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Die letzte Reise liegt fast neun Monate zurück und in dieser Zeit hat unser Womo einige Veränderungen erfahren. Der alte Thule-Fahrradträger hat einem neuen Busbiker Platz gemacht, der es nun erlaubt, neben Birgits E-Bike und meinem alten Herrenrad sogar ein drittes, mein Rennrad, mitzunehmen. Abgesehen davon ist das Handling nun unvergleichlich komfortabler und die Lebensdauer der Türscharniere wird um Jahre verlängert. Der alte Gasherd, der immer wieder Probleme machte, wurde durch einen neuen ersetzt und zu guter Letzt hat Birgit die schweren Töpfe durch neue ersetzt, die leichter, platzsparender und zudem stylischer anzuschauen sind. Genauso wie der neue Wasserkessel. In einem Notizbuch schreiben wir mehr oder weniger regelmäßig unsere Erlebnisse auf, damit wir nichts vergessen. Deshalb steht das „ich“ mal für Birgit und mal für Gert.
Mittwoch, 15. Juni
Dreieinhalb Wochen haben wir nun Zeit. Soviel wie noch nie. Das Womo haben wir am Vorabend zum größten Teil gepackt und starten gegen 13 Uhr. Allerdings erst einmal zur Tankstelle. Mit vollem Tank fährt es sich nun mal entspannter. Wir fahren Richtung Freiburg. Fast schon Routine. Und wie es sich in der Vergangenheit bewährt hat wechseln wir uns alle zwei Stunden mit dem Fahren ab. Es ist heiß, die Klimaanlage brummt, wir rollen mit Tempomat gemächlich dahin, verkehrstechnisch ruhig, das lang ersehnte Womo-Urlaubsgefühl, es ist da.
Erster Kaffeestopp kurz vor Freiburg. Es ist heiß. Netter Parkplatz, wenig Schatten. Ein Motocrossfahrer hält wenige Meter neben uns, zieht gleich die schwere Lederjacke aus. Ein güldenes Trikot erscheint, ich denke, kommt mir bekannt vor. Na klar,auf dem Rücken steht in fetter Schrift Eintracht und Kamada. Dann sehe ich auch das F-Kennzeichen. Ich sage „geiles Trikot“, er „ja, ne?“, ich „und, wo geht’s hin?“, er „Italien, mit Kumpels treffen zum Offroad-Crossen. Und ihr? Wo kommt ihr her?“ Ich: „erstmal nach Spanien, dann mal schau-en. Wir kommen übrigens aus Offenbach.“ Er, „achso, na dann, trotzdem gute Fahrt.“
Die Straßenbeschilderung verändert sich, wir sind in Frankreich. Unser geplantes Ziel, den WoMo Stellplatz in Reventin Vaugris erreichen wir heute zwar nicht, finden aber im Internet einen tollen Übernachtungsplatz auf einer Autobahnraststätte, der A39, ca. 40 Kilometer vor Bourg en Bresse. Er heißt Aire du Poulet de Bresse und ist absolut empfehlenswert. Sauber, ruhig, viel Platz und topfeben. Wir stellen uns an den Rand einer großen Wiese mit etwas Abstand hinter einen schwedischen Alkoven, und verspeisen genüsslich unser traditionelles erstes Essen auf Reisen: Würstchen mit Kartoffelsalat.
Donnerstag, 16. Juni
Nach einer tropischen Nacht sind wir früh wach und fühlen uns dennoch erholt. Ein kleines Frühstück auf der Wiesen-Picknickgarnitur und um 07:30 Uhr geht’s direkt vom Parkplatz auf die Autobahn.
Die Außentemperaturen steigen und steigen. 37 Grad. Ohne Klimaanlage wäre es unerträglich. Das übliche Verkehrsaufkommen um Lyon wollen wir nicht als Stau bezeichnen und sagen uns: „Langsam reisen ist auch schön“. Bei Perpignan verlassen wir die Autobahn und rollen ab jetzt auf der N116, die sich zwischen grünen Hügeln und kleinen Ortschaften lang-sam in die Höhe schlängelt. Birgit, die unbestrittene Kulturbeauftragte von uns beiden, hat mal wieder ganze Vorarbeit geleistet und einen besonderen Zwischenstopp markiert. Die Grotte des Canalettes. Diese atemberaubende Höhle in der Nähe von Villefranche-de-Conflent ist Teil eines ausgedehnten unterirdischen Netzes von Kanälen und Seen, das 1957 von Henri Salvayre, einem französischen Hydrogeologen entdeckt wurde. 20 Jahre später erforschte er mit dem Höhlenkundler Edmond Delonca diese Höhlen erneut und gemeinsam entdeckten sie 1982 den sogenannten weißen Saal. Die beiden Forscher veranlassten die öffentliche Einrichtung der Grotte, und diese ist absolut sehenswert. Schon allein der Temperatur wegen. Draußen 38 Grad, drinnen 14. Herrlich. Die Höhle ist zu Fuß auf einem halben Kilometer langen Rundkurs zu begehen. Überwiegend auf metallenen Stegen und Treppen. Zahllose, teils mehrere Meter hohe Stalagmiten und Stalaktiten, von bunten Strahlern faszinierend in Szene gesetzt säumen die steilen Treppen links und rechts. Nichts für Besucher mit Knieproblemen.
Am Ende des Rundkurses liegt verkaufstechnisch geschickt der Souvenirbereich und nach rund einer Stunde stehen wir leicht unterkühlt im Freien bei sengender Hitze und empfinden diese für wenige Minuten als muggelig warm. Wir sind nun mitten in den Pyrenäen.
Der Ducato windet sich meist im 2. Gang geräuschvoll um die engen Kurven und nach jeder Biegung tut sich ein neuer atemberaubender Ausblick auf. Zeit für einen Pause. Wir finden einen schattigen Platz zum Halten und die Freude über einen Kaffee aus dem neuen stylischen Kessel währt nur wenige Sekunden. Der neue Gasherd verweigert seinen Dienst. Keine Flamme. Kein Gasgeräusch. Und vor allem kein Problem. Wie schön, dass wir den neuen Busbiker haben, denn endlich können wir ja ohne schlechtes Gewissen unterwegs die Hecktüren öffnen, um nach dem Gas zu schauen. Doch diese Freude währt noch kürzer. Der Busbiker lässt sich nicht öffnen. Das Ding sitzt bombenfest. Kein Rütteln, ziehen oder heben hilft. Wir schauen uns fragend an – die drei Räder abmontieren für einen Kaffee? Frustriert steigen wir ein und winden uns weiter durch die Kurven, jetzt auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz und, noch wichtiger, nach einer Tankstelle. Der Ducato braucht Diesel. Nach der einzigen Tankstelle weit und breit finden wir sogar noch einen Campingplatz. In der Nähe von Saillagouse. Er heißt Llisa Camping und ist nichts Besonderes. Viele Mobilehomes, wenige Stellplätze und noch weniger Gäste. Für 20 Euro die Nacht stehen wir auf einer kleinen Parzelle mit mehr oder weniger Blick ins Tal.
Einziges Highlight: Le petit Train Jaune. Europas höchste Eisenbahnlinie in Meterspur, die ursprünglich dazu diente, die Hochebenen der Cerdagne mit den übrigen Pyrénées-Orientales zu verbinden. Die 63 km lange Route zwischen Villefranche-de-Conflent und La-tour-de-Carol überwindet einen Höhenunterschied von 1.200 Metern. Er kündigt sich lautstark an und wir sehen ihn auf dem gegenüberliegenden Berghang langsam vorüber fahren.
Was ist nun mit dem Gas? Räder runter, und zack, der Busbiker lässt sich problemlos öffnen. Das soll einer verstehen. Gaskasten auf und siehe da, der Crashsensor hatte ausgelöst. Ein kleines Knöpfchen hatte uns also die Kaffeepause vermiest. Knopf rein, Flamme an. Vorsichtshalber fetten wir die Verriegelung des Busbikers etwas ein, damit er sich beim nächsten Mal leichter öffnen lässt. Vor dem Essen möchten wir unbedingt noch duschen. Nach zwei Tagen Dauerhitze freuen wir uns auf ein erfrischendes Nass. Das Duschhaus habe ich mangels Gästen komplett für mich alleine. Dusche an und das Wasser schießt kalt aus dem verkalkten Duschkopf. Von eiskalt geht es für wenige Sekunden über in angenehm warm und direkt in kochend heiß und verbleibt bei einer Temperatur mit der ich mir morgens meinen Kaffee überbrühe. Dummerweise hatte ich mich in der Angenehm-warm-Phase eingeseift und stehe nun vor der Wahl, eingeschäumt oder hummerrot das Duschhaus zu verlassen. Da kommt mir die Idee einfach eine Dusche weiter zu gehen, in der Hoffnung noch einmal die ersten beiden Phasen zu erwischen, und siehe da, es funktioniert. Birgit ist offensichtlich nicht so empfindlich. Sie schafft das Ganze in einer Duschperiode. So heiß wie der Tag war, so angenehm kühl wird die Nacht auf 1300 Meter Höhe.
Freitag, 17. Juni
Wir haben gefrühstückt, der Wassertank ist aufgefüllt. Um 08:30 Uhr sind wir abfahrbereit.
Zunächst geht es nur bergab. Der Übergang von Frankreich nach Spanien ist fließend. Wir bemerken es kaum und befinden uns nun auf der N260.
In La Seu d’Urgell, einem kleinen Städtchen, machen wir Halt. Wir wollen Brot und Hackfleisch kaufen. Die Straßen sind so eng und voller parkender Autos, dass ich nur in einer gestrichelten Parkverbotszone halten kann. Ich warte am Steuer während Birgit zu Fuß nach einem Bäcker und Metzger sucht. Nach erfolgreichem Einkauf verheddern wir uns mehrmals in dem Straßenwirrwarr der Innenstadt, erst nach mehrmaligem Abbiegen in die eine oder andere Straße finden wir wieder auf die N260 Richtung La Pobla de Segur und El Pont de Suert.
Wir wechseln auf die N230 und schlängeln uns um einen See, weiter entlang eines Flusses und durchfahren 13 Tunnels. Diese sind tatsächlich nummeriert.
Die Straßen werden langsam holpriger. Wir sind in Aragonien. Die Fahrgeräusche nehmen deutlich zu, die Reisegeschwindigkeit nimmt dafür ab. Die Straßen sind teilweise katastrophal. Spätestens an diesem Tag reift in uns der Gedanke, sich doch mit einer Luftfederung aus dem Hause Goldschmidt zu beschäftigen.
Während ich mich auf die holprigen Straßen konzentriere, durchstöbert Gert das Internet und macht sich schlau zum Thema Luftfederung. Er liest mir sämtliche Vorzüge dazu vor. So richtig folgen kann ich ihm nicht. Im Geiste versuche ich, mir ein paar Sätze auf Spanisch zurecht zu legen. Die Spanier rollen das „R“ ordentlich und lispeln das „S“: Barrdenath Rrrealeth … hört sich an, wie ein Trommelwirbel.
Aus der N230 wird die N240. Die Landschaft hingegen bleibt konstant wunderschön. Es folgen sechs weitere Tunnels und unzählige Risse im Asphalt. Auf schmalen Landstraßen fah-rend breitet sich eine unendlich weit erscheinende Landschaft vor uns aus. Ein wenig ähnelt es Namibia. Ok, es fehlen die Elefanten und Zebras sehen wir auch keine, aber diese weite, karge Landschaft, lässt sich durchaus damit vergleichen. Als wir langsam damit rechnen, dass unser Fahrwerk ernsthaft Schaden nehmen könnte, werden die Straßen von jetzt auf gleich besser, denn wir sind nun in Navarra. Von weitem können wir schon die Bardenas Reales erahnen.
Wer in die Bardenas Reales fahren will, sollte eine Nacht auf dem Stellplatz vor den Höhlen von Arguedas verbracht haben. Der Stellplatz liegt direkt unterhalb des Bergs mit den Höhlen. Er ist geschottert, parzelliert und alleine schon des beeindruckenden Fotomotivs wegen ein unbedingtes Muss. Und er ist kostenfrei. Die Entsorgung ebenso. Frischwasser gibt es ca. 100 Meter vom Stellplatz entfernt, sofern man sich vorher in irgendeinem Geschäft einen Jeton für 2 Euro gekauft hat. Angeblich gibt es dafür 100 Liter.
Wir fahren auf den Stellplatz, der noch genügend freie Plätze bietet. Es ist später Nachmittag und Gert sah in den letzten Stunden mehrmals mit angstvollem Blick auf die Außentemperaturanzeige. 42 Grad. Bis jetzt hat uns die Klimaanlage den Tag erträglich gemacht. Nach Erreichen der endgültigen Parkposition und Abschnallen ahnt Gert schon beim Öffnen der Beifahrertür, dass ihn gleich der Schlag treffen wird. Es ist schlicht unerträglich. Er bewegt sich in Zeitlupe, holt zwei Stühle aus dem Heck und schleppt sich 20 Meter vom Auto entfernt in den Schatten. Ich, von dem herrlichen Panorama beeindruckt, geselle mich erst einmal dazu. Es geht ein leichter Wind, nur bringt der keine Kühlung, das ist wie Sitzen vor einem laufenden Umluftherd bei offener Klappe. Nun zeigt das Thermometer 42,7 Grad. Die Stunden bis zum Sonnenuntergang vergehen, wenn auch langsam. Der Stellplatz füllt sich.
Während Gert mit einem nassen Waschlappen auf den Kopf apathisch rumsitzt und in regelmäßigen Abständen 42,7 Grad warmes Mineralwasser in sich hineinschüttet, wende ich meine mir angeeigneten Spanischkenntnisse bei unseren Stellplatznachbarn an und erkundige mich: „Visite las Bardenas Reales o haber estado ya alli?“ (besuchen Sie die Bardenas Reales oder waren Sie schon dort?) … „Es hermosa alli?“ (ist es schön dort?) Zuerst blicke ich in ein fragendes Gesicht. Zögerlich kommt eine Antwort: „Bien“. Dieser Nachbar ist kein Spanier sondern ein Belgier. Ein anderer mischt sich in unsere einseitige Konversation ein und antwortet umso freudiger: „Si, senora, es muy bonito“. Na geht doch :) Und weil das gerade so gut läuft, frage ich noch, wo denn die Entsorgungsstation sei: „Donde vaciar las aguas residuales?“ Mein spanischer Gegenüber versteht mich auf Anhieb und weist mir den Weg.
