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Hallo zusammen Fahre jetzt mit 16 Zoll Felgen Sommer- und Winterreifen, jeweils Kompletträder. Fahrzeug 5,40 m, siehe Signatur. Überlegung Umrüstung auf 18 Zoll und Ganzjahresreifen. Ich fahre bei kaltem Wetter bzw auch teilweise im Winter, aber nicht wenn’s richtig Schnee hat, z. B. Skifahren, Gebirge. Übern/ durch den Gotthard (Tunnel, nicht drüber) kann es allerdings auch im April/Mai oder September/Oktober bereits mal schneien. Betr. Komfort beim fahren habe ich die unterschiedlichsten Aussagen, vom Reifenhändler, Fiat Werkstatt und zwei/drei Aussagen hier. Händler und Werkstatt behaupten das fahren mit 18 Zoll wäre härter, Ganzjahresreifen immer 2. Wahl, weder Fisch noch Fleisch…., raten ab. Andere sagen das fahren mit 18 Zoll wäre komfortabler. Ist das lediglich Geschäftstaktik? Die Kosten für Montage 2x jährlich; ggf. Einlagerung, fallen ja auch weg. Wie sind Eure Erfahrungen? 1. Ganzjahresreifen - ja oder nein, ggf. mit welcher Breite? 2. Fahrverhalten Komfort 16 Zoll vs. 18 Zoll. Herzlichen Dank. Hallo, es geht auch preisgünstiger als mit ORC. Die Felgen von MAK (mak.it) sind wesentlich günstiger. Die MAK Stone 5 ist wohl identisch mit der 18"-Felge, die Goldschmitt verkauft, auch mit einem ordentlichen Aufpreis. Ich habe vor zwei Jahren auf 18" umgebaut. Mit den Felgen MAK King 5, Reifen Conti 255/55R18 120R, TPMS-Ventilen und Kotflügelverbreiterungen von Hansen habe ich ca. 1.950 Euro bezahlt. Die Abnahme beim TÜV war problemlos. Die Kotflügelverbreiterungen habe ich zusätzlich verschraubt, wobei die meisten Verschraubungen bereits für die Innenkotflügel vorhanden sind. Die Contireifen sind als Ganzjahresreifen deklariert. Ich kann über das Fahrverhalten im Sommer nichts negatives sagen, ich fand sie besser als die Michelinreifen.Natürlich wird ein reiner Winterreifen auf Schnee und Eis besser sein, aber für die beschriebene Anwendung ist der Conti bestimmt brauchbar. Ich bin mit meiner Kombination sehr zufrieden und finde sie komfortabler als die 16" Michelin. Wunder darf man natürlich nicht erwarten. Ich fahre mit 3,5 bar vorne und 4,25 bar hinten. Theoretisch könnte man auf auf 3,0 / 3,75 gehen (Achslasten gewogen 1640 kg /1850 kg), die 0,5 bar sind meine Sicherheitreserve. Den Michelin 225/75 R 16 CP 116Q Agilis Camping kann man laut Tabelle bei diesen Achslasten aber auch mit 3,00 / 3,50 bar fahren. Gruß spider53 Wenn du schon zweimal schöne 16 Zoll Alufelgen hast mit Winterreifen und einmal Sommerreifen würde ich definitiv niemals auf Allwetterreifen wechseln. Sind im Sommer nichts gescheites und im Winter sowieso nicht. Das wichtigste ist nach wie vor, die Reifendrücke nach Luftdruckliste (gibts bei Conti) den Achslasten dementsprechend vernünftig anzupassen. Damit meine ich nicht die Höchstlasten sondern die echten gewogen Achslasten. Kann immer noch nicht verstehen wie viel Leute tatsächlich mit den originalen 5 bis 5,5 bar fahren. Ist ja Wahnsinn. Ich fahre zum Beispiel mit meinen 225/75R16C dementsprechend vorne lediglich ca. 3 bar. Hinten leer 3,1 bar und ganz voll 3,8 bar. Komfort wunderbar. Das machen 18 Zöller nicht viel besser. Bin morgen eh bei ORC um Bügel mit LED-Licht, Luftfederung hinten und Höherlegungsfedern vorne einbauen zu lassen. Auf die 18 Zoll habe ich deshalb bewusst verzichtet. Werde berichten, ob sich der Fahrkomfort trozdem geändert hat. Grüße Horst Hallo Inge, ich fahre ( Vredestein- ) Ganzjahresreifen, allerdings in der "normalen" Ducato-Größe. :D Die Reifen sind mit Sicherheit bei Schnee schlechter