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Inverter SMI 1200 ST-NVS Was ist von den Solartronics zu halten. Ich plane für unsere Holzheizung Holzvergaser eine USV zu bauen. 1500 Watt würden reichen um Steuerung, Lüfter und Heizungspumpe zu betreiben. Gedacht daran eine 150 AH Batterie der Ofen braucht max. 350 Watt für die Steuerung bißchen Lüfter und Pumpe. Rechnerisch soll sogar 1200 Watt für Anlauf reichen. Gibt's mit Solartronics schlechte Erfahrungen? Dummerweise braucht man eine Heizung meist im Winter. Dann ist es tagelang trübe und dunkel und mit etwas Glück scheint eine flache kraftlose Sonne. Eine PV-Anlage bringt im Winter nur einen geringen Ertrag, wenn überhaupt. Es kann wochenlang dauern, bis eine 150 Ah-Batterie geladen ist. Bei 12 V entsprechen 150 Ah reichlich 1,5 kWh. Damit kommt man nicht weit. Bei Haus-PV-Anlagen werden meist Batterien mit höherer Spannung eingesetzt, bis ca. 48 V. Damit ist in einer 48 V-Batterie 4 mal so viel Energie als in einem 12 V-Akku speicherbar. Fragen: - Welche theoretische Kapazität haben Deine PV-Module? - Welche Spannung hat die 150 Ah-Batterie? ...die 48Volt nimmt man wegen der geringeren Ströme die dann fliessen, um die gleiche Leistung zu transportieren, was wiederum deutlich dünnere Leitungen und geringere Verluste erlaubt. Wenn der Weg von der Batterie zum max 100A aufnehmenden Wechselrichter allerdings kurz ist, ist das hier kein Thema. Auf der 230V-Seite der Anlage wären's ja mit rund 10A eh nur noch ein knappes zehntel. Um die vierfache Energie zu nutzen muß man erstmal die vierfache Leistung (Wh) der Akkus speichern...und das kommt bei beiden Spannungsvarianten auf's gleiche 'raus. Soll die 48V Batterie die vierfache Leistung speichern muß sie die gleiche Ah-Anzahl aufweisen...und wäre damit auch von Bauform her viermal so groß...das ist ja nichts anderes als vier 12V Batterien in Reihe. Bei Lifepo wären's dann eben 16 Zellen in Reihe statt deren 4. In einer 12V-Anlage hat stellt man eben 4 Batterien parallel um den gleichen Effekt zu erreichen. Es handelt sich bei dem Projekt um eine USV-Anlage...von Solar ist da keine Rede. Die Einsatzbereitschaft kann man je nach Akkutyp mit einem kleinen Ladegerät sichern...und die Akkugröße bestimmt dann eben, wie lange der Netzausfall abgedeckt ist. Wird's dann knapp, kann man im Falle einer 12V-Anlage notfalls sogar mit dem eigenen Auto helfen...bei 48V wird das "etwas komplexer". Gruß, Uwe. Anmerkungen zur Idee: Solartronics WR haben einen guten Ruf, bisher vom hörensagenlesen noch nichts negatives bekannt. Mit 350W Stromverbrauch der Heizung reicht dir eine 150Ah Lithium Batterie rechnerisch max. 5 Std., in der Praxis weniger durch den Eigenverbrauch des WR (Wirkungsgrad), ich schätze ca. 4 Std. Da du USV erwähnst (Unterbrechungsfreie Stromversorgung): Wie gedenkst du die automatische Umschaltung (Stromausfall) technisch zu realisieren? Idee hierzu: Statt WR eine Computer USV verwenden, die hat den WR, die Ladetechnik und die Umschaltung eingebaut. Diese haben interne 12V Bleiakkus mit 10-20Ah, statt derer kann man eine beliebige 12V Batterie (z.B.) intern anschließen (als "Bastellösung"). Lesestoff Grundlagen USV: --> Link
Die Computer USV ist eine gute Idee, ich würde bei einer Batterie-Inverter-Lösung auf das "U" verzichten und eine einfache Notstromlösung anpeilen.Steckverbindung steht parat und fertig. Eher aber noch würde ich mich auf ein kleines Notstromaggregat verlassen, da ist auch der längere Betrieb unproblematisch. Ein Heizungsausfall kann ja recht unangenehm sein und wenn man schon mit Holz heizt wäre es ein Witz wegen mangelnder elektrischer Energie frieren zu müssen. Unser Heizsystem funktioniert daher auch ohne die elektronische Sensorsteuerung mit manueller Luftzufuhreinstellung, dann eben nicht ganz so effizient. Meine Gedanken dazu: Mit den angesprochenen Eckdaten könnte der Wechselrichter die Heizung bei Netzausfall lediglich für einen Zeitraum von rund 5 Stunden am Leben halten. Das ist sicherlich besser als nichts, aber auf der anderen Seite bei einem echten Blackout viel zuwenig. Zumal man auch im Winter mit einem Heizungsausfall von 5 Stunden relativ problemlos klarkommen sollte, sofern das Haus halbwegs gut gedämmt ist (unsere WP schaltet sich im Winter 2x am Tag für rund 2 Stunden ab -> Wärmestromtarif mit Hochlastabschaltung). Mein Fazit daher: Für einen kurzen Stromausfall lohnt sich die Vorsorge mittels Wechselrichter und 150Ah Akku nicht wirklich. Und zum Abfedern eines längerfristigen Blackouts wäre ein kleiner Generator mit ein paar 20l Kanistern Sprit wohl zielführender, zumal man damit auch noch eine Notbeleuchtung und Versorgung der Mobiltelefone etc. über Tage hinweg sicherstellen könnte (sofern das GSM-Netz nicht auch die Grätsche macht) P.S.: Da unser Haus komplett elektrisch ist (Wärmepumpe für Heizung und WW) und ohne Strom nicht mal mehr die Fenster aufgehen würden, evaluiere ich gerade eine XL-Notstromversorgung via Dieselgenerator. Es ist aber schon ernüchternd, wie schnell man da im Winter den Dieseltank leernuckeln würde :? Wir haben einen fröling Holzvergaser der braucht max. 350 Watt für Steuerung Pumpen usw. Ein Abbrand sind 4 Std. Der Wechselrichter ist ja mit NVS und gegebenfalls mit Ladegerät. Solar ist nur mein 100 Watt Solarkoffer vorhanden also nicht der rede wert. Kleinee Generator wäre machbar habe noch zwei alte Ladegeräte denwn unsauberer Strom wurscht ist. Heisst ich bräuchte eher 200 AH Akku ...geht so ein Kessel eigentlich einfach aus wenn der Strom ausfällt...oder besteht die Gefahr, dass wegen der nicht mehr laufenden Umwälzpumpe der Kessel überhitzt und abbläst ? Gruß, Uwe Also meiner(Buderus) geht stumpf aus, wenn ich den Stecker ziehe. Hab's ausprobiert: läuft auch mit Honda eu10i problemlos. Würde ich machen wenn's nötig ist. Nur wo krieg' ich dann noch Sprit? Gruß Thomas Und wann weiss man, dass der Blackout länger dauert? Bis ich im Dunklen den Generator geholt und getankt hab, ist der Strom meistens wieder da ... drum find ich die Kombi mit Batterie und WR optimal, eine Einspeisung vorausgesetzt. Schalter umlegen und fertig, und wenn der Strom nach ein paar Stunden immer noch weg ist, den Generator holen und die Batterie gleich wieder mit aufladen. Für die Nächte, vielleicht gibt es ja nie wieder Strom. Gruss Manfred Es geht hierbei doch darum, dass ein Stromausfall während eines Abbrandes von Scheitholz folgendes zur Folge hat: Ausfall aller Steuermotoren ( Primärluft, Sekundärluft, Saugzuggebläse) Ausfall der Umwälzpumpen und Mischereinheiten Das Feuer wird durch das fehlende Saugzuggebläse sicherlich nicht mit voller Kraft weiter brennen. Je nach Zug des Kamins aber auch nur mehr oder weniger stark weiter brennen. Gleichzeitig wirddas Wasser im Kessel nicht mehr weg gepumpt und erhitzt sich. Bei 98° macht ein Sicherheitsventil auf und führt eine Notkühlung durch. Das heisst, es wird kaltes Leitungswasser durch den heißen Kessel