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Denke mal das ein Mensch als Camper nicht geboren sein muss. Camping ist für mich eine luxuriöse Art und Weise dem übertriebenem Lebensstiel der uns von allem Einfachen und Natürlichem abhält und unsere Bedürfnisse die(auch von der Gesellschaft vorgegeben) werden, eine Zeitlang zu reduzieren. Je einfacher man sich wieder der Natur und des unanspruchsvollem Leben nähert, merkt man tatsächlich wie wenig man benötigt um zufrieden zu sein. Für viele Menschen wird diese natürliche Art sich der Natur wieder anzunähern erst etwas schwierig da man in vielen Bereichen improvisieren lernen muss. Das haben wir fast Alle verlernt da uns das reale Leben alles vorgibt oder man sich die Bequemlichkeit erkauft. Viele Junge Menschen suchen sich spontan die preiswerteste Ausrüstung(Zelt) um sich frei und ungezwungen in der Natur zu bewegen. Danach (wenn man in die mittleren Jahre kommt) ist häufig der WOWAGEN oder das WO MOB. eine Option um sich doch etwas bequemer der Natur zu nähern oder auch auf mehr oder weniger flexibles Reisen sich einlassen will. Die Industrie hat sich natürlich seit Jahrzehnten schon dieser Interessierten angenommen und in den Katalogen und Medien wie Messen die Camperindustrie so ausgeschlachtet und vermarktet das ab einer gewissen natürlichen Grenze man nicht mehr als Camper unterwegs sein kann sondern sich den übertriebenen erkauften Luxus eines GLÄMPINGMOBILS :roll: hingibt um zu beweisen wie toll man ist mit angehängtem Smart oder Motorrädern hinter dem vollautomatisiertem Glämpermobil. So, wie diese Art durch die Gegend zu fahren um Eindruck zu schinden ist so Einigen (VIELEN) zum Lebensinhalt geworden. (Mein Haus-Mein Auto-Mein Perd -Mein Pool- Mein Glämpingmobil) ist hier auf so manchen Glämpingplätzen(Die haben sich natürlich auch etabliert) zu Deren normalen Gesprächsalltag geworden. Insofern besteht für mich hier eine klare Trennung zwischen richtigen Campern und Denen, denen ich lieber aus dem Wege gehe um mich nicht von Deren industriellen Bedürfnissen langweilen zu lassen. Nicht umsonst bin ich Reisemobil CAMPER geworden: Wenn auch nur immer auf Zeit. Vor Dauerreisenden oder Campern habe ich grossen Respekt weil es nicht einfach ist sich den übertriebenen Bedürfnissen unserer Zeit auf Dauer zu entziehen. Was willst Du mit Deinem Posting sagen? Ist jemand der mit Filter raucht überhaupt ein "richtiger" Raucher? Ist einer Mountainbiker mit E-Bike überhaupt ein "richtiger" Biker? Ist ein Gasgriller überhaupt ein "richtiger" Griller? Usw.usw. Das wird bestimmt 'ne lustige Diskussion die du hier versuchst loszutreten. :roll:
Ich habe in Südspanien auf einfachen Stell- oder Freistehplätzen einige kennengelernt - 8-9m Mobil mit Auto oder Motorrad hintendran. Die haben ihr Haus/Wohnung aufgegeben oder sind zumindest viele Monate am Stück unterwegs. Wenn man so lebt benötigt man etwas mehr Platz und auch ein zusätzliches Fahrzeug erleichtert die Bewegungsfreiheit wenn man nicht für jeden Einkauf das 7t Mobil bewegen will. Diese "Camper" haben so gar nichts mit Glamping zu tun und wollen auch keinen Eindruck schinden, auch wenn sie ein autarkes 200k Mobil ihr eigen nennen. Nicht alles was auf den ersten Blick nach Glamping aussieht ist auch Glamping. Camper die so ausgerüstet 3 mal im Jahr 14 Tage Urlaub machen sind doch eher die große Ausnahme. Übrigens: Zum Eindruck schinden fährt man nicht lange weg sondern stellt das Womo vor das Haus damit die Nachbarn es gut sehen können. :lol:
Ja was denn nu? Wohnmobilisten sind was Ausstattung als auch das Reiseverhalten angeht so vielschichtig, da greifst du fasst immer daneben wenn du jemanden in eine Schublade stecken möchtest. Hubert Definiere doch mal Camping und Camper. Ich für meinem Teil bin Wohnmobilist. Bernd, dein Spruch von Kurt Cobain trifft die Gemengelage ganz gut. Ich finde philosophische Betrachtungen darüber hinaus schwierig. Wo soll denn die Grenze in etwa liegen, ab der industrielle Bedürfnisse anfangen zu stören ?
