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Welche Panels fuer den Winter?


madd am 19 Aug 2022 20:30:26

Hallo zusammen. Ich habe mir ein Konzept entwickelt, das dem ich mehr aus Solarzellen herausholen will, inbesondere in der dunkleren Jahreszeit. Wie man ein oder zwei Panels aufstellbar macht, dazu gibt es ja schon Threads hier. Im Winter brauche ich aber mehr Panels fuer die gleiche Leistung, und wenn ich mehr Panels aufstellbar mache, dann verdecken die sich nur gegenseitig. Ich lebe auf ca. 54.2° nord, d.h. wenn ich nicht was falsch verstehe, erreicht die Sonne ihren Zenit zur Tag-Nacht-Gleichen bei 35.8° und zur Wintersonnenwende bei 12.3°. Damit an diesem Tag ein aufgestelltes Panel kein anderes beschattet, braucht es cot(12.3°)>=4.5 mal seiner Hoehe als Abstand, und schon kurz davor oder danach deutlich mehr. Meine Idee sieht vor, nur nach links oder rechts aufzustellen in zwei Reihen, wobei die vordere Reihe neben das Fahrzeug abgesenkt wird. Wird die eine oder die andere vielleicht interessieren, wenn ich das umgesetzt habe, und ich werde das dann auch praesentieren.

Im Moment brauche ich ein paar Panels aber eher zeitnah, und plane sie auf dem Gepaecktraeger zu fixieren. Das stelle ich mir billig und reversibel vor, auch wenn ich nur einen kleinen Teil der Dachflaeche damit abdecken kann, aber es ist besser als nichts. Aber ich natuerlich die die Panels selber nicht provisorisch besorgen, sondern in der fertigen Installation weiter verwenden. Das alles war jetzt nur der Kontext fuer die Frage.

Welche Panels sollte ich nehmen? Die Prioritaet dabei ist, auch im Winter genug Leistung zu haben. Laptop braucht bis zu 90W, Kuehlschrank bis zu 144W, wobei kuehle Temperaturen vielleicht auch erlauben, den abzuschalten. Gewicht spielt eine Rolle, ca. 1kWp von den Abschattungsresistenten (was auch immer das konkret bedeutet) Zellen aus dem Movera-Katalog wiegen ca. 100kg, mit Aufstellmechanik allemal. Ist das Abschattungsproblem denn im Winter genauso vorhanden wie im Sommer, oder kommt mir diffuses Licht zugute, sofern sich die Panels nicht gegenseitig beschatten? Gibt es vielleicht noch andere brauchbare Quellen? Ich meine, man sieht viel auf eBay, aber die technischen Parameter sind da ja nicht so ersichtlich.

Ich hoffe, meine Frage ist verstaendlich und der Kontext weder zu viel, noch zu wenig. Ich habe in den letzten Tagen immer wieder Angefangen, wein Thema zu erstellen, und immer wieder verworfen. Aber irgendwann muss ich die Frage mal loswerden.

VG Martin

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Luppo am 19 Aug 2022 22:06:17

Wieviel Leistung brauchst du denn?
Nur mal als Anhaltspunkt, ich bin in Nordbayern, meine Anlage auf der Garage macht bei durchgehend Sonne derzeit 35 KWh am Tag.
Heute waren es bei trüben Wetter 6,5 KWh.
Wenn Du also auch im Winter ausreichend Energie haben willst, rechne die 10-fache Leistung wie an günstigen Sommertagen.
Im übrigen unterscheiden sich die Module nur marginal, nimmt einfach günstige Teile.

huohler am 19 Aug 2022 22:59:14

Ich habe im Winter in Spanien immer ein frei aufstellbares Panel. Ich kenne deinen Standort nicht, aber bei tief stehender Sonne spielen Bäume, Häuser oder gar Nachbarmobile eine viel größere Rolle als im Sommer. Selbst 30m entfernte Bäume werfen auf einmal Schatten. Um im Winter trotzdem einigermaßen Ertrag zu haben muss man die Panel
a) frei aufstellen
b) lange Kabel haben (> 20m)
c) viel öfter am Tag als im Sommer die Panel neu ausrichten.

Jedenfalls sind das meine Erfahrungen auf mäßig gefüllten spanischen Stellplätzen im Winter.

Hubert

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landmesser am 20 Aug 2022 00:20:18

Moin,

Meine Dachanlage mit 5 kw Peak ist auch im Winter trotz tiefstehender Sonne unverschattet. Breite ungefähr Bremen, 3 kw nach Westen, 2 kw nach Osten ausgerichtet.

Beste Tagesleistung im Sommer: 28 kWh
Schlechteste Tagesleistung im Winter: 0,2 kwh, auch mal ein Wochenschnitt von 0,4 kwh/Tag.

Ich brauche am Tag ca 400 Wattstunden. Im Winter unmöglich mit einem WoMo. Licht, Fernseher, Handy, das läppert sich. Kühlschrank läuft über Gas.

Es gibt Stellplätze, da kannst du deinen Stromverbrauch 100 Watt genau ablesen. Einfach mal im Winter hinstellen.

Viele Grüße
landmesser

babenhausen am 20 Aug 2022 07:58:14

Die "verschattungsresistenten " Module mögen bei tatsächlichem Schatten wie durch Äste etc ja etwas helfen . leider aber sicher nicht wenn einfach die Sonne nicht durch die dicke Wolkendecke dringt wie Nebel ,Reifschicht auf den Panelen oder gar Schnee. Meist habe ich die schlechtesten Ertragsmonate im November und Dezember,oft mit 0 KW/Tag oder sehr geringen Erträgen.Januar und Feb sind die Zahlen zwar stark schwankend aber steil ansteigend.Um solche Schwankungen zu puffern hilft nur Speicherung.

madd am 20 Aug 2022 13:10:01

Das geht ja richtig schnell mit den Antworten
Luppo hat geschrieben:Wieviel Leistung brauchst du denn?