Anschließend kochen wir Nudeln und Hackfleischsoße.
Mit dem letzten Tageslicht besichtigen wir nach dem Essen, mittlerweile ist es auf 40 Grad abgekühlt, die berühmten Höhlen von Arguedas. Einige von Ihnen, in denen bis in die 60er Jahre noch Menschen lebten, kann man begehen, die meisten aber sind aus Sicherheits-gründen gesperrt.
Bis nach Mitternacht sitzen wir draußen vor dem Womo. An Schlafen ist noch nicht zu denken. Im Freien sind wir allerdings leichte Opfer der vielen und ziemlich aggressiven Stechmücken. Mit wenig Hoffnung auf Verschonung sprühen wir uns mit Antibrumm ein. Unsere Reste vom Abendessen wandern immer noch warm in den Kühlschrank. Abkühlung ist nicht in Sicht.
Samstag, 18. Juni
Wir haben die Nacht überlebt. Während sich die Stechmücken ansonsten lieber bei Gert aufhalten, haben sie mich dieses Mal nicht verschont. Mein linker Oberarm sieht aus, als hätten mich die Affenpocken heimgesucht. Unzählige Stiche. Quaddeln überall.
Wir sind die ersten, die den mittlerweile gut besuchten Stellplatz in Richtung Bardenas ver-lassen. Nach wenigen Kilometern stehen wir vor dem flachen, neuen Informationsgebäude. Wir werden freundlich begrüßt, bekommen einen Plan und erklärt, wie wir uns in dem Natio-nalpark zu verhalten habe. Das ganze wieder kostenfrei.
Nach wenigen hundert Metern kommt der erste Point of View. Wir steigen aus, und nach 50 Metern Fußweg gelangen wir an einen Punkt von dem aus wir einen ersten beeindruckenden Rundumblick über die Bardenas haben.
Wir fahren weiter, sind nahezu allein unterwegs. Die Ausblicke und Eindrücke sind überwältigend. Auf einem ca. 38 Kilometer langen geschotterten, staubigen Rundkurs durchfährt man ein Gebiet, das weitläufiger kaum sein kann und von dem man nicht glauben mag, dass es mitten in Europa liegt. Kleiner Wermutstropfen – im Prinzip ist das Ganze eine Einbahnstraße, es wird geraten, nach der ersten Gabelung rechts abzubiegen. Die vielen Wege, die den Hauptweg verlassen, dürfen wir nicht befahren. Fast alles ist Militärgebiet. Was die hier wohl machen?
Rund drei Stunden später passieren wir wieder den Eingangsbereich und der Wunsch nach einer Luftfederung wird immer größer. Abgesehen davon sieht das Womo aus als wären wir Paris-Dakar gefahren. Es ist völlig eingestaubt. Am schlimmsten sehen die Fahrräder auf dem Busbiker aus. Hätten wir das vorher gewusst, hätten wir sie an der Info stehen lassen und auf dem Rückweg wieder mitgenommen. Wir erinnern uns an Arguedas, den Stellplatz, Frischwasser, 100 Liter, 2 Euro. Also zurück nach Arguedas.
Wir besorgen in einer Bar für 2 Euro einen Jeton, den man für den Hydranten braucht. Es ist mittlerweile genauso heiß wie gestern. Wir stehen in der prallen Sonne vor diesem Hydranten und wissen nicht, wie wir an das Wasser kommen sollen. Wir finden den Münzeinwurf nicht. Dort wo er sein sollte ist ein Loch groß wie eine Zigarettenschachtel. Gert überlegt, ob vielleicht am Ende dieses Loches ein Trichter sein könnte, der die Münze automatisch … und wirft den Jeton einfach in dieses Loch. Es macht Pleng und es passiert natürlich nichts. Letzter Versuch. Gert verbiegt akrobatisch seine Hand und greift in das Loch um den Jeton zu retten, holt stattdessen eine lose Platine heraus. Endlich begreifen wir … das Ding wurde geknackt.
Wenig später auf der Autobahn finden wir durch Zufall eine Waschanlage für LKWs. Für drei Euro und 10 Minuten später sieht unser Womo wieder aus wie neu.
Wir müssen dringend tanken. Abseits der Autobahn finden wir eine große Tankstelle. Das Display der Zapfsäule zeigt 153 €, die freundliche Kassiererin möchte aber „nur“ 135 €. Keine Ahnung warum, aber wir kommen in den Genuss einer Rabattaktion.
Ziel des heutigen Tages ist das Ebro-Delta.
Wir fahren teils auf der Autobahn, teils auf Landstraßen in südöstlicher Richtung und sehen kaum einen Menschen. Es gibt keine Städte oder Dörfer, so gut wie keine Häuser die man sonst vereinzelt sieht, und Autos begegnen uns auch kaum. Für rund eineinhalb Stunden kommen wir uns recht einsam vor.
Birgit setzt sich langsam mit dem Universum in Verbindung und wünscht sich spätestens nach der vierten Kurve einen Supermarkt. Denn wir brauchen Wasser und auch sonst gehen unsere Vorräte zur Neige. Birgits Wunsch wird schnell erfüllt. In Flix, der Ort heißt wirklich so, finden wir parallel zur Hauptstraße einen Supermarkt, parken direkt vor dem Eingang und decken uns mit dem Nötigsten ein.
Auf Birgits Kulturzettel ist Miravet notiert, ein sehenswerter Ort am Ebro, den wir uns auf un-serem Weg ins Ebro-Delta anschauen möchten. Leider kann man mit dem Womo nicht im Ort selbst parken. Wir halten vom Ortskern etwas entfernt und laufen wenige Meter ans Ufer.
Zu mehr als ein paar Fotos zu machen, haben wir allerdings aufgrund der Hitze keine Lust und fahren weiter auf den Stellplatz Camper Area Amposta, irgendwo hinter Deltebre. Der Stellplatz bietet für mehr als 60 Mobile Platz, ist tellereben asphaltiert und sehr sauber. Er kostet 9 Euro die Nacht. Dafür gibt‘s Ver- und Entsorgung. Allerdings nur, wenn man rechtzeitig kommt. Es ist 21 Uhr und wir sind zu spät. Der Kiosk, an dem man bezahlen müsste hat zu, und die Frischwasserzufuhr, die wir dringend brauchen, ist abgestellt. Wir müssen also bis zum nächsten Morgen warten. Das Ebro-Delta ist für Ornithologen sicherlich ein Highlight, für uns aber ist es die Hölle. Stechmücken über Stechmücken vermiesen uns den Abend bei tropischen Temperaturen und ebensolcher Luftfeuchtigkeit.