als der reine Winterreifen des gleichen Herstellers. Ich fahre aber nicht im tiefen Winter und wenn es in der Übergangszeit mal schneien sollte dann packen die das. Und wenn es morgens "ganz dicke" kommen sollte dann bleibe ich eben noch ein paar Stunden stehen. Im Sommer sollen die Ganzjahresreifen schlechter sein als reine Sommerreifen. Bei meinem PKW merke ich das! :eek: Da sind die seitlichen Führungskräfte geringer. Beim Womo fahre ich aber eher seltener enge Kurven mit hohen Geschwindigkeiten so dass ich noch nichts negatives bemerkt habe. Grundsätzlich sind GJR weicher als reine Sommerreifen. Damit ist auch das Abrollverhalten entsprechend weicher. Was man auch nicht vergessen darf: Reifen altern und werden mit den Jahren härter. Wenn man nur einen Satz hat, werden die Reifen nicht so alt ( in Jahren ). Du schmeißt also nach 6 Jahren vier Reifen "in die Tonne" und nicht acht oder hast gar 12 Jahre alte Reifen auf dem Womo. Größerer Durchmesser bei Reifen bedeutet erstmal besserer Geradeauslauf. Bei breiteren Reifen kannst Du meistens mit weniger Luftdruck fahren was dem Fahrkomfort entgegen kommt. Ich würde hier aber unbedingt auch auf den "Tragfähigkeitsindex" der Reifen achten ( bei z.B. 255/70 R18 116 ist die 116 der Lastindex ). Je höher dieser Lastindex umso mehr kann der Reifen, bei gleichem Druck, tragen. Oder anders: je höher der Index umso niedriger der Reifendruck bei gleicher Achslast. Außerdem fahren größere und breitere Reifen auch eher mal über eine Unebenheit hinweg statt "in das Loch zu fallen". Grüße Dirk
Michelin schreibt beim Agilis Camping in seiner Tabelle 5,5 bar auf der Hinterachse von Wohnmobilen vor… Gruß Dieter Hallo Inge, wir fahren in deiner Nachbarschaft seit 4 Jahren auf Ganzjahresreifen Conit auch im Winter und zum Skifahren in der 16 Zoll version, allerdings mit der Goldschmitt Luftferderung hinten . Für und bis 120 km ist der Fahrkomfort gut, die Traktion ebenso ( auch bei nassem Gras im Sommer besser ) und eben wegen der Standzeiten des Wohnmobils lieber dann früher neue Reifen posten. Die 18 sind dann im Schnee schlechter... Liebe Grüsse aus Sursee Uli Hallo zusammen Erst mal Dankeschön für Eure Erfahrungen und Antworten, interessant, die teilweise diversen Meinungen. Ich war heute noch bei einem anderen (mir fremden) Reifenhändler, der sagte mir klar, 16 Zoll sind komfortabler zu fahren, die 18er sind härter aufgrund des niedrigeren Querschnitt (55 statt 75 bei den 16ern)…, zeigte mir das auch anhand eines Reifens. Ich soll das bleiben lassen mit den 18 Zoll, wenn ich jetzt zwei Satz schöne 16 Zoll Felgen mit 225/75 Reifen habe. Der hätte mir ja (theoretisch) 4 neue 18er Felgen und Reifen verkaufen können…. Dieselbe Aussage hatte ich ja von meiner Fiat Professional Werkstatt erhalten. Betr. GJR sind alle dagegen…, bei uns in der Schweiz sowieso… Zum Reifendruck: Michelin Agilis Camping 225/75 R16 116Q Fiat gibt ja auf dem Typenschild (bei der Fahrertüre) und in der Betriebsanleitung 5,5 bar an. Das Thema kam auch in einem anderen Thread auf betr. komfortablerem fahren (ursprünglich ging’s um Goldschmitt Federung). Mir wurde wie auch hier teilweise geraten, den Luftdruck zu senken, besser gemäss Achslast anzupassen. Da ich jedoch im Ausland unterwegs war und nicht wiegen konnte, aber mein Gesamtgewicht wusste, habe ich gemäss Erfahrungen der anderen vorne auf 3,8 und hinten auf 4,2 reduziert. Fazit = 800 km nach Hause wesentlich „weicher“ gefahren. Zum Thema Luftdruck habe ich noch einiges, zum Teil auch widersprüchliches, im Netz gefunden. Sowie den Artikel von Michelin News: --> Link Ich habe nun die Dame von Michelin per Mail kontaktiert und gefragt bzw nach ihrer Tabelle Luftdruck für meinen Reifen Michelin Agilis Camping 225/75 R16 116Q gefragt. Automatische Antwort, sie ist bis 15.09.2022 nicht erreichbar, sobald jedoch eine Antwort kommt werde ich diese hier posten. Ganzjahresreifen sind immer ein Kompromiss. VG Hans An Uli aus Sursee: GJR mit Schneeflocken Symbol oder einfach „Allwetter“? Bei uns sind ja auf einigen Strassen Winterreifen Pflicht. Der Zusammenhang von Goldschmitt Luftfederung und den Rädern ist mir nicht klar?. Wo hast Du die Goldschmitt Luftfederung montieren lassen? Grund? Fahr-Komfort Hinterachse Vibration oder ging es Dir (auch oder vorwiegend) um den komfortablen Ausgleich beim stehen und/oder laden? Dein Weinsberg ist aber 3,20 m hoch? Bei meinen 2,58 m Höhe und 5,40 m Länge spielt etwas Schieflage beim stehen keine so grosse Rolle. Bist Du zufrieden und konntest Du eine wesentliche Verbesserung des Fahrkomforts feststellen. Hatte dazu ja ein separates Thema. ————— Habe im Internet einen Artikel aus 2020 von xxx zu Räder, Reifen u. Felgen Campingbus gefunden - allerdings verbietet mir das Forum (unerwünschte Inhalte) den Namen zu nennen und den Link zu posten, schade, tut mir leid. Denke ich lasse das jetzt mal so wie es ist, die Reifen sind ja noch gut, es wäre wirklich rausgeschmissenes Geld. Wenn die jedoch erneuert werden müssen dann überlege ich nochmal neu, ob GJR und/oder 18“. Hallo Inge, wie du siehst, komme ich ja auch aus der Schweiz und komm mit den Conti Ganzjahresreifen mit Schneeflockensymbol eigentlich überall hin, Fürs ganz grobe hab ich dann Schneeketten.. Goldschmitt hat für die Reifen nichts zu tun, aber den Fahrkomfort möchte ich nicht mehr missen.( Hinterachsluftfederung ) Ein guter Händler ist in Langenthal in deiner Nachbarschaft..., der würde dir auch die entsprechende Ganzjahresreifen montieren... LG Uli Hoi Uli Ja deswegen hatte ich ja gefragt ob mit Schneeflocken :mrgreen: Mit Schneeketten hab ich’s nicht so… Aber die Entscheidung ist jetzt aufgeschoben. Langenthal, meinst Du LEXA? Ist ca. 1 Stunde von mir. Ich hatte da angefragt wegen der Goldschmitt Federung, den Preis bzw. die Offerte muss ich aber erst mal verdauen. Du hast aber nur hinten die Luftfederung, vorne die Komfort Federbeine nicht ? Und die Luftfederung bringt so viel mehr Komfort beim fahren? Hoi Inge, ich hab meinen 3.5 Kasten auf 4.24 aufgelastet und habe daher vorne die verstärkten Federn und hinten die Luftfeder. Vorne merke ich im Fahrverhalten und Komfort nix, aber hinten ist es eine Wohltat, nebenbei gelingt der Höhenausgleich auch meist ohne Keile . genau Lexa, ordentliche Arbeit, zuverlässig. (Schneeketten: hab ich in 4 Jahren 1x gebraucht und bin im Winter an den Wochenenden regelmässig unterwegs) GLG uli
Ich fahre zwar keinen Kasten sondern ein kurzes Alkoven-Wohnmobil, komme mit den 3,5t auch gut zurecht, habe aber, aus anderen Gründen, trotzdem eine 8" Luftfeder hinten eingebaut. Ganz ehrlich: am Fahrverhalten hat sich so gut wie nix geändert! :eek: Die Seitenwindempfindlichkeit / das Wankverhalten ist besser geworden aber was den Federungskomfort anbelangt misst das "Popo-Meter" keinen spürbaren Unterschied. Auch unsere Hunde verhalten sich hinten unverändert. Und zum Thema ausrichten mit Luftfeder: 1. kann man nur die Hinterachse verändern 2. rechts / links nur sehr eingeschränkt Unterschiedlich ( hat mit dem Aufbau der Hinterachse zu tun ) aber 3. sooo eng haben meine Frau, ich und unsere Hunde das auch