Gute Frage, und leider habe ich da keine Erfahrungswerte. Ich brauche praktisch durchgehend (also vielleicht 14 oder 15 Stunden an einem typischen Tag) einen Laptop, sowohl Homeoffice als auch privat. Der kann bis zu 90W verbrauchen, wenn man in voll ausreizt. Privat kann ich durch Akkulaufzeit und -kapazitaet abschaetzen, dass es meistens nicht viel mehr als 10W sind, aber bei der Arbeit kann das aus verschiedenen Gruenden deutlich mehr sein. Durchschnitt finde ich schwer zu ermitteln. Bisher haben solche Spitzen nach meiner Erinnerung nie Stunden lang angedauert, allerdings ist auch die Grundlast hoeher. Insgesamt kommen da vielleicht 350Wh am Tag zusammen? Immerhin gibt es Netzteile fuer den Hersteller, die mit 12V (und ich glaube auch 24V) DC betrieben werden koennen, also kein Wechselrichter notwendig.
Handy laden natuerlich 24/7, aber das scheint typischerweise bei unter 10Wh pro Tag zu liegen.
Beleuchtung brauche ich maximal eine 12W-Lampe zur Zeit.
Und dann faellt mir nur noch der Kuehlschrank mit einer Maximalleistung von 144W laut Sicherung, aber gerade in den dunkelsten Monaten vermute ich, dass ich ihn eigentlich abschalten und die Lebensmittel z.B. in einer Kiste am Fahrradtraeger lagern kann.
Mehr notwendige Verbraucher fallen mir nicht ein.
Luppo hat geschrieben:Wenn Du also auch im Winter ausreichend Energie haben willst, rechne die 10-fache Leistung wie an günstigen Sommertagen.

Ich habe im Forum gelesen, dass diese Zahl, zumindest auf die Tagesleistung bezogen, eher noch optimistisch scheint.
Luppo hat geschrieben:Im übrigen unterscheiden sich die Module nur marginal, nimmt einfach günstige Teile.

Wenn das so stimmt, dann werde ich in erster Linie auf das Gewicht achten, da gibt es auch gewaltige Unterschiede.
huohler hat geschrieben:Ich habe im Winter in Spanien immer ein frei aufstellbares Panel. Ich kenne deinen Standort nicht, aber bei tief stehender Sonne spielen Bäume, Häuser oder gar Nachbarmobile eine viel größere Rolle als im Sommer. Selbst 30m entfernte Bäume werfen auf einmal Schatten.

Standort ist im Moment Kiel, und dieses Jahr werde ich es auch nicht hinkriegen, Zugvogel zu werden. Sind also noch mal erschwerte Bedingungen.
huohler hat geschrieben:Um im Winter trotzdem einigermaßen Ertrag zu haben muss man die Panel
a) frei aufstellen
b) lange Kabel haben (> 20m)
c) viel öfter am Tag als im Sommer die Panel neu ausrichten.

Um das zu vermeiden, will ich ja im Laufe der kommenden Monate lieber mehr als weniger auf dem Dach haben.
landmesser hat geschrieben:Beste Tagesleistung im Sommer: 28 kWh
Schlechteste Tagesleistung im Winter: 0,2 kwh, auch mal ein Wochenschnitt von 0,4 kwh/Tag.

Eine Hausanlage ist natuerlich statisch in ihrer Ausrichtung, aber ein Faktor von 140 ist ja schon nicht ohne.
Ich brauche am Tag ca 400 Wattstunden. Im Winter unmöglich mit einem WoMo. Licht, Fernseher, Handy, das läppert sich. Kühlschrank läuft über Gas.
landmesser hat geschrieben:Es gibt Stellplätze, da kannst du deinen Stromverbrauch 100 Watt genau ablesen. Einfach mal im Winter hinstellen.

Super Tip, Danke.
babenhausen hat geschrieben:Die "verschattungsresistenten " Module mögen bei tatsächlichem Schatten wie durch Äste etc ja etwas helfen . leider aber sicher nicht wenn einfach die Sonne nicht durch die dicke Wolkendecke dringt wie Nebel ,Reifschicht auf den Panelen oder gar Schnee.

Ich habe das auch als Teilabschattung verstanden, mit internen Bypass-Dioden. Da jede einzelne Zelle ja Teil einer Reihenschaltung ist, vielleicht sogar mit einer Diode pro Zelle. Es gibt aber, ohne dass ich die Details kenne, auch Unterschiede in der Effizienz bei unterschiedlichen Lichtverhaeltnissen, und da es im Winter generell dunkler ist, leidet bei manchen Zellen die Effizienz, und zusaetzlich gibt es weniger Lichteinfall. Es gibt als zwei Faktoren mit der gleichen Ursache, die den Ertrag reduzieren, und so ist es denkbar, dass eine Zelle zwar nominell effizienter ist als eine andere, aber eben nur bei guter Beleuchtung, und sich bei schlechter Beleuchtung die zweite Zelle dann doch besser ist als die erste. Das ist ein wichtiger Aspekt meiner Frage.
babenhausen hat geschrieben:Meist habe ich die schlechtesten Ertragsmonate im November und Dezember,oft mit 0 KW/Tag oder sehr geringen Erträgen.Januar und Feb sind die Zahlen zwar stark schwankend aber steil ansteigend.

Das ist auch hochinteressant. Ich haette ja erwartet, dass der Ertrag z.B. am 30.11. im Durchschnitt so hoch sein sollte wie am 29.1., da beide Daten 30 Tage von der Sonnenwende entfernt sind. Unter der Annahme, dass du jeweils vom gleichen Standort redest, faellt mir nur das Wetter als moeglicher Unterschied ein.
babenhausen hat geschrieben:Um solche Schwankungen zu puffern hilft nur Speicherung.

Dazu werde ich in den kommenden Wochen auch noch kommen. Ich habe ja bisher nur eine sehr grobe Vorstellung vom Tagesbedarf, aber wenn wir ihn bei 400Wh ansetzen, dann bringen 100Ah effektiv nutzbarer Ladung 3 Tage Vorrat. Ich habe das auf dem Schirm, aber ich denke, das wird nochmal ein weiteres Thema werden, da ich mich ja auch fuer einen Batterietypen entscheiden muss.

Wenn ich mal an den Landstrom muss, ist das auch keine Katastrophe, und dass multipliziert natuerlich den Nutzwert der Batterien. Die anderen Aspekte der Autarkie bin ich ja auch noch nicht angegangen, aber irgendwo muss ich ja anfangen, denn Ziel ist so viel Autarkie wie moeglich. Da ich sehr neu bin nicht nur im Forum, sondern mit Caravans allgemein, bin ich erstmal in der Phase, Erfahrung zu sammeln. Ich scheue da auch nicht unbedingt Investitionen, aber natuerlich Fehlinvestitionen, und ich hasse Verschwendung auch aus ideellen Gruenden. Jetzt hat sich bisher noch kein einheitliches Bild ergeben, aber auf jeden Fall schon einmal vielen Dank fuer die Antworten. Ich werde sehen, was sich weiter so tut.

Rockerbox am 20 Aug 2022 13:44:19

Was ich nicht verstehe, einmal schreibst du der Kühlschrank braucht 144W, einmal schreibst du der Kühlschrank läuft auf Gas ….. was denn nun? Und ein Absorber auf Gas braucht (nahezu) keinen Strom ….

madd am 20 Aug 2022 21:23:50

Hallo Rockerbox, das mit Gas ist ein Zitierfehler. Hab sie vergessen zu loeschen. Ich hatte aber geschrieben, dass im Winter vielleicht die Moeglichkeit besteht, ihn abzuschalten durch Nutzung der niedrigen Umgebunstemperatur. Falls das Klima nicht zu warm wird, deswegen war ich mir unsicher, ob dieser Verbrauch ueberhaupt zu beruecksichtigen ist.

Energiemacher am 21 Aug 2022 06:18:47

Und wie heizt du die Bude?

Du brauchst dazu ja nicht nur Gas, sondern auch entsprechend Strom für den Lüfter und das ist nicht wenig.
Ob das dauerhaft funktioniert, stelle ich einfach mal in Frage und ist sicherlich auch eine Frage deines Aufbauakkus.

Insbesondere im Winter spielt ja nicht nur der veränderte Sonnenwinkel eine Rolle denn wenn es 3 Tage einfach trüb ist, kannst du deine Module ausrichten wie du willst, das führt trotzdem nicht zu einem entsprechenden Ertrag.


Grüße

rkopka am 21 Aug 2022 09:31:45

madd hat geschrieben:Das ist auch hochinteressant. Ich haette ja erwartet, dass der Ertrag z.B. am 30.11. im Durchschnitt so hoch sein sollte wie am 29.1., da beide Daten 30 Tage von der Sonnenwende entfernt sind. Unter der Annahme, dass du jeweils vom gleichen Standort redest, faellt mir nur das Wetter als moeglicher Unterschied ein.

Ich hab keine statistischen Daten (könnte ich evt. generieren(?)). Aber ich betreue eine Schloßanlage mit Solar für meinen Club. Wir haben dir größten Probleme ca. November bis Mitte Dezember. Da haben wir oft wochenlang durchgehend trübes Wetter ohne nennenswerten Ertrag.

Energiemacher hat geschrieben:...Aufbauakkus.
Insbesondere im Winter spielt ja nicht nur der veränderte Sonnenwinkel eine Rolle denn wenn es 3 Tage einfach trüb ist, kannst du deine Module ausrichten wie du willst, das führt trotzdem nicht zu einem entsprechenden Ertrag.

Genau. Hier muß man definieren, wie lange man autark stehen will und den Akku dazu aussuchen. Und einen Plan haben, was danach passiert, wenn der Akku doch leer ist. Es kann u.U. lang dauern, bis wieder Solarstrom kommt (s.o.). Wenn man zwischendurch auch fahren will/kann, sieht es anders aus. Für einen reinen Urlaubsfahrer ist das kein Thema.

RK

fschuen am 21 Aug 2022 10:30:02

Bei tief stehender Sonne ist ein senkrechtes Panel wesentlich günstiger als ein waagerechtes. Das gibt Optionen für das Heck oder die Seiten. Man muss sich dann aber auch entsprechend hinstellen.

Gruss Manfred

Silverio am 22 Aug 2022 11:53:38

Wie Manfred schon schreibt, ist bei allen Überlegungen zu dem nicht unerheblichen Aufwand, Panel aufstellbar zu machen, eben auch zu berücksichtigen, dass die Ausrichtung stimmt.
Nicht immer kann man genau so stehen, dass die aufgestellten Panel dann Richtung Sonne stehen, zumal man für das Optimum etwa 2 mal am Tag auch noch umparken müsste.
Das geht weder auf einem Stellplatz noch einem normalen Parkplatz so problemlos. (Oder bist du derjenige, der bei uns ums Eck oft auf 3 Parkplätzen quer stand?)

Ich würde ansonsten sagen, falls möglich, lieber noch mehr und noch mehr Solar, statt den Aufwand, es aufstellbar zu machen.
Ebenso noch ein Panel/Solartasche dazu und das Geld für die Ganze Aufstellerei lieber in 400Ah LiFePO4 investieren.

huohler am 22 Aug 2022 12:02:33

Silverio hat geschrieben:Wie Manfred schon schreibt, ist bei allen Überlegungen zu dem nicht unerheblichen Aufwand, Panel aufstellbar zu machen,
...

Ebenso noch ein Panel/Solartasche dazu und das Geld für die Ganze Aufstellerei lieber in 400Ah LiFePO4 investieren.


Mit zwei Aluwinkeln (5€ Material) und 20 Minuten basteln machst du jedes normale Panel aufstellbar. Bis ich da das Geld für 400Ah LiFePO zusammen habe kann ich aber viele Panels aufstellen. :lol:
Stattdessen 3 mal so teure Solartaschen deren Haltbarkeit fraglich ist zu empfehlen zeugt von wenig Erfahrung.

Hubert

Silverio am 22 Aug 2022 14:51:46

Danke für die Einschätzung meiner Fähigkeiten und Erfahrung.

Mag sein, dem Threadersteller geht es aber scheinbar darum, maximal lange strommäßig autark zu sein bei nicht unerheblichem Stromverbrauch.
Ja, mit aufgestellten Solarpanel wird es ein bisschen besser (und bei richtig diesigem Wetter hilft auch das mobile Panel nicht).
Übrigens kostet ein Panel, das ich NICHT auf dem Dach befestige, auf den Cent genau das gleiche, wie das auf dem Dach befestigte. Allerdings wird man wohl meist einen zweiten, kleinen Laderegler benötigen.

Ich revidiere meine Aussage da ich keine Ahnung habe, mach alles so, wie huohler es schreibt und alles wird gut.

Hannus am 22 Aug 2022 15:09:47

Man sollte vieleicht auch über alternativen Nachdenken. Wenn Lärm keine Rolle spielt, für den Notfall einen Generator um die Batterien wieder aufzuladen. Sonst vieleicht eine Efeu.
So wie es aussieht, wirst du rein mit Solar nicht über den Winter kommen. Und den Motor laufen zu lassen um die Batterien zu laden, ist auch nicht das Optimale.

pwglobe am 22 Aug 2022 15:27:04

Hallo, im Winter hat es bei uns nicht funktioniert.
400Wp fest auf dem Dach 700Wp aufstellbar keine Schatten auf dem Boden. 630Ah AGM
Man kann an sonnigen Tagen die Batterien voll laden, aber nach einer Woche ohne Sonne ist es vorbei.
Vielleicht funktioniert es in Südeuropa aber bei uns sehe ich keine Chance.
Ich habe den Test über mehrere Wochen gemacht, die 175Wp Module waren für ein Gartenhaus und so konnte ich sie für den Test nutzen.
Verbraucher im Wohnmobil
Kompressorkühlschrank
LED Licht
Pumpe der Heizung
2h Fernsehen
10h Laptop und Bildschirm
Man kann viel theoretisch rechnen, aber nur ein Praxistest liefert ein verlässliches Ergebnis.

madd am 22 Aug 2022 23:58:25

Energiemacher hat geschrieben:Und wie heizt du die Bude?
Du brauchst dazu ja nicht nur Gas, sondern auch entsprechend Strom für den Lüfter und das ist nicht wenig.

Auch das noch...Eine Truma ist fuer Heizen und Warmwasser verbaut. An den Verbrauch der Ventilators komme ich nicht ran zur Zeit, da stehen zu viele Dinge im Weg. Ich gehe jedenfalls davon aus, dass dieser 40cm*40cm Kasten in Bodennaehe das ist. Die unterlagen nennen da auch keine Zahlen.
fschuen hat geschrieben:Bei tief stehender Sonne ist ein senkrechtes Panel wesentlich günstiger als ein waagerechtes. Das gibt Optionen für das Heck oder die Seiten. Man muss sich dann aber auch entsprechend hinstellen.

In meinem Fall eher Front und Seiten. Gedacht habe ich daran auch schon, aber ich scheue etwas vor Kleben zurueck...
Silverio hat geschrieben:Ich würde ansonsten sagen, falls möglich, lieber noch mehr und noch mehr Solar, statt den Aufwand, es aufstellbar zu machen.

Wie Eingangs beschrieben, habe ich ein Konzept im Kopf, das so viele Panels aufstellbar machen kann, wie aufs Dach passen, aber in nur zwei Richtungen. Die Idee dabei ist, dass selbst bei unguenstigster Ausrichtung des Fahrzeugs man wenigstens morgens und abends mehr herausholen kann.
Silverio hat geschrieben:Ebenso noch ein Panel/Solartasche dazu und das Geld für die Ganze Aufstellerei lieber in 400Ah LiFePO4 investieren.

Da ich ja wegen Feuchtigkeit heizen muss, denke ich auch, das Lithium sinnvoll ist.
Hannus hat geschrieben:Man sollte vieleicht auch über alternativen Nachdenken. Wenn Lärm keine Rolle spielt, für den Notfall einen Generator um die Batterien wieder aufzuladen. Sonst vieleicht eine Efeu.

Es gibt ja noch andere Aspekte der Autarkie, die ich noch nicht angegangen bin, und in diesem Thema auch nicht behandeln wollte, um es simpel zu halten. Effekt ist aber, dass ich sowieso gelegentlich Infrastruktur brauche und bei der Gelegenheit Landstrom nutzen kann. Was ist denn eigentlich eine Efeu?

Ich sehe schon, einen Tod muss ich sterben, oder auch mehrere. Ich habe viele wichtige Informationen erhalten, vielen Dank an alle dafuer. Bei der Kernfrage, welche Zelltypen im Winter am besten funktionieren, gibt kein klares Bild. Ich habe auch in anderen Themen gelesen, wo Zelltechnologien verglichen werden, aber die waren alle mehr als 10 Jahre alt. Jemand schrieb dort, dass Buettner sehr gute Daten zu ihren Produkten publizierten. Da werde ich mal einen Blick drauf werfen. Wenn das auch kein klares Bild ergibt, werde ich wohl sehen, ob ich die Auswahl auf wenige Typen reduzieren kann, dann von allen Kandiaten eines kaufen, zu jedem Typen einen identischen Laderegler und eine Batterie. Und dann kann ich hoffentlich Daten sammeln, wie gut die dann im Winter funktionieren, und wieviel das Aufstellen bringt. Ich bin mir aber nicht sicher, wie ich die Umgebungsparamter, die ich nicht kontrollieren kann, erfasse. Sowas wie Helligkeit und auch das Farbspektrum.

Jaki1190 am 23 Aug 2022 07:30:07

daraus kann man eine Abhandlung in Raketenwissenschaften machen. im Winter kommt über Solar nichts rein. Auch wenn du das möchtest, es geht nicht. Hole dir zum Testen eine günstige 120 WP Solartasche und eine (als Bsp) Ecoflow. So ein Backup ist wahrscheinlich für die sowieso nicht schlecht. das Paneel stellst du bei der jetzigen Witterung perfekt ausgerichtet, bei wolkenlosem Himmel/ strahlender Sonne auf und misst. du wirst (Ende August) irgendwas um die max 90 Watt Ertrag haben. das ganze dann nochmal bei Bewölkung aber sichtbarer Sonne ... wahrscheinlich so um die 0- 15 Watt Ertrag. nun stelle dir das ganze im Winter vor. Wahrscheinlich erlöst es, bei nicht perfekter Sonne, irgendwas um die 5 - max 10 Ah... das ist quasi nix....
ausprobieren ...

thunderbirdLT am 24 Aug 2022 12:08:55

Ganz wichtig ist: zwischendurch nicht umparken!

huohler am 24 Aug 2022 12:29:40

Und zu bedenken ist - selbst bei schönem Wetter im Winter sind die Anzahl der Sonnenstunden (Tag/Nacht) auch noch erheblich weniger.
Hier ist ein PV-Ertragsrechner. --> Link
Damit kannst du mal probieren wie viel Ertrag du maximal erwarten kannst.

Hubert

hampshire am 24 Aug 2022 15:26:04

Wenn Du an einem Standort bleibst helfen Dir die PVgis Daten für eine gute Vorausschau.
--> Link

Schnell erkennst Du auch, dass die Einstrahlwerte auf durchschnittlich unter 40W/qm gehen. Da brauchst Du einen mobilen PV Park deutlich > 10qm und entsprechende Akkus um Dich zu versorgen. Wie auch immer, Du hast eine Rechenbasis.

Luppo am 24 Aug 2022 15:30:10

So, jetzt hammer ihm klar gemacht, dass im Winter die Sonne nicht will und mit seriösen Quellen bewiesen :-)

thunderbirdLT am 24 Aug 2022 16:04:25

Hannus hat geschrieben:Und den Motor laufen zu lassen um die Batterien zu laden, ist auch nicht das Optimale.


In Irkutsk machen die das - funktioniert!

landmesser am 24 Aug 2022 23:59:26

Moin,

Ich habe vor Investitionen in Autarkie folgende Erfahrunswerte gehabt. WoMo 100 Watt Solar, 105 Ah AGM, 120 l Frischwasser, 90l Grauwasser, Chemie-WC, 2*11 kg Gas. Heizung, Kühlschrank, Kochen über Gas.

Autarkie
Frischwasser > 1 Woche
Abwasser > 1 Woche
WC = 4 Tage
Strom im Sommer bisher immer ausreichend
Strom im Winter < 36 Stunden
Gas im Sommer > 5 Wochen
Gas im Winter > 6 Tage bei maximal leichtem Frost.

Ich habe als logische Konsequenz den Strom im Winter auf 4 Tage erweitert durch den Austausch der AGM gegen 200 Ah LiIonenbatterie. Länger als 4 Tage autark würde dann sowohl Batterie als auch WC Änderungen erfordern. Dieser Aufwand war mir zu groß.

Gegönnt habe ich mir noch zwei Tankgasflaschen für meine Faulheit.

Viele Grüße
landmeßer

rkopka am 25 Aug 2022 07:47:56

landmesser hat geschrieben:Ich habe vor Investitionen in Autarkie folgende Erfahrunswerte gehabt. WoMo 100 Watt Solar, 105 Ah AGM, 120 l Frischwasser, 90l Grauwasser, Chemie-WC, 2*11 kg Gas. Heizung, Kühlschrank, Kochen über Gas.

Dabei sollte man aber immer auch die Personenzahl angeben. Bei der Hälfte der Werte spielt es eine wichtige Rolle.

RK

Wingper am 25 Aug 2022 08:45:34

rkopka hat geschrieben:Dabei sollte man aber immer auch die Personenzahl angeben. Bei der Hälfte der Werte spielt es eine wichtige Rolle.

RK


Außerdem wäre interessant, was alles über Strom läuft: Licht (LED??), Wasserpumpe, Kaffeemaschine? TV mit SAT? etc...

leverkusen3 am 25 Aug 2022 10:10:18

Hallo

Um noch mal auf die ursprüngliche Frage zurück zu kommen:

Welche Panels für den Winter?

Panels in Schindeltechnik oder sogar bifaciale Panels bieten bei begrenztem Platz etwas höhere Erträge.

Wenn du die Panels am Fahrzeug verbaust, ist aber eine zuverlässige Mechanik wichtiger als das letzte mA.

Besonders Kabelanschlüsse an den Panels, die häufigen Bewegungen ausgesetzt sind, versagen schnell.
Solartaschen erreichen deshalb nur selten lange Lebensdauern.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas

huohler am 25 Aug 2022 10:33:18

Wir reden bei teuren hocheffizienten Panelen von Mehrgewinn im einstelligen Prozentbereich bei Mehrkosten von Faktor 2-3.
Die würden nie an der Tatsache etwas ändern dass du im Winter nicht Autark stehen kannst.

Hubert

thunderbirdLT am 25 Aug 2022 12:52:18

Ein Freund von mir muss seinen Van immer in den Straßenschluchten von Wiesbaden parken - der könnte sein Panel noch so sehr luxifizieren und optimieren, der bekäme selbst im Hochsommer nicht genug Saft ...

madd am 25 Aug 2022 19:53:44

Danke an alle, auch wenn ich nicht auf alle einzeln eingehen werde.
Eine gute Nachricht ist, dass ich heute Zugang zu einer Fahrzeugwaage hatte. Ergebnis: 2600kg inklusive meiner Wenigkeit, fast allem Hausrat und die ganzen Werkzeuge wuerde ich auf die Dauer auch woanders laden. Ich hab jetzt nicht gefragt, wie genau das eigentlich ist, aber zu 3100kg. Zugegeben, der Wassertank kann noch knapp 50l aufnehmen und Diesel hat auch nur so 30%, aber da ist schon Raum fuer Panels und Batterien.
Luppo hat geschrieben:So, jetzt hammer ihm klar gemacht, dass im Winter die Sonne nicht will und mit seriösen Quellen bewiesen :-)

Schon klar, dass das zumindest teilweise ein Scherz ist, aber ich erlaube mir die Anmerkung, dass ich nicht unbedingt jeden Tag zum Lesen oder gar Posten komme. Den Eindruck der Grenzen habe ich ja schnell gewonnen. Vielleicht haette ich das Ziel etwas besser formulieren koennen. Es gibt ja nicht nur den dunkelsten Wintertag und den hellsten Sommertag, sondern noch mehr als 360 Tage darum herum. Und wenn die Wahl der Panels (wenn die z.B. mehr rot ausnutzen, das bei tief stehender Sonne vermehrt auftritt) die Anzahl an Tagen, an denen ich frei stehen kann, erhoeht, dann ist das auch ein Gewinn. Es gibt ja auch die Zone, wo der Tagesertrag vielleicht, je nach Paneltyp, zwischen 80% und 90% des Bedarfs liegt, was vielleicht nicht nach so viel klingt, aber dieser Unterschied in dieser Situation is aequivalant zu einem Unterschied in der Batteriekapazitaet um einen Faktor von 2. Genau das wird ja gerne zu manchen Typen Duennschichtmodul behauptet, und weil jemand woanders im Forum schrieb, Buettner habe gute Daten zu ihren Produkten, habe da auch mal geschaut. Vielleicht bin ich ja zu dumm, aber ich habe keinerlei Quantifizierung gefunden.
huohler hat geschrieben:Wir reden bei teuren hocheffizienten Panelen von Mehrgewinn im einstelligen Prozentbereich bei Mehrkosten von Faktor 2-3.

Du meinst wirklich "Prozent" und nicht "Prozentpunkte"? Wenn also ein "normales" Panel unter definierten Bedinungen 15% Wirkungsgrad hat, und ein anderes unter den gleichen Bedingungen 18%, dann ist die Ertragssteigerung 20%. Wenn das erste unter diesen Bedingungen 75% der Tagesbedarfes liegt, dann liefert das zweite 90%, was die Batterien 2,5 mal so lange halten laesst. Klar ist diese Zone, innerhalb derer der Tagesbedarf im Durchschnitt nicht ganz erreicht wird, eher schmal, aber ein paar Prozentpunkte koennen diese Zone erheblich verschieben. Insbesondere, wenn man keine Flaeche mehr frei hat, kann das den Preis schon wert sein. Wenn du in meinem Beispiel wirklich "prozent" meinst, also das zweite Panel mit einem Wirkungsgrad von 15,45% daher kommt, dann ist die Zone, in der die Batterielaufzeit derart gestreckt werden kann, bei einem Ertrag von knapp 99% der Tagesbedarfes und der Mehrwert ist dann eher vernachlaessigbar.
hampshire hat geschrieben:Wenn Du an einem Standort bleibst helfen Dir die PVgis Daten für eine gute Vorausschau.
um Dich zu versorgen. Wie auch immer, Du hast eine Rechenbasis.

Ich denke, das trifft auf mich weitesgehend zu.

Ich denke, ich mache folgendes: ich besorge mir von verschiedenen Typen (inklusive eines billigen) je eines, und zu jedem einen Datenlogger, der aufzeichnet, wann wie viel geerntet wurde. Wenn sowas bereits im Laderegler steckt, dann entsrechend mehrere Regler, was bei vielen Panels sowieso notwendig werden wird. Aufstellung/Ausrichtung/Wetter/Standort muss ich mir notieren. Alle werden an die gleiche Batterie angeschlossen, da das Laden einer leereren Batterie einfacher ist und deshalb alle stets den gleichen Ladestand auffinden sollten. Und bei der Batterie gilt: klotzen statt kleckern. Oder am besten eine fuer Landstrom, eine fuer Solar, und die Verbraucher so im Laufe der Zeit umschalten, dass die Solarzellen immer etwas zu tun haben, aber die Verbraucher an den Landstrom gehen, bevor die Batterie zu tief entladen wird. Ich hoffe, ich komme im September noch dazu. Und im Fruehling habe ich dann hoffentlich genug Daten, um meine Kernfrage zu beantworten, und danach zu entscheiden, in was genau ich dann mehr investiere. Bitte nicht falsch verstehen, ihr habt mir vielleicht wichtige Informationen geliefert, und es hat meine Planung beeinflusst, denn normalerweise priorisiere ich Regeneration vor Speicher, Aber in diesem Fall habe ich noch andere Systeme (Wasser/Abwasser/Heizung/Diesel) ohne Regeneration, und zweitens ist der Konsens hier das, wozu ich sowieso geneigt habe: Lithium, mit oder ohne Yttrium.

Luppo am 25 Aug 2022 21:31:52

Du bist dir sicher, dass du das Thema nicht zu verbissen sieht?
Module und Laderegler, Datenlogger…
Du wirst PV nicht nochmal erfinden, glaub mir.

rkopka am 25 Aug 2022 22:03:35

madd hat geschrieben:Es gibt ja nicht nur den dunkelsten Wintertag und den hellsten Sommertag, sondern noch mehr als 360 Tage darum herum.

Das Problem ist nicht ein Tag sondern mehrere. Wenn man sonst halt z.B. auf einen CP geht, lohnt es sich nicht so rumzuforschen, außer man hat Spaß dran. Wenn man unbedingt auskommen will, kann man fast nur den Zeitraum rausschieben. Irgendwann kommt der Punkt, wo vielleicht 3 Wochen lang nicht mehr Solarstrom kommt, als man für das Licht braucht. Dann hilft mehr Speicher weiter. Solche Fälle habe ich schon gesehen, wo dann selbst die eigentlich überdimensionierten Panele nicht mehr gereicht haben, weil nichts nennenswertes reinkam. Das waren Systeme mit recht konstantem Verbrauch. Als Nutzer kann man sich ja einschränken, z.B. weniger Fernsehen...
Oder man sucht sich einen besseren Platz (die Fahrt hilft dann auch schon). Ist man also wirklich komplett auf sich allein gestellt ? Irgendwo fix stehend für lange Zeit ohne fremde Hilfe ? Oder rechnet man lieber die Alternativen mit ein (CP, Generator...) und kommt damit auf viel einfachere Lösungen ?
Sind deine Tests auch genau an dem Ort, wo dann später der Strom erzeugt wird ? Anderer Ort, anderes Wetter und die Prozent bei den Panelen spielen vielleicht schon keine Rolle mehr, weil die Randbedingunen viel stärkeren Einfluß haben.

RK

landmesser am 26 Aug 2022 09:10:59

Wingper hat geschrieben:Dabei sollte man aber immer auch die Personenzahl angeben. Bei der Hälfte der Werte spielt es eine wichtige Rolle.

Außerdem wäre interessant, was alles über Strom läuft: Licht (LED??), Wasserpumpe, Kaffeemaschine? TV mit SAT? etc...


Moin allerseits,

Diese Berechnung muss jeder für sich nach seinen Erfahrungen machen. Ich selbst bin alleine unterwegs. Wenn ich alleine im Wald stehe, hält das WC länger :-)

Mein Hauptenergieträger ist Gas, ich habe ein 08/15 WoMo. Natürlich Sat, selbstverständlich Wasserpumpe, Heizungsgebläse, SOG, Schnarchmaske, Laptop, Tablet, Handy, LED Licht. Kein Wechselrichter weil für mich überflüssig. Wichtig eher: Meine Akkus laden in Fahrt mit 16 A, damit kann ich ausrechnen, wie lange ich fahren muss, bis sie wieder voll sind.

Es geht bei meiner Betrachtung aber nicht um diese technischen Details, sondern eher um die Betrachtung: Welches ist der "begrenzende Faktor" für die Dauer meiner Autarkie? Wo bringt eine Änderung eine Verbesserung?

Wenn du wie ich im Winter mehrere Tage im WoMo mitten in einer Großstadt stehst, ist der Ertrag egal welcher PV Anlage auch immer zu vernachlässigen, und das über Monate. Du stehst fast immer im Schatten von Häusern. Das mag bei einer Überwinterung in Spanien ganz anders aussehen. Darum kann eine solche Abschätzung nur anhand persönlicher Erfahrung erfolgen.

Bei meinem WoMo hätte ich mit zwei Personen zwei Nächte Autarkie aufgrund des Fassungsvermögen der Toilette. Das wäre der Punkt, der dann in Angriff zu nehmen wäre, um die Autarkie zu vergrößern. Das kann ich durch jede Menge Strom per PV nicht ausgleichen :-)

Viele Grüße
landmesser

madd am 26 Aug 2022 10:55:03

rkopka hat geschrieben:(...) außer man hat Spaß dran.

Sir Humphrey Appleby: "Why do you have to climb the greasy pole?"
James Hacker: "Because it is there."
Oder wie man im Deutschen so sagt: "Weil ich es kann."
Also ja, wenn ich ein Thema fuer mich entdeckt habe, dann kann ich mich tief drin einbuddeln.
rkopka hat geschrieben:Wenn man unbedingt auskommen will, kann man fast nur den Zeitraum rausschieben.

Ich habe ja schon geschrieben, dass das auch ein Gewinn ist. Da ich nur keine Erfahrung oder Intuition habe, wie sich die Tage aufteilen, habe ich von Zahlenbeispielen abgesehen, damit die Diskussion nicht sich noch darauf erweitert, ob diese Zahlen realistisch sind. Anscheinend kam das so an, als wollte ich unbedingt 364 Tage autark sein, aber ich meinte damit, dass man aus diesen halt ein paar mehr autarke Tage herausholen kann.
rkopka hat geschrieben:Oder rechnet man lieber die Alternativen mit ein (CP, Generator...) und kommt damit auf viel einfachere Lösungen ?

CP ist immer eine Option. Aber kein Grund fuer mich, trotzdem mein System zu optimieren. 8)
rkopka hat geschrieben:Sind deine Tests auch genau an dem Ort, wo dann später der Strom erzeugt wird ? Anderer Ort, anderes Wetter und die Prozent bei den Panelen spielen vielleicht schon keine Rolle mehr, weil die Randbedingunen viel stärkeren Einfluß haben.

Ich kann noch nicht so genau sagen, wie ich mich bewegen werde, deshalb will ich ja loggen, anstatt mich auf stichproben zu verlassen. Dazu die Bedingungen notieren, damit ich nachher danach wieder aufschluesseln kann, bzw. auch Daten isolieren, die durch schnell wechselnde Bedingungen entstehen, wie z.B. Lichtverhaeltnisse waehrend der Fahrt.
landmesser hat geschrieben:Diese Berechnung muss jeder für sich nach seinen Erfahrungen machen. Ich selbst bin alleine unterwegs. Wenn ich alleine im Wald stehe, hält das WC länger :-)
:lol:
landmesser hat geschrieben:Wenn du wie ich im Winter mehrere Tage im WoMo mitten in einer Großstadt stehst, (...)

Normalerweise nicht, schon wegen Laerm. Ich habe gelegentlich einen Termin morgens (wenn Kiel denn zaehlt) wo auch eine ruhige Stelle nicht fern ist.

Inselmann am 27 Aug 2022 09:55:21

Luppo hat geschrieben:Du bist dir sicher, dass du das Thema nicht zu verbissen sieht?
Module und Laderegler, Datenlogger…
Du wirst PV nicht nochmal erfinden, glaub mir.


sehe ich genau so.
Die ganze Rechnerei wieviel Prozent welches Panel mehr bringt ist voellig unwichtig. Weil 75% von fast nichts immer noch fast nichts ist.

Wenn ich sehe wie schnell meine Solaranlage vom Strom im Ueberfluss zu fast gar nichts kommt wechselt, da helfen auch mehr Panel nichts.
Die dann noch mehr Strom (der nicht gebraucht wird) produzieren wenn die Sonne scheint.

Und gerade wenn die Sonne schoen runterballert verliert man einiges an Leistung durch Waerme.

Voll Sonne und kuehle Temperaturen. Dann ballern die Panels richtig rein.
Und dann ist es etwas bewoelkt an einem Tag und Peng kommt nur ein Zentel der Panelleistung rein.....

Nur auf Solar verlassen wenn man abhaengig ist von Strom wuerde ich nicht machen.

mansch am 27 Aug 2022 11:20:09

Da kann ich Inselmann nur zustimmen… (Dürfte ich auf den Zustimmen-Button an seinem Beitrag drücken, hätte ich es getan!)

Solar bei Sonne ist super, bei Bewölkung und/oder sehr flacher Sonne (Winter…) bringt wenig bis nichts. Da ist dann die „welche?“-Frage falsch, die Frage muss dann lauten „wie viel Fläche?“.

Mein Nachbar hat großzügig Solar auf dem Hausdach, heute ist dicht bewölkt, aktuell werden da kaum 100Wp sein, über den Tag wird er keine 1kWh erreichen… Rechne es Dir auf Dein Womodach um.

Ausschließlich, gerade auch im Winter, mit Solar planen ist wenig sinnvoll. Im Sommer, in Italien, warum nicht, aber im Winter… :(
Manni

Silverio am 28 Aug 2022 09:22:50

Die Frage ist halt, wie flexibel madd ist, auch mal ohne Strom da zu stehen.

Solange es nicht weiter schlimm ist, dass die Batterie nicht mehr viel hergibt und man dann entweder heim fährt oder längere Zeit fährt um einen neuen Platz zu finden (und dabei die Batterie wieder zu laden) oder es einfach ok ist, dass größere Verbraucher wie Heizung, Kühlschrank und Laptop auch mal 2 oder 3 Tage aus bleiben, geht es ja.

Das habe ich noch nicht richtig raus lesen können, wie der genaue Anwendungsfall aussieht.

In Mitteleuropa mit dem Setting "Homeoffice" über Tage zu stehen und sich niemals um die Stromversorgung kümmern zu müssen, wird NICHT immer funktionieren.

Umgekehrt habe ich dann ohnehin andere Probleme, nämlich mir ernsthaft Gedanken über die volle Toilette (oder bei Trockentrenntoilette, den vollen Urinbehälter) zu machen.

thomker am 28 Aug 2022 10:07:40

Silverio hat geschrieben:Umgekehrt habe ich dann ohnehin andere Probleme, nämlich mir ernsthaft Gedanken über die volle Toilette zu machen.

Moin,
Das Argument wird ja häufig angeführt, zieht aber mMn nicht so richtig. Wenn man mit leeren Batterien 10 Min zur VE fährt, hat man vielleicht für 30Min wieder Strom. Wenn die VE 500 km weit weg ist, mags gehen...

Fazit: es geht nix über einen großen Speicher (der dann aber irgendwann auch wieder gefüllt werden will)

Gruß
Thomas

Silverio am 28 Aug 2022 12:39:48

Das ist schon richtig.
Aber ich muss dann halt weg von dort, wo ich bin.

Oftmals ist es ja nicht so, dass ich auf dem Stellplatz mit Entsorgung stehe, denn dort habe ich ja ohnehin oftmals Strom.

So teuer kann die geringe Menge Strom fast nicht werden, dass sich die Investitionen in Solar, Laderegler und evtl sogar LiFePO4 rechnen würden. Aber ich denke darum geht's ja auch nicht.

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