aqua
hubstuetzen
hallo
Links zu ebay oder Amazon sind Werbelinks. Wenn Sie auf der Zielseite etwas kaufen, bekommen wir vom betreffenden Anbieter Provision. Es entstehen für Sie keine Nachteile beim Kauf oder Preis.

Unterschiede Watt, Volt, teuer oder günstig, Verwirrung


Wumbo am 29 Mär 2023 15:27:46

Moinsen, wollte mal meine Wohnmobil 100W 18V Solaranlage erweitern und habe mal ein paar generelle Fragen dazu:

1. Mir wurde von einem Veräufer gesagt mehr Volt wäre besser damit die Zellen ehr anspringen, es gibt ja 18, 23, 40 Volt etc. Panele wo es dann hiess, auf jeden Fall 40V nehmen. Wieviel Prozent Mehrertrag pro Tag habe ich denn bei bspw. 100W 40V statt mit 18V Panele?

2. Wenn ein Panel 100 Watt hat, wieviel Watt schafft das Panel denn wirklich, habe da was von max. 70% gehört, also 70Watt. Stimmt das? Denn wenn mein Laderegler 300 Watt max. verarbeiten kann, dann müsste ich ja theorethisch 400 Watt aufbauen um auf max 280 Watt zu kommen?

3. Es gibt ja billige und teure Solarpanele mit Rahmen Monokristallin, bspw. 200Watt Enjoy für 170€, Solarswiss 400€ oder Büttner 850€. Wieviel Prozent mehrleistung am Tag hat denn so ein teures im Vergleich zum Billigen? Wenn ich pro Tag nur ein paar % mehr rausbekomme macht das doch kaum Sinn? Und wenn es nur halb solange hhält wäre doch ein weiterer kauf der billigen sinvoller als das teuerste zu nehmen, Ist das alles nur Marketinggeblubber?

Besten Dank! ;D

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

Bergbewohner1 am 29 Mär 2023 17:14:36

Ich habe mir 2 180 watt von Enjoy gekauft, habe nur mal die Spannnung gemessen die an den Steckern anliegt, war leicht bedeckt, kein Sonnenschein, die Spannung war ca. 24 Volt.
Die Aluspioler schicke ich wieder zurück, wenn diese verbaut sind-nach Anleitung-dann kommt man nur noch an die Zelle unten, Dose ect. wenn die Zelle zerstört wird.
Dann nehme ich lieber wieder die weiße "Plaste" als Spoiler, da kann man die Zelle auch mal demontieren.

Tinduck am 29 Mär 2023 17:50:25

Die Leistung der Paneele hängt von der Position zur Sonne ab.

100% erreichen sie flach liegend natürlich nur unter optimalen Bedingungen, so Sommer am Mittelmmer, Mittags bei klarem Himmel mit genug Wind zur Kühlung. In D hab ich schon mal 80-90% gesehen im Sommer.

Den Regler würde ich passend zur Maximalleistung wählen.

Teure Paneele sind meist nur für den Verkäufer gut. 10% Mehrleistung (wenns überhaupt so viel ist) für den 8fachen Preis hört sich nicht nach einem guten Deal an.

bis denn,

Uwe

Anzeige vom Forum


silver34 am 29 Mär 2023 23:26:32

Ja Ja es wird viel erzählt!
Meist ist da zwar ein bisschen Wahrheit drin, aber da fehlt meist der Zusammenhang zur Realität!

Bezüglich mehr Spannung!
Die Solarpanelle sind Stromlieferanten, so zwischen 100-150W/m² Sonneneinstrahlung gehen die recht schnell von wenigen Volt hoch auf die Leerlaufspannung (bzw. wenn ein Regler dran auf die MPP-Spannung).
Von "eher Anspringen" könnte schon sein nur ob das bei den paar Watt eine Rolle spielt???
Mit höherer Spannung hast du weniger Leitungsverluste, dafür aber mehr Wandlungsverluste -> das gibt sich nicht viel!
Was allerdings stimmt ist das man mit den 18V-Modulen im Sommer das Problem hat das die Spannung durch die hohe Temperatur (so ab 70°C) der Paneele soweit sinkt das es für den MPP-Regler zu wenig ist!
Also bezüglich Spannung würde ich 24V-Module verwenden!

Bezüglich Ertrag das mit den 70% kommt schon so irgendwie hin, allerdings so über den Tag betrachtet!
Aber es kann schon vorkommen das man an die Spitzenleistung der Paneele herankommt (ich hatte auch schon bei 400Wp 380W in der Spitze gehabt!)
Also der Regler sollte die angeschlossenen Wp verarbeiten können (ich selber hab da lieber noch 10-20% Reserve, die Geräte an der Grenze zu betreiben wiederstrebt mir!).
Ich rechne bei gutem Wetter mit 400-500Wh Ertrag pro 100Wp und Tag (Im Sommer -> im Winter (Dezember/Januar) nur mit 30-50Wh)

Ob teuer oder billig ? lol
Die Wp werden nach Norm bestimmt 100Wp für 80€ und 100Wp für 850€ sind 100Wp ! Punkt
Nach der dafür benötigten Fläche kannst du mal schauen, aber meist liegt der Wirkungsgrad bei 18-23% (wobei je höher umso mehr hab ich das Gefühl die haben sich das schön gerechnet!)
Etliche haben hier die normalen Solarpaneele fürs Dach drauf (gibt es auch in der 100Wp Region)!
Lieber günstige und dafür mehr aufs Dach (wenn's geht)!
Ich empfehle keine semiflexiblen sondern die klassischen Rahmenmodule (sind zwar etwas schwerer dafür halten die normalerweise ein Wohnmobilleben lang, besonders wenn man das Womo nicht Sonnengeschützt untergestellt hat!)

dietmardd am 30 Mär 2023 00:59:13

Ein MPPT-Regler braucht angeblich ca. 5 V mehr als die Ladespannung, damit er anspringt. Mit einem 12 V-Modul liegt man bei optimaler Einstrahlung nur wenig darüber. Bei weniger hohen Sonne, Dunst und teilweiser Abschattung ist die Spannung des PV-Moduls schnell unter dem genannten kritischen Wert und das bedeutet, dass der vom PV-Modul erzeugte Strom durch den MPPT-Regler nicht mehr in Ladestrom verwandelt werden kann.