fließen und im Abfluss zur Kanalisation verschwinden. Sollte diese Kühlung nicht ausreichen, macht bei 6 bar Systemdruck ein Überdruckventil auf. Der Heizungsraum wird in Sekunden mit 100° heißem Wasserdampf geflutet. All das sind Zustände, die man seinem meist über 15000,- EUR teurem Kessel nicht zumuten will und evtl. sich im Heizungsraum befindlichen Menschen schon mal grad gar nicht. Da so ein Abbrand aber in der Regel mit 3-5 Stunden durch ist, ist die angedachte 150Ah Lösung sicherlich ausreichend, um Schäden zu verhindern. Hat einen Fröling Kombikessel Scheitholz/Pellets: Der Ambergauer Du kannst sowohl das Anschalten des WR als auch die Umschaltung automatisieren bzw. vom Netzausfall abhängig machen. Das ergibt noch keine USV, aber ein paar Sekunden Netzausfall sollten dich nicht stören. Zu Solartronics weiss ich nichts, aber selbst nicht schutzgetrennte Wechselrichter kannst du für deinen Zweck ja nehmen. Erdung ist ja vorhanden, und die Batteriepole sind mit nichts verbunden. Gruss Manfred
Danke für diese Info. Ich wundere mich etwas, dass diese Geräte nicht die Luftzufuhr schließen das wäre mechanisch ganz simpel und preiswert zu lösen z.B. mit einer Klappe hinter dem Zuluftgebläse. Dass das Überdruckventil trotz Notkühlung mit kaltem Wasser anspringt halte ich für unwahrscheinlich - sofern der Wasserdruck im Haus nicht ebenfalls durch eine Pumpe aufgebaut wird, die dann auch keinen Strom hat. Letztlich dürfte lediglich ein Energieverlust zu verkraften sein - Warmes Wasser und eine Ladung Brennstoff. Als Grundofennutzer habe ich an diese Schadenproblematik ehrlich gesagt nicht gedacht, der funktioniert auch ohne die elektronische Abbrandsteuerung in einer Standardstellung und mit manueller Eingriffsmöglichkeit. Dann natürlich weniger effizient und schadstoffarm. Der Hochbehälter im Ort war sanierungsbedürftig. Die Quelle geschlossen. Dem Wasserverband zu teuer also wurde eine 3 km Leitung bergauf verlegt. Kein Strom also auch kein Wasser. Es wäre ja nur der Supergau wer weiß ob es so schlimm kommt. Lieber investiere ich 600 Eur. Es ist ja auch noch eine überschaubare Summe. Der Wechselrichter wäre mit NVS. Ein Wechselrichter für Womos ist in der Regel nicht für das Haus geeignet. Ein Wechselrichter fürs Haus muß die Phase des Wechselrichters mit der Phase des Netzes synchronisieren, bevor der Wechselrichter Strom ins Hausnetz einspeist. Ein Wechselrichter fürs Haus arbeitet aber nicht, wenn kein Netz anliegt, d.h. er eignet sich nicht für einen Blackout. Eine Frage an die Elektriker unter uns: Ist es technisch möglich, einen Womowechselrichter mit Netzvorrang einzusetzen, denn dann dürfte es keinen Konflikt bei unterschiedlichen Phasen geben? Dann kann es nur eines geben: Entweder Stromnetz im Haus oder Strom von der Batterie. Das Problem wäre also dann, dass bei anliegendem Netz zwar die LiFePO4-Batterie geladen wird, aber kein Strom ins Hausnetz eingespeist werden kann. Also ich hab ein Kombigerät. Arbeitet praktisch wie eine USV, nur daß der Akku extra angeschlossen wird. Wenn Netz anliegt wird es direkt durchgereicht. Gleichzeitig wird der Akku geladen. Bei Netzausfall springt der Wechselrichter an und wird auf den Ausgang geschaltet. Wo soll es da Konflikte geben? Der Wechselrichter soll ja schließlich keinen Strom ins Hausnetzt einspeisen, sondern lediglich die sich hinter ihm befindenden Verbraucher versorgen. Es soll ja keine "Balkonanlage" werden. Was nicht heißt, das ich den Akku nicht