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Heizungsblut, geht oder geht nicht ?


klink_bks am 10 Sep 2022 12:45:59

:) Liebe Teilnehmer :)

Ich habe da mal eine Frage bezügl. "Heizungsblut".
Hat einer von euch praktische Erfahrungen damit gemacht ?
Nutzt das vielleicht sogar einer an seiner Heizung ?
Und jetzt Frage an die Techniker, Physiker oder Handwerker, die
in irgendeiner Art und Weise Ahnung von dieser Materie haben,
Kann diese Produkt funktionieren ?

Es handelt sich bei Heizungsblut um eine Flüssigkeit, die in der Lage ist,
Wärme schneller von der Heizung im Keller zu den Heizkörpern in der Wohnung
zu transportieren und auch schneller an die Heizkörper abzugeben. Alle Flüssigkeit
in den Heizkörpern, Rohren und Boilern oder in der Heizung selbst wird duch diese
Flüssigkeit ersetzt und soll durch den schnelleren Wärmetransport und -abgabe eine
Einsparung von Heizöl oder Gas ermöglichen. Das Argument lautet " Wenn schneller erhitzt wird,
braucht man nicht so lange zu heizen und man spart Energie!"

Kann das funktionieren ?

Webseite findet man hier --> Link

Für eure Meinungen, und besser noch Erfahrungen bedanke ich mich bereits im Voraus.
Im Internet findet man völlig gegensätzliche Meinungen dazu.

Gruss von der schönen Mittelmosel
Achim

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

Navigatore am 10 Sep 2022 13:30:05

Warum nicht? Haarwuchsmittel lassen ja auch die Haare auf der Glatze sprießen, Faltencremes glätten die Haut der Bestager, mit Wonderpolish verschwindet jeder Kratzer im Lack und Benzinzusätze sparen Unmengen Sprit.

Vor allem musst du schnell zuschlagen und bestellen. Das Angebot gilt laut der verlinkten Homepage nur eine eng begrenzte Zeit.

Manoman ...

partliner am 10 Sep 2022 13:32:32

klink_bks hat geschrieben:Es handelt sich bei Heizungsblut um eine Flüssigkeit, die in der Lage ist,
Wärme schneller von der Heizung im Keller zu den Heizkörpern in der Wohnung
zu transportieren und auch schneller an die Heizkörper abzugeben.....Wenn schneller erhitzt wird,
braucht man nicht so lange zu heizen und man spart Energie!"


da stellt grad einer die Thermodynamik auf den Kopf :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: unfassbar :lol: :lol: :lol:

und so preiswert: nur 12€/m² beheizte Fläche :lol:

Anzeige vom Forum


klink_bks am 10 Sep 2022 13:55:35

:) Diese Art der Antworten :)

wollte ich eigentlich nicht haben. Trotzdem Dankeschön.

Fest steht, dass zumindest der Teil der Aussage mit dem schnelleren Transport der
Wärme an die Heizkörper durch Flüssigkeiten mit einer höheren Wärmeleitfähigkeit
deutlich schneller möglich ist, theoretisch und auch praktisch.
Aber was bedeutet das ? Kann dann wirlich früher abgedreht werden ?
Wie gesagt, Frage an Heizungsleute oder Physiker, Techniker oder so was in der Richtung.

Und nur der Vollstädnigkeit halber, ich vertreibe das Zeugs nicht und habe auch nix damit zu tun
bis auf den Umstand, dass ich gefragt wurde, ob das theoretisch funktionieren kann.

Gruss von der schönen Mittelmosel
Achim

akany am 10 Sep 2022 14:22:47

Ich finde ja so direkt rausgehauene Kommentare "dagegen" ohne jegliches Argument immer spannend...
...genau so spannend übrigens, wie derartige "Produktvorstellungen", ohne Details.

Da hab ich mal ein bisschen gesucht:
--> Link
--> Link

Danach stelle ich mir im Prinzip einige Fragen:

- wenn das schneller aufheizt, kühlt das dann nicht auch schneller ab? Denn meine Pumpen laufen ja weiter... und bei gut aufgeheizter Flüssigkeit sind die Heizkörper schön lang warm. Ist das dann nicht mehr der Fall? Würde ich nicht am Ende das verlieren, was ich am Anfang laut Aussage des Herstellers gewinne?

