Sollten tatsächlich die beiden Bordbatterien nach knapp 3 Jahren hin sein?
Ich vermute mal, es sind Bleibatterien.
Einfache Blei-Säure-Batterien haben eine häßliche Eigenschaft. Diese sind sehr empfindlich auf Stöße und Vibrationen. Ich habe schon 2 Stück nur 3 Jahre alte Blei-Säure-Batterien eingebüßt, eine in Frankreich und eine in Estland in der Pampa, natürlich immer Freitagsabend oder Sonnabend Früh, wenn alle Werkstätten und Batteriegeschäfte zu sind und bis zum Montag zu bleiben. Im Baltikum gab es damals viele nicht asphaltierte Pisten, die oft eine Waschbrettoberfläche hatten. Das ist absolutes Gift für Blei-Säure-Batterien.
Wenn schon Bleibatterien, dann lieber die etwas teureren Gel- oder AGM-Batterien. Diese haben keine flüssige Schwefelsäure als Elektrolyt, so daß die Beschichtung der Bleiplatten nicht so schnell bei Stößen und Vibrationen abfällt, so daß die Batterie nicht so schnell geschädigt wird.
Eine weitere häßliche Eigenschaft von Blei-Säure-Batterien ist, daß man öfters den Säurestand prüfen sollte. Ist dieser auf unter dem oberen Rand der Bleiplatten gefallen, dann ist die Batterie auf immer geschädigt.
Wer also eine Blei-Säure-Batterie ersetzen muß, sollte lieber die teurere AGM-Batterie einbauen. Die hält mindestens doppelt so lange. Außerdem sind diese wartungsfrei, d.h. der Säurestand muß nicht andauernd kontrolliert und aufgefüllt werden.
Leider ist es so, daß selbst Premiumhersteller aus Kostengründen nur billige Blei-Säure-Batterien einbauen. Zum Teil werden diese im Aufbau mit LiFePO4-Batterien kombiniert. Wenn dann nach wenigen Jahren die Bleibatterie ausfällt, gehen auch die Li-Batterien kaputt.
Nun gibt es einen Trick, wie man die Lebensdauer von Blei-Batterien erheblich verlängern kann. Man setzt den Bleiakku auf eine dickere nicht zu harte Gummimatte und polstert so auch die Seiten bzw. Befestigungen ab. Dadurch werden die Stöße und Vibrationen, die die Bleibatterie erreichen, deutlich abgeschwächt.