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WOMO auf Sprinter Vorder- oder Hinterradantrieb 1, 2


hossi46 am 08 Nov 2021 19:47:30

Seit einiger Zeit bietet Mercedes ja den Sprinter auch mit Vorderradantrieb an.
Dazu habe ich Fragen:

Wie hoch ist bei Neuzulassungen mit Sprinter-FG der Anteil mit Vorderradantrieb?

Hat der Sprinter mit V-antrieb gegenüber den anderen V-antrieb-Anbietern Vorteile , insbesondere der Traktion. Wenn nicht, wäre der höhere Preis für das Mercedes-Fahrgestell m. E nicht gerechtfertigt, abgesehen vielleicht von Aspekten wie "Image".

Leider finde ich in den diversen Zeitschriften bei der Vorstellung von Modellen mit Sprinter-Aufbau oft keine oder nur im Text verklausulierten Hinweise zur Angabe des Antriebstyps. Bei den Wettbewerbern ist die Sache ja klar und braucht keinen Hinweis.

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Sprinterklasi am 08 Nov 2021 21:42:47

Hallo,
vor einigen Jahren bot MB den Sprinter mit Alko-Fahrwerk an(Tiefrahmen), dazu eine Hinterachse, u.a. aus Vito-Teilen mit Einzelradaufhängung. Wollte ich damals haben und habe nicht beachtet, daß diese Konstruktion sehr schwer war. (ca. 100kg Mehrgewicht).Dadurch bin ich trotz sparsamstem Ausbau mit den 3,5 to nicht hingekommen.
Heute wird das Alko-Fahrgestell nur mit dem Vorderradtriebkopf angeboten und unterscheidet sich insoweit nicht vom DUC.
Die schwergewichtigen Sprinterwomos laufen in der Regel mit dem Hinterachsantrieb.
Sicher wird der Sprinter meist wegem dem Stern gekauft, denn davon abgesehen hat er als Womo-Grundlage doch einige Nachteile:
1. schmales Fahrerhaus, Sitze mit 2 Armlehnen sind kaum möglich.
2. das nominell 120KW-starke Vierzylinder-Motörchen ist recht schwach auf der Brust und dabei noch ein Säufer.
3. permanente TÜV-Probleme wegen AU-Fehler.
4. wirklich katastrophale Lackqualität. Bei mir ist das Alter des Wagens von Mitcampern locker 10 Jahre höher geschätzt worden, wegen dem verblichenen Lack.
5. schlechte Bremsen, vor allem die Handbremse, sowas dürfte eigentlich garnicht auf die Straße.
6. hochnäsige Werkstatt, zumindest in DO.
Ist vielleicht etwas OT, aber ich kann mit den heutigen Erfahrungen gerne auf den Sprinter verzichten, egal ob Vorder-oder Hinterradantrieb.
Schöne Grüße, klasi

Ruedi1952 am 08 Nov 2021 23:06:13

Die Punkte von Sprinterklausi treffen voll zu.
Ich "durfte" einen Kastenwagen mit 2,8 to fahren nicht vollgeladen.
Im Harz in St Andreasberg eine Straße hoch im ersten Gang, Schweißtropfen auf der Stirn musst du jetzt anhalten dann gute Nacht.
Unser Duc mit 110 PS und 3,5 to hat die Straße im 2. Gang mit Leichtigkeit geschafft.
Bergab trotz niedrigen Gang die Motorbremswirkung ist praktisch nicht vorhanden, die Bremsen haben gestunken eine Fahrt in die Alpen möchte ich mir nicht vorstellen.
Gottseidank war das nur ein Werkstattwagen und der eigentliche Fahrer meinte je eher der verreckt umso Esser.

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leverkusen3 am 08 Nov 2021 23:19:49

Hallo

Meine Erfahrung sind zwar nur Momentaufnahmen: Bei der Russland Tour 2019 haben zwei Sprinter versagt und mussten ewig auf Ersatzteile aus der Eu warten. Das war wegen irgenwelcher Embargo Geschichten ein großes Problem.

Bei den Preisen war das keine gute Reklame.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas

hossi46 am 08 Nov 2021 23:55:38

Wir sind Eigentümer eines Hymer Alkoven 667 globeline auf Sprinter 312, natürlich HA-Antrieb, Bj 1998, gekauft 2008. Gebraucht gekauft. Bin vielleicht nostalgisch, aber bin voll zufrieden mit mit dem ganzen Gerät. zwar Verbrauch 13 Liter, egal, ob sparsam gefahren oder auf Passtraßen oder mit Tacho 110 (die ich aus Lärmgründen nicht überschreite).

Bin immer, auch in Schottland auch aus aufgeweichter Wiese u.a. mit dem HA-antrieb immer mit eigener Traktion weggekommen (auch ohne Gummimatten etc.).

Ich pflege das Vorurteil, dass bei unseren WOMOs mi typischer großer Belasttung auf der Hinterachse nichts über einen Heckantrieb geht.

Daher nochmal die (nur neugierige) Frage: Bringt der Mercedes mit Frontantrieb wirklich einen Vorteil gegenüber den gerne als Frontkratzer beschimpften Mitbewerbern? Klar, ich weiss, ein Doppelboden im Alko-Niederflur ist natürlich auch was Schönes.

Gast am 09 Nov 2021 02:03:45

hossi46 hat geschrieben:Ich pflege das Vorurteil, dass bei unseren WOMOs mi typischer großer Belasttung auf der Hinterachse nichts über einen Heckantrieb geht.

Das ist kein Vorurteil, sondern eine Tatsache! :D


hossi46 hat geschrieben:Daher nochmal die (nur neugierige) Frage: Bringt der Mercedes mit Frontantrieb wirklich einen Vorteil gegenüber den gerne als Frontkratzer beschimpften Mitbewerbern?

Vermutlich nicht.... diese Variante ist eine preisgünstige Alternative zum Hinterradantrieb.... ich würde nicht tauschen wollen.


Es gibt oben im Thread einige negative Stimmen zum Sprinter, die sicherlich berechtigt sind, ich kann das für unser Fahrzeug nicht bestätigen.

Der Lack (silbermetallic) ist nach über 10 Jahren immer noch top.... manche Leute sagen, wenn sie den Wagen sehen, sie hätten gedacht, der wäre neu!
Weiss sollte man beim Sprinter nicht nehmen, das taugt tatsächlich nix!

Pannen hatten wir in den 10 Jahren 3x.... einmal in Frankreich ging gar nix mehr, am Anlasser war ein elektrischer Schaden, einmal Notlauf wegen defektem Differenzdrucksensor am Katalysator und einmal war eine Glühkerze defekt und die Motorkontrollleuchte brannte. Bei der Glühkerze hätte ich auch weiterfahren können, aber das weiss man natürlich nicht, wenn die Leuchte brennt.... da schaut man, dass man schnell in die Werkstatt kommt.

Der Service war in allen Fällen sehr schnell, in Frankreich wurde der Sprinter kurzfristig abgeschleppt, zur Werkstatt gebracht und innerhalb von zwei Stunden repariert, die beiden anderen Schäden wurden in Deutschland jeweils innerhalb einer guten Stunde behoben. Da kann ich MB nur ausdrücklich loben, besser geht's nicht!

Sonst gibt's am Fahrzeug keine Mängel, wir sind zufrieden und wollten nix anderes.

Gast am 09 Nov 2021 08:09:37

hossi46 hat geschrieben:Wie hoch ist bei Neuzulassungen mit Sprinter-FG der Anteil mit Vorderradantrieb?
....
Hat der Sprinter mit V-antrieb gegenüber den anderen V-antrieb-Anbietern Vorteile , insbesondere der Traktion. Wenn nicht, wäre der höhere Preis für das Mercedes-Fahrgestell m. E nicht gerechtfertigt, abgesehen vielleicht von Aspekten wie "Image".


Laut Aussage von versch. Händlern auf der Messe 2019 in Düsseldorf bieten fast alle Womo-Hersteller, die den Sprinter im Angebot haben, diesen nur mit Frontantrieb an. Hat einfach damit zu tun, dass man jeden beliebigen Rahmen anflanschen kann und weniger Gewicht (keine Kardanwelle) hat, was heute eine große Rolle spielt.

Laut meinem Kenntnisstand bietet nur Frankia den integrierten Platin mit Sprinter und Heckantrieb an.

Und: Frontantrieb ist meist gleich Frontantrieb. Eine echte Differentialsperre könnte Vorteile bringen. Wenn aber beide Vorderräder in einer nassen Wiese durchdrehen, bringt auch die Sperre nichts. Es geht also nichts über einen Heckantrieb (aus eigener Erfahrung).

Gruß Axel

Gast am 09 Nov 2021 08:24:49

Trikeflieger hat geschrieben:Laut meinem Kenntnisstand bietet nur Frankia den integrierten Platin mit Sprinter und Heckantrieb an.

Der Hymer ML-T hat ebenfalls serienmässig Hinterradantrieb oder optional Allradantrieb.

fschuen am 09 Nov 2021 08:32:11

Wenn man die Räder da antreibt, wo der Motor nicht ist, muss der Antriebsstrang einmal durch das Fahrzeug. Das hat Nachteile vom Platz, Gewicht, Spritverbrauch und Preis. Also bei Frontmotoren entweder Vorderradantrieb oder gleich Allrad. Und das ist beim Wettbewerb genauso: auch den Master und den Transit gibt es in allen drei Varianten.

Gruss Manfred

silverdawn am 09 Nov 2021 09:42:19

fschuen hat geschrieben:
Also bei Frontmotoren entweder Vorderradantrieb oder gleich Allrad.



Ich habe selten so einen Unsinn gelesen ! 8)

Ich möchte unseren Sprinter mit Heckantrieb, Zwillingsräder und Differenzialsperre gegen nichts anderes tauschen !

Gruß
Harald

DirksBiMo am 09 Nov 2021 09:48:24

silverdawn hat geschrieben:
Also bei Frontmotoren entweder Vorderradantrieb oder gleich Allrad.


Ich habe selten so einen Unsinn gelesen ! 8)

Gruß
Harald


Moin Harald
ja, die Aussage wäre auch auf den ein oder anderen Post etwas weiter oben zum Sprinter anwendbar. :wink:

Grüße

Dirk

Sprinterklasi am 09 Nov 2021 10:04:23

Hallo,
ich fahre jetzt 18 Jahre Sprinter und von der Zuverlässigkeit her, stimme ich tztz uneingeschränkt zu. Mein Freund mit seinem Rapido-Duc. aus gleichem Baujahr hat da viel mehr Probleme. Daher ärgern mich umso mehr konzeptionsbedingte Schwächen, die ich weiter oben genannt habe.
An tztz: Leider habe ich damals aus Sparsamkeitsgründen keinen Metallic-Lack gewählt sondern hibiskusrot.
Wenn man den Sprinter als ausgebautes Womo bis 3,5to fahren möchte, geht es nur mit Frontantrieb und nasse Wiesen hat man nicht soo häufig. Bin mit dem Heckantrieb im Winter auch schon hängengeblieben, wo vor mir ein DUC noch hochkam. (Eisplacken)

Schöne Grüße, klasi

Gast am 09 Nov 2021 10:11:01

silverdawn hat geschrieben:Ich möchte unseren Sprinter mit Heckantrieb, Zwillingsräder und Differenzialsperre gegen nichts anderes tauschen !


Ich unser Womo auf Iveco Daily auch nicht mehr. Während mein Kollege mit Ducato auf einer nassen Wiese schon in der Ebene durchdrehende Räder hatte, bin ich mit dem Iveco noch rückwärts eine nasse Wiese hochgefahren. Fairerweise muss ich aber sagen, dass ich Allwetterreifen drauf habe, er nur Sommerreifen.

Gruß Axel

Tinduck am 09 Nov 2021 11:12:21

Ich denke, die Sprinter mit Frontantrieb, die jetzt flächendeckend in Womos angeboten werden, bieten erstmal keinen Vorteil mehr ggnü. Ducato & Co, es sei denn, man legt Wert auf die bei Mercedes erhältlichen Assistenzsysteme.

Aber da den meisten sowieso komplett egal ist, wie das Womo angetrieben wird (Zauberei?), verkaufen die sich trotzdem, Hauptsache es ist ein Stern dran.

bis denn,

Uwe

Bergbewohner1 am 09 Nov 2021 19:11:46

Wenn ich einen Sprinter mit Frontantrieb erwerben möchte, ist man bestimmt mit einem anderen Fronttriebler finanziel besser aufgestellt.
Es war ja mal der Sprinter mit Heckantrieb durch nichts zu schlagen und möchte kein WoMo mit Frontantrieb.

teuchmc am 10 Nov 2021 10:41:09

Moin! Naja, ich vermute mal, daß die Käufer schon wissen, was ihre Sprinterbasis für eine Antriebsform hat.
Ob man jetzt unbedingt im Schnitt knappe 10 janz große Scheine mehr für ne Sprinter-FA-Basis ausgeben muß, muß Jeder selbst entscheiden. Ich persönlich sehe jetzt nicht den so großen Vorteil. Assi-Systeme interessieren mich nicht.
Wenn mal Sprinter, dann HA. Wobei ich! ab ca.6.5m Länge des Kfz generell HA bevorzugen würde. Egal wat da als Basis drunter ist.
Sonnigen weiterhin. Uwe

DonCarlos1962 am 10 Nov 2021 11:48:22

Tinduck hat geschrieben:Ich denke, die Sprinter mit Frontantrieb, die jetzt flächendeckend in Womos angeboten werden, bieten erstmal keinen Vorteil mehr ggnü. Ducato & Co, es sei denn, man legt Wert auf die bei Mercedes erhältlichen Assistenzsysteme.


Dann lies einmal in der großen Wohnmobilzeitschrift im Vergleich der 5 Basisfahrzeugen vom 30.05.2021:

"Mit seiner letzten Überarbeitung hat der Ford Transit allerdings Boden gutgemacht, bei den Assistenzsystemen ist er sogar am besten ausgestattet."

1. Platz: Ford Transit – 64% Gesamtergebnis – Gold
2. Platz: Mercedes Sprinter – 53% Gesamtergebnis – Silber
3. Platz: MAN TGE – 44% Gesamtergebnis – Silber
4. Platz: Peugeot Boxer – 43% Gesamtergebnis – Bronze
5. Platz: Citroën Jumper – 32% Gesamtergebnis – Bronze
6. Platz: Iveco Daily – 31% Gesamtergebnis – Bronze
7. Platz: Fiat Ducato – 28% Gesamtergebnis – Bronze
8. Platz: Renault Master – 17% Gesamtergebnis – nicht empfohlen
9. Platz: Nissan NV 400 – 13% Gesamtergebnis – nicht empfohlen
10. Platz: Opel Movano – 8% Gesamtergebnis – nicht empfohlen

Das macht den Mercedes nicht mehr aus.

LG Carsten

Jagstcamp-Widdern am 10 Nov 2021 12:12:56

genau, wenn die transe mit motorschaden liegen bleibt, wird immerhin der abstand nach vorn und auf die seite präzis angezeigt! :ja:

allesbleibtgut
hartmut

DonCarlos1962 am 10 Nov 2021 13:24:00

Jagstcamp-Widdern hat geschrieben:genau, wenn die transe mit motorschaden liegen bleibt, wird immerhin der abstand nach vorn und auf die seite präzis angezeigt! :ja:

allesbleibtgut
hartmut


Ach Hartmut, dass die alten FORD-Motoren kaputt gingen ist wohl jedem bekannt. Genau so, dass die aktuellen Motoren haltbar, kräftig, im Vergleich die sparsamsten und leisesten sind.
Und jetzt kann der FORD auch noch mit mehr Assistenzsystemen glänzen als der Benz. Nein, dass darf einfach nicht sein!

Und jetzt kommen wir besser wieder zum Thema zurück:

Die Frage ist wirklich, wer einen Heckantrieb wirklich braucht.
Der überwiegende Teil von uns Wohnmobilisten kommt auch mit den Frontkratzern ganz gut zurecht. Wer sich in erster Linie auf Stell- oder Campingplätzen herum treibt, braucht selten einen Heck- oder Allradantrieb.
Zumindest, wenn man etwas gesunden Menschenverstand an den Tag legt und nicht gerade auf durchgeweichten Wiesen oder im Sand campieren will.

Seit über 40 Jahren fahre ich Campen. In dieser Zeit habe ich nur ein einziges mal Schwierigkeiten wegen mangelhafter Traktion gehabt. In Norwegen, nach einem Dauerregen auf einer abschüssigen Wiese. Ich habe daraus gelernt.

Wer aber Winterurlaub macht, kann hier schon von der höheren Traktion des HA profitieren. Zumal bei einigen Fronttrieblern der Einsatz von Schneeketten, zumindest mit der Standardbereifung, auch nicht immer erlaubt ist.

Will man unter 3,5 Tonnen bleiben, ist dass mit HA aufgrund des zusätzlichen Gewicht für den Antrieb, kaum noch möglich.

LG Carsten

fschuen am 10 Nov 2021 17:33:17

silverdawn hat geschrieben:Ich habe selten so einen Unsinn gelesen ! 8)

Ich möchte unseren Sprinter ... gegen nichts anderes tauschen !


Ich finde es immer wieder spannend, wie selbst die einfachsten Konzepte auf Verständnisprobleme stossen. Wenn der Motor vorn ist und die Hinterräder angetrieben werden, muss der Antriebsstrang durch's ganze Fahrzeug. Das ist technisch bedingt, aber konstruktiv unsinnig, und nichts anderes habe ich geschrieben. Deshalb haben auch alle modernen Fahrzeuge, die aus fahrdynamischen Gründen Heckantrieb haben, den Motor hinten. Egal ob Sport- oder Rennwagen, Dakarbuggies oder Reisebusse. LKW lass ich da mal raus, das ist aufgrund der Gewichtsverteilung nicht vergleichbar.

Und das heisst auch nicht automatisch, dass das Fahrzeug mit Frontmotor und Heckantrieb ein schlechtes Auto ist. Der Ford Model T ist nach dem Konzept gebaut, und die sind ja auch haltbar, robust und formschön. Das Konzept ist aber halt einfach seit rund 50 Jahren veraltet: die Kardanwelle braucht den Platz, wo sonst ein Wassertank hinkönnte, sie ist ziemlich schwer und verbraucht unnötig Sprit. Und bezahlen muss der Kunde das auch, und das wollen immer weniger.

Nebenbemerkung: 40% der zufällig an einer Tanke befragten Kunden wusste wirklich nicht, welche Räder bei ihrem Auto angetrieben sind. Weiss ich von einem BMW-Händler - der Hersteller hat ja als einer der letzten die eigentlich recht offensichtlichen Zusammenhänge begriffen. Er meinte aber, der Shitstorm wegen der Frontantriebs-BMW wäre nichts gegen die ersten Vierzylinder-Fünfer in den Neunzigern gewesen. Vermutlich wird die Klientel, die sich einseitig auf Leistung, Hubraum oder veraltete technische Konzepte fokussiert, langsam zu tatterig zum Autofahren. Gut so!

Gruss Manfred

dieter2 am 10 Nov 2021 18:42:27

Verstehe die ganze Aufregung nicht.
Wir hatten DB mit Zwilling und jetzt Ducato mit Frontantrieb.

Stecken geblieben sind wir noch nie, weder mit den Daimler noch Fiat.
Nur einmal in Dorsett UK beim Dampffestival, da wollte der Ducato die feuchte Wiese nicht den Hang hoch.
Bin dann rückwärts hochgefahren.

Was das Fahren betrifft, im normalen Verkehr merkt man eh keinen Unterschied.
Pässe fahren auch kein Problem, haben so gut wie alle Pässe mit den Duc gefahren.

Aber meisten verteidigen die Eigner das eigene Material, und je teurer es war ist umso mehr :mrgreen:
Kann ja nicht sein das die, die viel weniger ausgegeben, haben den gleichen Spaß haben.

Gast am 10 Nov 2021 18:56:45

Hallo Manfred,

ein Frontantrieb mag ja bei einem Auto ohne große Einschränkungen funktionieren. Da sind die Achslasten relativ nahe beieinander oder sogar vorne höher wie hinten. Wenn aber die Mehrheit der Wohnmobile über 7m Länge einen langen Überhang mit Heckgarage (Last bis 400kg) haben und dann die Hinterachse mit bis zu 700kg mehr belastet ist (VA=1800kg; HA= 2500kg), dann wäre der Heckantrieb auf die Trakton bezogen im klaren Vorteil, auch wenn er dann durch die Kardanwelle rund 70kg schwerer wäre. Auch das Fahrverhalten ist weitaus besser. Zudem sind keinerlei Kräfte am Lenkrad mehr spürbar.

Man kann sich jetzt drüber streiten, ob die Nachteile des Heckantriebs, die Vorteile wieder zunichte machen oder nicht. Beurteilen und entscheiden muss es am Ende jeder selber.

Hätte es einen Mercedes oder Ducato als Alkoven mit Heckantrieb gegeben, hätte ich wahrscheinlich nicht zum Iveco gewechselt. Leider gibt es das aber nicht.

Gruß Axel

unserdicker am 10 Nov 2021 20:42:07

Hallo zusammen,

ich denke, entscheidend ist die Gewichtsverteilung auf die Achsen. Bei unserem Teilintegrierten auf Basis MB519 habe ich beim letzten Wiegen auf der Vorderachse 1550 kg und auf der Hinterachse 3460 kg (also mehr als das Doppelte) gewogen. Da ist sicher ein Heckantrieb die richtige Wahl.
Grüße
Walter

Torsti5 am 10 Nov 2021 21:34:43

unserdicker hat geschrieben:ich denke, entscheidend ist die Gewichtsverteilung auf die Achsen. Grüße
Walter


Endlich ist jemand dabei der auch Ahnung hat und nicht nur Unsinn erzählt.

Wohnmobile sind meistens Hecklastig = Heckantrieb ist die bessere Wahl. Weswegen hat wohl jede Sattelzugmaschine Heckantrieb und woran liegt es, dass ein Frontantrieb auf rutschigen Untergrund in vielen Fällen den Hügel noch im Rückwärtsgang wenn der Vorwärtsgang bereits versagt?

Abgesehen davon ist der Sprinter deutlich komfortabler als der bretterharte Ducato. Nach zwei Jahrzehnten Ducato bereue ich den Umstieg auf dem Sprinter nicht. Allerdings würde ich auch keinen Sprinter mit Frontantrieb nehmen und bei den neuen 2 L Motörchen kann ich nicht beurteilen ob die etwas taugen.

Im direkten Vergleich meines letzten Ducato 160 Multijet und dem jetzigen Sprinter 4x4 mit 3 Liter V6 möchte ich behaupten, dass der Ducato eine Rumpelkiste ohne Traktion ist. Vielen reicht ein Duc mit Frontantrieb aus, manchen reicht er halt nicht. Entscheiden muss jeder für sich selbst. Wenn jedoch nur der Antrieb alleine betrachtet wird gibt es nur eine richtige Aussage dazu. Bei einem hecklastigen Fahrzeug ist der Heck- oder Allradantrieb dem Frontantrieb immer überlegen. Physik in der Grundstufe.

Gruß
Thomas

rkopka am 10 Nov 2021 23:19:36

Trikeflieger hat geschrieben:ein Frontantrieb mag ja bei einem Auto ohne große Einschränkungen funktionieren. Da sind die Achslasten relativ nahe beieinander oder sogar vorne höher wie hinten. Wenn aber die Mehrheit der Wohnmobile über 7m Länge einen langen Überhang mit Heckgarage (Last bis 400kg) haben

Da hab ich wohl Glück, daß mein 6,7m Womo praktisch das gleiche Gewicht auf beiden Achsen hat :-).
Und zum PKW: zumindest im Winter ist ein Frontantrieb ein Segen. Wir haben in den Bergen gewohnt. Mit dem Volvo haben wir ständig Ketten montieren müssen. Mit dem Vorderradantrieb bin ich fast immer durchgekommen.

RK

Torsti5 am 10 Nov 2021 23:37:51

rkopka hat geschrieben:Und zum PKW: zumindest im Winter ist ein Frontantrieb ein Segen.
RK


Vergleich PKW mit hecklastigen Wohnmobil ist genauso sinnfrei wie der Beißkraftvergleich Rottweiler gegen Chihuahua. Hauptsache was gesagt und den Beitragszähler einen Punkt nach oben geschraubt.

DonCarlos1962 am 11 Nov 2021 00:10:59

Torsti5 hat geschrieben:Endlich ist jemand dabei der auch Ahnung hat und nicht nur Unsinn erzählt.


Genau, der vergleicht aber auch keinen Ducato mit einem 4x4 Mobil mit 3L V6 Motor! Kommen wir zu den Fakten:

Walter schreibt von einer Gewichtsverteilung von 1550 kg auf der Vorderachse (ca. 31%) und 3460 kg (ca. 69%) auf der Hinterachse! Also über einen 5 Tonner.

Im Regelfall findet eine solche Verteilung meist nur bei schweren Mobilen statt. Ein 3,5To Ti ist im Regelfall anders verteilt. --> Link

In meinen Papieren für den 7,45m langen TI steht eine max. Achslast vorn von 1850Kg und hinten 2250Kg, auch wenn es nur ein 3,5Tonner ist. Aus der großen MoWo-Zeitschrift weiß ich, dass die Vorderachslasten, nach Beladung, meistens ausgelastet, oder gar überladen werden. Bleibt für die Hinterachse nur der Rest, wenn man nicht überladen fahren will.

Nimmt man nun aber einmal vereinfacht an, dass die Gewichtsverteilung entsprechend der eingetragenen Achslasten berechnet werden kann, dann sieht die Verteilung so aus:
Vorne 1850Kg (ca. 45%) und 2250Kg (55%) hinten - dann gesamt 4,1 Tonnen.
Die Differenz beträgt rechnerisch also nur ca. 10%.

Setzt man jetzt sogar, dass die Vorderachslast ausgelastet wird - wie so oft in Fachzeitschriften und hier im Forum beschrieben und das es sich um einen 3,5 Tonner handelt, dann sieht das Verhältnis nochmals ganz anders aus: Dann haben wir fast 53% auf der VA! Das dürfte der Realität am nächsten kommen.

Allerdings kann dieses Verhältnis durch die (falsche) Beladung geändert werden. Doch nur dann, wenn das Fahrzeug insgesamt überladen wird, da wir von der voll ausgenutzten VA-Last ausgegangen sind.

Aber dass zwei schwere E-Bikes auf einem Heckträger und eine volle Heckgarage auch die HA schnell ins schwitzen bringen ist ja hinlänglich bekannt.


Dem Heckantrieb mit guter Traktion bei glatter Fahrbahn oder beim starken Beschleunigen steht die physikalisch bedingte schlechtere Fahrstabilität und Seitenwindempfindlichkeit entgegen. --> Link

Torsti5 hat geschrieben:
Vergleich PKW mit hecklastigen Wohnmobil ist genauso sinnfrei wie der Beißkraftvergleich Rottweiler gegen Chihuahua. Hauptsache was gesagt und den Beitragszähler einen Punkt nach oben geschraubt.


Diese Aussage ist wohl anhand der o.a. Daten widerlegt.

Das ein Wohnmobil nicht die gleiche Fahrdynamik eines PKW aufweisen kann, ist klar. Doch die Vorteile, wie auch die Nachteile des Frontantrieb, sind durch die Physik belegt und gelten auch für Wohnmobile.

Bleibt das fahrerische Können.

Wie gesagt, die meisten Wohnmobilbesitzer mit Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen, wie auch wir, kommen mit dem Frontantrieb gut klar!

Und die Freunde des Offroad kaufen sich eben ein Mobil nach ihrem Bedarf.

LG Carsten

Torsti5 am 11 Nov 2021 08:29:55

DonCarlos1962 hat geschrieben:Wie gesagt, die meisten Wohnmobilbesitzer mit Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen, wie auch wir, kommen mit dem Frontantrieb gut klar!
Und die Freunde des Offroad kaufen sich eben ein Mobil nach ihrem Bedarf.
LG Carsten


Hallo Carsten,

so wie von Dir dargelegt hast Du absolut Recht :daumen2: Sehr sachlich und fachlich von Dir erklärt. Auch das die meisten mit den Frontantrieb gut klar kommen ist richtig.

Ich habe bei Wohnmobilen immer das Bild von Teilintegrierten mit großer Heckgarage und elend langen Hecküberhang im Kopf und folgere daraus eine enorme Hecklastigkeit. Bei halbwegs ausgeglichenen Achslasten und ebener Fahrbahn wird dann wohl der Heckantrieb nicht mehr viel oder gar nicht im Vorteil liegen.

Es bleiben noch die typischen Situationen bei denen der Frontantrieb schlapp macht. Das wären starke Steigungen auf losen Untergrund. Die Gewichtsverteilung verlagert sich und der Heckantrieb liegt wieder deutlich im Vorteil.

Für den "Normalswohnmobilfahrer" wird der Frontantrieb in den meisten Fällen ausreichend sein. Für Leute die sich mal abseits der Asphaltstraßen unterwegs sind wird der Heckantrieb - Gesamtgewicht und Mehrkosten zur Seite gestellt - die deutlich bessere Wahl sein.

Aber Du hast es ja schon erwähnt. Jeder muss für sich selbst und für seinen Bedarf entscheiden.

Gruß
Thomas

Tinduck am 11 Nov 2021 09:49:59

Noch ein Vorteil beim Heckantrieb nach althergebrachter Form ist der Längseinbau des Motors im Motorraum. Vorteile:

- Die Lima befindet sich neben dem Motor im Luftstrom, bessere Kühlung. Schwitzende Limas sind vom Duc ja wohlbekannt.

- Reparaturfreundlicher. Der Mechaniker muss nicht im Nebenjob Gynäkologe sein, wenn mal was repariert werden muss. Schlägt sich in niedrigeren Personalkosten bei der Reparatur nieder.

- Keine elektrischen Lüfter notwendig für Klima/Kühler, meist Viscolüfter oder Magnetkupplung am Riementrieb => simplere Konstruktion, KISS.

- Wenn mal was am Getriebe ist... Ausbau dauert ne halbe Stunde auf der Bühne. Ein Fronttriebler muss meist komplett zerlegt werden, Front ab etc...

etc.pp.

Der einzige Grund für den Fronttriebler ist die kompakte Bauweise und der günstigere Herstellungspreis. Aus keinem anderen Grund hat der sich verbreitet. Bessere Seitenführung etc. ist bestenfalls Beifang und Marketingargument.

Jedes Fahrzeug, das im Antrieb hohe Kräfte auf die Straße bringen muss, hat Heck- oder Allradantrieb. Ist halt Physik. Ob man das beim Womo braucht, ist die andere Frage, aber haben ist immer besser als brauchen. Für 3,5-Tonner kaum drin, aber deutlich über 3,5 Tonnen hat man halt die Wahl. Wenn man nur auf Asphalt unterwegs ist, natürlich völlig egal. Aber schon eine feuchte Wiese kann für einen Fronttriebler ein unlösbares Problem werden, das sollte man im Hinterkopf haben.

bis denn,

Uwe

fschuen am 11 Nov 2021 10:21:22

unserdicker hat geschrieben:ich denke, entscheidend ist die Gewichtsverteilung auf die Achsen.


Ich denke, entscheidend ist für dich dann die Traktion. Bei höherer Achslast hinten hab ich natürlich beim Hecktriebler mehr Traktion, aber wann braucht man das? Ich fahre meinen Fronttriebler wohl mehr in den Dreck als die meisten, und muss mir nur alle paar Jahre was einfallen lassen. Das Mehrgewicht, den Mehrverbrauch, den Platzbedarf hat man immer. Nun sind die Menschen verschieden, und für manche geht Traktion über alles - aber dann hab ich doch einen Allrad, und mache keinen faulen Kompromiss. Also entweder Akkuschrauber oder Bohrhammer, wenn wir schon bei absurden Vergleichen sind - dann brauche ich keine Schlagbohrmaschine, die nichts richtig kann.

Ja, und die Viscolüfter - dass ich das noch erleben darf, dass einer ne Lanze bricht für den Mist. Hatte ich zuletzt an den grossen Autos mit Mercedes-V8, an denen ich rumschrauben durfte. Frisst 70 PS und reagiert viel zu träge, und war damit mitverantwortlich für manche kaputte Kopfdichtung. Das Zeug läuft seit einem halben Jahrhundert elektrisch, aus gutem Grund.

Gruss Manfred

uli644 am 11 Nov 2021 11:14:27

Weiterer Faktor bei der Frage Front- / Heck- oder gar Allradantrieb ist aus meiner Sicht die Höhe des Rahmens. Beim Standard Sprinter ist der Rahmen beim Heckantrieb ich mein 6 cm Höher, bei Allrad noch deutlich mehr. Ob der Alko Rahmen deutlich tiefer ist hab ich nicht gefunden, auf jeden Fall hat er hinten eine breitere Spur, was für Fahrstabilität auch nicht schlecht ist.

Bei den Diskussionen bzgl Maut / Höhe kann das auch einen Unterschied machen (oder bei der Höhe des Doppelbodens)

Die letzten Wochen auf Kreta hätte ich mich zumindest gefreut, wenn unser Womo etwas tiefer gewesen wäre,…

Ich hatte in 8 Jahren Frontantrieb nie ein Traktionsproblem, aber bei der Höhe hätte einige Zentimeter weniger schon manches mal geholfen.

Und bei all den angesprochenen Vorteilen des Heckantriebs. Wir haben 5 Tonnen Achslast auf den beiden Hinterachsen, 2 Tonnen vorne. Auf Kreta hatten wir dreimal die Situation, dass in engen, steilen Spitzkehren (auf dem Weg runter) ein Versuch zurück zu setzen zu durchdrehenden Hinterrädern geführt hat. Erst mit Längssperre ( und damit 50% Antrieb auf der Vorderachse ) ging es rückwärts. Wär mit Frontantrieb nicht passiert.-)

Stefan-Claudia am 11 Nov 2021 12:01:05

Moin,

ich bin die letzten Jahre beruflich nur Sprinter gefahren, zuletzt auch den aktuellen neuen mit Frontantrieb.
Immer am Limit mit ca. 3,5 to.

Das was mir am meisten aufgefallen ist, das der Fronttriebler im Stadtbereich einen um ca. 2 Meter größeren
Wendekreis hat. An etlichen Wendehammern in den Siedlungen kam ich mit Heckantrieb in einem Zug "um die Ecke",
beim Frontler musste ich vielfach zurücksetzen und rangieren.

Auf der Autobahn ist der Frontler ein laufruhiges, konfortables Fahrzeug, da gibs nix zu meckern.
Den letzten Winter mit bis zu 20 cm hoch Schnee bin ich auch des öfteren hängen geblieben,
allerdings mit Heckantrieb und trotz Winterreifen.
Die Karre zog bei der geringsten Steigung über die HA nach aussen und blieb an der Bordsteinkante hängen,
dann ist es ganz lustig wenn ein Verkehrsschild am Aufbau hängt :roll:

Ich hatte dann immer eine Schaufel dabei und diese auch öfters nutzen müssen.

Privat fahren wir immer noch mit unserem alten Duc durch die Gegend und ich bin auch in SCO
die tollsten Straßen gefahren ohne Probleme.
Der größte Vorteil für mich ist sicherlich, das ich mich dann auch in Cornwall mal in eine Hecke reinzwengen kann,
wo die großen und schönen schon einen Angstschrei ausstoßen. :lol:

Fledermaus am 11 Nov 2021 12:23:27

Servus
Was bei der ganzen Diskussion um die Vorteile der Antriebsart nicht vergessen werden darf.

Ich kann mir das beste Antriebsystem mit schlechten, oder besser gesagt mit den falschen Reifen kaputt machen.


Somit kann ich auch mit der nicht so guten Antriebsachse und den passenden Reifen und den richtigen Luftdruck einiges gut machen

silverdawn am 11 Nov 2021 13:40:22

Tinduck hat geschrieben:
Der einzige Grund für den Fronttriebler ist der günstigere Herstellungspreis.



Mehr muss man nicht wissen ! :lol:

Gruß
Harald

Joachim260 am 11 Nov 2021 13:53:30

Hallo
wenn man hier schon die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Antriebssysteme diskutiert, dann sollte man bei HA auch nach Single- und Zwillingsbereifung differenzieren. Solange man hinten nur Single hat setze ich Front und Heckantrieb gleich, erst mit Zwilingsbereifung kommt in der Gewichtsklasse wirklich der Vorteil. Mit zu wenig Last auf den Zwillingen habe ich aber auch schon meine negativen Erfahrungen gemacht. Ansonsten sehe ich das auch so, daß das Profil wesentlich entscheidender ist als Front- oder Heckantrieb.

Gruß
Joachim

rkopka am 11 Nov 2021 14:52:11

Tinduck hat geschrieben:Der einzige Grund für den Fronttriebler ist der günstigere Herstellungspreis.

Das wäre aber zu einfach. Wie schon angesprochen, sind die Freiheiten und das Raumangebot hinten ohne angetriebene Achse und Kardanwelle deutlich besser. Weniger Gewicht. Die angetriebene Lenkachse kann man also Vorteil und als Nachteil sehen, je nach Situation. Und für den "normalen" Womofahrer ist weniger das Verhalten in Grenzsituationen (Offroad) relevant, als der Wohnraum und für viele das Gewicht.

RK

Bergbewohner1 am 11 Nov 2021 17:57:49

Bei der ganzen Diskussion wurde die Fähigkeit ein Fahrzeug zu führen vergessen.
Manche kommen mit Heck-und Frontantrieb nicht vom Fleck, weil sie einfach nicht in der Lage sind, mit außergewöhnlichen Verhätnissen
klar zu kommen.

maxmara am 11 Nov 2021 20:44:09

Hallo,
vor 50 Jahren gab es im PKW Sektor in der BRD, nachdem Ford die Produktion der Vorderradangetriebenen 12M und 15M eingestellt hatte, gar es nur noch Audi mit Frontantrieb -Porsche mit angetriebenen Hinterräder-. Alle anderen Hersteller rüsteten ihre Fahrzeuge mit dem so genannten Standarthinterachsantrieb aus. Die Welle der Fronttriebler schwappe von Italien und Frankreich aus über uns. Die Deutschen Hersteller zogen Zug um Zug nach, zuguterletzt auch die Motorschmieden in München und Stuttgart mit den Kompaktklassen. Die Glaubensfrage VA oder HA wird sich im Zuge der E-Mobilität auch für BMW und Daimler im PKW-Bereich erledigen. Die Entwicklung zur Antriebsdominanz des VA bei den Transportern ist unübersehbar. Meinem persönlichen Geschmack beim Kastenwagen entspricht trotzdem mehr der HA.

Fledermaus am 11 Nov 2021 20:57:43

maxmara hat geschrieben:
Meinem persönlichen Geschmack beim Kastenwagen entspricht trotzdem mehr der HA.


Sofern er beladen ist, okay.

Wehe du hast einen leeren Kastenwagen mit Heckantrieb :cry:

suedkind am 11 Nov 2021 21:14:57

War dieses Jahr mal kurz auf dem CP GUT HORN am Waginger See.
Zu und Abfahrt geschätzte 30% Gefälle/Steigung. Eine Lady hat bei der Abreise mit ihrem J5 die Steigung etwas unterschätzt und würgte in der Mitte ab. Handbremse, 1. Gang, gut Gas und der Rauch ging vorne auf. Der kam von den Vorderreifen. Mit HA-Antrieb wäre der wahrscheinlich aus der Kupplung gekommen :eek: .
Fazit: wer kein Popometer hat kommt weder mit dem einen noch mit dem anderen zurecht :ja:

Torsti5 am 11 Nov 2021 22:03:06

fschuen hat geschrieben:[Ich fahre meinen Fronttriebler wohl mehr in den Dreck als die meisten, und muss mir nur alle paar Jahre was einfallen lassen.
Gruss Manfred


Es gibt Dreck und Dreck :ja:

Wenn Du dir bei deinen vielen Dreckfahrten mit Frontantrieb nur alle paar Jahre was einfallen lassen musst dann fährst Du schon viele Jahre durch langweiligen Dreck :lol: .

Gruß
Thomas

Joachim260 am 11 Nov 2021 23:44:48

Wie sagte mal ein ExMo Fahrer
Daß man mit Allrad nicht stecken bleibt ist ein Irrtum, es passiert nur viel später, dafür aber öfter. Du fährst einfach dahin wo kein anderer mehr hinfährt und wenn du dann feststeckst kann dir keiner mehr raushelfen, außer die Schaufel.

Gruß
Joachim

Tinduck am 12 Nov 2021 09:30:47

Joachim260 hat geschrieben: und wenn du dann feststeckst kann dir keiner mehr raushelfen, außer die Schaufel.

Gruß
Joachim


Top Tip: Kein Allrad ohne Winde :D

wobei man auch da noch unterstützend schaufeln muss, unter Umständen.

bis denn,

Uwe

babenhausen am 12 Nov 2021 09:39:34

Tinduck hat geschrieben:
Top Tip: Kein Allrad ohne Winde :D

wobei man auch da noch unterstützend schaufeln muss, unter Umständen.

bis denn,

Uwe


Leider haben diese Windenfahrer zu 90 % zwar eine Winde aber keine oder ungeeignete Ausrüstung für die Herstellung eines Ankerpunktes mit im Fahrzeug.Blöd an den Winden auch sie sind zu 99% vorne angebracht geborgen wird aber meist gegen die Fahrtrichtung, denn wer will sich schon weiter (tiefer)in den Dreck ziehen ?
beim Offroad fahren ist die Kunst sich nicht fest zu fahren

Torsti5 am 12 Nov 2021 15:01:23

babenhausen hat geschrieben:
Leider haben diese Windenfahrer zu 90 % zwar eine Winde aber keine oder ungeeignete Ausrüstung für die Herstellung eines Ankerpunktes


Das ist nicht ganz richtig was Du da schreibst. Das muss berichtigt werden :schlaumeier:

90 % der Windenfahrer haben eine Winde aber keinen Baum dabei. Die restlichen 10 % der Windenfahrer haben zwar den Baum dabei aber keine Winde. :lol:

Mal Spaß beiseite und ohne Berücksichtigung, dass wir uns vom eigentlichen Thema entfernen. Eine Winde ist eine sau teure Investition und meistens ist das Ding im Fall des Falles auf der falschen Seite (vorne, hinten) oder es gibt keinen Ankerpunkt. Oder sehe ich die zu pessimistisch :?:


Gruß
Thomas

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