Es gibt zwei Sorten von Campern: Mich und die Anderen! :mrgreen: Grüße Dirk Bin seit 2004 mit dem Wohnmobil unterwegs. Habe mich noch nie als Camper gefühlt, eher als Reisender.
lol... ja genau... und ist ein Warmduscher denn überhaupt ein richtiger Duscher oder müffelt der weiter .... Fragen über Fragen ;)
Das denke ich auch. Ist halt mal wieder die Frage nach dem Echten und Wahren in der Welt, die sich zwar hervorragend zum Zeitvertreib an langen Winterabenden eignet, ansonsten aber ausser heisser Luft und gefluteten Egos wenig Erkenntnisgewinn verspricht. Trotzdem einfach noch mal soviel. Für mich ist ein echter Camper immer noch einer, der genügend Selbstsicherheit mitbringt, um sich nicht von jedem anderen Lebens- und Reisestil gleich in Frage stellen zu lassen. Einfach einer, der es nicht nötig hat, die Welt in Schublädchen aufzuteilen, und sich in Endlosschleifen um die richtige Zuordnung verliert :) Und jährlich grüßt das Murmeltier. Immer im gleichen Zeitraum ˋne Glampingdiskussion. Ich pack schon mal Chips und Bier raus. Wird sicher unterhaltsam… :D :mrgreen: Die Unterstellung, dass Mobilisten mit Dickschiff Angeber seien, verstehe ich nicht: Angeben kann ich nur in der Umgebung von Menschen, die ich kenne: Nachbarn (etc). Ein Urlauber mit einem Liner löst m.E. kaum Neid auf einem Platz aus, bei manchen vielleicht sogar Mitleid wegen der Einschränkungen auf Straßen, Parkplätzen, Supermarkt-Parkplätzen etc. Die "Angeber" tummeln sich eher im ÖRTLICHEN Tennis- oder Golfclub, im Urlaub sind sie auch wieder beim Sport nur anonym unterwegs. Das ist aus meiner Sicht das Schöne am Wintersport. Dort ist man üblicherweise anonym, es sei denn, man fährt immer wieder an den selben Ort. Letztere sind aber wohl kaum Camper, da zu unbeweglich "im Kopfe". Mein WOMO: Dethleffs Alkoven 667, Bj. 1998! Weiterer Vorteil: Wird nicht geklaut! Das Leben ist einfacher, wenn man nicht ständig versucht sich zwanghaft mit oder nicht mit etwas zu identifizieren. Es raubt mir zuviel Zeit mich entweder für oder gegen ein Label zu entscheiden. Daher frage ich dich: Was interessiert es was ein Camper ist? Wo ist der Mehrwert für mein Leben sich darüber Gedanken zu machen? Da finde ich nur Gründe mit dem Finger auf andere zu zeigen. Und darauf hab ich keinen Bock. Reicht also, dass derjenige nicht zu Hause pennt, sondern irgendwo anders in der Natur, Stellplatz, Campingplatz.