Selbst unter erschwerten Stechmückenbedingungen wird Birgit nicht müde, sich nach Sehenswürdigkeiten in der Umgebung umzuschauen. So findet sie am frühen Morgen auf ihrem Handy ein Reis-Museum, das d’ Arros Moli de Rafelet in Deltebre. Das Navi führt uns in ein Wohngebiet, in eine ruhige Straße. Das Haus sieht zwar nicht nach einem Museum aus, wir gehen aber dennoch hinein. Ein infernalisch lauter Brummton kündigt unser Eintreten an. Es ist weniger ein Museum eher ein kleiner Verkaufsraum mit alten Holzregalen, der einem Produktionsgebäude vorgelagert ist. Bilder aus vergangenen Zeiten hängen an den Wänden und hie und da lehnt aus Gründen der Dekoration ein alter Reissack an der Wand. Der Betreiber der Reismanufaktur, Herr Rafelet, begrüßt uns freundlich. Auf Spanisch, Französisch, Englisch und mit Hilfe der Google-Übersetzung auf dem Handy, erklärt uns dieser nette Mann die unterschiedlichen Reissorten und gibt uns Tipps für eine richtige Paella. Wir verstehen nicht alles, nur soviel: Der Bomba ist der einzig wahre Paella-Reis, er darf niemals gewaschen werden und einmal angebrochen muss er im Kühlschrank aufbewahrt werden. Wir kaufen mehrere 500-Gramm-Päckchen und zudem, wenn man schon mal ein einem Reismuseum ist, zwei Gläser Honig. Lavendel und Kastanie.
Mittlerweile sind wir den 5. Tag unterwegs. Nach knapp 2000 Kilometern wollen wir mal ein wenig die Seele baumeln lassen. Nächstes Ziel ist der Campingplatz Cala d’Oques kurz vor I’Hospitalet de l‘Infant, auf dem wir schon Weihnachten 2019 standen. 62 Kilometer Fahrt, ein Katzensprung.
Der Campingplatz liegt direkt am Meer. Von der Landstraße biegt man links auf den geschot-terten, hundert Meter langen Zufahrtsweg, der direkt vor der Rezeption endet. Es ist Sonntag und der Weg ist rappelvoll mit Fahrzeugen aller Art. Ein spanischer Autofahrer, der mir entgegen kommt signalisiert unmissverständlich „Hier geht nichts mehr, alles voll“. Ich warte im Womo während Birgit zur Rezeption eilt. Die Minuten vergehen und ich daddel auf dem Handy rum, als ich aufschaue und Birgit wild gestikulierend mir entgegen ruft „Beeil dich, es ist noch EIN Platz frei“. Wieder mal Glück gehabt. Der letzte Platz in der ersten Reihe und direkt am Strand.
Montag, 20. Juni
Wir genießen die Ruhe, die Sonne und das Meer. Sitzen, lesen, in die Gegend schauen und hin und wieder was Leckeres essen oder trinken. So vergehen die ersten Tage. Viel zu er-kunden gibt es nicht in der direkten Umgebung.
Nach I’Hospitalet de l’Infant sind es 2,5 Kilometer zu Fuß oder mit dem Rad auf dem parallel zum Strand verlaufenden Weg. Im Ort gibt es alles was man braucht. Bäcker, Metzger und den besten Obst- und Gemüseladen Spaniens. Wobei das mit den Bäckereien so eine Sache ist. Wirklich lecker sind weder Brot noch die süßen Sachen. Es gibt nur einen Bäcker, der wirklich gutes Brot hat: La Boulangerie. Für den ersten Morgen haben wir bei der Rezeption Baguette bestellt. Das schlechteste, das wir jemals gegessen haben. Leicht wie ein Bierdeckel und schmeckt nach Pappe. Mehr als die Hälfte bekommen wir nicht runter. Die andere Hälfte hat Gert konsequenterweise dem Altpapier zugeführt.
Überhaupt sind wir sehr von dem Abfallsystem angetan, das sich die holländischen Betreiber des Campingplatzes ausgedacht haben. Alle paar Meter stehen unter Bäumen kreisförmig vier schwarze Plastikkübel, die unterschiedlich farbig markiert sind. Gelb für Plastik, Grün für Glas, Blau für Papier und Schwarz für Restmüll. Die Finger kann man sich nicht schmutzig machen, es gibt keine Deckel. Simpel und hygienisch zugleich, nichts stinkt, denn die Kübel werden mehrmals täglich geleert.
Der Campingplatz ist naturbelassen aber gepflegt. Es gibt keine Parzellen oder markierte Stellbereiche.
Und die Sanitäranlagen sind spitze, sie haben die von uns bevorzugten Einhebelmischer. Die großen Duschen verfügen im Vorraum über ein Waschbecken mit Spiegel, genügend Ablagemöglichkeiten mit Haken, und manche Duschen haben sogar noch eine Toilette. Und der freundlichste aller Badreiniger, oder auch Facility Manager genannt, begrüßt dich jedes Mal mit einem „Hola“ und einem freundlichen Lächeln. Die Tage plätschern so dahin. Es ist heiß und windig.
Der Wind bläst meist aus südöstlicher Richtung und so wie wir stehen, macht es der Markise nichts aus, was uns aber nicht davon abhält, regelmäßig die Wetter-App zu verfolgen. Böen zwischen 50 und 55 km/h sind für uns das Maß der Dinge. Gehen die Werte höher, kurbeln wir die Markise rein, wobei wir das in der Regel eher nach Gefühl machen. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Wer schon mal mit seinem Womo am Meer direkt am Strand stand, weiß sicherlich, dass das nicht ohne Risiko ist. Wir sind aber tiefenentspannt und lassen die Markise gegen unsere Gewohnheit, sie nachts einzufahren, einfach draußen. Sie ist ja gut befestigt.
Gegen halb 4 Uhr morgens werde ich durch ein Rumpeln und Wackeln geweckt, denke zu-nächst an ein Gewitter, merke aber schnell, dass draußen ein ordentlicher Sturm tobt. Das kennen wir noch von 2019. Damals erlebten wir den schlimmsten Sturm unserer Womo-Geschichte. Dieses Mal war kein Sturm vorhergesagt. Eine halbe Stunde beobachte ich das Treiben, unschlüssig, ob ich Gert wecken soll, oder nicht. In dieser Hinsicht bin ich die Ängstlichere von uns beiden. Gert traut der Markise und den Sturmbändern mehr zu als ich. Irgendwann reicht es und ich wecke Gert. Gemeinsam beobachten wir durch das Fenster der Schiebetür unsere Markise, die sich tapfer gegen den Sturm stemmt. Die Böen sind so heftig, dass sie die Gelenke der Markise für Sekunden nach unten drücken. Die Plane schlägt zudem lautstark mit heftigem Flattern auf das Gestänge. Wahrscheinlich hätte sie standgehalten, wir aber haben keine ruhige Minute mehr aus Angst, gleich in der ersten Woche un-sere Markise zu verlieren. Zwischen zwei Böen gehen wir raus. Während ich an der Markise hänge und sie unten halte, löst Gert die Heringe und kurbelt die Markise ein. Befreit von allen Sorgen legen wir uns wieder hin. Es ist ja noch dunkel.
Dienstag, 21.Juni
Am frühen Morgen stellt sich heraus, dass wir mit unserer Vorsichtsmaßnahme nicht alleine waren. Nicht ein einziges Womo hat seine Markise draußen. Der Wind hat etwas nachgelas-sen und wir entschließen uns, den Schattenspender wieder auszufahren. In der prallen Sonne ist es selbst um 8 Uhr morgens nicht auszuhalten.
Wir verbringen den Tag mit Rumbummeln und einem Strandspaziergang.
Mittwoch, 22. Juni
Ich habe mir vor dem Urlaub ein neues Navi für mein Rennrad gegönnt. Extra für den Urlaub und extra mit der Roundtrip-Routing-Funktion. Man gibt eine Distanz ein, zum Beispiel 60 Kilometer und das Gerät stellt drei Rundkurse zur Auswahl zusammen. Ich bin in den letzten Monate nur sehr wenig gefahren und die Form ist ziemlich im Keller. Die tatsächliche Distanz der Rundkurse differieren immer ein wenig, das ist der Infrastruktur am jeweiligen Standort geschuldet, daher entscheide ich mich für die kürzeste der drei gelisteten Strecken mit 61 Kilometern und den wenigsten Höhenmetern, ca. 600. In Anbetracht der Temperaturen jen-seits der 30 Grad, der Topografie und meinem aktuellen Fitnesszustand – ein ambitioniertes Unterfangen.
Derweil fahre ich mit dem Rad nach L’Hospitalet einkaufen und widme mich einer ersten Grundreinigung des Womos bevor es an den Strand geht. Das Meer ist so làlà. Ein Kieselsteinstreifen von drei Metern muss als erstes überwunden werden, danach geht es schnell in die Tiefe. Nichts für kleine Kinder. Aber wir haben ja keine (zumindesr keine Kleinen mehr).
Drei Stunden, 27 Minuten und 30 Sekunden später stehe ich wieder vor dem Womo. Ich bin fix und fertig. Völlig durch. Statt der berechneten Distanz hat die Runde am Ende 72,93 Ki-lometer mit 1299 Höhenmetern bei einer Durchschnittstemperatur von 34 Grad. Ein Jahr zuvor wäre das kein Problem gewesen, ohne Form aber habe ich mich völlig übernommen. Mit heftigen Kopfschmerzen sitze ich den Rest des Tages vor dem Womo, schaue stumm auf das Meer und meine, hin und wieder ein schadenfreudiges Schmunzeln in Birgits Gesicht zu entdecken.
Donnerstag, 23 Juni
Nach 2019 sind wir das zweite Mal auf diesem Campingplatz und erst jetzt fällt uns auf, dass dieser in unmittelbarer Nähe zum Kernkraftwerk Vandellos II liegt. Man sieht es zwar nicht, es befindet sich aber in südlicher Richtung hinter der nächsten Bucht. Ob das erklärt, warum wir nicht eine einzige Muschel finden und auch nicht einen einzigen Fisch zu Gesicht be-kommen? Oder warum die Übernachtung mit 25 Euro + Strom so günstig ist?
Wenn man vor dem Womo sitzt und seinen Kaffee in der Hand hält kann man herrlich Menschen beobachten. Wir tun das für unser Leben gern (Gert aber noch lieber als ich). Da sind die Angler, die früh morgens oder spät abends ihre Angel in den Sand stecken und stundenlang bewegungslos daneben stehen.
Da ist der Drachenmann, ein Italiener, der jeden Tag mit einem anderen Lenkdrachen für Aufsehen sorgt. Oder richtet er die Wahl seiner Drachen nach dem jeweiligen Wind der gerade herrscht? Wir wissen es nicht.
Freilaufende Hunde am Strand zu beobachten und zu raten, zu wem die gehören macht auch immer wieder Spaß.
Junge Familien mit kleinen Kindern zu beobachten wird auch nie langweilig. Oder Menschen, die ins Wasser wollen dabei beobachten wie lange sie brauchen bis sie drin sind, macht Gert besonders viel Spaß, weil er selbst immer lange braucht, bis er drin ist. Wir haben sehr nette Nachbarn. Links ein Pärchen aus dem Allgäu, etwa in unserem Alter mit Wohnwagen, rechts ein deutlich jüngeres Pärchen aus Berlin mit Kleinkind und selbst ausgebautem Lieferwagen.
birgit60 am 27 Jul 2022 19:09:02
Sonntag 26. Juni
Auf zu neuen Ufern. Wir haben lange genug am Strand herum gegammelt und brauchen neue Eindrücke. Während Gert die Räder montiert, reihe ich mich an der Rezeption in die Schlange der Abreisenden ein. Nachdem ich eine halbe Stunde angestanden habe, wird mir das Auschecken verweigert. Grund: Wir stehen noch auf dem Campingplatz. Kein Witz. Wir müssen erst fertig gepackt vom Platz rollen, hinter der Schranke parken und dann dürfen wir offiziell auschecken. Die nette Rezeptionistin macht derweil aber schon alles fertig. Immerhin.
Wir haben im Internet den Campingplatz Gavina in Creixell entdeckt, ein Platz der Yellow-Kette. Laut der Beschreibung verfügt dieser Platz über besonders schöne Stellplätze am Strand. 40 Kilometer Fahrtweg, nichts wie hin. Um uns für die Platzbesichtigung anzumelden, brauchen wir erst einmal Geduld. Urlauber in zwei Schlangen stehen an der Rezeption, die einem Hotel ähnelt. Wir erhalten einen Plan wo es lang geht und ziehen los. Der Platz ist von vorne bis hinten durchgestylt. Asphaltierte von Palmen gesäumte Wege schlängeln sich durch Mietzeltbereiche im Safaristil. Wegweiser, Laternen, irgendwie alles erinnert an Phantasialand und eine riesige Poollandschaft wird von einer noch riesigeren Menge Menschen bevölkert. Wir erreichen den Platz der später frei werden soll, schlendern noch kurz über eine kleine Düne um den Strand zu begutachten und schauen uns gegenseitig an. Ausnahmsweise sind wir mal einer Meinung. Dieser Platz geht gar nicht. Beim Verlassen des Geländes winken wir noch freundlich der Rezeptionistin durch die Scheibe zu, die uns eine Sekunde später sicherlich schon vergessen hat.
Wir fahren weiter und kommen an wunderschönen kleinen Buchten vorbei. Toll zum An-schauen, aber unerreichbar mit unserem Wohnmobil. Zudem ist Sonntag und es scheint, ganz Spanien ist heute auf dem Weg zum Meer. Auch nur einen Parkplatz zu bekommen, von einem Stellplatz gar nicht zu reden, ist aussichtslos.
Aus Mangel eines konkreten Ziels greifen wir auf Bekanntes zurück. Der Ballena Alegre bei Sant Pere Pescador hat uns doch schon zweimal gut gefallen. Warum nicht ein drittes Mal? Auf dem Weg in diese Richtung wollen wir noch dem CP El Molino II in L’Estatit einen Besuch abstatten. Den hatten wir uns vor einigen Jahren schon mal angeschaut, sind aber keine Nacht geblieben. Rückblickend hatte der doch irgendwas, oder nicht? Ein Campingplatz der Sorte „einfach und ursprünglich“ mit schönem Sandstrand und Ausblick auf die Iles Medes (leider nicht vom WoMo aus), einer kleinen vorgelagerten Insel. Wir finden ihn auf Anhieb wieder, können uns aber nicht ganz einigen, ob wir bleiben wollen oder nicht. Nach ausgiebiger Besichtigung kommen wir zu dem Schluss: Wir bleiben nicht. Die sanitären Anlagen sind uns, sagen wir es mal so, doch ein bisschen zu „gesellig“.
Unsere Wahl fällt nach 2016 und 2018 nun endgültig auf den Ballena Alegre.
Die Anmeldung erweist sich ohne Reservierung ein wenig schwierig. Nachdem wir aber auf Nachfrage bestätigen, dass wir mit zwei Aufenthalten in den vergangenen Jahren fast schon Stammgäste wären, bekommen wir einen schönen Platz in der 2. Reihe.
Seit unserem letzten Aufenthalt hat sich einiges verändert. Die Poollandschaft ist neu und sieht zugegebenermaßen gefälliger aus als vorher.
Die Sanitäranlagen sind komplett neu. Highlight für den, der es braucht: Touchscreen-Armaturen in der Dusche. Wählen kann man zwischen Handbrause und Regendusche. Die Temperatur ist gradweise, der Wasserdruck in fünf Stufen regulierbar. Ist das noch Camping oder schon Spa? Ehrlicherweise muss man sagen, steht man erstmal unter der Regendusche ist das schon recht angenehm.
Eine weitere Neuerung des unaufhaltsamen Fortschritts hat den Ballena erreicht. Eine Che-mietoiletten-Waschanlage. Nein, neu ist sie nicht. Sie stand vor 4 Jahren schon dort, aller-dings kostete sie damals 2 € und uns war das „Ding“ zunächst unheimlich. Zuerst denken wir, wir stünden vor einem Getränkeautomat. Bebilderte Bedienungsanleitung, absolut idio-tensicher, vorausgesetzt man hat für den Reinigungsvorgang die richtige Kassette ausge-wählt. Nach dem Drücken der Starttaste öffnet sich ein kleiner Rollladen, Kassette rein, Roll-laden runter, es brummt, nach 4 Minuten öffnet sich der Rollladen wieder und man entnimmt die Kassette geleert, gereinigt und gebrauchsfertig mit wohl riechendem Wasser aufgefüllt. Angenehmer geht‘s kaum. Allerdings sei auch hier die Frage gestellt, braucht man das?
Ebenfalls kostenlos sind die in jedem Spülbereich aufgestellten Spülmaschinen, die für uns aber nicht in Frage kommen. Wir spülen lieber von Hand.
Die Parzellen wurden neu nummeriert. Der Mitte- und der Nordbereich trägt nun ungerade Nummern, der Südbereich die geraden. Jede einzelne Parzelle hat einen Buchstaben. Mir kommt die Parzelle irgendwie bekannt vor, meine aber, wir hätten weiter hinten gestanden. Gert ist sich zu 100 Prozent sicher, wir standen viel weiter vorne. Während eines Platzspaziergangs fragen wir an der Rezeption nach, auf welchen Parzellen wir früher gestanden haben. Und wie es der Zufall will, stehen wir genau auf derselben Parzelle wie 2019. Negativ aufgefallen ist uns das schneckenlahme Internet. Es gibt kein kostenloses W-Lan. Für einen Platz dieser Preisklasse eigentlich eine schwache Leistung. Selbst ohne W-Lan geht es nur sehr langsam voran. Nicht nur bei uns, auch bei allen anderen. Angeblich wären zu viele Camper gleichzeitig im Internet.
Montag, 27. Juni
Wir bummeln herum bis mittags und entschließen uns eine kleine Radtour zum benachbarten Campingplatz Aquarius zu machen. Meine Nichte mit Mann und den drei Kindern sind gestern dort angekommen. Wir finden sie, wo auch sonst, am Strand und stellen uns ohne etwas zu sagen einfach neben sie, tun so, als würden wir einen Platz suchen. Die Überra-schung ist groß, die Begrüßung herzlich. Abends zieht mal wieder heftiger Wind auf und wir fahren die Markise ein. Der Kühlschrank ist völlig vereist und kühlt nicht mehr richtig. Später, als es kühler wird, tauen wir ihn ab und zwei Stunden später ist er sauber und wieder eingeräumt. Gerade rechtzeitig bevor das angekündigte Gewitter mit einem heftigen Regenguss aufzieht.
Dienstag, 28. Juni
Endlich hat der starke Wind nachgelassen und es ist soweit. Das SUP wird rausgeholt. Laut Hersteller liegt der optimale Luftdruck zwischen 1 und 1,5 Bar. Mit der neuen knallroten Dop-pelkammerpumpe sollte das Aufpumpen ein Klacks sein. Bei 1,1 Bar stelle ich vor Anstren-gung das Pumpen mit hochrotem Kopf ein. Die Surfer und Kiter pausieren, heute erobern die Stehpaddler das Meer. Birgits monatelange Vorfreude auf das neue Board wird nicht enttäuscht. Nach wenigen Sekunden steht sie aufrecht und paddelt davon, als würde sie den ganzen Tag nichts anderes tun. Mit stoischer Ruhe und Gleichmäßigkeit zieht sie das Paddel mal links durchs Wasser, mal rechts durch Wasser und verschwindet langsam am Horizont.
Als guter Ski- und Radfahrer war ich mir sicher, Gleichgewichtsgefühl ist alles, das kann ich auch, da bin ich zu Hause. Mein erster Versuch auf dem Board war nach drei Sekunden beendet. Immerhin hatte ich das Paddel noch in der Hand als ich wieder auftauchte. Von den drei Sekunden habe ich die Hälfte aufrecht gestanden, machte aber den Fehler nach unten zu schauen, wo sich das Wasser von rechts nach links zu bewegen schien. Es war ein Gefühl, als würde einem der Boden unter dem Brett weggezogen und instinktiv versuchte ich die zweite Hälfte der drei Sekunden das Gleichgewicht zu finden und mit rudernden Armen den Sturz zu vermeiden. Mit den nächsten Versuchen wurde es Gottseidank besser.
Birgit jedenfalls ist von dem Board begeistert. Es ist leichter, stabiler als das alte und liegt auch bei kleineren Wellen ruhig auf dem Wasser.
Am Abend ist kaum noch Wind und endlich kann ich meine Dartscheibe mit dem neuen Dartständer aufbauen. Dass Open-Air-Darten so viel Spaß macht, hätte ich nicht gedacht. Ich spiele so lange bis es die Lichtverhältnisse nicht mehr zulassen.
Mittwoch, 29. Juni
Den lieben langen Tag haben wir zunächst mit Paddeln verbracht
(der Wellengang ist wieder enorm heute), sind dann aber zum Schwimmen übergegangen und haben die stürmische See den Surfern überlassen.
Danach bisschen herumsitzen und lesen und dann stellt sich uns die Frage: „Was essen wir heute eigentlich?“ Fisch wäre mal wieder gut. Der Fischladen in Sant Pere hat noch geschlossen aber er öffnet wieder um 19 Uhr. Wir machen uns startklar und radeln los. Wir sind etwas zu früh dran und schlendern noch ein wenig durch den Ort. Punkt 19 Uhr finden wir uns vor der Peixateria Jaume ein. Der Rollladen ist unten aber er öffnet sich bestimmt bald. Tut er aber nicht. Wir warten noch eine Viertelstunde und ziehen enttäuscht von Dannen. Dann eben nicht. Zurück auf dem Campingplatz holen wir im Gemüseladen Paprika, Zucchini, Karotten und Zwiebeln und bereiten uns eine Gemüsepfanne mit Reis.
Freitag, 1. Juli
Wir waren zwar schon vor vier Jahren mit den Rädern in L‘ Escala, trotzdem gibt es immer wieder Neues zu entdecken. Außerdem ist die Fahrt an der langen von Pinien gesäumten Strandpromenade, vorbei an den sehenswerten griechischen Ruinen von Empuries, wunderschön.
Wir kommen von der Radtour später zurück als gedacht und haben es versäumt etwas Leckeres für das Abendessen zu besorgen. In dem Moment, als wie in den Ballena Alegre ein-biegen, fällt uns die Campingplatz-Pizzeria ein, die ganz am Ende eines größeren Gastronomiebereichs liegt. Eigentlich nicht unser Ding aber der Hunger wirft alle Prinzipien über den Haufen. Ein großer Fehler wie sich herausstellt. Eine Pizza Margaritha und eine Pizza mit leuchtend roter Salami für 27,50 Euro for to go ist schon heftig, noch dazu war sie furztrocken und einfach nur schlecht.
Samstag, 2. Juli
Heute besuchen wir auf Empfehlung die Käserei Can Manasses. Außer selbst hergestellten Ziegenkäse, gibt es hier noch Wein, Wurst und Schinken. Alles darf probiert werden. Der Inhaber führt uns stolz durch seine Käserei. Wir kaufen ordentlich ein und abends gibt es „kalte Platte“. Anschließend packen wir alles, was wir nicht mehr benötigen zusammen, denn morgen ist Abreisetag.
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birgit60 am 27 Jul 2022 19:20:21
Sonntag, 3. Juli
Es geht zurück nach Frankreich, aber wir wissen noch nicht, wohin. Sollen wir erneut einen Campingplatz am Meer ansteuern oder lieber bisschen was im Landesinneren anschauen? Bis zuletzt sind wir unschlüssig. Inzwischen haben auch in Frankreich die Ferien begonnen und die Aussicht auf eine schöne Parzelle mit Meerblick wird bestimmt nicht größer. Wir (ehrlich gesagt mehr ich als Gert) sehnen uns nach einem schönen Städtchen zum Bummeln und Schauen. Die Entscheidung fällt auf Pézenas.
Kurz vor dem beschaulichen Ort, brennt neben der A 75 die Böschung. Die Feuerwehr ist bereits im Großeinsatz.
Pézenas hat wunderschöne Altstadtgassen und denkmalgeschützte Patrizierhäuser. Im Labyrinth aus Gassen, Loggien und Hinterhöfen haben sich Kunsthandwerker aus ganz Frankreich mit ihren Ateliers angesiedelt. Ein absolutes Highlight soll der Wochenmarkt sein, der jeden Samstag stattfindet. Leider haben wir den um einen Tag verpasst. Wir parken am Ortseingang auf einem kostenlosen Parkplatz und wandeln zunächst auf den Fußabdrücken berühmter Persönlichkeiten in die Altstadt.
Übrigens gelang Molière hier in Pézenas 1647 mit seinem „Illustre Théâtre“ der Durchbruch.
An den Hauswänden weisen Schilder auf die Kreativen der Stadt hin.
Nach einem rund dreistündigen Bummel suchen wir nach einer Übernachtungsmöglichkeit in der Nähe. Wir entscheiden uns für einen Wohnmobilstellplatz am Lac du Salagou. Es erwarten uns beeindruckende Farben in allen rot-grün Variationen. Nach einem ausgiebigen Spaziergang stellen wir fest: es ist schön hier, man muss es auch mal live gesehen haben aber morgen fahren wir weiter.
Montag, 4. Juli
Auf unserer Route zum Lac de Pareloup legen wir eine Pause in Saint Affrique ein, das im Tal des Flusses Sorgue am Rande der Hochebene Causse du Larzac liegt. Wir schlendern über die alte Brücke des 14.Jahrhunderts zur Pont-Neuf des späten 17. Jahrhunderts und besichtigen die neugotische Kirche Eglise du Bon Pasteur.
Wir setzen unsere Fahrt fort. An einem besonders schönen Picknickplatz, der eine imposante Sicht auf die Brücke von Millau bietet, legen wir eine Kaffeepause ein.
Angekommen auf dem CP Les Genêts in Salles Curan am Lac de Pareloup werden wir freundlich empfangen und bekommen eine Parzelle direkt am Seestrand. Wir buchen für drei Tage. Der CP bietet viele Annehmlichkeiten insbesondere für Familien mit Kindern. Es gibt einen großen Spielplatz mit Hüpfburg, einen Minigolfplatz, ein Schwimmbad und ein Spa. Die Duschen sind geräumig und sauber aber wieder mal mit Druckknopf. Wir verbringen die Tage mit Paddeln, Schwimmen, und Gert zusätzlich mit Darten und Rad-fahren.
Donnerstag 7. Juli
Weil wir gestern Abend den Kasten schon reisefertig gepackt haben, brechen wir früh nach dem Frühstück auf. Es liegt eine „kurze“ Strecke mit langer Fahrzeit vor uns, weil wir durch die Cevennen unter Vermeidung von Mautstraßen an die Ardêche fahren wollen. Zumindest ist so der Plan.
Gut gelaunt geht es zunächst einige Kilometer auf die A 75 und dann auf die N 88. Unser TomTom ist auf „schnellste Strecke“ programmiert, was sich im Nachhinein als nicht sonderlich zweckmäßig erweist aber trotz aller Widrigkeiten wohl doch noch die beste Wahl ist. Denn wenn wir „kürzeste Strecke“ wählen, dann lotst er uns über Straßen, die selbst einen Kastenwagenfahrer vor gewisse Herausforderungen stellen. Wenn nun der Weg Richtung Mende über die D 42 auch nur 2 Minuten schneller ist anstatt auf der N 88 zu verbleiben, dann wählt TomTom eben diesen. Er kann ja nicht wissen, dass wir uns auf diesen Sträßchen nur mit 50 km/h statt der erlaubten 80 km/h fortbewegen. Und so kommt es , wie es kommen muss: Die Ankündigung eines Tunnels, der für unseren Kasten zu niedrig ist. Wir ignorieren TomToms Anweisung rechts abzubiegen und fahren stattdessen weiter geradeaus. Er berechnet ja schnell eine neue Route, wenn er lange genug darauf hingewiesen hat, dass wir umdrehen sollen.
Inzwischen sind wir 2 Stunden unterwegs. Eigentlich wäre jetzt ein Fahrerwechsel angesagt aber Gert ist noch fit und so überlasse ich ihm gerne weiterhin das Steuer. Auf Straßen ohne Mittellinie bin ich restlos überfordert, wenn ein größeres Fahrzeug entgegen kommt. Am ers-ten, einem großen Milchtanker, sind wir souverän im Schritttempo vorbei gekommen. Das Navi schickt uns zurück auf die N 88. Über die D 74, die D 27 auf die N 901 nähern wir uns langsam dem anvisierten Ziel.
