnell eine klärende Antwort kommen. Das kann man nicht unbeantwortet lassen. Jedoch sind die Kleinigkeiten, wie lose Schrauben und die kleinen Kleber auch bei 100 tsd € Wohnmobilen keine Seltenheit. Der Service macht dann nur noch den Unterschied. Ich glaube, wenn man das einem Außenstehenden, der keine Erfahrung in dem Gebiet Camping hat erklärt, würde der sich an den Kopf fassen. Neue Fahrzeuge für so viel Geld und auf den ersten Touren lange Mängellisten.... :eek: Das ist übrigens auch im Bereich Yachtbau so ähnlich.... Viel Glück und vor allem Spaß mit dem neuen WOMO. Viele Grüße aus dem Münsterland Holger Ich lese hier spradisch immer mal wieder mit, da wir ja noch kein eigenes Gerät haben. Allerdings wird mir echt ganz Übel wenn ich lese ( und das nicht nur in diesem Forum!) was hier wohl zu erwarten ist. Wie gesagt wir sind keine Camper aus Passion und möchten das einfach einmal ausprobieren und haben deshalb einen Kastenwagen von Adria bestellt, der soll im August (2021) kommen. Ich bezweifle immer mehr , ob das eine gute Idee war. Diese Teile scheinen ja per se nur in halbgarem Zustand ausgeliefert zu werden - was mache ich, wenn ich nicht der Heimwerker vor dem Herrn bin? Soll ich mir dann für das erste halbe Jahr einen Mechaniker bei mir daheim fest anstellen? Ich bin mal gespannt.! Würden die Autobauer dieser Welt auch nur annähernd darartig schlechte Qualität in Einklang mit Null Interesse bei der Beseitigung dieser Mängel, anbieten, wäre der Dieselskandal dagegen wahrscheinlich nur ein laues Lüftchen im Vergleich zu dem Orkan, der dann über die Zunft herfallen würde. Ist diese Zielgruppe so einfach damit, was geliefert wird zufriedenzustellen? Ich weiß es auch nicht. Hallo, ich lese diese Beiträge immer mit großem Interesse, da ich, ich nehme es vorweg, keine ähnlichen, eigenen Erfahrungen machen musste....Glück ? Ich glaube nicht. Wir fahren nun unser 3. Reisemobil (immer Neukauf). Nummer eins war 1994 ein kleiner Dethleffs Alkoven. Die einzigen beiden gravierenden Mängel wurden nicht durch Dethleffs verursacht sondern durch den Händler und Fiat. Der Fahrradträger war, für mich im Nachhinein völlig unverständlich, unten lediglich mit Spaxschrauben in der Holzausfachung befestigt. Dort drang im Laufe der Jahre wasser ein, was der Stabilität der Lattung nicht zuträglich war, sodass man nach 6 Jahren den Träger unten einfach von der Bordwand ziehen konnte !! Unser Zweiter war ein ausgebauter Kasten von "CS Reisemobile". Vom Start weg bis ins 10. Jahr, Mängel: Keine. Doch, im ersten Urlaub in Andalusien stellte ich einen Ölfleck unter dem Motor fest, der durch einen undichten Schlauch zum Turbolader verursacht wurde. 1/2 Stunde Arbeit und gut wars. Der Dritte, ebenfalls ein ausgebauter Kasten, diesmal von "Bresler Mobile", läuft jetzt bereits im 6. Jahr, ebenfalls bisher ohne Mängel. Natürlich muss das auch bei diesen Herstellern nicht die Regel sein. Aber der Unterschied bei den beiden letzten Modellen zum Massenmarkt ist einfach der, dass kein Händler dazwischen sitzt, der sich mit dem Kunden rumschlagen muss. Jeder Mangel fällt direkt dem Ausbauer auf die Füße. Würden diese in der oben beschriebenen Häufigkeit auftreten, könnten sie zur Behebung der Mängel extra 2 Mitarbeiter einstellen. Das rechnet sich natürlich nicht, also sorgt man für gute Qualität und eine ebenso gute Endkontrolle, was eigentlich alles normal sein sollte, bei den