Besser sind sogenannte 24-Volt-Module. Deren "Arbeitsspannung" liegt in der Größenordnung 36 ... 37 V, die Leerlaufspannung meist knapp 50 V. Es ist leicht erkennbar, dass zwischen der Mindestspannung für einem MPPT-Regler eine sehr viel größere Differenz ist als bei einem 12-Volt-Modul. Der MPPT-Regler gibt immer die Ladespannung gemäß eingestelltem Batterietyp ab, also auch für 12 V-Batterien.

Wie wirkt sich das aus?

- Um die Mittagszeit ist die Leistung von 12 V-Modulen und 24 V-Modulen in etwa gleich. Die 24-V-Module beginnen schon bei etwas geringeren Sonnenstand und enden einige Stunden später als 12 V-Module. Außerdem bringen 24 V-Module noch bei leichter Bewölkung und Dunst sowie teilweiser Abschattung eine gewisse Leistung. Angeblich ist der Mehrertrag über den Tag in der Größenordnung von 15 ... 25 % bei gleicher Modulfläche. Ich habe es aber nicht selbst gemessen.

Vorteile 12 V-Module: Es gibt mehr Anbieter und mehr Abmessungen als bei 24 V-Modulen

Vorteile 24 V-Module: etwas mehr Leistung über den Tag und bei nicht optimalen Bedingungen, nur halbe Stromstärke in den Kabeln, d.h. der Kabelquerschnitt kann kleiner sein.

Wenn man auf dem Dach viel Platz hat, kann man für die gleiche Tagesleistung etwas mehr Modulfläche (+25 %) aufs Dach bringen und billigere Solarregler benutzen.

Bei meinem Wohnmobil gibt es viele Dachluken und die SAT-Schüssel, so dass die für PV-Module zur Verfügung stehende Fläche sehr begrenzt ist. Hier brauche ich 24 V-Module, um das Machbare machbar zu machen.

Zu den PV-Modulen:
Man findet Angebote von seriösen Anbieter, die sich durchaus um mehrere 100 % unterscheiden können. Ein Grund für die Preisunterschiede innerhalb einer Baureihe eines Anbieters: Vor der Montage der Module werden die einzelnen Zellen ausgemessen. Die Hochleistungsmodule unterscheiden sich von den normalen Solarmodulen um bis zu 10 % bei der Leistung pro Modulfläche, aber kosten eben unverhältnismäßig mehr. Der Hauptgrund: Manche Anbieter rangieren im oberen Preissektor, z.B. Büttner, d.h. bei Büttner u.a. sind alle Produkte sehr viel teurer, ohne besser zu sein.
Um sinnlose Geldausgaben zu vermeiden, sollte man eine ausgiebige Recherche machen. Ein guter Anbieter ist auch --> Link

Falls Du 24 V-Module nimmst, nehme keine MPPT-Regler von Büttner bzw. Votronic. Die vertragen nur eine max. Eingangsspannung von 50 V. Angeblich soll das auf 75 V erhöht werden, aber gestern waren die Daten im Internet immer noch bei 50 V. Das ist m.E. zu nah an der Leerlaufspannung der Solarmodule. Besser ist ein MPPT-Regler von Victron, der eine max. Spannung Spannung von 100 V aushält (nicht alle Typen von Victron).

Manche Leute schalten 2 Stück 12 V-Module in Reihe, aber das ist aus verschiedenen Gründen nicht so mein Fall. Gründe: Man muss immer paarweise Module auf dem Dach unterbringen. Ich weiß nicht, wie der Ertrag so eines Paares ist, wenn einer der beiden Module voll abgeschattet wird.

BikeAir am 30 Mär 2023 03:44:02

Wumbo hat geschrieben:3. Es gibt ja billige und teure Solarpanele mit Rahmen Monokristallin, bspw. 200Watt Enjoy für 170€, Solarswiss 400€ oder Büttner 850€. Wieviel Prozent mehrleistung am Tag hat denn so ein teures im Vergleich zum Billigen?..................

Besten Dank! ;D

Man hatte mir damals 2 Büttner 120Wp montiert. Ja die Teile sind (zu) teuer, aber auch gut. Dann habe ich mir noch 1 weiteres 120Wp von Solarswiss dazugebaut und ich bin der festen Überzeugung Solawiss und Büttner sind identisch, denn ich fand keine Unterschiede, außer dem Büttner Schriftzug.
Z Deiner Frage des Ertrages, es wurde ja schon gesagt, das dieser von Sonnenstand abhängig ist aber meine Teile sind schon gut. Bei leichtem Nieselregen habe ich immer noch 2 - 3A Ladestrom und ich hatte letzen Monat 3 x Spitzen zwischen 356 und 395 Watt bei installierten 360Wp. Ganz teuer würde ich nicht mehr kaufen, ganz billig aber auch nicht. Solarswiss ist ein deutscher Hersteller und kein billiger Chinaimport. Bei neu, wäre das meine Wahl.



Am Ende muß aber nur Du Dich entscheiden.

Grüße

Gast am 30 Mär 2023 07:31:08

Also ich kann von meinen 150W-Modulen von Prevent nur Gutes berichten. Ich habe mir damit 2x 300W auf's Dach gemacht und habe wenn es optimal läuft, einen Gesamtladestrom von 41A bei 14,4 Volt. Das sind dann 590 Watt. Die genannten 70% werden also weit überschritten. Die Regler sind MPPT.

Aber ich habe auch auf meinem Modellfluganhänger ein günstiges 100W-Modul, welches mit einem PMR-Regler nur ca. 4,0 bis 4,5A bringt. Der Regler ein PMR, was dann leider nur knapp 65W macht, was somit die Aussage mit den 70% bestätigt. Mit einem MPPT könnte ich vielleicht noch mehr rausholen, ist aber bei dieser Anlage völlig egal. Und dieses Billigmodul wird sicherlich auch nicht viel mehr bringen.

Also gute Module und ein MPPT-Regler machen schon einen Unterschied. Die Frage ist natürlich immer, was man an Strom in welcher Zeit benötigt.

Und ja, ein Modul mit einer hohen Leerlaufspannung bringt auch schon bei Dämmerung eine Spannung, die über der Ladespannung liegt und somit beginnt da dann auch die Ladung.

Gruß Axel

Grandeur am 30 Mär 2023 08:08:08

. Prevent nur Gutes berichten. Ich habe mir damit 2x 300W auf's Dach gemacht und habe wenn es optimal läuft, einen Gesamtladestrom von 41A bei 14,4 Volt. Das sind dann 590 Watt


Kann ich bestätigen: 2x 150 Wp Prevent 40V Module parallel verschaltet mit Victron MPPT bringen bei optimalen Bedingungen einen Ladestrom von ca. 20A. Meist ist der Ladestrom aber deutlich kleiner. In Summe über den Tag reicht die Ladeleistung von März bis Oktober gut aus.