Doch einige Kilometer hinter Bagnols les Bains kommt es ganz schlimm. Eine Weiterfahrt ist aufgrund einer Baustelle für uns nicht möglich. Es wird einspurig, dann kommt eine Ampel, die den Gegenverkehr regelt, und kurz vor der Ampel der Hinweis, dass nach der Kurve eine Höhenbegrenzung von 2,50 m auf uns zukommt. Na hätte das nicht ein paar Kilometer vorher angekündigt werden können? Während mir der Schweiß ausbricht, manövriert Gert den Kasten souverän 100 m zurück, denn wenden vor der Ampel geht gar nicht. Zurück in Bagnols les Bains legen wir eine Kaffeepause mit Lagebesprechung ein. Großzügig überlasse ich Gert mein Pain au Chocolat. An essen kann ich gerade nicht denken. Wir beschließen TomTom abzuschalten und nach Karte weiterzufahren. Gerts Abenteuerlust ist noch nicht gestillt und er liebäugelt mit einer „Abkürzung, die uns irgendwann, irgendwo zurück auf die D 901 führen soll. Ich kann seinen Tatendrang aber bremsen und setze mich durch. Wir sind inzwischen vier Stunden unterwegs und meine Kraft, wenn auch nur auf dem Sozius, ist erschöpft. Dann lassen wir die Cevennen eben aus und fahren statt nach Ruoms direkt zum Winzer Les Caves Vivaraises nach Vesseaux. Über die D 27, die N 88 und die N 102 rollen wir ohne weitere böse Überraschungen und genießen die schönen Ausblicke in den Parc Naturel Regional des Monts d’Ardèche.
Beim Weingut decken wir uns mit verschiedenen Rot- und Roséweinen ein, essen eine Kleinigkeit und beschließen, noch ein paar Kilometer weiter zu fahren. 40 Minuten später stehen wir in Baix an der Rhone auf einem schönen Stellplatz. Nach dem Essen schlendern wir durch den verlassenen Ort.
Das waren heute 265 km – 8 Stunden.
Freitag, 8. Juli
Es geht nach Dole. Ohne die Nutzung von Mautstraßen liegen 312 km vor uns.
Wir haben ja Zeit. Das Städtchen ist sehenswert, hier waren wir noch nicht und es gibt einen großen Wohnmobilstellplatz direkt vor den Toren der Altstadt. Zwischendurch fällt uns auf, dass einige Landstraßen neu asphaltiert wurden. Nebenbei entdecken wir gelbe Fähnchen und Wegweiser. Sollte hier etwa … ? Schnell gegoogelt und tatsächlich, Dole ist morgen Startort der 8. Etappe. Es ist früher Nachmittag, die Profis radeln ja noch in den Vogesen, also suchen wir uns erst einmal den Stellplatz. Wir wollen ja nur die Stadt besichtigen, eine Nacht bleiben und morgen, bevor der Trubel losgeht, schon wieder weg sein.
Überall sind Absperrungen zu sehen, reges Treiben und viel Verkehr. Wir sind fast am Ziel, nur noch über die Brücke, nach der Ampel rechts abbiegen, und da liegt er schon, der riesige geschotterte Stellplatz vor der Altstadt. Herrlich und so schön leer. Kein Womo, nichts. Wir biegen auf den Platz ein, vorbei an ein paar PKWs, Lieferwagen und Menschen, die uns interessiert nachschauen und rollen über das weitläufige Gelände, eine leichte Staubwolke hinter uns herziehend, als uns ein PKW linksseitig einholt und der Fahrer uns lautstark aus dem offenen Seitenfenster auf irgendetwas aufmerksam zu machen versucht, Wir verstehen nicht viel, nur so viel: „Interdit! Interdit!“. Tatsächlich, wir sind das einzige Wohnmobil mitten auf dem Startgelände wo morgen eine der größten Sportveranstaltungen der Welt stattfindet. Die 8. Etappe der TdF startet hier zu Ehren von Louis Pasteur, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 200. Male jährt.
Nach der Aufregung suchen wir uns einen sicheren und legalen Parkplatz hinter einem Krei-sel und besichtigen den reizvollen Ort zu Fuß. Später beschließen wir hier nicht zu übernachten, und uns außerhalb etwas zu suchen, um dem morgigen Trubel zu entgehen.
Wir fahren ins ca. 30 km entfernte Lamarche-sur-Saône. Der Wohnmobilstellplatz liegt idyllisch gelegen direkt an der Saône, bietet Ver- und Entsorgung und ist kostenlos. Allerdings benötigt man für die Wasserentnahme Jetons, die man im Ort erhält.
Spät abends, wir liegen schon im Bett, quetscht sich ein VW Bus kuschlig eng zwischen uns und unseren Nachbarn.
Samstag, 9. Juli
Unseren letzten Urlaubstag gehen wir gemütlich an und frühstücken in der morgendlichen Sonne. Nun sehen wir auch den nächtlichen Nachzügler. Er heißt Andy, ist aus UK und ein absoluter TdF-Fan. Andy ist allein unterwegs und begleitet die Tour, wohin es nur geht. Mit seinem Rennrad fährt er gleich die 20 Kilometer nach Dole und wird sich den Start der 8. Etappe aus nächster Nähe anschauen. Nach einem ausgiebigen Frühstück mit dem Brot von gestern, machen wir uns auf den Weg Richtung Heimat. 500 Kilometer liegen vor uns, ein Klacks.
In Montbéliard legen wir eine Pause bei E. Leclerc ein, dem größten Supermarkt, den wir je gesehen haben. Wir wollen traditionellerweise noch ein paar Crème Brûlée für Zuhause und ein paar Apfeltaschen für die letzte Kaffeepause unserer Reise mitnehmen.
Der Urlaub geht dem Ende zu … gegen 18 Uhr sind wir zuhause.
Fazit:
3,5 Wochen Urlaub am Stück, solange waren wir noch nie unterwegs. Wir sind 4.117 km gefahren bei 8,7 Liter im Durchschnitt, das ganze unfall- und pannenfrei. Wir haben unfassbar viel gesehen und unendlich schöne Eindrücke gewonnen. Die Bardenas Reales waren nach langer Abwägung landschaftlich das Highlight und die Pyrenäen waren und bleiben eines von vielen Reisezielen. Den französischen Teil Richtung Westen werden wir irgendwann noch mal in Angriff nehmen. Genauso wie die Cevennen. Die Ardèche ist immer wieder eine Reise wert. Die Spritkosten, wen wundert es, machten in diesem Urlaub den absoluten Löwenanteil aus. Und die Luftfederung ist mittlerweile bestellt …
bk999 am 28 Jul 2022 21:15:32
Hallo Birgit, hallo Gert. Habe euren Bericht genossen. Der (Süd)französischen Teil der Rückreise, insbesonders die beiden Seen - da haben wir auch schon übernachtet. Da kamen die Erinnerungen wieder hoch. Vielen Dank. Gruß Burkhard
Beduin am 29 Jul 2022 13:21:17
Hallo ihr zwei habt ihr wieder mal ganz ganz toll gemacht. Lieben Dank! Ich habe auch einiges wieder erkannt :)
Ja - die Spritkosten sind ab diesem Jahr ein großes Manko ......... aber das können wir alle nicht ändern. Bleibt zu hoffen, dass es damit wieder besser wird.
Dennoch - reisen ist so prima mit dem Wohnmobil .......... also immer fleißig sparen dafür.