Summen, um die es hier geht. Auch ein Großserienhersteller wie Dethleffs hat in den 90er Jahren vielleicht auch noch eine bessere Endkontrolle gehabt. Diese fällt heute aus Wettbewerbsgründen vermutlich dem Rotstift zum Opfer. Und da die Kunden aktuell den Händlern wohl fast alles aus den Händen reißen, was sie liefern können, sehen die Hersteller hier wohl auch keinen Handlungsbedarf. Das ist aber u.U. nicht sehr klug, da sich mangelnde Qualität ebenso herumspricht, wie man die Hersteller kennt, die 1A Produkte auf den Markt bringen. Das könnte, wenn sich alles mal wieder etwas normalisiert, schon zu einem Problem für den einen oder anderen werden. Gruß Roman Das ist zwar ärgerlich, aber wirkliche Mängel sind es nicht. Da gibt es leider ganz andere Sachen. Aber halt ärgerlich. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da durfte man bei einem namenhaften Hersteller aus Italien nicht hinter der schönen Kulisse schauen. Beispiele gibt es viele und das quer durch die Hersteller in unterschiedlicher Ausprägung. Das was am Ende den Unterschied ausmacht, ist der Händler und wie er mit dem Problemen und Problemchen umgeht, sprich beseitigt. Aber ein WoMo inkl. Kasten ohne irgendeinen „Mangel“ wird es kaum geben. Wir haben nun auch Weinsberg und die Mängel halten sich echt in Grenzen, wenn man überhaupt von Mängel sprechen kann. Auch halte ich es für verwegen zu sagen, dass die Qualitätskontrolle leidet oder nicht mehr so ist wie vor Corona. Sicherlich haben die Hersteller mit den knappen Ressourcen zu kämpfen, aber das man dann anfängt und nimmt bewusst Einbußen in Kauf, eher unwahrscheinlich. Gruß in die Runde Da zieht halt das, was Roman sagte. Wenn man keinen Händler hat, kann man auch nicht nachlässig vom Händler behandelt werden. Allerdings gibts auch von den Individualausbauern Horrorstories, einige davon sind hier im Forum zu erlesen. Nicht zu vergessen ist, es gibt ja auch unterschiedliche Kunden. Die einen nehmen ihr neues Mobil entgegen, freuen sich und lassen offensichtliche Mängel halt beheben, fertig. Die anderen holen ihr neues Mobil ab, fahren damit auf eine Hebebühne und überprüfen erstmal, ob auch die Aufbaurichtlinien des Basisfahrzeugherstellers korrekt eingehalten wurden... danach wird die Aufbauverkabelung auf VDE-Norm-Konformität kontrolliert und mit dem Mikroskop der Lack der Aussenhaut überprüft, ob da auch keine Pore zu groß ist. Solche Leute genererieren dann tw. Mängellisten im Bereich 2-stelliger Seitenzahlen, die auch immer einiges an ernsten Mängeln, aber auch jede Menge Pingelkram und Korinthenkackerei enthalten. Das Auftreten dieser beiden Kunden-Unterkategorien beim Händler unterscheidet sich üblicherweise auch deutlich. Ratet mal, wie die beiden unterschiedlichen Kundentypen sich beim Händler im Beliebtheitsgrad und damit auch in der Flüssigkeit der Mängelbehebung unterscheiden. Das dürfte zumindest teilweise eine Erklärung dafür sein, warum manche Leute ihre Mängel ohne Probleme abgestellt bekommen und manche eben nicht. Mal abgesehen von Händlern, die da generell keinen Bock drauf haben, solls ja auch geben. bis denn, Uwe
Hallo, ehrlich gesagt, es war eine schlechte Idee. An eurer Stelle hätte ich erstmal zum ausprobieren das ein oder andere Fahrzeug gemietet anstatt irgendwas oberhalb 50.000 Euronen zu bestellen um nach der ersten Tour festzustellen, dass es doch nichts für euch ist. Wäre mir persönlich zu riskant.
errm... natürlich sind das Mängel, was denn sonst ? Features vielleicht ?!? Es sind vielleicht keine gravierenden Mängel in dem Sinne, dass sie das Produkt vollkommen unbrauchbar machen. Aber es sind Mängel. Irgendwie beschleicht mich schon der Eindruck, dass bei manchen die Latte was Reklamationen angeht schon so hoch gesetzt ist, dass alles kurz vor dem Totalausfall doch eigentlich tolerierbar ist. Ein Freund von mir hat's mal so ausgedrückt, je mehr Nullen am Preis, je bescheidener wird bei den meisten der Anspruch. Scheint wohl echt so zu sein.
offen gestanden, der eigentliche Aufreger wäre doch, wenn die dann tatsächlich was finden :) Ich versteh' euch Leute echt nicht. Ich kaufe ein beschriebenes Produkt, lege dafür ein wenig Geld hin, und dann soll's wurscht sein, ob da nach gängigen Normen gearbeitet wurde, das Fahrzeug zulassungsfähig ist.... alles irgendwie Pille Palle ... Ist halt Industriestandard. Das kann man, glaube ich, echt nur mit Endkunden durchziehen. Woanders wären solche Läden schon lange abgewickelt. Vielen Dank für eure Rückmeldungen! Das ganze Thema lässt sich durchaus kontrovers diskutieren. Wenn bei einem so komplexen Fahrzeug wie einem Reisemobil mal ein paar Löcher zu groß gebohrt sind und ich das einfach durch größere Schrauben selbst beheben kann, habe ich damit eigentlich kein Problem. Da jedoch auch einige andere "Kleinigkeiten" fehlerhaft sind, frage ich mich schon, inwieweit der Aufbau eines solchen Fahrzeugs mit der gebotenen Ruhe und Sorgfalt vonstatten geht. Es gibt ja auch jede Menge anspruchsvolle Technik (Strom, Wasser, Gas, ...) bei der ein zu schneller und schlampiger Einbau ein Sicherheitsrisiko darstellt - oder später teure Reparaturen nach sich zieht. Aprops Sicherheitsrisiko: Der Carabus 600K wird mit seinen Doppelstockbetten (die in der oberen Etage deutlich weniger tragfähig sind als unten - außerdem nur 1,80 m lang) ausdrücklich als Mobil für Familien mit jüngeren Kindern empfohlen. Daher bin ich ganz selbstverständlich davon ausgegangen, dass auf der hinteren Sitzbank natürlich Isofix-Halterungen für Kindersitze vorhanden sind. Ein Standard, der seit dem Jahr 2013 selbst in billigen Pkw zu finden ist ... Der Carabus 600K hat serienmäßig jedoch KEINE Isofix-Halterungen. Warum an so einer weit verbreiteten (und kostengünstigen) Sicherheitsaustattung ausgerechnet bei einem 48.000 Euro teuren Familiencamper gespart wird, erschließt sich mir nicht ... außer ... es wird halt überall wo es nur geht gespart ... das passt dann wieder zu den falsch gebohrten Löchern ... und macht mir ehrlich gesagt schon ein bisschen Angst ... Übrigens geht es bei den Isofixen nicht nur um eine Sicherheitsausstattung im Falle eines ja doch sehr seltenen Unfalls: Da die hintere Sitzbank kaum konturiert ist, kippte der auf der Gangseite abgestellte hohe Kindersitz unserer größeren Tochter bei einer flott gefahrenen Kurve mitsamt Kind in Richtung Mittelgang. Unglaublich aber wahr ... GERADE BEI SO EINER OFFEN GESTALTETEN SITZBANK WÄREN ISOFIXE BESONDERS WICHTIG. Aber halt! Die hintere Sitzbank ist doch vorwiegend der Ort, auf dem das ältere Ehepaar vom Womo gegenüber am Abend zum Weintrinken und Kartenspielen Platz nimmt ... Wozu also Isofixe installieren? ... Da ist die elektrisch ausfahrbare Trittstufe doch viel wichtiger ... Wie? Im Fahrzeug sind vier Betten drin? Na ja, der Hund braucht ja auch Platz zum Schlafen. In so einen engen Kastenwagen wird sich doch keine vierköpfige Familie freiwillig reinquetschen ... Oder hat jemand von euch noch eine Idee, warum an den Isofixen gespart wird? Ahh, richtig - als Sonderausstattung gibt es diese schöne teure Sitzbank mit Einzelsitzen - und Isofixen! Man kann doch alles kaufen ... was hat dieser aufgeregte junge Mann denn ...
