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Ich kann verstehen, dass man wissen will, was ein Schild genau bedeutet - und das heisst nicht unbedingt, dass man die genaue Definition dann bis aufs letzte ausreizen will. Wir nutzen Freistehplätze in der Regel nur, wenn sie so einsam sind, dass es egal ist, ob man auch noch Tisch und Stühle rausstellt. Ich frage mich sowieso, was man an schönen Plätzen will, wenn man dann die ganze Zeit in seiner Dose hocken muss? :) Im Moment sind wir auf den Färoern, ab übermorgen auf Island - an beiden Orten ist es ganz einfach und auch für den letzten Vanlifer zu verstehen: keine Camping-Übernachtungen mit Fahrzeugen ausserhalb von Campingplätzen. Auf Island ist Zelten beim Wandern noch erlaubt, auf den Färoern noch nicht einmal das. Ist einerseits blöd, weil es viele schöne Plätze gibt - aber andererseits eben verständlich, weil die Einheimischen keine Lust auf kaputte Natur und Weisse Wände allerorten haben. Irgendwie auch entspannend, wenns klar und deutlich verboten ist. bis denn, Uwe
Genau, dann brauchts auch keinen gesunden Menschenverstand mehr. Es gibt ja noch nicht genug Regularien.....eben wegen dem fehlenden Menschenverstand. Grüße An dieser Stelle frage ich mich immer, wann die Fähigkeit zur Kommunikation und zur Rücksicht verloren ging. Rücksicht: ich stehe nicht, wo ich offensichtlich nicht gern gesehen bin. Am Campingplatz kommt das Gerödel raus, woanders bleibt es drin. Stehe ich alleine auf dem Fjell, erlaube ich mir den Stuhl für den Sonnenuntergang. Kommunikation: es gibt viele ganz hervorragende Parkplätze vor Museen, Restaurants, Fjellstuen u.v.m. Da geh ich doch freundlich fragen. Ich wurde noch NIE abgewiesen in Norwegen. Ich spreche leider kein Norwegisch, bis auf wenige grundlegenden Höflichkeitsbegriffe. Aber Englisch und ein freundliches Lächeln gehen immer! Erlebtes Beispiel für Rücksicht und Kommunikation: wir waren am Windkanal in Voss zum Fliegen. War schon relativ spät, wir waren die letzten. Als wir fertig waren haben die Beschäftigten dort noch eine Runde gedreht und wir haben noch zugeschaut. Dabei haben wir uns nett unterhalten und bei der Gelegenheit habe ich nach der Übernachtung auf deren Parkplatz gefragt. Kein Problem, aber um halb neun sollten wir weg, da sie einen Gast mit Hubschrauberankunft erwarten. Irgendwer hat den den ganzen Windkanal für den Tag reserviert und lies sich einfliegen. Es werden keine Zuschauer erwartet :-) Nach einer ruhigen Nacht sind wir um halb neun gefahren. Es kann so einfach sein in Norwegen, ganz ohne juristische Spitzfindigkeiten. Es geht dabei auch um den "Nachahmer Effekt". Es braucht nur einer "verbotener Weise" irgendwo zu stehen.... Ein Dutzend unbedarfter "Camper" sehen das und machen das nach. Rücksichtnahme und selber denken ist nicht mehr in Mode. ....und man hat zu Hause etwas von der großen Freiheit zu erzählen. Camping Verboten, heißt für mich, dass man keine Art von Campingfahrzeugen will. Letzte Woche am Parkplatz Holmenkollen: VW T6.1 einer großen Deutschen Vermietflotte auffällig beklebt. Junges Paar Mitte 20. Toilette war für die Zwei der Wald, dort wo die Osloer nach der Arbeit Sport treiben oder die Beine vertreten. Den riesigen Müllsack steckten die Zwei in den Mülleimer am Parkplatz, Campingmöbel raus und somit Parkraum der Anwohner abends reduziert und morgens Grauwasser auf dem Platz abgelassen. Vanlife ohne Toilette ist so geil, dass bald überall Verbotsschilder stehen! Wenn auf dem Parkplatz ein Wohnmobil steht, nicht auf 3 Plätzen geparkt ist und sich dort jemand unauffällig benimmt und nachts darin schläft, stört das bestimmt niemanden. Gruß Grandeur Beim Gassi habe ich mir dann überlegt, inwieweit diese Schilder überhaupt Rechtssicher sind Das einfachste wäre ja, dieses runde Schild mit Kreis und Womologo und am besten auch noch mit einem Van drauf So wie in der Art etwa --> Link zwecks Parken oder so mit Durchfahrt verboten --> Link das würde dann jeder kapieren und es gäbe diese Diskussion gar nicht Man muss ja dann auch an die Wirtschaft denken, Camping verbot, für mich, Gerödel raus verboten. Aber, wir dürfen gerne parken und auch übernachten, um Essen zu gehen, an den Strand, shoppen ect
Jetzt wird es ja noch besser! Einfach, den Norweger an die Anwaltskanzlei seines Vertrauens weiterreichen und schön gepflegt das Schild ignorieren, denn schließlich ist das Schild ja überhaupt nicht gesetzlich verankert. :lol: :lol: Respekt! Grüße Wäre sowas rechtssicher genug? :D ![]()
Naja, aber die beiden verlinkten Schilder gelten doch nur für Alkoven! Wenn ich mir also einen Vollintegrierten leisten kann dann darf ich da stehen?! Und die VAN-Lifer. Die haben ja nicht diese "riesigen weißen Wände", keine Chemie-Toiletten und stehen ganz unauffällig!! Oder dürften die dann auch nicht? Könnten wir einen neuen Thread zu aufmachen.... ? ;D Grüße Dirk Genau. Macht das. Hier ist ja alles gesagt. Nach mehreren Wochen Reise durch Norwegen meine ich mit Gewissheit sagen zu können, dass das hier diskutierte Schild tatsächlich das mitteilt, was drauf steht: Campingverhalten ist verboten (Markise, Stühle, Tisch etc.), nicht jedoch die Übernachtung im Mobil. Es gibt Bobilplätze, auch kostenpflichtige, und Übernachtungsplätze für LKW-Fahrer und Fahrerinnen, an Tankstellen z.B., die unbestreitbar zum Übernachten im Gefährt gedacht sind, an denen dieses Schild angebracht ist. Allzeit viel Vergnügen in Norwegen! Wir waren im Juli in Norwegen, und in der Zufahrt auf Bergen standen an einigen öffentlichen Parkplätzen an der E16 und and er E39 Schilder von Statens vegvesen, dass hier Camping nicht erwünscht/erlaubt ist. Die Schilder waren also schon von "offizieller" Seite, sie waren neu (letztes Jahr waren sie noch nicht da), und ich habe sie auch sonst nirgendwo in Norwegen, außer um Bergen rum, gesehen. Wir haben uns tatsächlich gefragt, ob damit Zelten gemeint ist, oder auch mit dem Womo stehen und nix rausstellen / aufbauen, haben es aber nicht darauf ankommen lassen und sind weiter gefahren. Es gibt nämlich auch Schilder, die Übernachten verbieten (am Husdalsvatnet gesehen), das wäre dann eindeutig. Ich wollte eigentlich ein Foto machen und an unsere norwegischen Freunde schicken, es war aber spät, und wir suchten mit den Kindern einen Platz, und sind dann weiter gefahren. Um Bergen herum war es aber ein echtes Problem einen offiziellen Stellplatz zu bekommen, am Abend unserer Ankunft war alles um 7 Uhr voll, wir mussten dann auf einen Parkplatz ausweichen. Wir sind dann am vorletzten Tag unserer Reise um 8 Uhr morgens zur Bergenshallen, haben dann problemlos einen Platz mit Strom bekommen, um 10 Uhr! war alles wieder belegt. Im Stadtbild sind mir auch einige Wohnmobile aufgefallen, kann schon verstehen, dass den Norwegern das alles gerade zu viel wird. Ach was war das vor 10 Jahren schön!!! Viel weniger Camper viel weniger Diskussionen viel weniger Übertretungen viel weniger Schweinchen die alles Ausnutzen und alles schöne vernichten.
