rump
hubstuetzen
hallo
Links zu ebay oder Amazon sind Werbelinks. Wenn Sie auf der Zielseite etwas kaufen, bekommen wir vom betreffenden Anbieter Provision. Es entstehen für Sie keine Nachteile beim Kauf oder Preis.

Bessere Methode zur Dimensionierung der Inselanlage


WattPeak am 17 Jan 2023 17:49:37

Hallo liebe Solar Profis,

ich versuche eine Inselanlage zu konzipieren. Habe da jetzt eine Frage zur richtigen Reihenfolge der Zusammenstellung.

Mein Tagesbedarf beträgt 450Wh(75 Watt x 6 Stunden Laufzeit). Hier wäre meine Fragen:

Suche ich mir zuerst den Akku raus (beispielsweise 2 Autonomietage, Lithium mit 70% Entladungstiefe, 12 V, 1.2 Sicherheitsfaktor) da würde ich auf 136Ah kommen* 12 V sind also 1632 Wh und dann die Solarpanels, die mir 1632Wh am Tag liefern -> käme dann auf etwa 730 W oder suche ich zuerst die Solarpanels raus, die mir täglich den Tagesbedarf liefern, also 450Wh? Dann käme ich auf etwa 220 W. In diesem Fall würde ich den Akku etwa 90 Stunden laden
(
Code: --> Link
220W:12V=18 A und 1632Ah/18A = 90 Stunden, fast 4 Tage Ladezeit
. Damit würde ich den Akku kaum aufladen.

Und dann noch eine Frage zur Berechnungsmethode. Wenn ich die Anlage für Monate (April bis September plane), wähle ich doch den "kältesten" Monat im Zeitraum, also September mit 89 kWh/Kwp.
Benötigte Leistung im Monat wäre dann
Code: --> Link
1632*31*1,25(also 25% mehr Bedarf einplanen)/89=720Wp


Würde ich da mit Sonnenstunden arbeiten käme ich auf

Code: --> Link
1632*31*1,25/155(Sonnenstunden im September)=408W
wäre ein gewaltiger Unterschied ziwischen beiden Werten

Welche Methode wäre denn besser? Kann man mit (monatlichen) spezifischen Erträgen[Kwh/KWp] auch die Inselanlage rechnen oder ist das eher für netzgekoppelten Anlagen rechnen?

Danke

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

UweHD am 17 Jan 2023 18:59:16

Du solltest bedenken, dass die auf dem Dach eines Wohnmobils montierten Solarpanels i,d.R. eine geringere Durchschnittsleistung abgeben werden, als man für eine immobile Aufdachanlage rechnerisch annimmt. Das kommt daher, dass die Panels auf dem WoMo Dach normalerweise ohne Neigung montiert werden und das Mobil auch nicht immer ganz optimal und unverschattet stehen kann.

Ein Beispiel: Für eine typische Photovoltaikanlage mit 2kWp rechnet man in D mit rund 2.000kWh Ertrag im gesamten Jahr. Für ein Wohnmobil würde ich diesen Wert um einiges reduzieren.

hampshire am 17 Jan 2023 20:49:10

Meine Herangehensweise, ausgehend davon, dass der Schlüssel in der Verbrauchsannahme liegt wäre wie folgt:
1. Ermittlung des Bedarfs für die Autarkie anhand der minimal benötigten Energie (Heizung, Kühlung, Licht) für den gewünschten Zeitraum (450Wh kommen mir mehr als minimal vor, eher "rundum-sorglos" - aber ich kenne Dein Fahrzeug nicht)
2. Dimensionierung der Batterien sodass sie im geladenen Zustand die minimal benötigte Energie ohne "Nachschub" bereit stellen können.
3. Dimensionierung der PV Generator- und Ladeleistung so, dass ab einer mittleren Sonneneinstrahlung bei flacher Installation am Wunschort die Batterien bei zu vor errechneter Minimalverbrauchslast den vollen Ladezustand täglich erreichen. Da Du beispielsweise April bis September zu reisen planst, wähle den April als Referenzmonat und ein beliebtes Reiseziel für den Einstrahlwinkel und die Schätzung der "mittleren Sonneneinstrahlung".