zu deinen Isofixen kann ich echt nix sagen. Wenn die nicht im Auftrag enthalten waren, sind sie halt auch nicht verbaut. Das liegt ja dann doch auch eher bei dir, dass du dich darum kümmerst was du kaufst. Eine andere Baustelle sind eben die Dinge, die du geordert hast, und die fehlerhaft sind. Von allem mal abgesehen, würde es deine Texte wirklich leserlicher machen, wenn du ab und an mal einen Absatz einfügen würdest. Kostet ja nix :)
Aus demselben Grund warum Weinsberg drehbare Fahrer- und Beifahrersitze (eine in Kastenwagen absolut essentielle Ausstattung, ohne drehbare Sitze ist die 'Sitzgruppe' keine mehr) nur gegen Aufpreis anbietet: Preis(listen)kosmetik. So können Händler die Produkte mit "ab 39.900 Euro" bewerben, was sich auf dem Papier erstmal sehr gut macht. Dass hinterher natürlich kein Mobil ohne das 'Fiat-Paket' in dem die drehbaren Sitze und der Beifahrerairbag enthalten sind bestellt wird und ein halbwegs vernünftig konfiguriertes Modell dann am Ende die gleichen 45000 kostet wie bei der Konkurrenz steht auf einem anderen Blatt - aber man hat den potentiellen Kunden erstmal mit einem auf den ersten Blick niedrigeren Preis gelockt. Als Anfänger der an einen faulen Händler gerät oder meint er könne so ein Mobil doch beratungslos einfach online bestellen wie alles andere auch kann man da richtig reinfallen.
Überall, wo viel Handarbeit geschieht, passieren Fehler. Sämtliche Womo-Bauer sind mit ihren Prozessen, was Qualität angeht, noch Lichtjahre hinter den üblichen Kfz-Herstellern, und selbst da passiert noch genug, trotz Null-Fehler-Strategien und Six Sigma und wasweissich. Man kann sich jetzt entrüsten und jammern, aber so ist es nun mal. Ohne vernünftigen Händler, der die Schäden pragmatisch behebt, ist man deswegen ziemlich aufgeschmissen.