noch nie gesehen. Schon gar nicht nur für ein oder zwei Nächte. Grüße Dirk Dirk, das ist doch mal ne klare Aussage, danke :) Wir sind nun zwar vom Thema Felgen und Reifen weg hin zur Luft-Federung gekommen (wo ich ja ein separates Thema hatte), aber man kann eben nicht alles immer so trennen. Die letzten beiden Antworten von Dirk und Uli sagen schon viel aus, Fazit für mich, alles hängt einfach auch vom Auto, Gewicht, usw, ab. Mir reichen meine 3,5 to gut, die Ausrichtung ist beim kurzen Kasten nicht sehr relevant, habe in den letzten 14 Tagen die Keile nicht einmal benötigt, verbringe allerdings meistens nur 1, evtl. mal 2 Nächte an einem Ort. Wankverhalten ist beim kurzen Kasten nicht sehr ausgeprägt, bei starkem Seitenwind bleibe ich halt rechts und nehme es gemütlich. Zum Luftdruck in den Michelin 225/75 R 16 habe ich nun Antwort von Michelin Frankfurt erhalten, Genehmigung zur Veröffentlichung - jedoch ohne persönliche Mailadresse - liegt mir mit Mail von heute vor (falls das der Admin sehen will).
Die Tabelle (für die Vorderachse!) wurde aus 3 png Elementen zusammengesetzt, die kriege ich hier nicht rein, sorry. Nun abgeschrieben aber sieht hier ganz und gar nicht so aus wie ich will :cry: - aber ich gebe jetzt auf :roll: - hoffe Ihr könnt's trotzdem lesen 2.00 2.25 2.50 2.75 3.00 3.2. 3.50 3.75 4.00 4.25 4.50 4.75. bar 1250 1374. 1496 1614 1730 1844 1958 2068. 2178 2286 2394. 2500. Achslast Relevant wären bei bei einer zulässigen (ausgenutzten) Achslast vorne von 1850 kg ein Reifendruck von 3.23 bar. Hinten werden jedoch 5.5 bar empfohlen, wobei ich das für eine Vorsichtsmassnahme halte, weil wie alle wissen die etwas grösseren und breiteren laden ganz anders wie die kleinen Kasten, weil der Platz einfach da ist.
Möööp. Nicht verallgemeinern. Ich wette, es gibt mehr Kawas mit überschrittenen Achslasten als normale Womos (anteilig) - ganz einfach, weil Kastenwagen pro Länge schon deutlich schwerer daherkommen und dann bei gleicher Länge weniger Zuladung haben. Die 5,5 Bar hinten sind eine Vorsichtsmaßnahme, richtig. Aber so ganz doof ist die Empfehlung nicht, wenn man mit der Achslast nahe Maximum ist. Dafür wurden die CP-Reifen ja erfunden, um da mehr Reserven zu haben. In letzter Konsequenz würde ich nicht gegen die Empfehlung des Reifenherstellers handeln. Wenn Michelin sagt, auf den Reifen gehören hinten 5,5 Bar drauf, dann ist das halt so. Bei anderen Reifen sieht es wieder anders aus. Die Reifendruckangaben in den BDAs der Wohnmobilhersteller können übrigens verbindlich nur für die Erstbereifung gelten - man könnte, wenn der erste Satz runter ist, ja auch C-Reifen montieren, die nicht für 5,5 Bar (z. B. ) zugelassen sind und dennoch den erforderlichen LI haben. bis denn, Uwe
Weil Womos nun mal immer nur hinten beladen werden. Ich kenne jedenfalls kein Womo oder Kasten dass den Kleiderschrank, Kühlschrank oder Wassertank vor oder über der Vorderachse hätte. Und Du misst ja nur die statische Last auf einer Waage. Ein Womo mit langem Hecküberstand, mit Fahrradträger und zwei E-Bikes drauf, mit Plattformträger hinten dran,... arbeitet dynamisch ( bei Bodenwellen auf Autobahnen oder beim Überfahren dieser leidigen Bremsschwellen,... ) viel mehr als ein Womo mit wenig Überstand und ohne Anhänger. Und ja, im Zweifelsfall immer "volle Pulle!". Ist bei Anhängern genauso. Mir hat mal ein Anhänger-Hersteller geschrieben dass die immer und nur den maximalen Druck angeben den der Reifen aushalten kann. Wenn dann ein Reifen platzt und es zu einem Unfall kommt dann kann keiner dem Hersteller an die Karre pis.en weil der Luftdruck nicht i.O. gewesen sein könnte. Und wenn ich Deine Tabelle ungefähr richtig interpretiere dann kannst Du vorne 3,3 Bar fahren und hinten wirst Du vermutlich max 2t haben also hinten 3,5 oder 3,6 Bar. Das dürfte Dein Fahrgefühl deutlich verändern! Grüße Dirk
Habe mich da wohl etwas unglücklich ausgedrückt, war natürlich nicht so - und schon gar nicht persönlich - gemeint. Sehe nur oft grössere WoMo, wie die in ihren hinteren separaten Garagen geladen haben und entsprechend das Heck unten hängt. glaub ich nicht, ich bin der meinung das mehr womos überladen sind, vorallem an der hinterachse.. liegt an den riesen garagen etc. (spreche aus erfahrung, trotz maxi fahrwerk ;) Zum "richtigen" Luftdruck in den Reifen: Es wurde geschrieben dass die Reifenhersteller Luftdruck Tabellen entsprechend den Achslasten haben, teilweise ja, wie z.B. der angesprochener Michelin Reifen ... Im Winter habe ich den Nexen Winguard 225/75 R16 121R Winterreifen drauf. Da der Wechsel ansteht, habe ich per Mail mit Angabe meiner Reifen bei Nexen angefragt und folgende Antwort erhalten (Auszug): Zitat Auszug: ...Eine genaue Angabe über den für Ihr Fahrzeug passenden Luftdruck können wir als Hersteller leider nicht machen. Welcher Luftdruck für Ihr Fahrzeug der geeignetste ist, ist von vielen Faktoren wie Zuladung, Fahrverhalten, Fahrtstrecke, usw. abhängig. Alternativ können Sie auch anhand des Abrollbildes der Reifen den richtigen/falschen Fülldruck erkennen. Mittig stärker abgelaufen bedeutet zu viel, Reifen im Schulterbereich mehr abgefahren zu wenig Fülldruck. Der Reifenhändler Ihres Vertrauens kann Sie dahingehend sicher professionell weiter beraten. Wir hoffen, Ihnen damit weitergeholfen zu haben.... Zitat Ende Tja, soviel zum "richtigen" Luftdruck, die Angaben der Hersteller, Reifenhändler, Autohändler, der User hier - man kann sich was aussuchen, ob richtig oder falsch liegt wohl im Auge des Betrachters bzw. je nachdem wen Du fragst. Da wollte jemand sich nicht exponieren; andere Hersteller sind da professioneller unterwegs und beraten auch vernünftig, oder haben halt ne Tabelle mit Achslasten und passenden Drücken. Was aber stimmt, ist, dass der Reifendruck nicht nur zur Achslast passen muss, weil die ja nur statisch bestimmbar ist. Um Reserven zu haben, ist ein höherer Druck schon sinnvoll, solange er nicht höher ist als der maximal zulässige Druck in kaltem Zustand, der auf der Reifenflanke aufgedruckt ist. Und genau aus dem Grund empfiehlt Michelin eben hinten die 5,5 Bar, wie oben erwähnt. In diesem Fall gilt halt better safe than sorry. Man muss sich vielleicht auch mal mit dem Gedanken anfreunden, dass Womos nicht auf S-Klassen aufgebaut werden, sondern auf Nutzfahrzeugen. Wem die Reifen beim 'richtigen' (vom Hersteller empfohlenen) Druck zu unkomfortabel sind, muss sich halt breitere (teurere) Reifen, welche mit höherem LI (kann man beides dann mit weniger Druck fahren) oder ne Vollluftfederung zulegen. Wir müssen unsere vorderen 195/75R16 mit vollem Druck (4,75 Bar Single) fahren, weil die Achslast 50-100 Kg unter Max liegt. Ist halt rumpelig. So what. Dafür hat man Schwingsitze :D bis denn, Uwe Tinduck bzw Uwe, das würde ja bedeuten Michelin (u.a. Fahrzeugreifenhersteller) machen in ihren Reifendrucktabellen Angaben, welcher Druck bei lediglich stehendem Gebrauch des Fahrzeugs (wohlgemerkt Fahr…) minimal der richtige ist. Das würde mich doch sehr wundern. Hans
Da sind andere Reifenhersteller professioneller unterwegs: Guten Tag Herr Bamert, wie für Wohnmobile üblich, senden wir Ihnen im Anhang eine Luftdrucktabelle, der Sie die erforderlichen Luftdruckwerte bei den unterschiedlichen Belastungen entnehmen können. Wir hoffen, Ihnen mit diesen Informationen geholfen zu haben. Mit freundlichen Grüßen, PIRELLI DEUTSCHLAND GmbH
Nö, aber Campingfahrzeuge kommen in sehr vielen Fällen mit einem deutlich größeren hinteren Überhang daher als die Basis-Kastenwagen (mein TI mit 2,40 m), so dass beim Fahren durch die geänderte Dynamik (Schwingen bei Bodenwellen) eine (viel) größere Belastung (auch durch die Beladung der Heckgarage mit Roller, 2 E.Bikes, etc.) entsteht als das stehende Gewicht vermuten lässt. Deshalb ist mehr Druck auf den hinteren Reifen schon sinnvoll.... Gruß Dieter … generell magst du recht haben, möchte aber darsuf hinweisen dass wir im konkreten Fall von einem 540er Kastenwagen mit (lediglich) Fahrradträger reden.
Nein, das würde es nicht bedeuten. Die Tabellen geben den Druck im Stand bei kaltem Reifen an (ca. 15 Grad Aussentemperatur :roll: ) , schon alleine deshalb, weil er ja nur im Stand zuverlässig gemessen werden kann. Dabei ist selbstverständlich berücksichtigt, dass z.B. ein normaler Ducato Kastenwagen oder Pritsche während der Fahrt wegen der dynamischen Belastung ein höheren Druck erfordert. Nur ist dieser Druck während der Fahrt weder vernünftig zu prüfen noch einzustellen. Daher gibt man eben in den Tabellen den "voraussichtlich notwendigen dynamischen Belastungsdruck" an, den man dann im Stand einstellen soll. (Wenn es wirklich nur ums "Stehen" ginge, wäre der notwendige Druck ja wahrscheinlich nur halb so groß. Selbst wenn man nur 1 Bar auf dem Reifen hat, wird er bei dauerhaftem "Stand" sicher nicht platzen.... :eek: ). Bei aufgebauten Wohnmobilen ist aber u.U. der hintere Überhang erheblich größer als z.B. bei serienmäßigen Aufbauten, wie z.B. Kastenwagen. Damit steigt aber leider auch durch die Hebelkräfte die dynamischen Spitzenbelastungen und genau darauf will man mit dem Hinweis, auf der Hinterachse von aufgebauten Womo´s einen deutlich höheren Druck zu fahren, als z.B. bei einem Kastenwagen, Rücksicht nehmen, denn für den Reifenhersteller ist das Ausmass des hinteren Überhang unbekannt und nicht zu kalkulieren. Gruß Tom
Dann solltest Du mal bei Michelin anfragen, ob mit "Wohnmobil" auch Kastenwagen gemeint sind.... Gruß Dieter Dieter, ich für meinen Teil frag gar nirgends an, weil mir die gebotenen Informationen längst reichen. VG Hans Teilweise kann ich mich über gewisse Antworten nur wundern … Der Faktor Wohnmobil Aufbau mit längerem Überhang im Vergleich zum kleinen Kasten hat sicher was für sich. Jedoch habe ich angegeben Marke Modell Kasten Länge… aber was soll’s. Mit den vielen Informationen anderer Hersteller kann man den „persönlich richtigen“ Luftdruck sicherlich ermitteln, wobei etwas höher vermutlich besser ist als zu niedrig. Hallo, weder Fiat noch Michelin sind zuständig für den richtigen Luftdruck an meinem Womo. In der Bedienungsanleitung von Malibu steht eine schöne Tabelle mit Druckangaben abhängig von der Achslast und der Reifengröße. Dort finden sich folgende Angaben zu meinem Malibu T460LE: Reifen Michelin Agilis Camping 225/75 R16 CP: bei (gewogener) Vorderachslast von 1730 kg -> Luftdruck 3,0 bar bei (gewogene) Hinterachslast von 2180 kg -> Luftdruck 4,0 bar Daran halte ich mich und fahre komfortabel und sicher. Also: einfach mal die Betriebsanleitung lesen. Gruß Bernd
Und du meinst wirklich, die haben Lust, für jeden Kunden, der ihnen zentimetergenau seine Fahrzeugmaße schickt, einen individuellen Reifendruck auszurechnen? Sooo weit daneben liegen verfügbare Reifendrucktabellen nicht. Und wenn der Hersteller sagt 5,5 Bar, dann ist das eben so, egal wie lang der Hecküberhang ist. Niedrigerer Reifendruck - so passend er auch sein mag - ist dann eben auf eigene Gefahr. bis denn, Uwe Moderation:Bitte nutze die Zitatfunktion, wenn Du Mitglieder zitieren willst - dies macht es den anderen Nutzern leichter, Deine Texte von den Zitatinhalten zu unterscheiden. Das unvollständige Zitat wurde entfernt. Schön dass Malibu das so gut beschreibt und inhaltlich auch ein guter Hinweis. Aber so nebenbei anderen zu unterstellen sie würden ihre BA nicht lesen, das muss mE nicht unbedingt sein. VG Hans
Der Hecküberhang, egal ob KaWa oder TI ist doch völlig egal. Physik: Kraft * Hebelarm. Das einzig relevante ist die Achslast! Und die kann man nur durch wiegen ermitteln, -> Tabelle schauen -> Luftdruck einstellen und alles ist gut. Grüße Das mit den ominösen 5,5Bar Luftdruck in den Betriebsanleitungen der Wohnmobile mit Michelin Agilis CP ist doch recht einfach erklärt: Das ist das maximal mögliche Luftdruck für den Reifen mit verstärkter Karkasse und bietet naturgemäß die größte Sicherheitsreserve bei möglicher Über- oder Fehlbeladung sowie dynamischer Achslastverschiebung bei großer Masse im langen Hecküberstand. Bei unserem Adria Coral sind lt. Hersteller sogar 5,5Bar auf Hinter und Vorderachse(!) vorgeschrieben. Im praktischen Fahrbetrieb der reinste Wahnsinn. Man kann das jetzt einfach befolgen und mit dem miserablen Fahrkomfort und mangelndem Grip leben - oder aber man vertraut auf den Reifenhersteller und dessen Fachkompetenz bei der Ermittlung des passenden Reifendrucks in Abhängigkeit von der tatsächlichen Achslast (s.u.). ...und nein, Achslast und Reifentragfähigkeit sind nicht von der Verwendung des Fahrzeugs als Camping- oder Lieferfahrzeug abhängig. Das wird einzig von technischen Faktoren wie der statischen Achslast und der möglichen Beladung bestimmt. Und wenn ich jetzt als Camper auf einen geringeren Reifendruck setze, dann bin ich natürlich bei der Frage der Beladung in der Pflicht, diesen verringerten Reifendruck ggf. nach oben anzupassen, speziell wenn ich z.B. einen Roller in die Heckgarage wuchte oder doch mal die Achslast etwas weiter ausreize. Die Hersteller, egal ob Womo- oder Reifenhersteller machen ihre Vorgaben nach dem DAU-Prinzip, also für den nicht mitdenkenden Nutzer, der erst einmal alles in das Auto würfelt und sich keine Gedanken über Achslasten und Gewichtsverteilung macht. Wer also das erforderliche Mindestmaß an Mitdenken nicht auf sich nehmen möchte: -> 5,5Bar in die Pneus und glücklich sein :) Für alle anderen: Reifen nach Achslast gemäß Herstellervorgabebefüllen, bei zusätzlicher Beladung speziell im Heck nach oben anpassen und noch glücklicher sein :D ![]()
Jjjjein, siehe meinen Beitrag oben. Da ein Fahrzeug nun einmal fährt, gibt es so etwas wie eine dynamische Achslast, z.B. auf Bodenwellen. Und die verändert sich bei Massekräften außerhalb des Achsmittelpunktes deutlich stärker als bei zentraler Beladung. Auch hier gilt dann Kraft * Hebelarm, nur das diese Kraft keine statische Gewichts- sondern eine dynamische Beschleunigungskraft ist Ich gehe davon aus, dass die dynamischen Belastungen beim Fahren in den Reifendrucktabellen der Hersteller hinreichend berücksichtigt sind. Daher halte ich mich an die Vorgaben der Reifenhersteller (nur der kann wissen, was seine Konstruktion braucht), gebe Sicherheit dazu und fahre komfortabel. Vorne 3,5 und hinten 4,0
So sehe ich das auch. Warum sollten dynamische Wechsel- oder Spitzenlasten nicht berücksichtigt sein? Das wäre ja grad fahrlässig, zumal sich der dynamische Faktor im Fahrbetrieb ja gar nicht bemessen läßt. Das Es klann also nur eine Spitzenlast Berücksichtigung finden. Grüße Hallo Hans Zitat: „Aber so nebenbei anderen zu unterstellen sie würden ihre BA nicht lesen, das muss mE nicht unbedingt sein.“ Meine Güte, seid doch nicht so bierernst! Hier geht es um ein gemeinsames schönes Hobby, da wird man doch unter gleichgesinnten mal eine leicht ironische Bemerkung machen dürfen?! Oder etwa nicht??? Davon abgesehen ist es keine Unterstellung, dass manche ihre BA nicht (richtig) lesen, sondern eine Tatsache, die durch die immer gleichen Diskussionen über dieses Thema in zahllosen Threats untermauert wird. Wer seine BA gelesen hat, kennt den vom Hersteller des Fahrzeugs empfohlenen Reifendruck und muss ihn hier nicht erfragen. Damit keine Missverständnisse aufkommen, der Hersteller des Womos ist nicht der Hersteller des Fahrgestells, sondern der Hersteller des Aufbaus, der das Fahrzeug komplettiert. Daher steht z.B. in meinem Fahrzeugschein als Hersteller Carthago. Also gelten auch die Anweisungen in der BA von Carthago/Malibu. Gruß Bernd Servus Bernd, die Ironie hab ich leider nicht erspürt, aber in dem Fall, wie man heut so gern hört, „Alles Gut“ :) VG Hans (der schwört dass in seiner BA das nicht drinsteht).
Ich habe die BA nicht gelesen, noch nicht mal aufgeblättert. Und den empfolenen Reifendruck von 5,5 bar habe ich natürlich nicht befolgt. Der ist nach Gewicht angepasst, will doch keine Vollgummikarre fahren :roll: Nicht jeder Hersteller des Aufbaus gibt Angaben über den Reifendruck, meiner verweist diesbezüglich z. B. auf den Fahrzeughersteller. Und dieser - in dem Fall Fiat - hat nun mal auf seinem Typenschild die 5,5 bar und in der Betriebsanleitung ebenso, ohne wenn und aber oder bezogen auf Gewicht, Achslast, Grösse, Beladung etc… Also nutzt da die Betriebsanleitung des Wohnmobils gar nichts. Ausserdem hat keiner den Luftdruck erfragt weil er die Vorgaben nicht kennt oder nicht lesen kann, sondern es wurde nach Erfahrungswerten gefragt - auch bezüglich komfortableres fahren - im Zusammenhang mit Felgen bzw Reifengrössen- damit zusammenhängend kam das Thema Luftdruck auf. Hallo, alles gut! Wenn in der BA deines/eures Wohnmobils keine Infos zum Reifendruck stehen sollten (Asche auf das Haupt des Herstellers!), kann ich die Tabellen von Continental empfehlen. Die Angaben dort decken sich mit denen in meiner BA. Meine Erfahrung ist, das sich das Auto mit 5,5 bar fährt, als hätte es Vollgummiräder. Macht keinen Spaß, alles rappelt, das kann auch nicht gut für den Aufbau sein. Leider pumpt meine Fiat-Werkstatt die Reifen immer mit 5,5 bar auf, da sie nicht einsehen will, dass das Auto kein Fiat mehr ist, sondern ein Carthago/Malibu. Also korrigiere ich selbst wieder auf den in der BA vorgeschriebenen Druck. Die oft geäußerte Ansicht, das die Reifen bei dem niedrigeren Druck zu heiß werden, ist auch so ein nicht totzukriegender Mythos. Die Reifen werden während der Fahrt nur gut lauwarm. Im Stand, wenn die Sonne drauf knallt, werden sie heißer. Das hat aber nichts mit dem Reifendruck zu tun. Der hohe Druck hat imho auch den Nachteil, dass die Kontaktfläche der Reifen auf der Straße kleiner ist, und damit auch die Bodenhaftung geringer. Aber das soll bitte jeder so halten, wie er möchte. Mythen sind offenbar sehr langlebig und Fakten nur langweilig..... (Ironie!!!) Gruß Bernd |
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