Das es nur eine Art des wahren Campings gibt: seine :D …was soll dieser Thread? Mir fällt da nur der Begriff „Sozialneid“ ein. Der Beitrag des TE erinnert mich an meine Großeltern. Die haben auch immer bei Veränderungen/Weiterentwicklungen (Jeans, Parka, lange Haare, Beatles usw.) gestöhnt, „früher war alles besser“. Das hat aber die Entwicklung nicht aufgehalten. Ich z. B. habe das Wohnmobil nicht angeschafft, um wie früher bei den Pfadfindern im Zelt und mit Donnerbalken die Natur „zu genießen“. Wir wollten mit unseren Hunden schnell und bequem durch die Gegend reisen. Und zwar spontan und ohne Vorbuchung. Natur hat mich da weniger interessiert. Die Abwechslung und die Kulinarik haben uns angetrieben. Und so, wie es im wirklichen Leben ganz unterschiedliche Modelle gibt, gibt es die auch beim mobilen Verreisen. Also, nicht traurig sein….. :D :D ich finde das ist so eine typische winterblues disku. Angeben mit einem Dickschiff ??? Kann ich ,wenn wirlich, wie beschrieben nur zu Hause bei den Nachbarn Angeben mit einem großen Boot ??? ergo das gleiche kann ich nur im Heimathaven .Kommt auf meine yacht zum cafe trinken . Wenn wir die ganzen letzten Jahre mit dem Boot oder jetzt eben mit dem Womo unterwegs sind juckt das doch keinen Mensch mit was du ankommst . Keiner kennt dich im Prinzip ,keinem mußt du was beweisen , und spätestens morgen bist entweder du oder die anderen wieder weg . Ich bewundere im Gegenteil die ,die entweder Mega yacht oder Mega Womo haben ,ich sage Respekt wer es kann und was mir bis jetzt aufgefallen ist viele die mit so einem super womo unterwegs sind sind absolut top drauf ,nett und gesprächig und keine Spur von Überheblichkeit . So ne kleine Story am Rand Auf einer Messe lernte ich die Familie Volkner kennen . Ich fragte ganz frech ob ich mir mal so ein Fahrzeug von innen ansehen darf obwohl es nicht meine finanzielle Liga ist ?? Die Antwort von Herrn Volkner : Na klar dürfen sie das ,ich kann Ihnen doch nicht ansehen ob sie Geld haben oder nicht . Wir haben auf unseren Touren ,egal ob mit Boot oder Womo schein einige Leute kennengelernt die in dieser Liga rumfahren aber wie gesagt noch nie erlebt dass da ein Gucken von oben nach unten zu erkennen gewesen wäre . Im Gegenteil wir haben ofters erlebt dass sich genau diese Leute gefreut haben wenn wir sie angesprochen haben weil sie genau das oft erleben ,die Leute denken, nur weil wir so und so was fahren sind wir eingebildet und kommen schwer mit anderen in Kontakt Ob das natürlich richtige camper sind wie hier gesagt wird weiß ich natürlich nicht gggggggggg wenn wir unterwegs sind haben wir meistens richtig spass egal ob mit leuten die ein zelt haben oder ein Riesen womo
So ähnlich sehe ich das auch: Wir sind keine Camper, wir sind Reisende.
Genau so isses :lol: Gruß Das ist definiert. Wenn du die Markise und die Stühle draussen hast bist du ein Camper, wenn nicht dann bist du ein Parker. Ich bin sehr oft ein parker. Aber manchmal auch ein Camper. Andere frage: bist du gern am gruppenkuscheln mit anderen campern oder parkst du gern allein irgendwo wenns geht? Also jetzt gruppenkuschler gegen alleinparker
Komisch! Ich hab‘ immer gedacht „ Jeans, Parka, lange Haare, Beatles“ wäre FRÜHER gewesen?! Alles vielleicht eine Frage der Perspektive?!! Grüße Dirk
Damit bringst Du uns aber, vor allem im „Volksmund“, näher an das „fahrende Volk“!?! Und mit denen identifiziere ICH mich ganz bestimmt nicht! Grüße Dirk Hab den ersten Beitrag bestimmt 5 x gelesen, was der TE mitteilen möchte verstehe ich nicht. Kann mir bitte jemand helfen? Da gibts nix zu helfen... Wer was größeres als der TE fährt, ist ein pöser Glämper... Wer was kleineres als der TE fährt, ist ne arme Wurst... Und schwupps sitzt er selber auf dem Thron der Korrektheit! Chapeau. bis denn, Uwe Lese auch: Zelt und Verzicht ist ein richtiger Camper, mehr ist Glamping und Neureich. Und wer legt diese Latte? Wäre der TE lieber Glamper als Zeltschläfer? Ist er ein „hätte ich auch gerne“ aus der Neidfraktion? Bitte lieber TE erkläre was du uns sagen möchtest? Der TE sollte nicht vergessen - Neid bekommt man nicht geschenkt, den muß man sich verdienen. Ich denke er weiß selber nicht sooo genau was er mitteilen möchte. Provokation schließe ich aber nicht aus. Evtl. Hat ein WoMo > 6 m seinen Zeltplatz weggeschnappt und jetzt ist er beleidigt?
