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VAN vs TI nach 10, 20 Jahren


HeikoLRO76 am 07 Aug 2021 12:11:25

Hallo,

Ich habe schon einiges gelesen bzw. mehrere YoutubeVideos zum vergleich von Van und TI angegeguckt,
aber nie mit dem Aspekt "Was taugt das Auto noch nach 10-20Jahren"

Meine gedanken dazu sind das ja beide bauarten ihre vor und nachteile haben und man ja z.b. für 45000€ beide Varianten bekäme.
Man finanziert ja auch oft ein Wohnmobil über 10-15 Jahre.

Aber was taugt das auto denn noch...
Mein erster gedanke war das ein Van ja haltbarer ist wegen fester Karosserie und nicht so ein aufbau wie bei einen TI oder VI..
Aber andersherum sehe ich auch sehr sehr viele Lieferwagen die sehr grosses Rostproblem haben und man sieht ja auch viele alte Wohnmobile
rumfahren die denn aber eher Alkoven sind.
So gesehen sind die alten Wohnmobile ja wohl immer noch dicht oder wieder...
Und ich denke das das Thema dichtigkeit bei den Heutigen modelen vielleicht noch weniger Thema ist!?

Eine andere Frage währe vielleicht wie der aufbau oder die einrichtung nach 200000km gelitten hat?

Welcher einfluss macht da wohl sonst noch unterschiede?

Ich denke da an Alltagstauglichkeit und vielleicht einen etwas gröberen Umgang als wie man es in der FReizeit machen würde.

Es könnte ja auch das Campingverhalten eine rolle spielen weil die einen vielleicht hauptsächlich auf geraden schlagloch freien Strassen unterwegs sind und auf befestigten Plätzen campen..Und ansonsten das Fahrzeug immer trocken und sicher im Caport steht.

Und andere fahren ja auch sehr viel abseits der befestigten Strassen.



Unser Profil währe zumindest so das ich wohl damit auch zur arbeit fahren würde und vielleicht auch drinne schlafenwürde wenns mal länger wird
in der Landwirtschaft und somit auch unbefestigte wege benutze und es sozusagen rauer zu gehen könnte...
da denke ich so an Staub und evtl. Steinschlag oder irgendwie so.. ?
Und in der FReizeit würden wir sowohl mal in den städten jemand besuchen wie aber auch campen dann eher auf Bauernhöfen oder halt irgendwie Ländlich.

Also nochmal die Frage, welche qualität/zustand/wert hätte wohl (blick in die Glaskugel) ein VAN und ein TI ??

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Tinduck am 07 Aug 2021 13:34:42

Hängt doch komplett von der Nutzung ab, da kann man keine Aussage treffen.

Ein Kasten (die Dinger nennt man eigentlich im deutschen nicht Van, auch wenn die Vanlifer das cooler finden) kann da schon final verrostet sein, wenn er oft an der See stand, ein TI wird sicher mit der Zeit so seine Dichtigkeitsproblemchen bekommen… beides passiert nicht, wenn man sich zwischendrin mal mit seinem Fahrzeug beschäftigt.

Kaufen und nicht mehr drum kümmern führt immer zu Gammelfahrzeugen.

bis denn,

Uwe

Chippe333 am 07 Aug 2021 13:49:04

Ich schliesse mich meinem Vorredner an.
Bei entsprechender Pflege wirst du lange Freude haben, egal ob Kasten oder VI/TI.
Bei mir ist es so, dass ich nach einem Wochendtrip das Womo genauso reinige wie nach einem längerem Urlaub.
Ich poliere meines auch 2 bis 3 mal im Jahr und hab so einfach Freude daran mit dem sauberen Fzg zu starten.
Wenn i h da so manche Fahrzeuge sehe mit schwarzen Streifen und voll Dreck, da hätte ich keine Freude.
Aber jeder wie er es mag.

Allzeit gute Fahrt

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Gast am 07 Aug 2021 14:44:18

Meine Kriterien beim Kauf wäre nicht die Frage nach der Halbarkeit nach 10/20 Jahren, sondern nach meinem Wunschkomfort und Platzbedarf. Worst Case wäre es doch einen KaWa zu kaufen und sich dann 20 Jahre über zu wenig Platz zu ärgern :lol:

Gruß

goorooj am 07 Aug 2021 14:45:01

Wenn dein Womo unter Dach steht, words nicht undicht und rostet auch nicht. Draussen wird es für beide schwierig.