In der Regel wirst Du mehr als genug Ertrag haben und kannst dann regelmäßig Deine "Komfort- und Luxusverbraucher" mit betreiben. Wenn es mal blöd läuft bekommst Du mit entsprechendem Verhalten die geplanten Mindesttage Autarkie immer zusammen ohne den Motor zu starten.

Anzeige vom Forum


Tinduck am 18 Jan 2023 09:47:35

Genau wie Max sagt.

Der Akku muss deine Autarkieanforderung allein stemmen können, damit du bei schlechtem Wetter nicht darunter fällst.

Wie man die Solaranlage dimensioniert, ist dann Geschmackssache - idealerweise so, dass der Tagesverbrauch in den schlechten Nutzungsmonaten noch reinkommt, aber dann hast Du schon ziemlich viel Silicium auf dem Dach...

Da rein spielt natürlich auch, wie viel ihr so fahrt. Wenn man oft den Ort wechselt, kann die Solaranlage auch etwas kleiner ausfallen.

bis denn,

Uwe

rkopka am 18 Jan 2023 10:23:35

Tinduck hat geschrieben:Da rein spielt natürlich auch, wie viel ihr so fahrt. Wenn man oft den Ort wechselt, kann die Solaranlage auch etwas kleiner ausfallen.

Ist es denn überhaupt für ein Womo ? Das klingt mir eher nach etwas fest installiertem.

RK

pwglobe am 18 Jan 2023 12:29:27

Hallo, ich habe mir das ganze etwas einfacher gemacht.
Fläche auf dem Dach ermittelt und mit Solar vollgepackt.
Den Umrichter nach dem größten Verbraucher ausgelegt (Fön meiner Frau)
Platz für Batterien optimal ausgenutzt
Daraus hat sich dann ergeben, dass wir beim Ontario und auch jetzt beim Phoenix von April bis einschließlich Oktober zu 100% autark sind. Von November bis März sind es 3 - 5 Tage.
Das ganze Rechnen bringt meiner Meinung nach nichts, man sollte immer den maximal möglichen Ausbau wählen.
Wenn man elektrische Energie „übrig“ hat kann man dann das Warmwasser mit Strom erzeugen oder einen Backofen statt mit Gas elektrisch betreiben.

rkopka am 18 Jan 2023 12:36:43

pwglobe hat geschrieben:Das ganze Rechnen bringt meiner Meinung nach nichts, man sollte immer den maximal möglichen Ausbau wählen.

Maximal möglich ist halt für jeden etwas anderes. Finanziell, räumlich, Gewicht...
Wer ein sehr teures, schweres Womo hat, kann sich 1kW Solar und 800Ah Akku montieren, die ihm nichts nutzen, wenn er nur auf CP mit Strom steht. Daher muß das mögliche auch immer durch die sinnvollen Anforderungen gebremst werden. Und wer nur im Winter in Norwegen rumfährt, wird auch mit soviel Solar nicht weit kommen.

RK

huohler am 18 Jan 2023 12:47:03

Hat eigentlich jemand ausser rkopka den ersten Satz gelesen (verstanden)?
WattPeak hat geschrieben:ich versuche eine Inselanlage zu konzipieren.


Also kein Womo und auch kein Womo üblicher Verbrauch sondern fix 75Watt a 6 Stunden. Es soll auch in schlechten Monaten noch für 2 trübe Tage ausreichen.

Was fehlt:
- Wo in Deutschland?
- Aufstellwinkel und Ausrichtung zur Sonne
Es gibt Webseiten auf denen man ermitteln kann wie viel Solarertrag je 100Wp (oder je m²) bei welchem Aufstellwinkel zu erwarten sind.