zusätzlich über Solar laden kann. Mit diesem Thema habe ich mich auch schon befasst. Es geht darum, bei Stromausfall die Heizung mit Warmwasser, Kühlschrank und zwei Gefrierschränke plus einen kleinen Fernseher mit Strom zu versorgen. Ich habe mir dafür einen 2000W Inverter-Stromerzeuger angeschafft. Damit die Heizung zu betreiben ist laut Heizungsbauer kein Problem. So wie ich in Foren gelesen habe, müssen die Kühlgeräte nacheinander in Betrieb genommen werden, wegen dem hohen Anlaufstrom, sonst geht der Stromerzeuger auf Störungen! Der Stromerzeuger verbraucht bei ca. 70 Prozent Auslastung ca. 1 Liter Benzin pro Stunde. Es dürfen offiziell nur 20 Liter Benzin in der Garage gelagert werden. Ich habe einen 20 Liter Militär-Bezinkanister mit EU Zertifikat und einige 5 Liter Kanister gelagert. Ich habe mir auch einen Bezindieb gekauft, mit dem könnte ich aus meinem PKW in der Not Bezin aus der Tanköffnung ziehen. Natürlich könnte man den Stromerzeuger nur stundenweise laufen lassen! Ich hoffe, das ich das ganze Gedöns nie brauchen werde, aber es beruhigt ein Wenig! Das Thema Solaranlage im Winter habe ich nach etwas Recherche im Netz verworfen, weil zu unsicher wenn man wirklich die Heizung damit betreiben müsste.
Wenn ich das richtig verstanden habe, werden die betreffenden zu versorgenden Verbraucher normalerweise vom Stromnetz versorgt und bei Stromausfall soll der Wechselrichter diese Geräte für einige Stunden mit Strom versorgen. Noch einmal: 1. Ein Wechselrichter für Haussolaranlagen synchronisiert die Phasen von Wechselrichter und Stromnetz, aber bei Stromausfall findet der Wechselrichter die Phase des Stromnetzes nicht und deshalb gibt er keinen Strom an die betreffenden Geräte ab. 2. Ein Wechselrichter für Womos hat keine Technik zur Synchronisation der Phasen. Bei Stromausfall könnte der Wechselrichter arbeiten, aber wehe, wenn der Strom aus dem Netz wiederkommt. Dann gibt es einen großen Knall und der Wechselrichter ist explodiert und im schlimmsten Fall brennt das ganze Haus ab. 3. Ich hatte an Elektriker unter uns die Frage gestellt, ob ein Womo-Wechselrichter mit Netzvorrangschaltung eine Lösung wäre, denn wenn das Netz wieder Strom hat, wird der Wechselrichter automatisch abgeschaltet, so daß es keinen Konflikt zwischen den verschiedenen Phasen kommen kann. Bei Netzausfall wird dieser Wechselrichter automatisch angeschalten. Ich sehe 2 Probleme dabei: a) die Installation sollte unbedingt durch einen Fachmann erfolgen, sonst droht "Bumm" und b) Was passiert, wenn der Wechselrichter und da vor allem die Netzvorrangschaltung mal kaputt gehen? Im schlimmsten Fall --> "Bumm". Deshalb sollte der Wechselrichter so eingebaut werden, dass im Fall "Bumm" alle brennbaren Sachen weit entfernt sind. Das betrifft auch die Li-Batterie, denn bei einem Kurzschluß durch den möglichen Defekt des Wechselrichters wird blitzartig die gesamte gespeicherte Energie freigesetzt. Das ist auch bei LiFePO4-Batterien so. Bei Glück unterbricht das BMS bei so hohen Strömen den Kontakt zur Batterie, um diese zu schützen, bei Pech ist das BMS zu langsam. Du kannst nicht einfach den Wechselrichter auf das ganze Hausnetz schalten um es bei einem Stromausfall zu versorgen. Es sei denn du hast eine Netzvorrangschaltung, die dann auch das komplette Hausnetzt umschaltet. Man muss einfach nur die zu versorgenden Geräte auf einen eigenen Stromkreis legen und diesen dann über die Netzvorrangschaltung mit dem Wechselrichter verbinden.
Ein WR für Haussolaranlagen muss vor allem erstmal der VDE-AR-N-4105 entsprechen und darf bei Netzausfall gar nix irgendwo einspeisen! ( den Elektriker des Versorgungsunternehmen freut´s wenn da auf einmal unkontrolliert Ströme fließen ). Aber selbst wenn, wären 1500 Watt aus einer 150Ah Li nichts wenn neben der Heizung noch das ganze Haus dranhängt. Die Idee mit der Notstromversorung der Heizung mag ja durchaus gut sein. Aber vielleicht sollte man da nicht so ganz unbedarft dran gehen? Grüße Dirk Es soll ausschließlich die Heizung laufen und Wechselrichter mit NSV war klar. Solaranlage nicht vorhanden und das ganze Haus versorgen fällt aus. Wir haben 2 Zähler und 400 V das ist viel zu aufwändig.
Sowas in der Richtung hatte ich mir auch überlegt, aber mit Generator. Allerdings nur manuell geschaltet. Es kommt drauf an, wie lange man einen Stromausfall tolerieren kann. Beim Tiefkühlschrank sind es zumindest einige Stunden. Bei der Heizung ohne irgendwelche überkochenden Systeme (s.o.) auch mal im Bereich von Tagen. D.h. solange ich zumindest in der Stadt bin, reicht mir manuell. Wenn ich länger weg bin, sieht es anders aus. Wobei ich nur einen simplen Generator habe und sowieso erstmal manuell anschliessen und starten müßte. Da wäre eine WR Lösung für die TK schon interessant. Inzwischen tendiere ich mehr für das Einspeisen ins komplette Hausnetz (mal sehen, ob ich einen Elektriker finde, der mir das macht). Man muß halt vorsichtiger sein, was man einschaltet, aber viele dauerhaft angeschlossene Geräte brauchen wenig Strom oder nur kurzfristig etwas mehr (Garagentor...). Ein eigenes Netz zu verlegen ist umständlich, wenn mehr als die Heizung im Keller dran hängen soll. RK
Das ist ein klares Ziel.
Diese Information ist ebenso richtig wie unvollständig. Entscheidend ist die komplette Netztrennung. Unter keinen Umständen darf etwas Deines produzierten Stroms in das öffentliche Netz gelangen. Daher ist eine Netztrennung unabdingbar - egal welche Technik Du für die Stromversorgung einsetzt.
Das Einspeisen ins Hausnetz ist ja unabhängig davon welche Energiequelle Du anschließt. Deine Aussage zum achtsamen Umgang mit den Verbrauchern ist sehr wertvoll. Es gibt zahlreiche PV Kunden, die sich Notstrom wünschen, Ersatzstrom meinen und glauben im Winter bei Stromausfall einfach normal weiter Verbraucher nutzen können wie immer. Die Werbung suggeriert das leider. Ich löse gerade für einen Kunden, der Batteriespeichersysteme herstellt die kommunikative Herausforderung der absatzunschädlichen aufrichtigen Kundenkommunikation.
Nimm eine Brennstoffzelle, Ethanol ist sicherer und in größeren Mengen lagerfähig, wenn es Dir für eine lange Versorgungsdauer geht. Ist etwas teuerer. Ich beobachte die Entwicklung von methanology für mein Haus, da tut sich Bahnbrechendes. Oft wird Folgendes verwechselt: Notstrom - meist einphasige (reicht für Dich) Stromversorgung mit eigener Steckdose. Die Trennung vom Hausnetz erfolgt sehr preiswert durch das manuelle Umstecken eines Steckers in eine andere Dose. Das ist wohl die pragmatischste Lösung und diese erfordert auch kein Umbau am Hausnetz und auch keinen Elektriker. Ersatzstrom - die Netzunabhängige Stromversorgung wird in das Hausnetz eingespeist. Der Einsatz ist in der Regel technisch zeitlich begrenzt. Mit aufwändigen Umschaltboxen wie z.B. von Envitec wird das Hausnetz im Falle des Stromausfalls sicher getrennt. Je nach Netzform Deines Stromanbieters brauchst Du eine dreiphasige oder eine allphasige Trennung. Diese Dinger gehören ausschließlich in die Hände von Menschen, die eine Anschluss-Zulassung vom Versorger haben! Bei einer Insellösung baust Du eine komplett unabhängige Stromversorgung für einen Langzeitbetrieb aus.
Ich verstehe was Du meinst. Wer eine ersatstrom- oder inselfähige Hausversorgung aufbauen will braucht dafür geeignete Wechselrichtertechnik, die ist verfügbar aber nicht Standard. Die einfachen Geräte können fallen schon raus, da sie bereits die Grundlage der Schieflastfähigkeit nicht bieten (und nicht brauchen). Spielt hier aber auch keine übergeordnete Rolle, denn es geht um eine einphasige Lösung.
Das währe als Notbetrieb und von Hand aufwändig und Fehler trächtig. Du müßtest z.B. über die Hauptsicherungen das Netz trennen und dann die drei Phasen miteinander verbinden. In wie weit das zulässig ist, ist eine andere Frage.
Nein wäre es nicht. Ich würde einen Umschalter (mit Mitte Null) einbauen lassen, der im Notbetrieb den Generator auf alle 3 Phasen parallel hängt. Da ich keine Drehstromverbraucher habe, ist das kein Problem. Allerdings müßte es gleich nach dem Zähler und den Hauptsicherungen erfolgen, damit alle Kreise und FIs eingebunden sind. RK
Man könnte das Netz manuell trennen und dann einphasig einspeisen. Dazu müsste man dann die kritischen Geräte (Kühlschrank etc.) alle auf der entsprechenden Phase betreiben und dazu ggf. Im Schaltschrank umkonfigurieren. Sollte machbar sein und wäre ein simpler Kompromiss. Ansonsten: Was spricht gegen die dreiphasige Einspeisung in das (vom Netz getrennte) Hausnetz aus einem ebenfalls dreiphasigen WR oder Generator? Die Schieflastfähigkeit?
Wenn man es sauber macht kann man auch einfach die 3 Phasen zusammenschalten. Wenn man es im Pfusch macht, ist es nur wenig mehr Aufwand die Phasen zusammenzuklemmen. Bei mir sind die Hauptsicherungen Schmelzsicherungen, keine Automaten. Da würde ich nur sehr ungern dran rumfummeln. Also könnte ich die FIs abschalten und dahinter jeweils einspeisen. Ist natürlich keine empfehlenswerte Lösung und sicher nicht für Laien. Sowas würde ich nur tun, wenn der Notfall eintritt, bevor ich was am Zählerkasten hab ändern lassen.
Geht schwer mit einem vorhandenen einphasigen Generator :-). 3phas WR dürften recht teuer sein. Günstige 3phas Generatoren haben oft recht wenig Strom pro Phase. Damit gehen dann z.B. stärkere einphasige Werkzeuge wieder kaum (war auch ein Gesichtspunkt bei der Auswahl). Schieflast könnte auch noch ein Problem sein, da habe ich aber weniger zu recherchiert, weil ich keine Drehstromverbraucher habe. RK
Im Moment, so behaupte ich mal, kommt bei Dir eine Leitung im Haus an und verteilt / verästelt sich dann bis schließlich im Heizungskeller an die Steckdose der Heizung. D.h. elektrisch gesehen hängt alles an diesem einen Kabel. Klar Sicherungen, ggf. FI, Unterverteilungen,... aber "alles hängt zusammen". Wenn Du jetzt an der Leitung die ins Haus kommt keinen Strom mehr hast aber an einer anderen Stelle im Haus, z.B. der Steckdose der Heizung, Strom einspeist, steht die gesamte Anlage, sozusagen rückwärts, unter Strom. D.h. den Strom den Du an der Heizung in die Leitung läßt, kannst Du auch im Schlafzimmer an einer Steckdose wieder raus bekommen. ( An alle die von Elektrik wirklich Ahnung haben: ich weiß, sollte nur dem besseren Verständnis dienen ). Es geht also darum dass Du die Einspeisung durch den Wechselrichter unabhängig vom "Hausstrom" machst. Das ginge am einfachsten wenn Du bei Stromausfall den Heizungsstecker aus der Haussteckdose ziehst und in den Wechselrichter steckst. Wenn das automatisiert erfolgen soll, also z.B. nachts wenn Du schläfst oder halt mal nicht zu Hause bist, dann brauchst Du da etwas dass wie eine Art "Rückschlagventil" funktioniert. Da sind wir dann aber im Bereich den sich, meiner Meinung nach, mal ´n Elektriker angucken sollte?!! Grüße Dirk Er will nur die Heizung versorgen. Dafür ist die NVS perfekt, die ist genau dafür gemacht. Der einzige zu klärende Punkt ist, ob sich der WR bei Netzausfall automatisch einschaltet, oder ob man dafür was basteln muss. Leicht zu realisieren über ein Relais, welches den WR abschaltet. Gruss Manfred Es ist beim Ersatzstrom etwas komplexer als es erst einmal scheint. Schließlich spielen auch Versorger und deren Netzformen eine Rolle. In TT Netzen von Versorgern ist beispielsweise die Trennung von N zwingend erforderlich (allpolige Trennung vorgeschrieben), also keine PEN Schaltung und eine wirklich funktionierende eigene Erdung. Beim Hersteller Enwitec kann man schon anhand der Anzahl der On-Grid Umschaltboxen für einen Ersatzstrombetrieb erkennen, dass hier wirklich viel zu beachten ist. Hinzu kommt, dass die Kombination von Wechselrichter und Umschaltbox aufeinander abgestimmt sein muss damit es funktioniert. Ich rate von Ersatzstrom-Gebastel oder nicht eingehend geschulten Elektrikern für die "größere und bequemere" Lösung dringend ab. Wer wirklich Fachmann ist, soll es natürlich machen wenn er will. Notstrom dagegen (mit Stecker umstecken) dagegen ist preiswert und einfach. Ich habe vor der Heizung noch einen Zwischenzähler. Läuft also es auf Manuell hinaus. Nach dem Zwischenzähler einen Trennschalter und dann den Wechselrichter so ist ein Rückstrom nicht mehr möglich. Nichts anderes als "Stecker umstecken" macht eine NVS, nur eben automatisch und zugegebenermassen nicht ganz so preiswert. Muss nur noch der WR angeschaltet werden. Das lässt sich problemlos über ein 230V-Relais am Fernbedienungsanschluss realisieren, Netzstrom weg, WR an. Durchaus übersichtliches "Gebastel", aber zutrauen muss man sich das natürlich selbst. Gruss Manfred |
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