Franky70 am 08 Jun 2022 09:46:35 Hallo, mich würde mal interessieren, welche durchschnittliche Lebenszeit so eine LiFepo4 Batterie hat. Ich weiß, das hängt von den Ladezyklen ab, aber hat schon jemand Erfahrung über die Haltbarkeit. Ich bin momentan etwas unsicher, was ich machen soll, da meine beiden Naßbatterien nach 5 Jahren den Geist aufgegeben haben. Würde mich über Infos freuen.
Trashy am 08 Jun 2022 10:21:31 Das kann wohl niemand sagen. Eine LiFeYPo wird dich aber vermutlich überleben.
Altmaerker39638 am 08 Jun 2022 10:40:56 Hallo, diese Frage kann wohl niemand richtig beantworten. Die Lebensdauer "soll" von den genutzten Zyklen der Lithium abhängen. In den Angaben schwankt es von 3000 bis 5000 Zyklen, aber dann sollen diese B. auch noch 70-80 % der versprochenen Kapazitäten haben... Wir haben 2 x 150 Ah und in echt aber 312 Ah, da diese B. meistens mehr Kapazität als angegeben haben. Nutzungszeitraum ist 1 Jahr jetzt und es sind gerade mal 21 Zyklen gelaufen! Also wenn es so weiterläuft überlebt die B. meine Nutzungszeit.... :oops:
Franky70 am 08 Jun 2022 10:49:00 Hallo Regina & Joachim, vielen Dank schon mal für die Info.
huohler am 08 Jun 2022 11:06:19 Bisher habe ich noch von keinem Nutzer gehört dessen LiFePO bei normaler Wohnmobilnutzung Altersschwäche (größere Kapazitätseinbußen) gezeigt hätten. Die ältesten sind jetzt ca. 10 Jahre alt. Zumindest was die Zellen betrifft. Ich befürchte eher geht die Elektronik drumherum (BMS) kaputt. Hubert
gordan am 08 Jun 2022 11:47:28 Ich kann auch nicht sagen wie hoch die Lebensdauer ist!? Bei uns, Winston 400Ah seit 10.2013, gute achteinhalb Jahre in Dauerbetrieb, bis jetzt absolut tadellos ohne eineinzigen Aussetzer. Kein Kapazitätsverlust oder Problem mit BMS. :)
Gruß Gordan
leverkusen3 am 08 Jun 2022 11:49:32 Hallo
LifePo4 Akkus altern bei unserem Gebrauch weniger durch die Zyklen, als durch die Zeit.
Dabei kennen sie im Gegensatz zu Bleiakkus keinen plötzlichen Totalausfall durch Plattenschluss.
Die Kapazität wird einfach immer geringer, so das sie bei ein wenig Überdimensionierung auch nach einem Jahrzehnt noch funktionieren. Da die ältesten mir bekannten Anlagen dieses Alters, die noch im Gebrauch sind, noch tadellos funktionieren, kann man Spekulieren, wie lange sie noch halten.
Viel länger als eine Bleibatterie auf jeden Fall.
Ein Vergleich mit den gleichen Batterien, die als Traktionsbatterie im Auto verwendet werden, ist nicht zulässig, weil wir keine zyklische, vollständige Entladung vornehmen.
Was LifePo4 Batterien nicht vertragen ist Überladung und Tiefentladung. Die einzige mir bekannte Lithium Batterien die defekt war ist abgestellt entladen worden und hat in diesem Zustand über Monate gestanden.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas
popey46 am 23 Okt 2023 13:57:47 Meine Super-B mit 160Ah ist nun etwas über 7 jährig und zeigt schon deutliche Schwächen vor allem wenn der 1500W Wechselrichter viel Strom liefern soll. Die Spannung sinkt auf 11.5V. Ohne Wechselrichter Betrieb bleibt die Spannung bei 12.8V. Ich habe Super-B angeschrieben aber bis jetzt keine Antwort erhalten. Für den Winter muss ich sie wohl wechseln, wenn die Alde Heizung regelmässig Strom zieht. Gruss Fredi
Luppo am 23 Okt 2023 14:40:32 Bei den üblicherweise prospektierten 3.000-5.000 Ladezyklen gehe ich mal real von 1.000 aus. In knapp 2 Jahren haben ich derzeit 45 Zyklen geladen. Daher muss ich mir über das Ende des Akkus mutmaßlich keine Gedanken machen, eher über meins.