Der Endkunde ist qualitätstechnisch nirgendwo in der Kfz-Branche ein Thema. Sonst dürfte ich ja auch jeden Händler, bei dem ich ein Fahrzeug kaufen möchte, nach VDA 6.3 auditieren und für jeden Fehler am gekauften Produkt einen 8D-Bericht mit kurz- und langfristigen Abhilfemaßnahmen inklusive Wirksamkeitsprüfung fordern. Der Rechtsweg steht ja jedem frei, oder halt kein Womo kaufen…. bis denn, Uwe
schon klar... aber versuch' mal so eine nachträgliche Argumentation im B2B, und schau zu was der Markt und/oder die Anwälte des Auftraggebers dann mit deinem - bald ehemaligen - Unternehmen veranstalten ;) Es stimmt natürlich, dass der Endkunde an sich nicht vorkommt im Design von Prozessoptimierungen zur Herstellung von Produkten. Muss er aber auch gar nicht, dafür haben wir eine recht umfangreiche Gesetzgebung zum Verbraucherschutz. Die nützt blos nichts, wenn sie vom Verbraucher überwiegend nicht wahrgenommen wird, weil ... siehe dein Zitat. Können wir jetzt von den theoretischen Diskussionen mal wieder in die tieferen Abgründe der realen Qualität des oben genannten Modells kommen? Das ist fein. Also das mit dem “Ist halt Handarbeit und da können Fehler passieren“ kann ich so nicht pauschal gelten lassen. Das ist ja nicht so, als könnte man da groß was individuell aussuchen, oder dass es eine Einzelfertigung ist. Die Dinger werden zu hunderten zusammengeschustert und das fast immer gleich. Wenn ich die Schrauben sehe ,mit denen unsere Küchenschublade befestigt ist, wundert es mich nicht das die SChublade bei unter 3000 Km rausgefallen ist. Schlaglöcher und Kurven gibt es in der Knaus Tabbert Welt wohl nicht. Ich würde mit dieser Schraube nicht mal ein Kalender an einer Wand befestigen. Wir haben vor 2 Jahren eine neue Küche in unser Haus einbauen lassen. Die wurde Individuell geplant und in Handarbeit eingebaut, und das noch mit schiefen Böden und Wänden. Und was soll ich sagen, die ist Mängelfrei. Mein WoMo Händler meinte auch das die ganzen Probleme an unserem Fahrzeug keine Mängel sind. Der Richter sieht das zum Glück anders. Wenn ich das im Schriftsatz des Knaus Anwalts richtig deute, ist Knaus von seinem Produkt wohl auch nicht wirklich überzeugt, und berechnet die Gesamtnutzungsdauer mit 10 Jahren. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das Ding wohl nach 10 Jahren Wertlos und damit ein Fall für die Presse.
Dann schau dir mal den Automatisierungsgrad in der europäischen Womo-Fertigung an. Wenn da irgendein ungelernter Hilfsarbeiter die Schrauben frei nach Schnauze reinknallt, sind die halt weder konstant optimal platziert noch mit korrektem Drehmoment angezogen, nur mal so als Beispiel. Ein anderer Punkt ist natürlich der Kostendruck durch Gewinnerwartungen und Preiskonkurrenz am Markt. Da wird viel Geld in hübsches Innendesign mit Ambientebeleuchtung und Hochglanzfronten gesteckt, und dahinter regiert der Rotstift, damit man das noch für X9.999 Euro verticken kann. ‚Solide‘ gibts von den Serienherstellern einfach nicht mehr. Kann man akzeptieren, wenn man für einen überschaubaren Preis ein Womo will, oder eben die Anwälte reich machen und sich ein Magengeschwür holen. bis denn, Uwe Kurzer Nachtrag: Auch 5 Wochen nach meiner oben abgedruckten Email an Weinsberg habe ich keinerlei Antwort bekommen ... Aber was sollen die auch schreiben? Sich entschuldigen und sagen, dass es ihnen leid tut? Damit wäre ich zwar etwas getröstet und würde mich beachtet fühlen, aber das wäre ja dem Ansehen der Firma Weinsberg nicht gerade zuträglich ... Oder soll sich Weinsberg gegen mein Schreiben wehren und behaupten, dass alles ja halb so wild ist und unter den gegenwärtigen Produktionsbedingungen völlig normal? Auch damit sähe Weinsberg nicht wirklich gut aus ... Also, am besten schweigt man zu solch nervigen Beschwerdeschreiben. Da macht man nix falsch. Aber man macht es eben auch nicht richtig! Und es ist halt einfach nicht ehrlich. Irgendwie feige. Und schade. Aber so ist es vermutlich am unverfänglichsten ... aus deren Sicht die beste und einfachste Lösung ... Also, Weinsberg-Team, ich verstehe euch ... Aber ein kleines Zeichen, dass ihr mich auch etwas versteht hätte mir schon gut getan, echt jetzt! In der Womo-Branche hat im Moment keiner Zeit, sich mit Beschwerden zu beschäftigen, die sind alle vollends damit beschäftigt, die Scheinchen zu zählen, die ihnen die Kunden trotz der Qualitätsmängel rüberschieben. Mal böse gesagt. Wenn die Blase irgendwann platzt, wird der Kunde auch wieder beachtet, aber das kann noch dauern.... bis denn, Uwe
Ich glaube, dass Deine Interpretation der von einem Juristen ganannten "Gesamtnutzungsdauer" etwas zu radikal ins Praxis-Deutsche übersetzt wurde. Ein Automatikgetriebe eines deutschen Autoherstellers hat eine Gesamtnutzungsdauer von 160.000 km. Das erklärt, warum z. B. das Automatikgetriebeöl nur einmal, nach 80.000 km gewechselt werden muss. Weil es nicht viel länger als 160.000 km halten muss. Der Endkunde sieht das naturgemäß etwas anders. Bei guter Wartung (das ist wichtig) kann so ein Getriebe auch locker 400.000 km halten. Wie ist die Qualität beim Weinsberg Carabus inzwischen. War es vielleicht nur eine Schwäche im Corona-Hype oder wie seid Ihr mit der Qualität Eures Carabusses zufrieden? Danke und Grüße Dieter
Fertigungsmängel beim Ausbau von Kastenwagen findet man nicht nur bei Weinsberg. Preislich sind die Fahrzeuge unterhalb von Knauswohnmobilen angesiedelt. Beim Ausbau von Kästen sind mehr handwerkliche Leistungen zu erbringen, als es der Herstellung von Teilintegierten erfordert. Nur schwerlich würden sich aber Käuferfür Vans finden, würden diese die deutlich größeren und häufig komfortableren Teilintegrieten der gleichen Marke preislich toppen. Deshalb sind geringere Gewinnnargen bei Wohnkästen zu erwarten. Dass Hersteller versuchen dieses produktionsbedingte Manko zu kompensieren, ist durchaus vorstellbar. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Rationaliserungen aufgrund des Kostendrucks können zu Lasten der Qualität oder der Arbeitnehmer gehen. Bei unserem Yosemite waren u.a. die Oberschrankschamiere nur mit je 2 Schrauben befestigt, obwohl 4 vorgesehen sind. Die Pantryarmatur, ein Billigprodukt von Reich, mußte schon dreimal ausgetaucht werden. Suboptimal ist auch die fragile Insektentüre. Perfektion bei langlebigen technischen Gebrauchsgegenständen ist vielleicht nicht mehr die Regel. Enttäuschungen sind da vorprogammiert. Ja, da sollte man sich nicht zu viel Illusionen machen. Ich würde mich aber tierisch ärgern, wenn ich den Neupreis eines Kastenwagens hinlegen würde und dann: - das extrem billig wirkende Kunststofflenkrad eines Ducato anfassen und anschauen muss - die billigen Schrankgriffe des Gran Cali bedienen (und wenn einer endlich bricht) 30 € für einen Neuen bezahlen muss - der Dinetten-Tisch so deutlich mir der gesamten Wand wackelt wie beim Etrusco - mir der Faden der 500 € teuren Moskitotür (wie sie häufig verbaut ist) reißt Letztere bestelle ich wahrscheinlich beim Carabus erst gar nicht mit und klebe dann ein Moskitonetz mit Reißverschluss in die Schiebetür. Es gibt aber dann doch auch sehr viele Teile, bei denen die Wertschöpfung noch etwas übrig gelassen hat und bei den man schon darauf vertrauen kann, dass sie ein Autoleben lang halten. Manches muss man dann (alte Camping-Sitte) dann selbst richten oder verbessern. Die Frage ist nur, welcher Kastenwagen da der beste Kompromiss ist. Und da habe ich den Carabus im Blick. Nur angeschaut hatte ich noch nicht. Mit einem Weinsberg-Alkoven bin ich weitgehend auch gut gefahren (nur 1 nennenswerter Defekt in einem 3-Wochen-Urlaub). Das war aber schon 10 Jahre her. Wir fahren einen Carabus 636 von 2013 mit aktuell ca. 100tkm Laufleistung. Auch wir hatten schon einmal überlegt, ob es ein neuer Kastenwagen sein soll. Nach umhören im Bekanntenkreis und smalltalks auf Stellplätzen haben wir davon Abstand genommen. Qalitative Ausführung ist bei fast allen Herstellern eher bescheiden. Ein Kumpel von mir hat sich einen neuen Kastenwagen für ca. 85k gekauft. Da er handwerklich begabt ist, hat er die Mängel alle selber repariert. Das können Aussenstehende nicht glauben, was da für ein Pfusch verkauft wird. Also John ich denke, das das leider eher normal ist, was Du erlebst. VG Jürgen Je öfter ich hier solche Beiträge und Schilderungen lese, desto mehr bin ich davon überzeugt, ein absoluter Glückspilz zu sein. An unserem 2017 bestellten und 2018 gelieferten Pössl Roadcruiser (auch ein KaWa) waren bisher nur vergleichsweise winzige Kleinigkeiten am Wohn-Aufbau zu vermelden: - direkt in der 3. Nacht versagte der Druckregler an der Gasflasche seinen Dienst --> neuer besorgt, Thema erledigt, Ende. - Wasserhahn in der Küche, insgesamt 3mal kaputt gegangen, davon wohl 1x Frostschaden durch meine Nachlässigkeit. - Fliegengitter / Rollos an den hinteren Fenstern mussten mal nachgestellt werden. Dachte das wäre kaputt und hab das den Händler machen lassen, nächstes Mal mache ich das selbst, ist ja nur ein Dreh an der Schraube. - an der Lamellen-Duschtür ging ein Kunststoffteil verloren, so dass der Magnetstreifen an der Schließe (wo die beiden Teile der Tür zusammen stoßen) nicht mehr in der Schiene bleiben wollte. Unterwegs selbst behoben. Ansonsten: Am Aufbau nichts. Da ich wegen anderer Bastelarbeiten auch gelegentlich mal hinter die Kulissen gucke, wäre mir auch aufgefallen, wenn es bei der Verlegung von Leitungen usw. Auffälligkeiten gegeben hätte. Am Basisfahrzeug wurden wir nach 3 Jahren von dem bekannten Adblue-Problem überrascht. Ansonsten auch da keine echten Mängel. Die Bauweise des Basisfahrzeugs ist, nunja, rustikal und nichts für Spaltmaß-Fetischisten, aber objektiv nicht mangelhaft. Für unsere 44.000 Euro haben wir also anscheinen den einen guten Wagen bekommen :-) Es ist aber ein schwieriges Thema. Nach 30 Jahren im Umfeld "Qualität und Managementsysteme" in der Automobil-Industrie kann ich die Meinung einiger hier bestätigen, dass das im Camper-Bereich Gebotene den Anforderungen in der PKW-Branche nicht mal ansatzweise nahe kommt. Nicht wenige hatten ja nun belegbar deutlich weniger Glück als wir und haben meistens sicher mehr bezahlt als wir. Woran liegt es also? Vorweg gesagt, denke ich weniger, dass es schlechtem Personal liegt oder an "Tempo, Tempo" bei der Arbeit. Auch nicht an den eher beschaulichen Stückzahlen. Ich denke, dass ein Weinsberg oder Pössl nicht großartig weniger Fahrzeuge raushaut als ein Ferrari, und auch Nischenhersteller á la Wiesmann oder Koenigsegg kriegen / kriegten es ja hin. Nein, das große Problem ist die Kombination aus Marktpreis und Stückzahl. Die von uns anno 2018 bezahlten 44000 Euro waren WENIGER als der Brutto-Listenpreis im Citroen-Konfigurator für das nackte Basisfahrzeug mit identischen Ausstattungsoptionen. Es müssen aber nicht nur Citroen (besser: Sevel) und der Händler was daran verdienen, sondern auch Pössl als Markengeber und Dethleffs als Sub-Unternehmer, die den Ausbau in Pössls AUftrag vorgenommen haben. Und die Transporteure, die den Kastenwagen eben 2x transportieren müssen. Könnte man da von so einem Fahrzeug 100.000 Stück im Jahr absetzen, dann könnte man da auch günstig genug einkaufen, um die Fertigung einerseits mehr zu automatisieren, d.h. der Invest in Betriebsmittel wäre gerechtfertigt, und man könnte andererseits auch Teile und Baugruppen konstruieren und fertigen, die weniger manuelle Montage und "Manufaktur" erfordern. Bei den real absetzbaren Stückzahlen geht das aber nicht; also kauft man wie alle anderen Standard-Möbelverbinder, Standard-Scharniere, sägt und bohrt alles halbwegs passend und klöppelt das zusammen. Gewiss nicht in der Absicht, Murks zu liefern, aber Raum für ewig haltbare Komponenten und mehr als Industrie-Zeugs gibt es hier halt nicht. Der Zielkonflikt besteht darin, dass man als Hersteller eben trotzdem eine Ware liefern muss, die für den vorhersehbaren und beabsichtigten Gebrauch geeignet und sicher sein muss. Der Gesetzgeber hat ja nicht gesagt "bei billigen Produkten kommt es nicht so genau drauf an". Sicher sind die Grenzen fließend, ab wann eine Auffälligkeit ein Mangel wird und wann aus einem Mangel eine Unzumutbarkeit wird, aber mängelfrei muss eben auch der billigste als Neuwagen verkaufte Kastenwagen mit Spar-Ausstattung á la RoadCar sein. Wenn man das als Hersteller dann eben für 39.999 Euro LP nicht mehr sicherstellen kann, muss man das Produkt verbessern und das Auto dann wohl höher bepreisen. Etwas Mut zum Selbermachen beim Richten von Kleinigkeiten sollten wir als Kunden aber trotzdem haben. Und den Händlern sei ans Herz gelegt, sich so aufzustellen, dass für die Nachsorge Platz und Personal vorhanden sind. Und schließt verdammt nochmal ordentliche Verträge mit den Herstellern, so dass Garantie-Arbeiten für euch kein Minus-Geschäft sind.
"Alter Schwede“! (Schnack) So viel Fortune muss man erst mal haben. Außerdem nicht betroffen vom Dieselskandal Offenkundig hat "ollimk" den Dreh schon raus. Ich denke, die Ursache ist eine Mischung aus verschiedenem. Eine Schublade, die sich unter Beladung durchbiegt und dann in der Kurve rausfliegt, weil die Schlösser nicht mehr greifen, ist ganz klar ein Fehldesign und kaputtgespart. Überdrehte oder fehlende Schrauben z. B. sind aber ganz klar dem schlampigen Bandarbeiter zuzuschreiben. Und das kann man als Hersteller nur abstellen, wenn man nix mehr falsch machen kann, selbst wenn man will (Poka Yoke oder unnett übersetzt - idiotensicher). Kostet natürlich ordentlich Geld, eine Produktionslinie so auszulegen, und das lohnt sich bei den Stückzahlen in der Branche nicht. Man hat ja immer noch den Händler als Zwischenebene, auf den man die ganzen Kleinreparaturen abschieben kann. bis denn, Uwe Hallo, das mit den durchdrehenden Schrauben an den hinteren, inneren Fensterrahmen habe ich auch im Hymer Free. Wie hast du das gelöst? VG |
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