Ich habe einen 20 Jahre alten iveco Kasten, davor hatte ich auch mal ein 25 Jahre altes Alkoven womo. Würde beides wieder so nehmen.

starlight am 07 Aug 2021 16:53:41

Hallo,
Ich hätte bei einem Kastenwagen absolut nicht Angst vor Rost, vorausgesetzt, das Fahrzeug wird bereits im Neuzustand mit hochwertigem Wachsunterbodenschutz und zusätzlicher Hohlraumversiegelung behandelt.Zusätzlich natürlich regelmäßige Fahrzeugwäsche, erst recht bei Winternutzung.
Mein Sohn hat einen James Cook auf Sprinterbasis aus dem Jahr 1997. Das behandelte und gepflegte Fahrzeug sieht jetzt noch wie neu aus.
Zudem denke ich, dass es mit Ersatzteilen bei Weißware (zB Stoßstange bei einem teilintegrierten WoMo nach 10 Jahren) irgendwann schwierig wird. Es wird da zuviel Kunststoff verarbeitet, der rissig und spröde wird, insbesondere, wenn das Fahrzeug ganzjährig der Witterung ausgesetzt ist. Bei einem Blechkastenwagen dürfte dies kein so arges Problem sein.
Wenn einem persönlich der Platz in einem Kastenwagen reicht, würde ich diesem den Vorzug geben. Einfach mehr Alltagstauglichkeit und mehr Robustheit.

HeikoLRO76 am 07 Aug 2021 18:34:29

Ja okay, danke!

aber wie sind wohl die Unterschiede wenn man 200000km mit den ein oder anderen über stock und stein gefahren ist
macht das unterschiede?

Spinnen wir uns mal eine geschichte zusammen...
Ein Bauleiter will sich ein Kasten oder TI kaufen und damit an den jeweiligen Baustellen stehen.
Da gibs staub und dreck und es rasst mal ein Lkw,Bagger,Radlader usw vorbei...
Am Wochenende will er mit seiner Frau auf tur mit dem Wohnmobil....
sollte er also lieber ein Kasten oder TI nehmen?

Tinduck hat geschrieben:Hängt doch komplett von der Nutzung ab, da kann man keine Aussage treffen.


HeikoLRO76 am 07 Aug 2021 18:51:11

bigben24 hat geschrieben:Meine Kriterien beim Kauf wäre nicht die Frage nach der Halbarkeit nach 10/20 Jahren, sondern nach meinem Wunschkomfort und Platzbedarf. Worst Case wäre es doch einen KaWa zu kaufen und sich dann 20 Jahre über zu wenig Platz zu ärgern :lol:

Gruß


Hi,

Ja das gerade wollte ich mit diesen Thema nicht ansprechen weil das ja überall zu genüge durch gekaut wird.
So gehen wir erstmal davon aus das sich die vor und nachteile ausgleichen.

Aber wo du das jetzt so schreibst kann man ja auch das Thema "Bedürfniss veränderung" ansprechen,
denn wieviele fahren den solange den selben Wagen? Also viele setzten ihr auto ja auch um weil die Kinder zb. weg sind und sie
den Alkoven nicht mehr brauchen oder andersrum der Kastenwagen zu klein ist mit drillingen... :o)

So währe ja auch die frage ist ein Van/TI mehr wert nach 5 jahren.

rkopka am 07 Aug 2021 21:11:32

HeikoLRO76 hat geschrieben:Aber andersherum sehe ich auch sehr sehr viele Lieferwagen die sehr grosses Rostproblem haben und man sieht ja auch viele alte Wohnmobile
rumfahren die denn aber eher Alkoven sind.

Auch weil es früher viel mehr Alkoven gab. Wieviele davon noch fahren ? Mein letzter wurde 20 Jahre (verkauft) und hatte zwar einen Wasserschaden (selber repariert), aber kaum Rost am Fahrgestell. Neben dem Rost als solchen ist immer auch der Motor ein Thema. Irgendwann werden Reparaturen schwieriger und die Kosten sind immer höher im Vergleich zum Restwert. Das gilt für beide Modelle. Allerdings habe ich die Vermutung, daß Weißware sich im Preis besser hält.

So gesehen sind die alten Wohnmobile ja wohl immer noch dicht oder wieder...
Und ich denke das das Thema dichtigkeit bei den Heutigen modelen vielleicht noch weniger Thema ist!?

Ich fürchte, nein. Bei den neuen Modellen weiß man es nur noch nicht. Vielleicht sind sie moderner gebaut, dafür aber auch immer billiger (gebaut, nicht verkauft).

Ich denke da an Alltagstauglichkeit und vielleicht einen etwas gröberen Umgang als wie man es in der FReizeit machen würde.

Hier sollte man sich fragen, ob man das Fahrzeug auch als Transporter nutzen will. Da ist Weißware ziemlich unpraktisch, weil man i.A. nur die schmale Tür vorne oder hinten hat und kaum Raum, um was reinzulegen. Wieso geht man im Alltag gröber damit um ? Oder willst du bei Verspätungen auch über Feldwege mit Vollgas fahren ? In Innenstädten hat man es mit beiden Fahrzeugen schwer.

goorooj hat geschrieben:Wenn dein womo unter Dach steht, words nicht undicht und rostet auch nicht. Draussen wird es für beide schwierig.

Rost ja, obwohl das eher davon abhängt, ob man es auch bei Eis und Schnee und Salz fährt. Mein altes Womo (s.o.) stand sein ganzes Leben im Freien und hatte kaum Rost.
Undicht kann es auch im Trockenen werden, nur kommt kein Wasser rein. Aber manchmal fährt man ja auch damit (nicht unter Dach). Und dann kann das Wasser reinkommen. Die Chancen sind aber natürlich besser, daß es keine größeren Schäden verursacht, weil nur wenig Einwirkzeit. Man sollte sich vom Gedanken verabschieden, daß Dichtheit und im Trockenen Stehen automatisch verknüpft sind.

RK

bhomburg am 07 Aug 2021 23:31:44

Bei einer Haltedauer von 10 Jahren gibts gar keine Unterschiede, bei 20 Jahren auch noch nicht gross. Darüber wird es interessant.
So ab 25 Jahren Alter fängt es an - Blechkarosserien rosten, Sandwich-Aufbauten werden undicht.
Und hier sind die Kastenwagen mit ihren Stahlblechkonstruktionen im Vorteil, da Korrosion wesentlich einfacher und um Faktoren günstiger zu reparieren ist als die Sandwich-Konstruktionen aufgebauter Wohnmobile.
Wenn das Blech (durch-)gerostet ist: Schadstellen raustrennen, schweissen, Lack drauf, fertig. Für die hunderttausendfach gebauten Serienkarossen gibt es fertige Reparaturbleche für kleines Geld - durchgerostete Bodenbleche oder Schweller lassen sich ohne Riesenaufwand von jedem mittelmässig begabten Schrauber mit nem Schweissgerät instandsetzen.
Bei alten aufgebauten Mobilen mit Sandwichwänden bedeutet eine Torfbude dagegen einen (wirtschaftlichen) Totalschaden, weil die ganze Konstruktion erst komplett demontiert, dann mühselig instandgesetzt werden muss. Dass diese Fahrzeuge von innen nach aussen gebaut wurden wird ihnen hier zum Verhängnis.
Bei jüngeren Fahrzeugen werden im Schadensfall ja meist komplette Wände getauscht. Das ist im fortgeschrittenen Alter schone allein mangels Ersatzteilen keine Option und selbst wenn es möglich sein sollte ist es prohibitiv teuer.
Mit den holzfreien Konstruktionen neuerer Mobile gibt es noch keine Langzeiterfahrungen - die haben zwar den Vorteil dass die nicht gleich durchfaulen wenns mal feucht wird in der Konstruktion, aber die Komplexität des Wandaufbaus bleibt bzw. steigt noch weiter an. Schäden darin auszubessern ist auch hier erheblich aufwendiger als ein Reparaturblech draufzubraten.
Ein Nachbar hat einen alten Clou aus den 80ern. Der hat eine fünfstellige Summe in die Sanierung des undichten Aufbaus stecken müssen. Das Problem: Man sah erst lange nichts, und dann wars zu spät.

Wer ein wirklich dauerhaltbares Mobil haben will sollte sich bei den Anbietern mit Monochoque-Aufbau bzw. aus dem Vollen gebackener GFK-Kabinen umsehen. Bei denen entfällt das primäre Einfallstor für Gammel: Das Aufeinandertreffen verschiedener Materialien, Fugen, Kantenverbindungen, Stossleisten etc.. Die halten im Prinzip ewig wenn die schützende Gelcoat-Schicht ein Minimum an Pflege erhält und nicht zuviel UV-Strahlung abkriegt. Wenn sowas dann noch auf einem verzinkten Chassis draufsteht ist ein langes, problemfreies Leben garantiert.

Tinduck am 08 Aug 2021 08:31:54

Na ja, wenn man aus nem ausgebauten Kawa vor dem Schweissen erstmal die halbe Innenausstattung und die hoffentlich vorhandene Isolierung ausbauen muss, ist die Reparatur auch schon ein bisschen aufwändiger…

Wobei der Vergleich der beiden Fahrzeugklassen je nach Anwendungsfall ja auch hinkt. Alltagstauglichkeit, Wintertauglichkeit, Platzangebot innen unterscheiden sich da schon recht deutlich, insofern sehe ich in der Langzeithaltbarkeit kein Unterscheidungskriterium.

Speziell bei der Schechtwegetauglichkeit sehe ich Vorteile beim Kasten, aber auch nur, wenn der Möbelbau solide ist. Bei schlechten Pisten fallen in einem im Serienwomo gern mal die Schränke von der Wand. Die Kabine eines TI leidet da zusätzlich unter der Verwindung des Unterbaus, was die Dichtigkeit mittelfristig beeinflussen kann - oder auch kurzfristig, wenn z. B. die Bodenplatte reisst oder Risse an den Kanten des Aufbaus auftreten. Deswegen haben geländegängige Fahrzeuge einen Zwischenrahmen zwischen Fahrgestell und Aufbau, der die Verwindung/Verschränkung ausgleicht.

Bei ‚normalen‘ Feldwegen sollte ein normales Womo aber noch klarkommen. Vielleicht aber auch bedenken, dass für schlechte Wege ein Frontantrieb eher letzte Wahl ist.

bis denn,

Uwe

HeikoLRO76 am 08 Aug 2021 10:16:29

bhomburg hat geschrieben:Bei einer Haltedauer von 10 Jahren gibts gar keine Unterschiede, bei 20 Jahren auch noch nicht gross. Darüber wird es interessant.
So ab 25 Jahren Alter fängt es an -


Hallo,

Vielendank für dein Hilfreichen Beitrag.



Wie würdest du denn mein ausgedachtes Zenario bewerten? :

Ein Bauleiter will sich ein Kasten oder TI kaufen und damit an den jeweiligen Baustellen stehen.
Da gibs staub und dreck und es rasst mal ein Lkw,Bagger,Radlader usw vorbei...
Am Wochenende will er mit seiner Frau auf tur mit dem Wohnmobil....
sollte er also lieber ein Kasten oder TI nehmen?


Gruss Heiko

Jagstcamp-Widdern am 08 Aug 2021 10:42:23

in 20 jahren ist 2041, da ist die "technische" haltbarkeit vollkommen egal.

dann wird die "wirtschaftliche" haltbarkeit das einzig relevante thema sein, du wirst dir dann die kraftstoff-, steuer-, und straszenbernutzungskosten einfach nicht mehr leisten können (oder wollen)! :idea:

allesbleibtgut
hartmut

bhomburg am 08 Aug 2021 11:15:53

Da brauchts gar kein ausgedachtes Szenario, die Realität sieht so aus:
Diese Leute fahren zu 90% Werksausbauten in VW Bus-Grösse - man sieht den Marco Polo, California, Nugget (in dieser Reihenfolge). Früher (gaaanz früher) auch Karmann-Modelle die über VW vertrieben wurden.
Das sind nämlich Fahrzeuge die zusammen mit dem restlichen Fuhrpark geleast und verwaltet werden können, wo Wartung und Reparaturen ohne Ausfallzeiten und monatelange Termin-Vorlaufzeiten beim Markenvertreter erfolgen und die beim Finanzamt den geringsten Aufwand machen. Vor allem letzteres ist nämlich bei 'richtigen' Wohnmobilen je nach Wohnort ein Riesenaufwand.
Als Bauleiter hätte ich einen Grand California - aus den o.g. Gründen. Der Aufbau wär mir da vollkommen egal.
(arbeite in einem Grosskonzern in der Pharmabranche und bin mit dem Fuhrparkleiter befreundet. Es gibt eine stark steigende Dienstwagen-Nachfrage nach Freizeitfahrzeugen bei den 'road warriors', pandemiebedingt beschleunigt, aber das war auch schon davor am Kommen).