gordan am 23 Okt 2023 15:02:58 Ich kann fast wiederholen was ich Mitte letztes Jahres schon geschrieben habe: Winston LiFeYPO4 400Ah, auch nach zehn Jahren fast ununterbrochener und absolut wartungsfreier Nutzung, zeigt noch keine Schwächen. Auch nicht bei Wechselrichter und Induktionskochplatten Betrieb, da wir eher keine Gas-Kochmöglichkeit haben. :)
Gordan
HartyH am 23 Okt 2023 15:52:37 meine Winston LiFeYPO4 400Ah 24V sind jetzt ca. 8,5 Jahre im Dauerbetrieb und haben die Rüttelpisten in Asien und Australien bestens überstanden. Wir haben kein Gas an Bord und machen alles mit einem 5kW Multiplus, da laufen auch schon mal Induktionsherd und Waschmaschine parallel. Resümee: Die 400 Ah sind wirklich noch vorhanden. Meines Erachtens werden die meisten LiFePO4 nicht richtig geladen, d.h. die BMS sind auf eine recht niedrige Abschaltspannung eingestellt und die Balancer können nicht richtig balancieren. Die Zellenspannung bei LiFePO4 sollte schon 3,6 V haben. Bei Winston LiFeYPO4 sollten es 3,65 V/Zelle sein. Das ist aber nur meine Meinung dazu :|
Stocki333 am 24 Okt 2023 10:48:15 popey46 hat geschrieben:Meine Super-B mit 160Ah ist nun etwas über 7 jährig und zeigt schon deutliche Schwächen vor allem wenn der 1500W Wechselrichter viel Strom liefern soll. Die Spannung sinkt auf 11.5V. Ohne Wechselrichter Betrieb bleibt die Spannung bei 12.8V.
Die Spannungslage hat aber keinen,geringen Einfluss auf die Kapazität. Das Verhalten deines Accus könnte aber auch an den verbauten Zellen liegen. Sind die Zellen nicht für Hochstromentladungen spezifiziert. Haben sie dieses Verhalten. Sagt aber gar nix aus über die Lebensdauer, die du noch zur Verfügung hast. Noch ein Detail ist die Temperatur. Ist die Temp. bei Hochstromentladung niedrig. Geht auch die Spannung in den Keller. Diesen Effekt kenn ich auch von meinen Winston. Je kälter die Zellen sind, desto schlechter die Spannungslage. Im Sommer kann ich sehr gut die Kapazität aufgrund der Spannung abschätzen. Aber im Winter lüge ich mich selber an. :cry: Da funktioniert das nicht so gut. So mal als Tipp für dich. Kauf dir eine günstige 50-100 Ah Lithium. Und schlies sie einfach dazu. So teilen sich die Ströme auf und du sparst dir den Tausch des Accus. Und schonst ihn damit. Bei den Preisen die momentan vorhanden sind. EIne preiswerte Alternative. Franz
chrisgraham am 30 Okt 2023 09:49:00 Franky70 hat geschrieben:Ich weiß, das hängt von den Ladezyklen ab, aber hat schon jemand Erfahrung über die Haltbarkeit.
Vielleicht kann es dir helfen Halten Sie die Batterietemperatur unter 45℃ (unter 30℃, wenn möglich) – Dieser Punkt ist bei weitem der wichtigste! Halten Sie Lade- und Entladeströme unter 0,5 C (lieber 0,2 C). Halten Sie die Akkutemperatur beim Entladen nach Möglichkeit über 0°C. Entladen Sie die Batterie nicht unter 10 % – 15 % SOC, es sei denn, Sie müssen es wirklich tun. Halten Sie die Batterie nach Möglichkeit nicht bei 100 % SOC. Laden Sie die Batterie nicht auf 100% SOC auf, sofern dies nicht notwendig ist.
Stocki333 am 30 Okt 2023 10:06:14 chrisgraham hat geschrieben: Laden Sie die Batterie nicht auf 100% SOC auf, sofern dies nicht notwendig ist.
Und dieser Punkt ist in meinen Augen nicht korrekt. Dazu gabs die letzten Jahre genug Debatten hier im Forum. Es ist nicht meine Aufgabe, dafür zu sorgen das er nicht auf 100 % SOC geladen wird. Um dann immer wieder nachzuschauen, ob er noch in der Balance ist. Die Zeit ist besser für andere schöne Dinge des Lebens zu verwenden. Franz
gordan am 30 Okt 2023 12:47:33 chrisgraham hat geschrieben:……Halten Sie die Batterietemperatur unter 45℃ (unter 30℃, wenn möglich)….Lade- und Entladeströme unter 0,5 C (lieber 0,2 C)…Akkutemperatur…über 0°C. Entladen…nicht unter 10 % – 15 % SOC, es sei denn, Sie müssen es wirklich tun. Halten Sie…nicht bei 100 % SOC. Laden….nicht auf 100% SOC….
Ich habe zehn Jahrelang versäumt mich dran zu halten, an das was du alles geschrieben hast! Eigentlich müßten meine Winston LiFeYPO4 schon Schrott sein!? Sprichst du aus Erfahrung? :) Gordan
Stocki333 am 30 Okt 2023 16:32:42 gordan hat geschrieben:Eigentlich müßten meine Winston LiFeYPO4 schon Schrott sein!? Sprichst du aus Erfahrung? :)
Dem kann ich mich nur anschliessen. Aber eine gute Definition der Grenzen die irgendwelche Leute fabrizieren um sich aus der Garantie zu winden. Ich stelle mir das vor, wenn man solche Sachen in den Prospekt schreibt. Deren Lager werden nicht leer. Dann gibts keine Lieferschwierigkeiten. Wir würden noch immer mit Blei überladen durch die Gegend fahren. Und Landstromsteckdosen suchen. Und lernen tut man von denen, die die Accus fordern. Und nicht von den Übervorsichtigen. Die jeden Schaß weitergeben der irgendwo geschrieben steht. Franz
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