MountainBiker hat geschrieben:Die Preisdiskussion ist in dieser Form des reinen Vergleichs des Anschaffungspreises falsch.
Na ja, der Themenstarter ließ die Frage nach dem Preis nun mal nicht außen vor. Er schrieb ja von einem guten Preis/Leistungsverhältnis.
Und das kann der E-Roller, der etwas kann, nicht liefern.
Die Wartungskosten für den Verbrenner sind nur marginal anders als beim Stromer.
So eine 125er hat nicht ganz einen Liter Öl intus (8,95€/L). Der bekommt einmal im Jahr eine Wartung. Wenn es hoch kommt, wird noch das Ventilspiel eingestellt. Aber sonst sind die Arbeiten nahezu identisch.
Bremse, Elektrik, Reifen hat der Stromer ja auch. Bis der Preisvorteil des Benziners aufgebraucht ist, sind Jahrzehnte vergangen.
Und was ist mit der Batterie? Wer garantiert die 100% Leistung über viele Jahre?
Mein Schwager fährt einen Renault Twizzy. Jetzt nach acht Jahren ist die Batterie schon ziemlich schwach. Der Ersatz ist aber unwirtschaftlich.
Ich schätze einmal, dass es sich bei diesen E-Rollern nicht viel anders verhält.
Die Batterietechnik geht ständig weiter. Wie lange werden die chinesischen e-Roller-Hersteller Batterien für diesen Typ bereitstellen?
Was ist, wenn diese Hersteller vom Markt verschwinden/verdrängt werden und die Batterien/Ersatzteile nicht mehr zu bekommen sind?
Bei HONDA, SUZUKI, YAMAHA, KTM kann man ziemlich sicher sein, auch in Jahren noch alle Teile zu erhalten.
Wie schon geschrieben, bin ich nicht gegen die Elektromobilität. Gerade im urbanen Umfeld machen die Dinger sehr viel Sinn und wenig Dreck.
Und es gibt ja auch schon Stromer von etablierten Herstellern. Nur leider zu einen sehr hohen Kurs.
Als Beiboot für das Wohnmobil, besonders in Hinblick auf das Gewicht und der Reichweite, braucht es vielleicht noch etwas Zeit.
MountainBiker hat geschrieben: Wenn man dies und die Brennstoffkosten/Energiekosten über den Lifecycle summiert schaut dies schon anders aus!
Auch da habe ich etwas Bedenken. Zuhause kann ich den Roller für ca. 30 Cent/Kwh laden. Unterwegs sieht das aber oft anders aus! Auf Stellplätzen variieren die Stromkosten schon recht stark. Da kann man auch schon einmal einen Euro für die Kwh zahlen.
Der ADAC Vergleichsgewinner aus Spanien hat einen Verbrauch inkl. Ladeverluste von 5,7 Kwh (kWh/100km) und kommt damit ca. 90Km weit.
--> LinkEin HONDA VISION 110 ist mit 1,9L/100Km angegeben. Real werden es aber wohl 2,5-3 Liter sein und damit eine etwa doppelt so große Reichweite wie der Stromer, aber bei mehr Leistung.
Die Kosten für den Betrieb werden sich wohl ziemlich die Waage halten.
Was ist mit einem Roller im Wohnmobil, wenn keine Steckdose in der Nähe ist?
Mit Solar laden? Hmm.
Auch die Ladezeit ist nicht zu vernachlässigen. Teilweise viel Stunden, weil ja nur mit 230V und wenigen Ampere geladen wird. Das sind ja keine Tesla.
Doch das beantwortet leider nicht die Fragen des Themenstarters, der sich diesbezüglich bestimmt schon schlau gemacht hat.
Trotzdem, es lesen ja auch andere Interessierte mit.
LG Carsten