BadHunter am 09 Aug 2021 07:17:37

Naja, was Haltbarkeit im Hinblick auf Rost betrifft halte ich persönlich einen TI für besser als einen Kastenwagen.
Gerade aktuell: ein guter Freund hat sich für den Selbstausbau einen VW Crafter (7 Jahre alt, ehemaliger Firmenwagen) gekauft, der bis auf ein paar äußere Kampfspuren noch sehr gut aussieht. NOCH....
Denn für die Vorbereitung des Ausbaus hat dieser Freund erstmal alle Kunststoffleisten an der Aussenseite entfernt und sich intensiv mit der Karosserie beschäftigt. Dabei zeigte sich, dass die Löcher für die Befestigung der Leisten rosten, weil sie schon ab Werk überhaupt keine Rostvorsorge haben. Ebenso in den Radkästen, wo Bleche auf Stoß zusammengesetzt sind, ohne Rostvorsorge. Er hat dort dann Rostschutz angewendet, der dann direkt von innen nach aussen auf die Reifen tropfte. Somit ist da also auch dem Wassereintritt von aussen nach innen Tür und Tor geöffnet, was man bei einem fertigen Ausbau nicht bemerkt, bis der Radkasten irgendwann durchgegammelt ist.
Desweiteren hat er einen Dachträger aufgebaut, den wir gerade vorletztes Wochenende befestigt haben. Dafür gibt es in den Rinnen auf dem Dach bereits am Werk vorbereitete Löcher, die einfach mit Kunststoffstopfen verschlossen sind, die überlackiert sind. Darunter: keinerlei Rostschutz, kein Lack, Kunststoff brüchig, einer der Stopfen war bereits von innen mit irgendetwas wie Sikaflex zugekleistert, da es dort vorher schon undicht war... Auch dort: wenn erstmal Isolierung, Verkleidung und Schränke drin sind läuft dahinter das Wasser munter die Wand herunter und es rostet fleißig von innen...
Wir haben zur Befestigung des Trägers diese Stopfen entfernt und die Trägeraufnahmen sehr satt mit Sikaflex aufgesetzt und von innen gegengeschraubt. Keine Chance mehr für Wasser, irgendwie an die Löcher zu kommen.

Unser Fazit bisher: Kastenwagen sind ab Werk erstmal für den Firmeneinsatz gebaut, werden oft für ein paar Jahre als Firmenwagen geleast, sollen für diese Zeit halten, und später werden die dann aufgrund hoher Laufleistung oder Abnutzung wegen mangelnder Pflege abgegeben oder entsorgt, sind finanziell abgeschrieben. Ich glaube nicht, dass bei der Produktion der Kastenwagen Unterschiede in der späteren Nutzung gemacht werden, die Kastenwagen für den Wohnmobilausbau kommen vom selben Band. Wenn dann der Wohnmobilhersteller die neuralgischen Stellen nicht noch irgendwie behandelt wird das früher oder später, je nachdem, wie intensiv die Nutzung ist, zum Problem.
Ein Kastenwagen, der bei Nichtnutzung in einer trockenen Halle steht, wird sicherlich sehr viele Jahre in gutem Zustand bleiben, aber viele Kastenwagen werden ja auch als Alltagsfahrzeug genutzt.
Mein erstes Wohnmobil war auch ein Kastenwagen, ein damals 3 Jahre alter VW LT, der vorher als Lieferwagen genutzt worden ist. OK, in den 90ern war die Rostvorsorge noch etwas anders als heute, aber damals musste ich schon alle 1-2 Jahre die Karosserienähte entrosten und aufarbeiten. Das sehe ich heute zum Glück nur noch selten.

Aber grundsätzlich sehe ich auch bei TI´s oder Alkoven das Problem der Aufbaudichtigkeit, Wasserschäden sind ja nun mal leider an der Tagesordnung bei klassischer Aufbauweise.
Oft liest man ja auch, dass Fahrzeuge schon ab Werk undicht gewesen sein müssen, aufgrund zu wenig verwendeter Dichtmasse, sich das aber erst nach ein paar Jahren zeigt, wenn die Schäden innen sichtbar werden.

Mein persönliches Fazit nach 30 Jahren Wohnmobilfahren: für uns kommt nur holzfreier Aufbau in Frage, mag vielleicht meist in höheren Preislagen zu finden sein, aber dafür denke ich, dass diese Fahrzeuge einfach weniger Probleme machen und länger halten. So wie unser inzwischen 26 Jahr alter Alkoven von Concorde, den wir nun seit 15 Jahren haben, und bei dem nun erst in den letzten 3-4 Jahren die ersten Blecharbeiten am Fahrerhaus notwendig waren. Aufbau hatte auch mal eine undichte Stelle, die für relativ wenig Geld in einer Fachwerkstatt behoben werden konnte. Ohne Folgeschäden.

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