Gruß Grandeur

UweHD am 30 Mär 2023 08:41:16

Wenn der Solarregler dafür ausgelegt ist, dann würde ich die Panels immer in Reihe schalten. Dann hat man auch bei sog. 12V Modulen der Vorteil der höheren Spannung und überdies einen geringeren Strom auf der Zuleitung (=geringere Verluste). Reihenschaltung ist auch bei Hausanlagen heutzutage der übliche Weg.
In Bezug auf Verschattungsresistenz ergibt sich bei Reihenschaltung kein Nachteil ggü. Parallelschaltung, sofern ich einen Solarregler mit nur einem einzelnen MPPT Strang verwende. Und das ist im Wohnmobilbereich der übliche Standard.

Luppo am 30 Mär 2023 08:55:27

Ich habe auch 2 Hochvoltmodule auf dem Dach, jeweils 180Wp, parallel verschaltet.
Da kommen im Sommerhalbjahr je nach Bewölkung und Temperatur 150-300 W raus, Spitzenwert war mal 385 W.
Die Victron-Regler benötigen eine Spannung von 5V über Ladespannung, also 18V, bis sie anspringen. Insofern arbeitet der Regler mit Hochvoltmodulen tatsächlich länger. Für die Leistung macht es natürlich in den frühen Morgenstunden/späten Abendstunden nicht viel aus.
Für wichtiger halte ich es, die Module parallel und nicht seriell zu verschalten. Schon kleine Abschattungen lassen den Ertrag in den Keller rutschen, da ist es besser, wenn wenigstens noch ein Modul in der Sonne liegt. Seriell verschaltet würde dann die Leistung beider Module einbrechen.
Bei den Modulen würde ich schon auf den Preis achten. Die Unterschiede sind nicht gravierend, die Leistung schon mal gar nicht. Gute Module kriegst du für 150-170 Euro/100 Wp.
Fakt ist, für normale Verbräuche reichen 300-400 Wp im Sommerhalbjahr für autarke Versorgung. Dazu natürlich noch ein Speicher mit 100-150 Ah Nutzleistung.

rkopka am 30 Mär 2023 10:10:13

dietmardd hat geschrieben:Ein MPPT-Regler braucht angeblich ca. 5 V mehr als die Ladespannung, damit er anspringt. Mit einem 12 V-Modul liegt man bei optimaler Einstrahlung nur wenig darüber.
Bei weniger hohen Sonne, Dunst und teilweiser Abschattung ist die Spannung des PV-Moduls schnell unter dem genannten kritischen Wert und das bedeutet, dass der vom PV-Modul erzeugte Strom durch den MPPT-Regler nicht mehr in Ladestrom verwandelt werden kann.

Nicht ganz. Ich kenne die genau Beschreibung der Victron Regler, aber andere MPPT dürften ähnlich sein. Die 5V für den Beginn des Ladens gibt es. Dann wird es aber gehalten, bis die Differenz unter 1V fällt. Die 5V erreicht man schnell bei unbelasteten Zellen. Batt 13V + 15V = 18V Leerlaufspannung des Panels. Die Spannung steigt schnell an, wenn das Panel Licht bekommt und sinkt dann durch Belastung auf den Arbeitspunkt. Wenn das Licht schwach ist, kann ein 24V Panel vielleicht etwas früher Strom liefern. Allerdings hat es unter den Bedingungen noch sehr wenig Leistung und lädt nur mit einem sehr kleinen Strom. Die meisten "12V" Panele haben eine Leerlaufspannung von 22-23V. Welche mit nur 18V Leerlaufspannung sollte man eher vermeiden.

Ich hatte (12V parallel) schon bei diesigen Verhältnissen am Abend noch ein wenig Ladestrom.

Außerdem bringen 24 V-Module noch bei leichter Bewölkung und Dunst sowie teilweiser Abschattung eine gewisse Leistung. Angeblich ist der Mehrertrag über den Tag in der Größenordnung von 15 ... 25 % bei gleicher Modulfläche. Ich habe es aber nicht selbst gemessen.

Das bezweifle ich. Oder zumindest für die meisten Bedingungen. Wenn die 12V Module so wenig Spannung liefern, daß nicht mehr geladen wird, dann ist auch so wenig Licht da, daß der Ertrag minimal wäre.

Bei meinem Wohnmobil gibt es viele Dachluken und die SAT-Schüssel, so dass die für PV-Module zur Verfügung stehende Fläche sehr begrenzt ist. Hier brauche ich 24 V-Module, um das Machbare machbar zu machen.

Wo ist da der Zusammenhang ? Mehr Spannung bedeutet ja nicht mehr Leistung. Auch die Abschattungen ändern sich nicht.

Manche Leute schalten 2 Stück 12 V-Module in Reihe, aber das ist aus verschiedenen Gründen nicht so mein Fall. Gründe: Man muss immer paarweise Module auf dem Dach unterbringen. Ich weiß nicht, wie der Ertrag so eines Paares ist, wenn einer der beiden Module voll abgeschattet wird.

Bei den meisten Panelen reicht dafür schon ein kleiner Bereich eines Panels.

Trikeflieger hat geschrieben:Aber ich habe auch auf meinem Modellfluganhänger ein günstiges 100W-Modul, welches mit einem PMR-Regler nur ca. 4,0 bis 4,5A bringt. Der Regler ein PMR, was dann leider nur knapp 65W macht, was somit die Aussage mit den 70% bestätigt.

Die erwähnten 70% kommen aber von der Einstrahlung. Bei einem PMR liegen sie eher daran, daß nur ein Teil der Spannung genutzt werden kann. Der Rest wird (simpel ausgedrückt) abgeschnitten oder vernichtet (Shunt Regler).

Und ja, ein Modul mit einer hohen Leerlaufspannung bringt auch schon bei Dämmerung eine Spannung, die über der Ladespannung liegt und somit beginnt da dann auch die Ladung.

S.o. Spannung ja, Leistung wenig.