Dann bist du schon mal kein Glamper, denn der würde Schampus und Kaviar wählen. :mrgreen: :top: :top: Grüße Dirk
Das würde er aber nicht selbst auspacken sondern sich kredenzen lassen?! :mrgreen: :mrgreen: Grüße Dirk
Achso, in der Weißware nebenan campt das Personal. :lol:
Und: Speisenträger, noch 1 Kilo Kaviar auf das Trottoir damit der Pöbel ausrutscht! Ich bin eh dafür das für mich in Zukunft roter Rasen auf den Plätzen gepflanzt wird, ist ja wohl das Mindeste oder sehe ich das falsch? Eigentlich eine unnötige Diskussion, da Camper/Wohnmobilisten so unterschiedlich sind wie die Menschen generell. Da kann man niemanden in eine Schublade pressen, da alles schon gesehen: Vom 75jährigen Ehepaar im 25 Jahre alten VW-Bus, das damit Europa bereist bis zum allein reisenden Hipster im 9 Meter Concorde mit kleinem Hund. Vom "Getriebenen", der jeden Tag weiterfahren muss bis zum Wohnmobilisten, der am liebsten auf den Campingplatz fährt und dort 1 oder 2 Wochen bleibt. Vom Camper oder Mobilisten, der oft an "seinen" Urlaubsort fährt bis zum Reisemobilfahrer, der nie eine Gegend zwei mal besucht (da war ich doch schon...). Gruß Dieter
Bei diesem Thema doch mal was zum Schmunzeln, aber ich möchte niemanden zu nahe treten. Ich glaube, ich werde nie ein richtiger Camper! Mai, Vorsaison, wir fahren an den Gardasee, mal ausspannen. Das Wohnmobil ist schnell gepackt, ein bisschen Wasser und ein paar Nudeln und weg sind wir. Ein Campingplatz mit Strand ist schnell gefunden, der Platz ist übersichtlich leer. So ein Wohnmobil ist schon eine praktische Sache, man fährt auf den Platz, die Ausgleichskeile untergeschoben, ein kurzer Blick auf die 1 Euro Wasserwaage und das Auto steht. Dann den Bodenteppich vor die Türe, die Sonnenschutzmatten an die Fahrerhausfenster und alles ist fertig. Tisch und Stühle raus und der Urlaub kann beginnen. Das ganze hat eine halbe Stunde gedauert, wir sitzen. Ich habe nach getaner Arbeit meine Weizenkaltschale vor mir und genieße den Ausblick auf den See. Aber nicht lange, dann werde ich abgelenkt. Ein Pkw mit Wohnwagen biegt forsch um die Ecke und parkt ein. Das ist ja zugegebener maßen nicht ganz so einfach wie mit einem Wohnmobil. Aber nach gefühlten zwei Stunden steht der Wohnwagen perfekt in Ost-West-Richtung und kann abgekoppelt werden. Die Dame des Hauses hat mit eingewiesen, aber es gab da wohl noch ein paar Abstimmungsprobleme mit den Handzeichen. Jetzt beginnt das Ausrichten, die zukünftige Schlaf und Kochstatt sollte doch schon einigermaßen gerade stehen. Das habe sogar ich begriffen und mache das mit meinem Wohnmobil genauso. Aber ich bin da wohl zu stark technikorientiert und benutze eine Wasserwaage. Der Camper vor mir benutzt das Auge. Er kurbelt links, er kurbelt rechts, vorne und hinten, aber in die Waagerechte kommt der Wohnwagen nicht. Nach dreißig Minuten lässt er es gut sein. Na ja, wenigstens das Wasser kann jetzt schräg über das Dach nach vorne abfließen! Der wohl regenwiesenerfahrene Camper öffnet jetzt den Deichselstaukasten und entnimmt sehr schöne Unterlegbrettchen. Die gehören wohl unter die Stützen: Deshalb wird jetzt jede Stütze wieder hoch gekurbelt und mit einem Brettchen unterlegt, Ja, jetzt ist der Blick wesentlich zufriedener. Ich selber denke nie an Brettchen. Tja, aus mir wird nie ein richtiger Camper, wie auch, wenn ich mich einfach auf einen Platz stelle! Jetzt wird die Deichselschutzhülle ausgepackt und über die Deichsel gezogen, sonst kommt der Rost! Ich denke, jetzt ist Zeit für den Vorzelt-Bodenteppich! Denn legt man doch bevor man das Vorzelt aufbaut. Aber weit gefehlt, jetzt wird erst der Bodenteppich für den Bodenteppich gelegt! Eine Malerplane wird über den Boden gebreitet, schön ausgerichtet und die Falten entfernt, dann wird der Bodenteppich darüber gelegt. Aber das war jetzt gar nicht gut, die Malerplane steht vorne und links ca. 30 cm über! Der Bodenteppich (der obere) wird also wieder entfernt und die beiden Kanten werden um die dreißig Zenzimeter eingeschlagen. Jetzt sollte es passen. Ein prüfender Blick des Hausherrn und die obere Bodenplane wird wieder auf die untere Bodenplane gelegt. Allerdings geht die Dame des zukünftigen Domizils mit der oberen Plane über die untere Plane, was den Hausherrn zu heftiger Kritik veranlasst. In der unteren Plane sind wieder Falten! Das geht gar nicht, also obere Plane wieder zurück, Falten ausgezupft und obere Plane jetzt unter Beachtung der „Betretenverbotes“ wieder aufgelegt. Geschafft! Meine Frau und ich schauen uns an, aus uns wird nie ein richtiges Camper-Ehepaar. Unsere Plane wird tatsächlich von unten eventuell feucht und sogar schmutzig! Jetzt wird ein halber Surfmast entladen, verpackt im Baumwollsäckchen. Ich komme ins Grübeln, für was man einen halben Surfmast brauchen könnte, aber meine Frau weiß es sofort. Der ist doch für das komische Dings, das man zum Fernsehen braucht! Ein Surfmast im Kondom, fürs Fernsehen?? Nun ja, man lernt dazu. Aber jetzt wird es interessant, das Vorzelt, bzw. verschiedene Planen werden ausgepackt und es kleppert sehr metallisch. Das kann nur das Vorzelt sein. Aber zuerst werden die Einzugsleisten gesäubert, mit so einer Schoppenflaschenbürste. Zu was man die alles benutzen kann? Wahnsinn. Der Hausherr zieht jetzt das Vorzeltdach ein, die Dame sortiert die übrigen Teile. Der Arbeitsfortschritt sieht gut aus, wir machen uns mal was zum Essen. Es geht einfach nichts über einen guten Ausblick, was zum Essen und einem Nachbarn, dem man beim Arbeiten zuschauen kann. Die Dame des Hause gräbt jetzt des Campers liebsten Gegenstand aus dem Staufach: eine Gieskanne! Das ist auch so ein Grund, warum wir keine richtigen Camper sind. Wir benutzen einen rechteckigen, gut verstaubaren, Kanister zum Wasser holen, nicht so eine sperrige Gieskanne. Die gefüllte Gieskanne wird erstmal abgestellt, der Hausherr ist noch nicht mit dem Vorzeltgestänge fertig und hat gerade keine Hand frei. Wir gehen jetzt erstmal Baden, das mit dem Vorzelt dauert. Als wir zurück kommen wird erst mal Kaffeewasser aufgesetzt. Wir sind zwar keine richtigen Camper, aber Kaffee kochen können wir schon ganz gut. Des Nachbars Vorzelt steht. Jetzt wird es abgespannt. Zwei Erdanker rechts und links, als wollte man das Gipfelkreuz des Watzmanns für die kommenden Winterstürme abspannen. Daran kommen zwei Sturmbänder, zweimal quer übers Vorzelt geführt, das hält. Vor das Vorzelt wird jetzt ein „Vorboden“ verlegt, der allerdings muss auf einen „Boden unter dem Boden“ verzichten. Klar ist ja auch nicht der direkte Wohnbereich! Ich sollte vielleicht noch erläutern, Wohnwagen und Vorzelt stehen quer zur der leichten Platzneigung. Jetzt werden Tische und Stühle ausgepackt und aufgestellt. Und jetzt, ich glaube es nicht, werden Schonbezüge auf die Campingstühle aufgezogen. Dunkelblauer Frottee, richtig flauschig. Meine Frau moniert allerdings die fehlende Tischdecke, tja, das hätte es bei meiner Oma nicht gegeben. Inzwischen sind sieben Stunden vergangen, ich denke, o.k. jetzt noch das Auto weg und dann ausruhen und Urlaub genießen. Aber nein, jetzt wird erst das Auto ausgeladen. Und was schleppt der Herr Nachbar abends um fünf im Schweiße seines Angesichtes: einen Kühlschrank! Allerdings, so wie er schwitzt und die Arme verkrampft könnte es auch eine Spülmaschine sein. Einen Kühlschrank hat er nämlich eingebaut, ich kann die Gitter von hier aus sehen. Auch die Dame des Hauses wird jetzt wieder aktiv, Kubikmeter um Kubikmeter wird der Van entleert, der Hausrat für ein Jahr Aufenthalt. Allerdings machen die Campingplätze am Gardasee spätestens im Oktober dicht, aber vielleicht haben unsere Nachbarn einfach ihr Haus ausgeräumt, damit dort nichts mehr gestohlen werden kann? Der Hausherr fällt fast über die volle Gieskanne, die wird jetzt eingefüllt und der fesche, weiße Majoneseeimer mit Werbeaufdruck wird unter den Abfluss gestellt. Der Aufbau ist aber mit dieser Handlung immer noch nicht beendet, jetzt werden an den Wohnwagenfenstern PVC-Sonnen- und Sichtschutzfolien in die Kederleisten eingezogen. Wer will den auch in den ersten Maitagen Sonne im Gefährt, das wäre ja pervers. Im ersten Sonnenurlaub des Jahres auch noch Sonne! Erst jetzt fällt mir auf, dass ja noch was fehlt. Richtig, die Antenne. Jetzt wird nämlich der halbe Surfmast an der Wohnwagendeichsel befestigt und die Schüssel angebracht. Das klappt aber zack, zack. Innerhalb von fünf Minuten meldet die Dame des Hauses „Bild ist o.k.“ Wir essen inzwischen zu Abend. Für mich war das ganze Zuschauen so anstrengend, dass ich unbedingt ein zweites Weizenbier zur Erfrischung brauche. Also was man in so einem Urlaub alles lernen kann. Ich hätte das ganze filmen sollen und als Anleitungsvideo in YouTube einstellen. Übrigens, vor einer halben Stunde, wir bewundern gerade den Sonnenuntergang, haben die beiden Fahrräder noch jeweils ein Wetterhäubchen bekommen, richtig apart, in Dunkelblau. Hoffentlich scheißt da keine der Amseln drauf, das gibt sonst vielleicht Flecken! Unsere Fahrräder haben kein Häubchen, sie sind allerdings am Baum angeseilt. Ich habe vor unbefugten Benutzern mehr Angst als vorm Regen, aber wir werden mit dieser Einstellung halt nie richtige Camper! Der Regen kam übrigens, für eine halbe Stunde, da aber richtig. Unsere Räder, die ohne Häubchen wurden richtig nass. Die vom Nachbarn sind bestimmt knochentrocken. Dafür ist das Wasser aber vom „vor-dem-Vorzelt-Boden“, direkt der Platzneigung folgend, auf den „im-Vorzelt-liegenden-Doppelboden“ geflossen. Dort konnte es wegen der Malerplane nicht so richtig versickern und hat sich schön breit gemacht. Tja merke, Abdichtung gilt für „nach oben“ und „von oben“. Die Nachbarn waren aber auch für solche Missstände bestens ausgerüstet. Mit Mopp und Besen wurde das Wasser aufgewischt und im Majoneseeimer entfernt. Nach dem Regen und der ersten Dusche im Sanitärhaus kam die Wäschespinne zum Einsatz, in der Campingversion, mit Dreibein. Passt doch einiges drauf, die Dessous der Dame des Hauses in schwarz und rot und der Feinripp des Ehemannes. Alles bereits wieder sauber durchgezogen und der Sonne zum trocknen überlassen. Die Nachbarn wissen jetzt auch welche Farbe bevorzugt wird. Bei und muss eine Leine, von Baum zu Baum reichen und die Dessous bleiben bei uns im Wäschesack, nur die Badehosenmode wird veröffentlicht, aber wie schon gesagt: wir werden nie richtige Camper! War ein toller Vormittag, Gruß Andreas
Nun Andreas, wir Womo-Fahrer sind da eben die Proleten die das Campen nicht zelebrieren können wie die richtigen Camper! ;D So gesehen kann man mit einem Womo eigentlich gar kein RICHTIGER Camper werden?!! :cry: :cry: ( ist damit die Ausgangsfrage des TE wohl beantwortet? :mrgreen: ) Grüße Dirk Andreas die Geschichte ist einfach köstlich! :D Selten so gelacht!! Gruß Bernd :lach: :lach: :lach:
Servus, ich war lange Zeit,, Winter CAMPER ,, da dauerte die Aufstellung einen Tag, mit Holzboden und Vorzelt schneedrucksicher. Wenn ich mit dem Wowa im Sommer unterwegs war, sagte ich zu Freunden wir fahren mit dem Wowa weg. Jetzt fahr ich mit dem Womo weg. Wenn mich Jemand fragt was ich im Urlaub mache, sage ich,,wir sind CAMPER,, Ich antworte hier aber nur, weil ich wirklich gaaar nichts Anderes zu tun habe. Die beste Antwort in diesem Th ist die von Andreas....die ist wenigsten unterhaltsam. So, und jetzt muß ich weitermachen.......meine Frau fragte mich nämlich Heute, was ich denn mache?? Ich sagte,, NICHTS,, darauf sagte Sie ,,das hast du doch Gestern auch schon gemacht,, Ich sagte,, Ja, aber ich bin nicht fertig geworden. in diesem Sinn, ein Rentner hats schwer, wenn beide in Rente sind ist es schwerer!! Gruß Andreas, ich feier dich gerade :-) Schöne Story. Ich habe ein Blechzelt, kein Womo. Mein Vordach spanne ich nur auf wenn ich mal ein paar Tage am Stück auf einem Campingplatz stehe ( Markise hat zu viel Gewicht, mit zuviel von solchem Tüddelkram würde ich wohl die 3.5t reissen, da sind mir Solar, Wasser und Batterien wichtiger ), Stützen vermisse ich nicht ( Meine Blattfedern quietschen nicht ), den Teppich gegen den Sand werfe ich nur raus wenn ich am Strand stehe ( sonst liegt der unterm Tisch ). Tisch und 2 Stühle vors Auto, fertig. Mit dem Alkoven damals und Markise habe ich die Markise ausgerollt wenn ich irgendwo legal stand, aber das wars auch schon mit dem Unterschied. Da habe ich die Stützen auch nur ausgeklappt wenn mal Wind war. Zuviel Aufwand, im Urlaub bin ich faul. Die kleinen Abwasssertanks sind jeweils direkt unterm Abfluss von Küche und Bad, da muss ich nur so "gerade" stehen dass das Öl in der Pfanne nicht zu sehr in einer Ecke hängt. Dafür hab ich vorn 2 Keile, Erfahrung und Gefühl beim Parken.. Damit kann man gut 3 Wochen unterwegs sein. Mehr geht eh nicht. Hallo lieber Andreas, da hast Du völlig recht - wir werden nie Camper. Womo hinstellen, Markise raus, Tisch und Stühle raus und.... ein Weizen So wirds was :lol:
Nur schwer. Neben den ganzen Rechtschreibfehlern gibts auch einige Stellen, wo (teils dadurch) der Zusammenhang nicht so leicht zu erkennen ist. Da muß man erstmal Rätseln. Er erfindet auch wieder neue Abkürzungen: WOWAGEN oder das WO MOB. Was sind "industrielle Bedürfnisse" ? Darunter verstehe ich eher eine 20t Presse ? Wiki: "Camper - eine Person, die Reisen und/oder Freizeitaufenthalte als Camping gestaltet." "Camping (auch Kampieren, von lat. campus „Feld“) bezeichnet eine Form des Tourismus. Die Urlauber übernachten in diesem Fall in Zelten, Hängematten, Wohnwagen oder Wohnmobilen, in Dachzelten oder ausgebauten Vans. " Also die Dauercamper eigentlich nicht, wenn sie das ganze Jahr dort wohnen. Aber dann sind die Dauercamper ja auch keine Camper mehr !? Also Dauernichtimmercamper und Dauernichtcamper ? Die Plane unter dem Vorzeltteppich ist übrigens praktisch. So ein Teppich ist lästig zu säubern, zumal am CP. Die Folie kommt einfach in den Müll nach 3-4 Wochen (damals noch im Wowa). RK Servus Andreas Ich hab die von dir beschriebenen Leute 2019 in Kroatien getroffen. :ja: Die haben jetzt ein Wohnmobil und brauchen für das einpacken 3 Tage. Ansonsten nette Leute
Die Unterstellung des alleinigen Motivs "Angeberei" sagt mehr über Dich als über die luxeriös reisenden Wohnmobilisten (zu denen ich mit meinem Kastenwagen zumindest nicht offensichtlich gehöre) Zu Haus und Unterwegs haben wir Freude an den wenigen aber schönen Dingen, die wir uns leisten. Wir haben im Kastenwagen Laguiole Besteck und handgearbeitetes Keramikgeschirr, führen eine Akkuleuchte mit wunderschönem Licht mit, die mehr kostet als die Campingstühle samt Tisch und haben sogar etwas echte Kunst aufgehängt. Wir kochen gerne selbst, gehen aber auch unterwegs gut Ausessen. Der KaWa ist mit 18" Felgen ausgestattet und fährt damit komfortabler und wenn man das schon einmal macht, darf es gerne auch nett aussehen, schwarz gefiel uns am Besten. Wer sich Kategorien bedient, wird das alles im Bereich "Glamping" verorten. Diese Freude an den Dingen möchte ich Menschen mit exzentrisch anmutenden Mobilen und Ausstattung nicht absprechen, nur weil sie als offensichtlich "teuer" auffallen. Auch ein Reisender in einem Volkner mit Luxuscabrio in der Mittelgarage mag diese Freude empfinden und nicht seinen "Auftritt" im Vordergrund haben. Natürlich wissen Eigner solcher Reiseobjekte um die Wirkung auf andere, ob sie diese genießen, in Kauf nehmen oder ihnen das einfach egal ist bleibt eine Vermutung. Für unsere favorisierte Art des Reisens ist eine gewisse Nahbarkeit von Vorteil, was für einen nicht weißen Kastenwagen sprach. Das sagt nichts über die Motive Anderer oder dass das der "bessere" Weg sein könnte.
Du kannst Dich gerne definieren wie Du willst und Menschen vermeiden, die Dir nicht angenehm sind. Dafür brauchst Du auch keine Rechtfertigung. Aber bitte stecke andere nicht öffentlich in die Schublade Deiner Vorurteile. Ich betrachte mich auf WoMo Tour in erster Linie als Reisender zu Gast in der Region, die ich gerade besuche. Andreas, du hast mir mit deiner Geschichte ein Schmunzeln auf die Lippen gezaubert. Dankeschön! Max,
verrätst du uns welche Leuchte das ist? Danke!
Gerne: --> Link Die ist auch zu Hause im Einsatz, wie auch das Besteck und das Geschirr. Wir kaufen wenig, aber dann nur das, was uns lange Freude macht oder was wir wirklich brauchen. Wo ist den der TE? Im Schneckenhaus? |
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