:thema: :thema: :thema:
Viel weniger Ewiggestrige? :D SNCR, Uwe P.S.: Wir hatten weder 2004 noch 2022 Probleme, in Norwegen im allgemeinen abseits von oder auch auf SP und CP zu übernachten, wenn wir das wollten. Dass es an den Hotspots (Bergen, Lofoten…) knallvoll ist, sollte man nun wirklich erwarten und seine Übernachtungen entsprechend planen. :thema: :thema:
Hatte erst die Tage beim Stöbern auf Gerhard seiner Seite was dazu gefunden --> Link Was hat das jetzt mit der Ausgangsfrage zu tun?
Der Text hilft zu verstehen, dass es (zumindest in den meisten Ländern) keine für den Touristen klare und eindeutige überall geltende Regelung gibt und wahrscheinlich auch nie geben wird. Der Strassenverkehrsrechtliche Aspekt (Halten/Parken) ist meist klar geregelt, bei Wohnmobilen gibt es manchmal gewisse Unschärfen bei der Zuordnung zu den bezeichneten Fahrzeuggruppen, hier kann die Beschilderung auch mal falsch sein. Der Aspekt der Nutzung des öffentlichen bzw. öffentlich zugänglichen Raumes außerhalb von Fahren/Halten/Parken wird nicht durch die Straßenverkehrsordnung geregelt. Das behandelt der Artikel für Spanien und ist damit ein gutes Beispiel. Die erlaubte Nutzung ist in anderen Gesetzen oder Rechtsordnungen geregelt, eine Beschilderung kann erfolgen, muß ggfs. gar nicht. Wie die Beschilderung aussehen darf, ist dann auch nicht durch die StVO oder gleichartige Vorschriften eingegrenzt, eine Gemeinde z.B. kann sich da ausleben und mit phantasievollen Beschilderungen die Nutzung von öffentlichen Flächen regulieren, solange dadurch nicht andere Gesetze verletzt werden. Auch hier gibt der Artikel einige schöne Beispiele. Also hilft nichts, man muß sich im Zweifel kundig machen oder mit der Unsicherheit, dass man einen Regelverstoß begeht und den ggfs. folgenden Sanktionen leben. Aber hier geht es um Norwegen. Und da helfen andere Länder nicht viel….
Warum hat der Besitzer eines Campers mehr Rechte als ein PKW Fahrer? Der läßt übrigens noch mehr Geld da, denn er hat keine Kühlschrank und Lebensmittel an Bord. Beste Gruesse Bernd
Es hilft denen, die das Thema prinzipiell verstehen möchten und willig sind die Erkenntnisse auf Norwegen zu übertragen. Eine geschlossene Beantwortung der Eingangsfrage wird es nicht geben. Weder für Norwegen, noch für ein anderes Land. Hier kann man nur die Rechtslage/ Gesetzesgebung in Tirol loben es ist klar und unmissverständlich formuliert --> Link Zitat daraus: Campen in Tirol: In Tirol ist es grundsätzlich verboten, außerhalb von Campingplätzen zu campieren. Als Campieren gilt das Nächtigen von Personen in mobilen Unterkünften, wie Zelten, Wohnwagen, Kraftfahrzeugen, Wohnmobilen, Mobilheimen und dergleichen im Rahmen des Tourismus. Wenn eine Beschilderung mit "Campen verboten "vorhanden ist sollte man dies auch respektieren und nicht versuchen aufzuweichen durch Haarspaltereien der Straßenverkehrsordnung da es auf Dauer nur noch mehr und strengere Verbote und Kontrollen nach sich zieht.
Vielen Dank babenhausen Damit ist aus meiner Sicht alles gesagt, auch wenn man die genaue Interpretation von "Campen verboten" im Gastland nicht kennt.
Klar. Es geht hier aber darum, was „Campen“ in den verschiedenen Ländern und Regionen bedeutet. Das, was Du als Haarspaltereien empfindest, sind lediglich Versuche, das jeweils herauszufinden. Nicht überall sind die Regeln zum Übernachten so klar und eindeutig, wie z.B. in Island oder Tirol. :wink: Hallo, ich sehe hier den Versuch, Lücken in den jeweiligen Formulierungen zu den Camping-verboten-Schildern zu finden, die dann genutzt werden können, um doch dort zu campen. Das Ergebnis dieser Denkweise kann man überall beobachten: Camping verboten: „ich campe ja nicht, ich will ja nur eine Nacht hier schlafen“ Parken erlaubt, Camping verboten: „warum soll ich keine Stühle rausstellen, stört doch keinen“ 48 h erlaubt: „2 Wochen sind doch auch nur X mal 48h“ Parken für Wohnmobile verboten: „die Polizei macht schon nichts, wir Touristen bringen ja schließlich Geld“ Hier in Spanien werden wegen der systematischen Missachtung der Verbotsschilder durch die Wohnmobilisten aller Nationen notgedrungen immer mehr Höhenbegrenzungen, Erdwälle und andere Hindernisse errichtet. Man scheut, was ich nicht verstehe, den deutschen Weg: das Problem über Knöllchen zu lösen. Kommt sicher noch, da manche offensichtlich nur diese Sprache verstehen…. Gruß Bernd Es gibt, je nach Land, schon einen Unterschied zwischen Camping und einer Übernachtung. Frankreich, darf man z.B. auf manchen Supermarktparkplätzen übernachten, aber keine Markise oder Stühle raus. Auf Hinweisschildern ist dies klar beschrieben. Norwegen, bedeutet es, meines Wissens nach, jede Form von Übernachten. Aber leider es gibt überall Mitmenschen die alles bis zum letzten ausreizen müssen, dies hat in Frankreich zur Folge, dass die Regeln noch genauer ausgeführt werden oder auch das Übernachten verboten wird. Beispiel Lidl da gibt es jetzt sogar schon Tore die Nachts geschlossen werden. Ich wünsche mir mehr Rücksichtnahme und weniger Egoismus.
Gerade das sit falsch, wohnmobilisten kommen in den Orten an, der erste Weg führt zum Discounter, da wird sich für einen maximalen Zeitraum eingedeckt, die die in kleinen läden einkaufen oder zum Essen gehen sind vielleicht 10%. Egal wo wir sind in europa, alles gleich, erst werden die discounter in der Umgebung geflutet, dann wird der Stellplatz, in Beschlag genmmen. Abends wird das billige fleisch vom discounter auf den Grill geschmissen, der kleine Laden neben an hat nicht viel davon ausser er bietet am Sonntag Brötschen an, wenn die discounter zu sind. Und das ist überall in Europa gleich, Billig, und nochmals billig, aber ein Womo für 80Tsd fahren. das sind die Camper heute. also ich habe in Norwegen mal einen Mitarbeiter der Straßenmeisterei gefragt. An dem Parkplatz mit WC Ausguss, Frischwasser und Grillplätzen stand auch das Schild Camping Verboten. Er meinte Übernachten ja, aber nichts rausstellen und keinen Müll liegen lassen. Wenn wir irgendwo übernachten, dann nehmen wir immer mehr Müll wieder mit, als wir gemacht haben. Jetzt keine komplette Reinigung des Geländes, aber wenn da paar Flaschen liegen, dann kommen die in Container.....
Vielen Dank für Fragen! Genau das war/ist auch meine Annahme. |
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