Bei der Diskussion ist auch wichtig, wie man lädt und warum. Bei gutem Wetter wird der Akku meist schnell voll sein, da spielt das ganze keine Rolle. Bei trübem Wetter kommt so und so nicht viel rein. Ein wenig mehr von nicht viel ist immer noch sehr wenig. Wird man bei miesem Wetter weiterhin stehen und braucht unbedingt (viel) Strom ? Dann braucht man sehr viel Solar. D.h. es kann Vorteile bringen, aber die sind sehr gering und nur unter sehr speziellen Bedingungen.
Bei einer Hausanlage übers Jahr können auch kleine Unterschiede etwas bringen. Am Womo wird die Anlage meistens nur eine begrenzte Zeit arbeiten, bis der Akku voll ist. Ob das nun 15min mehr oder weniger sind, ist egal.

Eine 12V Anlage wird erweitert - gleicher Regler - alte Panele weiterverwendet ? Parallelschaltung ? Dann muß man sich sowieso am vorhandenen orientieren. Bei neuen Anlagen sind 24V Module sicher eine gute Wahl. Man darf sich nur nicht einen besonderen Ertragssprung gegenüber 12V erwarten.

RK

silver34 am 30 Mär 2023 10:20:25

Ob ein MPP-Regler anspringt ist die Leeraufspannung ausgebend (also bei 18V-Modulen so um die 22V)!
Wenn er dann läd ist 1V mehr ausreichend!

Mit Sicherheit wird durch die höhere Spannung nicht einige Stunden mehr Ladedauer daraus, eher Minuten und das bei ganz geringem Ertrag!

Nochmal, höhere Spannung -> weniger Leitungsverlust aber mehr Wandlungsverlust -> gibt sich nix!

"15 ... 25 % bei gleicher Modulfläche" sorry wo sollen die herkommen es sind die gleichen Solarzellen verbaut mit gleichen Eigenschaften nur halt mehr hintereinander

Vergleiche mit Dachinstallationen hinken! Die verwenden andere MPP-Regler die (meist) alle 3min eine Leistungsscan über die komplette Spannung machen und dort den besten MPP-Punkt verwenden!
Unsere regeln nur einfach nach und meist wird von der Leerlauspannung zur MPP-Spannung geregelt und bessere MPP-Punkte darunter nicht erfasst!

Und nein Reihenschaltung ist bei Abschattung meist ungünstiger (zumindest wenn nicht sehr stark abgeschattet (weniger wie 60%) ist!)

Hier ein Beispiel mit 1 Zelle 34% abgeschattet (Reihe / Parallel):





PS: Danke at rkopka

Tinduck am 30 Mär 2023 10:26:16

rkopka hat geschrieben:
Eine 12V Anlage wird erweitert - gleicher Regler - alte Panele weiterverwendet ? Parallelschaltung ? Dann muß man sich sowieso am vorhandenen orientieren. Bei neuen Anlagen sind 24V Module sicher eine gute Wahl. Man darf sich nur nicht einen besonderen Ertragssprung gegenüber 12V erwarten.

RK


Die meisten Leute haben doch wohl sowieso einen zu den Paneelen passenden Regler drin, es muss bei Erweiterung also ein Neuer gekauft werden.

Ob man dann jetzt einen ganz dicken kauft und die Module entsprechend schaltet (geht nur, wenn die Spannungen halbwegs zueinander passen) oder einen zweiten dazumontiert (geht in jedem wilden Modulmix), muss man dann halt sehen.

Ich würde zu einem neuen, dicken Regler und neue Module passend zu den alten tendieren. Aber nur, weil mein Bluebattery nur den Daten-Input eines Reglers verarbeiten kann :-)

bis denn,

Uwe

andwein am 30 Mär 2023 10:30:59

silver34 hat geschrieben:Ob ein MPP-Regler anspringt ist die Leeraufspannung ausgebend (also bei 18V-Modulen so um die 22V)!
Wenn er dann läd ist 1V mehr ausreichend!

Das ist für mich erst mal eine Behauptung!
Nach meinen Messungen gibt es bei einer verdrahteten Solaranlage am Panelausgang keine Leerlaufspannung weil der Regler immer daran hängt! Die Spannung ist immer Vmpp weil der MPP Regler den Solareingang nie abschaltet sondern immer die nach dem Vmpp Suchfunktion durchläuft. Es gibt hier viele User, die bei Minderertrag die Spannung am Reglereingang gemessen haben und die war meist 18 V, also Vmpp von 22 Voc Panel
Probiere es mal aus, Gruß Andreas

Wumbo am 30 Mär 2023 10:39:39

Vieeeelen Dank für die ausführlichen Antworten, so langsam werde ich schlauer :D

Nun habe ich noch eine Frage:

1. Wenn ein Panel 250W mit MPP 33,5V bis Leer 40,5V hat und dazu ein 170W 22V bis 26V , sind die dann parallel geschaltet miteinander kompatibel oder bremst das mit weniger V das mit mehr V aus? Also müssen parallel verbundene Panels immer die exakt identische Voltzahl haben?

Als Regler wäre ein Victron 100 / 30 verfügbar.

HartyH am 30 Mär 2023 11:09:28

silver34 hat geschrieben:Nochmal, höhere Spannung -> weniger Leitungsverlust aber mehr Wandlungsverlust -> gibt sich nix!

bzgl. Wandlungsverluste muß ich dir leider widersprechen. Bei PWM-Regler mag das so sein, aber die MPPT-Regler decken schon einen großen Leistungsbereich ab und sind elektronisch auch so konzipiert. Die Umwandlung im Regler erfolgt im höheren Niederfrequenzbereich, um u.a. auch die Wandlungsverluste niedrig zu halten.

WomoTechnikService am 30 Mär 2023 11:16:57

UweHD hat geschrieben:Wenn der Solarregler dafür ausgelegt ist, dann würde ich die Panels immer in Reihe schalten. Dann hat man auch bei sog. 12V Modulen der Vorteil der höheren Spannung und überdies einen geringeren Strom auf der Zuleitung (=geringere Verluste).


Luppo hat geschrieben:Für wichtiger halte ich es, die Module parallel und nicht seriell zu verschalten. Schon kleine Abschattungen lassen den Ertrag in den Keller rutschen, da ist es besser, wenn wenigstens noch ein Modul in der Sonne liegt. Seriell verschaltet würde dann die Leistung beider Module einbrechen.


Lustig... Vor nunmehr 6 Jahren, im März 2017, rüstete ich meinen Flair um auf Lithiumbatterien und erneuerte die Solaranlage komplett. Um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen, testete ich sowohl Reihen- als auch Parallelschaltung und das Verhalten bei Abschattung, indem ich eine Pappe der Verpackung jeweils über ein Modul legte.
Die 5 Module sind die von mir viel verbauten MünchenSolar 100Wp mit 19,35V Arbeits- und 22,6V Leerlaufspannung, der Solarregler ein Victron SmartSolar 150/35.
Bei Reihenschaltung hat man eine Spannung von ca. 100V und bei 500W nur einen geringen Strom von 5A, was den fast verlustfreien (0,95%) Einsatz von Kabeln mit 4qmm möglich macht. Bei Parallelschaltung könnte man zwar elektrisch weiterhin bei 4qmm bleiben, hätte aber bei Höchstleistung von 500W und 20m einfache Kabellänge einen Spannungsabfall und damit Verlust von 23,85% und es kämen von den 19,35V nur 14,74V am Regler an. Kabel mit 6qmm hätten immer noch 15,9% Verlust und nur 16,27V am Regler. Selbst bei 10qmm habe ich noch fast 10% Verlust, wobei die Rechnung hier schon fehlerhaft wird, da die an den Modulen vorhandenen Anschlußkabel mit je 2 x 60cm (bei 5 Modulen bereits 6m) auch nur 4 oder 6qmm haben und ein Drittel der Leitungslänge ausmachen.
Der Abschattungstest ergab bei Parallelschaltung und Reihenschaltung das gleiche Ergebnis, allerdings sind bei meinen Modulen wie bei den meisten Bypassdioden verbaut, so dass im Abschattungsfall der Strom am abgeschatten Modul vorbei fließt.

LG Peter

rkopka am 30 Mär 2023 12:04:24

silver34 hat geschrieben:Ob ein MPP-Regler anspringt ist die Leeraufspannung ausgebend (also bei 18V-Modulen so um die 22V)!
Wenn er dann läd ist 1V mehr ausreichend!
andwein hat geschrieben:Das ist für mich erst mal eine Behauptung!

Manual Victron Regler.

"- Der Regler ist nur dann in Betrieb, wenn die PV-Spannung größer ist als die Batteriespannung (Vbat).
- Die PV-Spannung muss mindestens die Höhe von Vbat + 5V erreichen damit der Regler den Betrieb aufnimmt. Danach liegt der Mindestwert der PV-Spannung bei Vbat + 1V."

Nach meinen Messungen gibt es bei einer verdrahteten Solaranlage am Panelausgang keine Leerlaufspannung weil der Regler immer daran hängt! Die Spannung ist immer Vmpp weil der MPP Regler den Solareingang nie abschaltet sondern immer die nach dem Vmpp Suchfunktion durchläuft.

Nein. Kann man (beim Victron) im Log live sehen. Das Panel läuft leer. Dann belastet es der Regler. Die Spannung geht runter, und die Belastung wird wieder weggenommen.
Die Suchfunktion läuft durch. Aber wenn es am unteren Bereich ist, geht die Belastung bis auf 0 zurück, weil der MPP unter der Arbeitsspannung ist. Hier könnte ein 24V Panel etwas früher beginnen. Aber eben nur mit minimalem Strom. D.h. es gibt einen kleinen Lichtbereich, wo das 24V Panel mehr (aber immer noch sehr wenig) bringt. Darunter bringt keines mehr etwas. Darüber liefern beide.

Bei einer Raumsonde, die jedes bißchen Energie speichern muß, um zu überleben, machen solche Optimierungen Sinn. Bei einem Womo in der Urlaubs(Sommer)zeit, das einfach eine Steckdose oder den Motor nutzen kann, ist das nur als technische Spielerei zur Optimierung interessant. Das Panel z.B. aufzustellen, bringt viel mehr.

RK

deacheapa am 30 Mär 2023 13:29:01

andwein hat geschrieben:Nach meinen Messungen gibt es bei einer verdrahteten Solaranlage am Panelausgang keine Leerlaufspannung weil der Regler immer daran hängt! Die Spannung ist immer Vmpp weil der MPP Regler den Solareingang nie abschaltet sondern immer die nach dem Vmpp Suchfunktion durchläuft.


Was ist das da bloß für ne Spannung (grüner Pfeil) bis der Regler bei 5V über Batt Spannung seine Arbeit aufnimmt ???



Du bist wirklich der "Experte". :lach:

Ps. RK war schneller, musste erst das Bild suchen gehen

silver34 am 30 Mär 2023 14:08:33

WomoTechnikService hat geschrieben:... indem ich eine Pappe der Verpackung jeweils über ein Modul legte.
...
20m einfache Kabellänge
...
Modulen vorhandenen Anschlußkabel mit je 2 x 60cm (bei 5 Modulen bereits 6m) auch nur 4 oder 6qmm haben und ein Drittel der Leitungslänge ausmachen.
...

Der Abschattungstest ergab bei Parallelschaltung und Reihenschaltung das gleiche Ergebnis


Ein paar Gedankliche Fehler!

Einfache Länge heißt Einfache Länge!
Das heißt das ich nur die Strecke nehme die ich von dem Solarpanel zum Regler habe (nicht hin und Zurück)
Ich könnte bei 20m fast ganz ums Womo bis ich mir überlegen muss wie ich von den Solarpanel zum Regler komm!
Bei mir 90cm am Panel + 50cm auf dem Dach 2,5m Dach-Boden 1,5m zum Regler = 5,4m

Das was du Abschattungstest bezeichnest ist es nicht!
Du erreicht damit 100% Abschattung (da kannst du das Panel gleich weglassen!
Oft setzt sich die Einstrahlung auf Panel aus 50% Direkt und 50% Indirekte Strahlung zusammen (das kann natürlich stark variieren), aber das ist so der Bereich wenn wir einen sehr Hellblauen-weißen (Dunstigen) Himmel haben.
Da sehen die Ergebnisse ganz anders aus!
In Reihe wird durch die Abschattung der ganze String gebremst bis die Bypass zuschlägt und dann fehlt der Ertrag den die Bypass überbrückt, was aber meist vom MPP-Regler verhindert wird da dazwischen ein Leistungstal ist!
Bei Parallel wird nur das abgeschattete Panel gebremst und fertig (Bypass spielen da in der Regel keine Rolle da die Spannung unter die der Anderen sinkt!)

Bei deinen 60cm fliesen aber nur die 5A (Da ja 5mal) nur der Rest ist gemeinsam!
Wenn ich meine Länge (5,4m einfach 6mm²) deine 500W 20V komme ich auf unter 4%!
Ich liege mit 400W und 39V MPP unter 1%

silver34 am 30 Mär 2023 14:40:31

HartyH hat geschrieben:bzgl. Wandlungsverluste muß ich dir leider widersprechen. Bei PWM-Regler mag das so sein,


Wo findet beim PWM eine Wandlung statt?

Im Prinzip sind PWM-Regler nichts anders als das diese eine direkte Verbindung zwischen Panel und Batterie herstellen!
Die daraus resultierende Spannung ergibt sich das die Batterie die Spannung des Panels herunter zieht (Das Solarpanel ist Stromlieferant und liefert nur x A egal bei welcher Spannung (Bis halt Leerlaufspannung)).
Das geht solange bis die Batterie die gelieferten A nicht mehr aufnehmen kann bzw. die Spannung soweit steigt das PWM-Regler anfängt zu arbeiten!
Der PWM-Regler unterbricht/reguliert bei erreichen der eingestellten Spannung durch hochfrequentes Unterbrechen den Ladevorgang.


Der Wandlungsverlust im MPP-Regler liegt irgendwo zwischen 2-5% je nach Eingangsspannung -> je höher die Differenz umso größer die Verluste was in etwa den Leistungsverlust den man eingespart hat entspricht!

WomoTechnikService am 30 Mär 2023 14:51:10

silver34 hat geschrieben:Einfache Länge heißt Einfache Länge! Das heißt das ich nur die Strecke nehme die ich von dem Solarpanel zum Regler habe (nicht hin und Zurück)


Möglich, dass das so gemient ist, ich habe diese Seite zum Berechnen genommen: --> Link


silver34 hat geschrieben:Ich könnte bei 20m fast ganz ums Womo bis ich mir überlegen muss wie ich von den Solarpanel zum Regler komm!
Bei mir 90cm am Panel + 50cm auf dem Dach 2,5m Dach-Boden 1,5m zum Regler = 5,4m


Ich habe 3m vom Solarregler unter der Bank zur Dachdurchführung auf der linken Wohnmobilseite etwa mittig, dann auf dem Dach ringförmig die Module, also erst nach hinten, dann nach rechts, dann nach vorn, wieder nach links und zurück bis zur Dachdurchführung, unterbrochen durch Luken usw. sind es allein auf dem Dach mehr als 12m, ich komme schon auf ca. 18m Kabel..., kommt ja aber nicht darauf an, da parallel...

silver34 hat geschrieben:Das was du Abschattungstest bezeichnest ist es nicht!... Du erreicht damit 100% Abschattung (da kannst du das Panel gleich weglassen!... Bei Parallel wird nur das abgeschattete Panel gebremst und fertig (Bypass spielen da in der Regel keine Rolle da die Spannung unter die der Anderen sinkt!)


Klar, wenn der Bypass nicht wäre, wäre es bei Reihe ganz weg, daher muss ich darauf achten, immer Module mit Bypass einzusetzen... Parallelschaltung setze ich nur in einem einzigen Fall ein, wenn ich aufgrund der Platzverhältnisse unterschiedliche Module nehmen muss, dabei muss ich aber auch auf ungefähr gleiche Arbeitsspannung achten...

LG Peter

WomoTechnikService am 30 Mär 2023 15:27:13

WomoTechnikService hat geschrieben:kommt ja aber nicht darauf an, da parallel.


Soll natürlich seriell, also in Reihe heißen...

LG Peter

silver34 am 30 Mär 2023 15:43:47

WomoTechnikService hat geschrieben:Klar, wenn der Bypass nicht wäre, wäre es bei Reihe ganz weg


Das sind ON / OFF Versuche, damit kann ich super die Funktion und die Leistung des Moduls bestimmen. Aber eine Aussage bei Abschattungen die im normalen Betrieb vorkommen trifft sie nicht!

Schau dir die Graphik mal an die ich oben gepostet hab.

Simulieren kannst du dies in dem du ein Stück Karton ca. 1m entfernt von Modul zwischen Sonne und ein paar Modulzellen hälst (Am besten bei schräg stehender Sonne damit die Sicht nach oben frei, wie halt wenn man sich so hinstellt damit man Solarertrag hat [Fährt man ja auch nicht unterm Baum] und dummerweise Nachmittags da grad ein Baum zwischen dem Womo und der Sonne steht).

PS: das mit der Reihe ist ja geklärt

silver34 am 30 Mär 2023 16:09:02

WomoTechnikService hat geschrieben:Möglich, dass das so gemient ist, ich habe diese Seite zum Berechnen genommen: --> Link


Bei dem Berechnungsmodul wird auch auf die einfache Länge bezogen!

Also 1m einfache Länge sind 1m Plus hin und 1m Minus zurück...

dietmardd am 30 Mär 2023 18:34:58

Wo ist da der Zusammenhang ? Mehr Spannung bedeutet ja nicht mehr Leistung.


Doch, mehr Spannung bringt mehr Leistung, die Begründungen haben ich und andere schon geschrieben. Aber ich wiederhole diese noch mal:

1. Bei einem 24 V-Modul mit MPPT-Regler ist der nutzbare Spannungsabstand der Solarmodule zur Mindestspannung des Solarreglers sehr viel höher als bei einem 12 V-Modul. In den Mittagsstunden mit optimaler Sonneneinstrahlung gibt es kaum Unterschiede zum 12 V-Modul, aber bei einem niedrigeren Sonnenstand, teilweiser Bewölkung und Abschattung und Dunst geht die Spannung der Solarmodule zurück und bei 12 V-Modulen kann diese zu klein für den Solarregler werden, aber 24 V - Module laden noch einige Zeit länger. Über den ganzen Tag bzw. mehrere Tage betrachtet, kann ein 24 V-Modul deshalb ca. 15 ... 25 % mehr Ah erzeugen als ein 12 V-Modul.

Ich hatte geschrieben, dass es manchmal besser ist, die etwas billigeren 12 V-Module und billigeren einfachen Solarreglern zu nehmen, wenn man genug Platz auf dem Womo-Dach für ein weiteres 12 V-Modul hat, um die gleiche Energiemenge zu erhalten. Aber das bringt auch einige kg mehr Gewicht und wer knapp bemessen ist (3,5-tonner), da wird oft um jedes kg gerungen.