- wie sieht es im Dauerbetrieb aus? Kann das auch überhitzen? Wie wurde der Siedepunkt verändert?

- wie sieht es nach mehreren Monaten oder Jahren aus? Wie geht es dann meinen Schläuchen und Dichtungen, durch die chemisch veränderte Flüssigkeit? Wer übernimmt da die Garantie? Ich habe keine Rezeptur der chemischen Zusammensetzung des "Blutes" auf deren Webseite finden können.


So weit zu meiner sachlichen Analyse.
Wegen der fehlenden Antworten bleibe ich bei meiner gelben Suppe in den Rohren.


*Edit*
kann natürlich auch sein, dass das hier zwar in einem WoMo Forum reingeschrieben ist, aber es geht nur um Turnhallen, Häuser etc. Dann bitte ich um Entschuldigung... bei im Prinzip gleicher Argumentation, nur statt "gelbe Suppe" nehme ich dann Wasser mit evtl. Zusatz.

chrisc4 am 10 Sep 2022 14:47:20

Ich denke, das ist ein Trittbrettfahrer, der die aktuelle Energieknappheit nutzen möchte um schnell viel Geld zu verdienen!
Er wird seine Kunden finden, da bin ich mir sicher!

Schon die Preisgestaltung per Quadratmeter statt Liter finde ich schon mehr als seltsam.
Es ist ja auch nicht geklärt, wer für die Kosten der Schäden an der Heizungsanlage aufkommen soll. Der Heizungsbauer der das Zeug reingefüllt hat oder der Hersteller von dem Zeug? Wenn da noch Garantie drauf ist, dann wird die sicherlich nicht mehr gültig sein.
Mal abwarten bis unabhängige Prüfungen veröffentlicht werden, wenn es überhaupt dazu kommt oder ob das Zeug still und heimlich wieder verschwindet.

UweHD am 10 Sep 2022 14:48:29

klink_bks hat geschrieben::) Das Argument lautet " Wenn schneller erhitzt wird,
braucht man nicht so lange zu heizen und man spart Energie!"

Da dieses angebliche Kernargument schon thermodynamischer Unsinn ist, braucht man nicht weiter zu argumentieren - das Ganze ist Bauernfängerei!

Beim Heizen benötigt man immer einen definierte Energiemenge, egal ob langsam oder schnell bereitgestellt. Interessant sind allein die allfälligen Verluste - und die sinken nicht dadurch, dass der Prozeß des Wärmetauschs im Radiator oder Boiler schneller vonstatten geht. Gerade am Radiator geht der Verlust ja genau da hin, wo man ihn will: In die Raumluft.

Rockerbox am 10 Sep 2022 14:56:21

Selbst wenn die Heizkörper (und nur die heizen den Raum) um sagen wir eine Minute schneller warm werden sollten, dann werden sie auch eine Minute schneller kalt, weil die Superflüssigkeit ja auch dann die noch vorhandene Wärme schneller abtransportiert.

Die Wärme eines Raumes wird nicht durch die Geschwindigkeit des Aufheizens der Heizkörper definiert, sondern über die Temperatureinstellung vom Thermostat und der Differenz Vorlauf zu Rücklauf. Bei der Trägheit eines Heizkörpers und vor allem der Raumluft spielt eine „schnelle Flüssigkeit“ mE überhaupt keine Rolle.

Gast am 10 Sep 2022 14:59:54

Ich meine, das funktioniert nur mit einem Perpetuum mobile, weil es entscheidend darauf ankommt, dass die Umwälzpumpe energiefrei arbeitet.

klink_bks am 10 Sep 2022 15:02:08

UweHD hat geschrieben:..........
Beim Heizen benötigt man immer einen definierte Energiemenge, egal ob langsam oder schnell bereitgestellt. I...........


:) Genau so sehe ich das auch ! :)

Um einen Raum von 10 auf 20 Grad zuerhitzen, braucht man xxxxxx Wärmeeinheiten,
und ob die schnell oder langsam aufgefüllt werden, sollte m.E. wurscht sein.
Das Produkt gibt es übrigens angeblich schon seit 2013, also nicht erst jetzt in der Krise erfunden.

Gruss von der schönen Mittelmosel
Achim

chrisc4 am 10 Sep 2022 16:37:37

Da einzige was zu dem Thema einen Sinn macht ist eine Wärmepumpe, die macht aus 1KW Strom 2 bis 4 Kw Wärme, ist aber in der Anschaffung sehr teuer und zur Zeit ausverkauft!

Das Heizungsblut ist vermutlich eine Gaunerei, wie der Enkeltrick, Schockanrufe und jetzt das Wundermittel Heizungsblut!
Das stecken vermutlich die gleichen Gauner dahinter! :eek:
Die Zielgruppe ist wie immer. Es sollen auch damit leichtgäubige Menschen mit Geld in der Schublade ausgenommen werden! :x

Derek am 10 Sep 2022 17:09:41

Hallo,
Physik kann nun mal nicht verändert werden, auch nicht durch irgendwelche Mittel.
Neuerdings gibt es ja Teile, die den Stromverbrauch signifikant reduzieren sollen.
Aber nun zum Thema:
Der Raum braucht Wärme gemäß Heizlastberechnung
Der Heizkessel erzeugt genau diese Wärme
Das Medium Wasser transportiert die Wärme nur, dabei kann ein Zusatzmittel nur die Spezifische Wärmeleitkapazität nur geringfügig ändern.
Das ändert jedoch nichts an der benötigten Leistung, sondern nur, dass sich der Volumenstrom (Transportmittel) geringfügig ändert und demzufolge nur der Stromverbrauch der Pumpe eventuell geringfügig geringer ist, sofern die Pumpe auch dementsprechend eingestellt wird.

tiefschneewikes am 10 Sep 2022 19:21:01

Ich arbeite in einer Heizungsbaufirma, allerdings als Kaufmann. Ich wurde letztes Jahr von einem Kunden auf dieses Heizungsblut angesprochen und habe bei mehreren Kessel- und Pumpenhersteller nachgefragt. Von allen kam die Antwort, dass dieses Produkt bei allen Bauteilen sofort die Garantie erlöschen lässt. Es gibt eindeutige Vorgaben der Kesselhersteller mit welchem Wasser die Anlage betrieben werden muss. Das gleiche gilt für die Pumpen.

Keiner unserer Partner (Viessmann, Buderus, Vaillant, Grundfos, Biral, Wilo, usw.) hält das Mittel für gut. Ich habe meinem Kunden davon abgeraten.

Pechvogel am 10 Sep 2022 21:23:58

Wenn das Heizungsblut die Wärmeenergie schneller zum Heizkörper transportieren kann und vor allem der Heizkörper auch schneller warm wird und die Wärmeenergie schneller vom Heizkörper an die Raumluft abgegeben wird ( was ja schon mal Quatsch ist weil zwischen Heizkörper und Raumluft nix geändert wurde ), dann sind die „Lecks“, die Verluste doch automatisch auch größer?
Jeder schlecht(er) isolierte Abzweig, jedes „Schnüffelstück“, jedes Manometer „strahlt“ doch dann auch mehr Wärmeenergie ab?!

Also mag ja sein dass die Wärmeenergie schneller im Wohnzimmer-Heizkörper ist und auch von da schneller im Raum. Wenn dann das Heizkörper-Ventil zu macht geht aber doch das in der Küche, Kinderzimmer, Arbeitszimmer,… auf. D.h. der Kessel, die Pumpe,… laufen bedeutend öfter / länger als der einzelne Heizkörper und damit auch die Verlustpunkte?!!

Übrigens bekommt man auch schneller eine entsprechende Wärmemenge an / in einen Heizkörper wenn man die Vorlauftemperatur z.B. verdoppelt. Auch wird der Raum schneller warm weil der Heizkörper „glüht“.
Aber von dem erheblich höheren Energieeinsatz um das Wasser so hoch zu heizen mal abgesehen, geht die Effizienz der übrigen Heizungsanlage „in den Keller“, weil eben die Verluste größer werden.



Grüße
Dirk

Stjopka am 11 Sep 2022 00:29:49

hier noch sowas in der Richtung... :)

--> Link

Gruß
Stefan

HartyH am 11 Sep 2022 05:03:27

interessanter fred hier.
Aber wie heißt es so schön, "jeden Morgen steht ein Dummer auf und niemand wird gezwungen, das zu kaufen" :ja:

mafrige am 11 Sep 2022 09:00:38

Also ich habe dieses Heizungsblut in einem Teil der Heizung.
Das aber nur im Kreislauf zur thermischen Solaranlage (mein Haus ist Bj. 2011, da war es Pflicht ... ?).

"LMP-R1 Heizungsblut® besteht aus einem speziellen Glykolgemisch"!

Im Haus wäre der Wärmeübergang eines Glykol/Wassergemisch sogar niedriger als nur Wasser und ist nur als Frostschutz, wie auf dem Dach mit Solar-Thermie notwendig.

hampshire am 11 Sep 2022 10:05:38

Ich habe mal überlegt was dazu führen könnte, dass physikalisch gesehen eine Flüssigkeit besser geeignet wäre Energie zu transportieren als eine andere.
Das könnte der Fall sein, wenn die eine Flüssigkeit eine höhere Masse hätte als die andere. Wäre das der Fall, würde vermutlich die Belastung für die Pumpen steigen. Würde ich nicht machen.
Das könnte der Fall sein, wenn die eine Flüssigkeit eine größere Kontaktfläche zum Heizkörper herstellen würde als die andere. Das könnte entweder durch weniger Bläschen (isolierende Gasbildung) weniger isolierende Stellen entstehen oder über eine höhere Viskosität ein größerer Flächenkontakt zustande käme. Dass eine andere Flüssigkeit einen signifikanten Effizienzunterschied zu Wasser machen würde ist mir aber nicht wirklich einleuchtend und die Idee für Wasser ausgelegte Ventile mit einer Flüssigkeit mit deutlich höherer Viskosität zu verwenden gefällt mir nicht.
Natürlich könnte es auch der Fall sein, dass die eine Flüssigkeit weniger Ablagerungen verursacht als die andere. Wer kalkhaltiges Wasser hat, sollte es besser nicht für das Heizungssystem verwenden. Kalkablagerungen wirken isolierend im Heizkörper. Sollte das "Heizungsblut" den Effekt des Lösens einer eventuellen Verkalkung des Systems haben, könnte man einen Unterschied merken.
Trotz dieser Erklärungsansätze würde ich das Zeug nicht kaufen, wenn ich eine flüssigkeitsgeführte Heizung hätte.

Inselmann am 11 Sep 2022 10:20:52

Max,
dieses Produkt soll das erzielen was du beschrieben hast. Water Wetter. wetter = nasser ( für die nicht englisch sprechenden)
Amazon Link

Die Wassermoleküle sollen damit verkleinert werden damit mehr Wasserkontakt im Kühlsystem ist und die Temperatur soll bis zu 30 Grad F reduziert werden......

Mir wurde so eine Buddel geschenkt. Steht seit mindestens 10 Jahren immer noch im Regal.

hampshire am 11 Sep 2022 10:24:26

Inselmann hat geschrieben:Die Wassermoleküle sollen damit verkleinert werden damit mehr Wasserkontakt im Kühlsystem ist und die Temperatur soll bis zu 30 Grad F reduziert werden......

Moleküle verkleinern - das passt jetzt nicht zu meinen Physik-Kenntnissen und ist sicher nicht das was ich beschrieben habe. Die Größenordnung des Effektes ist absurd. Ich würde das aus dem Keller in die Entsorgung geben.

Inselmann am 11 Sep 2022 10:31:54

hampshire hat geschrieben:Moleküle verkleinern - das passt jetzt nicht zu meinen Physik-Kenntnissen und ist sicher nicht das was ich beschrieben habe.


Das ist genau das was du oben beschrieben hast. Durch die kleineren Wassermoleküle ist weniger Luft dazwischen und somit mehr Kontakt der Wassers zum Kühlkörper möglich.
ich verteidige hier nicht das Produkt. Ich halte es auch für unwirksam. Genau so wie das Heizungsblut.
Allein schon der Namen löst alle Alarme aus.

klink_bks am 11 Sep 2022 10:42:34

tiefschneewikes hat geschrieben:Ich arbeite in einer Heizungsbaufirma, allerdings als Kaufmann. Ich wurde letztes Jahr von einem Kunden auf dieses Heizungsblut angesprochen und habe bei mehreren Kessel- und Pumpenhersteller nachgefragt. V..................


:) Hallo Jörg, :)
Vielen Dank für deine Antwort, genau so was hatte ich erhofft. Also das
eine Antwort von einem Heizungsmenschen = Fachmann kommt.
Dafür mal ein Positiv. Vielen Dank.

An alle anderen, auch Euch ein grosses Dankeschön für die teilweise doch recht
ausführliche und begründete Erklärungen. Das einzige, was ich nicht begreifen kann,
ist, dass der Einsatz dieses Mttels sogar vom Staat gefördert wird ( mit 20 %).
Schon seltsam, oder ?

Fazit : Meine Meinung wurde bestätigt.

Vielen Dank und
Gruss von der schönen Mittelmosel
Achim

chrisc4 am 11 Sep 2022 10:44:59

Das Heizungsblut vom deutschen Staat gefördert wird steht wo?

klink_bks am 11 Sep 2022 11:00:16

chrisc4 hat geschrieben:Das Heizungsblut vom deutschen Staat gefördert wird steht wo?


:) Diese Information :)

habe ich von einem Steuerberater erhalten und kann sicher irgendwo
auf den Seiten der BAFA nachgelesen werden.

Gruss von der schönen Mittelmosel
Achim

kielius am 11 Sep 2022 11:23:03

Das "Heizungsblut" selber wird nicht gefördert, sondern vielleicht??? zusammen mit der Erneuerung einer gesamten Heizungsanlage.
Auf der "Hersteller" Seite sehr verschwommen nachzulesen.

kamann am 11 Sep 2022 11:23:21

Hallo Achim;
dieses Heizungsblut ist das das rote Zeug was z. Zt. mit diesen BKS Tankzügen bei uns abgeholt wird :ironie: :wein:
Gruß aus der Palz KH

hampshire am 11 Sep 2022 12:14:30

Inselmann hat geschrieben:Das ist genau das was du oben beschrieben hast.

Nein, ich bin nicht von derselben Flüssigkeit (Wasser) ausgegangen, sondern von unterschiedlichen Flüssigkeiten und habe daher auch absichtlich nicht Wasser, sondern Flüssigkeit geschrieben. Sorry, aber ich möchte ungern blöd dar stehen.

klink_bks am 11 Sep 2022 14:06:12

kamann hat geschrieben:Hallo Achim;
dieses Heizungsblut ist das das rote Zeug was z. Zt. mit diesen BKS Tankzügen bei uns abgeholt wird :ironie: :wein:
Gruß aus der Palz KH


:) Ich muss dir da Recht geben KH ! :)

Man sieht wirklich sehr viele Tankzüge (LKW mit Hänger), die sich Zur zeit
hier aufhalten. Wahrscheinlich wollen die Diesel tanken :lach:

Gruss von der schönen Mittelmosel
Achim

Didi57 am 11 Sep 2022 14:53:45

Hallo,
habe hier mal eine einleuchtende Erklärung gefunden.

--> Link

Das halte ich für ganz großen Humbug, die MDR-Leute sind wohl völlig von dem Menschen da beeinflusst worden und haben selber null Peilung:

Wenn die Heizflüssigkeit schneller warm wird dann muss sie weniger spezifische Wärme (--> Link) haben. Wir wünschen uns aber als Wärmeträger ein Medium das eine HOHE Wärmekapazität hat (siehe --> Link ) damit wir viel Wärme in den Heizkörper kriegen. Wenn wir als Wärmeträger "Heizungsblut" verwenden, müssen wir entweder…..
1.) die Vorlauftemperatur erhöhen um die Wohnung genauso warm zu kriegen! D.h. dann noch mehr Energieverluste, man will ja möglichst geringe Vorlauftemperaturen fahren.
2.) oder den Wärmeträger schneller durch das Rohr pumpen = mehr Stromverbrauch - neue Pumpen
3.) oder dickere Rohre verlegen damit mehr Flüssigkeit transportiert werden kann und damit muss dann auch wieder mehr Flüssigkeit erwärmt werden, so dass alles beim alten bleibt. Nur dickere = teurere Rohre.

Übrigens wird ja auch in Solaranlagen Glykol gegeben, aber nur damit es im Winter nicht einfriert. Für den Wärmetransport würden wir in einer Solaranlage sehr gerne auf Glykol verzichten, da es bei bestehendem System nur die Temperaturspreizung erhöht und damit den Wirkungsgrad mindert.

Also mit so einer Sendung ist MDR für mich gestorben! Übrigen bin ich Ingenieur und von Heizungstechnik verstehe ich was

JTLorsch am 11 Sep 2022 16:21:31

Ein Bekannter (Heizungsbauer) meinte gerade, dass das Einzige was dann blutet das Konto wäre.

klink_bks am 11 Sep 2022 16:34:16

:) Ach dir Dietmar :)

ein Dankeschön und auch ein Plus für deine verständliche und einleuchtende Erklärung.

Ich denke mal, damit können wir das Thema abschließen. Meine Fragen sind ausführlich
beantwortet. Dankeschön nochmals an alle

Gruss von der schönen Mittelmosel
Achim

emmez am 15 Dez 2024 23:38:37

Das klingt wie die Maßnahme mancher Autowerkstätten Füllgas statt Luft in die Reifen von autos zu pumpen, wie auch immer die Zusammensetzung war.
Macht nix kaputt, aber kostet eigentlich nur Geld.
Rein von der Betrachtung her kann die Heizung nur das an Energie abgeben, was sie als strahlende Oberfläche zur Verfügung hat, egal was für ein Medium durchfließt (Und wenn es Cognac ist). Und bekanntlich hat Wasser, meinetwegen auch mit Zusatz, immer noch den höchten Energieinhalt.

Inselmann am 16 Dez 2024 09:20:05

emmez hat geschrieben:Das klingt wie die Maßnahme mancher Autowerkstätten Füllgas statt Luft in die Reifen von autos zu pumpen, wie auch immer die Zusammensetzung war.
Macht nix kaputt, aber kostet eigentlich nur Geld.


Da verwechselst du was. Die Reifen mit Stickstoff zu füllen ist gängige Praxis im Motorsport und macht schon einen Unterschied. Die Luft im Reifen wird nicht mit einem Zusatz "verbessert" sondern mit einem anderen Medium total ersetzt.

wolfherm am 16 Dez 2024 10:27:40

Jetzt aber bitte keine Diskussion über die Befüllung von Autoreifen……. :thema:

redddi am 16 Dez 2024 11:29:14

Gerade erst den Thread gelesen.

Im Sicherheitsdatenblatt
--> Link

findet man in der Regel die Zusammensetzung eines Produktes.

Bei Heizungsblut ist das Glykol, das ist nichts anderes als Frostschutzmittel.
Wie das die gewünschten Eigenschaften erzielen soll, versteh ich nicht.

silver34 am 13 Jan 2025 09:33:22

So ist es!

Die einzige Aussage die zutrifft ist das sich das Medium schneller aufheizt!
Aber dafür wird weniger Energie pro Menge (hier Volumen) transportiert!

Hier mal ein Auszug aus einer Vorschrift für Solarthermieanlagen:
Wasser hat eine spezifische Wärmekapazität von 4,18 kJ/(kg·K) und reines Glykol ca. 2,5 kJ/(kg·K). Damit möglichst viel Wärme aufgenommen und abtransportiert werden kann, sollte der Wasseranteil in der Mischung möglichst groß sein. Deswegen muss das Mischungsverhältnis möglichst genau an den Verwendungszweck (thermische Solaranlagen, Wasser[Sole]-Wasser-Wärmepumpe) angepasst werden.

Wasser 4,18kJ/(kg·K) = 1,16 kWh/m³ pro 1°C
1,2-Propylenglykol 2,5kJ/(kg·K) = 0,69 kWh/m³ pro 1°C
20 % Frostschutzmittel in Mischung mit Wasser -6°C 4.10kJ/(kg·K)
27 % Frostschutzmittel in Mischung mit Wasser -10°C3.99kJ/(kg·K)
33 % Frostschutzmittel in Mischung mit Wasser -15°C 3.90kJ/(kg·K)
39 % Frostschutzmittel in Mischung mit Wasser -20°C 3.79kJ/(kg·K)
43 % Frostschutzmittel in Mischung mit Wasser -25°C 3.72kJ/(kg·K)
47 % Frostschutzmittel in Mischung mit Wasser -30°C 3.64kJ/(kg·K)
54 % Frostschutzmittel in Mischung mit Wasser -40°C 3.50kJ/(kg·K)

Was man aber da machen könnte (für die Überwinterer intressant): Alles Wasser aus den Kalt und Warmwasserleitung und dann die Heizung ausschalten. Da würde man wirklich Energie sparen, wenn man das seinem Haus antun will!

Ist ja schon ein alter Beitrag und eigentlich abgehandelt!

Tinduck am 13 Jan 2025 10:20:18

Ist wie bei vielen anderen Sachen, die angeblich Wunder vollbringen.

Wenn man sich an seine Schulphysik (korrekt) erinnert, kann man 90% davon gleich als 'bestenfalls nutzlos, schlimmstenfalls schädlich' aussortieren.

Gibt aber genug Leute, die das nicht können. Auf die baut das jeweilige Geschäftsmodell.

Ich würde mir wünschen, dass alle Unternehmer auf ihre Werbeaussagen festgenagelt würden. Durch Gutachter falsifizierte Werbeaussage = Betrug, fertig. Das würde es Bauernfängern und Schlangenölverkäufern zumindest etwas schwerer machen.

bis denn,

Uwe

dietmardd am 13 Jan 2025 14:05:13

Wenn in Wasser Glykol zugemischt wird, dann wird ein Einfrieren bei Minustemperaturen verhindert. Deshalb wird seit Unzeiten das Frostschutzmittel Glykol verwendet, im Auto wie bei solarthermischen Anlagen. Eine Glykolzumischung macht für Heizungsanlagen nur dann Sinn, wenn die Gefahr des Einfrierens besteht, wodurch Rohre platzen können, denn Eis hat ein größeres Volumen als flüssiges Wasser.

Das Argument mit den Wasserblasen zwischen den Wassermolekülen ist Unsinn, ebenso, dass irgendeine Chemikalie den Durchmesser von Wassermolekülen verringern kann.

Allerdings nimmt mit steigendem Glykolanteil auch die spezifische Wärmekapazität des Wasser-Glykol-Gemisches ab und damit das Transportvermögen an Wärme. Wasser hat nun mal eine extreme spezifische Wärmekapazität und weil das so ist, gibt es Dampfmaschinen und Dampfturbinen und nicht Glykoldampfmaschinen und -turbinen. Die Glykolzumischung verschlechtert also das Wärmetransportvermögen und bewirkt genau das Gegenteil der Versprechen des Verkäufers.

Wärmeträgerflüssigkeiten erhalten einen geringen Anteil an Inhibitoren. Diese sollen das Verrosten von Stahlrohren und -kesseln verhindern. Der Anteil ist jedoch gering, so dass deren Einfluss auf die spezifische Wärmekapazität sehr gering ist.

Mehr ist lt. Datenblatt nicht drin.

Fazit: Die Versprechen sind eine physikalische Unmöglichkeit. Wärmeträgerflüssigkeiten mit Frostschutz Glykol und Inhibitoren sind ein uralter Hut und die Verkäufer wollen altbekanntes, unwirksames Zeug im Sinne der Versprechen der Verkäufer als revolutionäre Neuheit an den Mann bringen. In meinen Augen sind das Betrüger.

wurzelseppel am 14 Jan 2025 09:14:41

Ob es noch besser wirkt, wenn man es bei Vollmond einfüllt?

Grüße

trybear am 14 Jan 2025 09:49:47

wurzelseppel hat geschrieben:Ob es noch besser wirkt, wenn man es bei Vollmond einfüllt?

Grüße

Deine Frage kann erst beantwortet werden wenn Du eine Probe des Zeuchs über eine Glaskugel hast laufen lassen und sie Dir das Ergebnis gezeigt hat. ;D

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