Natürlich nimmt man dann den Monat mit dem schlechtesten Ertrag. Dein Solarertrag/Tag müsste mindestens 2 x so groß sein wie der Verbrauch/Tag damit du deine Batterien nach 2 trüben Tagen wieder voll bekommst. So solltest du auf die Größe der Solarpanele kommen.
Die Batterie Größe wird unabhängig davon berechnet. In deinem Fall mind. 3 x den Tagesverbrauch.

Hubert

hampshire am 18 Jan 2023 13:26:18

huohler hat geschrieben:Hat eigentlich jemand ausser rkopka den ersten Satz gelesen (verstanden)?

Wenn es tatsächlich keine WoMo Anlage ist - warum meldet sich dann ein User dafür in diesem Forum an? Für stationäre Anlagen gibt es "geeignetere" Foren.

UweHD am 18 Jan 2023 13:42:47

hampshire hat geschrieben: ...Wenn es tatsächlich keine WoMo Anlage ist - warum meldet sich dann ein User dafür in diesem Forum an? Für stationäre Anlagen gibt es "geeignetere" Foren.

Ich bin auch von einer mobilen Anlage auf einem Wohnmobil ausgegangen. Das ist ja per Definition ebenfalls eine Inselanlage.

pwglobe am 18 Jan 2023 15:10:16

Hallo, bedingt durch die 12V Batterien bin ich von einem Wohnmobil ausgegangen.
Bei einer Inselanlage z.B. Jagdhütte oder Gartenhaus würde ich eine höher Spannung für den Stromspeicher wählen.
Beispiel:
Hochvolt Solarpanel
MPPT Regler
48V Stromspeicher
Wechselrichter 3000W Dauerleistung

huohler am 18 Jan 2023 15:20:26

pwglobe hat geschrieben:Bei einer Inselanlage z.B. Jagdhütte oder Gartenhaus würde ich eine höher Spannung für den Stromspeicher wählen.
Beispiel:
Hochvolt Solarpanel
MPPT Regler
48V Stromspeicher
Wechselrichter 3000W Dauerleistung


Aber nicht bei 75W max. Leistung.
Aber wenn sich der TE nicht meldet macht es keinen Sinn weiter zu spekulieren.

Hubert

rkopka am 18 Jan 2023 15:42:59

pwglobe hat geschrieben:Hallo, bedingt durch die 12V Batterien bin ich von einem Wohnmobil ausgegangen.
Bei einer Inselanlage z.B. Jagdhütte oder Gartenhaus würde ich eine höher Spannung für den Stromspeicher wählen.

Oder man bleibt größtenteils bei 12V wie im Womo. Z.B. für Licht und USB reicht das. Wie wir wissen gibts auch genug Kühlschränke.

RK

Uwe1961 am 19 Jan 2023 00:06:32

ICH habe die in meinem Womo gemachten Erfahrungen für den Aufbau meines Heim-Inselnetzes genutzt und betreibe jetzt ein paralleles 230V-Netz mit einem Grundverbrauch von 8-9kWh in 24h für Kühlgeräte, Betrieb der Gasheizungsanlage incl. Pumpen, Abwassernachbereitung, Hofbeleuchtung, Router plus Heimnetz und weitere Kleingeräte....mit einer Akku-Bank auf 12V Basis, was als Nachteil nur die hohen Ströme zur Folge hat...Da fliessen aus den Solarreglern schnell mal 120, 150 oder auch 180A durch die Kupferschienen in die 18kWh große Akku-Bank, aus der sich der 1800W Wechselrichter ernährt. Und wenn's auf Reisen geht, nehme ich einfach einen der 230Ah/3kWh Akkus der Lifepo-Akku-Bank, schiebe ihn in den im Womo vorbereiteten Einschub...und ab geht's in den Urlaub...mit dem Womo-Hybrid-Akku.

Gruß, Uwe.

Anzeige

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Cerbo oder Digital Multi Control
Victron 75 15 Solar, bei Frost abschalten?
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2026 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt