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Hallo LiFePO4 Freunde! für unseren Challenger 328 denken wir daran uns den Liontron LiFePO4 300Ah Ducato Untersitz Akku anzuschaffen und haben folgende Fragen an Euch: - Ist beim Laden mit dem Liontron eigenen BMS der SoC (State of Charge/Ladestand) beim Laden auf einen einstellbaren Wert zwischen 60 und 90% begrenzbar oder kann ich das ausschliesslich über den Laderegler machen? Wenn das nur über den externen Laderegler geht, welchen würdet ihr empfehlen? Eine Begrenzung des SoC (z.B. auf 80% der Nennkapazität) ist mir bei der Anschaffung eines LiFePO4 Akkus die mitunter wichtigste Eigenschaft. Beim Elektroauto habe ich nach einigen Hunderttausend-Kilometern Fahrleistung gesehen, wie wichtig dieser für eine lange Lebensdauer des Akkus ist. - Hat den 300Ah Untersitzakku schon jemand in seinem WoMo im Einsatz? Wenn ja, wo gibt es den zu kaufen? Ich habe bisher noch keinen Händler gefunden. - Ich lese hier viel mit, konnte aber bisher keine klare Empfehlung für Liontron bzw eine andere Marke erkennen. Ich habe auch noch BullTron im Auge, habe aber bisher keine Erfahrungen damit und würde mich freuen, eure persönliche Kaufempfehlung für eine bestimmte Marke (und evtl die Gründe hierfür) zu erfahren, besonders für 200Ah-300Ah Akkukapazitäten. Danke! MaBeBi wichtig ist das du ein Spannungsniveau erreichst wo deine Balancer arbeiten können. Und das ist bei den meisten Accus erst ab ca. 95% oder höher. Mit einen Accu vom Elektrofahrzeugen lässt sich das nicht vergleichen. Aber auch da gibt es verschiedene. Vermutlich der nächste Kandidat von meine Li geht in OVP ( oder OCP je nach dem wie man es nennt). Es gibt Solar/-Lade/-regler mit denen kannst du sowas machen, ich glaub Victron ist da so ein Kanditat! Aber vergleiche nicht LiION mit LiFePO4! Die Ionen haben eine schöne Spannungskurve und da geht das gut! Die von LiFePO4 ist sehr flach und da geht es eigentlich nur mit Batteriecomputer (Rein/Raus = Differenz). Allerdings must du da aber 1-2 mal im Monat auf 100% SOC sonst mist der nur noch Mist!
Du hast den Nagel auf dem Kopf getroffen. :mrgreen: :mrgreen: Wir lesen uns dann nach spätesten einem Jahr, wenns überhaupt so lange dauert. Alles andere stimmt genau so wie ihr es geschrieben habt. Franz Das kann weder eine Batterie noch ein Laderegler. Macht auch keinen Sinn: die Zellen deiner Aufbaubatterie kosten dreistellig und machen vielleicht zehn Zyklen im Jahr. Da würde ich was anderes schonen. Wenn du die Motorleistung auf 80% drosseln lässt, schont das zB die Reifen. Das ist technisch einfacher und spart mehr. Gruss Manfred
Das stimmt so nicht. Die 300Ah Ducato Untersitzbatterie kostet wenn ich den Preis der 100Ah und 200Ah Variante im Auge habe sicherlich um die 3000 Euro und es gibt nichts, was der Lebensdauer eines auf Lithium basierten Akkus mehr abträglich ist als diese ständig auf 100% (oder auch ganz leer) zu halten. Da gehen dann auch keine einzelne Zellen kaputt, sondern es schadet allen Zellen gleichermaßen. Auch gibt es durchaus Laderegler/Batteriecomputer, welche die in den Akku geladene bzw daraus entnommene Kapazität messen und das muss auch nicht auf 1Ah genau stimmen, wenn diese den maximalen Ladezustand im bereich von etwa 60-80% der möglichen Kapazität begrenzen können. Und dass man durch eine Motordrosselung mehr Geld sparen kann, als durch eine pflegliche Behandlung eines 3000 Euro Akkus müsste mir mal näher darlegen. Die Reifen werden m.E. durch eine defensive Fahrweise am meisten geschont, eine "Leistungsabschwächung" des Motors bringt da m.E. nichts; ganz im Gegenteil! Ich fahre die Ducato Automatic 160 PS Motor-Variante (mit Automatic) und brauche bei ähnlichen Fahrzeug Abmaßen und Gewichten auf der gleichen Strecke oft 3-5% weniger Sprit als ein Freund mit der 140 PS Schaltvariante. Aber lasst uns das Thema "Geldsparen" hier nicht weiter vertiefen; meine Fragen gelten vor allem der Begrenzung der in den Akku geladenen Kapazität und euren Erfahrungen mit diversen LiFePO4 Untersitzakkus.
Das konnte hier noch keiner belegen und viele LiFePO müssten dann schon lange defekt sein oder zumindest Kapazitätseinbußen haben. Es ist so wie mit den AFD Anhängern, Verschwörungstheoretikern und anderen Extremisten. Durch häufiges wiederholen wird es nicht wahrer. Stattdessen wurden hier schon häufig Probleme durch debalancierte Zellen berichtet weil sie ihre Batterien nie vollgeladen hatten. Mit heftig daneben liegenden BCs die man zunächst nicht bemerkt fängt das ganze an. Dagegen ist die ständige Volladung "Peanuts"! Meine sind bei Nichtnutzung ( >90% der Zeit) seit fasst 5Jahren durch Solar immer auf 100% und haben immer noch volle Kapazität. Zur Zeit in Spanien wegen fehlender Sonne auf 20% mit deutlich über 13V. Hubert
Das stimmt, wenn man bastelaffin ist, könnte man sich da was mit einem Batteriecomputer mit Schaltausgang basteln. Oder man nimmt ne Komplettanlage von Mastervolt, da geht das sicher auch :D Ansonsten bist du leider auf dem Holzweg. Wenn du deinen Akku immer nur bis 80% lädst, wirst du irgendwann nur noch OVP-Abschaltungen beim Laden bekommen, weil die Zellen total auseinandergedriftet sind. Dann kannst Du von deinen teuer bezahlten 300 Ah nur noch 250 nutzen... In Womos übliche LiFePOs sind auf Top-Balancing ausgelegt, und dazu braucht man nun mal voll geladene Akkuzellen. Und zwar alle, nicht nur 1-3 :) Mag sein, dass das ein bisschen Lebensdauer kostet, aber so sind die Dinger nun mal realisiert. Wenns dir nicht passt, selber bauen und mit aktivem Balancer oder Bottom Balancing arbeiten. bis denn, Uwe ich stimme da meinen Vorrednern zu 100% zu. Ich würde mir an Deiner Stelle einen Ladebooster einbauen und den dann von Frühjahr bis Herbst via D+ wegschalten und nur zuschalten, wenn man wirklich über LimA laden muß. So mache ich das und den Rest des Jahres lade ich nur über Solar mit LiFe Ladeprogramm 14,2 / 13,8V und mein Akku erfreut sich bester Gesundheit. Abweichung der Zellspannung liegt max 0,001V. Im Winter wird der Akku vom Netz getrennt und schläft den Winter bei 80 -90% im "eigenen Saft" und Landstrom hatte ich zuletzt 2019. nur mal so als Idee, völlig subjektiv und unmaßgeblich :mrgreen: Gruß
Hallo, um auf deine Frage zurückzukommen, ich mache es so wie Du es gerne hättest. Bei mir driftet auch nicht auseinander, bin aber auch kein Sparfuchs. Ich kann im Victron Solarregler sowie auch im Victron Ladegerät eigene Kennlinien erstellen. So habe ich z.b. eine Sommerkennlinie, einfach deshalb weil ich im Sommer nicht soviel Strom brauche und deshalb den Akku nicht vollknallen muss. Ich nutze nur Komponenten von Victron, inkl. Batterie und bin damit sehr gut unterwegs, aber natürlich nur meine bescheidene Meinung. Sehr gut beschrieben ist das z.b. hier --> Link
Es besteht ein großer Unterschied zwischen Modellbauakkus, Fahrradakkus, unterschiedlichen E-Auto-Akkus und den im Wohnmobil verwendeten LiFePO4 Akkus, das haben fast alle Vorschreiber schon eingewendet. Ein Vergleich hinkt also! Und es besteht ein Unterschied zwischen Dauernutzen, gelegentlichem Nutzen und Aufbewahrung. Nur für die Aufbewahrung über längere Zeit ohne Stromentnahme mögen bei einem LiFePo4 Akku 70 - 80 % Ladezustand angebracht sein, mag sein dass das eine positive Auswirkung auf die Lebensdauer hat. Und man muss aber auch richtig lesen ! Zitat (auszugsweise) von der verlinkten Webseite: "Ich habe 3 Ladevorgaben für mich erschaffen: - Wenn der Akku gebraucht wird, soll er voll aufgeladen werden, und kann auch tief entladen werden. - Wenn ich im Sommer genug Sonne habe, und nur wenig Akkukapazität benötige, lade ich die Akkus nicht immer ganz voll auf. - Wenn ich lange am Landstrom stehen müsste. Zum Beispiel beim Überwintern im Süden oder allgemein länger auf einem Campingplatz. Würde ich das 230V Ladegerät so einstellen, dass die Spannung immer fest bei 13,2 steht. Da der Akku nahezu nicht zyklisch benutzt wird, brauche ich auch keinen Zellausgleich. " Egal wie sich der TE entscheidet, ich rate ihm während der Nutzung (wenn zweitweise entnommen wird) zumindestens gelegentlich die zum Balancen notwendige Spannung (14,2-14,6V) ausreichende Zeit anstehen zu lassen. Helmut
Es wird in diesem Zusammenhang immer wieder auf Amumot verwiesen. Der begründet aber seine Aussage mit einem Wikipedia Artikel der sich auf Li Ion Batterien allgemein befasst und die Vorteile der LiFePO nicht berücksichtigt.
Hubert
Belegt ist das schon siehe z.B. --> Link Aber man darf natürlich die Bewertung selbst vornehmen, da die Lagerzeiten mit einem SOC von xx% natürlich individuell sind. Mein Akku darf auf 100% über die PV Anlage gehalten werden, da er auch täglich 8-10 Ah durch den Grundverbrauch des Fahrzeuges verliert (Verbraucher ausgeschaltet, aber EBL und damit alle stillen Verbraucher eingeschaltet.. Radio, EBL, iNet uvm.)
War bis jetzt zurückhaltend. um mir ein Meinungsbild zu bekommen. Und jetzt eine Frage an den TE. Und bitte das ist jetzt wirklich ohne Ironie oder Zynismus. Du willst 300 Ah verbauen. Aber auf der anderen Seite die oberen 20 % nicht benutzen. Warum brauch ich einen 300er wenn ich den nicht ausnutze. Mir kommt das so vor, als sollte der Accu immer um die 80 % voll sein. Da brauch ich aber keine 300 Ah. Der Bursche soll arbeiten. Accus die nicht arbeiten dürfen, machen Probleme. Und jetzt ein ganz wichtiger Punkt aus meiner Sicht. Zu den oberen 20 %. Du ladest den Voll auf 100 %. Dann wird aber Energie entnommen. Wenn ich 300 Ah verbaue, dann brauche ich die auch. Also ist der Accu eigentlich selten voll. Hast du hier ein grosses Mißverhältnis, gibt es 2 Gründe dafür. Der Accu zu gross. Die ladequellen zu stark. Es gibt noch einige Gründe, aber es geht hier nur ums Prinzip. Und jetzt meine Meinung zu den 80% Ladezustand. Der kann sehr wohl eine Berechtigung haben. Als Lagermodus. Das heißt da WOMO steht im Winter 3 Monate oder länger. Hier macht es keinen Sinn den Auf 100% abzustellen. Ob das Sinnvoll oder notwendig ist. Ist egal. Und ein Beispiel aus der Praxis bei mir. Womo Wird für 1 Monat abgestellt. Ich komme hin, Accu ist voll. Stelle die Karre ab und trinke noch gemütlich einen Kaffee. Gleichzeitig schalte ich das elektrische Minibackgrill ein. Für 10 Min. So ca. Damit hole ich den accu herunter von den in der kalten jahreszeit von 14,5-14,50 LM Spannung runter. Das mache ich jetzt die 6 Saison. Würde ich das nicht machen Dauer das 2- 3 Wochen dass der Accu auf seiner Ruhespg angekommen ist. Denn der Accu wird abgeschaltet. Und meine Elektronik (BMS) verbraucht fas nix. Ob das notwendig oder nicht. Scheiß egal. Ich mache es so. Und noch etwas. Ich habe eine 300 Winston Anlage. Und meine Alage hat ein Problem.Stromknappheit. 2 E-bike Kaffeesuderant. Mini Backgrill Fön. Und kein Landstromkabel.( aus Geldmangel) Grundbedarf mit in 24 Std, Ohne Heizung. ca 50-60 Ah.Ohne Bike.
So sollst du die Aussage sehen. Mit den 300 Ah. Habe mal versucht dir das vernünftig rüber zu bringen. Und noch ein Punkt den du angesprochen hast. Victron SR. Den Benutze ich um im Sommer alle 7 Tage meine Zellen auf 14,61 Volt zu bringen, um die Zellen auszubalncieren. Für eine Stunde. Das reicht. Du könntst jetzt das auf deinen 80er Ladezustand machen. Über die Spannung im hunderstel Bereich kommst du annähernd hin.Geht, ist aber eine Zeitaufwendige Spielerei. So jetzt nehem ich eine Liontron her. Gedankenspiel mit einer 200er. Du speichert dir die Werte im SR ab die du brauchst um die 80 % ungefähr zu laden. Der SR schaltet auf Erhaltungspannung um . Welche nimmst du.??? Du mußt aber den Accu in bestimmten Zeiträumen auf 14,4-14,6 Bringen zum ausbalancieren der Zellen. den SR kannst du progammieren, das er das macht., So wie viele hier. In der Theorie fuktiniert das ja. Abe rdann schau die mal die Balancerströme an die das Verbaute BMS liefert.: 50mA. Dann rechne dir aus wie lange das BMS braucht um die zb eine Zelldifferenz von 2 Ah auszugleichen. Das geht sich nicht aus. Damit der accu richtig funktioniert mußt du die Lange klange Balancieren. Dart abe rauch nicht mehr verbrauchen,m wie die Solaranlage liefert. Willst du Urlaub machen oder dauernd um deine Accu kümmern. Meine würde mir. was Husten. Das was du machen willst geht nicht mit Liontron.Oder Fertigaccus mit JBD oder Daly BMS. Einfach nur das Überdenken, was du anfangs geschrieben hast. Und eines noch. LION sind keine LiFePO4. Schau dir die Kennlinien an. Das sind komplet verschiedene Technologien. Franz
Ja Franz, so ist das eben, wenn man gelben Strom hat, da bleibt für ein Landstromkabel nichts mehr übrig :lol: :lol: :lol: ....aber was anderes will man aber ja auch nicht haben. ich mußte auch schon 2von 3 verkaufen :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: Gruß
Hast hoffentlich was auf die Seite gelegt. Um mir mal auf einen Cappucino einzuladen. :yau: :yau: Gruß Franz Erstmal vielen herzlichen Dank für eure interessanten Antworten, hierdurch ist mir einiges klarer geworden. 300 Ah deshalb, weil dieser Liontron-Akku gerade noch unter den Ducato Beifahrersitz passt. 80% SOC deshalb, weil ich eine maximale Lebensdauer des Akkus erreichen will. Aufgrund meiner beruflichen und privaten Erfahrungen mit LiPo's weiss ich, wie sehr 100% SOC der Lebensdauer des Akkus abträglich sind. Inwieweit das bei LiFePO4 differiert, muss ich noch recherchieren. Viele Menschen achten (zum Beispiel bei ihren Mobiltelefonen oder Elektroautos) nicht auf den SoC und halten den Akku ständig voll. Bereits nach 50-100.000 km oder ein bis zwei Jahren Nutzungszeit ist bei ständig vollen Akkus jedoch mit einer Degradation des Akkus im Bereich von 10 bis 20% zu rechnen. Bei meinen E-Autos (SoC max 80%) bin ich bereits mehrere 100.000km gefahren ohne erkennbare Verluste und auch meine Mobiltelefone halte ich unter 80% (mittels dem USB SoC-Abschalter "Chargie") wodurch sich die Lebensdauer der jeweiligen Akkus extrem erhöhte. Selbst eine Million Kilometer sind mit einem E-Auto Akku problemlos möglich und mein Smartphoneakku hat nach rund fünf Jahren intensivster Nutzung auch noch über 94% seiner Ursprungskapazität. Wie geschrieben; es mag sein, dass bei LiFePO4 ein SoC von 100% nicht so schadhaft ist, wie bei reinen Lithium-Polymer Akkus. Das schaue ich mir nochmal genauer an, gerne mit eurer Hilfe und euren Erfahrungen. Wohl aber stimmt es wie ihr schreibt, dass aufgrund einer "flacheren" Lade/Entladekurve bzw. aufgrund eines geringeren Unterschiedes der Zellenspannung der SoC eines LiFePO4 Akkus nicht so zuverlässig wie bei LiPo aus der Zellenspannung ermittelt werden kann. Ein Mikrocontroller-gesteuerter Laderegler sollte den SoC dennoch über die Zeit aus dem Lade- bzw. den Entladestrom bestimmen und diesen bei eingestellten Grenzwerten unterbrechen können. Nochmals Danke für eure freundlichen Hinweise hier in diesem Beitrag, das ist es was das Forum hier wertvoll macht. Übrigens: Auch an Umrüstung aller Komponenten auf Mastervolt habe ich schon gedacht. Ich möchte, dass mein Autarkpaket technisch möglichst perfekt ist. Als Physiker und Ingenieur habe ich wohl einen leicht (ab)gehobenen Qualitätsanspruch :roll: der sichvor allem über die Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und Nachhaltigkeit der Anlage definiert. LFP ist sehr viel robuster als die anderen Lithium-Ionen-Akkus mit Mangan- oder Cobaltelektroden. Noch robuster sind nur LTO, die sich allerdings von der Spannung nicht für einen 1:1-Tausch eignen. Der spannende Link oben gibt da viel Auskunft, auch über die Haltbarkeit: sie sind robuster, aber unkaputtbar sind sie nicht. Insbesondere spielt der Ladezustand auch wohl eine signifikante Rolle, wenn auch genaue Angaben zur Signifikanz fehlen. Der Einfluss ist aber deutlich geringer als der der Temperatur, und das ist auch bei LFP bekannt: hohe Temperaturen schaden. Neben dem geringen Effekt spricht aus meiner Sicht der technische Aufwand gegen deinen Plan: natürlich kann ich bei 80% den Stecker ziehen, und das kann ich natürlich auch über einen Schaltausgang automatisieren. Allerdings wird der SOC über die Zyklen immer ungenauer, weil ich den Ladewirkungsgrad nicht genau kenne. Und der Fehler wird sich in die eine oder andere Richtung über die Zyklen aufsummieren. Da hilft nur Neukalibrieren durch Vollladung (oder völliges Leeren, das ist aber je nach Umständen unangenehmer). Und eigentlich halte ich den gesamten Zellenschonungsplan für einen Denkfehler. Die Motivation ist aus meiner Sicht, dass man nicht unnötig Geld verbrennen will - schliesslich war die Batterie so teuer - und zweitens hat man keine Lust, im Dunklen und Kalten zu sitzen, wo doch eigentlich Urlaub angesagt ist. Zum Geld: die Zellen sterben meist langsam und verzeihen so manchen Fehler. Eine Batterie ist weit mehr als die Summe der Zellen - die Selberbauer wissen das, und auch die Fertigbatteriebesitzer können ihre fertige Fertigbatterie irgendwann zerpflücken und die Zellen ersetzen. 430 Euro hab ich dieses Jahr bezahlt für 280 Ah, die Preise dürften tendenziell langfristig nach unten gehen. Noch interessanter ist aber das Wegsterbeverhalten: LFP-Zellen verlieren nicht vordringlich an Kapazität, sondern die SEI lässt den Innenwiderstand steigen. Je höher der wird, umso mehr bricht die Spannung ein bei Belastung. Irgendwann wird also der Wechselrichter aussteigen (UVP), aber die Batterie hat dann noch immer reichlich Saft für Licht und Heizung. Das finde ich einen ziemlich entscheidenden, aber wenig beachteten Vorteil gegenüber den Bleidingern, die einfach irgendwann die Kapazität Null erreichen und da natürlich auch bleiben. Gruss Manfred Selbstgebastelte 280Ah sind im krachneuen knapp 90.000 Euro Wiederbeschaffungspreis teuren Wohnmobil auch für Risikofreudige nicht bedenkenlos empfehlenswert. Es freut sich die Versicherung im Schadensfalle. Und ich bitte auch zu bedenken; Nicht jeder wohnt ständig im WoMo, für einige (wie auch für uns) sind es nur ein paar Wochen(enden) im Jahr. Was ich damit sagen möchte, hat basste315 mit seinen drei "Ladevorgaben" recht gut beschrieben, wobei mir eigentlich zwei reichen würden: - WoMo unterwegs (10% des Jahres): 80% SoC Ladebegrenzung - WoMo unbenutzt (90% des jahres): 50% SoC Ladeerhaltung
Franz, Dich lade ich immer ein, ich kann ja noch ein Stromkabel auf den Markt werfen. :lol: :lol: Du bist halt immer noch schuld - Danke :mrgreen: Gruß
..dann solltest Du eher nicht über LiFEPo4 Fertigakkus nachdenken, sondern Dir einen individuell passenden Winston LiFe(Y)PO4 z.B. von Lisunenergy zulegen. Den in Verbindung mit Solar und Victron BC. Das spiegelt sich auch im Thema Zuverlässigkeit wider, zu den meisten XYZ Fertigakkus gibt es jede Menge Fäden mit Problemen, zu den Winston so gut wie nichts. Der Mehrpreis von 2 - 300 Taler guckt sich ruck zuck weg :D Nimm Dir Zeit und mach Dich vor einer Entscheidung richtig schlau. Gruß
Ich habe nur --> Link zitiert, auch wenn diese Angaben ok sind. Vergiss aber nicht die Schlussbemerkung: "Egal wie sich der TE entscheidet, ich rate ihm während der Nutzung (wenn zweitweise entnommen wird) zumindestens gelegentlich die zum Balancen notwendige Spannung (14,2-14,6V) ausreichende Zeit anstehen zu lassen. Nur so erreichst du ausreichendes Balancen, ein nicht ausgeglichener Akku verliert Kapazität und kann schließlich ganz aus dem Ruder laufen. Helmut
Moin Helmut, ich kenne mich ja bei weitem nicht so aus, wie andere hier (Hut ab!! und Danke!!!!) und ich kann auch nicht sagen, woran es liegt, aber, wann immer ich meine Zellspannungen unbelastet messe, liegen diese in der 3. Nachkommastelle mit einer Abweichung von 0,001V beisammen und meine Aufzeichnungen zeigen mir keine einzige Balancierung an, also vielleicht mal ganz am Anfang mal die rote LED (Erinnerung) Ist das die Zellart, oder woran liegt das? Gruß
Korrekt. Ist für die meisten nämlich viel zu gross. Wenn der TE aber so eine Kapazität haben will, gehöre ich nicht zu denen, die ihm erklären wollen, dass er etwas anderes will. Und natürlich gilt immer: wenn man keine Ahnung von der Materie hat, sollte man die Finger davon lassen. Das gilt übrigens auch für die Tastatur. Meine Aussage war (und ist): defekte Bleibatterien muss man wegschmeissen, Lithium kann man reparieren. Da ist ein Defekt kein Totalschaden.
Prima. Dann bist du bei LFP schon richtig, da können wir die Langlebigkeit abhaken. Was ist nachhaltig für dich? Bei Technik ist das für mich vor allem Reparierbarkeit. Und da unterscheiden sich die Fertigbatterien erheblich, und da gibt es schon den ersten Konflikt: punktgeschweisste Zellverbinder und verklebte Gehäuse sind ausserordentlich zuverlässig, aber nicht gut reparierbar. Und wenn du die Zuverlässigkeit weiter abklopfst, wird es schlimmer mit den Konflikten: alles geht irgendwann kaputt. Das zuverlässigste System ist damit das einfachste. Eine technisch perfekte Lösung gibt es daher nicht. Wenn du einen Aktivbalancer verbaust, hast du Ruhe, auch wenn die Batterie niemals ganz voll geladen wird (einwandfreie Initialisierung vorausgesetzt). Ausserdem würde ich dir von einem der üblichen Halbleiter-BMS abraten, die die Hauptquelle von Störungen sind. Man kann sie zwanglos weglassen, wenn man sich auf die Unterspannungsabschaltung von BMS und Wechselrichter verlässt. Wer die Gürtel-und-Hosenträger-Methode vorzieht, kann eine vernünftige Abschaltung über ein Relais realisieren. Beides spricht aber leider gegen eine Fertigbatterie, die (meines Wissens alle) MOSFET-BMS mit Spielzeugbalancern verbauen. Wenn man sowas günstig bekommt, kann man das natürlich umbauen, aber mit Blick auf die normalen Preise und Garantiefristen ist das nicht wirklich sinnvoll. Gruss Manfred Um dir mal zu verdeutlichen was Passieren kann wenn der Accu immer auf 80 % gehalten wird. Hier 2 Scrennshoot aus der Realität. Sind nicht getürkt. ![]() Scheint ja alles normal. Zelldifferenzen sind auch in Ordnung. Einstellung 15 mV. ![]() Ich weiß das ist ein extremes Beispiel. Aber das BMS hat den Supergau verhindert. Soll dir helfen dein gedankliches Konzept auf die Reihe bringen. Franz Nochmal vielen Dank Euch allen, ihr gebt mir äußerst wertvolle Hinweise. Insbesondere der Amutmot --> Link hat mir sehr geholfen, wie auch eure Hinweise zum Selbstbau, insbesondere auch dieser: --> Link Es hat auch nur eine Nacht gebraucht, um meine Meinung zum Thema Selbstbau einer LiFePO4 Batterie zu überdenken, muss mich aber wohl noch etwas weiter einlesen. Danke abermals für eure rege Unterstützung, das ist echt ein super Forum hier!
Ich bin absolut kein Elektro-Fachmann und habe den Bau eines DIY-LiFePo4-Akkus mit Unterstützung des Forums geschafft :lol: Zum Nachlesen und "Infizieren" ...... Der Influenzer: Acki --> Link Mein Projekt: basste315 --> Link Mein Meister :wink: : Stocki333 --> Link Helmut
Wenn du keinen Selbstbau wagen willst, dann lege ich dir diese Empfehlung ans Herz. Das gibt es als Selbstbausatz oder auch fertig. Lass dich beraten!
Inwieweit du so ein Ding unter den Sitz bringst, bin ich überfragt. Helmut
Das ist bei vielen neben dem Preis der Hauptgrund warum sie keine Winston haben. Wer ansonsten größten Wert auf Zuverlässig, Langlebigkeit, Reparaturfähigkeit, Strombelastbarkeit, und Nutzbarkeit zu jeder Jahreszeit wert legt kommt an Winston nicht vorbei. Hubert
Supergau? Nun ja. Wenn eine Zelle über 4 Volt geht, setzen unerwünschte Prozesse ein. Nach ein paar Stunden wird die Zelle sichtbar dicker, das geht auch nicht mehr weg. Ein Aktivbalancer zieht das mit ein paar Ampere gerade, ohne dass du irgendwas davon merkst. Gibt natürlich nicht so bunte Bildchen. Gruss Manfred
Lass dir bitte sagen, du verstehst, in mehrfacher Beziehung, die Unterschiede zwischen LiIon Akkus und LiFePo4 Akkus nicht. Du brauchst das nicht, und es geht auch nicht. Die Einwände der Vorposter sind richtig.
Entschuldige meine Dummheit. Gebe zu Bedenken, dass die Vorposter mitnichten ausschliesslich deine Meinung vertreten, sondern durchaus auch andere Ansichten. Ich bin, wie bereits geschrieben, der Meinung, dass es nichts gibt, was der Lebensdauer eines auf Lithium basierten Akkus mehr abträglich ist als diesen ständig auf 100% (oder auch ganz leer) zu halten. Meine Erfahrungen kommen aus mehreren 100.000 km Nutzung vollelektrischer KFZ und dem Qualitätsmanagement eines Elektronikgeräteherstellers der Li-Akkus in allen seinen Geräten einsetzt. Auch die Theorie ist mir als Naturwissenschaftler (Physikstudium) und Elektroingenieur (MSc) durchaus geläufig und deckt sich in weiten Teilen mit dem hier schon zitierten --> Link, aber ich lerne hier gerne von Dir dazu, wenn Du mir die Unterschiede zwischen LiIon Akkus und LiFePo4 Akkus erklären möchtest. Danke dafür! Ich will dich weder veraergern noch dich als dumm hinstellen. Den amumot halte ich als schlechte Quelle (und auch das stimmen Vorposter zu) solange er Laptop Akkus (gewöhnlich LiPo oder LiIon) mit LiFePo4, meist als LiFePo abgekürzt, durcheinander wirft. Leider ist die Geschichte der Lixxx Akkus so, wie sie ist. Und deswegen ist LiIon sowohl ein Oberbegriff für alle Lixxx als auch Standardbegriff z.B. für LiMnCo und ähnliche Abkömmlinge. Und die unterscheiden sich nunmal sehr von LiPo und LiFePo, was auch nicht das gleiche ist. Noch eine Idee: Ladespannung auf 13,6-13,8 V begrenzen. Ist eher 90% als 80, dafür aber technisch sehr einfach umsetzbar. Weiterer Vorteil: du kannst vier nackte Zellen ohne Elektronik nehmen. Einen Aktivbalancer würde ich trotzdem empfehlen. Damit bleibt die Batterie über Jahre stabil und es schützt bei Tiefentladung. Gruss Manfred Der TE hat sich jetzt für einen Akku von Mastervolt entschieden. Auch LiFePo, der in den Produktdatenblättern als neueste LiIon Technologie beworben wird. Zumindest die Werbetexter sind da aber nicht auf dem neuesten Wissensstand der Terminologie..... Dann warten wir dochmal auf die Erfahrungsberichte, wie sich ein Mastervolt ohne Balancierung so macht. |
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