Ich brachte das Beispiel des Daches meines Wohnmobils mit vielen Dachluken und der SAT-Antenne. Es wurde gefragt, wo da der Zusammenhang ist. Der ist eindeutig. Wenn man weniger Platz auf dem Womo-Dach hat, muss man aus der gleichen Fläche mehr machen, um sein Ziel zu erreichen. Ein Weg dazu ist, statt 12 V-Modulen mit einfachem Solarregler 24 V-Module mit MPPT-Regler zu nehmen. MPPT-Regler mit 12 V -Modulen bringen nur einen kleinen Effekt.

Ich hatte auch geschrieben, dass eine serielle Schaltung von z.B. 2 Modulen nicht so mein Fall ist, weil man dann die Solarmodule nur paarweise aufs Dach pflastern kann und für lauter paarweisen Solarmodulen reicht eben der Platz auf dem Womo-Dach nicht immer aus.

2. Es wurde schon erwähnt, dass bei z.B. etwa doppelten Arbeitsspannungen der 24 V-Module nur der halbe Strom durch die Kabel zum Solarregler fließt - für die gleiche Leistung. Sind die Kabel etwas knapp bemessen, ist der Widerstand der Kabel bei 12 V-Modulen etwas größer als bei 24 V-Modulen. Dazu kommt, dass bei niedrigeren Spannungen alle Kontakte eine größeren Verlust nach sich ziehen (Kontaktwiderstände an Schraub- und Klemmverbindungen). Beides verringert die nutzbare Leistung der Solarmodule etwas. Den Kabelwiderstand bei 12 V-Modulen kann man wie bei 24 V-Modulen dadurch senken, indem man den Kabelquerschnitt etwas großzügiger bemisst, aber ein größerer Kabelquerschnitt bei den 12 V-Modulen bedeutet auch ein etwas größeres Gewicht der Kabel und insbesondere Womos mit < 3,5 Tonnen müssen mit jedem Gramm sparen, damit die Masse des aufgerüsteten Womos nicht höher ist als 3,5 t.

rkopka am 30 Mär 2023 22:50:38

dietmardd hat geschrieben:1. Bei einem 24 V-Modul mit MPPT-Regler ist der nutzbare Spannungsabstand der Solarmodule zur Mindestspannung des Solarreglers sehr viel höher als bei einem 12 V-Modul.
...
aber bei einem niedrigeren Sonnenstand, teilweiser Bewölkung und Abschattung und Dunst geht die Spannung der Solarmodule zurück und bei 12 V-Modulen kann diese zu klein für den Solarregler werden, aber 24 V - Module laden noch einige Zeit länger.

Nochmal: in der Phase hast du praktisch keine Ladeleistung mehr. Ich war heute im Womo, 19:00, bedeckt, leichter Regen : Spannung (200Wp) 15-18V schwankend und immer noch 0,1A Ladestrom. Ein 24V Modul hätte auch nicht mehr gebracht, weil unter solchen Bedingungen einfach keine Leistung da ist.

Über den ganzen Tag bzw. mehrere Tage betrachtet, kann ein 24 V-Modul deshalb ca. 15 ... 25 % mehr Ah erzeugen als ein 12 V-Modul.

Aber nur wenn das Wetter recht mies ist und die Lichtmenge genau in das Fenster fällt, wo es mit 12V Panelen gerade nicht mehr geht. Also praktisch nie. Und in diesem Fenster ist der Ertrag so niedrig, daß die +25% in der Realität höchstens wenige Ah sind (bei üblichen Panelgrößen). Wenn man 1000Wp installiert hat, reicht es vielleicht für Licht und TV für die Nacht.

Wenn man weniger Platz auf dem Womo-Dach hat, muss man aus der gleichen Fläche mehr machen, um sein Ziel zu erreichen. Ein Weg dazu ist, statt 12 V-Modulen mit einfachem Solarregler 24 V-Module mit MPPT-Regler zu nehmen. MPPT-Regler mit 12 V -Modulen bringen nur einen kleinen Effekt.

Das sehe ich anders. Ein MPPT bringt immer etwas. Einfach weil die ganze Spannung vom Panel am MPPT genutzt werden kann und damit mehr Ladestrom möglich ist. Bei PWM und Shunt geht nicht mehr als der Panelstrom. Damit verliere ich immer den Bereich zwischen der möglichen Panelspannung und der Batteriespannung.

2. Es wurde schon erwähnt, dass bei z.B. etwa doppelten Arbeitsspannungen der 24 V-Module nur der halbe Strom durch die Kabel zum Solarregler fließt - für die gleiche Leistung.

Das stimmt. Wenn man schon dünne Kabel liegen hat oder keine dicken montieren will oder kann, ist das ein Punkt.

Sind die Kabel etwas knapp bemessen, ist der Widerstand der Kabel bei 12 V-Modulen etwas größer als bei 24 V-Modulen.

Der Widerstand ist immer gleich, nur der Spannungsabfall (offiziell nur -fall) ist höher.

Dazu kommt, dass bei niedrigeren Spannungen alle Kontakte eine größeren Verlust nach sich ziehen (Kontaktwiderstände an Schraub- und Klemmverbindungen). Beides verringert die nutzbare Leistung der Solarmodule etwas.

Stimmt. Allerdings haben wir keine so hohen Ströme, daß das eine große Rolle spielt. Das ist anders bei einem WR mit 200A.

aber ein größerer Kabelquerschnitt bei den 12 V-Modulen bedeutet auch ein etwas größeres Gewicht der Kabel und insbesondere Womos mit < 3,5 Tonnen müssen mit jedem Gramm sparen, damit die Masse des aufgerüsteten Womos nicht höher ist als 3,5 t.

Stimmt, wobei das aber höchstens ein paar Kilo wären. Außerdem kann man auch mit dünneren Kabeln leben. Die Verluste sind nicht so hoch. Außerdem treten sie hauptsächlich auf, wenn sowieso genug Ladeleistung anliegt (Sonne). Bei weniger Licht (Strom) sind die Verluste nur sehr gering.

Ich bin nicht gegen 24V Module. Mich stört nur der große versprochene Leistungsgewinn, der in der Realität entweder nicht da ist oder keine Rolle spielt.

RK

andwein am 31 Mär 2023 12:27:29

rkopka hat geschrieben:......Ich bin nicht gegen 24V Module. Mich stört nur der große versprochene Leistungsgewinn, der in der Realität entweder nicht da ist oder keine Rolle spielt. RK

Das ist genau der Punkt!!
Ungünstige Montagelage (flach) bringt schon mal ca. 15-20% Verlust gegenüber den Wp Werten der Hersteller bei STC. Der Gewinn von 22Voc Panels gegenüber 44 Voc Zellen dürfte bei 2-5% liegen, also bei einem 200Wp Panel lageverlustbehaftet 160Wp + 8Wp = 168 Wp oder 0,6A mehr Strom.
Man sollte die Diskussion meiner Meinung nach immer auf Praxiswerte im Womoverbau herunterrechnen, dann kann sich das jeder auch mal vorstellen. Mit 0,6A sind gerade mal der Betriebsverlust des EBL ausgeglichen.
Meine Rechnung, runtergerechnet, belegt durch Praxismessungen an einer 100Wp Anlage, Gruß Andreas

dietmardd am 31 Mär 2023 13:27:33

Ungünstige Montagelage (flach) bringt schon mal ca. 15-20% Verlust gegenüber den Wp Werten der Hersteller bei STC. Der Gewinn von 22Voc Panels gegenüber 44 Voc Zellen dürfte bei 2-5% liegen, also bei einem 200Wp Panel lageverlustbehaftet 160Wp + 8Wp = 168 Wp oder 0,6A mehr Strom.


Könntest Du das bitte erklären, damit ich das nachvollziehen kann.

Im Moment verstehe ich das so, dass Du bei einem 24 V-Modul 15 ... 20 % der Nennleistung infolge der flachen Montagelage abziehst und dann sagst, dass dann der Vorteil eines 24 V-Moduls gegenüber einem 12 V-Modul nur noch marginal ist - in Deinem Beispiel 0,6 A. Müsste man denn nicht auch bei einem flach montierten 12 V-Modul die gleichen 15 ... 20 % Verlust gegenüber der Nennleistung anziehen? Das würde bedeuten, dass bei flacher Montage auf einem Womo-Dach der Abstand (in %) in Bezug auf die Leistung zwischen einem 24 V - Modul und einem 12 V-Modul in etwa gleich groß ist, als wenn man beide Module optimal ausgerichtet montieren würde.

silver34 am 31 Mär 2023 14:03:03

Was deine 2 Vorschreiber eigentlich sagen wollten:

Die 15-20% über den ganzen Tag betrachtet können nicht sein (und sind es auch nicht)!

Es ist das Gleiche verbaut, nur halt mehr Zellen hintereinandergeschaltet beim 24V-Modul!
Die Physik wird da nicht neu erfunden!

Damit so eine Zelle überhaupt erstmal Leistung erbringt ist eine mindest Sonneneinstrahlung von 100-150W/m² nötig, darunter wird nur wenig Spannung aufgebaut , ist erstmal die mindest Einstrahlung erreicht geht die Spannung gleich auf ihr soll (Pro Zelle etwa 0,6-0,7V).

Der Vorteil der 24V-Module liegt nur in dem schmallen Bereich von etwas Sonneneinstrahlung bis mindest Einstrahlung (Da können es die von dir angegebenen Prozente sein, aber auf den Tag betrachtet ist das Mückenschiss auf einen Elefantenhaufen).

Schau dir bei den Angeboten doch den Wirkunkgsgrad an der ist bei 12 und 24V-Modulen der gleiche!!!! Wenn deine Prozent stimmen würden müsste dort auch entsprechend mehr stehen!
Wirkunkgsgrad(12V): ca. 21 %
damit die 24V-Module deine 15% schaffen müssten die die 24% knacken (ich kenn keine Module die dort schon sind!!!!).

PS: Ich dann mal fertig, der Themenstarter hat ja seine Fragen zu seiner Zufriedenheit beantwortet bekommen. Auf den Rest kommt es hier ja nicht mehr an!

andwein am 31 Mär 2023 15:40:48

dietmardd hat geschrieben:.....Andwein: Ungünstige Montagelage (flach) bringt schon mal ca. 15-20% Verlust gegenüber den Wp Werten der Hersteller bei STC.
Könntest Du das bitte erklären, damit ich das nachvollziehen kann.

Ja, das kann ich. Du hast das Wörtchen "STC" (Standart Test Condition, =Einstrahlwinkel 90°, Einstrahlleistung 1.000 W/m2, Temperatur 25°C, Lichtspektrum AM 1,5) ) übersehen. Die WP Leistungsangabe geht davon aus, dass die Sonnenstrahlen im Winkel von 90° auf das Panel treffen. Das ist bei Flachlage (0°) nicht der Fall, deshalb gibt es eine Einbuße. Jetzt hängt es aber davon ab ob du mit einem Sonnenstand im Juli (steiler = weniger Verlust) oder im Dezember (flacher = mehr Verlust) rechnest. Deshalb 15-20%.
In den gängigen Solarertragsberechnungen für deinen Standort hast du immer Hausdächer als Grundlage. Die basieren aber immer auf einer Montagelage von 35-45°und Ausrichtung nach Süden oder Südwest. Auch das ist bei einem Wohnmobil nicht gegeben, auch diesen Ausrichtfehler müsste man in der Gesamtbetrachtung abziehen. Gute Haussolateure berücksichtigen dies!
Und wenn man das tut relativiert sich der Vorteil eines 44Voc Panel und eines MPP Regler sehr schnell auf max. 5% der STP Leistung.
Aber wie gesagt, meine Berechnung für Womo Installation, Gruß Andreas

ChristianF am 31 Mär 2023 16:45:17

Hi,

auch wenn es Details sind und überhaupt nicht zu diesem Thema gehört:
andwein hat geschrieben:In den gängigen Solarertragsberechnungen für deinen Standort hast du immer Hausdächer als Grundlage. Die basieren aber immer auf einer Montagelage von 35-45°und Ausrichtung nach Süden oder Südwest. (..) Gute Haussolateure berücksichtigen dies!


Inzwischen werden Solaranlagen auch bewusst auf Ost-West ausgerichtet. Der Vorteil ist, dass hier bereits früh (Ost) bzw. spät (West) noch Sonne direkt auf die Module scheint und so in den Tagesrandzeiten mehr Ertrag für den Eigenverbrauch zur Verfügung steht. Wir haben beispielsweise auch je 3,2kWp nach Ost und West und bekommen damit im Sommer schon sehr früh viel Eigenverbrauch hin -> Es ist nicht per se eine schlechte Idee, nach Ost-West auszurichten.

Anzeige

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Votronic MPP250 DUO verschmort?
Laderegler Steca PR 1010 - Fehlermeldung E06
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2026 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt