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Wasserschaden Hymer Camp 55 von 1994 Hilfeeeeee


Franz1994 am 22 Jul 2021 10:16:53

Hallo liebe Forumsmitglieder,
ich habe jetzt schon einiges Durchforstet aber ich befürchte ich benötige einen eigenen Thread und eure Erfahrung!
Ich lebe seit zwei Jahren in meinem Hymer Camp 55, Bj 1994 und habe vor einer Woche einen üblen Wasserschaden festgestellt und möchte um eure Einschätzung bitten, ob er noch zu retten ist.
Ich füge ein paar Bilder ein und hoffe ihr könnt es einigermaßen beurteilen.
Das Wasser ging vermutlich durch beide Umrissleuchten vom Alkoven runter in die Seitenwände, bis zum Boden. Auf der linken Seite bis zum Fenster und zur Klappe (Die ist weich, der Boden darunter auch). Auf der rechten Seite ist es nicht bis zum Fenster gekommen, sondern in die Gasklappe gelaufen. Wie stark der Boden betroffen ist, kann ich aktuell noch nicht sagen. Aber bis zur Mitte ist es vermutlich gelaufen(verrostete Schrauben in der Mittelbank, Leiste usw.).
Ist das Franz Todesurteil?

Meine Fragen:
1. Ich müsste jetzt nochmal mindestens 1500€ investieren, um ihn durch den TüV zu bekommen, aber lohnt das überhaupt?
2. Was kann ich tun, damit das Womo besser abtrocknet? Hilft es, wenn ich einen Bautrockner ins Womo stelle?
3. Würde ich überhaupt noch Geld für den Wagen bekommen, wenn ich ihn jetzt verkaufe? Wäre es dann mit, oder ohne TÜV sinnvoller?
4. Wie könnte ich ihn reparieren? Am besten ohne dabei tragende Teile aus dem Womo zu entfernen?

Hoffentlich mag hier jemand eine Einschätzung geben. Ich bin absolut Laie und würde mit dem Womo auch mein zu Hause verlieren. Aber im nassen wohnen und warten bis es wegschimmelt (einige kleine Flecken gibt es schon), ist auch keine Option. Ansonsten ist der Wagen Top, hat erst 180.000 runter und wäre zum Schlachten wirklich viel zu schade!

Hier folgen die Bilder:

Alkoven rechte Seite:

Alkoven linke Seite:

Wand links:

Wand rechts:

Gaskasten betroffen:

Vom Boden habe ich noch keine Bilder, weil ich mich nicht traue es weiter aufzureissen und erstmal lesen wollte, was Fachmenschen dazu sagen...

Danke und liebe Grüße an euch :)

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reddi am 22 Jul 2021 14:16:01

Franz1994 hat geschrieben:Ist das Franz Todesurteil?




Ja


Franz1994 hat geschrieben:

Meine Fragen:
1. Ich müsste jetzt nochmal mindestens 1500€ investieren, um ihn durch den TüV zu bekommen,
2. Was kann ich tun, damit das Womo besser abtrocknet?
3. Würde ich überhaupt noch Geld für den Wagen bekommen, wenn ich ihn jetzt verkaufe?
4. Wie könnte ich ihn reparieren? Am besten ohne dabei tragende Teile aus dem Womo zu entfernen?



zu 1: dann liegt wahrscheinlich noch mehr im Argen als nur Feuchtigkeit

zu 2: Nach Spanien fahren und das Auto mit offenen Türen austrocknen lassen

zu 3: Weiss ich nicht, musst Du probieren, es steht jeden Tag ein Dummer auf

zu 4: so wie das aussieht komplett entkernen, den Muff bekommst Du sonst nicht mehr raus.

Schade, aber so seh ich das.
Helmut

chrisc4 am 22 Jul 2021 14:40:09

Bei einem so alten Wohnmobil sind die Dichtmassen nicht mehr intakt und können ihre Funktion nicht mehr erfüllen!
Hast du dir schon mal die Fugen und die Dichtmassen auf dem Dach und sonst überall genau angesehen?
Wenn da vieles gerissen ist, dann hast du schon einen Teil der Fehler gefunden. Wie sieht es um die Dachhauben und Fenster aus? Wie sieht es unter den Fenstern aus? Eventuell müssen alle ausgebaut und mit neuer Dichtmassen eingebaut werden. Sonst müssen auch alle Dichtmassen entfernt und neu eingebracht werden.
Dann müssen bereits verfaulte Teile erneuert werden.
Natürlich muss alles trocken sein, am besten du besorgst die ein Feuchtigkeitsmessgerät.
Da ist Eigeninitiative gefragt, wenn du das in eine Fachwerstatt machen lässt, übersteigen die Kosten den Zeitwert um einiges!

Gruß
Hans

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Ginnes am 22 Jul 2021 14:44:01

Na ja, es gibt Leute, die reparieren einfach alles.
Das ist einen Riesenarbeit und braucht sehr viel Zeit und Willen.
Aufgrund Deiner Frage denke ich, daß Du (wie ich) nicht zu dieser Gruppe zählst.

Daher weg mit dem Ding, verkaufen wenn Du noch einen Käufer findest.
Tut weh, ich weiß...

alexg am 22 Jul 2021 15:34:04

Hallo,
der Vorteil, den ich in diesem Fall sehe, ist, dass die Wände nicht durchnässt sein dürften, da der Hymer aus PU-Schaum besteht. Im Gegensatz zum Styropor, der in den meisten anderen Fahrzeugen dieser Jahre zum Einsatz kam und sich mit Wasser vollsaugt,nimmt PU kein Wasser auf.
Insoweit reicht es, die innere Holzschicht abzukratzen und neu mit Holz zu verkleiden.
Anders sieht es beim Boden aus, der leider aus Styropor bestehen dürfte.
Ich hatte vor 19 Jahren einen Hymer Camp 55 Bj. 1988 mit leichten Wasserschaden im Dachbereich. Das Womo hatte damals erst 65t km runter.
Wenn du eine Sanierung angehst, gibt es hier im Forum viele gute Fachleute, die dich beraten werden.

DoReNo am 22 Jul 2021 16:03:52

Klar kann man das reparieren. Donaldmobil hier im Forum hat ein ganzes Mobil neu aufgebaut.
Nachdem Sie jedoch darin wohnen (müssen) ist dies wohl kaum möglich. Die Materialkosten sind zwar überschaubar aber der Zeitaufwand enorm.
Zuerst müssten jegliche Eintrittstellen von Feuchtigkeit und Wasser gefunden und beseitigt werden. Dann von innen alles Morsche entfernt und ersetzt werden. Stück für Stück. Das bedeutet, dass Sie Wände usw praktisch teilweise neu aufbauen müssen. Hierzu brauchen Sie einen trockenen Unterstand.
Wenn Sie handwerklich minderbegabt sind und keine Helfer haben....vergessen Sie das Alles.

Irgendwie erschließt es sich mir auch nicht wie man zwei Jahre Tag und Nacht in einem WoMo leben kann ohne hin und wieder Fenster Dachnähte, Kabeldurchlässe usw auf Dichtigkeitsschäden untersucht. Noch dazu bei einem so alten Fahrzeug.

ralle1967 am 22 Jul 2021 16:12:57

Reparabel ist es, wenn man nicht zwei linke Hände hat und mit Holz umgehen kann. Hier im Forum gibt es einige Threads, die genau zu dem Thema aufgelegt wurden. Einer davon ist über die nahezu Komplettsanierung eines Fend Alkoven. Wichtig ist wirklich, die Dichtungen und Massen zu ersetzen und sauber zu arbeiten. Nur bei Eigenleistung ist es vielleicht wirtschaftlich vertretbar. Aber ich habe gelesen, daß Du in dem Hymer lebst, also wohl keine Chance hast, diesen zu entkernen und neu aufzubauen, oder?

Also, wenn Du es Dir zutraust, ist die Sanierung möglich. Die Frage ist, was die 1500,- Euro für den TÜV beinhaltet.

Einen Verkauf kannst Du so nur in dem gezeigten Zustand durchführen, da kann man nichts mehr verschleiern, da bei einer Suche im Internet auch dieses Forum auftauchen wird, wenn jemand nach "Hymer Camp 55 Wasserschaden" sucht. Damit wird sich der erzielbare Verkaufspreis in Grenzen halten.


Das Hymer die PU-Al Bauweise nutzt ist korrekt, aber meines Wissens nicht schon seit 1994 und nicht unter Hammerschlagblech. Diese Bauweise wurde erst mit den Glattblechmodellen eingeführt.


Grüße,

Ralf

goorooj am 22 Jul 2021 16:44:42

Das geht schon, kann man machen.

Die Frage ist, ob das Holzgerüst betroffen ist.

Vorposter haben ja schon gesagt dass der PU-Schaum nicht durchfeuchtet. Aber so ein Womo hat meistens ein Holzgerüst, wenn es nicht Alu ist... keine ahnung wie das bei deinem ist.

Ich habe mal einem Concorde BJ 89 das komplette hinterteil und den Boden weggemacht und neu aufgebaut. Schweinearbeit, aber ist zu machen.

Das Womo ist ja wie ein fachwerk aufgebaut... ein Holzrahmen, dazwischen die PU-Dämmung, aussen Alublech und innen holz. Solange der Holzrahmen noch gut ist, geht das immer das neu aufzubauen.
Gaskastenklappe kannst du im Prinzip auch neu machen, mit den teilen von der alten die noch gut sind.

Das kannst du dann im Prinzip alles machen, ist halt viel arbeit.
Ich befürchte es bleibt dir nichts anderes übrig als das vergammelte Holz runterzureissen, und nachzuschauen wie es drunter aussieht. wenn bei den wänden dann drunter nix fehlt, hast du glück gehabt. Boden könnte kitzlig werden....
Und wenn es für dich nicht machbar ist, das Womo dann so zum verkauf reinzustellen, für jemanden der das machen kann.

ein altes Womo von mir, in das mir ein spanischer rentner ins heck gekracht ist, hat auch jemand gekauft der das selber reparieren konnte. ich hatte da keine lust mehr dazu. dafür wars halt billig.
Es gibt immer mal wieder leute die zwar kein geld aber platz, werkzeug und zeit haben, die bauen sich dann sowas auf.

alexg am 22 Jul 2021 17:05:32

ralle1967 hat geschrieben:
Das Hymer die PU-Al Bauweise nutzt ist korrekt, aber meines Wissens nicht schon seit 1994 und nicht unter Hammerschlagblech. Diese Bauweise wurde erst mit den Glattblechmodellen eingeführt.


In meinem 88er war PU verbaut. Und vorne in der Alkovenspitze befand sich ein Metall-(Alu?)-Rahmen.
Ich bin mal mit dem Alkoven gegen ein Vordach gefahren. Wo bei anderen das Holz gesplittert wäre, brauchte ich hier nur auszubeulen und neu abzudichten.

turbokurtla am 22 Jul 2021 18:55:09

Dieser Hymer hat überall PU Schaum drin. Metallrahmen kann ich nur bei Wowas bestätigen. Allerdings ist hier im Boden Holz verbaut, das weiß ich sicher, auch wenn Hymer mit PUAL Bauweise geworben hat.
Gruß Kurt

Franz1994 am 22 Jul 2021 18:58:05

Hallo liebe Foris und danke für eure Antworten und Erfahrungen!

Ich konnte mir dadurch einen kleinen Überblick über das Drama verschaffen.
Er steht mit denselben Bildern und völlig unverschönt bei Ebaykleinanzeigen drin, verschleiern ist nicht meine Absicht. Es gibt zu meiner Verwunderung auch viele die sich darauf Spezialisiert haben und ihn auch noch nicht in die ewigen Jagdgründe fahren lassen würden. Ich habe ihn von mega ehrlichen Leuten gekauft und genauso wird das weitergehen. Das mir die Umrissleuchten nie aufgefallen sind, darf man auf jeden Fall kritisieren.
Die Mängelliste vom TÜV zeigt normale Verschleißteile. Bremsscheiben, Spurstangenkopf, Feststellbremse ungleichmäßig usw. Aber keine gravierenden Sachen, die rechtfertigen würden ihn aufzugeben. Ich kann sie einstellen, falls es euch interessiert.

ABER.... ich hab auch wirklich mein Herz an das Womo verloren und möchte noch abwägen, ob ich das nicht selber hinbekommen könnte.
Deshalb hier meine neuen Fragen:

1. Wie würdet ihr den Zeitaufwand einschätzen? Wie lang habt ihr fürs Abdichten gebraucht? Wie lang würde eine entkernung dauern? Und alle Fenster und Dachluken neu zu Verdichten? Ist das schaffbar bis zum Winter?

2. Was für Werkzeug ist unumgänglich?

2. Muss ich die Schränke abbauen und wenn ja, wie? Es sind doch tragende Teil und ich las irgendwo, man kommt nur dran, wenn die Außenhaut ab ist?

3.Ihr schreibt solang der Holzrahmen noch gut ist, kann es klappen. Wo verläuft der Rahmen denn genau?

4. Ich denke, dass der Boden auch betroffen ist. Zumindest auf der einen Seite, innen bei der Außenklappe, ist der Boden weich. Was bedeutet Kitzlich für dich gorooj? Macht es das noch schwerer?

Sorry für die ganzen Anfängerfragen und danke, dass ihr euch damit rumschlagt :) Liebe Grüße!

reddi am 22 Jul 2021 20:23:29

Hey,

Deine TÜV Mängelliste ist tatsächlich nichts Aufwendiges zu beheben, das rechtfertigt auf jeden Fall die Reparatur.

Ich habe mal an einem Wohnwagen etwa 1/3 Teilboden renoviert, die Möbel waren von innen auszubauen, am spannendsten war den Wohnwagen so abzustützen, das er sich nicht verzogen und verwunden hat ohne Boden (etwa 3 m2), der gibt dem Ganzen die Stabilität. Dazu brauchst Du entsprechende Stützen, vorzugsweise in der Höhe justierbare. Geht auch mit 2 Wagenhebern und Klötze drunterlegen, ist aber nicht so genau.
Den Boden ansich hab ich dann erstmal ausserhalb des Wohnwagens nachgebaut, erste Bedingung , Du brauchst eine Halle oder zumindest einen sicheren Platz, an dem Du Dein Werkzeug ablegen und am nächsten Tag auch wiederfindest. Die Theorie, renovieren und gleichzeitig drin wohnen funktioniert in den wenigsten Fällen (ich habe 3 Jahre einen Bauernhof renoviert und gleichzeitig drin gelebt).
Zum bauen des Bodens hab ich gebraucht : Kreissäge mit Führungsschiene, Tischkreissäge, jede Menge Schraubzwingen, Leim, Zollstock (ich weiss, Gliedermaßstab), Winkelmesser, ebene Fläche um den Boden dadrauf zu bauen, Leim, Hammer.
Zum Raustrennen des alten Bodens Stichsäge, Flex, Säbelsäge.
Hilfreich sind bei einigen Arbeitsschritten mindestens 2 helfende Hände.

Schränke ausbauen geht ,sofern man alle versteckten Schrauben findet und drehen kann. Hilfreich hierbei ein Akkuschrauber und entsprechende Bits.
Die Wände kannst Du Stück für Stück freilegen und sanieren, dabei auf jeden Fall darauf achten, das sich der Aufbau nicht bewegt.
Ich weiss nicht, ob da jetzt Styropor als Dämmung drin ist, mach einmal mach 10 cm 2 Wand auf und sieh nach. Für solche Arbeiten benutze ich gern ein Multitool mit dem man Problemlos Eintauchschnitte machen kann.
Wenn Styropor, dann raus damit und durch neues ersezten, bei der Gelegenheit natürlich die Ecken, Kanten, Ritzen peinlich genau untersuchen und abdichten. Ich benutze dazu Karrosseriekleber auf PU Basis, ein Handelsname wäre z.B. Petec, gibt es in schwarz, weiss, grau und klebt und dichtet wie Sau (Ich hab damit auch meine 4 Solarpaneele aufs Dach geklebt, hält bombenfest.
Holz musst Du sofern es nass/pilzig/sonstwie komisch ausschaut, ersetzen, den Geruch von Feuchtigkeitsschden bekommst Du sonst nie mehr raus.

Zeit- Zeit ist eine Illusion, besonders die veranschlagte Zeit für eine solche Renovierung. Ich würde 3 Monate jeden Tag 4 Stunden planen und mich nicht wundern oder ärgern, wenns dann doch ein halbes Jahr wird.

Ich will und kann Dir nicht zu- oder abraten, dazu sind zuviele Punkte zu bedenken, nicht zuletzt Dein finanzieller Rahmen. Ich lehn mich mal weit aus dem Fenster und schätze, wenn ichs selber machen würde (ich habe eine Halle/Platz/Zeit und Werkzeug) den Aufwand auf 3.000,00 Euro Materialkosten.
Besten Gruss
Helmut

goorooj am 23 Jul 2021 10:35:15

Mein Vorposter hat ja schon alles gesagt.

Was beim Boden kitzlig werden könnte: ich hatte einen Metall-Hilfsrahmen im Boden der Durchgerostet war durch die Feuchtigkeit an der Stelle, da musste natürlich neues Vierkantrohr eingeschweisst werden. Das ist bei Holz daneben / drauf immer etwas kitzlig, sowas brennt dann gern auch mal... wenn der Hymer allerdings Alu drin hat sollte das passen.

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